Dienstag, 19. März 2019

19.3.19: Der Mond heute Abend

Endlich wieder einmal klarer Himmel. Der Mond ist heute Abend zu 97 Prozent beleuchtet. Der fast volle Mond überstrahlt jedoch die meisten Sterne. Und kalt ist es leider auch wieder, die Temperatur ist schon fast wieder auf die Frostgrenze gefallen.

Doch hier ein Foto des Mondes. Diesmal ein gestacktes Bild aus gut 12 Fotos, dadurch wurden nicht nur die noch sichtbaren Kraterwälle am unteren Rand etwas hervorgehoben, sondern auch die Strukturen in der schon fast Vollmondmäßigen Oberfläche besser heraus differenziert:

Mond am 19. März 2019 um 19:30 Uhr

Sonntag, 17. März 2019

18. - 24. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche überquert die Sonne den Himmeläquator nach Norden. Wir haben Frühlingsanfang. Am Donnerstag ist Vollmond, die Nächte eignen sich daher kaum zum beobachten lichtschwacher Objekte. Von den hellen Planeten ist die Venus (Aufgang ca. 5:30 Uhr) nur noch kurz vor Sonnenaufgang zu sehen, Saturn geht circa um 4:00 Uhr im Südosten auf und Jupiter sogar schon knapp zwei Stunden früher. Am Abend kann immer noch der Mars bis gegen ca. 23:15 Uhr beobachtet werden. Die Internationale Raumstation (ISS) beginnt am 21. März eine abendliche Sichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 18. März, geht die Sonne um 6:33 Uhr auf und um 18:34 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt länger als 12 Stunden. Am Abend steht der Mond dicht bei Regulus, dem hellsten Stern des Löwen. Um 20 Uhr beträgt der Abstand noch ca. 4° Grad, um Mitternacht sind es nur noch fast 2° Grad. der kürzeste Abstand wird für 3:24 Uhr berechnet, dann sind dies nur noch 1,3° Grad.

Am Dienstag, den 19. März, kommt es um 3:16 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond, 34 Leonis (6.4mag) wird vom dunklen Mondrand bedeckt. Um 19 Uhr gibt es in der Sternwarte des Gymnasium Lippstadt, Beckumer Str. 61, 59555 Lippstadt einen Vortrag von Winfried von Ohle (Sternfreunde Soest) unter dem Thema "Der aktuelle Sternenhimmel - eine Reise durch die Nacht".

Am Mittwoch, den 20. März, ist exakt um 22:58 Uhr Frühlingsanfang. Dann überquert die Sonne den Himmeläquator nach Norden. Wenn die Sonne genau über dem Äquator steht, dauert Tag und Nacht genau gleich lang. Warum aber war denn schon am Montag der Tag - genau gerechnet - eine Minute länger? Naja, das liegt einfach genau an der Definition der Zeitangaben. Der Frühlingsanfang ist dadurch definiert, dass genau die Mitte der Sonne den Äquator überquert. Sonnenaufgang haben wir aber, sobald der erste Lichtstrahl der Sonne über den Horizont strahlt, also ihr oberer Rand zu sehen ist - und Sonnenuntergang definieren wir entsprechend, wenn der letzte Sonnenstrahl gerade am Horizont verschwunden ist. Also wenn auch wieder genau der Rand der Sonne nicht mehr zu sehen ist. Hier wird also jedesmal das Ziehen der Sonne, über ihre ganze Scheibe hinweg, dem Tag zugeschlagen. Und das genau macht eben die ein paar zusätzlichen Minuten aus, so dass wir schon am Montag praktisch Tag- und Nachtgleiche haben, obwohl der Frühlingsanfang erst am Mittwoch stattfindet.

Am Donnerstag, den 21. März, haben wir um 2:43 Uhr Vollmond. Moment mal, gestern Frühlingsanfang, heute Vollmond, müsste da nicht am Wochenende schon Ostern sein? Ist Ostern nicht immer am ersten Wochenende nach dem ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang? Nein, nicht immer! Vereinfachend wird angenommen, Frühlingsanfang ist immer am 21. März und das Vollmonddatum wird nach dem "Meton-Zyklus" berechnet - und so kommt es, dass wir in diesem Jahr eine sog. "Oster-Paradoxie" haben und Ostern erst nach dem zweiten Vollmond, also erst a 14. April feiern werden. Der Vollmond geht heute bei uns um 19:15 Uhr auf. Die ISS ist heute Abend ganz kurz um 20:28 Uhr im Südwesten im Großen Hund, unterhalb von Sirius zu sehen.

Am Freitag, den 22. März, fliegt die ISS zwischen 19:36 Uhr und 19:40 Uhr ganz tief im Süden, maximal 13° Grad hoch, über den Abendhimmel. Der immer noch zu 95 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:37 Uhr auf. Der Mond zeigt uns in diesen tagen wieder einmal seinen Südpol.

Am Samstag, den 23. März, fliegt die ISS am Abend zwischen 20:22 Uhr und 20:25 Uhr in maximal 34° Grad Höhe, knapp oberhalb von Sirius über den Abendhimmel. Der noch zu 90 Prozent beleuchtete Mond geht um 21:57 Uhr auf. Da er nicht mehr gleich nach Sonnenuntergang leuchtet, besteht vielleicht in den kommenden Abenden die Möglichkeit, das Zodiakallicht im Westen zu sehen.

Am Sonntag, den 24. März, ist die ISS zwischen 19:31 Uhr und 19:36 Uhr am Abendhimmel in maximal 24° Grad Höhe zu sehen.Um 20:32 Uhr kommt es in 57° Grad Höhe und einem Azimut von 100° Grad beim Sternbild Kleiner Löwe zu einem schwachen Iridiumflare von -1mag. Der zu 82 Prozent beleuchtete Mond geht um 23:14 Uhr auf. Der veränderliche Stern Algol zeigt heute um 23:48 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Samstag, 9. März 2019

11. - 17. März 2019: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist die ISS vor Sonnenaufgang zu sehen. Der Mond nimmt kräftig zu und bestimmt zunehmend den Abend- und Nachthimmel. Von den hellen Planeten ist am Abend Mars zu sehen, er geht gegen 23:30 Uhr im Westen unter. Am Morgenhimmel sind Jupiter (ab ca. 3:00 Uhr), Saturn (ab ca. 4:45 Uhr) und die Venus (ab 5:50 Uhr) zu beobachten.

Am Montag, den 11. März, fliegt die ISS zwischen 5:50 Uhr und 5:56 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg. Sie erreicht dabei maximal eine Höhe von 39° Grad über dem Horizont in südsüdwestlicher Richtung. Sonnenaufgang ist um 6:49 Uhr und Untergang um 18:22 Uhr, der helle Tag dauert jetzt bald 12 Stunden, wir nähern uns dem Frühliungsanfang mit der Tag- und Nachtgleiche. der Mond steht unterhalb vom Mars und geht ebenfalls gegen 23:30 Uhr unter, er ist zu 24 Prozent beleuchtet. Um 20 Uhr halte ich an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über "Astronomie in der Praxis".

Am Dienstag, den 12. März, tritt die ISS um 5:00 Uhr kurz vor Arkturus dem hellsten Stern im Bärenhüter aus dem Erdschatten, und fliegt dann bis 5:05 Uhr schnell dem Osthorizont entgegen. Am Morgen kann man bei Jupiter zwischen 4:00 Uhr und 6:12 Uhr einen Durchgang des Mondes Io vor der Planetenscheibe beobachten, auch der Schatten von Io fällt bis 4:55 Uhr auf den Planeten. Der Mond wandert auf die Hyaden im Stier zu und geht erst nach Mitternacht um 0:47 Uhr unter.

Am Mittwoch, den 13. März, kommt es um 4:46 Uhr etwas südwestlich von Arkturus zu einem kleinem Iridiumflare von 1mag. Später fliegt die ISS zwischen 5:44 Uhr und 5:50 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg, dabei fliegt sie fast genau über Jupiter hinweg. Der Mond steht heute Abend bereits deutlich östlich der Hyaden. Wenn der Himmel am Nachmittag klar ist, kann man versuchen, das Mond-X und das Mond-V mit einem Fernglas zu beobachten. Tipps zur Beobachtung gibt es bei www.der-mond.org. Am frühen Abend, nach 19 Uhr, kann man auch noch einen Blick auf Uranus werfen, er steht dann nur 11' Bogenminuten entfernt von etwa gleichhellem Stern SAO 92659.

Am Donnerstag, den 14. März, ist die ISS nur einmal am Morgen kurz vor 5:00 Uhr im Südosten zu sehen. Um 11:27 Uhr erreicht der Mond exakt das Erste Viertel. Am Abend um 21 Uhr ist er dann schon zu 54 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 15. März, fliegt die ISS zwischen 5:39 Uhr und 5:42 Uhr in nur noch 12° Grad Höhe, also sehr flach über dem Horizont am Morgenhimmel entlang. Der zu 65 Prozent beleuchtete Mond steht abends im Sternbild Zwillinge. Um 21:00 Uhr bedeckt er das schwach scheinende Sternchen (6.6mag) SAO 78852.

Am Samstag, den 16. März, kann die ISS letztmalig in dieser Morgensichtbarkeitsperiode gesichtet werden, um 4:50 Uhr tritt sie direkt neben Antares, dem hellsten Stern des Skorpion aus dem Erdschatten heraus und verschwindet dann schnell am Südost-Horizont. Beim Mond ist am Abend der "Goldene Henkel" besonders gut zu beobachten.

Am Sonntag, den 17. März, ist am Abend der Mond schon zu 85 Prozent beleuchtet. Er geht erst am nächsten Morgen nach 5:30 Uhr unter. Am Abend um 22:53 Uhrhat der veränderliche Stern Delta Cephei ein Helligkeitsmaximum.




Dienstag, 5. März 2019

11. März: Die Welt der Astronomie (4) – Astronomie in der Praxis


Am Montag, den 11. März, wird der Erwachsenenkurs Astronomie an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus durch mich selbst fortgesetzt. Um 20 Uhr halte ich einen Vortrag über

Die Welt der Astronomie (4) – Astronomie in der Praxis

Auf der Webseite der Volkssternwarte heißt es dazu:

Im Zeitraum Januar bis März 2019 bietet die Volkssternwarte Paderborn eine leicht verständliche Einführungsreihe in die faszinierende Welt der Astronomie für Erwachsene und Jugendliche ab ca. 14 Jahren an. An vier Abenden erfahren die Zuhörer Wissenswertes und Interessantes zu zentralen Themenbereichen der Sternenkunde. Alle Vorträge sind inhaltlich abgeschlossen und können somit auch einzeln besucht werden.


Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe zeigt Wolfgang Dzieran, dass man kein teures Teleskop benötigt, um in die Tiefen des Alls vorzudringen, sondern auch mit einfachen Mitteln erfolgreich astronomische Beobachtungen durchführen kann. Welche Himmelsphänomene lassen sich schon mit bloßem Auge oder einem Fernglas erspähen? Was leisten kleinere Teleskope? Und welche Ausrüstung ist erforderlich, um den Nachthimmel fotografieren zu können? Der Referent erläutert leicht verständlich, wie sich jedermann am Himmel orientieren kann und unterschiedliche Objekte sicher erkennt. Tipps und Tricks zum Umgang mit optischen Instrumenten und sonstiger astronomischer Ausrüstung bilden einen weiteren Schwerpunkt des Abends. Eine Beschreibung des abendlichen Sternenhimmels im Frühling inklusive lohnenswerter Beobachtungsobjekte sowie eine Übersicht astronomischer Ereignisse in den kommenden Monaten runden den praxisorientierten Vortrag ab.


Der Eintritt von 4 Euro kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.Ich freue mich, wenn ih Sie dort treffe!

Sonntag, 3. März 2019

4. - 10. März: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Auch diese Woche sind noch mit etwas Glück alle Planeten zu sehen. Merkur ist nach Sonnenuntergang im Westen bis gegen ca. 19:15 Uhr zu sehen. Mars bis ca. 23:30 Uhr, Jupiter geht gegen 3:30 Uhr auf, Saturn um ca. 5:30 Uhr und die Venus um ca. 6:00 Uhr, ihre Sichtbarkeit geht bald zu Ende. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 4. März, Rosenmontag, da spielen auch die Jupitermonde gerne mit. Von 3:53 Uhr bis 4:14 Uhr ist nur der Jupitermond Kallisto zu sehen, dann taucht Ganymed auf der anderen Seite des Jupiter wieder auf, um 6:17 Uhr beendet auch Europa einen Durchgang vor der Jupiterscheibe und wird wieder sichtbar, Io bleibt den ganzen Morgen verfinstert.  Die Sonne geht um 7:05 Uhr auf und um 18:09 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon länger als 11 Stunden, wir nähern uns dem Frühlingsanfang. Am Abend erreicht der veränderliche Stern Algol um 23:05 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die ISS ist auf einem morgendlichen Überflug zwischen 5:21 Uhr und 5:27 Uhr in maximal 70° Grad Höhe zu sehen.

Am Dienstag, den 5. März, Fastnacht, fliegt die ISS um 6:05 Uhr aus dem Erdschatten heraus, um 6:07:51 Uhr fliegt sie ganz exakt über Bad Lippspringe hinweg (also genau senkrecht über unseren Köpfen in 90° Grad Höhe) und verschwindet um 6:11 Uhr am Osthorizont.

Am Mittwoch, den 6. März, Aschermittwoch, beginnt die Fastenzeit. Passend dazu ist exakt um 16:04 Uhr ist heute Neumond. Hoffentlich müssen wir nicht noch mehr "Astronomie-Fasten" und haben trotzdem viele schöne sternenklare Nächte.Die ISS fliegt heute zwischen 5:16 Uhr und 5:22 Uhr erneut (fast) genau über unsere Stadt hinweg.

Am Donnerstag, den 7. März, fliegt die ISS zwischen 6:00 Uhr und 6:07 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg, dabei fliegt sie in maximal 82° Grad Höhe dicht an der Wega vorbei.

Am Freitag, den 8. März, Internationaler Frauentag, fliegt die ISS am Morgen zwischen 5:11 Uhr und 5:16 Uhr ein weiteres Mal praktisch genau über Bad Lippspringe hinweg. Am Abend ist wohl erstmalig nach Neumond wieder eine kleine, schmale Mondsichel zu sehen. Sie ist zu 5 Prozent beleuchtet und geht um 20:09 Uhr unter. Auf seinem dunklerem Teil schimmert in den nächsten Tagen das "Erdlicht".

Am Samstag, den 9. März, fliegt die ISS am Morgen zwischen 5:54 Uhr und 6:02 Uhr in maximal 61° Grad Höhe weit über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend geht die zu 9 Prozent beleuchtete Mondsichel um 21:17 Uhr unter. Der Mond zeigt maximale Libration in Breite, wir können seinen Nordpol sehen.

Am Sonntag, den 10. März, tritt die ISS um 5:05 Uhr im Sternbild Jagdhunde aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann in maximal 76° Grad Höhe bis 5:11 Uhr über unseren Morgenhimmel. Heute früh stehen bei Jupiter heute Morgen alle Monde auf der gleichen Seite. Die zu 15 Prozent beleuchtete Mondsichel geht abends um 22:26 Uhr unter, gegen 19:26 Uhr kommt es zur Bedeckung eines mit 7mag sehr schwach leuchtenden Sternchens. Der Mond steht heute deutlich unterhalb vom Mars.

Montag, 25. Februar 2019

25. März: Drei Planeten und der Mond am Morgenhimmel


Heute früh standen Jupiter, Saturn und die Venus am Morgenhimmel. Der Mond war schon seit etwa 1:00 Uhr am Himmel zu sehen.

Hier ein Bild der drei Planeten:

v.l.n.r.: Venus, Saturn und Jupiter in Richtung Südosten
Die Venus, ganz links und nur knapp über dem Horizont wird leider durch das Objektiv schon sehr verzerrt abgebildet. Saturn, nur etwas höher, ist der am schwächsten leuchtende Planet, zumal er auch etwas hinter den Zweigen des Baumes steht. Jupiter, rechts im Bild dagegen erscheint genauso strahlend wie der eigentliche "Morgenstern", die Venus.

Der Mond nähert sich dem Letzten Viertel:

Mond am 25. Februar 2019
Dienstagmittag wird der Mond das Letzte Viertel erreicht haben. Er geht diese Woche immer später in der Nacht auf, am Himmel wandert er von West nach Ost, dadurch nähert er sich in den kommenden Tagen immer weiter den Planeten. Am 27.2. wird er in der Nähe von Jupiter stehen und am 2. März genau zwischen Saturn und der Venus. Dabei wird er immer weiter abnehmen. Diese hübschen Anblicke am Morgen sollten sie sich nicht entgehen lassen, solange das Wetter so schön klar bleibt wie heute früh.

Samstag, 23. Februar 2019

25. Februar - 3. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond immer weiter in den Morgen zurück, die Nächte eignen sich wieder gut, schwächere Objekte am Himmel zu beobachten. In dieser Woche können mit Glück und bei klarem Wetter noch alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten beobachtet werden. Merkur ist am Abend im Westen bis ca. 19:30 Uhr zu sehen, Mars ist bis ca. 23:30 Uhr sichtbar. Am Morgen geht Jupiter bereits vor 4:00 Uhr im Südosten auf, Saturn folgt bald nach 5:30 Uhr und die Venus ab etwa 6:00 Uhr. Die Internationale Raumstation (ISS) ist ebenfalls bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 25. Februar, geht die Sonne um 7:20 Uhr auf und um 17:57 Uhr unter. Der helle Tag dauert schon wieder 27 Minuten länger als noch vor einer Woche. Vorher fliegt die ISS zwischen 6:27 Uhr und 6:34 Uhr in maximal 23° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond zeigt heute Morgen maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht nah am Rand. Um 20:00 Uhr gibt es auf der Sternwarte  in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Thema "Sternhaufen, Nebel, Galaxien".

Am Dienstag, den 26. Februar, geht der Mond um 1:33 Uhr auf, er steht im Skorpion. Um 12.26 Uhr erreicht er exakt das Letzten Viertel. Zwischen 5:36 Uhr und 5:43 Uhr fliegt die ISS in maximal 16° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg. Um 5:52 Uhr kommt es im Sternbild Schlange (Azimut 186°, Höhe 42° Grad) zu einem schwachen Iridiumflare von 1mag.

Am Mittwoch, den 27. Februar, geht der Mond um 2:47 Uhr auf, er nähert sich Jupiter. Zwischen 6:20 Uhr und 6:28 Uhr fliegt die ISS in maximal 39° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg. Am Abend kann man an Orten mit klarer Horizontsicht nach Sonennuntergang das Zodiakallicht bewundern. Merkur erreicht heute seinen größten Abstand von der Sonne (maximale Elongation) in dieser Sichtbarkeitsperiode.

Am Donnerstag, den 28. Februar, ist um 3:43 Uhr Mondaufgang, er hat jetzt Jupiter deutlich überholt und ist auf dem Weg zum Saturn. In der dunklen Mondhälfte schimmert in den nächsten Tagen ein wenig das "Erdlicht". Zwischen 5:31 Uhr und 5:37 Uhr fliegt die ISS in maximal 27° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 1. März, ist um 4:37 Uhr Mondaufgang, er kommt Saturn langsam näher und ist nur noch zu 24 Prozent beleuchtet. Um 5:38 Uhr könnte ein schwacher Iridiumflare von 0.1mag in südlicher Richtung (Azimut 193° Grad) und in 44° Grad Höhe im Sternbild Schlangenträger zu sehen sein. Zwischen 6:14 Uhr und 6:23 Uhr fliegt die ISS in immerhin schon 61° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend geht Merkur in nur 9' Bogenminuten Abstand am Stern 21 Pisium (5.8mag) vorüber. Ob dieser Stern wohl schon in einem Fernglas zu sehen sein wird?

Am Samstag, den 2. März, erreicht der veränderliche Stern Algol um 2:16 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die Mondsichel (17 Prozent beleuchtet) steht zwischen Saturn und Venus. Zwischen 5:24 Uhr und 5:30 Uhr erreicht die ISS im Südsüdosten eine maximale Höhe von 45° Grad über dem Horizont.

Am Sonntag, den 3. März, ist am Morgen die schmale Mondsichel (Beleuchtung 10 Prozent) bereits an der Venus vorbei gezogen. Zwischen 6:08 Uhr und 6:15 Uhr fliegt die ISS heute sehr, sehr hoch (82° Grad) über unsere Köpfe hinweg am Morgenhimmel entlang.

Dienstag, 19. Februar 2019

19. Februar 2019: Vollmond


Heute Abend ist der Himmel meistens bedeckt. Und das sieht dannso aus:

Mond hinter Wolken, 19.2.19 um 21:42 Uhr
Doch zwischendurch gibt es auch manchmal etwas größere Lücken - und in einer davon entstand dieses Foto:

Vollmond am 19.2.2019 um 21:40 Uhr
Nur wenn man ganz genau hinschaut, kann man am rechten Rand einzelne Krater erkennen, hier beginnt der Mond so gerade eben "abzunehmen", die Nacht schiebt sich von der Rückseite des Mondes her nach vorn. Mathematisch exakt war Vollmond ja auch schon um 16:54 Uhr. Auf dem Foto sind es schon fast fünf Stunden später.

Aber genießen Sie heute ruhig erstmal den Vollmond als ganzes. Deutlich ist rechts unten der Ring des Kraters Tycho zu sehen. Von diesem Krater gehen lange Strahlen aus, die teilweise ganz über die dunkleren Flächen, die "Mare" des Mondes laufen.

Bei Wikipedia kann man einiges über den Krater Rycho erfahren. Seine Strahlen zeigen schon, dass er ein verhältnismäßig junger Mondkrater sein muss, denn diese überlagern ja vieles andere auf der Mondoberfläche. Die Analyse der Gesteinsproben, die von der Apollo 17 Mannschaft zur Erde gebracht wurden, bewiesen dann endgültig, dass Tycho nur rund 100  Millionen Jahre jung ist.

25. Februar: Die Welt der Astronomie (3) – Sternhaufen, Nebel und Galaxien


Am Montag, den 25. Februar, wird der Erwachsenenkurs Astronomie an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus fortgesetzt. Frank Bewermeyer hält um 20 Uhr einen Vortrag über

Die Welt der Astronomie (3) – Sternhaufen, Nebel und Galaxien

Auf der Webseite der Volkssternwarte heißt es dazu:

Im Zeitraum Januar bis März 2019 bietet die Volkssternwarte Paderborn eine leicht verständliche Einführungsreihe in die faszinierende Welt der Astronomie für Erwachsene und Jugendliche ab ca. 14 Jahren an. An vier Abenden erfahren die Zuhörer Wissenswertes und Interessantes zu zentralen Themenbereichen der Sternenkunde. Alle Vorträge sind inhaltlich abgeschlossen und können somit auch einzeln besucht werden.

Im dritten Teil der Einführungsreihe führt die Reise weit hinter die Grenzen unseres Sonnensystems. Die Sternhaufen und Gasnebel am Firmament sind zwar bereits einige hundert bis tausend Lichtjahre von uns entfernt, zählen jedoch zumeist noch zu unserem Milchstraßensystem, einer Welteninsel mit einem Durchmesser von etwa 100.000 Lichtjahren, die bis zu 300 Milliarden Sterne enthält. Bereits mit bloßem Auge ist neben einigen besonders auffälligen Objekten in unserer eigenen Galaxis, etwa dem offenen Sternhaufen der Plejaden, auch der Andromeda-Nebel sichtbar. In 2,5 Millionen Lichtjahren Distanz bildet er die Nachbargalaxie unserer Milchstraße und übertrifft diese mit rund einer Billion Mitgliedssternen noch einmal deutlich an Größe. Der Referent stellt eine Vielzahl sogenannter „Deep Sky Objekte“ vor und erläutert ihre Entstehung sowie ihre Bedeutung im All. Neben Sternhaufen und Galaxien geht er auch auf verschiedene Typen von Gasnebeln ein. Ein Ausflug in die geheimnisvolle Welt der Quasare und Schwarzen Löcher fehlt ebenso wenig. Auch erhalten die Zuhörer Tipps zur Beobachtung der gezeigten Phänomene.

Der Eintritt von 4 Euro kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Montag, 18. Februar 2019

18. Februar 2019: Ein Tag vor Vollmond


Heute ging der Mond um 16:08 Uhr auf. Ich war zu der Zeit draußen in der Feldmark und beobachtete Zugvögel. Der Mond sieht auf den ersten Blick schon richtig voll aus, das noch 2 Prozent zur vollen beleuchtung fehlen fällt praktisch nicht mehr auf:

Mond über der Bad Lippspringer Feldmark

Heute Abend fehlt dann nur noch ein Prozent zum richtig vollen Mond, doch der ist erst in ca. 19 Stunden:

Der 99-Prozent-Mond am 18.2.2019 um 21:20 Uhr

Nur wenn man im Fernglas oder Teleskop genau hinschaut, erkennt man am unteren Rand noch einzelne Kraterstrukturen, hier hat die Tag/Nacht-Grenze noch nicht ganz den Mondrand erreicht. Haben wir also noch etwas Geduld. Leider soll es im Laufe der Nacht zuziehen. Morgen wird mir dann wohl kein Foto vom wirklichen Vollmond gelingen.

17./18. Februar: Sechs Planeten in einer Nacht


Nachdem in der Abenddämmerung des 17. Februar der Merkur mit dem Fernglas zu sehen war (siehe vorangegangenes Posting) habe ich in der Nacht weiter den Sternenhimmel beobachtet. Wobei, viele Sterne waren mit bloßem Auge gar nicht zu sehen, dafür war der Himmel zu sehr mit Schleierwolken bedeckt, die visuelle Grenzgröße am Himmel lag vielleicht bei nur 2mag. Außerdem strahlte der fast volle Mond sehr hell. Der Mond war daher eigentlich in dieser Nacht mein Hauptbeobachtungsziel. Doch hier noch ein paar mehr Planetenbilder.

Am Abend gegen 20 Uhr standen auch Mars und Uranus noch relativ hoch am Himmel. Mars hat sich in der Zwischenzeit schon etwas vom langsameren Uranus entfernt, doch noch stehen beide nicht weit voneinander entfernt am Himmel. In der Wolkensuppe war jedoch nur der Mars mit bloßem Auge zu erkennen. Uranus wäre aber auch bei klarem Himmel aus meinem Wohnort heraus nicht zu beobachten. Um ihn direkt zu sehen braucht man schon einen klaren Landhimmel ohne jedes künstliche Streulicht. Doch mit dem Fotoapparat konnte ich diesmal sogar die Wolken durchdringen.

Hier ein Übersichtsbild:

Abendhimmel Richtung Südwesten

Können Sie Mars und Uranus ohne Hilfsmittel identifizieren? Das ist sicherlich schwierig, deshalb hier das gleiche Bild mit Erläuterungen:

aufgenommen mit Canon 5D Mark II, 24mm, ISO3200, 10sec bei f/4 um 19:31 Uhr

Und hier noch einmal die beiden Planeten, diesmal mit stärkerem Zoom aufgenommen (105mm, 6sec belichtet, ISO1600). In diesem Bild habe ich mal bei einer Reihe von Sternen die visuelle Helligkeit in Magnitudines angegeben, als Quelle diente mir dabei das Planetariumsprogramm für den PC "Stellarium":

Mars und Uranus und Sternenhelligkeiten

Trotz der Wolken waren diesmal Sterne bis zur Grenzgröße von 9mag auszumachen.

Hier noch ein Foto des Mondes aus dieser Nacht:

Mond um 20:43 Uhr, zu 95 Prozent beleuchtet, knapp zwei Tage vor Vollmond.

Gut, irgendwann ging es dann am Abend natürlich auch ins Bett, doch am nächsten Morgen - die Nacht war noch nicht vorbei - ging es mit der Planetenshow ja weiter. Hier waren wieder Jupiter, Venus und Saturn zu sehen:

Jupiter, Venus und Saturn am Morgenhimmel
Jupiter steht rechts oben im Bild, Venus und Saturn kann man links im Bild knapp über dem Horizont erkennen. Hier noch ein weiteres Bild der beiden, stärker gezoomt:

Venus und Saturn um 6:31 Uhr
Die Venus ist natürlich das hellste Objekt in diesem Bild. Sie leuchtet ja auch mit einer Helligkeit von -4mag. Ganz dicht neben ihr der Stern Al Baldah (pi Sagittarius), der eine Helligkeit von ca. 3mag hat. Saturn steht darunter mit einer Helligkeit von 0.6mag.

Vergleichen Sie dieses Bild einmal mit dem Foto vom Morgen des 16. Februar. Vor zwei Tagen stand die Venus noch deutlich entfernt von Al Baldah. So schnell bewegt sie sichvon Tag zu Tag am Morgenhimmel!

Der Stern weiter rechts von der Venus hat eine Helligkeit von 3.75mag und noch etwas weiter rechts oben, schon zwischen den Zweigen, sieht man noch zwei Sterne von 3.5mag und 5.0mag. Bei Sternen so nah am Horizont muss man jedoch eigentlich noch die "Extinktion" berücksichtigen, d.h. die Abschwächung ihrer Helligkeit durch die Atmosphäre. Beim Fotografieren wiederum darf man nicht zu lange belichten, denn die Morgendämmerung macht sich in Richtung Südosten um diese Zeit natürlich schon bemerkbar.

Im Westen dagegen verschwand gerade der Mond hinter den benachbarten Häusern. Bald würde die Sonne aufgehen und diese schöne Nacht mit der Beobachtung von gleich sechs Planeten beenden.

Monduntergang um 6:32 Uhr im Westen.


Sonntag, 17. Februar 2019

17. Februar: Merkur am Abendhimmel


Mit Fernglas und Fotoapparat ist heute Aend der Planet Merkur am Abendhimmel zu sehen. Mit bloßem Auge habe ich es nicht geschafft:

Merkur am 17.2.2019, etwas recht oberhalb des Schornsteins

18. - 24. Februar 2019: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche kann man mit etwas Glück über den Abend und den frühen Morgen alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten sehen: Merkur (bis ca. 19:30 Uhr) bald nach Sonnenuntergang im Südwesten und Mars (bis ca. 23:30 Uhr) am Abend, Jupiter (ab 4:15) am frühen Morgen, Venus und Saturn (ab ca. 6:00 Uhr) in der Morgendämmerung. Nachts leuchtet der volle Mond sehr hell. Die ISS ist ab Ende der Woche wieder bei früh morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 18. Februar, geht die Sonne um 7:34 Uhr auf und um 17:44 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon länger als zehn Stunden. Vorher steht die Venus nur in 1° Grad Abstand (das sind ca. 2 Vollmonddurchmesser) oberhalb von Saturn, dicht bei der Venus in nur 6' Bogenminutenabstand steht der Stern pi Sagittarii, der  jedoch nur 3mag hell ist.. Um 18:53 Uhr ist ungefähr auf halber Strecke zwischen den hinteren Sternen des großen Wagen und dem Polarstern ein schwacher Iridiumflare von -1mag zu sehen.

Am Dienstag, den 19. Februar, ist exakt um 16:54 Uhr Vollmond. Bei uns geht er kurz danach, um 17:33 Uhr auf. Er steht im Sternbild Löwe, unweit von dessen hellstem Stern Regulus. Der Vollmond darf uns heute gerne besonders groß vorkommen, denn um 10:06 Uhr befand sich der Mond in nur 356761 km Entfernung von der Erde, das ist der geringste Abstand des ganzen Jahres.

Am Mittwoch, den 20. Februar, geht der immer noch zu 98 Prozent beleuchtete Mond um 18:59 Uhr auf.

Am Donnerstag, den 21. Februar, soll um 18:39 Uhr in der Nähe des Polarsterns in 60° Grad Höhe und 19° Grad Azimut (Nordnordost) ein mit -6mag heller Iridiumflare zu sehen sein. Mondaufgang ist um 20:23 Uhr. Im Gasthof Vinnen in Leopoldshöhe findet um 19:30 Uhr ein "OwAS"-Treffen statt. "OwAS" steht für Ostwestfälische Astronomie, näheres darüber auf der Homepage von Oliver Schneider.

Am Freitag, den 22. Februar, geht de Mond um 21:54 Uhr auf, er steht im Sternbild Jungfrau. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir diesmal auch seinen Südpol sehen können.

Am Samstag, den 23. Februar, ist die ISS erstmalig wieder zwischen 6:35 Uhr und 6:38 Uhr tief am Himmel, unterhalb von Jupiter aber oberhalb von Venus und Saturn am Himmel zu sehen. In der kommenden Woche verbessern sich ihre Sichtbarkeitsmöglichkeiten deutlich. Der noch zu 76 Prozent beleuchtete Mond geht heute erst um 23:04 Uhr auf, vorher kann man also durchaus auch noch lichtschwächere Objekte am Himmel finden.

Am Sonntag, den 24. Februar, geht der zu 65 Prozent beleuchtete Mond erst kurz nach Mitternacht (um 0:21 Uhr am Montag) auf. Nach Sonnenuntergang sollte man nach Merkur Ausschau halten. Um 18:30 Uhr steht er noch knapp 10° Grad hoch über dem Horizont, Azimut: 255° Grad (Westen)

Samstag, 16. Februar 2019

16. Februar: Venus und Saturn am Morgenhimmel


Am Morgen des 16. Februar 2019 war es sehr klar. Um 6:15 Uhr strahlte die Venus als Morgenstern und auch Saturn war gerade aufgegangen.

Venus (Bildmitte) und Saturn (im Hochspannungsmast) am 16.2.2019 um 6:15 Uhr
Die Venus strahlt unübersehbar in der Mitte des Bildes. Saturn ist gerade aufgegangen und steht gerade noch "unter Hochspannung". Und achten Sie einmal auf den Stern links oberhalb von Saturn, etwa auf Höhe der Spitze des Hochspannungsmastes. Das ist Al Baldah (Pi Sagittarii), in nur zwei Tagen wird die Venus ganz dicht neben diesem Stern stehen. Auf einem Foto vom 18. Februar konnte ich diese Konjunktion auch glücklicherweise dokumentieren.

15. Februar: Eine wunderbare Nacht


Am 15. Februar war es zum zweiten mal tagsüber angenehm warm geworden, bis zu 17° Grad Celsius waren es bei uns in Bad Lippspringe.

Es ist eine neue Merkursichtbarkeisperiode angekündigt. Ob ich ihn heute in der angenehmen klaren Luft wohl schon sehen könnte? Mit dem bloßen Auge hat es nicht gklappt. Und auch mit dem Fernglas habe ich mich lange Zeit schwer getan.

Sonnenuntergang war um 17:38 Uhr. Um diese Zeit fuhr ich auf eine kleine Anhöhe, um eine möglichst gute Horizontsicht zu haben. Mein Blick ging in Richtung Westsüdwest, Richtung Paderborn. Da sollte nach der Sonne auch Merkur untergehen, das war für 18:41 Uhr prognostiziert.

Mit bloßem Auge oder Fernglas war lange Zeit kein Merkur zu sehen. Ich habe dann einfach viele Bilder fotografiert mit unterschiedlichsten Belichtungseinstellungen. Das erste Foto von Merkur gelang mir um 18:11 Uhr. Das habe ich jedoch erst später zuhause gemerkt. Auf dem Display habe ich zunächst auch keinen Merkur wahrgenommen.

Merkur am 15.2.2019
Merkur ist ganz schwach auf der Höhe der oberen Zweige, etwas rechts von der Bildmitte zu sehen, da war er noch 4,4° Grad über dem Horizont. Etwas später war er dann auch im Fernglas und im Kameradisplay zu finden. Mit bloßem Auge konnte ich ihn den ganzen Abend nicht sehen, dafür war er noch zu lichtschwach gegenüber dem hellen Abendrot.

Merkur (unterhalb der Bildmitte) um 18:39 Uhr, Canon 5D MarkII, 1/6 sec, 105mm, f/4, ISO200
Bald danach verschwand Merkur auch schon wieder im Horizontdunst.

Seine Sichtbarkeitsbedingungen werden sich in der kommenden Woche jedoch von Tag zu Tag verbessern, am kommenden Wochenende sollte er sicherlich auch mit bloßem Auge sichtbar werden.

Dafür leuchtete der Mond umso intensiver. Hier einmal zwei Bilder, fotografiet im Abstand von zwei Stunden. Beachten Sie, wie schon in dieser kurzen Zeit die Schattengrenze auf dem Mond deutlich weiter gewandret ist:

Mond um 19:10 Uhr

Mond um 21:10 Uhr

Obwohl der Mond die Nacht mit seinem hellen Licht dominierte, habe ich noch lange draußen hinter meinem Teleskop gesessen und mir verschiedne andere Objekte am Himmel angeschaut. Es war ein wunderschöner milder Abend. Ruhig, windstill, und manchmal hörte man die Kraniche rufen, der Frühling kommt!

Mittwoch, 13. Februar 2019

12. Februar: Mond und Komet Iwamoto


Als ich am Dienstagabend von der Jahreshauptversammlung unseres Heimatvereins nach Hause zurück kehrte, schien der Mond am Himmel. Schnell ins Haus, Spektiv und Kameraausrüstung geschnappt und fotografiert.

Hier der Mond um 21:47 Uhr:

Mond am 12.2.19 um 21:47 mit Leica Spektiv und Kleinbildkamera
Dann suchte ich zunächst nach Mars und Uranus, doch die beiden standen schon recht tief im Westen in der Nähe des Horizonts - und von dort kamen auch Wolken auf.

Deshalb wechselte ich schnell die Blickrichtung in den Südosten, dort war das Sternbild Löwe schon komplett über den Horizont gestiegen. Hier ein Übersichtsbild:

Sternbild Löwe in Richtung Osten (Canon 5D MarkII, f=50mm, f/2.0 6sec, ISO3200)


Dort sollte doch auch der Komet Iwamoto sich gerade aufhalten. Mit meiner Spiegelreflexkamera habe ich dann eine Serie von 23 Bildern geschossen und diese anschließend mit dem Programm "Deep Sky Stacker" (DSS) übereinander gelegt, um das Bildrauschen zu minimieren. Und tatsächlich, dort wo der Komet sein sollte, war auch ein kleines verwaschenen Fleckchen zu erkennen! Hier ein Ausschnitt aus dem Summenbild:

Komet C/2018 Y1 Iwamoto (Bildmitte)
Dieses Bild entstand mit meiner Canon 5D MarkII mit 50mm/f1.8 Objektiv, abgeblendet auf f/2.0 mit 6 Sekunden Belichtungszeit bei ISO3200.

Hätte ich länger belichtet (vielleicht 30 Sekunden), wäre die grünliche Farbe des Kometen sicherlich stärker zurGeltung gekommen. Ohne Nachführung hätten dann jedoch auch die Sterne längere Strichspuren gezogen.

Kurze Zeit danach verschwanden Mond und Sterne auch schon wieder hinter den Wolken. Glück gehabt!

Der Mond mit Wolken um 22:17 Uhr

Sonntag, 10. Februar 2019

11. - 17. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond von Tag zu Tag zu und beherrscht immer deutlicher nicht nur den Abendhimmel sondern auch bereits die zweite Hälfte der Nacht. in mehreren Nächten kommt es dabei in dieser Woche (meist kurz nach Mitternacht) zu Bedeckungen von Sternen durch den Mond.
Die Internationale Raumstation ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen. Auch sind für die Dämmerungs- und Nachtzeiten keine Iridiumflares mehr angekündigt. Am Abendhimmel kann bis gegen 23:30 Uhr noch der Planet Mars (Helligkeit 1mag) im Westen gefunden werden, am 13.2. ist Mars Wegweiser auch für den Planeten Uranus. Am Morgenhimmel geht Jupiter um ca. 4:30 Uhr auf, die hellere Venus folgt um ca. 5:50 Uhr und wenig später erscheint auch noch Saturn tief im Südosten. In den ersten Tagen der Woche ist im Sternbild Löwe außerdem ein Komet, C/2018 Y1 Iwamoto, zu sehen. Für das bloße Auge bleibt er jedoch unsichtbar, nur mit größeren Ferngläsern oder bei längerer fotografischer Belichtung wird er aufzuspüren sein.

Am Montag, den 11. Februar, geht die Sonne um 7:48 Uhr auf und um 17:31 Uhr unter. Damit ist der helle Tag gegenüber dem letzten Montag morgens schon wieder 12 Minuten länger und abends 13 Minuten länger. Der Mond steht am Abend bereits deutlich links (also südöstlich) vom Planeten Mars und geht erst nach Mitternacht unter. Um 20:00 Uhr gibt es in der Sternwarte in Schloß Neuhaus einen Vortrag über "Unser Planetensystem".

Am Dienstag, den 12. Februar, erreicht der Mond exakt um 23:26 Uhr das Erste Viertel. Außerdem zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Bei Jupiter stehen am Morgen alle vier Monde auf der gleichen Seite.

Am Mittwoch, den 13. Februar, überholt Mars den viel lichtschwächeren Uranus. Mars zieht ca. 1° Grad nördlich an Uranus vorbei. Mit einem Fernglas sollte man beide Planeten gut im Blickfeld haben. Der Mond nähert sich den Hyaden. Um 0:16 Uhr (Donnerstag) kommt es dabei zur Bedeckung eines Sternes (63 Tauri, 5.7mag) durch den Mond.

Am Donnerstag, den 14. Februar, geht in der Frühe Saturn (0.6mag) nur in 1° Grad Abstand am Stern Pi Sagittarii (3.0mag) vorüber. Er wird diesem Stern auch am 21. Juli und am 13. November sehr nahe kommen. Kurz nach Mitternacht, um 0:03 Uhr (Freitag) bedeckt der Mond einen schwachen Stern (Helligkeit 6.9mag).

Am Freitag, den 15. Februar, kommt es um 19:00 Uhr zu einer Bedeckung eines 6.9mag schwach leuchtenden Sternchens durch den Mond. Um 0:20 Uhr (Samstag) folgt eine weitere Bedeckung und um 2:54 Uhr in der Nacht noch eine dritte.

Am Samstag, den 16. Februar, geht spätabends um Mitternacht Kleinplanet Juno (9,1mag) nur in 11' Bogenminuten Abstand (ca. 1/3 Monddurchmesser) an 45 Tauri (5.7mag) vorüber.

Am Sonntag, den 17. Februar, ist der Mond bereits zu 95 Prozent beleuchtet, nur noch zwei Tage bis Vollmond. Am Morgenhimmel kommt die Venus dem deutlich lichtschwächerem Saturn jetzt sehr nahe.  Am Abend beginnt eine neue kleine Sichtbarkeitsperiode für den Planeten Merkur.

Samstag, 9. Februar 2019

11. Februar: Die Welt der Astronomie (2) – Unser Planetensystem


Am Montag, den 11. Februar, wird an der Volkssternwarte in Paderbor Schloß Neuhaus der "Erwachsenenkurs" über die Astronomie fortgesetzt. Unter dem Titel

Die Welt der Astronomie (2) – Unser Planetensystem

gibt es einen Vortrag von Sigrid Haak. In der Ankündigung auf der Webseite der Sternwarte heißt es dazu:

Im Zeitraum Januar bis März 2019 bietet die Volkssternwarte Paderborn eine leicht verständliche Einführungsreihe in die faszinierende Welt der Astronomie für Erwachsene und Jugendliche ab ca. 14 Jahren an. An vier Abenden erfahren die Zuhörer Wissenswertes und Interessantes zu zentralen Themenbereichen der Sternenkunde. Alle Vorträge sind inhaltlich abgeschlossen und können somit auch einzeln besucht werden.

Zusammen mit unserer Erde umrunden noch sieben weitere große Planeten auf Ellipsenbahnen die Sonne. Sie bilden mit zahlreichen Monden, Zwerg- und Kleinplaneten sowie Kometen unser heute bekanntes Planetensystem. Die Referentin lädt die Zuhörer zu einem gedanklichen Ausflug durch unser Sonnensystem ein und zeigt Phänomene in ungeahnten Dimensionen. So stellte man auf dem mondähnlichen Planeten Merkur extreme Temperaturschwankungen fest, während auf der Oberfläche der Venus ein Atmosphärendruck wie in 900 Metern Wassertiefe auf der Erde herrscht. Auf dem Mars erhebt sich der größte Vulkan unseres Sonnensystems in eine Höhe, die den Mount Everest als Modell erscheinen lässt. Erste Nahaufnahmen des fernen Pluto verdanken wir der Raumsonde New Horizons, die den Zwergplaneten im Juli 2015 passierte. Neben neuesten Bildern aus der Weltraumfahrt enthält der Vortrag Tipps und Tricks zur Beobachtung der Himmelskörper im Sonnensystem.

Der Eintritt von 4 Euro kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

9. Februar: Mondsichel


Heute ist es draußen richtig windig, ja in Böen wird sogar fast Windstärke 9 erreicht - und so ziehen auch viele Wolken über den Himmel und zwischendurch schauert es sogar kräftig. Doch ich habe dem Wetter getrotzt und in einer Lücke zwischen den schnell ziehenden Wolken auch die heutige Mondsichel fotografieren können. Hier mein Bild von heute 18:00 Uhr:

Mondsichel am 9.2.19 um 18:00 Uhr.
Der Mond ist zu 20 Prozent beleuchtet. Heute Abend wird er um 22:17 Uhr untergehen. Mehr astronomische Bilder werden heute leider kaum möglich sein. Inzwischen hat sich der Himmel wieder voll zugezogen und das soll so vielleicht sogar bis Mitte nächster Woche bleiben....

Freitag, 8. Februar 2019

8. Februar: Morgenstern


Heute früh gab es ein paar Lücken am ansonsten stark bewölktem Himmel. Und dazwischen konnte man doch tatsächlich für kurze Momente den Morgenstern sehen, den hellen Planeten Venus.

Hier ein Foto von heute früh 7:15 Uhr:

Morgenstern am 8.2.2019 um 7:15 Uhr 
 Haben Sie die Venus gefunden? Sie steht etwas rechts von den höheren Bäumen, zwischen den Wolken.

Heute Abend trifft sich um 19:30 Uhr an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus wieder die "Beobachtergruppe". Wir werden uns dort wohl viele Bilder der Mondfinsternis vom Januar anschauen und sicherlich noch einiges mehr. Wenn Sie mit uns "fachsimpeln" wollen oder gar selbst eigene Bilder zum Zeigen haben, kmmen Sie einfach mal vorbei.

Sonntag, 3. Februar 2019

4. - 10. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe


In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte lassen sich daher recht gut zum Beobachten lichtschwacher Objekte am Himmel nutzen. Von den großen Planeten leuchten Venus und Jupiter am Morgen ab etwa 6 Uhr in der Frühe, auch Saturn kann (allerdings erst ab 7 Uhr) in der Morgendämmerung gesichtet werden. Am Abendhimmel ist immer noch Mars  bis gegen 23:30 Uhr zu sehen. In dieser Woche endet wieder einmal eine Periode von abendlichen Überflügen der ISS.

Am Montag, den 4. Februar, haben wir Neumond. Der Mond ist diese Nacht daher sicherlich gar nicht zu sehen. Die Sonne geht heute exakt um 8:00 Uhr auf und um 17:18 Uhr unter. Der helle Tag dauert also 23 Minuten länger als noch vor einer Woche. Um 18 Uhr steigt die ISS aus dem Westen kommend hoch am Himmel auf, um 18:03 Uhr erreicht sie mit einer Höhe von 84° Grad fast den Zenit und sie verschwindet gegen 18:12 Uhr im Osten knapp über dem Horizont im Erdschatten. Gegen 19 Uhr geht der Kleinplanet Hebe (9.1mag) nur 6' Bogenminuten südlich an einem 6.1mag hellen Sternchen vorüber. Hebe ist oberhalb von Beteigeuze (Orion) zu finden.

Am Dienstag, den 5. Februar, wird der Mond auch noch nicht zu sehen sein. Die ISS fliegt ab 18:45 Uhr für knapp sechs Minuten in einer maximalen Höhe von 49° Grad über unseren Nachthimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 6. Februar, fliegt die ISS zwischen 17:53 Uhr und 18:00 Uhr in maximal 62° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Die nur zu drei Prozent beleuchtete Mondsichel ist vielleicht schon wieder im Südwesten zu finden. Sie geht gegen 19 Uhr unter.

Am Donnerstag, den 7. Februar, kommt es um 5:37 Uhr im Sternbild Jungfrau zu einem mit -6mag sehr hellem Iridiumflare (Azimut 191° Grad, Höhe 34° Grad). Am Abend erreicht die ISS zwischen 18:39 Uhr und 18:45 Uhr nur noch eine Höhe von ca. 30° Grad bei ihrem Überflug am Abendhimmel. Der Mond geht kurz nach 20 Uhr unter. Seine Sichel ist zu sieben Prozent beleuchtet, im dunklen Teil schimmert das Erdlicht.

Am Freitag, den 8. Februar,  fliegt die ISS um 19:25 Uhr knapp unterhalb des Mondes über unseren Südwesthimmel hinweg. Der zu 13 Prozent beleuchtete Mond geht um 21:11 Uhr unter.

Am Samstag, den 9. Februar,  erreicht die ISS zwischen 18:33 Uhr und 18:37 Uhr noch einmal eine Höhe von 17° Grad über dem Südwesthorizont. Der Mond geht um 22:17 Uhr unter.

Am Sonntag, den 10. Februar, zeigt der veränderliche Stern Algol schon um 0:30 Uhr ein Helligkeitsminimum. Der zu knapp 30 Prozent beleuchtete Mond geht um 23:25 Uhr unter, er zeigte maximale Libration in Breite, so dass wir in diesen Tagen auf seinen Nordpol sehen können. Der Mond steht heute ca. 6° Grad südlich vom Mars. Und Mars wiederum hat sich dem Planeten Uranus stark angenähert, am 13.2. sind beide nur noch ein Grad von einander entfernt. Kleinplanet Herculina (9.0mag) steht heute oberhalb des Kopf des Löwen in Opposition zur Sonne.

Donnerstag, 31. Januar 2019

31. Januar: Venus, Mond und Jupiter


Heute früh war es kurze Zeit am Himmel klar. Dies konnte ich ausnutzen, um gegen 7 Uhr früh ein Foto von der schönen Aufreihung von Venus, Mond und Jupiter am Morgenhimmel zu machen. Damit die drei nicht allzusehr durch die Hecke zum Nachbargrundstück scheinen mussten, habe ich dieses Foto aus unserer Dachluke heraus gemacht. Ohne Stativ, die Kamera jedoch auf dem Fensterrahmen aufgestützt.

v.l.n.r.: Venus, Mond, Jupiter
Das Bild habe ich mit meiner Canon 5D MarkII geschossen, bei 105mm Brennweite, f/4, ISO-1600 und 1 Sekunde belichtet, damit auch die etwas schwächeren Sterne erkennbar wurden. Der Mond ist dadurch in seinem beleuchtetem Teil auch wenn dieser heute früh nur noch 18 Prozent ausmachte, schon überbelichtet. Andererseits kommt dadurch aber auch das "Erdlicht" in seinem dunkleren Teil schön zur Geltung.

Die Venus links im Bild ist durch die Äste des Baumes auf dem Nachbargrundstück doch ein bisschen verzerrt. Wer genauer hinschaut, kann dicht unterhalb des Mondes einen kleinen Stern entdecken. Das ist Xi Oph, auch Aggia genannt, ein Doppelstern im Sternbild Schlangenträger, 56 Lichtjahre von uns entfernt. Ungefähr mit Sonnenaufgang wäre dieses Sternchen dann vom Mond an seinem unteren Rand auch bedeckt worden. Weiter östlich, wo die Sonne erst später aufgeht, z.B. im Norden Schottlands, wäre diese Bedeckung zu beobachten gewesen.

Und schauen Sie mal genau zu Jupiter hin: dicht neben dem hellen Lichtpunkt des Planeten selbst ist ein kleiner schwächerer Punkt (links von Jupiter) zu sehen: das ist der Jupitermond Kallisto. Die anderen Jupitermonde stehen zu diesem Zeitpunkt zu dicht an Jupiter dran und sind daher nicht zu erkennen. Der kleine Sterne dicht über Jupiter ist keiner seiner Mond, sondern ein weiterer Stern aus dem Sternbild Schlangenträger. Dieser kleine Stern hat nur eine Helligkeit von 7mag, ist also für das bloße Auge gar nicht sichtbar, erst die Kamera macht dies möglich.

Und wenn wir uns einmal die Sterne unterhalb des Mondes anschauen, so finden wir dort auch ein etwas langegezogenes Objekt. Das ist natürlich kein Stern sondern ein Flugzeug, das in dieser einen Sekunde Belichtungszeit doch schon eine kleine erkennbare Strecke am Himmel zurück gelegt hat.

Morgen früh wird der Mond schon wieder deutlich weiter gezogen sein, er steht dann schön östlich, also links von der Venus. Er überholt die Venus heute gegen 18 Uhr. Dann stehen beide bei uns jedoch weit unter dem Horizont. Wir müssten schnell  in den Pazifik reisen, um dies sehen zu können. Irgendwo zwischen Hawaii und Neuseeland zieht der Mond sogar direkt über die Venus hinweg. :-)

Mittwoch, 30. Januar 2019

30. Januar: Morgenhimmel


Nach dem Überflug der ISS gestern Abend war für heute morgen eine Sternbedeckung durch den Mond vorher gesagt, außerdem sollte es einen Iridiumflare geben.

Die Sternbedeckung war leider nicht zu beobachten. Der Himmel war dafür einfach zu bewölkt und der Mond stand noch zu tief nur wenig über dem Horizont. Es war schon schwer, den Mond selbst einigermaßen scharf im Teleskop einzustellen. Das kleine Sternchen war weder vor der Bedeckung neben seinem hell beleuchtetem Teil, noch nach der Bedeckung neben seinem dunklem Teil zu erkennen, obwohl da um 7:10 uhr der Mond schon deutlich höher stand.

Und auch bei der Fotografie des Iridiumflares habe ich gepatzt. Ich hätte wohl doch etwas eher aufstehen müssen, um meinen Fotoapparat richtig einzustellen. So hatte ich meine Kamera noch gar nicht richtig aufgestellt, da sah ich den Flare schon mit bloßem Himmel aufleuchten. Schnell ausgelöst - doch ich hatte immer noch die letzten Einstellungen von gestern Abend drin und dadurch nur sechs Sekunden belichtet, auch die ISO-Empfindlichkeit war vel zu hoch eingestellt, so dass der eigentliche Iridiumflare total überbelichtet ist:

Iridiumflare am 30.1.2019
Auch auf diesem Bild lässt sich die Schleierbewölkung noch gut erkennen. Ich habe dann anschließend noch ein weiteres Übersichtsfoto des Himmels aufgenommen, um noch einmal die Positionen von Jupiter und Venus aufzuzeichnen. gegenüber der Mondfinsternisnacht, als die Venus noch über und knapp rechts (östlich) von Jupiter stand, ist sie jetzt deutlich weiter nach Osten gewandert. Durch die tiefe Position der Venus im Dunst der Wolken leuchtet Jupiter sogar etwas heller als die Venus. Der Mond ist auf diesem Bild, dass nur noch 1,5 Sekunden lang belichtet wurde, natürlich völlig überbelichtet.

Venus (links), Jupiter (etwa Bildmitte) und Mond (rechts)
Ob es morgen früh noch einmal so klar sein wird? Dann wird der Mond weiter gewandert sein und direkt zwischen Jupiter und Venus stehen. Außerdem wird er weiter abgenommen haben und nicht mehr ganz so hell leuchten wie heute.

Dienstag, 29. Januar 2019

29. Januar: ISS vor den Plejaden

heute Abend flog die ISS um 18 Uhr 20 Minuten und 22 Sekunden exakt vor den Plejaden enlang über unseren Himmel. Dieses nette kleine Ereignis konnte ich auch fotografisch festhalten.

Hier ein Übersichtsbild:

ISS am Abendhimmel am 29. Januar 2019
Und hier eine Ausschnittsvergrößerung aus dem oben stehenden Bild:

ISS vor den Plejaden
Die ISS war in diesem Moment knapp 500 Kilometer von mir entfernt. Die "Strichspur" entstand, weil sie sich natürlich in den sechs Sekunden, die ich dieses Foto belichtet habe, schnell am Himmel bewegt. Bei kürzerer Belichtung wären aber sicherlich die Sterne viel lichtschwächer abgebildet worden, wenn sie überhaupt sichtbar geworden wären.

Sonntag, 27. Januar 2019

28.1. -3.2.2019: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond auch vom Morgenhimmel zurück. Dort leuchten die Venus und Jupiter ebenfalls am Morgen (Aufgang gegen 5:30 Uhr) im Südosten. Am Abend ist der Mars noch bis ca. 23:30 Uhr im Südwesten zu finden. Am Samstagmorgen gibt es sogar eine, allerdings schwierig zu beobachtende Bedeckung des Planeten Saturn durch den Mond ! Die ISS kann gut bei abendlichen Überflügen beobachtet werden. Die Abende und Nächte eignen sich gut zur Beobachtung von lichtschwachen "deep-sky"-Objekten.

Am Montag, den 28. Januar, geht der Mond um 1:23 Uhr auf, drei Stunden nach dem "Letzten Viertel", der Krater Grimaldi steht sehr nahe am Rand, was wieder einmal auf maximale Libration in Länge hinweist.  Die Sonne geht um 8:10 Uhr auf und um 17:05 Uhr unter. Der helle Tag dauert also heute schon knapp neun Stunden. Ab 19:09 Uhr steigt die ISS im Westen immer höher den Himmel hinauf, bis sie etwa in 75° Grad Höhe im Süden im Sternbild Perseus im Erdschatten wieder verschwindet. An der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus gibt es um 20 Uhr einen Vortrag zum Thema "Die Sonne - ein unterdurchschnittlicher Stern".

Am Dienstag, den 29. Januar, geht die nur noch zu 36 Prozent beleuchtete Mondsichel um 2:35 Uhr im Südosten auf. Die ISS fliegt zwischen 18:18 Uhr und 18:24 Uhr in maximal 60° Grad Höhe hoch über unsren Südhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 30. Januar, geht der Mond um 3:44 Uhr auf, allmählich nähert er sich Jupiter und Venus. Um 5:53 Uhr bedeckt der Mond an seiner hellen Seite den Stern Chi Oph, der 4.9mag hell ist. Der Austritt des Sterns auf der dunklen Mondseite findet um 7:09 Uhr statt, dann schon in der Dämmerung. Um 6:08 Uhr gibt es fast genau im Süden (Azimut 174° Grad) in 29° Grad Höhe einen -3mag hellen Iridiumflare. Die ISS fliegt um 19:03 Uhr aus dem Westen hoch aufsteigend, um 19:07 Uhr genau über unsere Stadt hinweg. Kurz danach verschwindet sie in 66° Grad Höhe in der Nähe von Capella im Fuhrmann im Erdschatten.

Am Donnerstag, den 31. Januar, gibt es am Morgen einen wunderschönen Anblick in südöstlicher Richtung: die nur noch zu 19 Prozent beleuchtete Mondsichel steht genau zwischen Jupiter (rechts, westlich vom Mond) und Venus (links, östlich vom Mond). Um 6:05 Uhr gibt es noch einmal fast genau im Süden (Azimut 175° Grad) in 30° Grad Höhe einen -3mag hellen Iridiumflare. Zwischen 18:13 Uhr und 18:18 Uhr fliegt die ISS in über 80° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 19:48 Uhr erscheint die ISS noch einmal im Westen, steigt jedoch nur noch bis auf 34° Grad Höhe und verschwindet dann um 19:51 Uhr im Sternbild Pegasus im Erdschatten.

Am Freitag, den 1. Februar, geht der Mond (nur noch zu 12 Prozent beleuchtet) erst kurz vor 6:00Uhr auf und steht damit bereits deutlich östlich der Venus. Die ISS fliegt heute um 19:01 Uhr noch einmal exakt über Bad Lippspringe hinweg, Vier Minuten vorher steigt sie aus dem Westen kommend am Himmel hoch hinauf.

Am Samstag, den 2. Februar,  geht der Mond mathematisch betrachtet bei uns um 6:39 Uhr auf.  Im gleichen Moment bedeckt er dabei den Planeten Saturn, ein Ereignis dass bei uns nur bei sehr freier Sicht bis zum Horizont von einem erhöhten Standpunkt aus zu sehen sein wird. Um 7:37 Uhr tritt Saturn dann am dunklen Mondrand wieder hinter dem Mond hervor. Trotz der dann schon sehr hellen Dämmerung könnte dann dieses Ereignis sichtbar sein, wenn man schon vorher die Mondsichel gefunden hatte. Der Mond steht dann etwa 5° Grad hoch über dem Horizont. Die Sonne geht heute um 8:03 Uhr auf. Um 18:05 Uhr steigt die ISS aus dem Westen kommend am Himmel hoch auf, um 18:09:44 befindet sie sich ganz exakt über Bad Lippspringe, also in unserem Zenit, und verschwindet um 18:12 Uhr im Osten kurz vor Erreichen des Horizonts im Erdschatten. Um 19:42 Uhr erscheint sie noch einmal im Westen und steigt dann für drei Minuten im Sternbild Pegasus auf, verschwindet aber schon in 42° Grad Höhe im Erdschatten.

Am Sonntag, den 3. Februar, gibt es acht Sekunden vor 7:01 Uhr im Südosten (Azimut 135° Grad, also "links" von Venus und Jupiter) in einer Höhe von nur 13° Grad einen mit -5mag recht hellen Iridiumflare. Um 7:23 Uhr geht dann die nur noch zu 2 Prozent beleuchtete Mondsichel auf, sie wird aber in der schon hellen Dämmerung wohl nicht mehr zu sehen sein. Um 18:07 Uhr gibt es recht hoch (63° Grad) im Nordosten (Azimut 38° Grad) einen weiteren -4mag hellen Iridiumflare. Zwischen 18:50 Uhr und 18:56 Uhr fliegt die ISS in bis zu 72° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Freitag, 25. Januar 2019

28.1.19: Astrokurs für Erwachsene ab 14 (Teil 1): Die Sonne - ein unterdurchschnittlicher Stern

An unserer Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus gibt es wieder einen "Astrokurs". Die erste Veranstaltung findet statt am Montag, den 28. Januar 2019 um 20 Uhr:

Im Zeitraum Januar bis März 2019 bietet die Volkssternwarte Paderborn eine leicht verständliche Einführungsreihe in die faszinierende Welt der Astronomie für Erwachsene und Jugendliche ab ca. 14 Jahren an. An vier Abenden erfahren die Zuhörer Wissenswertes und Interessantes zu zentralen Themenbereichen der Sternenkunde. Alle Vorträge sind inhaltlich abgeschlossen und
können somit auch einzeln besucht werden.

An diesem Montag geht es um die Sonne - ein unterdurchschnittlicher Stern.

Seit jeher ist die Menschheit von unserer Sonne fasziniert, zeitweise erfuhr sie gar gottgleiche Verehrung. Die wissenschaftliche Erforschung unseres Zentralgestirns hat insbesondere im vergangenen Jahrhundert viele Erkenntnisse auch über weit entfernte Sonnen hervorgebracht. Die Vielfalt an unterschiedlichen Sterntypen verrät viel über die Vergangenheit und Zukunft unseres eigenen Sonnensystems. Im praxisnahen Teil seines Vortrags beschreibt der Referent ausführlich Methoden zur gefahrlosen Beobachtung der Sonne mit einfachen Mitteln und Amateurteleskopen und erläutert die sichtbaren Phänomene. Von Sonnenflecken bis hin zu gewaltigen Gasausbrüchen reicht das Spektrum der sichtbaren Erscheinungen auf unserem Zentralgestirn.

Die weiteren Termine und Themen:

1.02.2019Die Welt der Astronomie (2): Unser Planetensystem
25.02.2019Die Welt der Astronomie (3): Sternhaufen, Nebel und Galaxien
11.03.2019Die Welt der Astronomie (4): Astronomie in der Praxis

Sie sind herzlicheingeladen, egal ob sie einfach nur neugierig sind oder schon Grundkenntnisse oder mehr in der Astronomie besitzen. Kommen Sie vorbei! Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Montag, 21. Januar 2019

21. Januar 2019: Totale Mondfinsternis


Heute früh klingelte mein Wecker schon vor 4:00 Uhr, ich wollte doch die totale Mondfinsternis nicht verpassen. Hier einige Bilder dieser spektakulären Morgenstunden:

Um 4:00 Uhr MEZ stand der Mond noch recht hoch am Himmel

Um 4:19 Uhr war am Mond "oben links" der Halbschatten schon deutlich dunkler geworden.

Um 4:45 Uhr drang der Mond schon richtig in den Kernschatten ein.

Um 5:13 Uhr war der Mond in etwa "halb" verfinstert. Die rötliche Färbung der Schattenseite wurde immer deutlicher.

Um 5:28 Uhr war die Verfinsterung zu etwa 3/4 fortgeschritten.

Um 6:06 Uhr war der Mond so tief im Kernschatten der Erde, dass unter und neben ihm schwache Sterne sichtbar wurden.
Der verfinsterte Mond um 6:26 Uhr.

Um 6:39 Uhr gab es wieder einen Iridiumflare in der Nähe von Venus und Jupiter

Um 6:57 Uhr ist der Mond schon wieder ein kleines Stück aus dem Kernschatten heraus.

Um 7:34 stand der immer heller werdende Mond nur noch tief im Westen.

Ungefähr um 8:00 Uhr ging dann der Mond hinter den benachbarten Häusern unter.
Das letzte Licht des Mondes in der Morgendämmerung.

Sonntag, 20. Januar 2019

20. Januar: Sonnenuntergang, Mondaufgang, Vollmond und Iridiumflare


Den ganzen Tag schien heute die Sonne. Nicht nur meine Solaranlage hat sich gefreut, viele Spaziergänger nutzten die freie Zeit am Sonntag für einen Spaziergang in der Natur. Und so konnte ich auch den Sonennuntergang und den Mondaufgang in dieser Vollmondnacht fotografieren. Und als es später dunkel wurde, gab es sogar noch zwei weitere Iridiumflares. Leider ist mir nur von einem ein Foto gelungen, beim ersten hatte ich doch zu sehr beim Abendessen getrödelt und dann in der Hektik meine Kamera nicht richtig eingestellt.

Hier ein paar Bilder von heute Abend:

Die Sonne steht um ca. 16:20 Uhr schon tief am Himmelim Südwesten.

Mondaufgang war schon um 16:08 Uhr im Nordosten.

Mond hinter Windrädern

Noch einmal, der volle Mond hinter einem Windrad, das noch von den letzten Strahlen der untergehenden Sonne beschienen wird. Sonnenuntergang war heute erst um 16:51 Uhr MEZ.

Der Mond steigt höher am Ost-Horizont. Jetzt um kurz nach 17 Uhr steht er im leicht rosa gefärbten "Venus-Belt" des Abendhimmels. Der eher "graue" Himmelsteil darunter bis zum Horizont zeigt schon den Erdschatten, in den der Mond später in der Nacht eintauchen wird.

19:19 Uhr MEZ: Flare von Iridium 58, oberhalb der beiden hinteren Sterne des Großen Wagen

Der volle Mond um ca. 19:30 Uhr MEZ