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Freitag, 27. Dezember 2019

27. Dezember 2019: Der Himmel heute Abend


Der Himmel heute Abend (leider ziehen immer wieder Wolken durch):

Orion, Zwillinge, Stier - zusammengesetzt aus mehreren Einzelbildern (die jeweils eine Minute belichtet wurden, bei ISO3200, 24mm, f/4) mit Adobe Lightroom

Donnerstag, 19. Januar 2017

18. Januar: Vesta in Opposition

*** Post wurde am 19.1. um 22 Uhr ergänzt mit einer weiteren Beobachtung von Vesta - siehe unten ***
Heute erreicht der Asteroid Vesta seine Oppositionsstellung. Das bedeutet, er steht - aus Sicht der Erde betrachtet - genau gegenüber der Sonne. Wie beim Vollmond bedeutet dies, das Vesta bei Sonnenuntergang aufgeht und bei Sonnenaufgang untergeht.

Vesta am 18.1.2017 ( Canon 5D Mark II,
50mm 1:1.8 Objektiv,
15 Sekunden belichtet bei ISO 3200,
 ohne Nachführung)
Diese Opposition ist sehr gut zu beobachten, denn der Kleinplanet steht jetzt zur Mitternacht sehr hoch am Himmel. Am Abend des 18. Januar gelang mir dieses Foto. Ich habe mit 8 Sekunden bei ISO3200 eigentlich schon zu lang (oder zu empfindlich) belichtet, denn auf dem Foto sind schon viel zu viele Sterne zu sehen, so dass man Vesta in diesem Gewimmel erstmal suchen muss. Vesta hat eine Helligkeit von ca. 6,3mag und ist damit für das bloße Auge praktisch nicht mehr zu sehen. Meine Kamera zeigt auf diesem Foto jedoch Sterne bis zur Helligkeit von ca. 10-11mag.

Am oberen Bildrand ist Pollux aus dem Sternbild Zwillinge zu sehen. Am unteren Bildrand, etwas nach links erkennt man den Sternhaufen Praesepe (Krippe), von den Astrnomen auch mit der Katalognummer M44 gekennzeichnet. Vesta befindet sich ziemlich genau an der Grenze der Sternbilder Krebs und Zwillinge.

Wikipedia schreibt über die Entdeckungsgeschichte von Vesta:

"Vesta wurde am 29. März 1807 von Heinrich Wilhelm Olbers in Bremen als vierter Asteroid entdeckt. Nachdem Olbers 1802 bereits Pallas entdeckt und benannt hatte, übertrug er das Recht der Benennung diesmal an Carl Friedrich Gauß, der mit seiner neuen Methode der kleinsten Quadrate zur Bahnbestimmung entscheidend zur Sicherung der neu entdeckten Asteroiden beigetragen hatte. Gauß benannte den Himmelskörper nach Vesta, der römischen Göttin von Heim und Herd und Schwester von Ceres.[4]
Wie der 1801 entdeckte Zwergplanet Ceres und die 1802 sowie 1804 entdeckten Asteroiden Pallas und Juno wurde zunächst auch Vesta als Planet bezeichnet. Da bis zur Entdeckung von Astraea noch mehr als 38 Jahre vergehen sollten, änderte sich daran zunächst nichts. Erst als nach etwa 1850 die Zahl der zwischen den Umlaufbahnen der Planeten Mars und Jupiter gefundenen Himmelskörper rasch anstieg, setzen sich für diese Objekte die Bezeichnungen „Kleine Planeten“, „Kleinplaneten“, „Planetoiden“ oder „Asteroiden“ durch."

Im Jahr 2011 bekam Vesta Besuch von der NASA Raumsonde DAWN. Diese Raumsonde flog anschließend weiter zum Asteroiden Ceres und beobachtet diesen auch heute noch.

*** Ergänzung vom 19.1. 22 Uhr: ***

Vesta am 19.1.2017
Am 19.1. war es am Abend erneut klar, so dass ich ein zweites Foto machen konnte. Dieses Bild entstand mit den gleichen Einstellungen am Fotoapparat, jedoch zwei Stunden früher am Abend.
Wenn man die beiden Bilder vergleicht, kann man sofort erkennen, das Vesta ein kleines Stück nach "rechts", also in Richtung Westen, gewandert ist. Durch diese Bewegung wird klar, dass es sich nicht um einen  weit entfernten "Fixstern" handeln kann, sondern um ein Objekt unseres Sonnensystems. Vesta bewegt sich noch bis zum 9. März Richtung Westen in das Sternbild Zwillinge hinein. Diese Bewegung nennt man "gegenläufig", gehört jedoch zu jeder "Oppositionsschleife" von Planeten oder entsprechenden Objekten dazu. Dies liegt daran, dass die Erde praktisch den Kleinplaneten auf der "Innenbahn" überholt, dieser also gegenüber uns scheinbar am Himmel zurück bleibt. Erst ab März wird dann Vesta wieder "rechtläufig", also der "normale" Bewegungsrichtung nach Osten folgen.

Hier noch ein 1:1-Ausschnitt aus den beiden Bildern vom 18.1. und 19.1.. praktisch alle "Sterne" auf diesen beiden Bildern sind stabil am gleich Ort, nur Vesta "springt" hin und her.  Mit dieser "Blinktechnik" sind früher viele Kleinplaneten entdeckt worden. Damals natürlich noch nicht mit der heutigen Digitaltechnik, sondern durch Vergleich zweier identischer Fotoplatten.

Vesta am 18.1. und 19.1.

Sonntag, 7. Dezember 2014

8. - 14. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

Draußen ist es kalt und dunkel. Aber nicht zu kalt, um vielleicht bei klarem Himmel mal den einen oder anderen Blick nach oben zu werfen. Der Mond zieht sich in dieser Woche langsam vom Abendhimmel zurück und gibt so den Blick frei auch für schwächere Sterne am Winterabendhimmel. Von den großen Planeten kann Jupiter ab etwa 22:15 Uhr im Südosten gefunden werden. In dieser Woche beginnt wieder eine Periode mit abendlichen Überflügen der ISS.

Am Montag, den 8. Dezember, geht die Sonne um 8:18 Uhr auf und um 16:15 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt also bei uns weniger als acht Stunden. Der noch volle Mond steht heute Abend im Sternbild Zwillinge. Um 19:30 Uhr hält Martin Brehmer an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Kurzvortrag zum Sternenhimmel im Winter.

Am Dienstag, den 9. Dezember, kommt es um 7:12 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Der 3,6mag helle Stern lambda in den Zwillingen wird vom hellen Mondrand bedeckt. Der Stern taucht um 8:00 Uhr wieder hinter dem dunklen Mondrand auf, dann wird es jedoch schon zu hell sein. Um 19 Uhr findet in Rietberg in der Gaststätte Bartscher (Rathausstr. 8) wieder ein Treffen der  Planetariumsinitiative OWL statt.

Am Mittwoch, den 10. Dezember, geht der Mond erst um 20:33 Uhr auf, vorher kann es also noch richtig dunkel werden. Um 23:07 Uhr taucht am dunklen Mondrand der Stern 45 Cancri (5,7mag) auf, der zuvor vom Mond bedeckt wurde. Ab 23:46 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Io über den Planeten.

Am Donnerstag, den 11. Dezember, steht am Abend der Mond nur noch 5° Grad südwestlich von Jupiter. Der Mond geht um 21:36 Uhr auf (bis er über die Egge rüber kommt dauert es noch etwas länger). Um 23:55 Uhr endet wieder eine Sternbedeckung, am dunklen Rand taucht 6 Leonis (5,3mag) auf. Die ISS ist zwischen 18:03 Uhr und 18:07 Uhr tief am Südhimmel in maximaler Höhe von 22° Grad zu sehen.

Am Freitag, den 12. Dezember, ist am frühen Morgen der Mond schon "auf die andere Seite" von Jupiter gewandert. Er bildet jetzt mit dem Planeten und Regulus, dem hellsten Stern des Löwen ein ungefähr gleichseitiges Dreieck. Am Abend geht der Mond um 22:38 Uhr auf.

Am Samstag, den 13. Dezember, geht der Mond gar erst kurz vor Mitternacht auf. In der Nacht zum Sonntag kommt es zum Maximum des "Geminiden"-Meteorstrom. Bis zum Mondaufgang kann man vielleicht schon die eine oder andere Sternschnuppe erhaschen. Die ISS steigt heute zwischen 18:00 Uhr und 18:04 Uhr immerhin schon 38° Grad am Himmel hinauf.

Am Sonntag, den 14. Dezember, am 3. Advent, kommt es bei Jupiteraufgang wieder zu einer Bedeckung der Jupitermonde Io und Ganymed untereinander. Auch diesmal dürfte das Ereignis wegen der Horizontnähe nur schwer zu beobachten sein. Gegen Mitternacht steht Kleinplanet Iris (10,1mag) nur 1' Bogenminute von Stern SAO138079 (mit 6,8mag) entfernt. Der Mond erreicht heute das Letzte Viertel. Er ist jetzt nur noch in der zweiten Nachthälfte zu sehen.

Dienstag, 16. September 2014

15. - 21. September: der Himmel über Bad Lippspringe

Nun ist es doch passiert, diesmal erscheint meine Wochenübersicht zu spät. Aber so ist es eben manchmal, Astronomie als Hobby ist eine tolle Sache, doch es gibt auch noch andere schöne Dinge in der Welt. Ich hatte in diesen Tagen Besuch von Freunden aus den USA. Wir haben auch über unseren Sternenhimmel und die Milchstraße gesprochen, nur - zum bloggen blieb mir dann doch keine Zeit mehr. Doch hier jetzt das Wichtigste für den Rest dieser Woche:

Der Mond hat heute früh das Letzte Viertel erreicht. Er nimmt weiter ab und ist in dieser Woche erst nach Mitternacht am Morgenhimmel zu sehen.  Die Abende eignen sich daher gut für die Beobachtung lichtschwächerer Sternhaufen, Nebel und ferner Galaxien ("deep-sky")

Am Mittwoch, den 17. September, fliegt die ISS am Morgen zwischen 5:32 Uhr und 5:38 Uhr am Südhimmel entlang, genau durch den Gürtel des Orion.

Am Donnerstag, den 18. September, erreicht die ISS beim Überflug zwischen 6:18 Uhr und 6:26 Uhr eine Höhe von 70° Grad über dem Horizont. Zuvor beginnt um 5:34 Uhr eine Sternbedeckung durch den Mond. Lambda Geminorum (lateinisch für Zwillinge) (3,6mag) wird am hellen Mondrand bedeckt.

Am Freitag, den 19. September, fliegt die ISS zwischen 5:31 Uhr und 5:37 Uhr in ca. 55 ° Grad Höhe über den Südosthimmel hinweg. Dabei trifft sie um 5:34 Uhr (fast) direkt auf Jupiter und wenige Sekunden später direkt auf den allerdings noch recht tief stehenden Regulus, den Hauptstern des Löwen.

Am Samstag, den 20. September, steht am Morgen die schmale Mondsichel nur 6° Grad entfernt von Jupiter. Die ISS fliegt zwischen 6:18 Uhr und 6:24 Uhr praktisch direkt über unsere Stadt hinweg.

Am Sonntag, den 21. September, fliegt die ISS zwischen 5:29 Uhr und 5:34 Uhr hoch über unseren Himmel hinweg. Sie erreicht dabei eine Höhe von 80° Grad.