Sonntag, 4. Oktober 2026

5. - 11. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Am Ende dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zum Beobachten lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist Saturn die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter bald nach 2:30 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus (5,6mag) bewegt sich durch das "Goldene Tor der Ekliptik", also zwischen den Plejaden (über ihm) und den Hyaden (unterhalb) hindurch. Die Internationale Raumstation (ISS) ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen, aber die chinesische Raumstation Tiangong, leider fliegt die Tiangong immer nur sehr flach über unseren Südhorizont.

Am Montag, den 5. Oktober, geht die Sonne um 7:32 Uhr auf und um 18:53 Uhr unter, der helle Tag ist also fast eine halbe Stunde kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond, noch zu 34 Prozent beleuchtet, geht um 0:33 Uhr auf, er ist nicht weit entfernt vom Mars (1,0mag). Gegen 6:00 Uhr in der Frühe beträgt der Abstand nur wenig mehr als ein halbes Grad, einen Vollmonddurchmesser. Gegen 4:40 Uhr wird Jupitermond Io von Jupitermond Europa verfinstert. Etwas später rotiert auch der Große Rote Fleck auf die uns zugewandte sichtbare Jupiterseite hinein.

Am Dienstag, den 6. Oktober, geht der Mond um 2:01 Uhr auf. Gegen 6:00 Uhr steht er ca. 2,5° Grad oberhalb von Jupiter (-1,8mag). Die Mondsichel ist nur noch zu 24 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (2)Pallas (8,2mag) steht heute im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne. Zwischen 6:05 Uhr und 6:07 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südöstlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Mittwoch, den 7. Oktober, geht der nur noch zu 14 Prozent beleuchtete Mond gegen 3:30 Uhr auf, diesmal steht er dicht (ca. 1,5° Grad) unterhalb von Regulus (1,4mag) im Löwen. Zwischen 6:42 Uhr und 6:45 Uhr ist die Tiangong in maximal 13° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Donnerstag, den 8. Oktober, geht die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete Mondsichel um 4:49 Uhr auf. Um 5:45 Uhr tritt die Tiangong in 13° Grad Höhe im Sternbild Großer Hund aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell zum Horizont im Südosten.

Am Freitag, den 9. Oktober, geht die nur noch zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel um 6:09 Uhr auf, ob sie noch zu sehen sein wird? Zwischen 6:22 Uhr und 6:25 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Samstag, den 10. Oktober, erreicht der Mond um 17:51 Uhr seine exakte Neumondposition. Er ist das ganze Wochenende über nicht zu sehen. Gegen 5:25 Uhr kann die Tiangong noch einmal kurz in maximal 10° Grad Höhe im Südosten gesehen werden.

Am Sonntag, den 11. Oktober, erreicht der Mars am Morgen gegen 5:00 Uhr den offenen Sternhaufen M44, die Praesepe. Zur gleichen Zeit steht Kleinplanet (89)Julia (11,5mag) in nur 7,5' Bogenminuten Abstand zum Stern 15 Cnc (5,6mag).

Sonntag, 27. September 2026

28. September - 4. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond allmählich ab. Von den hellen Planeten ist Saturn praktisch die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter gegen 3:00 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus geht bald nach 21:00 Uhr auf, Neptun stand letzte Woche in Opposition zur Sonne, ist also auch die ganze Nacht über zu sehen, solange es ausreichend dunkel ist. Die ISS ist nur am Montag noch zu sehen.

Am Montag, den 28. September, geht die Sonne um 7:20 Uhr auf und um 19:09 Uhr unter, jetzt wird es deutlicher, dass die Tage kürzer und die Nächte länger sind. Zwischen 21:00 Uhr und 5:30 Uhr haben wir keine Dämmerung mehr, sondern richtig "astronomische Nacht". Der Mond geht um 19:19 Uhr auf, er ist immer noch zu 94 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 19:46 Uhr und 19:52 Uhr in maximal 19° Grad Höhe über unseren südwestlichen Himmel hinweg.

Am Dienstag, den 29. September, geht der zu 88 Prozent beleuchtete Mond um 19:40 Uhr auf. Nach 23:00 Uhr bedeckt er den Stern Epsilon Aries, (4,7mag) was allerdings so wohl nicht zu sehen sein wird, erst das Wiederauftauchen des Stern um 0:27 Uhr (am 30.9.) hinter dem dunklen Rand des Mondes wird sichtbar sein. Epsilon Ari ist ein Doppelstern, der sich in Teleskopen ab einer Öffnung von ca. 100mm optisch trennen lässt, was für Fernrohrbesitzer das ganze noch spannender machen kann. Kleinplanet (192)Nausikaa (8,4mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Der veränderliche Stern Beta Perseus (Algol) steht um 23:00 Uhr im Helligkeitsminimum (3,4mag).

Am Mittwoch, den 30. September, steht der Mond beim Aufgang um 20:09 Uhr direkt (östlich) neben den Plejaden. Weiter im Osten, wo es schon früher Nacht wurde, konnte eine Plejadenbedeckung beobachtet werden. Er ist heute zu 80 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 1. Oktober, geht der zu 71 Prozent beleuchtete Mond um 20:51 Uhr auf.

Am Freitag, den 2. Oktober, geht der nur noch zu 58 Prozent beleuchtete Mond um 21:51 Uhr auf. Nicht weit entfernt westlich von Jupiter steht Kleinplanet (6)Hebe (10,8mag) um 6:00 Uhr in nur 3' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP44984 (6,5mag). Und um 23:00 steht (324)Bamberga (10,4mag) in nur 0,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP99391 (7,3mag).

Am Samstag, den 3. Oktober, erreicht der Mond um 15:25 Uhr exakt das Letzte Viertel, theoretisch könnte er dann bei uns sogar noch kurz vor seinem Untergang im Nordwesten gefunden werden. Wenn er um 23:07 Uhr wieder aufgeht, ist er noch zu 46 Prozent beleuchtet. Gegen 4:00 Uhr in der Frühe steht (192)Nausikaa (8,4mag) in 7' Bogenminuten Abstand zu 35 Psc (6,0mag) und um 20:30 Uhr steht (18)Melpomene (10,2mag) in 5,5' Bogenminuten Abstand zu HIP93537 (6,0mag). Um 19:00 Uhr gibt es an der Volkssternwarte in Paderborn einen Vortrag mit den schönsten Bildern der Sonnenfinsternis vom 12. August dieses Jahres.

Am Sonntag, den 4. Oktober, steht Saturn genau in Opposition zur Sonne. Vielleicht ja auch mal eine gute Gelegenheit nach seinen Monden Ausschau zu halten. Titan steht links (östlich) von Saturn, Tethys, Rhea, Dione und Iapetus rechts (westlich) von ihm. Am Morgen endet um 6:24 Uhr am dunklen Mondrand die Bedeckung des Sterns 57 Gemini (5,0mag). Am Abend geht der Mond erst nach Mitternacht um 0:33 Uhr auf, er nähert sich langsam dem Mars. Gegen 4:00 Uhr steht (505)Cava (11,6mag) in nur 3' Bogenminuten Abstand zu 71 Cer (6,3mag),

 

Samstag, 26. September 2026

2. Oktober 2026: Vortrag mit den schönsten Bildern zur Sonnenfinsternis am 12. August

 

Vortrag: "Die totale Sonnenfinsternis 2026" 

Am 12. August gab es in diesem Jahr eine totale Sonnenfinsternis, die auch von Mitgliedern unserer Volkssternwarte beobachtet wurde. Bei uns hier in der Ostwestfalen war diese Finsternis nur partiell zu sehen, aber mit einer Verfinsterung von 86 Prozent doch so stark, wie sie erst wieder am 3. September 2081 erreicht wird.

Mitglieder der Sternwarte waren jedoch auch nach Spanien und sogar Grönland in die Totalitätszone gereist, um die Sonnenfinsternis in ihrer vollen Schönheit zu beobachten.

In einem Vortrag am 2. Oktober um 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus berichten wir über diese Reisen und zeigen die schönsten Bilder von uns und anderen, die rund um die Sonnenfinsternis entstanden sind. 

Wir erläutern auch die physikalischen Hintergründe von Sonnenfinsternissen und zeigen, welchen wissenschaftlichen Wert auch heute noch die Beobachtung einer Sonnenfinsternis haben kann.

Und schließlich gibt es auch noch einen kleinen Ausblick auf die nächsten Finsternisse in den Jahren 2027 und 2028, die zum Teil auch von Spanien aus beobachtet werden können.

26. September 2026: Vollmond

 Als der Mond heute Abend am Horizont aufging, schien er mir besonders groß. Doch das war nur die typische "Mondtäuschung" (auch Mondillusion genannt), wenn er knapp über dem Horizont steht. Leider war ich zum Zeitpunkt des Mondaufgangs gerade auf einer Autobahn unterwegs, da kann man natürlich nicht plötzlich anhalten und ein richtiges Foto machen:

Mondaufgang um 19:24 Uhr MESZ am 26.9.26

Das Bild oben hat vom Beifahrersitz aus meine Frau während der Autofahrt aufgenommen.

 Erst später konnte ich ein "richtiges" Foto des Mondes machen:

Vollmond am 26.9.26

 Dieses Bild vom Vollmond entstand um 20:26 Uhr MESZ mit meiner Canon RP-Kamera mit einem Teleobjektiv bei 400mm Brennweite, ISO100, Blende 8, 1/400 Sekunde Belichtungszeit.

 Der Mond zeigt eine kräftige Libration, das Mare Crisium (oben rechts, bei ca. 2 Uhr) steht recht dicht am Rand. Mondkrater als solche sind kaum zu erkennen, was aber auch nicht überraschend ist, denn die Sonne strahlt ja praktisch von genau hinter uns senkrecht auf den Mond, so dass sich keine Schatten zeigen können. Das wird sich in den nächsten Stunden am rechten Rand des Mondes ändern, denn dort jetzt der "Terminator", also der Wechsel vom hellen Mond-Tag zur dunklen Mond-Nacht steht an.

 

Freitag, 25. September 2026

24. September 2026: Kleinplanet Bella bei NGC 7411

 In meiner Wochenübersicht hatte ich einen Hinweis aus der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" übernommen, in dem auf eine enge Begegnung des Kleinplaneten (695)Bella mit der Galaxie NGC 7411 hingewiesen wurde.

Mir sind in dieser Woche sogar gleich zwei Fotos der Galaxie und des Kleinplaneten gelungen, aus denen man gut den Weg des Kleinplaneten am Himmel nachvollziehen kann. Bei diesen Bildern ist die Galaxie NGC 7411 stets in der Mitte des Bildes.

NGC 7411 und (695)Bella am 22.9.26 um 22:20

 Am 22. September war (695)Bella noch weiter entfernt von NGC 7411. Sie finden die Spur des Kleinplaneten als etwas längeren "Strich" links von der Galaxie. Das Bild wurde eine Stunde lang belichtet, der "Strich" zeigt deutlich die Eigenbewegung des Kleinplaneten in dieser Stunde. Am 24. September war Bella dann etwas oberhalb der Galaxie zu finden:

NGC 7411 und (695)Bella am 24.9.26 um 22:20 Uhr

 Das Bild vom 24.9. wurde 66 Minuten belichtet. Auch hier zeigt die "Strichspur" wieder die Eigenbewegung des Kleinplaneten.

Die Annäherung von Bella an der Galaxie ist natürlich nur eine scheinbare. Bella bewegt sich in unserem Sonnensystem in etwas über vier Jahren einmal um die Sonne. Die Entfernung zur Sonne schwankt zwischen 2,1 und 2,9 AE (Astronomischen Einheiten), also etwa das doppelte bis knapp dreifache der Entfernung der Erde zur Sonne. Die Galaxie NGC 7411 ist dagegen etwas über 300 Millionen Lichtjahre von unser Milchstraße entfernt. Eine AE entspricht gerade mal 8,3 Lichtminuten. 

Beide Aufnahmen entstanden mit meinem Vespera Pro. 

Donnerstag, 24. September 2026

22. September 2026: Endlich mal wieder ein Komet

 Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder einen Kometen fotografiert. Der Komet C/2024 J3 (ATLAS) befindet sich zur Zeit im Sternbild Leier. Er hat nur eine Helligkeit von ca. 14mag, ist also recht unscheinbar.

Komet C/2024 J3 (ATLAS) am 22.9.26 um 23:18 Uhr MESZ, das Bild wurde 30 Minuten lang belichtet.

 Der Komet ist - wie sein Name verrät - bereits 2024 entdeckt worden. Er erreicht aber erst am 25. November 2026 sein Perihel, also den sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn um die Sonne herum. Allerdings bleibt er auch da 3,865 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt. Eine Astronomische Einheit ist der mittlere Abstand der Erde von der Sonne, das heißt, der Komet bleibt doch fast den vierfachen Abstand der Erde von der Sonne entfernt. Die größte Annäherung an die Erde fand bereits am 25. Juli dieses Jahres statt. Es ist also kaum noch damit zu rechnen, dass er heller werden wird. 

 

 

Sonntag, 20. September 2026

21. - 27. September 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir am Mittwoch Herbstanfang und zum Ende der Woche auch Vollmond. Sein helles Licht bestimmt die meiste Zeit der Woche den Nachthimmel. Von den hellen Planeten geht Saturn gegen 20 Uhr im Osten auf, Mars folgt in der Nacht gegen 1:30 Uhr und Jupiter gegen 3:30 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus geht gegen 21:30 Uhr auf und Neptun ist theoretisch sogar die ganze Nacht zu sehen. Die ISS ist noch bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 21. September, geht die Sonne um 7:09 Uhr auf und um 19:26 Uhr unter. Der Mond ist am Abend um 22:00 Uhr zu 77 Prozent beleuchtet. Mit einer maximalen Höhe von 15° Grad im Süden bewegt er sich noch relativ flach über dem Horizont. Gegen 20:20 Uhr lässt sich am Mond der "goldene Henkel" am besten beobachten. Er geht am nächsten Tag um 1:44 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 20:29 Uhr und 20:35 Uhr in maximal 74° Grad Höhe hoch über unseren Abendhimmel hinweg. gegen 22:07 Uhr ist sie ein zweites Mal kurz im Westen zu sehen, bevor sie in nur 20° Grad Höhe schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Dienstag, den 22. September, ist der Mond am Abend zu 85 Prozent beleuchtet, er befindet sich mitten im Sternbild Steinbock. Zwischen 21:19 Uhr und 21:22 Uhr ist die ISS kurz im Südwesten bis zu einem Anstieg auf 34° Grad Höhe zu sehen.

Am Mittwoch, den 23. September, überschreitet die Sonne exakt um 2:05 Uhr den Äquator Richtung Süden, von nun an werden die Tage kürzer sein als die Nächte. Um 5:13 Uhr wird der Jupitermond Europa für zehn Minuten durch den Jupitermond Io verfinstert. Gegen 6:29 Uhr zieht dann aus Sicht der Erde Io genau vor Europa, so dass beide Monde zu einem Lichtpunkt verschmelzen. Der Mond ist am Abend schon zu 91 Prozent beleuchtet, er steigt jetzt gegen 23:15 Uhr schon auf ca. 25° Grad Höhe über dem Horizont. Zwischen 20:31 Uhr und 20:36 Uhr fliegt die ISS in maximal 47° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. 

Am Donnerstag, den 24. September, ist der Mond am Abend bereits zu 94 Prozent beleuchtet. Zwischen 21:21 Uhr und 21:24 Uhr ist die ISS in maximal 19° Grad Höhe im Südwesten zu sehen. Gegen 21:00 Uhr zieht Kleinplanet (695)Bella (11,9mag) in 5' Bogenminuten Abstand an der Galaxie 7741 (11,4mag) vorüber.

Am Freitag, den 25. September, ist der Mond am Abend zu 99 Prozent beleuchtet. Die ISS ist zwischen 20:33 Uhr und 20:38 Uhr in maximal 25° Grad Höhe bei einem Überflug zu sehen.

Am Samstag, den 26. September, steht Neptun in Opposition zur Sonne. Mit 7,8mag ist er jedoch nur im Fernglas oder Teleskop zu sehen. Er steht ca. 3,5° Grad rechts unterhalb des Mondes. Der Mond erreicht zum Zeitpunkt seines Aufgangs um 18:51 Uhr auch gerade die exakte Vollmondposition. In dieser Vollmondnacht erreicht er seine höchste Position mit 43° Grad über dem Horizont um 1:28 Uhr. Zwischen 19:45 Uhr und 19:52 Uhr kann die ISS bei einem Überflug in maximal 35° Grad Höhe in der Abenddämmerung gesehen werden.

Am Sonntag, den 27. September, geht der schon wieder leicht abnehmende Mond um kurz nach 19:00 Uhr auf, er ist immer noch zu 98 Prozent beleuchtet. Zwischen 20:35 Uhr und 20:38 Uhr kann die ISS letztmalig bei einem abendlichen Überflug, in nur knapp 13° Grad Höhe maximal, über dem südwestlichen Horizont gesehen werden.

20. September 2026: Die Sonnenflecken sind wieder da

 Die Sonne war nur einen Tag flekenfrei, das war am 18. September. Gestern schon zeighte sich wieder ein erster neuer Fleck, leider war es bei uns lange voll bewölkt, so dass ich kein Foto machen konnte. Und als es am Nachmittag dann endlich kleine Wolkenlücken gab, haben wir ja unser Fest "50 Jahre Volkssternwarte Paderborn" gefeiert. (Ein schönes Fest, besonders gefreut hat uns, dass sogar zwei der Gründungsmitglieder von vor 50 Jahren gekommen waren und uns "Neulingen" noch die eine oder andere Anekdote aus der Anfangszeit erzählt hatten.)

Sonne mit Flecken am 20.9.26 um 16:20 Uhr MESZ

 Der kleine einzelne Fleck 4532 soll gestern schon aufgetaucht sein, die beiden anderen Regionen haben noch keine Nummer bekommen. Die Region in der Mitte ist wohl heute gerade erst im Entstehen, die Region am linken Rand wird vermutlich schon etwas älter sein, aber war dann auf der von uns aus gesehenen "Rückseite" der Sonne natürlich für uns nicht sichtbar.

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Tagen weiter geht. Ob die Flecken sich kräftig weiter entwickeln - oder vielleicht doch wieder schnell verschwinden?

Wir werden es erfahren. 

Freitag, 18. September 2026

19. September 2026: 50 Jahre Volkssternwarte Paderborn

 Man muss die Feste feiern wie sie fallen: seit 50 Jahren gibt es den Verein "Volkssternwarte Paderborn", am 19. Februar 1979 erfolgte die Eintragung in das offizielle Vereinsregister, damals noch unter dem Namen "Astronomische Arbeitsgemeinschaft". Die Umbenennung in "Volkssternwarte" erfolgte 1982, als das erste öffentliche Sonnenobservatorium in der Paderborner Heinrichschule eröffnet werden konnte.

Mehr über die Geschichte der Sternwarte, ihre Gründer, Erfolge und auch kritische Zeiten kann man in einem Vortrag von mir zum 50-jährigen Jubiläum am Samstag, den 19. September zwischen 15 und 17 Uhr in der Volkssternwarte selbst erfahren. 

Die Volkssternwarte lädt herzlich ein, auf der Webseite heisst es dazu:

In diesem Jahr feiert die Volkssternwarte Paderborn e. V. ihr 50-jähriges Bestehen. Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit allen Astronomiebegeisterten, Familien, Freunden und Interessierten feiern.

 Dazu laden wir herzlich zu unserer öffentlichen Jubiläumsveranstaltung ein: Samstag, 19. September 2026 von 15:00 bis 17:00 Uhr.

 Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in unsere Sternwarte und die Astronomie. Geplant sind unter anderem:
•    Führungen durch die Volkssternwarte und unsere Observatorien
•    ein Vortrag zur Geschichte der Volkssternwarte Paderborn
•    Einblicke in unsere Teleskope und die astronomische Beobachtung
•    Himmelsbeobachtungen bei geeigneten Wetterbedingungen
•    Wissenswertes rund um Astronomie, Raumfahrt und unsere Vereinsarbeit

Seit 1976 bringt die Volkssternwarte Paderborn Menschen die Faszination des Weltalls näher. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten engagieren sich unsere Mitglieder ehrenamtlich für astronomische Beobachtungen, Vorträge, Führungen und die Vermittlung astronomischen Wissens.
Unser Jubiläum bietet daher nicht nur Gelegenheit für einen Blick zurück auf 50 Jahre Vereinsgeschichte, sondern vor allem auch die Möglichkeit, unsere heutige Arbeit und die Sternwarte aus nächster Nähe kennenzulernen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf einen schönen gemeinsamen Jubiläumsnachmittag!

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung nötig.


 

 

 

18. September 2026: Null Flecken auf der Sonne

 Auch wenn mein Foto auf der Sonne auf den ersten Blick einen anderen Eindruck macht: zur Zeit ist unsere Sonne frei von Flecken!

Die Sonne am 18. September 2026 gegen 16 Uhr

 Die "Flecken" auf dem Bild sind leichte Wolken, welche die feie Sicht zur Sonne leicht eintrüben. Ich habe gleich viele Bilder gemacht, weil diese die Sonne natürlich von Sekunde zu Sekunde unterschiedlich verdecken. Auf der Sonne selbst habe ich keine Flecken mehr gefunden. Dies haben auch die Profis von spaceweather bestätigt.

Dies zeigt deutlich, dass der Höhepunkt des 25. Sonnenzyklus vorüber ist und wir uns jetzt auf dem absteigenden Ast der Sonnenfleckenaktivität befinden. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jetzt jahrelang keine Flecken mehr auf der Sonne haben werden, es werden im Schnitt übers Jahr nur weniger werden. Vielleicht tauchen ja schon im Laufe des Wochenendes neue Flecken auf.  

Beobachten wir die Sonne also weiter! 

Donnerstag, 17. September 2026

17. September 2026: Ein letzter Sonnenfleck

 Heute ist auf der Sonne nur noh ein einziger Fleck zu sehen, AR4528. Und dieser Fleck wird in Kürze aus dem sichtbaren Bereich der Sonne heraus auf ihre Rückseite rotieren.

Die Sonne am 17. September 2026 um 15:24 Uhr MESZ

 Wenn jetzt nicht doch noch ein neuer Fleck auf der gegenüberliegenden Seite hineinrotiert, oder ein neuer Fleck in der auf uns ausgerichteten Hälfte der Sonne entsteht, werden wir den nächsten fleckenfreien Tag in diesem Jahr erleben. Das wäre der 4. fleckenfreie Tag in diesem Jahr. In den letzten drei Jahren von 2023-2025 gab es gar keine fleckenlose Tage, und auch in 2022 gab es nur einen einzigen Tag. Wir bewegen uns also allmählich wieder auf ein Minimum der Sonnenaktivität hin. Dies werden wir jedoch erst in drei oder vier Jahren erreichen. Die letzten Jahre mit den meisten fleckenfreien Tage waren 2019 mit 282 fleckenlosen Tagen und 2008 mit 268 fleckenlosen Tagen. Setzt sich also der 11-jährige Zyklus exakt fort, wird das Minimum der Aktivität im Jahr 2030 erreicht.

Doch wie sich die Sonne konkret in den nächsten Tagen entwickelt, wissen wir nicht. Warten wir es also ab und beobachten geduldig weiter! 

Mittwoch, 16. September 2026

21. September 2026: Kosmos Himmelsjahr 2027

 

Heute bekam ich einen Anruf meiner Lieblingsbuchhändlerin: "Das neue KOSMOS Himmelsjahr 2027 ist da, soll ich Ihnen wieder eines zurück legen?" - "Natürlich!" war meine sofortige Antwort.

Schon seit vielen Jahren begleitet mich dieses Buch in meinem Hobby und durchs Jahr. Hier findet man zu jedem Monat eine ausführliche Beschreibung des Sternenhimmels und besonders auch zur Sichtbarkeit der Planeten. Viele Tabelle und Grafiken illustrieren, was im kommenden Jahr so alles passieren wird. Außerdem gibt es in jedem Monat ein besonderes Thema, das auf mehreren Seiten behandelt wird. Im nächsten Jahr zum Beispiel: "Die größte Himmelskamera der Welt", "der Persische Kalender" oder auch "Wenn Schwarze Löcher verschmelzen".

Braucht man denn jetzt im September 2026 schon ein Jahrbuch für 2027? Ja, ich brauche es auf alle Fälle. Denn so kann ich meinen Urlaub für das nächste Jahr gut um die spannensten astronomischen Ereignisse herum planen. So gibt es am 2. August in Deutschland, ähnlich wie am 12. August diesen Jahres, wieder eine partielle Sonennfinsternis. Bei uns werden diesmal jedoch nicht knapp 90, sondern nur 40 Prozent der Sonne bedeckt. Im Süden Spaniens, Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten). ist diese Sonnenfinsternis jedoch total. Wahrscheinlich hätte ich mir schon längst ein Reiseticket gekauft, wenn es gerade in diesen Ländern im August nicht so außerordentlich heiß wäre.

Aber es gibt auch noch andere Ereignisse: In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar eine Halbschattenfinsternis des Mondes, die Perseiden am 12. August werden diesmal wohl deutlich durch den hellen Mond behindert, wann ist Merkur sichtbar? Wann glänzt die Venus? Wann stehen die anderen Planeten in Opposition, sind also besonders hell und die ganze Nacht am Himmel zu finden? Lohnt es sich bei meinem nächsten Nordseeurlaub ein kleines Teleskop mitzunehmen - oder ist da Vollmond?

Und es gibt noch so viele andere Fragen, auf die dieses Buch Antworten gibt. Ich nehme es ja jede Woche zur Hand, wenn ich meine kleine wöchentliche Astrovorschau für den "Himmel über Bad Lippspringe" schreibe.

Die 22 Euro für dieses Buch sind wirklich gut investiertes Geld. Ich kann es Ihnen nur empfehlen. Eine Bitte habe ich jedoch: Kaufen Sie das Buch bitte in einer Buchhandlung vor Ort. Damit tragen Sie nicht nur zur örtlichen Vielfalt und Arbeitsplatzsicherung bei, sondern sie geben das Geld auch nicht an einen der reichsten Männer der Welt weiter, der genau wie Elon Musk dabei ist, ein Netzwerk von tausenden Satelliten ins All zu schicken, die uns allen bald jeden freien Blick zum Himmel nehmen werden. 

14. / 16. September 2026: Die Sonne scheint noch

 Leider sind die letzten Tagen meist sehr stark bewölkt. Von der Venusbedeckung durch den Mond am Montag war überhaupt nichts zu sehen, die fand hier nur hinter dichten Wolken statt.

Aber im Laufe des Tages setzte sich doch immer wieder auch die Sonne durch. Am Dienstag wurde es sogar noch einmal 26° Grad warm.  Leider gab es am Abend praktisch kaum Gelegenheit zur Astrofotografie, denn dann zog es sich schnell wieder zu, zum Teil gab es auch schon leichten Herbstnebel.

Aber hier ein paar Fotos der Sonne:

Die Sonne am 16.9. um 10:23 MESZ

 Flecken sieht man am Mittwoch nur noch zwei Stück rechts oben nahe des Sonnenrandes, dies sind die Aktivitätsregionen 4527 und 4528.

Die Sonne am 14.9.26 

 Am Montag befanden sich diese beiden Regionen noch etwas weiter vom Rand entfernt. Wenn man genau hinschaut, kann man auf dem Bild sogar noch einen weiteren, sehr kleinen Fleck erkenenn, eigentlich nur eine "Pore" auf der Sonne, die Region 4529. Am einfachsten zu finden, wenn Sie mein Foto mit dem Bild des SDO-Satelliten auf spaceweather.com vergleichen, dort gibt es auch ein sehr schönes Bild zur Venusbedeckung des großartigen Astrofotografen Thierry Legault.

 

Sonntag, 13. September 2026

14. - 20. September 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Gleich am Montagvormittag bedeckt der Mond die Venus am Taghimmel, im Laufe der Woche nimmt der Mond weiter zu und erreicht am Freitag das Erste Viertel. Von den hellen Planeten geht Saturn um ca. 20:30 Uhr auf, Mars folgt gegen 1:30 Uhr und Jupiter gegen 3:45 Uhr. Die Fernglasplaneten Uranus (ab ca. 22:30 Uhr) und Neptun (ab ca. 20:45 Uhr) können ebenfalls am Abendhimmel beobachtet werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden. 

Am Montag, den 14. September, geht die Sonne um 6:58 Uhr auf und um 19:42 Uhr unter. der helle Tag dauert jetzt keine 13 Stunden mehr. Heute kommt es zwischen 11:32 Uhr und 12:38 Uhr zu dem besonderen Ereignis einer Venusbedeckung durch den Mond. Diese Bedeckung wird leider nur schwer zu beobachten sein. Zum Beginn der Bedeckung sind beide gerade erst im Südosten aufgegangen (gegen 11:15 Uhr) und stehen nur knapp 4° Grad über dem Horizont. Da im Osten von Bad Lippspringe die Egge liegt, kommt es sehr auf den tatsächlichen Standort an, ob die beiden dann tatsächlich schon zu sehen sind. Zum Ende der Bedeckung stehen Venus und Mond immerhin schon 10° Grad über dem Horizont. Die Mondsichel ist am Vormittag zu rund 12 Prozent beleuchtet. Wenn man freien Blick in Richtung Osten hat (leider sind für die meisten Teile Deutschlands Wolken angesagt), ist ein Fernglas sicherlich ein sehr sinnvolles Hilfsmittel um den Mond und die Venus zu finden. Am Abend stehen beide nebeneinander und gehen gegen 20:19 Uhr, also eine gute halbe Stunde nach Sonnenuntergang, im Südwesten unter. Das ist wahrscheinlich in der noch sehr hellen Dämmerung kaum zu beobachten. Die ISS fliegt am Abend zwischen 21:12 Uhr und 21:20 Uhr in maximal 75° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 15. September, geht der Mond um 20:38 Uhr im Südwesten unter, er ist dann zu 22 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt am Abend zwischen 20:24 Uhr und 20:31 Uhr in maximal 62° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 16. September, geht der Mond um 21:03 Uhr genau im Südwesten unter, er ist dann zu 31 Prozent beleuchtet. Die ISS steigt ab 21:14 Uhr im Westen steil den Himmel hinauf und fliegt um 21:17 fast genau im Zenit über unsere Köpfe hinweg und verschwindet um 21:18 Uhr in 37° Grad Höhe im Osten im Erdschatten. Kleinplanet (6)Hebe (10,8mag) zieht bereits um 5:00 Uhr in nur 11' Bogenminuten am Stern 45 Cnc (5,7mag) vorüber. Kleinplanet (317)Roxane (11,7mag) zieht in der Nacht zum 17. September in nur 1,5' Bogenminuten Abstand am Stern 20 Psc(5,5mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 17. September, geht der zu 40 Prozent beleuchtete Mond um 21:37 Uhr unter, er steht dann 3° Grad östlich von Antares. Die ISS fliegt zwischen 20:26 Uhr und 20:32 Uhr in maximal 85° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg, um 20:30 Uhr scheint sie dabei fast genau über den Stern Deneb im Schwan hinweg zu fliegen. Um 22:03 Uhr steigt die ISS noch einmal kurz auf 45° Grad Höhe im Westen auf, bevor sie dann schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Freitag, den 18. September, geht der Mond um 22:23 Uhr unter, kurz danach um 22:44 Uhr erreicht er das Erste Viertel. Zuvor können das "Lunar X" und das "Lunar V" am Mond-Terminator beobachtet werden. Zwischen 21:14 Uhr und 21:19 Uhr fliegt die ISS in maximal 84° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg. Kleinplanet (317)Roxane (11,7mag) steht heute in Opposition zur Sonne.

Am Samstag, den 19. September, geht der jetzt zu 59 Prozent beleuchtete Mond um 23:22 Uhr unter. Zwischen 20:27 Uhr und 20:33 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in dieser Woche fast genau durch den Zenit, also recht genau über unsere Stadt hinweg. Gegen 22:05 Uhr ist sie noch einmal für rund zwei Minuten im Westen zu sehen, bevor sie im Erdschatten verschwindet. Die Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus feiert an diesem Samstag ihr 50-jähriges Bestehen. Am Nachmittag ist die Sternwarte von 15 bis 17 Uhr für alle zur Besichtigung geöffnet, gegen 15:30 Uhr gibt es einen Festvortrag zum 50-jährigen Jubiläum und am Abend findet dann - nur für die Mitglieder - ein Sommerfest statt.

Am Sonntag, den 20. September, geht der Mond erst nach Mitternacht, um 0:30 Uhr unter. Er ist um 21:00 Uhr zu 77 Prozent beleuchtet. Nach Sonnenuntergang bis ca. 20:00 Uhr kann vielleicht mit einem Fernrohr auf dem Mond auch das "Mond-Quincunx" beobachtet werden. Gegen 21:00 Uhr zieht der Mond knapp unterhalb des 7,3mag hellen Stern HIP95177 vorbei, im Südosten Deutschlands (z.B. München) kommt es sogar zu einer Sternbedeckung. Zwischen 21:17 Uhr un 21:21 Uhr kann die ISS bei einem Überflug in maximal 61° Grad Höhe beobachtet werden. Um 21:00 Uhr zieht Kleinplanet (317)Roxane (11,7mag) in 3' Bogenminuten Abstand an Stern HIP117112 (7,3mag) vorüber.

Samstag, 12. September 2026

10./11. September 2026: Der Helix-Nebel und mehr

 Am Donnerstag, den 10. September konnte ich endlich den Helixnebel (NGC 7293) ausreichend lange belichten, so dass ein vorzeigbares Resultat herausgekommen ist:

NGC 7293 am 11.9.26 um 0:54 Uhr MESZ

 Der Helix-Nebel befindet sich im Sternbild Wassermann, er steigt bei uns maximal 17° Grad über den Horizont im Süden und wird dadurch oft vom Dunst beeinträchtigt. Am 15. August hatte ich ihn schon einmal belichtet, damals nur eine halbe Stunde lang. Jetzt ist noch einmal deutlich mehr Belichtungszeit hinzugekommen, die Gesamtbelichtungszeit beträgt fast zwei Stunden,  und der Nebel tritt schon deutlicher hervor.

Seit einiger Zeit bietet Vaonis im Gerät eine Möglichkeit der Bearbeitung der Bilder an. Wenn ich das Bild in den Farben der Hubble-Palette entwickel, kann man sogar einen zusätzlichen Wasserstoffbogen links oben über dem Nebel erkennen:

Der Helix-Nebel in der "Hubble-Palette"

 Zuvor hatte ich es am Abend des 10.9. mit einer Aufnahme der ISS versucht. Leider wurde die Aufnahme deutlich von Wolken beeinträchtigt:

ISS und Wolken am 10.9.26 um 21:14 Uhr MESZ

 Die Spur der ISS ist dierecht helle, mehrfach unterbrochene Spur in der linken Bildhälfte etwa in der Mitte. Recht dicht dadrüber ist eindeutig eine Flugzeugspur zu sehen, diese kann man gut nan dem "Blinken" der Flugzeuglampen erkennen. Etwas irrtierend ist für mich die Spur in der Mitte. Hier ist kein Blinken zu erkennen, weshalb ich auf eine Satellitenspur tippe. Merkwürdigerweise ist diese jedoch nicht so unterbrochen wie die der ISS. Man hat fast den Eindruck, dieses Objekt könnte unterhalb der Wolen geflogen sein, was jedoch höchst unwahrscheinlich ist. Leider konnte ich bei heavens-above keine möglicherweise passende Bahn eines Satelliten zu dieser Zeit finden, obwohl sie recht hell ist.

NGC 3310 mit SN2026sqf am 10.9.26 um 22:48 Uhr MESZ

 Auch NGC 3310 mit der Supernova 2026sqf (11,5mag) konnte ich endlich mal etwas länger belichten, Das Bild wurde immerhin 55 Minuten lang belichtet. Die Supernova wurde schon am 8. Juli 2026 entdeckt und leuchtet immer noch sehr hell.

Natürlich habe ich auch wieder die Gelegenheit genutzt, die verschiedenen variablen Sterne in der nördlichen Krone zu beobachten, R, S, T und W CrB. Dazu später einmal in einem anderen Posting mehr.

Auch habe ich versucht, eine Nova (AT2026aabo) (keine Supernova) in der Andromedagalaxie zu fotografieren. Diese war am 29. August entdeckt worden. Auf meinem 45 Minuten lang belichtetem Bild habe ich sie bislang jedoch noch nicht identifizieren können, wahrscheinlich ist sie inzwischen doch schon wieder zu lichtschwach geworden. Ein Japaner hatte ihre Helligkeit jetzt auf nur noch 18mag geschätzt. Schade, da war ich ein paar Tage zu spät dran.

 

Sonntag, 6. September 2026

7. - 13. September 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond. Wenn der Himmel klar ist, eignen sich die Nächte gut zur "deep-sky"-Beobachtung. Viele meiner Astrofreunde besuchen daher in dieser Woche das "Herzberger-Teleskop-Treffen (HTT)". Von den hellen Planeten kann vielleicht direkt nach Sonnenuntergang tief im Süd-Westen für eine knappe Stunde noch die Venus gefunden werden. Saturn geht im Osten bereits kurz vor 21:00 Uhr auf, Mars folgt ab ca. 1:30 Uhr und Jupiter vor Sonnenaufgang ab ca. 4:00 Uhr. Die ISS kann ab Dienstag bei abendlichen Überflügen beobachtet werden. 

Am Montag, den 7. September, geht die Sonne um 6:46 Uhr auf und um 19:58 Uhr unter, wir nähern uns deutlich der Herbst-Tag-und-Nacht-Gleiche. Der Mond ist an Mars vorbeigezogen und geht um 1:20 Uhr auf. Gegen 5:00 Uhr ist er noch zu 20 Prozent beleuchtet. Um 5:52 Uhr endet die Bedeckung von HIP37165 (6,4mag) am dunklen Rand des Mondes.

Am Dienstag, den 8. September, geht der Mond um 2:50 Uhr auf und ist nur noch zu 11 Prozent beleuchtet. Um 3:42 Uhr endet die Bedeckung von eta Cnr (5,3mag). Bereits vorher, um 0:30 Uhr steht der veränderliche Stern Algol im Minimum. Um 5:00 Uhr zieht Kleinplanet (236)Honoria (10,8mag) in 8,5' Bogenminuten an Stern HIP 115476 (6,3mag) vorüber. Die ISS ist heute in dieser Abendsichtbarkeitsperiode um 21:09 Uhr kurz in 10° Grad Höhe genau im Süden zu sehen.

Am Mittwoch, den 9. September, ist die schmale Mondsichel auch an Jupiter vorbeigezogen, in Nordamerika kommt es sogar zu einer Bedeckung von Jupiter durch den Mond. Die Mondsichel ist nur noch zu 5 Prozent beleuchtet und geht um 4:19 Uhr auf. Um 5:00 Uhr zieht Kleinplanet (317)Roxane (12,0mag) in 4,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP 117881 (7,6mag) vorüber. Und um 22:00 Uhr zieht Kleinplanet (8)Flora (10,4mag) in 8' Bogenminuten Abstand an Stern HIP91974 (5,8mag) vorüber und Kleinplanet (1620)Geographos (13,7mag) in 6,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP5034 (6,2mag). Dieser Kleinplanet kommt der Erde immer mal wieder recht nahe, im August betrug der Abstand "nur" ca. 25 Mio. Kilometer. Die ISS ist um 21:56 Uhr für 2-3 Minuten im Südwesten kurz bei einem Anstieg auf 23° Grad Höhe zu sehen, wo sie gleich im Erdschatten verschwindet.

Am Donnerstag, den 10. September, ist die nur noch zu einem Prozent beleuchtete Mondsichel, wenn sie um 5:46 Uhr aufgeht, nur noch von sehr guten Spezialisten zu finden. Zwischen 21:09 Uhr und 21:13 Uhr fliegt die ISS in maximal 27° Grad Höhe über unseren abendlichen Südhimmel hinweg.

Am Freitag, den 11. September, erreicht der Mond um 5:27 Uhr seine exakte Neumondposition. Kleinplanet (89)Julia (11,6mag) zieht um 1:00 Uhr in 4' Bogenminuten Abstand an Stern rho Gem (4,2mag) vorüber. Zwischen 20:23 Uhr und 20:28 Uhr fliegt die ISS flach in maximal 19° Grad Höhe über unseren Süd- und südöstlichen Himmel hinweg. Zwischen 21:58 Uhr und 22:01 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal im Sternbild Schlangenträger bis auf 51° Grad Höhe, bevor sie im Erdschatten verschwindet.

Am Samstag, den 12. September, fliegt die ISS zwischen 21:11 Uhr und 21:15 Uhr in maximal 49° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Ansonsten könnte man heute, direkt nach Neumond, gut Ausschau halten zu verschiedenen deep-sky-Objekten..

Am Sonntag, den 13. September, steht der Kleinplanet (236)Honoria (10,7mag) in Opposition zur Sonne. Zwischen 20:23 Uhr und 20:30 Uhr fliegt die ISS in maximal 36° Grad Höhe über unseren abendlichen Südhimmel hinweg. Zwischen 21:59 Uhr und 22:03 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal steil auf bis in 68° Grad Höhe, bevor sie kurz vor Erreichen der Wega in der Leier im Erdschatten verschwindet.

Samstag, 5. September 2026

5./6. September 2025: Und wieder eine Supernova in NGC 7331 und gleich noch etwas mehr...

 Schon wieder gibt es eine Supernova in der Galaxie NGC 7331 im Sternbild Pegasus. Die neue Supernova SN2026aaiv wurde am 1. September entdeckt mit einer Helligkeit von 15,7mag. Leider waren die ersten Septembernächte bei uns immer bdedeckt, so dass ich erst heute ein Bild machen konnte. Obwohl die Supernova sich relativ dicht am Kern der Galaxie befindet ist sie für mein Vespera schnell und leicht zu identifizieren. Hier ein erstes Bild:

NGC 7331 mit SN2026aaiv

Mein Bild entstand am 5. September 2026 um 22:42 Uhr MESZ und wurde ca. 15 Minuten belichtet. 

 Am 14. Juli 2025, also erst vor gut einem Jahr, wurde die letzte Supernova in NGC 7331 entdeckt. Diese hatte ich seinerzeit auch fotografieren können, damals war die Supernova noch dichter am Kern, sie war dadurch deutlich schwerer zu identzifizieren.
 
Ich konnte NGC 7331 an diesem Abend noch eine ganze Weile länger belichten, vielleicht kann ich später mal noch einen eigenen Blogbeitrag nur für diese Galaxie, ihre Supernovae und vieleicht auch ihre Umgebung veröffentlichen.

In unserer Galaxis warten wir schon seit über 400 Jahren auf die nächste Supernova. In NGC 7331 gab es in den letzten 15 Jahren alleine schon vier Stück. Ist das nicht irgendwie ungerecht?

Im Laufe des Abends konnte ich noch zwei weitere Objekte ausführlicher betrachten, doch zunächst noch einmal zurück an den Taghimmel:

Am Vormittag konnte ich endlich mal wieder eine "vernünftige" Sonnenfleckenaufnahme machen, ohne durchziehende Wolken davor:

Die Sonne am 5.9.26 um 9:00 Uhr


 Besonders wenn man das Bild vergrößert, kann man gleich mehrere schöne Sonnenflecken sehen. Sogar Umbra und Penumbra (der dunkle Kern und das umgebende Gebiet) lassen sich dann gut erkennen. Spaceweater.com zählt anscheinend jeden der neuen Flecken als eine eigene Aktivitätsregion.

Am Abend des 5. Septmeber konnte ich dann einen weiteren Kleinplaneten beobachten:

Kleinplanet (236)Honoria am 6.9.26 um 0:36 MESZ


 Das Bild wurde fünf Minuten belichtet. (236)Honoria hat eine Helligkeit von ca. 10,9mag. Dies ist bereits der 131. Kleinplanet, den ich fotografiert habe.

Und dann habe ich noch einmal nach der Supernova SN2026yly in NGC 2748 geschaut, sie ist immer noch gerade so zu erkennen:

NGC 2748 mit SN2026yly am 6.9.26 um 22:34 Uhr MESZ

 Diese Supernova wurde am 9. August entdeckt, sie hat eine Helligkeit von etwas unter 15,3mag. So dicht am Kern kann ich diese leider nicht selbst vermessen. Ich hatte sie das erste Mal am 23. August fotografiert.

Auch die Supernova SN2026sqf in NGC 3310 ist noch gut zu sehen. Ich verzichte hier jedoch auif das Einstellen des Photos, da das Zielobjekt am Abend leider jetzt schon recht horizontnah steht,

Dafür gelang es mir am 6. September auch nach zweien der aktuellen Novae in unserer Galaxis Ausschau zu halten.

Nova Sgr 2026 am 6.9.26 um 20:56 Uhr MESZ

 Leider konnte ich die Nova im Sternbild Schütze nur noch drei Minuten belichten, wie man an den Schatten auf dem Bild vielleicht sieht, war sie nach Einbruch der Dunkelheit schon ziemlich hinter den belaubten Bäumen auf meines Nachbarn Grundstück versteckt.Im Vergleich mit den anmderen Sternen und meinem ersten Bild vom 22. August kann man deutlich erkenenn, dass sie inzwischen viel lichtschwächer geworden ist. Die Helligkeit ist inzwischen von 8,5mag auf ca. 11,5mag gesunken.

Nova Sge 2026 am 6.9.26 um 21:10 MESZ

Diese Nova wurde am 25. August entdeckt, bereits am 26. August konnte ich sie das erstemal fotografieren. Auch diese Nova ist schon deutlich schwächer geworden, von 7,5mag ist sie auf ca. 11mag abgesunken. Zum Glück steht sie im Sternbild Pfeil viel höher am Himmel als N Sgr 2026. Mein Bild wurde 5 Minuten belichtet.

Am 6. September 2026 konnte ich außerdem noch zwei weitere Kleinplaneten/Asteroiden fotografieren:

(198)Ampella am 6.9.26 um 23:14 Uhr MESZ

 Kleinplanet (198)Ampella ist der Stern in der Mitte der zentralen Dreiergruppe. Eine schöne Konstellation, die ich da zufällig erwischt habe, vielleicht gar eine liegende Ampel? Ampella hält sich zur Zeit im Sternbild Pegasus auf und hat eine Helligkeit von ca. 10,4mag. Das Bild wurde 5 Minuten belichtet.

(192)Nausikaa am 6.9.26 um 23:00 Uhr MESZ

 (192)Nausikaa befindet sich zur Zeit oberhalb von Saturn im Sternbild Fische. Saturn war durch die Büsche auf dem Nachbargrundstück zu diesem Zeitpunkt noch ncht sichtbar, Stellarium zeigt mir dann als Alternative diesen Kleinplaneten an. Nausikaa hat zur Zeit eine Helligkeit von 9,0mag. Nausikaa erreicht am letzten Tag des September seine Oppositionsstellung. Laut Hinweis in Sterne und Weltraum 9/2026 ist dies eine besonders helle Oppositionsperiode. Noch heller als in diesem Jahr wird Nausikaa an unserem Himmel erst wieder 2052 leuchten. 

Das sind dann also Kleinplanet Nummer 132 und Nummer 133. 

 

 

 

 

Montag, 31. August 2026

30./31. August 2026: Mal wieder nur "Wolkenlücken-Astronomie"

 In den letzten Tagen war es leider nicht einfach, interessante astronomische Beobachtungen durchzuführen. Die meiste Zeit verhinderten Wolken den Blick zum Himmel.

Und wenn mal ein Foto "gelang", so war dies eher Zufall.

Der Mond am 30.8.26 um 23:42 Uhr MESZ

 Am Sonntagabend konnte man tatsächlich für kurze Zeit den Mond am Himmel erblicken, meistens lagen jedoch die Wolken gleich in mehreren Schichten vor ihm Bei diesem Foto hatte ich Glück, dass nur noch hohe Schleierwolken den Blick eintrübten.

Trotzdem kann man gut erkennen, dass inzwischen fast das komplette Mare Crisium im Schtten der Nacht liegt, auch wenn der Mond noch zu 92 Prozent beleuchtet ist. Saturn, der an diesem Abend nicht weit entfernt links unterhalb vom Mond stehen sollte, habe ich nicht entdecken können. Genausowenig wie andere Sterne.

Ähnlich schwer war am Vormittag des 31. August die Sonne zu fotografieren. Auch hier zogen immer wieder Wolken durch. Und besonders auffällige Fleckengruppen gibt es zur Zeit auch nicht.

Die Sonne am 31.8.26 um 9:10 Uhr MESZ

 Man muss schon recht genau hinschauen, um Flecken auf der Sonne zu finden. Etwas oberhalb der Sonnenmitte die Fleckengruppe 4518, etwas nach rechts dadrunter die Gruppe 4520. Links unten bei "halb acht" rotiert gerade ein neuer Fleck in die Sonne hinein, der noch keine Nummer bekommen hat.

Leider soll es beinahe jeden Tag in der neuen Woche regnen. Mein Garten wird sich freuen, aber astronomisch wird wahrscheinlich nur wenig möglich sein. 

Sonntag, 30. August 2026

31. August - 6. September 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond von Tag zu Tag ab. Von den hellen Planeten verabschiedet sich in diesen Tagen die Venus vom Abendhimmel, sie geht bereits eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang ebenfalls unter. Saturn dagegen geht bereits gegen 21:30 Uhr über der Egge im Osten auf, Mars folgt erst gegen 1:45 Uhr. Dafür können mit Fernglas oder Teleskop Neptun ab 21:15 Uhr und Uranus ab 23:15 Uhr schon am Abend gefunden werden. Jupiter geht gegen 4:30 Uhr am Morgenhimmel auf. Die ISS ist in dieser Woche noch bei morgendlichen Überflügen sichtbar. 

Am Montag, den 31. August, geht die4 Sonne um 6:35 Uhr auf und um 20:14 Uhr unter. Der helle Tag ist erneut 26 Minuten kürzer als noch vor einer Woche, es geht auf die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche zu. Der Mond geht um 20:56 Uhr auf und ist noch zu 85 Prozent beleuchtet.ie ISS tritt um 4:15 Uhr fast im Zenit aus dem Erdschatten heraus und fliegt in den kommenden vier Minuten dann schnell nach Osten zum Horizont. Bei einem zweiten Überflug zwischen 5:48 Uhr und 5:57 Uhr fliegt sie in maximal 48° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 1. September, geht der Mond im Sternbild Widder um 21:13 Uhr auf, er ist zu 77 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 5:02 Uhr und 5:09 Uhr in maximal 62° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 2. September, geht der zu 67 Prozent beleuchtete Mond um 21:35 Uhr auf. Die ISS ist zwischen 4:16 Uhr und 4:20 Uhr erstmalig im Südosten zu sehen, beim nächsten Überflug zwischen 5:49 Uhr und 5:57 Uhr erreicht sie nur noch eine Höhe von 26° Grad über dem Horizont. Kleinplanet (236)Honoria (11,0mag) zieht gegen 5:00 Uhr an eta Psc (4,9mag) vorbei.

Am Donnerstag, den 3. September, steht der Mond bereits im Stier, er ist zu 57 Prozent beleuchtet und geht um 22:06 Uhr auf. Die ISS fliegt zwischen 5:03 Uhr und 5:09 Uhr in maximal 37° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg, um 5:04 Uhr fliegt sie haarscharf an Saturn vorbei.

Am Freitag, den 4. September, steht der Mond um 9:54 im Letzten Viertel., er steht dann noch ca. 50° Grad hoch in WSW-Richtung (Azimut 247°).  Er geht am Abend um 22:59 Uhrt auf und ist dann nur noch zu 44 Prozent beleuchtet. Die ISS ist gegen 5:52 Uhr in nur noch 14° Grad Höhe bei einem Überflug zu sehen. Kleinplanet (23)Thalia (11,6mag) zieht um 23:00 Uhr an 103 Aqr (5,3mag) vorüber.

Am Samstag, den 5. September, geht der Mond erst eine Minute vor Mitternacht im Sternbild Zwillinge auf. Er ist dann nur noch zu 32 Prozent beleuchtet. Die ISS ist gegen 5:06 Uhr letztmalig ganz kurz im Süden sichtbar.

Am Sonntag, den 6. September, leuchtet der Mond den ganzen Morgen, er geht gegen 18 Uhr unter. Leider ist es da noch viel zu hell, sonst würde der Mond dicht beim Mars sichtbar sein.

28. August 2026: Tag der Mondfinsternis

 In der Nacht vom 27. auf den 28. August war der Himmel leider in großen Teilen Deutschlands bedeckt. Ich war aus familiären Gründen mal wieder in Schleswig-Holstein, wo es sehr bewölkt war, aber auch meine Freunde zuhause hatten kein Glück. 

Schade! Gerne hätte ich Euch hier Bilder der Mondfinsternis gezeigt, doch das klappt nun nicht. Erst am Abend des 28. August klarte es wieder ein bisschen auf, so dass ich zumindest ein Foto des immer noch fast vollen Mondes machen konnte.

Der Mond am 28. August 2026 um 22:48 Uhr MESZ

 Das Bild entstand bei meiner Tochter in Flintbek bei Kiel um 22:48 Uhr, also schon gut 18 Stunden nach der partiellen Mondfinsternis, nach dem exakten Vollmond. Der Mond war jetzt "nur" noch zu 99 Prozent beleuchtet. Am rechten Rand kann man daher schon gut wieder einige Krater erkennen.

Ja, so ist es mit unserem Hobby. Manchmal verpasst man die spannendsten Ereignisse, weil wir keinen freien Blick auf einen klaren Himmel haben. Man kann halt nicht immer Glück haben. Aber so haben wir die Gewissheit, der Mond ist nicht einfach mit der Finsternis verschwunden, er ist durchaus noch da - und die nächste Mondfinsternis kommt sicherlich!

Allerdings werden die nächsten Mondfinsternisse von uns aus nur schwierig zu beobachten sein: 

In der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2027 taucht der Mond nur in den Halbschatten  der Erde ein, hier wird sich zum Höhepunkt kurz nach Mitternacht nur eine Art leichter "Schatten" über den Mond legen, den man kaum wahrnehmen wird. Eine zweite Finsternis im August 2027 ist bei uns gar nicht sichtbar.

Etwas besser wird eine partielle Finsternis am 12. Januar 2028 sichtbar sein, leider taucht der Mond zum Höhepunkt um 5:13 Uhr auch nur zu 7 Prozent in den Kernschatten der Erde ein.

Am 6. Juli 2028 geht der Mond bei uns erst auf, nachdem eine partielle Finsternis schon zu Ende gegangen ist, immerhin bekommen wir noch eine fast vollständige Halbschattenfinsternis zu sehen.

Richtig gut beobachten können wir dann jedoch eine Mondfinsternis an Silvester, am 31. Dezember 2028. Der Mond geht um 16:12 Uhr auf, da dann schon gerade die partielle Verfinsterung seit ein paar Minuten begonnen hat, kann es sein, dass er erst etwas später zu sehen sein wird. Von 17:16 Uhr bis 18:27 Uhr ist der Mond dann total verfinstert und zeigt hoffentlich seine typische rötlich-braune Farbe.

 

Mittwoch, 26. August 2026

26. August 2026: Und noch eine Nova! Diesmal im Sternbild Pfeil

 Gestern, am 25.8.26 wurde im Sternbild Pfeil um kurz nach 5:00 Uhr MESZ eine neue Nova entdeckt.

Ich habe mich natürlich auch gleich auf die Suche gemacht: 

Nova Sge 2026 im Pfeil am 26.8.26 um 21:37 Uhr MESZ


 Das Bild wurde nur 50 Sekunden lang belichtet. Die Helligkeitsangabe von gestern mit 7,3mag ist auch heute passend, ich würde sie - nach Vergleich mit einigen benachbarten Sternen - sogar ein klein bisschen heller einschätzen, bei 7,0 oder 7,1 mag. Aber das ist erstmal eine Einschätzung nach "Gefühl". Mittels anderer astronomischer Tools will ich noch messen, ich wollte heute Abend zunächst mal nur schnell diese Botschaft los werden. Die dritte Nova in diesem Jahr schon, und im Moment wohl gleich die hellste!

 

Auch heute darf natürlich ein Foto des Mondes nicht fehlen:

Der Mond am 26.8.26 um 23:13 Uhr MESZ

 Vom Zeitpunkt des Fotos bis zur Mondfinsternis sind es nur noch rund 30 Stunden. Noch ist der Mond nicht voll, sondern nur zu 98 Prozent beleuchtet.

Dienstag, 25. August 2026

24./25. August 2026: Viele weitere Beobachtungen

 Nicht nur im Sternbild Schütze ist eine Nova zu beobachten, sondern auch im Sternbild Stier. Dies geht jedoch zur Zseit erst spät in der Nacht auf. Aufnahmen der Nova kann man erst so gegen 4:00 Uhr in der Nacht machen. Doch Dank der Planbarkeit von Aufnahmen mit meinem Vaonis Vespera Systemen, war dies einfach möglich. 

Nova Tau 2026, am 25.8.26 um 4:19 Uhr MESZ

 Diese Nova wurde am 6. August entdeckt, am 12. und am 22. August hatte sie eine Helligkeit von ca. 8,5mag, fdazwischen sank die Helligkeit auf ca. 10mag ab. Jetzt scheint sie jedoch wieder schwächer zu werden. Bei der AAVSO wurden nur noch 11mag angegeben. Das Bild wurde 10 Minuten belichtet.

Leider hatte ich es an den früheren Tagen nicht gewagt, mein Gerät unbeaufsichtigt die Nacht über durchlaufen zu lassen. Erst in der letzten Nacht habe ich dem Wetterbericht so getraut, dass es klar bleibt. Und es hat ja tatsächlich geklappt.

Hier weitere Aufnahmen aus dieser Nacht:

Sternhaufen NGC 6910 am 25.8.26 um 4:00 Uhr MESZ

 NGC 6910 ist ein offener Sternhaufen in der Nähe des hellen Stern Sadre im Sternbild Schwan. In dieser Region gibt es auch einige Wasserstoff-Wolken, die man teilweise auch auf diesem Bild erkennen kann. Das Bild wurde 38 Minuten belichtet. Ich hatte dieses Objekt zum ersten Mal vor genau einem Jahr, am 24. August 2025, schon einmal beobachtet., damals nur acht Minuten.  Und ein zweites Mal dann am 5. September 2025, damals dann auch genau 38 Minuten, allerdings mit einem Dualbandfilter, den ich diesmal nicht verwendet habe.

SH2-140 am 25.8.26 um 3:01 Uhr MESZ

 Eine spannende HII-Region im Sternbild Cepheus. Anscheinend ist hier eine Dunkelwolke vorgelagert, welche das HII dann nicht mehr durchlässt. SH2 ist eine Kurtbezeichnung für einen Katalog von Stewart Sharpless. Dieses Bild wurde 50 Minuten belichtet. 

Der zu 90 Prozent beleuchtete Mond ist in dieser Nacht erst um 2:48 Uhr untergegangen. Ohne ihn wären wahrscheinlich die rötlichen HII-Regionen etwas deutlicher herausgekommen.

NGC 7380 am 25.8.26 um 0:59 Uhr MESZ

 NGC 7380 , auch im Sternbild Cepheus, wird im englischen auch der "Wizard nebula" ("Zauberernebel") genannt. Dieses Bild wurde eine Stunde lang belichtet.

Und dann ging mir vorher auch noch ein weiterer Kleinplanet ins Netz:

(100)Hekate am 24.8.26 um 23:38 Uhr

 Kleinplanet (100)Hekate ist bei dem "Doppelstern" in der Mitte des Bildes der etwas lichtschwächere rechts unten. (100)Hekate  hat 11,1mag, dieser Stern HD210173 wird bei Stellarium mit 9,95mag angegeben.

  

NGC 2748 mit SN2026yly

Bereits am 23.6.26 um 22:26 Uhr MESZ habe ich dieses Bild (Ausschnitt) der Galaxie NGC 2748 mit der Supernova SN2026yly aufgenommen. Die Supernova ist so gerade im unteren Teil der Galaxie als kleiner Punkt zu erkennen. Ich bin stolz, das mein Vespera diese auflösen konnte.

Der Mond am 23.8.26 um 21:41 Uhr MESZ


 Zum Schluß noch zwei Bilder unseres Mondes vom 23. und 24.August. So langsam geht es auf den Vollmond und damit verbunden die Mondfinsternis zu. Leider sind die Wetteraussichten zur Zeit nicht mehr die besten.

Mond am 24. August um 23:14 MESZ

 Es entstanden in diesen letzten Augustnächten noch ein paar weitere Bilder, vielleicht ergänze ich dieses Posting noch oder das eine oder andere Bild wird in anderen Postings kommen.

Sonntag, 23. August 2026

24. - 30. August 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond, dabei kommt es sogar zu einer Mondfinsternis, diese wird jedoch nicht einfach zu beobachten sein, dazu habe ich ein separates Posting geschrieben. Von den hellen Planeten leuchtet die Venus nach Sonnenuntergang nur noch eine gute halbe Stunde tief im Westen, sie geht bereits gegen 21:15 Uhr unter. Saturn geht schon kurz vor 22:00 Uhr im Osten auf, Mars folgt kurz vor 2:00 Uhr und Jupiter in der Morgendämmerung ab kurz vor 5:00 Uhr. In den Morgenstunden kommt es zu Überflügen der ISS an unserem Himmel.

Am Montag, den 24. August, geht die Sonne um 6:24 Uhr auf und um 20:29 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt also gerade noch 14 Stunden. Die ISS ist einmal kurz um 3:28 Uhr tief im Osten im Sternbild Orion zu sehen, beim nächsten Überflug kann man sie viel besser sehen zwischen 4:59 Uhr und 5:06 Uhr fliegt sie in maximal 48° Grad Höhe knapp u.a. an Saturn und Aldebaran vorbei. Der Mond geht 19:15 Uhr auf, um 22:00 Uhr ist er zu 89 Prozent beleuchtet, er geht erst am Dienstag um 2:48 Uhr unter.

Am Dienstag, den 25. August, fliegt die ISS zwischen 4:13 Uhr und 4:18 Uhr im Südosten in ca. 36° Grad Höhe entlang, zwischen 5:47 Uhr und 5:55 Uhr fliegt sie in 84° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist um 22:00 Uhr zu 95 Prozent beleuchtet.

Am Mittwoch, den 26. August, ist die ISS wieder um 3:28 Uhr ganz kurz im Osten im Sternbild Orion zu sehen, zwischen 5:00 Uhr und 5:07 Uhr fliegt sie dann sogar in 74° Grad Höhe hoch über unseren ganzen Morgenhimmel hinweg. Um 4:00 Uhr steht Kleinplanet (100)Hekate (11,1mag) in 6,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP109243 (8,7mag). Der Mond geht um 19:55 Uhr auf, er ist am Abend zu 98 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 27. August, tritt die ISS um 4:14 Uhr aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell bis 4:17 Uhr in maximal 60° Grad Höhe gen Osthorizont. Beim nächsten Überflug zwischen 5:18 Uhr und 5:24 Uhr fliegt sie fast genau (89°Gradhoch) durch unseren Zenit. Der Mond geht zu dieser Vollmondnacht um 20:09 Uhr auf. Er leuchtet im Sternbild Wassermann. Um 23:00 Uhr steht Kleinplanet (306)Unitas (11,0mag) in 3,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP104524 (8,4mag),

Am Freitag, den 28. August, ist exakt um 6:19 Uhr Vollmond. Kurz danach um 6:37 Uhr geht er in Richtung Westsüdwest (Azimut 250° Grad) unter. Die Mondfinsternis beginnt um 4:33 Uhr. Die ISS ist zunächst um 3:28 Uhr kurz im Osten zwischen Orion und Zwillingen zu sehen. Zwischen 5:01 Uhr und 5:07 Uhr fliegt sie ein weiteres Mal fast genau (89° Grad hoch) durch den Zenit über unsere Stadt hinweg. Kleinplanet (9)Metis (9,2mag) steht heute in Opposition zur Sonne.

Am Samstag, den 29. August, tritt die ISS um 4:14 Uhr in 74° Grad Höhe in WSW-Richtung aus dem Erdschatten heraus und verschwindet gegen 4:19 Uhr am östlichen Horizont. Beim nächsten Überflug zwischen 5:47 Uhr und 5:56 Uhr fliegt sie noch einmal in maximal 75° Grad Höhe über unseren kompletten Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 30. August, tritt die ISS um 3:29 Uhr in 25° Grad im Osten aus dem Erdschatten heraus, verschwindet aber kurz danach schon hinter dem Horizont. Beim nächsten Überflug zwischen 5:01 Uhr und 5:08 Uhr erreicht sie eine Höhe von 85° Grad über unserem Horizont. 

Samstag, 22. August 2026

28. August 2026: Mondfinsternis am frühen Morgen

 Wer am Freitag, den 28. August 2026 früh aufstehen möchte, hat bei klarem Himmel und guter Sicht nach Westsüdwest die Chance, eine partielle Mondfinsternis zu beobachten.

Die Finsternis beginnt mit dem Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde um 3:24 Uhr, was man jedoch kaum wahrnehmen kann.  Er steht dann in südsüdwestlicher Richtung (Azimut 213°) noch 21° Grad hoch am Himmel. Auch die Sonne steht dann noch über 20° Grad unter dem Horizont. Die astronomische Dämmerung beginnt um 4:20 Uhr MESZ. Im Laufe der nächsten Stunde kann man jedoch schon einen leichten "Schatten" auf dem Mond erkennen. 

Um 4:34 Uhr MESZ tritt dann der Mond in den Kernschatten unserer Erde ein, jetzt beginnt die eigentliche Finsternis. Der Mond steht dann noch 14° Grad über dem Horizont. Die Sonne steht 16° Grad unter dem Horizont, um 5:10 Uhr beginnt die nautische Dämmerung, dann steht die Sonne nur noch 12° Grad unter dem Horizont. 

Ab jetzt könnte es langsam schwieriger werden, den Mond zu beobachten, denn der Himmel wird immer dämmeriger und heller, der Mond dagegen durch die zunehmende Verfinsterung immer lichtschwächer. Ein Fernglas kann jetzt eine gute Beobachtungshilfe sein.

Ab 5:54 Uhr spricht man von der "bürgerlichen Dämmerung", dann steht die Sonne nur noch 6° Grad unter dem Horizont, der Mond steht dann nur noch 5° Grad über dem Horizont. 

Maximal wird der Mond zu 93 Prozent verfinstert, das wird um 6:13 Uhr der Fall sein. Dann steht er nur noch 2,5° Grad über dem Horizont.

Um 6:30 Uhr geht die Sonne auf. Jetzt wird es richtig taghell. Nur wenige Minuten später, um 6:37 Uhr ist der Mond unter dem (mathematischen) Horizont verschwunden, für die meisten Orte verschwindet er wohl hinter Hügeln, Bäumen oder Häuser schon früher.

Für die Beobachtung sollten sich "im Prinzip" die gleichen Plätze eignen, von denen man auch gut die Sonnenfinsternis am 12. August beobachten konnte. Man muss jedoch bedenken, das die Sonne am 12. August bei 296° Grad Azimut unterging, also schon eher im Nordwesten, während der Mond jetzt bei Azimut 255° Grad, das ist Westsüdwest, untergeht. Also ein ganzes Stück weiter "links". 

Der Verlauf dieser Mondfinsternis ähnelt sehr der Finsternis vom 16. Mai 2022, als der Mond auch vor Erreichen der Totalität im Westen unterging. 

Eine Live-Übertragung der Mondfinsternis wird es (in englischer Sprache bei TimeandDate geben. 

Die Volkssternwarte Paderborn wird zu dieser frühen Stunde nicht geöffnet sein.

Eine richtig gut zu beobachtende und auch richtig schöne "tiefe" totale Mondfinsternis wird es bei uns am 31. Dezember 2028 (um 17:52 Uhr) geben.

22. August 2026: Sonne, Mond und Sterne

 Auch heute Abend ist es wieder klar. Okay, es ziehen immer wieder Wolken durch, aber nicht mehr so viele wie tagsüber. Die Sonne mit ihren Flecken zu fotografieren war heute schon etwas tricky:

Sonne am 22.8.26, 11:28 Uhr MESZ

 Die Fleckenregion AR4513 ist trotz der durchziehenden Wolken gut zu erkennen. Etwas unterhalb von ihr hat sich ein weiterer Fleck gebildet (AR4515). Am rechten Rand sind keine Flecken mehr zu sehen.

Und auch der Mond war heute Abend gut zu sehen, auch wenn er nachwievor nur sehr flach über dem Horizont dahin schleicht:

Der Mond am 22.8.26 um 20:58 Uhr MESZ
 

Heute ist wieder der Krater Kopernikus gut zu erkennen. 

 Auch wenn der Mond keine 10° Grad mehr entfernt steht, ließ sich die Nova im Schützen ebenfalls gut fotografieren:

Nova Sgr 2026 in der Bildmitte am 22.8.26 um 22:00 Uhr MESZ

 Das Bild der Nova habe ich diesmal 20 Minuten lang belichtet. In dieser Gegend der Milchstrasse gibt es wirklich unzählige Sterne. Doch lassen sich auch kleine, dunklere Stellen erkennen, hier blockieren wahrscheinlich Staubwolken das Licht der meisten Sterne. Diese Wolen sind jedoch nicht so schön wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist:

Barnard 150, jetzt etwas über drei Stunden belichtet

 Schaut man genau hin, kann man im heutigen Bild vom "Seepferdchennebel" schon etwas mehr Details als auf dem Bild vor einer Woche erkennen. Aber wenn ich mir die Daten von sehr guten Astrobildern dieses Nebels ansachaue, dann haben die Astrofotografen meist noch viel, viel länger belichtet: sechs, sieben oder sogar 13 Stunden scheinen fast ein "muss" für diesen Nebel zu sein. Mal schauen, wie weit ich komme.

NGC 3310 mit SN2026sqf, nur zehn Sekunden (!) belichtet

Die Supernova in der Galaxie NGC3310 ist immer noch ca. 11.5mag hell. Sie ist wirklich einfach zu fotografieren. Hat man die Galaxie einmal als Ziel eingegeben, taucht die Galaxie und die Supernova schon nach der allerersten Belichtung von nur zehn Sekunden auf. Ein schönes Zeichen, wie leistungsfähig heute Smart-Teleskope sind. 

Natürlich habe ich in dieser Nacht auch wieder auf T CrB gehalten. Ich kann berichten, dort tut sich nachwievor nichts. Eine "Nova mit Ankündigung" ist leider doch kein so einfach Ding. Schön, dass andere Galaxien oder Sterne in unserer Milchstrasse uns dafür immer mal wieder mit besonderen Ausbrüchen verwöhnen.