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Montag, 31. August 2026

30./31. August 2026: Mal wieder nur "Wolkenlücken-Astronomie"

 In den letzten Tagen war es leider nicht einfach, interessante astronomische Beobachtungen durchzuführen. Die meiste Zeit verhinderten Wolken den Blick zum Himmel.

Und wenn mal ein Foto "gelang", so war dies eher Zufall.

Der Mond am 30.8.26 um 23:42 Uhr MESZ

 Am Sonntagabend konnte man tatsächlich für kurze Zeit den Mond am Himmel erblicken, meistens lagen jedoch die Wolken gleich in mehreren Schichten vor ihm Bei diesem Foto hatte ich Glück, dass nur noch hohe Schleierwolken den Blick eintrübten.

Trotzdem kann man gut erkennen, dass inzwischen fast das komplette Mare Crisium im Schtten der Nacht liegt, auch wenn der Mond noch zu 92 Prozent beleuchtet ist. Saturn, der an diesem Abend nicht weit entfernt links unterhalb vom Mond stehen sollte, habe ich nicht entdecken können. Genausowenig wie andere Sterne.

Ähnlich schwer war am Vormittag des 31. August die Sonne zu fotografieren. Auch hier zogen immer wieder Wolken durch. Und besonders auffällige Fleckengruppen gibt es zur Zeit auch nicht.

Die Sonne am 31.8.26 um 9:10 Uhr MESZ

 Man muss schon recht genau hinschauen, um Flecken auf der Sonne zu finden. Etwas oberhalb der Sonnenmitte die Fleckengruppe 4518, etwas nach rechts dadrunter die Gruppe 4520. Links unten bei "halb acht" rotiert gerade ein neuer Fleck in die Sonne hinein, der noch keine Nummer bekommen hat.

Leider soll es beinahe jeden Tag in der neuen Woche regnen. Mein Garten wird sich freuen, aber astronomisch wird wahrscheinlich nur wenig möglich sein. 

Sonntag, 30. August 2026

28. August 2026: Tag der Mondfinsternis

 In der Nacht vom 27. auf den 28. August war der Himmel leider in großen Teilen Deutschlands bedeckt. Ich war aus familiären Gründen mal wieder in Schleswig-Holstein, wo es sehr bewölkt war, aber auch meine Freunde zuhause hatten kein Glück. 

Schade! Gerne hätte ich Euch hier Bilder der Mondfinsternis gezeigt, doch das klappt nun nicht. Erst am Abend des 28. August klarte es wieder ein bisschen auf, so dass ich zumindest ein Foto des immer noch fast vollen Mondes machen konnte.

Der Mond am 28. August 2026 um 22:48 Uhr MESZ

 Das Bild entstand bei meiner Tochter in Flintbek bei Kiel um 22:48 Uhr, also schon gut 18 Stunden nach der partiellen Mondfinsternis, nach dem exakten Vollmond. Der Mond war jetzt "nur" noch zu 99 Prozent beleuchtet. Am rechten Rand kann man daher schon gut wieder einige Krater erkennen.

Ja, so ist es mit unserem Hobby. Manchmal verpasst man die spannendsten Ereignisse, weil wir keinen freien Blick auf einen klaren Himmel haben. Man kann halt nicht immer Glück haben. Aber so haben wir die Gewissheit, der Mond ist nicht einfach mit der Finsternis verschwunden, er ist durchaus noch da - und die nächste Mondfinsternis kommt sicherlich!

Allerdings werden die nächsten Mondfinsternisse von uns aus nur schwierig zu beobachten sein: 

In der Nacht vom 20. zum 21. Februar 2027 taucht der Mond nur in den Halbschatten  der Erde ein, hier wird sich zum Höhepunkt kurz nach Mitternacht nur eine Art leichter "Schatten" über den Mond legen, den man kaum wahrnehmen wird. Eine zweite Finsternis im August 2027 ist bei uns gar nicht sichtbar.

Etwas besser wird eine partielle Finsternis am 12. Januar 2028 sichtbar sein, leider taucht der Mond zum Höhepunkt um 5:13 Uhr auch nur zu 7 Prozent in den Kernschatten der Erde ein.

Am 6. Juli 2028 geht der Mond bei uns erst auf, nachdem eine partielle Finsternis schon zu Ende gegangen ist, immerhin bekommen wir noch eine fast vollständige Halbschattenfinsternis zu sehen.

Richtig gut beobachten können wir dann jedoch eine Mondfinsternis an Silvester, am 31. Dezember 2028. Der Mond geht um 16:12 Uhr auf, da dann schon gerade die partielle Verfinsterung seit ein paar Minuten begonnen hat, kann es sein, dass er erst etwas später zu sehen sein wird. Von 17:16 Uhr bis 18:27 Uhr ist der Mond dann total verfinstert und zeigt hoffentlich seine typische rötlich-braune Farbe.

 

Mittwoch, 26. August 2026

26. August 2026: Und noch eine Nova! Diesmal im Sternbild Pfeil

 Gestern, am 25.8.26 wurde im Sternbild Pfeil um kurz nach 5:00 Uhr MESZ eine neue Nova entdeckt.

Ich habe mich natürlich auch gleich auf die Suche gemacht: 

Nova Sge 2026 im Pfeil am 26.8.26 um 21:37 Uhr MESZ


 Das Bild wurde nur 50 Sekunden lang belichtet. Die Helligkeitsangabe von gestern mit 7,3mag ist auch heute passend, ich würde sie - nach Vergleich mit einigen benachbarten Sternen - sogar ein klein bisschen heller einschätzen, bei 7,0 oder 7,1 mag. Aber das ist erstmal eine Einschätzung nach "Gefühl". Mittels anderer astronomischer Tools will ich noch messen, ich wollte heute Abend zunächst mal nur schnell diese Botschaft los werden. Die dritte Nova in diesem Jahr schon, und im Moment wohl gleich die hellste!

 

Auch heute darf natürlich ein Foto des Mondes nicht fehlen:

Der Mond am 26.8.26 um 23:13 Uhr MESZ

 Vom Zeitpunkt des Fotos bis zur Mondfinsternis sind es nur noch rund 30 Stunden. Noch ist der Mond nicht voll, sondern nur zu 98 Prozent beleuchtet.

Dienstag, 25. August 2026

24./25. August 2026: Viele weitere Beobachtungen

 Nicht nur im Sternbild Schütze ist eine Nova zu beobachten, sondern auch im Sternbild Stier. Dies geht jedoch zur Zseit erst spät in der Nacht auf. Aufnahmen der Nova kann man erst so gegen 4:00 Uhr in der Nacht machen. Doch Dank der Planbarkeit von Aufnahmen mit meinem Vaonis Vespera Systemen, war dies einfach möglich. 

Nova Tau 2026, am 25.8.26 um 4:19 Uhr MESZ

 Diese Nova wurde am 6. August entdeckt, am 12. und am 22. August hatte sie eine Helligkeit von ca. 8,5mag, fdazwischen sank die Helligkeit auf ca. 10mag ab. Jetzt scheint sie jedoch wieder schwächer zu werden. Bei der AAVSO wurden nur noch 11mag angegeben. Das Bild wurde 10 Minuten belichtet.

Leider hatte ich es an den früheren Tagen nicht gewagt, mein Gerät unbeaufsichtigt die Nacht über durchlaufen zu lassen. Erst in der letzten Nacht habe ich dem Wetterbericht so getraut, dass es klar bleibt. Und es hat ja tatsächlich geklappt.

Hier weitere Aufnahmen aus dieser Nacht:

Sternhaufen NGC 6910 am 25.8.26 um 4:00 Uhr MESZ

 NGC 6910 ist ein offener Sternhaufen in der Nähe des hellen Stern Sadre im Sternbild Schwan. In dieser Region gibt es auch einige Wasserstoff-Wolken, die man teilweise auch auf diesem Bild erkennen kann. Das Bild wurde 38 Minuten belichtet. Ich hatte dieses Objekt zum ersten Mal vor genau einem Jahr, am 24. August 2025, schon einmal beobachtet., damals nur acht Minuten.  Und ein zweites Mal dann am 5. September 2025, damals dann auch genau 38 Minuten, allerdings mit einem Dualbandfilter, den ich diesmal nicht verwendet habe.

SH2-140 am 25.8.26 um 3:01 Uhr MESZ

 Eine spannende HII-Region im Sternbild Cepheus. Anscheinend ist hier eine Dunkelwolke vorgelagert, welche das HII dann nicht mehr durchlässt. SH2 ist eine Kurtbezeichnung für einen Katalog von Stewart Sharpless. Dieses Bild wurde 50 Minuten belichtet. 

Der zu 90 Prozent beleuchtete Mond ist in dieser Nacht erst um 2:48 Uhr untergegangen. Ohne ihn wären wahrscheinlich die rötlichen HII-Regionen etwas deutlicher herausgekommen.

NGC 7380 am 25.8.26 um 0:59 Uhr MESZ

 NGC 7380 , auch im Sternbild Cepheus, wird im englischen auch der "Wizard nebula" ("Zauberernebel") genannt. Dieses Bild wurde eine Stunde lang belichtet.

Und dann ging mir vorher auch noch ein weiterer Kleinplanet ins Netz:

(100)Hekate am 24.8.26 um 23:38 Uhr

 Kleinplanet (100)Hekate ist bei dem "Doppelstern" in der Mitte des Bildes der etwas lichtschwächere rechts unten. (100)Hekate  hat 11,1mag, dieser Stern HD210173 wird bei Stellarium mit 9,95mag angegeben.

  

NGC 2748 mit SN2026yly

Bereits am 23.6.26 um 22:26 Uhr MESZ habe ich dieses Bild (Ausschnitt) der Galaxie NGC 2748 mit der Supernova SN2026yly aufgenommen. Die Supernova ist so gerade im unteren Teil der Galaxie als kleiner Punkt zu erkennen. Ich bin stolz, das mein Vespera diese auflösen konnte.

Der Mond am 23.8.26 um 21:41 Uhr MESZ


 Zum Schluß noch zwei Bilder unseres Mondes vom 23. und 24.August. So langsam geht es auf den Vollmond und damit verbunden die Mondfinsternis zu. Leider sind die Wetteraussichten zur Zeit nicht mehr die besten.

Mond am 24. August um 23:14 MESZ

 Es entstanden in diesen letzten Augustnächten noch ein paar weitere Bilder, vielleicht ergänze ich dieses Posting noch oder das eine oder andere Bild wird in anderen Postings kommen.

Samstag, 22. August 2026

22. August 2026: Sonne, Mond und Sterne

 Auch heute Abend ist es wieder klar. Okay, es ziehen immer wieder Wolken durch, aber nicht mehr so viele wie tagsüber. Die Sonne mit ihren Flecken zu fotografieren war heute schon etwas tricky:

Sonne am 22.8.26, 11:28 Uhr MESZ

 Die Fleckenregion AR4513 ist trotz der durchziehenden Wolken gut zu erkennen. Etwas unterhalb von ihr hat sich ein weiterer Fleck gebildet (AR4515). Am rechten Rand sind keine Flecken mehr zu sehen.

Und auch der Mond war heute Abend gut zu sehen, auch wenn er nachwievor nur sehr flach über dem Horizont dahin schleicht:

Der Mond am 22.8.26 um 20:58 Uhr MESZ
 

Heute ist wieder der Krater Kopernikus gut zu erkennen. 

 Auch wenn der Mond keine 10° Grad mehr entfernt steht, ließ sich die Nova im Schützen ebenfalls gut fotografieren:

Nova Sgr 2026 in der Bildmitte am 22.8.26 um 22:00 Uhr MESZ

 Das Bild der Nova habe ich diesmal 20 Minuten lang belichtet. In dieser Gegend der Milchstrasse gibt es wirklich unzählige Sterne. Doch lassen sich auch kleine, dunklere Stellen erkennen, hier blockieren wahrscheinlich Staubwolken das Licht der meisten Sterne. Diese Wolen sind jedoch nicht so schön wie auf dem nächsten Bild zu sehen ist:

Barnard 150, jetzt etwas über drei Stunden belichtet

 Schaut man genau hin, kann man im heutigen Bild vom "Seepferdchennebel" schon etwas mehr Details als auf dem Bild vor einer Woche erkennen. Aber wenn ich mir die Daten von sehr guten Astrobildern dieses Nebels ansachaue, dann haben die Astrofotografen meist noch viel, viel länger belichtet: sechs, sieben oder sogar 13 Stunden scheinen fast ein "muss" für diesen Nebel zu sein. Mal schauen, wie weit ich komme.

NGC 3310 mit SN2026sqf, nur zehn Sekunden (!) belichtet

Die Supernova in der Galaxie NGC3310 ist immer noch ca. 11.5mag hell. Sie ist wirklich einfach zu fotografieren. Hat man die Galaxie einmal als Ziel eingegeben, taucht die Galaxie und die Supernova schon nach der allerersten Belichtung von nur zehn Sekunden auf. Ein schönes Zeichen, wie leistungsfähig heute Smart-Teleskope sind. 

Natürlich habe ich in dieser Nacht auch wieder auf T CrB gehalten. Ich kann berichten, dort tut sich nachwievor nichts. Eine "Nova mit Ankündigung" ist leider doch kein so einfach Ding. Schön, dass andere Galaxien oder Sterne in unserer Milchstrasse uns dafür immer mal wieder mit besonderen Ausbrüchen verwöhnen.

 

Donnerstag, 20. August 2026

20. August 2026: Sonnenschein und Mond am Abend und ein neuer Stern!

 Nach zwei Tagen fast durchgehendem Dauerregen (dem Himmel sei Dank!), schien heute Mittag auch wieder die Sonne:

Sonne am 20.8.26 um 13:13 Uhr MESZ

 Am rechten Rand verschwindet gerade die Fleckengruppe 4507 und andere (4508 steht noch am weitesten innen), dafür taucht am linken Rand, am Ostrand, eine neue Fleckengruppe auf: AR 4513. Diese hat vorhin einen M 8.1 Flare erzeugt. Mal schauen, ob die Gruppe so aktiv bleibt, wenn sie in den nächsten Tagen mehr in die Mitte der Sonne hineinrotiert. Vielleicht kommt es dann ja sogar zu CMEs, zu "coronal mass ejections", die wiederum erdgerichtet sein könnten und dann bei uns vielleicht zu Polarlichtern führen könnten ...

Vielleicht, könnten, ... Abwarten und Beobachten! 

Und am Abend konnte ich dann in einer größeren Wolklücke auch den Mond fotografieren:

Der Mond um 20:36 Uhr MESZ

 Kurz nach Sonnenuntergang, es war noch sehr hell, konnte ich dieses Bild vom Mond machen. Das Erste Viertel war heute am frühen Morgen, als er bei uns unter dem Horizont stand. Jetzt ist er bereits zu 57 Prozent beleuchtet. 

Leider ziehen nun wieder dichtere Wolken hinein, aber nach 22 Uhr soll es etwas stärker aufklaren. Mal schauen, ob diese Prognose stimmen wird.  

*****

Ja, es hat geklappt. Und ich habe sogar gleich einen "neuen Stern", eine Nova im Sternbild Schütze fotografieren können:

Nova Sgr 2026 am 20.8.26 um 22:00 Uhr

 Das Bild wurde 12 Minuten lang belichtet.

Die Nova wurde erst gestern entdeckt. Mein Sternfreund Heinz-Bernd schickte mir heute am frühen Abend die Information zu. Sie ist im "Astronomers Telegram" zu finden.  Die Helligkeit der Nova wird zur Zeit zwischen 8 und 9mag geschätzt. 

Montag, 10. August 2026

10. August 2026: Sonne und Mond

 Die Mondsichel nimmt immer weiter ab. Heute früh gegen 4:35 Uhr:

Der abnehmende Mond am 10.8.26 um 4:35 MESZ

Der Mond ist nur noch zu 10 Prozent beleuchtet. Wenn man etwas überbelichtet, kommt gut die "dunkle" Seite des Mondes heraus, die durch das von der Erde reflektierte Licht in Wikrlichkeit doch nicht ganz dunkel ist:

Mond mit Erdlicht am 10.8.26

 Ob mir wohl morgen auch noch einmal ein Bild des Mondes gelingen wird? Leider geht er inzwischen genau hinter dem Nachbarhaus auf. Morgen wird er seine Zeit brauchen, bis er darüber zu sehen sein wird, dann könnte es schon recht hell sein.

Gestern schrieb ich, es sind keine Flecken mehr auf der Sonne zu sehen. Das stimmte wahrscheinlich nicht so ganz. Für mein Vespera, das ja nur eine Öffnung von 50mm hat, waren diese nicht zu sehen. Heute habe ich es noch einmal mit einer größeren Öffnung probiert (mein Spektiv mit 82mm Öffnung). Und siehe da:

Sonne mit Fleckengruppen am 10.8.26 um 11:30 Uhr MESZ

 Ganz schwach sind zwei Gruppen zu erkennen, das sind die Regionen AR4503 (rechts) und AR4504 sowie eine kleine Pore links, die noch keinen Namen bekommen hat. Auffällig sind diese Regionen leider alle nicht. Mal sehen, ob die bis Mittwochabend sich noch etwas weiter entfalten oder auch nicht.

Sonntag, 9. August 2026

9. August 2026: Der Mond wird immer dünner - die Sofi kommt näher

 Der Mond nimmt immer weiter ab, die Sonnenfinsternis kommt näher.

Am Sonntag wachte ich wegen eines gewissen Bedürfnisses früh auf, was ich gleich nutzte, um wieder ein Foto der Mondsichel zu machen.

Noch im Halbschlaf habe ich meine Kamera leider nicht so ganz stabil gehalten, deshalb fehlt dem Bild leider die richtige Schärfe. 

Der Mond um 4:54 Uhr MESZ am 9.8.26

 Der Mond war um diese Uhrzeit noch zu 18 Prozent verfinstert. Vom "goldenen Henkel" von gestern ist heute natürlich gar nichts mehr zu sehen. 

Jetzt sind es nur noch gut 86 Stunden bis Neumond und zur Sonnenfinsternis. 

Leider zeigt die Sonne zur Zeit gar keine Flecken. Ein Zeichen, dass dieser Sonnenfleckenzyklus sich "auf dem absteigenden Ast" befindet. Es wird in diesem Jahr sicherlich bald wieder Flecken auf der Sonne geben, aber wer weiß wann?

Sonne ohne Flecken am 9.8.26 um 13:07 Uhr MESZ

 Bei einer Sonnenfinsternis ist es immer spannend zu verfolgen, ob und wann diese Flecken vom Mond verdeckt werden oder auch nicht. Jetzt sieht es so aus, als ob man dieses Spielchen am Mittwoch nicht spielen kann. Doch wer weiß, bis dahin kann sich noch vieles ändern, auch auf der Sonennoberfläche.

Samstag, 8. August 2026

7. August 2026: Ein Abend auf der Sternwarte

 Am Freitag, den 7. August, war mal wieder ein Abend auf der Sternwarte angesagt. Eigentlich ist in den Sommerferien die Sternwarte ja geschlossen, aber es hatte sich eine Gruppe aus einem Astrophysik-Kurs der Universität angekündigt, und da macht man ja gerne eine Ausnahme. Und dann war auch noch Jürgen zu Besuch gekommen. Er ist Mitglied unseres Vereins, lebt aber seit ein paar Jahren in Berlin. Dort ist er jetzt ehrenamtlich an der Archenhold-Sternwarte aktiv. Schön, ihn mal wieder zu sehen!

Außerdem hatten Tobi und Sebastian am Abend zuvor die neue Steuerung endlich kalibrieren können, so dass wir den Abend gut als "Generalprobe" für andere Veranstaltungen laufen lassen konnten.

Als erstes gab Tobi den Studenten (es waren insgesamt ein Dutzend gekommen) einen eine kleine Einführung in die Sternwarte und wie wir so versuchen, unsere Besucher für den nächtlichen Himmel zu begeistern. Und dann ging es hinauf in die Kuppel. Es war noch gar nicht dunkel, die Sonne noch nicht wirklich untergegangen, aber gerade hinter den Bäumen verschwunden, da konnten wir unsere Instrumente dann gut auf die Vernus ausrichten. Diese zeigte sich an dem Abend ungefähr als "Halb-Venus". Die meisten Studenten hatten die Venus so noch nie gesehen.

Handyaufnahme der Venus nah dem Horizont auf der Sternwarte

 Danach zeigten wir den Studenten den Stern rho Corona Borealis. Dieser Stern war Bestandteil einer Astrophysik-Klausur, welche die Studenten am Ende des Semesters geschrieben hatten. So konnten sie diesen Stern mal in echt sehen. Dieser Stern ist von uns 57 Lichtjahre entfernt, er zeichnet sich durch eine relativ hohe Eigenbewegung aus. Er ist vom gleichen Spektraltyp (G2V) wie unsere Sonne, 1997 wurde bei ihm ein Planet entdeckt.

Im Fernrohr recht unspektakulär, ein kleiner Lichtpunkt, nicht mehr.

Danach wollten wir den Studenten natürlich etwas schöneres zeigen, so schwenkten wir zu Albireo, einem schönen Doppelstern im Sternbild Schwan, bei dem ein Stern mehr bläulich, der andere mehr gelblich leuchtet.

Von dort ging es weiter zu epsilon Lyra, ein Doppel-Doppelstern. Zwei Doppelstern, die miteinander gravitativ gebunden sind, sich also vergleichsweise wie zwei Tanzpaare umeinander herum bewegen. Leider waren diese beiden Paare auf Grund des Seeings durch unseren Apo mit 1200mm Brennweite, den wir an diesem Abend für die Beobachtung nutzten, nur schwer zu trennen. 

Das beeinträchtigte den Spaß und die große Freude an der Astronomie jedoch an diesem Abend überhaupt nicht. Spannend war die Beobachtung des Kugelsternhaufens M13, der in der Dämmerung wirklich noch nicht schön zu sehen war, hier musste man schon durch indirektes Sehen "genau" hingucken.

Andere Objekte an diesem Abend waren dann noch der Ringnebel M57 in der Leier und die Andromedagalaxie. Zwei schöne Objekte, die alle wohl schon mal auf Fotos und in Büchern gesehen hatten. Bei solchen Objekten merkt man schnell, wie sich Fotos in Büchern von der Betrachtung mit dem bloßen Auge durch ein Teleskop unterscheiden können.

Nach langem Warten stieg dann gegen Mitternacht auch noch Saturn über den Bäumen im Osten auf. Die Freude der Studenten konnte größer nicht sein. Ganz begeistert versuchten Sie immer wieder mit ihren Handys den Ringplaneten im Okular zu fotografieren.

So machen die Besucherabende auf der Sternwarte wirklich Spaß. Bestimmt werden wir die eine oder den anderen an unseren Sternwarte mal wieder sehen.

Zuhause habe ich dann später in der Nacht noch wieder den Mond fotografiert. Er wird immer schmaler, man merkt, es geht auf den nächsten Neumond und damit auf die Sonnenfinsternis zu. 

Der Mond am 8.8.26 um 4:08 Uhr MESZ

Der Mond ist nur noch zu 28 Prozent beleuchtet. In dieser Nacht konnte man den "Goldenen Henkel" einmal andersherum bewundern, nicht bei der aufgehenden, sondern bei der untergehenden Sonne am Terminator. Vielleicht nicht ganz so deutlich wie beim zunehmenden Mond, aber doch auffällig. 
 
Von der Aufnahme an gerechnet sind es jetzt nur noch 111 Stunden bis zur totalen Sonnenfinsternis. Astronomie bleibt spannend!

  

Mittwoch, 5. August 2026

5. August 2026: Stürzt eine Falcon-9 Oberstufe auf dem Mond ab?

 Am Mittwoch, den 5. August 2026, sollte um 8:34 Uhr MESZ eine Oberstufe einer Falcon-9-Rakete auf der Mondoberfläche einschlagen. Es wurde vorhergesagt, dass dieser Crash beim Krater Einstein auf der Mondoberfläche passieren sollte, die Stufe soll einen neuen Krater von vielleicht 20 Meter Durchmesser auf dem Mond erzeugen. Solch kleine Krater sind von der Erde aus auch mit großen Teleskopen praktisch nicht sichtbar - mit Amateurgeräten schon mal gar nicht. Aber es wurde vorsichtig vorhergesagt, dass vielleicht der aufgewirbelte Mondstaub doch von der Erde aus gesichtet werden könnte, weil das Ereignis dicht am sichtbaren Mondrand stattfinden sollte.

Der Mond am 5.8.26 um 3:43 Uhr MESZ

In der Nacht war der Mond bei uns gut zu sehen, aber das war natürlich noch Stunden vor dem vorhergesagten Aufschlag.

Am Morgen war es dann. natürlich schon ganz hell, trotzdem schaute ich zum Mond hinauf:

 

Der Mond um 8:25 Uhr MESZ

Der Mond stand am Morgen noch ca. 46° Grad hoch am Himmel. Doch der helle Himmel schluckt natürlich viele Kontraste:

Der Mond um 8:28 Uhr MESZ im Spektiv

 Ich habe dann um die geplante Aufschlagzeit herum ein kleines Video aufgenommen, gut zwei Minuten lang. Doch da war - erwartungsgemäß - nichts zu sehen. Aber trotzdem ein schöner Morgen!

Jetzt bin ich gespannt. Während ich diesen Blöogbeotrag schreibe, acht Stunden nach dem vorhergesagten Zeitpunkt - gibt es noch keine Bestätigung, dass irgendwer von der Erde aus irgendetwas "verdächtiges" gesehen hat. Wahrscheinlich müssen wir abwarten, bis einer der den Mond ständig umkreisenden und fotografierenden Orbiter etwas entdeckt. Doch das kann noch ein paar Tage dauern.

 

Montag, 3. August 2026

2./3. August 2026: Pluto, unser Mond und ein Komet

 Der Zwergplanet Pluto ist sehr lichtschwach, doch auch in diesem Jahr habe ich ihn wieder erwischt. Am Tag seiner Opposition, am 27. Juli, hatte es noch nicht geklappt. Da waren einfach immer zuviele Wolken in Horizontnähe, denn Pluto hält sich zur Zeit im Sternbild Steinbock auf und steht daher nur wenige Grad über dem Horizont.

Doch in de Nacht von Sonntag auf Montag war der Himmel endlich recht klar und ich konnte Pluto erwischen, obwohl er nur 13° Grad "hoch" am Himmel stand:

Pluto am 2.8.26 um 23:58 MESZ

 Man muss schon genau hinschauen: Pluto ist wirklich das ganz kleine Lichtpünktchen in der Mitte des Bildes, nicht das etwas hellere dicht daneben. Jetzt ist es schon über 96 Jahre her, dass Pluto entdeckt wurde.

 Ist es Zufall, dass Pluto mit dem Zeichen "♇" in den Listen der Planeten geführt wurde? Dies Zeichen ist eine Kombination aus den ersten beiden Buchstaben von PLuto. Aber es sind auch die Initialien von Percival Lowell, dem Gründer der Sternwarte, an der Clyde Tombaugh seinerzeit den lange gesuchten Planeten entdeckt hat.

 Übrigens: Unser Mond ist größer als Pluto! Unser Mond hat einen Durchmesser von rund 3476 km (die Erde von 12756 km), Pluto nur von 2375 km.

Der Mond am 3.8.26 um 0:43 Uhr MESZ

Um diese Uhrzeit war der Mond bei uns schon auf 20°Grad Höhe gestiegen. Im Vergleich zum Tag zuvor hat er schon wieder deutlich abgenommen.  Bis zum Neumond, und damit zur totalen Sonnenfinsternis am 12. August,sind es jetzt schon weniger als zehn Tage.

Und dann konnte ich endlich auch den Kometen 10P/Tempel fotografieren:

Komet 10P/Tempel am 3.8.26 um 1:20 Uhr MESZ

 Endlich wieder ein "halbwegs heller" Komet am Himmel. 10P/Tempel hat zur Zeit eine Helligkeit von 9 - 10 mag. Ich denke, auf meinem Foto ist er in der Bildmitte leicht zuerkennen, sein kleiner Schweif ist als "diffuser" Fleck nicht schön, aber doch deutlich zu erkennen.

10P/Tempel zieht seine Bahn über den Himmel sogar noch niedriger als Pluto. Er stand zum Zeitpunkt des Fotos sogar nur 11° Grad hoch über dem mathematischen Horizont. In den nächsten Tagen wird er sich (langsam) immer weiter südlich, also noch tiefer aufhalten. 10P/Tempel ist ein kurzperiodischer Komet, der für einen Umlauf um die Sonne etwas mehr als 5 Jahre braucht. Am 2. August hat er seinen sonnenächsten Punkt auf seiner Umlaufbahn erreicht, am 3. August auch den erdnächsten, jetzt wird seine Helligkeit also langsam wieder abnehmen.

Diese drei Objekte waren die "Highlights" meiner Astronacht. Mal schauen, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen weiter entwickelt. So langsam heißt es Daumen drücken für die Sonnenfinsternis am 12. August! 

 

 

Sonntag, 2. August 2026

1./2. August 2026: Abendrot und Mondaufgang

 Am Abend des 1. August 2026 war wieder ausgeprägt rötliches Abendrot zu sehen. Die Waldbrände in Spanien, Frankreich udn vielleicht auch bei uns machen sich deutlich in der Atmosspäre bemerkbar:

Abendrot um 21:40 Uhr MESZ

 So sah der Himmel eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang aus.

Leider bewölkte es sich danach uisehends, so dass ich mein Vespera nicht mehr am Sternenhimmel initialisieren konnte. Auch der Mond war zunächst nach seinem Aufgang nicht zu sehen. Doch etwas später:

Mond im Dunst mit Flugzeug um 23:33 Uhr MESZ

 Ein scharfes Bild des Mondes konnte meine Kamera um diese Zeit leider nicht einfangen, es war schlicht zu dunstig. Der Mond stand um diese Zeit 11° Grad hoch, also für mich so gerade über der Egge und den Bäumen auf dem Nachbargrundstück zu erreichen.

Doch plötzlich kam ein Flieger aus südöstlicher Richtung aufgestiegen und machte die ganze Szene spannend. Ein schneller Blick auf meinen "Flight-Tracker"-Apps zeigte, dasss dies ein easyjet-Flieger auf dem Weg von Dalaman in der Türkei nach Edinburgh, Schottland, sein müsste (EZY3282 - A320).

Später konnte ich dann doch noch ein etwas besseres Foto vom Mond selbst machen:

Der Mond am 2.8.26 um 01:57 Uhr MESZ

 Da stand der Mond schon fast 30° Grad hoch und sein Licht musste sich wohl nicht mehr durch so viele Dunstschichten durchkämpfen. Zum Sternegucken war ich dann jedich zu müse.

Donnerstag, 23. Juli 2026

23. bis 25. Juli 2026: Der tiefstehende Mond

Obwohl es an den letzten Abenden immer wieder einmal Abschnitte mit klarem Himmel gab, habe ich den Mond zunächst lange nicht zu Gesicht bekommen.

Dies lag daran, dass er zur Zeit auf einer recht tiefen, südlichen Bahn zieht. Und so ist er schnell durch Bäume oder Häuser auf den Nachbargrundstücken bedeckt.

Heute Abend habe ich ih. jedoch erwischt.

Zunächst ein Bild, aufgenommen mit einem Weitwinkel-Objektiv:

Der Mond um 20:23 Uhr MESZ

 Das Bild zeigt den Mond, kurz bevor er den "höchsten" Punkt seiner Bahn im Süden erreicht. Er steht hier gerade mal 12° Grad hoch über dem (mathematischen) Horizont.

Etwas später gelang mir dann noch dieses Bild mit einem Teleobjektiv:

Der Mond um 21:43 Uhr MESZ

 Bei 2000mm Brennweite kann man viele Krater und andere Einzelheiten auf dem Mond erkennen. Der große auffällige Krater dicht am Terminator, also der Schattengrenze auf dem Mond, ist der Krater "Kopernikus". Dieser Krater hat einen Durchmesser von ca. 93 Kilometern, weitere Informationen dazu finden sich natürlich bei Wikipedia.

Der Mond wird in den nächsten Tagen weiter zunehmen, in einer knappen Woche, am Mittwoch, den 29. Juli haben wir Vollmond. Und dann dauert es nur noch zwei Wochen zum nächsten Neumond, der dann exakt vor der Sonne vorüber zieht und uns so in Island und Spanien eine totale Sonnenfinsternis bescheren wird.

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Auch am 24. Juli 2026 konnte ich den Mond wieder am frühen Abend fotografieren. Da er wieder nur knapp 10° Grad hoch am Horizont stand, und diesmal wohl auch schon leichte Bewölkung über den Himmel zug, leuchtete er wieder recht gelblich/orange in die Nacht hinein:

Der Mond am 24.7.26 um 22:34 Uhr MESZ

 Man kann jetzt deutlich erkennen, dass der Terminator sich inzwischen ein gutes Stück vom Krater Kopernikus entfernt hat. Dafür ist im oberen Teil des Mondes das Jura-Gebirge, der "Goldene Henkel" des Mondes noch recht gut zu erkennen.

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Und auch am 25. Juli 2026 war der Himmel am Abend zunöächst noch klar. Ein weiteres Mondbild:

Der Mond am 25. 7.26 um 21:40 Uhr MESZ

 Und wieder ist der Terminator ein Stück weiter gewandert. Der für uns sichtbare Teil des beleuchteten Mondes wächst von 72 Prozent am 23.7., über 80 Prozent am 24.7. auf jetzt 87 Prozent.

Und es ist auch immer wieder erstaunlich, wie sich - auch bei scheinbar klarem Himmel - die athmospärischen Bedingungen von Tag zu Tag etwas unterscheiden. Inzwischen sollen sich auch schon Aerosole / Staub aus den großen Waldbränden in Spanien und Frankreich in unserem Himmel befinden.

Sonntag, 12. Juli 2026

11./12. Juli 2026: Viele weitere Beobachtungen

 Auch die Nacht vom 11. auf den 12. Juli war eine schöne Beobachtungsnacht. Parallel zum Fußball-Weltmeisterschaftsspiel Norwegen gegen England konnte ich draußen meine Vesperas wieder laufen lassen. Aber auch mit meinen "normalen" Kameras war ich diese Nacht unterwegs.

Als erstes Objekt leuchtete am Abend, noch in der hellen Dämmerung, bald nach Sonnenuntergang, die Venus durch die Bäume auf den Nachbargrundstücken in meinen Garten hinein:

Die Venus um 22:13 Uhr MESZ hinter Nachbarsbäumen Richtung Westen

 Haben Sie die Venus gefunden? Ziemlich in der Mitte des Bildes in einer Lücke zwischen den Bäumen. Eine gute Stunde vor ihrem Untergang stand die Venus zum Zeitpunkt dieses Fotos noch 11° Grad hoch über dem Horizont.

 Kurz vor Mitternacht flog die ISS über unseren Himmel hinweg:

Die ISS gegen 23:52 Uhr MESZ

 Das Bild zeigt die helle Spur der ISS, rechts (westlich) vom Sternbild Bootes, ganz rechts am Rand lässt sich die Große Bärin/der Große Wagen recht gut erkennen. Das Bild entstand mit meiner Canon RP und einem 16mm Weitwinkelobjektiv, bei Blende 2,8, und wurde bei ISO 400 30 Sekunden lang belichtet. Wenig später flog die ISS genau durch unseren Zenit, also exakt über unsere Stadt hinweg.

IC 5068 am 12.7.26 um 0:13 Uhr MESZ

 IC 5068 gehört zu den Ausläufern des Komplexes um den Nordamerikanebel und den Pelikannebel. Ich hatte gehofft - so zeigte es zumindest Stellarium an - dass die ISS genau durch dieses Bild fliegen sollte. Doch leider habe ich keine Spur aufzeichnen können. Wahrscheinlich ist sie doch sehr knapp daneben lang geflogen. Aber naja, auch so eine interessante Gegend am Himmel im Sternbild Schwan.

Nach dem Durchflug der ISS habe ich mit meiner Kamera auch noch die Milstrasse fotografiert. Wie bei der ISS kam die Canon RP zum Einsatz, die Daten sind bis auf eine Erhöhung auf ISO 800 die gleichen wie beim ISS-Foto. Allerdings habe ich hier anschließend noch etwas nachbearbeitet, um noch mehr Sterne sichtbar zu machen. Insgesamt habe ich gleich 30 Fotos geschossen, die müsste ich jetzt jedoch erst stacken. Hier nur ein Einzelfoto:

Die Milchstrasse über meinem Garten um 0:07 Uhr MESZ am 12.7.26

 Hinter den Bäumen rechts unten steht leider eine Straßenlaterne, die dort den Himmel doch ziemlich aufhellt. Wenn Sie genau hinschauen, können sie dicht am Haus das große Sommerdreieck erkennen mit Deneb im Schwan, der Wega in der Leier (beide oben) und Altair im Adler (mehr unten). Ganz rechts der helle Stern ist Arkturus im Sternbild Bootes.

Ich habe auch wieder verschiedene veränderliche Sterne fotografiert, da verzichte ich hier auf die Fotos, denn ... - ... von T CrB gibt es nichts Neues. :-)

Und auch zwei weitere Kleinplaneten standen an diesem Abend auf meiner Ziele-Liste:

Kleinplanet (849)Ara am 12.7.26 um 0:29 Uhr MESZ

Auf diesem Bild von (849)Ara (11,8mag) ist mir ein Satellit durchgeflogen. Wahrscheinlich war es Starlink-31775, wenn man hier den Stellarium-Daten glauben kann. Bei (849)Ara ist besonders die Geschichte der Namesgebung interessant, zu finden bei Wikipedia. 

(125)Liberatrix am 12.7.26 um 0:45 Uhr MESZ

Auch (125)Liberatrix scheint nach Wikipedia eine interessante Geschichte seiner Namensgebung zu haben. Laut Wikipedia ist diese jedoch nicht ganz geklärt. Vielleicht fühlt sich jemand dadurch motiviert, stärker in die Forschung zur Geschichte der Astronomie einzusteigen?
 
Eine Supernova sollte an diesem Abend auch nicht fehlen. Viele Freunde hatten die SN2026fov schon fotografiert. In der Galaxie NGC 7292 war sie jedoch vor ein paar Monaten nur ein Objekt des morgendlichen Himmels:
 
NGC 7292 mit SN2026fov am 12.7.26 um 1:46 Uhr MESZ

 Diese Supernova ist schon am 14. März 2026 entdeckt worden. Sie zählte mit 13,5mag zu den hellsten in diesem Jahr. Würde ich sie jetzt, vier Monate nach der Entdeckung, noch finden können? Klaus Wenzel hatte am 25. Juni nur noch 16,45mag gemessen. Mein Bild habe ich 21 Minuten belichtet. Ich denke, die SN ist "neben" der Galaxie noch gut zu erkennen.
 
Und natürlich standen auch wieder einige Sommerobjekte aus dem Messier-Katalog auf meiner Zielliste:
 
Kugelsternhaufen M2 am 12.7.26 um 1:18 Uhr MESZ, 25 Minuten belichtet

 Kugelsternhaufen sind für mich immer wieder faszinierende Objekte, an denen ich mich nicht lange genug satt sehen kann. Sicher habe ich hier schon manches Bild von M 2 gezeigt. 100 000 Sterne in einem Haufen, 12 Milliarden Jahre alt. Aber immer wieder schön!
 
Messier 23 am 12.7.26 um 0:22 Uhr

 Messier 23, ein "offener Sternhaufen", ist von uns ca. 2000 Lichtjahre entfernt und dagegen nur rund 300 Millionen Jahre alt.
 
Der Trifid-Nebel, M20, am 12.7.26 um 0:09 Uhr MESZ

 Messier 20 ist für mich nach wie vor eines der schönsten Objekte am Himmel. Diese Aufnahme wurde 50 Minuten lang belichtet. Sie ist nicht weiter bearbeitet.
 
Gegen 2:00 Uhr lag ich dann auch im Bett. Doch um 4:30 Uhr musste ich plötzlich ein gewisses Örtchen aufsuchen. Da war es draußen schon richtig hell. Ein schöne nur noch zu 8 Prozent beleuchtete Mondsichel schickte mich dann wieder ins Bett zum Weiter- und Ausschlafen:
 
Der Mond am 12.7.26 um 4:34 Uhr MESZ über dem Nachbarhaus Richtung Osten.
 
Astronomie - ein wunderschönes Hobby! Ich freue mich schon auf die nächste klare Beobachtungsnacht!