Dienstag, 3. Februar 2026

3. Februar 2026: Sonne am Morgen

Brrr, ist das eisig kalt draußen! Offiziell sind es -3° Grad, aber der Wind bläst heute mit Windstärke 6, in Böen sogar bis Windstärke 8 aus Ostsüdöstlicher Richtung. Gefühlt sind es dadurch draußen bestenfalls -10°. Da sollte man doch lieber im Hause bleiben!

Trotzdem habe ich versucht, ein Foto der Sonne zu machen. Sie zeigte sich zwar nur durch Schleierwolken hindurch, aber mit Hilfe des Reglers "Dunst entfernen" in Adobe Lightroom kann man doch schon (fast) durch die Wolken hindurch gucken. Hier das Ergebnis:

Sonne am 3.2.26 gegen 12 Uhr

 Die große Fleckengruppe, die man übrigens auch mit bloßem Auge (und Sonnenfinsternisbrille) sehen kann, fällt sofort auf. Doch auch mehrere kleine Flecken sind zu erkennen.

Schade nur, das die Sonnenstrahlen noch nicht wärmender sind :-) 

Sonntag, 1. Februar 2026

2.-8. Februar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

Am Sonntag hatten wir Vollmond, er nimmt in den Tagen dieser Woche langsam ab und geht jeden Abend später auf. Von den hellen Planeten steht am Abend Saturn schon recht tief im Westen, um 19 Uhr ca. 18° Grad, um 20 Uhr nur noch 10° Grad hoch. Jupiter dagegen ist fast die ganze Nacht zu sehen, zunächst im Osten (gegen 18 Uhr schon ca. 30° Grad hoch), gegen 22:30 Uhr hoch im Süden und er geht gegen 6:30 Uhr im Westen unter. Der Fernglasplanet Neptun kann in der Nähe von Saturn gefunden werden und Uranus ca. 5° Grad südwestlich der Plejaden im Stier. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu beobachten.

 Am Montag, den 2. Februar, geht die Sonne um 8:02 Uhr auf und um 17:15 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon deutlich über 9 Stunden. Der immer noch zu 99 Prozent beleuchtete Mond geht um kurz nach 18 Uhr auf. Er steht in der Nähe von Regulus, dem hellsten Stern im Löwen, gegen 4:30 Uhr zieht er knapp unterhalb von Regulus vorbei. Von 19:23 Uhr bis 19:26 Uhr steigt der Satellit Blue Walker 3 im Westen am Himmel auf bis zu 77° Grad Höhe und wird bis zu 1mag hell. Leider ein weiteres Beispiel für einen ungebremsten Satellitenwahn, der möglicherweise in naher Zukunft himmlische Astronomie sehr erschweren wird.

Am Dienstag, den 3. Februar, geht der zu 96 Prozent beleuchtete Mond um 19:36 Uhr auf. Bereits um 3:00 Uhr in der Frühe steht Kleinplanet (511)Davida (10,7mag) in nur 7,5' Bogenminuten Abstand zu Stern 64 Leo (6,4mag). Erneut zieht Blue Walker 3 über unseren Himmel, zwischen 18:47 Uhrt und 18:52 Uhr zieht er mit 86° Grad Höhe fast durch unseren Zenit.

Am Mittwoch, den 4. Februar, geht der immer noch zu 90 Prozent beleuchtete Mond um 20:47 Uhr auf. Er zeigt starke Libration "West", der Krater Grimaldi steht nah am Rand. Um 22:20 Uhr steht der veränderliche Stern Algol im Perseus im Helligkeitsminimum. Uranus beendet heute seine Oppositionsschleife und wird wieder rechtläufig, wandert jetzt also ganz allmählich auf das "goldene Tor der Ekliptik" zu, im Juli wird er genau zwischen den Sternhaufen der Plejaden und der Hyaden stehen. Zwischen 18:12 Uhr und 18:18 Uhr zieht erneut Blue Walker 3 bis in 85° Grad über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Donnerstag, den 5. Februar, geht der zu 83 Prozent beleuchtete Mond um kurz nach 22 Uhr auf. 

Am Freitag, den 6. Februar, geht der zu 73 Prozent beleuchtete Mond um 23:19 Uhr auf. Der Kleinplanet (403)Cyane (12,5mag) steht heute in Opposition. Er steht nur 6' Bogenminuten entfernt von HIP44551 mit 7,7mag. An der Volkssternwarte Paderborn gibt es heute um 19 Uhr einen Vortrag von Frank Sackenheim zum Thema "Fake oder Echt? Die Farben in der Astrofotografie". Heute hätte eigentlich der erste mögliche Starttermin für den Artemis II Flug zum Mond sein sollen. Auf Grund von Problemen bei der Betankung der Rakete wurde der erste mögliche Starttermin jedoch auf den März verschoben. Lassen wir uns überraschen, wann es wirklich wieder los geht mit einem Flug von Menschen zum Mond. 

Am Samstag, den 7. Februar, sollte um 3:41 Uhr das erste Startfenster für einen Flug von Artemis II zum Mond beginnen. Der abnehmende Mond steht dann ca. 4° Grad südwestlich entfernt von Spica, dem hellsten Stern in der Jungfrau. 

Am Sonntag, den 8. Februar, geht der Mond um 0:33 Uhr auf, er ist dann noch zu 65 Prozent beleuchtet. Zum Ende dieser Woche beginnt eine Abendsichtbarkeitsperiode von Merkur. Er geht ca. eine Stunde nach Sonnenuntergang im Westen unter, um 18 Uhr steht er heute noch gut 4° Grad über dem Horizont. Die Bedingungen werden bis zum 19. Februar von Tag zu Tag besser.

1. Februar 2026: Die Sonne und ein aktiver Sonnenfleck und noch einmal etwas Mond

 Am 1. Februar konnte ich die Sonne und ihre Flecken fotografieren. Die Bedingungen waren nicht die allerbesten, einige hohe Zirren trübten immer wieder den Himmel, aber die Luft war doch recht ruhig.

Die Sonne am 1. Februar 2026 um 13:48 Uhr, ca. 20° Grad hoch.

 Man erkennt oben links eine größere Gruppe, AR4366. Aus dieser Gruppe kam heute sogar ein X-Flare, sie scheint kräftig aktiv zu sein. Ob sie wohl einen erdgerichteten CME verursachen kann? Unterhalb dieser Gruppe ist der kräftige Fleck AR4362 zu erkennen, außerdem noch drei weitere Flecken, dichter am Rand.

 Tags zuvor waren die Bedingungen zur Sonnenfotografie viel schlechter:

Die Sonne am 31. Januar um 9:42 Uhr.

 Am Morgen schien die Sonne noch hell vom Himmel, doch für 10:00 Uhr war schon wieder dichte Bewölkung vorhergesagt. Im Moment der Aufnahme stand die Sonne nur 10° Grad hoch über dem Horizont. Die Luft war so stark am flimmern, dass es mir überhaupt nicht gelang, ein scharfes Bild vom Rand der Sonne einzustellen. Man sieht dies auch auf dem Foto. Und wenn der Rand nicht scharf zu bekommen ist, bekommt man natürlich auch keine Bilder der Flecken. Zumindest fast keine. Wenn man genau schaut, kann man links in der Nähe des Randes zwei Flecken(-gruppen) erkennen. Am besten sieht man etwas unterhalb der Mitte den Fleck AR4362. Die Gruppe AR4366 lässt sich auf diesem Bild nur erahnen. So dicht am Rand schaut man aber natürlich auch noch nicht "von oben", sondern doch mehr "von der Seite" auf die Fleckengruppe, so dass ihre tatsächlich Größe noch gar nicht zu erfassen ist. 

In der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar schien kurz vor Mitternacht auch der Mond durch die Wolken. Sein Licht führte zu einem netten kleinen "Hof" in den Wolken um den Mond herum:

Mond mit Hof am 31.1.26 um 23:23 Uhr

 Ab und an war der Blick zum Mond etwas freier:

Der Mond am 31.1.26 um 23:25 Uhr
 

24 Stunden vor Vollmond waren am linken Mondrand noch etliche Krater einigermaßen gut zu erkennen. Schade, dass die Bedingungen insgesamt nicht besser waren. Trotzdem kann man erkennen, dass, selbst wenn noch etwas Dunkelheit am linken Mondrand herrscht,  der Krater Wagentin relativ dicht zum Rand steht, während rechts das Mare Crisium doch etwas weiter als üblich vom Rand entfernt ist. Beide Bilder entstanden mit meiner Nikon P950 aus freier Hand.

Freitag, 30. Januar 2026

30. Januar 2026: Einmal Mond

 

Der Mond am 30.1.26 um 17:28 Uhr

Kurz vor dem Handballspiel Deutschland gegen Kroatien sah ich in einer Wolkenlücke den Mond oberhalb von Jupiter stehen. Schnell habe ich ein Foto gemacht. Nach all den Wolken der vergangenen Tage eine willkommene Abwechslung.

Später habe ich auch noch mein Vespera nach draußen gestellt, auch damit konnte ich den Mond ablichten, doch für andere gute Fotos hat die wolkenfreie Zeit doch nicht gereicht.

Heute hat die NASA bekannt gegeben, dass wegen des kaltern Wetters in Florida ein letzter großer Test vor dem Flug von Artemis II zum Mond nicht wie vorgesehen jetzt am Wochenende beginnen kann, sondern erst mit zwei Tagen Verspätung. So verschiebt sich der nächstmögliche Starttermin ebenfalls um zwei Tage. Frühester Starttermin von Artemis II ist jetzt Montag, der 9. Februar um 5:20 Uhr MEZ. 

Zuerst hatte ich ja gedacht, der Start musste verschoben werden, weil auch die NASA den Mond erstmal wieder suchen musste. Doch mein Foto zeigt ja eindeutig: er ist noch da! 

In einem speziellen YouTube-Video kann man übrigens die ganze Zeit schon die Rakete auf ihrem Startplatz auf dem Kennedfy Space Center in Florida sehen. 

Einen guten deutschsprachigen Artikel zum Stand des Artemis II Flugs und darüber hinaus kann man übrigens auf der Webseite des MDR finden. 

Sonntag, 25. Januar 2026

26. Januar - 1. Februar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir am Sonntag Vollmond. Das helle Licht des Mondes macht aber auch in den Tagen vorher schon die Beobachtung von lichtschwächeren Objekten schwierig. Also am besten aus der Not eine Tugend machen und viele schöne Mondspaziergänge unternehmen, wenn es das Wetter zulässt. Von den hellen Planeten ist Jupiter kurz nach seiner Opposition praktisch immer noch die ganze Nacht zu sehen, abends im Osten, Mitternacht im Süden, am frühen Morgen im Westen. Saturn kann noch in den ersten Abendstunden schon recht tief im Südwesten gefunden werden. Die ISS kann in dieser Woche noch bei abendlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 26. Januar, geht die Sonne um 8:13 Uhr auf und um 17:02 Uhr unter. Am Abend merkt man jetzt schon, das es etwas länger hell ist als noch zur Weihnachtszeit. Der zunehmende Mond ist am Abend (20:00 Uhr) zu 57 Prozent beleuchtet, er geht erst am Dienstag um 1:32 Uhr unter. Ab ca. 20:50 Uhr wird der Stern mü Arietis gerade so um unteren Mondrand bedeckt. Etwas südlich von uns findet die Bedeckung streifend statt, noch südlicher gibt es keine Bedeckung. Kleinplanet (41)Daphne (11,3mag) steht bereits um 4:00 Uhr morgens in nur 3' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP46529 (6,1mag). Die ISS fliegt zwischen 17:54 Uhr und 18:01 Uhr in maximal 66° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg. Zwischen 19:32 Uhr und 19:34 Uhr ist sie noch einmal kurz in maximal 21° Grad Höhe im Südwesten zu sehen.

Am Dienstag, den 27. Januar, ist der Mond am Abend zu 68 Prozent beleuchtet. Er zieht ab 21:30 Uhr am oberen Rand der Plejaden vorüber und bedeckt dabei einige Sterne. Die Bedeckung des hellsten Sterns, 19 Tau, Taygeta, 4,3mag beginnt ca. 22:20 Uhr. Die ISS fliegt zwischen 18:43 Uhr und 18:49 Uhr in maximal 29° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg.

Am Mittwoch, den 28. Januar, ist der Mond am Abend zu 78 Prozent beleuchtet. Er zeigt ausgeprägte Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol sehen können. Gegen 1:28 Uhr kommt es zu einer weiteren streifenden Bedeckung durch den Mond, bei uns schrammt der Mond dicht am Stern vorbei (HIP 18046, 6,8mag). Um 4:00 Uhr in der Frühe steht Kleinplanet (10)Hygiea (11,1mag) in nur 6' Bogenminuten Abstand zu Stern 121 Tau (5,4mag). Die ISS fliegt zwischen 17:55 Uhr und 18:03 Uhr in maximal 40° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg. Zwischen 19:33 Uhr und 19:36 Uhr ist streift sie noch einmal kurz in maximal 10° Grad Höhe im Südwesten zu sehen.

Am Donnerstag, den 29. Januar, ist der Mond am Abend schon zu 87 Prozent beleuchtet. Er steht um 21:46 Uhr 66° Grad hoch am Himmel. Gegen 19:57 Uhr bedeckt der Mond den 5,6mag hellen Stern HIP27629. Zwischen 18:44 Uhr und 18:48 Uhr ist sie noch einmal kurz in maximal 15° Grad Höhe im Südwesten zu sehen. Um 19:56 Uhr kommen sich die Jupitermonde Io und Europa bis auf 5,5'' Bogensekunden nah.

Am Freitag, den 30. Januar, ist der Mond am Abend zu 94 Prozent beleuchtet. Er steht oberhalb von Jupiter, beträgt der Abstand um 18 Uhr noch 6° Grad, so sind es um Mitternacht nur noch 4° Grad. Die ISS fliegt zwischen 17:55 Uhr und 18:03 Uhr in maximal 22° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg. 

Am Samstag, den 31. Januar, ist der Mond am Abend zu 98 Prozent beleuchtet, wer genau hinschaut, wird linken des Mondes einzelne Krater noch gut erkennen können. Um 6:00 Uhr steht Kleinplanet (14)Irene (11,4mag) in 7,5' Bogenminuten Abstand zu Stern phi Oph (43mag).

Am Sonntag, den 1. Februar, erreicht der Mond um 23:09 Uhr seine exakte Vollmondposition. Von seinem Aufgang um 16:35 Uhr bis zum Untergang um 8:31 Uhr dauert diese Vollmondnacht fast 16 Stunden. Kleinplanet (29)Amphitrite (11,5mag) steht um 5:55 Uhr in nur 6,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP78246 (5,4mag). Gegen 17:58 Uhr ist die ISS letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode kurz in 11° Grad Höhe im Südwesten zu sehen. 

Samstag, 24. Januar 2026

17.-23. Januar 2026: intergalaktische Wanderer, Supernova, "deep-sky", Sonne, Mond und mehr

In der Woche 17. bis 23. Januar war der Himmel am Abend meistens sehr klar. Leider wurden auch die Temperaturen kälter und meine Müdigkeit nahm im Laufe der Nacht und der Woche auch zu. Trotzdem gelangen meinen Geräten wieder einige schöne Fotos. also nicht nur die schon gezeigten Polarlichtbilder.

Der kleine längliche "verwaschene" Fleck in der Bildmitte: 3I/ATLAS am 17.1.2026

 Der interstellare Komet 3I/ATLASS ist immer noch gut zu beobachten. Er befindet sich zur Zeit im Sternbild Krebs. Er zeigt immer noch ein kometenentsprechendes Bild mit einem kleinen Schweif. Er entfernt sich jetzt immer mehr von Sonne und Erde, noch befindet er sich jedoch zwischen den Bahnen von Mars und Jupiter, also "mitten" in unserem Sonennsystem.

 Ein ganz anderes Objekt, das aber ursprünglich sogar für ein  extragalaktisches Objekt gehalten wurde ist NGC 2419, knapp 300.000 Lichtjahre vom Milchstrassenzentrum entfernt:

In der Bildmitte Kugelsternhaufen NGC 2419 (18.1.26)

Diesmal konnte ich NGC 2419 sogar eine Stunde lang am Stück belichten, uf Grund der großen Entfernung lässt er sich von meinem kleinen Teleskop auch am Rand praktisch nicht mehr in Einzelsterne auflösen. Diesmal kann man auch links in der unteren Ecke die Balken-Galaxie NGC 2424 erkennen.

 

Nova 2025abao in M31

 Noch ist die Nova 2025abao nicht viel dunkler geworden als bei meinem ersten Foto.

Ich habe übrigens eine alte Aufnahme von M31 vom November 2023 gefunden, da ist die Nova eindeutig nicht zu sehen: 

Ausschnitt M31 vom November 2023 ohne Nova.


Supernova SN2025advo in der Galaxie UGC4316

 Diese Supernova wurde schon am 17. November 2025 entdeckt. Sie hatte schon bei der Entdeckung eine Helligkeit von ca. 16,3mag. Die ASTAP-Software hat bei mir jetzt eine Helligkeit von 15,3mag ausgewiesen. Das Bild wurde gut 45 Minuten belichtet. 

Supernova 2025ajvg 

 Die SN 2025ajvg wurde am 29. Dezember 2025 in der auf meinem Bild völlig unsichtbaren fernen Galaxie LEDA1422807 entdeckt. Mit der ASTAP Software messe ich hier eine Helligkeit von 15,3mag. Das Bild wurde 41 Minuten belichtet. 

Der "Kaliforniennebel", NGC 1499

NGC 1499 ist die uns am nächsten liegende HII-Region und dadurch am Himmel recht groß (160' x 40' Bogenminuten), so dass ich für dieses Bild die Mosaik-Funktion meines Vespera genutzt habe. Das Bild wurde über zwei Stunden lang belichtet.

IC 417 (rechts) und NGC 1931 (rechts)

 Dieses Bild von IC 417 wurde jetzt insgesamt vier Stunden belichtet. Anders als bei meinem früheren Versuch im Mai 2023 nun endlich ausreichend Belichtungszeit. Diesmal habe ich auch gleich den Mosaik-Modus genutzt um noch NGC 1931 mit im Bild aufzunehmen. 

SH2-239 - ein Dunkelnebel mit Wasserstoff-Kern?


 Dieses Bild der Region SH2-239 wurde zweieinhalb Stunden brutto belichtet, leider wurden viele Einzelbilder verworfen, so dass die Netto-Belichtungszeit nur 98 Minuten beträgt. Man kann hier in der Mitte des Bildes gut einen großen Dunkelnebel erkennen, dieser trägt die Bezeichnung LDN 1551. Innerhalb dieser Wolke gibt es Sternentstehungsgebiete, die auf meinem Bild jedoch nicht zu sehen sind. Zum einen fehlt es dafür wohl sehr an zusätzlicher Belichtungszeit, zum anderen sind die Gebiete auch sehr klein. Mit größeren Teleskopen lassen sich jedoch sehr interessante Bilder erzeugen, wie zum Beispiel hier und hier und hier.

Auch ein Messier-Objekt stand mal wieder auf meiner Zielliste:

M74 am 20. Januar 

 

Dieses Bild der schönen Spiralgalaxie M74 wurde 90 Minuten belichtet 

 Auch der Mond war öfters mein Ziel:

Der Mond am 21. Januar 2026 um 17:31 Uhr 

Auch die Sonne war natürlich mehrfach mein Ziel:

Die Sonne am 23. Januar um 11:10 Uhr

 

Die Sonne zieht jetzt im Winter nur sehr flache Bögen am Himmel. Dadurch bleibt sie oft im horizontnahen Dunst. Es ist dann nicht einfach scharfe Bilder zu erzeugen.

Auf diesem Bild habe ich mal die Fleckengruppe AR4341 markiert, aus der am 18. Januar der X2-Flare kam, und dessen CME dann zu den tollen Polarlichtern am 19. und 20. Januar geführt hat.

Mittwoch, 21. Januar 2026

20. Januar 2026: Noch einmal Polarlicht

 Der Sonnensturm war so heftig, dass auch am Dienstag das Aurora-Oval immer noch zu bei uns sichtbaren Polarlichtern führte. Nicht mehr so stark wie am Montag, aber teilweise doch leicht visuell sichtbar. Es war jedoch keine lang andauernde Show, sondern es trat anscheinend nur noch "in Wellen" auf. Von der letzten Nacht noch müde, habe ich nur von meinem Garten aus fotografiert. Diesmal hätte sich das Rausfahren sicherlich mehr gelohnt, denn der freie Blick nach Norden ist von meinem Garten doch sehr eingeschränkt.  Hier Bilder aus der ersten Welle gegen 18:30 MEZ und der zweiten gegen 19:30 MEZ. Gegen 23:30 Uhr gab es eine weitere Welle, hier habe ich jedoch kein sehenswertes Bild mehr gemacht.

Erstes Polarlicht um 18:27 Uhr MEZ
 
18:34 Uhr: das Polarlicht reicht bis zum Polarstern hoch.

 
Um 19:37 Uhr kann man "Beamer" durch das PL ziehen sehen.

19:41 Uhr 


Um 19:46 Uhr flaute es schon wieder ab.