Am Dienstagabend, den 14. April 2026, klarte es deutlich auf und ich konnte den ganzen Abend wieder mit meinen Vespera interessante Objekte am Himmel aufsuchen. Leider wurde ich nach Mitternacht doch müde, sonst hätte man bestimmt die ganze Nacht hindurch beobachten können. Und ich musste am Mittwochmorgen auch schon wieder früh raus zu meinen Terminen. Doch hier zu den Bildern:
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| Jupiter am 14.4.26 um 21:19 Uhr MESZ |
Nachdem es ausreichend dunkel war, konnte ich meine Vespera Beobachtungsstationen starten, das erste Bild galt dem hellen Planeten Jupiter und seinen Monden (v.l.n.r.) Callisto, Ganymed, Io, (Jup), Europa.
Kleinplaneten standen auch wieder auf meinem Programm:
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| Kleinplanet (471)Papagena um 21:26 Uhr MESZ |
(471)Papagena zeichnet sich durch eine besondere Form aus, die dazu führt, dass dieser Kleinplanet durch seine Rotation um sich selbst unterschiedlich hell erscheint. Einzelheiten dazu kann man bei Wikipedia lesen. Ich könnte mir vorstellen, dass heute dieser Lichtwechsel und die Rotationsdauer (etwas über 7 Stunden) auch mit Smart-Teleskopen zu ermitteln wäre.
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| Kleinplanet (511)Davida um 21:49 Uhr |
Kleinplanet (511)Davida stand an diesem Abend nicht weit entfernt bei der Galaxie NGC 3245. Dies ist auch auf dem Bild noch gut zu erkennen, einen Tag zuvor war der Abstand nur halb so groß, doch da war der Himmel leider bedeckt. Der wirkliche Abstand ist natürlich gewaltig, Davida ist von unserer Sonne knapp doppelt soweit entfernt wie unsere Erde, also rund 18 Lichtminuten. NGC 3245 ist von uns und Davida jedoch ca. 55 Millionen Lichtjahre entfernt.
Dann habe ich auch mal wieder die veränderlichen Sterne im Sternbild nördliche Krone (Corona borealis) aufgenommen, also R CrB, T CrB, S CrB und W CrB. Darüber werde ich in einem anderen Blog-Posting schreiben. Nur so viel sei hier verraten: T CrB ist unauffällig wie immer, noch ist nichts von einem Ausbruch zu sehen.
Spannender ist es dagegen, nach Supernovae Ausschau zu halten. Und da gibt es so einige Kandidaten zur Zeit, die vielleicht auch mit meinen Smart-Teleskopen zu erreichen sind:
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| NGC 2877 in der Bildmitte am 14.4.26 um 23:59 MESZ |
Das Bild zeigt die Galaxie NGC 2877 mit der Supernova SN2026gud. Auf den ersten Blick ist in diesem gut zwanzig Minuten lang belichtetem Bild von einer Supernova in dieser Galaxie nicht viel zu erkennen. Der "Fleck" mit der Galaxie scheint etwas länglich zu sein.
Überrascht war ich jedoch, als ich das Bild mit Hilfe der Vaonis Software "Skycolor" entrauscht habe. Hier ein Ausschnitt aus dem Bild, so dass er hier sofort im 1:1 Format gezeigt werden kann:
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| NGC 2877 mit SN2026gud |
Jetzt lässt sich die Supernova recht gut "rechts neben" der Galaxie erkennen. Dies stimmt jetzt auch sehr gut mit den anderen Bildern ein, die auf der Plattform von "rochesterastronomy" verlinkt sind und die durchweg von wesentlichen größeren Optiken erstellt worden sind.
Diese SN wurde am 20. März entdeckt, sie wurde zuletzt mit einer Helligkeit von 16,5mag angegeben.
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| NGC 3689 mit SN2026gwx |
Die Supernova SN2026gwx in der Galaxie NGC 3689 ist schon etwas leichter auszumachen. Auch hier wieder ein entrauschter Ausschnitt:
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| Ausschnitt (entrauscht) in Originalgröße |
Auch hier ist im Ausschnitt die Supernova sehr schön zu erkennen. Sie wurde zuleztt mit 15,9mag angegeben. Mein Originalbild wurde 23,5 Minuten lang belichtet.
Noch heller soll die Supernova SN2026gzx mit 14,7mag in der Galaxie NGC 3955 im Sternbild Crater (Becher) sein. Leider ist mir hier keine Aufnahme gelungen, die Galaxie steht einfach zu tief über dem Südhorizont bei mir, Nachbars Haus und seine Gartenhecken sind mir da im Weg.
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| NGC 4914 mit SN2026fjc um 0:20 Uhr MESZ am 15.4.26 |
Und als dritte Supernova an diesem Abend habe ich noch SN2026fjc in der Galaxie NGC 4914 aufgesucht. Ich war überrascht, wieviele andere Galaxien sich in der Umgebung befinden. Deshalb habe ich hie gleich das von astrometry.net annotierte Bild für mein Posting genommen. Die Supernova ist ganz dicht am unteren Rand der Galaxie zu erkennen (oder besser: zu erahnen). Leider habe ich es hier nicht mehr mit dem Entrauschen probiert wie bei Sn2026gud. Es war wohl einfach schon zu spät.
Alles in allem hat sich dieser Abend wieder sehr gelohnt. Es ist schon toll, was sich mit so einem Smart Teleskop alles beobachten lässt. Von Kleinplaneten in der nächsten Nachbarschaft unserer Erde bis hin zu Supernovae in Galaxien, Millionen von Lichtjahren entfernt.




























