Sonntag, 12. April 2026

13. - 19. April 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich daher gut zur Beobachtung lichtschwacher deep-sky-Objekte. Am Abend strahlt die Venus nach Sonnenuntergang tief im Westen als Abendstern. Sie geht gegen 22:30 Uhr unter. Jupiter steht zu Beginn der Nacht noch recht hoch im Südwesten, er geht erst am Morgen gegen 3:00 Uhr unter. In dieser Woche ist im Osten am Morgenhimmel - vielleicht mit bloßem Auge, aber sicherlich einfach im Fernglas - gegen ca. 5:30 Uhr im Sternbild Pegasus in knapp 15° Grad Höhe der Komet C/2025 R3 PANSTARRS (5,5mag) zu sehen. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 13. April, geht die Sonne um 6:33 Uhr auf und um 20:19 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt schon bald 14 Stunden. Die nur noch zu 22 Prozent beleuchtete Mondsichel geht erst um 5:09 Uhr auf. Um 23:00 Uhr steht Kleinplanet (511)Davida (11,5mag) in nur 1,5' Bogenminuten Abstand zur Galaxie NGC 3245 (10,8mag). (Achtung: in Stellarium wird die Bezeichnung NGC 3245 doppelt benutzt für zwei dicht beieinanderstehende Galaxien.)

Am Dienstag, den 14. April, geht die nur noch zu 14 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um 5:22 Uhr in der Morgendämmerung auf. Gegen 8:39 Uhr MESZ kommt es auf einer Linie von Lippstadt über Paderborn-Elsen - Bad Lippspringe - Steinheim/Nieheim - Polle an der Weser zu einem Transit der ISS vor der Sonne. Genaue Einzelheiten findet man bei https://iss.vierwandfrei.de oder https://transit-finder.com/. Die Sonne steht dann ca. 18° Grad hoch über dem Horizont, die ISS ist über 1000 km von uns entfernt, so dass dieser Transit auf der Zentrallinie sogar länger als 1,5 Sekunden dauert.

Am Mittwoch, den 15. April, ob die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete Mondsichel heute früh wohl noch sichtbar ist? Sie geht um 5:33 Uhr auf. Um 22:00 Uhr steht Kleinplanet (471)Papagena (11,5mag) in nur 7,5 Bogenminuten Abstand zu Stern 98 Tau (5,8mag).

Am Donnerstag, den 16. April, scheint so gar nichts Besonderes am Himmel zu passieren. Vielleicht ja auch mal eine gute Gelegenheit, nach Sternschnuppen Ausschau zu halten. Ab dieser Woche sollen die Lyriden sichtbar werden. Ab ca. 22:30 Uhr ist deren Radiant im Sternbild Leier ausreichend hoch über dem Horizont. Das Maximum (mit vielleicht 5 Sternschnuppen pro Stunde) wird jedoch erst am 22. April erreicht.

Am Freitag, den 17. April, ist exakt um 13:52 Uhr Neumond. Um 23:00 Uhr steht Kleinplanet (10)Hygiea (11,9mag) in 6' Bogenminuten Abstand zu Stern 3 Gem (5,7mag).

Am Samstag, den 18. April, geht die nur zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel um 22:32 Uhr unter, das ist knapp zwei Stunden nach Sonnenuntergang. Sie könnte bei klarem Himmel gegen 21:30 Uhr in ca. 7° Grad Höhe über dem Horizont noch gut zu sehen sein. Kleinplanet (374)Burgundia (12,0mag) steht heute in Opposition zur Sonne.

Am Sonntag, den 19. April, geht die erst zu 8 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um Mitternacht unter. Er steht ca. 7° Grad oberhalb der Venus, direkt über den Plejaden, die er am späten Nachmittag bedeckt hat, was bei uns am helllichten Tag natürlich nicht sichtbar war.

Donnerstag, 9. April 2026

7./8. April 2026: Weitere Beobachtungen Galaxien, Kugelsternhaufen, Klein- und Großplaneten und was ist ein CV-Objekt?

 Auch am Dienstag und Mittwochabend war der Himmel noch recht klar. Hier ein paar meiner Aufnahmen:

NGC 3402 in der Bildmitte

 In der Mitte des Bildes ist die Galaxie NGC 3402 zu sehen, die auch die Nummer NGC 3411 trägt. Die genauen Hintergründe der doppelten NGC Bezeichnung kenne ich nicht, aber vielleicht hat ja nach der Erstentdeckung von William Herschel im Jahr 1786 wirklich erst wieder 1880 Andrew Common diese Galaxie beobachtet.

Dicht neben (links unterhalb) von NGC 3402 ist noch IC 647 zu sehen und nach weit oben hin (und auch ein Stück nach links) die Galaxien NGC 3421 und NGC 3422.

Zwischendurch auch mal wieder ein Jupiterbild:

Jupiter am 7.4.26 um 21:27 Uhr MESZ

 Auf diesem Bild lautet die Reihenfolge der Galileischen Monde (v.l.n.r.): Ganymed - Io - Jupiter - Europa - Kallisto. Auf dem Bild sind noch zahlreiche weitere Sterne bis hin zur 12mag und weniger zu erkennen. Insgesdamt wurde es aus 72 Einzelbildern a 2 Sekunden gestacked, wobei seitens meines Vespera-Teleskops 3 Bilder verworfen wurden, wodurch die Netto-Belichtungszeit nur 138 Sekunden, also etwas über zwei Minuten beträgt.

Auch (40)Harmonia habe ich wieder fotografiert:

(40)Harmonia am 7.4.26 um 21:11 Uhr MESZ

Im Vergleich zu dem Foto von gestern kann man deutlich erkennen, wie der Kleinplanet sich vom hellen Stern 37 Gem weiter entfernt hat. Dieses Bild wurde knapp 5,5 Minuten belichtet.

Rochesterastronomy meldete am 7.6.26 ein Objekt mit der Bezeichnung AT2026hyy mit einer Helligkeit von 14,2mag. Das sollte für mich zu packen sein, dachte ich mir:

Wo ist AT2026hyy ?

 Das Objekt sollte sich in dem Gebiet im roten Kreis oberhalb des Fragezeichens befinden. Dort ist jedoch überhaupt nichts zu erkennen. Inzwischen wurde das Objekt auch als ein "CV"-Objekt identifiziert, also ein "Cataclysmic variable" Stern. Das sind binäre Sternsysteme mit einem Weißen Zwerg und einem Begleitstern, die durch Massenübertragung zu Helligkeitsausbrüchen führen. Also so ein Objekt wie T Corona Borealis. Und dann ist es natürlich gut möglich, dass ein solches Objekt am 31. März zum Zeitpunkt der Entdeckung tatsächlich 14,2mag hatte, abetr eine gute Woche später, zum Zeitpunkt meiner Beobachtung, schon wieder mehere Größenklassen lichtschwächer ist.

NGC 5053 am 7.6.26 um 23:13 Uhr MESZ

 NGC 5053 ist ein sehr lockerer Kugelsternhaufen. Hier sollen sich laut Wikipedia nur 3500 Sterne befinden, das ist im Vergleich zu den 500000 Sternen in Messier 13 natürlich so gut wie nichts. Dieses Bild wurde über eine Stunde lang belichtet (67 Minuten).

Messier 89 (in der Bildmitte), am 8.4.26 um 22:59 Uhr

 Dieses eine Stunde lang belichtete Bild zeigt in der Bildmitte die recht unspektakulär erscheinende Galaxie M 89.  Links oben ist Messier 90 zu sehen, durch die Schräglage doch irgendwie spannender. Dich wenn man dieses Bild von nova.astrometry.net analysieren lässt, findet man noch viele weitere Objekte:

Das gleiche Bild, mit vielen weiteren gekennzeichneten Galaxien

 Wer hat Lust, jetzt diese Objekte einmal durchzugehen und herauszufinden, welches am weitestens von uns entfernt ist?

 


 

Mittwoch, 8. April 2026

6. April 2026: Kleinplanet (40)Harmonia, Tiangong, M 87 und M 35

 Am Abend des Ostermontags war der Himmel klar, nur ab und an zogen leichte Schleierwolken durch (oder war es Hochnebel?), die beeinträgten die Beobachtungen jedoch nicht zu sehr.

Kleinplanet (40) Harmonia in der Nähe von 37 Gem

 Der Kleinplanet (40)Harmonia (11,2mag) befand sich noch immer in der Nähe des Sterns 37 Gem (5,7mag).

Dann wollte ich die chinesische Raumstation Tiangong  fotografieren. Zuvor hatte ich mir noch die neueste Version des Planetariumsprogramm "Stellarium" heruntergeladen. Die Version 26.1 war gerade tags zuvor veröffentlicht worden.

IC 2311 und NGC 2566, aber wo ist die Tiangong? (110 Aufnahmen a 10 Sekunden)


Auf der Bahn der Tiangong hatte ich mir eine Position gesucht, auf der sie an zwei fernen Galaxien vorbei kommen sollte. Doch ist sie auf dem Bild zu finden? 

 Ich hatte die Aufnahme kurz vor 21:28 Uhr begonnen, die Tiangong sollte um 21:30 Uhr durch das Bild rasen und eine deutliche Strichspur hinterlassen.

Während der Entstehung des Bildes war mir jedoch nichts aufgefallen. Es gab eine kleine, lichtschwache  Strichspur, genau zwischen den Galaxien NGC 2566 und IC 2311. Aber diese entstand gleich bei der ersten Aufnahme und wurde dann durch das Stacking immer weniger sichtbar. Wahrscheinlich war dies nur die Spur eines Starlink-Satelliten. 

Da ich selbst nichts bemerkte, liess ich die Aufnahme einfach weiterlaufen, wenigsten die Galaxien IC 2311 und NGC 2566 wollte ich dann aufnehmen. So wurde dieses Bild am Ende 18 Minuten belichtet.

Doch wenn Sie sich das Bild noch einmal genau anschauen: Am linken Rand, oberhalb des Sterns  HD 70483, etwas unterhalb und links von Stern HD 70393, da ist doch ein kleiner, aber heller Strich zu sehen. Dieser taucht genau beim 14. Bild meiner Belichtungsreihe auf. Also genau zu dem Zeitpunkt um 21:30 Uhr, als die Tiangong durch das Bild fliegen sollte. Wenn dies tatsächlich die Tiangong ist, ist sie wahrscheinlich genau im Zeitpunkt einer Belichtungspause zwischen dem 13. und 14. Bild durchgerauscht, so dass meine Vespera sie fast verpasst hätte. Auch wenn diese Spur nur extrem kurz ist, ist das Ergebnis doch eine Ermutigung, bei einer anderen Gelegenheit noch einmal wieder zu probieren, auch die Spur der ISS oder eben der Tiangong oder eines anderen sehr hellen Satelliten mit meiner Vespera aufzunehmen.

M 87 am 6.4.26 um 23:21 Uhr MESZ

Nach langer Zeit habe ich auch mal wieder Messier 87 aufgenommen. Das Bild wurde aus 333 Einzelbildern gestacked, also insgesamt 55,5 Minuten lang belichtet.

M 87 mag auf meinem Foto relativ "langweilig" erscheinen, weil in dieser Galaxie keine auffälligen Strrukturen zu sehen sind. Und doch ist sie eines der spannensten Objekte am Himmel überhaupt. Hier gelang es zum ersten Mal überhaupt, ein schwarzes Loch hzu fotografieren.
 

M 35 und darunter NGC 2158

 Und ein weiteres Messier Objekt konnte ich ausführlich belichten. Die obige Aufnahme von Messier 35 und NGC 2185 wurde genau 3580 Sekunden lang, also fast eine Stunde lang belichtet. Zu diesen beiden Objekten hatte ich schon früher etwas in meinem Blog geschrieben, damals hatte ich sie jedoch nur eine gute halbe Stunde lang belichtet.

 

 

 

Sonntag, 5. April 2026

6. - 12. April 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab, allerdings werden die Tage auch schnell länger, so dass die wirklich dunklen Nächte kurz sind. Von den hellen Planeten leuchtet die Venus bis ca. 22:00 Uhr als Abendstern tief im Westen. Jupiter leuchtet noch bis ca. 3:00 Uhr früh am Himmel. Die Sichtbarkeit des Fernglasplaneten Uranus am Abendhimmel geht allmählich zu Ende (Untergang bald nach 23 Uhr). Die anderen Planeten stehen noch der Sonne zu nahe, um am Himmel aufzufallen. Die ISS ist diese Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen. Der Komet C/2026 A1 MAPS ist bei seiner Annäherung an die Sonne am Karsamstag zerfallen. Er wird keine spektakuläre Show mehr zeigen können.

Am Montag, den 6. April, Ostermontag, geht die Sonne um 6:49 Uhr auf und um 20:07 Uhr unter. Astronomisch dunkel (=Sonne mehr als 18° Grad unter dem Horizont) ist es erst nach 22:00 Uhr. Da der Mond jedoch erst am Dienstag um 1:48 Uhr aufgeht, bleiben noch gut drei Stunden für "deep-sky"-Objekte. Bereits um 1:00 Uhr früh steht Kleinplanet (40) Harmonia (11,2mag) in nur 2' Bogenminuten Abstand zum Stern 57 Gem (5,7mag).

Am Dienstag, den 7. April, der Mond steht heute früh im Sternbild Skorpion. Heute steht er in Erdferne (404970 km), sollte uns also etwas kleiner als im Mittel erscheinen. Um 5:51 Uhr endet die Bedeckung des 6,0mag hellen Sterns HIP 81992 am dunklen Rand des Mondes. Ob dieses Ereignis in der Morgendämmerung noch sichtbar sein wird?

Am Mittwoch, den 8. April, geht der zu ca. 69 Prozent beleuchtete Mond um 2:47 Uhr zwischen den Sternbildern Skorpion und Schütze im Sternbild Schlangenträger auf.

Am Donnerstag, den 9. April, geht der Mond um 3:35 Uhr im Sternbild Schütze auf, er ist noch zu 60 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 10. April, steht der Mond um 6:52 Uhr exakt im Letzten Viertel. Mondaufgang ist vorher um 4:10 Uhr. Zum Letzten Viertel ist die Sonne schon aufgegangen (um 6:40 Uhr).

Am Samstag, den 11. April, geht der Mond um 4:35 auf, er ist noch zu 41 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (39)Laetitia steht um 00:30 Uhr in 6,5' Bogenminuten Abstand zum Stern HIP 40231 (6,0mag)

Am Sonntag, den 12. April, geht die zu 31 Prozent beleuchtete Mondsichel um 4:54 Uhr auf. Kleinplanet (374)Burgundia (12,2mag) steht um 22:00 Uhr in 5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP67069 (6,9mag).

Freitag, 3. April 2026

3. April 2026: Komet C/2026 A1 MAPS im Blickfeld des Sonnensatelliten SOHO

 Der Komet C/2026 A1 MAPS ist im Blickfeld des Koronographen "LASCO C3" des Sonnenbeobachtungssatelliten SOHO aufgetaucht. Sehr schön kann man einen kleinen "Kopf und Schweif" erkennen.

Der Komet C/2026 A1 MAPS links unten

 Ganz rechts am Rand verschwindet gerade der Ringplanet Saturn aus dem Blickfeld. Dieser leuchtet deutlich heller als der Komet. Die Helligkeit des Kometen auf diesem Bild dürfte bei ca. 4mag liegen. Mal sehen, ob er bei weiterer Annäherung an die Sonne noch heller wird.

Er soll der "Oberfläche" der Sonne auf 160 000 km nahe kommen. Da er selbst nur einen Duchmesser von ca. 400 Metern hat, rechnen viele damit, dass der Komet diese Annäherung nicht überleben wird. Wir sehen also wahrscheinlich gerade einen Kometen, der "in seinen Tod der Sonne entgegen abstürzt". Sollte ein solcher Komet nicht vielleicht nach Ikarus benannt werden? Warten wir es ab. 

Außerdem kann man von der Sonne ausgehend nach oben rechts auch noch einen kleinen CME, Materieauswurf erkennen. 

Am 3. April um 12:18 Uhr UT ist der Komet schon deutlich heller und länger geworden:

Der Komet wird heller und länger  


Am Abend des 3. April war er schon weiter und wieder etwas heller:

Der Komet nähert sich seinem Perihel (dem Punkt des kürzesten Abstands zur Sonne)

 Heute, am 4. April 2026 soll der Komet um 16:26 Uhr MESZ das Perihel seiner Bahn um die Sonne erreichen. Jetzt wird es spannend. Wird er überleben? Wird er verdampfen?

Ein Bild von heute früh, von einem anderen Satelliten aufgenommen:

C/2026 A1 MAPS im Blickfeld von CCOR-1 um m7:00 Uhr UT am 4.4.26


 Auch von diesem Satelliten gibt es ein schönes Video zur Aktivität der Sonne der letzten Tage und der Annäherung des Kometen:   https://ccor.nrl.navy.mil/ccor_realtime/CCOR1_realtime_MinBckgnd.mp4

In diesem Video kommt es - kurz bevor der Komet auftaucht - sogar zu einer "Sonnenfinsternis". CCOR ist ja ein Instrument an Bord eines geostationären Wettersatelliten (GOES), so dass ab und an die Erde selbst die Sonne verdeckt.

 Mehr Informationen zu diesem Koronographen gibt es auf dieser Webseite

Jetzt hat der Komet sein Perihel erreicht. Auch auf den Bildern des CCOR-Koronographen ist nichts mehr von ihm zu sehen. Ist er nur abgedeckt? Oder ist er schon am Zerschmelzen? Bald werden wir es wissen:

Der Komet ist verschwunden - nur abgedeckt oder schon aufgelöst?


 Hier auch noch ein Link zum SOHO - LASCO 3 Video: https://soho.nascom.nasa.gov/data/LATEST/current_c3.gif

Und das SOHO LASCO C2 Video: https://soho.nascom.nasa.gov/data/LATEST/current_c2.gif .

Eine Kurzfassung ist dazu bei spaceweather.com verlinkt. Spaceweather schreibt dazu: "A sudden brightening between 0600 UTC and 0800 UTC might indicate a fragmentation of the nucleus. If so, the comet could emerge from behind the coronagraph's occulting disk (which blocks the glare of the sun) as a "headless wonder"--all tail and no head." (auf deutsch: Eine plötzliche Aufhellung zwischen 06:00 UTC und 08:00 UTC könnte auf eine Zersplitterung des Kerns hindeuten. In diesem Fall könnte der Komet hinter der Okkultationsscheibe des Koronagraphen (die das grelle Sonnenlicht abschirmt) als „kopfloses Wunder“ hervortreten – nur mit Schweif, aber ohne Kopf. )

Nachtrag 22:00 Uhr:

Wie Uwe Piltz von der Vereinigung der Sternfreude (VdS) schreibt, hat der Komet sein Perihel nicht überlebt: https://sternfreunde.de/2026/04/04/komet-maps-hat-das-das-perihel-wohl-nicht-ueberlebt/ 

*** Aber die Geschichte geht weiter (Ostersonntag 12:00 Uhr) ***

Der Komet ist zerbrochen, aber sein Schweif lebt!

Der Schweif des Kometen ...

Und noch einmal (fast) das gleiche Bild im SOHO Lasco C3 Koronographen:

Auch bei LASCO C3 ist kein "Kometenkopf" mehr zu erkennen.

Der Kopf des Kometen mag zerbrochen sein, aber (s)eine Staubwolke folgt weiter seiner Bahn. Hier im Koronographen ist sie noch recht kompakt und hell. Ob davon etwas - in entsprechend größerem Abstand zur Sonne - aber noch am Himmel zu sehen sein wird, gilt es weiter abzuwarten. Ich bin da skeptisch. Genießen Sie jetzt einfach auch noch einmal die oben verlinkten Videos!

Und wunderschön wäre es, wenn die Erde jetzt die Bahn dieses Kometen kreuzen könnte. Wir hätten dann eine phantastische Sternschnuppennacht!

In einer astronomischen Chatgruppe schrieb ein Bekannter von mir dazu sinngemäß: "Wenn etwas so dicht an Karfreitag stirbt, ist die Auferstehung nicht weit".  So ist die Geschichte dieses Kometen schon fast eine Ostergeschichte!

Ich wünsche all meinen Leserinnen und Lesern

 ein gesegnetes Osterfest! 

 

Ein paar weitere Bilder von Ende März / Anfang April

 Ende März / Anfang April sind noch ein paar weitere Bilder entstanden.

Hier ein Bild von M 64, der "Schwarzes-Auge-Galaxie":

M 64 am 31. März 2026

Ich habe das Bild mit der Vaonis "SkyColor"-Technologie gegenüber dem reinen "pout-of-the-box"-Bild entrauscht und ein wenig im Kontrast verstärkt. Das Dunkelband innerhalb dieser Galaxie kommt sehr schön zur Geltung.

Am 1. April habe ich auch noch ein größeres Mosaik der Herz- und Seelen-Nebel aufgenommen (IC 1805 und IC 1848):
 

Herz- und Seele-Nebel im Vespera Pro

Auch hier habe ich wieder die SkyColor-Technik an gewendet, um die Nebel deutlicher herauszuarbeiten.

Bei diesem Mosaik lohnt es sich, das Bild mit der rechten Maustaste in einem eigenen Browserfenster zu öffnen, da man es dann dort auf volle Auflösung vergrößern kann.

 Und ich konnte auch wieder eine weitere Supernova fotografieren:

NGC 4914 am 31.3.2026

 Die Supernova SN2026fjc wurde am 12. März 2026 in der Galaxie NGC 4914 entdeckt. Sie hat eine Helligkeit von 14,9mag erreicht und ist deutlich abgesetzt vom Kern der Galaxie gut zu erkennen. Mein Bild wurde genau 45 Minuten lang belichtet.

"Jupiters Geist" (NGC 3242) am 27.3.26

 Bereits am 27. März hatte ich auch NGC 3242 fotografiert. Dies ist ein leicht bläulich erscheinender Nebel. Mein Vespera zeigt da natürlich keine Details, einfach nur ein etwas größerer, runder "Fleck". Eigentlich nicht mit einem Stern zu verwechseln. Ein etwas blasser planetarischer Nebel, der im Fernrohr auf den ersten Blick die Größe des Jupiterscheibchens hat und von daher diesen Namen "Jupiters Geist" durchaus zu Recht trägt.

Und schließlich noch eine seltener fotografierte Galaxie, IC 342:

IC 342 am 1.4.2026

 IC 342 ist eine recht große Spiralgalaxie, auf die wir gut von oben herab schauen. Die Spiralarme sind jedoch nur schwach am leuchten. Die visuelle Helligkeit der Galaxie ist zwar mit 8,4mag angegeben, sie erscheint jedoch deutlich schwächer. Mein Bild wurde 144 Minuten, also über zwei Stunden belichtet.

Donnerstag, 2. April 2026

2. April 2026: Der Ostervollmond und der Flug zum Mond

Es war eine strahlende Vollmondnacht, die Nacht vom 1. zum 2. April 2026. Die Nacht des Ostervollmondes. Exakt wurde diese Position am 2. April um 4:12 Uhr erreicht. Solange bin ich dann doch nicht aufgeblieben. 

Der Vollmond am 1.4.26 um 22:32 Uhr MESZ

Dieses Bild entstand mit meiner Nikon P950 Kamera bei voll ausgefahrener Brennweite (entsprich 2000mm bei Vollformat)

Aber auch mit meinem Vespera Pro habe ich noch Aufnahmen gemacht:

Vollmond um 22:10 Uhr MESZ mit dem Vespera Pro


 Nach Mitternacht (und auch schon Stunden vorher) habe ich verfolgt, wie der Countdown und dann der Start der Artemis II Mission zum Mond erfolgte. Ich bin ja an Bord dabei:

Meine Bordkarte für die Artemis II Mission

 Insgesamt hat die NASA 5 647 889 solche Bordkarten ausgestellt. Und alle Namen fliegen tatsächlich auf einem kleinen Chip mit um den Mond. Phantastisch, dass ich dabei sein darf.