Sonntag, 11. Oktober 2026

12. - 18. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Anfang Oktober gab es eine Reihe schöner Tage und klarer Abende, an denen ich viele astronomische Beobachtungen machen konnte. Leider fehlte mir bislang die Zeit, diese hier in meinem Blog zu dokumentieren. Ich will mich bemühen, diese hier nach und nach einzustellen. Doch nun erstmal die Übersicht für die neue Woche.

In dieser Woche hält der Mond sich anfangs noch verborgen, er steht zu weit südlich und geht praktisch schon mit der Sonne unter, ab Mittwoch nimmt er dann langsam wieder zu. Von den hellen Planeten ist Saturn die ganze Nacht zusehen, Mars geht um ca. 1:00 Uhr auf und Jupiter folgt gegen 2:30 Uhr in der Frühe. Die ISS kann ab Donnerstag wieder bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 12. Oktober, geht die Sonne um 7:44 Uhr auf und um 18:38 Uhr unter. Die Tage werden jetzt schnell kürzer, heute dauert der helle Tag bei uns keine 11 Stunden mehr. In der Frühe lässt sich vielleicht eine der schönsten Begegnungen am Sternenhimmel des ganzen Monats beobachten: Der rote Planet Mars steht in den dunklen Morgenstunden genau mitten im Sternhaufen M44, der Praesepe. Bei Jupiter wird in den frühen Morgenstunden gegen 3:38 Uhr der Mond Io durch den Mond Europa verfinstert und später ab ca. 7:00 Uhr bedeckt. 

Am Dienstag, den 13. Oktober, steht Kleinplanet (4)Vesta (6,5mag) im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne, 

Am Mittwoch, den 14. Oktober, ist der Mond vielleicht erstmalig tief im Südwesten in der Nähe von Antares zu sehen. Er geht um 19:35 Uhr unter und ist schon zu 16 Prozent beleuchtet. In der Nacht zum 15. Oktober zieht Kleinplanet (622)Esther (12,0mag) in nur 1,5' Bogenminuten Abstand an Stern HD14857 oder auch TYC 4694-1053-1 (8,4mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 15. Oktober, ist der Mond am Abend zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 20:17 Uhr unter. Die ISS zieht zwischen 6:28 Uhr und 6:32 Uhr in nur 10° Grad Höhe sehr flach über unseren südöstlichen Horizont hinweg.

Am Freitag, den 16. Oktober, steht der Mond im Sternbild Schütze und ist zu 33 Prozent beleuchtet, er geht um 21:10 Uhr unter.  Um 19:16 Uhr bedeckt der Mond den 4,5mag hellen Stern HIP88839. Diese Bedeckung findet in nur 7° Grad Höhe leider sehr horizontnah statt. Die ISS fliegt zwischen 7:15 Uhr und 7:21 Uhr in maximal 29° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg, dabei fliegt sie um 7:17 Uhr ganz dicht an Sirius vorbei.

Am Samstag, den 17. Oktober, steigt der Mond maximal 11° Grad über dem Horizont auf, er ist zu 42 Prozent beleuchtet und geht um 22:14 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 6:28 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 21° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel entlang.

Am Sonntag, den 18. Oktober, erreicht der Mond exakt um 18:13 Uhr das Erste Viertel. Er geht am Abend um 23:25 Uhr unter. Die ISS ist heute früh zweimal zu sehen. Um 5:42 Uhr tritt sie unterhalb von Sirius im Sternbild Großer Hund aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell nach Südosten dem Horizont entgegen, beim zweiten Überflug fliegt sie zwischen 7:16 Uhr und 7:23 Uhr in maximal 52° Gard Höhe sogar etwas oberhalb von Jupiter über unseren Morgenhimmel hinweg.

4. Oktober 2026: Noch einmal NGC 7331 mit SN2026aaiv und vielen weitere Galaxien

 NGC 7331 und seine Umgebung begeistert mich immer wieder. Im letzten Jahr gab es dort schon die Supernova SN2025rbs (im Maximum 11,6mag hell), in diesem Jahr jetzt SN2026aaiv, ebenfalls mit 11,5mag sehr hell.

NGC 7331 am 4.10.2026 um 20:44 Uhr MESZ

 Das Bild wurde knapp zwei Stunden lang belichtet. Aber es zeigt nicht nur die helle Galaxie NGC 7331 in der Bildmitte, sondern viele weitere Objekte, wie sich aus der Analays von nova.astrometry.net zeigt. Allein 16 NGC-Objekte befinden sich in diesem Himmelsausschnitt. Sind das alles ferne Galaxien?

Das gleiche Bild mit weiteren Galaxien-Kennungen

Die Galaxien im rechten Teil des Bildes gehören zu Stephans Quintett, mit den Galaxien NGC 7317, 7318, 7319 und 7320. Stephans Quintett wurde nicht zuletzt dadurch berühmt, das es als Motiv für eine der ersten Aufnahmen des JWST ausgewählt wurde.

Auf dem Bild sind aber auch noch viele weitere Galaxien zu sehen, NGC 7315, 

Einige der Einträge im NGC Katalog haben sich am Ende jedoch nicht als ferne Galaxien herausgestellt, sondern z.B. als einfache oder doppelte Sterne wie in diesem Fall hier: NGC 7325, NGC 7326, NGC 7327, NGC 7333 und NGC 7338.

 NGC 7335, NGC 7336, NGC 7337, NGC 7340 und NGC 7343 sind dagegen wirklich ferne Galaxien.

IC 1405 ist dagegen wiederum auch nur ein Doppelstern. 

Es macht schon richtig Spaß, die vberschiedenen Bilder von NGC 7331 aus den letzten Jahren zu vergleichen. Das Aufleuchten und spätere schwächer werden der Supernovae zu vergleichen udn auch die Umgebung dieser Galaxie nach anderen interessanten Objekten zu untersuchen. Dabei kann man sich dann verschiedene Fragen stellen: welche Galaxie ist die amweitesten entfernte in meinem Bild? Welche ist die größte? Oder auch: stehen die Galaxien von Stephans Quintett wirklich in Wechselwirkung miteinander oder nur zufällig in der gleichen Blickrichtung? Meine Bilder geben da einen ersten Anstoß, über Wikipedia udn die dort genannten Quellen kann man dann weiter forschen. 

1.-6. Oktober 2026: Einige Messier-Objekte

Die Beobachtung von Objekten aus dem Messier-Katalog macht immer wieder besondere Freude. Charles Messier war wohl der erste "Kometenjäger" als Astronom. Aber das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht überraschend, konnte er als 13-jähriger doch schon den berühmten mehrschwänzigen Kometen C/1743 XI beobachten. Systematisch arbeitend hatte er später dann viele "Nebelflecke", die sich nicht als Kometen herausstellten, katalogisiert und somit einen Katlog von wunderschönen Sternhaufen, Nebeln und anderen lohnenswerten Objekten geschaffen.

Hier wieder einige dieser Objekte, die ich in den ersten Oktobertagen 2026 beobachtet habe.

Andomedagalaxie mit Begleitern

 Auf diesem Bild sind gleich drei Messier-Objekte zu sehen. Die Große Andromedagalaxie ist M 31,  unterhalb des hellen Kerns von M 31 befindet sich der kleine Begleiter M 32, und rechts oberhalb die zweite Begleitgalaxie M 110.

Das Bild wurde im Mosaic-Modus meines Vespera Pro erstellt und insgesamt 105 Minuten belichtet. Wenn ich Zeit finde, möchte ich es gerne mal nach besonderen Objekten in M31 untersuchen, die hellsten Kugelsternhaufen sollten darin schon zu finden sein.

Messier 74

 M 74 im Sternbild Fische habe ich etwas über eine halbe Stunde belichtet. Da diese Galaxie keine hohe Flächenhelligkeit besitzt, wird sie auch die "Phantom-Galaxie" genannt. Von dieser Galaxie gibt es viele phantastische Aufnahmen der Satellitenteleskope Hubble, JWST oder auch Spitzer.

 

M 71 am 3.10.26

 M 71 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pfeil. In mitten der vielen Sterne der Milchstrasse fällt er zunächst gar nicht so auf, auf den ersten Blick könnte es auch ein "offener Sternhaufen" sein. Dieses Bild wurde etwas über eine halbe Stunde belichtet.

M 11, am 4.10.26

 Im Vergleich zu M 71 hier einmal der "Wildentenhaufen", M 11 im Sternbild Schild. Dieser gilt als einer der kompaktesten offenen Sternhaufen. Auch dieses Bild wurde wieder etwas über eine halbe Stunde belichtet.

 

M 18 am 3.10.26

M 18 ist ein sehr lockerer offener Sternhaufen im Sternbild Schütze. Leider konnte ich hier nur gut 13 Minuten belichten, bevor das Objekt hinter Wolken verschwand. Bei längerer Belichtungszeit wären wahrscheinlich noch ein paar mehr schwach leuchtende Sterne zur Geltung gekommen.

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 4. Oktober 2026

5. - 11. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Am Ende dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zum Beobachten lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist Saturn die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter bald nach 2:30 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus (5,6mag) bewegt sich durch das "Goldene Tor der Ekliptik", also zwischen den Plejaden (über ihm) und den Hyaden (unterhalb) hindurch. Die Internationale Raumstation (ISS) ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen, aber die chinesische Raumstation Tiangong, leider fliegt die Tiangong immer nur sehr flach über unseren Südhorizont.

Am Montag, den 5. Oktober, geht die Sonne um 7:32 Uhr auf und um 18:53 Uhr unter, der helle Tag ist also fast eine halbe Stunde kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond, noch zu 34 Prozent beleuchtet, geht um 0:33 Uhr auf, er ist nicht weit entfernt vom Mars (1,0mag). Gegen 6:00 Uhr in der Frühe beträgt der Abstand nur wenig mehr als ein halbes Grad, einen Vollmonddurchmesser. Gegen 4:40 Uhr wird Jupitermond Io von Jupitermond Europa verfinstert. Etwas später rotiert auch der Große Rote Fleck auf die uns zugewandte sichtbare Jupiterseite hinein.

Am Dienstag, den 6. Oktober, geht der Mond um 2:01 Uhr auf. Gegen 6:00 Uhr steht er ca. 2,5° Grad oberhalb von Jupiter (-1,8mag). Die Mondsichel ist nur noch zu 24 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (2)Pallas (8,2mag) steht heute im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne. Zwischen 6:05 Uhr und 6:07 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südöstlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Mittwoch, den 7. Oktober, geht der nur noch zu 14 Prozent beleuchtete Mond gegen 3:30 Uhr auf, diesmal steht er dicht (ca. 1,5° Grad) unterhalb von Regulus (1,4mag) im Löwen. Zwischen 6:42 Uhr und 6:45 Uhr ist die Tiangong in maximal 13° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Donnerstag, den 8. Oktober, geht die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete Mondsichel um 4:49 Uhr auf. Um 5:45 Uhr tritt die Tiangong in 13° Grad Höhe im Sternbild Großer Hund aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell zum Horizont im Südosten.

Am Freitag, den 9. Oktober, geht die nur noch zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel um 6:09 Uhr auf, ob sie noch zu sehen sein wird? Zwischen 6:22 Uhr und 6:25 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Samstag, den 10. Oktober, erreicht der Mond um 17:51 Uhr seine exakte Neumondposition. Er ist das ganze Wochenende über nicht zu sehen. Gegen 5:25 Uhr kann die Tiangong noch einmal kurz in maximal 10° Grad Höhe im Südosten gesehen werden.

Am Sonntag, den 11. Oktober, erreicht der Mars am Morgen gegen 5:00 Uhr den offenen Sternhaufen M44, die Praesepe. Vielleicht eines der schönsten Ereignisse des ganzen Monats. Zur gleichen Zeit steht Kleinplanet (89)Julia (11,5mag) in nur 7,5' Bogenminuten Abstand zum Stern 15 Cnc (5,6mag).

Sonntag, 27. September 2026

28. September - 4. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond allmählich ab. Von den hellen Planeten ist Saturn praktisch die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter gegen 3:00 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus geht bald nach 21:00 Uhr auf, Neptun stand letzte Woche in Opposition zur Sonne, ist also auch die ganze Nacht über zu sehen, solange es ausreichend dunkel ist. Die ISS ist nur am Montag noch zu sehen.

Am Montag, den 28. September, geht die Sonne um 7:20 Uhr auf und um 19:09 Uhr unter, jetzt wird es deutlicher, dass die Tage kürzer und die Nächte länger sind. Zwischen 21:00 Uhr und 5:30 Uhr haben wir keine Dämmerung mehr, sondern richtig "astronomische Nacht". Der Mond geht um 19:19 Uhr auf, er ist immer noch zu 94 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 19:46 Uhr und 19:52 Uhr in maximal 19° Grad Höhe über unseren südwestlichen Himmel hinweg.

Am Dienstag, den 29. September, geht der zu 88 Prozent beleuchtete Mond um 19:40 Uhr auf. Nach 23:00 Uhr bedeckt er den Stern Epsilon Aries, (4,7mag) was allerdings so wohl nicht zu sehen sein wird, erst das Wiederauftauchen des Stern um 0:27 Uhr (am 30.9.) hinter dem dunklen Rand des Mondes wird sichtbar sein. Epsilon Ari ist ein Doppelstern, der sich in Teleskopen ab einer Öffnung von ca. 100mm optisch trennen lässt, was für Fernrohrbesitzer das ganze noch spannender machen kann. Kleinplanet (192)Nausikaa (8,4mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Der veränderliche Stern Beta Perseus (Algol) steht um 23:00 Uhr im Helligkeitsminimum (3,4mag).

Am Mittwoch, den 30. September, steht der Mond beim Aufgang um 20:09 Uhr direkt (östlich) neben den Plejaden. Weiter im Osten, wo es schon früher Nacht wurde, konnte eine Plejadenbedeckung beobachtet werden. Er ist heute zu 80 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 1. Oktober, geht der zu 71 Prozent beleuchtete Mond um 20:51 Uhr auf.

Am Freitag, den 2. Oktober, geht der nur noch zu 58 Prozent beleuchtete Mond um 21:51 Uhr auf. Nicht weit entfernt westlich von Jupiter steht Kleinplanet (6)Hebe (10,8mag) um 6:00 Uhr in nur 3' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP44984 (6,5mag). Und um 23:00 steht (324)Bamberga (10,4mag) in nur 0,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP99391 (7,3mag).

Am Samstag, den 3. Oktober, erreicht der Mond um 15:25 Uhr exakt das Letzte Viertel, theoretisch könnte er dann bei uns sogar noch kurz vor seinem Untergang im Nordwesten gefunden werden. Wenn er um 23:07 Uhr wieder aufgeht, ist er noch zu 46 Prozent beleuchtet. Gegen 4:00 Uhr in der Frühe steht (192)Nausikaa (8,4mag) in 7' Bogenminuten Abstand zu 35 Psc (6,0mag) und um 20:30 Uhr steht (18)Melpomene (10,2mag) in 5,5' Bogenminuten Abstand zu HIP93537 (6,0mag). Um 19:00 Uhr gibt es an der Volkssternwarte in Paderborn einen Vortrag mit den schönsten Bildern der Sonnenfinsternis vom 12. August dieses Jahres.

Am Sonntag, den 4. Oktober, steht Saturn genau in Opposition zur Sonne. Vielleicht ja auch mal eine gute Gelegenheit nach seinen Monden Ausschau zu halten. Titan steht links (östlich) von Saturn, Tethys, Rhea, Dione und Iapetus rechts (westlich) von ihm. Am Morgen endet um 6:24 Uhr am dunklen Mondrand die Bedeckung des Sterns 57 Gemini (5,0mag). Am Abend geht der Mond erst nach Mitternacht um 0:33 Uhr auf, er nähert sich langsam dem Mars. Gegen 4:00 Uhr steht (505)Cava (11,6mag) in nur 3' Bogenminuten Abstand zu 71 Cer (6,3mag),

 

Samstag, 26. September 2026

2. Oktober 2026: Vortrag mit den schönsten Bildern zur Sonnenfinsternis am 12. August

 

Vortrag: "Die totale Sonnenfinsternis 2026" 

Am 12. August gab es in diesem Jahr eine totale Sonnenfinsternis, die auch von Mitgliedern unserer Volkssternwarte beobachtet wurde. Bei uns hier in der Ostwestfalen war diese Finsternis nur partiell zu sehen, aber mit einer Verfinsterung von 86 Prozent doch so stark, wie sie erst wieder am 3. September 2081 erreicht wird.

Mitglieder der Sternwarte waren jedoch auch nach Spanien und sogar Grönland in die Totalitätszone gereist, um die Sonnenfinsternis in ihrer vollen Schönheit zu beobachten.

In einem Vortrag am 2. Oktober um 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus berichten wir über diese Reisen und zeigen die schönsten Bilder von uns und anderen, die rund um die Sonnenfinsternis entstanden sind. 

Wir erläutern auch die physikalischen Hintergründe von Sonnenfinsternissen und zeigen, welchen wissenschaftlichen Wert auch heute noch die Beobachtung einer Sonnenfinsternis haben kann.

Und schließlich gibt es auch noch einen kleinen Ausblick auf die nächsten Finsternisse in den Jahren 2027 und 2028, die zum Teil auch von Spanien aus beobachtet werden können.

26. September 2026: Vollmond

 Als der Mond heute Abend am Horizont aufging, schien er mir besonders groß. Doch das war nur die typische "Mondtäuschung" (auch Mondillusion genannt), wenn er knapp über dem Horizont steht. Leider war ich zum Zeitpunkt des Mondaufgangs gerade auf einer Autobahn unterwegs, da kann man natürlich nicht plötzlich anhalten und ein richtiges Foto machen:

Mondaufgang um 19:24 Uhr MESZ am 26.9.26

Das Bild oben hat vom Beifahrersitz aus meine Frau während der Autofahrt aufgenommen.

 Erst später konnte ich ein "richtiges" Foto des Mondes machen:

Vollmond am 26.9.26

 Dieses Bild vom Vollmond entstand um 20:26 Uhr MESZ mit meiner Canon RP-Kamera mit einem Teleobjektiv bei 400mm Brennweite, ISO100, Blende 8, 1/400 Sekunde Belichtungszeit.

 Der Mond zeigt eine kräftige Libration, das Mare Crisium (oben rechts, bei ca. 2 Uhr) steht recht dicht am Rand. Mondkrater als solche sind kaum zu erkennen, was aber auch nicht überraschend ist, denn die Sonne strahlt ja praktisch von genau hinter uns senkrecht auf den Mond, so dass sich keine Schatten zeigen können. Das wird sich in den nächsten Stunden am rechten Rand des Mondes ändern, denn dort jetzt der "Terminator", also der Wechsel vom hellen Mond-Tag zur dunklen Mond-Nacht steht an.