Sonntag, 9. Mai 2021

10. - 16. Mai: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die nur noch kurzen Nächte eignen sich dadurch jedoch gerade noch gut für die Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel ("deep-sky"). Von den hellen Planeten kann am Abend Merkur gegen 22 Uhr tief im Nordwesten gefunden werden. Seine Untergänge verschieben sich auf ca. 23 Uhr. Mars geht ebenfalls im Nordwesten gegen 1:00 Uhr unter. Am Morgenhimmel können Saturn ab 3:00 Uhr und Jupiter ab 3:30 Uhr im Südosten gefunden werden. Die ISS kann bei vielen Überflügen in der Nacht gesehen werden.

Am Montag, den 10. Mai, ist um 5:39 Uhr Sonnenaufgang und um 21:04 Uhr Sonnenuntergang. Da die Sonne immer flacher unter den Horizont sinkt, wird es auch nachts immer weniger dunkel, das ist nur noch in der kurzen Zeitspanne von (gut nach) Mitternacht bis kurz nach 2:00 Uhr der Fall. Die ISS fliegt in der Frühe um 2:51 Uhr hoch über unseren Himmel und noch einmal zwischen 4:24 Uhr und 4:33 Uhr, im Zenit fliegt sie dann dicht am Stern Wega vorüber.

Am Dienstag, den 11. Mai, fliegt die ISS zwischen 3:38 Uhr und 3:43 Uhr mit 87° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg. Am Abend erreicht der Mond exakt um 21:00 Uhr seine Neumondposition. Er ist daher den ganzen Tag über unsichtbar.

Am Mittwoch, den 12. Mai, fliegt die ISS um 2:53 Uhr exakt durch unseren Zenit, also genau über Bad Lippspringe hinweg. Zwischen 4:24 Uhr und 4:35 Uhr fliegt sie noch einmal in maximal 53° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel, im Südosten erreicht sie dicht bei Jupiter den Horizont. Kleinplanet Victoria (10,4mag) geht in nur 8' Bogenminuten Abstand am Stern 3 Capricorni (6.4mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 13. Mai, Himmelfahrt, fliegt die ISS gegen 2:05 Uhr mit 88° Grad Höhe ein weiteres Mal fast genau durch den Zenit, zwischen 3:38 Uhr und 3:47 Uhr fliegt sie noch einmal in maximal 67° Grad Höhe über unseren Himmel. Am Abend kann gegen 22 Uhr die nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel unterhalb des Merkur gefunden werden, sie geht kurz nach 23 Uhr unter. Kleinplanet (29) Amphitrite läuft heute gegen Mitternacht dicht an Regulus vorbei, der hellste Stern des Löwen wird den Kleinplaneten wahrscheinlich überstrahlen. Die evangelische Kirchengemeinde bietet heute am Himmelfahrtstag einen "Gottesdienst-to-go" an. Das ist ein Spaziergangsgottesdienst, jeder kann diesen individuell für sich (und dadurch ganz korona-konform) an der evangelischen Kirche beginnen, er führt heute zu verschiedenen Stationen des Bad Lippspriner Planetenweges.

Am Freitag, den 14. Mai, ist die ISS um 1:20 Uhr kurz und tief im Osten zu sehen, zwischen 2:52 Uhr und 3:00 Uhr fliegt sie mit maximal 79° Grad Höhe hoch über unseren Himmel, und zwischen  4:29 Uhr und 4:36 Uhr noch einmal in maximal 30° Grad Höhe. Am Abend kann sie dann noch einmal zwischen 22:50 Uhr und 22:59 Uhr in maximal 23° Grad Höhe beim Überflug in süd, südöstlicher Richtung gesehen werden. Der Mond hat sich am Abend von Merkur entfernt, er geht erst kurz nach Mitternacht unter. Kleinplanet Eunomia (10.7mag) geht gegen 22 Uhr in nur 6' Bogenminuten Abstand an 27 Cancri (5.7mag) vorüber.

Am Samstag, den 15. Mai, gibt es gleich fünf Überflüge der ISS: um 0:30 Uhr ein prächtiger Überflug in maximal 70° Grad Höhe, zwischen 2:03 Uhr und 2:12 Uhr mit 87° Grad Höhe fast genau durch den Zenit und um zwischen 3:40 Uhr und 3:49 Uhr in maximal 40° Grad Höhe und am Ende einen dichten Vorbeiflug am Saturn. Am Abend ist die ISS dann zwischen 22:05 Uhr und 22:09 Uhr kurz in 17° Grad Höhe im Südosten zu sehen, und dann noch einmal zwischen 23:40 Uhr und 23:48 Uhr in maximal 59° Grad Höhe hoch am Abendhimmel. Der Mond nähert sich am Abend dem Mars, die zu 14 Prozent beleuchtete Mondsichel geht erst um ca. 1:00 Uhr unter.

Am Sonntag, den 16. Mai, fliegt die ISS um 1:20 Uhr ein weiteres Mal in dieser Woche exakt über Bad Lippspringe hinweg. Zwischen 2:56 Uhr und 3:02 Uhr erreicht sie noch 53° Grad Höhe bei ihrem Überflug und um 4:33 Uhr fliegt sie noch einmal tief (maximal 15° Grad hoch) über den südwestlichen Morgenhimmel.Am Abend ist sie dann noch einmal zwischen22:53 Uhr und 23:00 Uhr in maximal 43° Grad Höhe zu beobachten. Der Mond ist dann an Mars vorbeigezogen, seine Sichel ist zu 22 Prozent beleuchtet, er geht Montag früh um 1:53 Uhr unter.

Mittwoch, 5. Mai 2021

5. Mai 2021: Merkur im Nordwesten

 Am Mittwoch, den 5. Mai 2021, ist es mir wieder einmal gelungen, Merkur zu erblicken. Um 22 Uhr herum stand er an einem glücklicherweise aufgeklartem Himmel tief im Nordwesten über den benachbarten Häusern.

In der noch hellen Dämmerung war von anderen Sternen noch nichts zu sehen. Zuerst hatte ich ihn gut in meinem Fernglas erkannt. Später, kurz nach 22 Uhr, dann auch mit dem bloßem Auge. 

Da er nur wenige Grad über dem Horizont stand, leuchtete er ziemlich orange. Im kleinen Fernrohr konnte man bei starker Vergrößerung auch klar erkennen, dass er kein (punktförmiger) Stern, sondern ein Planet mit einer durchaus wahrnehmbaren Scheibe war.

Hier zwei Fotos von diesem Abend:

Merkur um 21:52 Uhr, 6° Grad über dem mathematischen Horizont

Merkur um 22:11 Uhr, 3,5° Grad über dem mathematischen Horizont

Dies ist schon die zweite Sichtbarkeitsperiode von Merkur in diesem Jahr. In den nächsten Tagen wird Merkur noch besser sichtbar werden, da er noch etwas höher steigen wird und sich sein Abstand zur Sonner vergrößert. Am 17. Mai erreicht er seine größte Elongation, seinen größten scheinbaren Abstand von der Sonne. Danach bewegt er sich jedoch wieder der Sonne entgegen und wird dann schnell von ihren Strahlen verschluckt und praktisch für uns unsichtbar.

Dienstag, 4. Mai 2021

Nachtrag April: am "Rand" des Mondes

 Leider ist zur Zeit der Himmel sehr bewölkt, so dass nachts keine Möglichkeit besteht den Himmel zu beobachten. Doch das ist auch endlich mal eine Gelegenheit, sich mit den Mondaufnahmen aus dem April zu beschäftigen.

Hier gleich ein kleines Highlight: Am ersten Tag nach Vollmond gelang mir das nachfolgende Bild vom Krater Weierstrass. Weierstrass ist der einzige nach einem Paderborner benannte Krater auf dem Mond, ich habe darüber schon früher geschrieben. Da sich der Krater leider am Rand des Mondes befindet, ist er nicht einfach zu fotografieren, am Abend des 28. April passte es jedoch sehr gut:

Der abnehmende Mond am 28.4.2021 um 23:17 Uhr MESZ

Ich habe an diesem Abend des 27./28. April versucht, den kompletten Terminator bzw. Mondrand zu fotografieren. Diese Bilder habe ich zu einem Panorama zusammengesetzt und nur vorsichtig geschärft. Um Konturen etwas leichter sichtbar zu machen habe ich das Bild auf Schwarz-Weiß reduziert. So sieht der Mondrand an diesem Abend aus:

Mond-Terminator am 27.4.2021

Hier habe ich das obige Bild mit ein paar weiteren Informationen zu ausgewählten Kratern oder Mondlandschaften markiert, um Ihnen ein paar weitere bemerkenswerte Orte auf dem Mond vorzustellen.

Mondpanorama mit Text

Am besten, sie klicken einmal auf das Bild und schauen es sich dann in einer möglichst großen Übersicht an, dann sind auch die Bezeichnungen leichter zu lesen. Hier von oben nach unten ein paar Erläuterungen:

- Mare Humboldtianum, Humboldtmeer. Auf diesem Foto nur noch als flache "Delle" am Mondrand zu erkennen, ein Mondmeer benannt nach dem deutschen Naturforscher Alexander von Humboldt (1769-1859). Die Bezeichnung wurde extra gewählt, da man davon ausging, dass das Mare Humboldtianum die der Erde zugewandte und die von der Erde abgewandte Seite des Mondes verbindet, wie die Forschungen Humboldts die östliche und westliche Halbkugel der Erde miteinander verbinden. Die Sichtbarkeit des Mare ist stark von der Libration abhängig, es ist ein Mondkessel mit einem Außendurchmesser von 640 Kilometern

- Gauss, eine 177 km lange Wallebene, benannt nach dem berühmten Mathematiker und Physiker Carl Friedrich Gauß (1777-1855), zeitweilig auch Direktor der Sternwarte in Göttingen.

- Hahn: Krater mit 84 km Durchmesser, ein deutscher Amateurastronom (1741-1805) und "eifriger Beobachter".

- Mare Crisium: ein schon mit bloßem Auge auffälliges Mondmeer, das durch seine runde, kraterähnliche Formation besticht. Je nachdem wie nah oder weit es sich bei zunehmendem Mond vom Rand befindet, ist es ein guter Anzeiger für die Libration (ein leichtes Schwanken des Mondes in Bezug auf unsere Beobachtungsrichtung).

- Weierstrass, siehe meinen Blogeintrag von 2015.

- Kästner, Wallebene mit 105 km Durchmesser, ein deutscher Mathematiker und Physiker (1719-1800).

- Langrenus, ein Krater mit 133 Kilometern Durchmesser, benannt nach dem Belgier Michael Florent von Langren (1600-1675), der als erster eine Mondkarte mit Bezeichnungen verschiedener Objekte veröffentlichte.

- Humboldt, Wallebene (207km), benannt nach Wilhelm von Humboldt, Bruder des Alexander Humboldt, ein Staatsmann und Philologe. 

- Fraunhofer, Krater mit 57 km Durchmesser, ein deutscher Optiker (1787-1826, Erfinder des Beugungsgitters und Entdecker der "Fraunhoferschen Linien" im Spektrum.

Die Informationen habe ich dem Mondatlas von A. Rükl entnommen. 

Es gibt noch viel, viel mehr interessante Krater und Gegenden auf dem Mond, die ich hier nicht benannt habe. Ich denke, Sie verstehen jetzt, warum man auf dem Mond so wunderschöne Spaziergänge unternehmen kann. Viele führen in die Geschichte, nicht nur der Astronomie, sondern auch das Zeitalter großer Entdecker und vieler anderer interessanter Personen. Schlagen Sie ruhig mal bei all den Namen bei Wikipedia oder in anderen Lexika nach, es lohnt sich!

 




Sonntag, 2. Mai 2021

3. - 9. Mai 2021: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond weiter kräftig ab und zieht sich vom Morgenhimmel zurück. Von den hellen Planeten kann Mars am Abend im Westen gefunden werden (bis ca. 1:00 Uhr), ebenso beginnt bei Merkur eine Periode der Abendsichtbarkeit, er ist jedoch nur schwer zu finden und geht gegen 22:30 Uhr unter. Am Morgenhimmel können Saturn (ab ca. 3:30 Uhr) und Jupiter(ab ca. 4:00 Uhr)  tief im Südosten gefunden werden. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 3. Mai, geht die Sonne um 5:52 Uhr auf und um 20:52 Uhr unter, der helle Tag dauert also jetzt schon 15 Stunden. Morgens und Abends werden auch die Dämmerungszeiten immer ausgedehnter, so richtig astronomisch dunkel ist es eigentlich nur noch zwischen Mitternacht und drei Uhr. Der Mond geht erst ca. 3:30 Uhr auf. Exakt um 21:50 Uhr erreicht er das letzte Viertel, steht dann jedoch bei uns unter dem Horizont. Zur gleichen Zeit mit dem aufgehenden Mond ist die ISS kurz im Südosten in ca. 20° Grad Höhe zu sehen. Besser beobachten kann man sie zwischen 5:06 Uhr und 5:14 Uhr bei einem Überflug in maximal 69° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel.

Am Dienstag, den 4. Mai, geht der Mond ca. um 4:00 Uhr über der Egge auf, er ist nur noch zu ca. 45 Prozent beleuchtet und steht dann deutlich tiefer als Saturn im Südosten. Er zeigt maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht nah am Rand. Die ISS fliegt zwischen 4:21 Uhr und 4:28 Uhr in maximal 55° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 5. Mai, ist am Morgen die nur noch zu 37 Prozent beleuchtete Mondsichel zu Jupiter weiter gewandert, sie geht erst ca. 4:15 Uhr auf. Die ISS erscheint um 3:34 Uhr im Süden und fliegt dann bis 3:40 Uhr in maximal 42° Grad Höhe gen Osten der Sonne entgegen. Am Abend kann man mal ab ca. 21:30 Uhr versuchen, ob man Merkur tief (<9° Grad Höhe) in Westnordwest mit einem Fernglas finden kann.

Am Donnerstag, den 6. Mai, geht die Mondsichel um 4:34 Uhr auf, bis sie wirklich über der Egge erscheint dauert es bei mir jedoch nioch weitere 20 Minuten. Heute zeigt sie auch maximale Libration in Breite, so dass ein Blick auf den Nordpol möglich ist. Die ISS fliegt zwischen 4:22 Uhr und 4:29 Uhr in maximal 81° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 7. Mai,  fliegt die ISS zwischen 3:36 Uhr und 3:42 Uhr in maximal 82° Grad Höhe durch das Sternbild Leier aüber unseren Himmel hinweg. Die zu nur noch zu 19 Prozent beleuchtete Mondsichel geht um 4:49 Uhr auf.

Am Samstag, den 8. Mai, fliegt die ISS um 4:26 Uhr ganz exakt über Bad Lippspringe hinweg. Sie steigt fünf Minuten vorher aus dem Westen kommend hoch auf unseren Himmel hinauf und verschwindet um 4:31 Uhr exakt im Osten am Horiziont. Mondaufgang ist erst um 5:02 Uhr, ob er da noch in der Dämmerung zu sehen sein wird?  Mit einem Fernrohr kann man heute Abend versuchen, die Annäherung von Kleinplanet (52) Europa (12.1mag) an delta Gem (Wasat, 3.5mag) zu beobachten.

Am Sonntag, den 9. Mai, fliegt die ISS ein weiteres Mal zwischen 3:37 Uhr und 3:42 Uhr fast genau (87° Grad Höhe) über unsere Stadt hinweg. Am Abend sollte man wieder versuchen, Merkur zu finden. Um 21:30 Uhr steht er immerhin 2° Grad höher als noch am Mittwoch und geht auch erst 20 Minuten später (exakt um 23:01 Uhr) unter.

Montag, 26. April 2021

26./27. April 2021: Vollmondnacht

 Draußen ist es wunderschön ruhig, niemand lärmt auf der Straße, kein Auto fährt... Ausgangssperre. Es gibt welche, die sind dafür, andere dagegen. Doch der Mond scheint über uns allen. Hier ein Foto des Vollmond (Okay, wer meinen Blog aufmerksam gelesen hat weiß, der ist eigentlich erst morgen früh um 5:32 Uhr, es sind also noch gut sechs Stunden bis dahin.)

Vollmond am 26.4.2021 um 23:15 Uhr MESZ


26. April 2021: Die ISS direkt vor der Sonne

Am Montag, den 26. April 2021 um 7h:30:52s, flog von meinem Garten aus gesehen die ISS direkt vor der Sonnenscheibe vorbei. Mit meinem Spektiv gelang mir eine kleine Filmaufnahme. Bitte erwartet nichts spektakuläres, die ISS ist kleiner als die Sonnenflecken und kaum zu erkennen. Sie fliegt von oben rechts nach links unten. Das Video ist nur 5 Sekunden lang, am besten mehrfach wiederholen, dann kann man die ISS am ehesten vorbeihuschen sehen: https://youtu.be/4PKNt2VUjBA

Am besten das Video im Vollformat auf einem großen Bildschirm betrachen!

Dieses Video habe ich mit meinem Spektiv und einer angeschlossenen Kleinbildkamera aufgenommen, mit der man auch Videos machen kann. Da das Stativ mit dem Spektiv nicht automatisch der Bewegung der Sonne nachgeführt werden konnte, war sie im entscheidenden Moment schon etwas zu weit nach oben gewandert, der Sonnenaufgang lag ja auch erst eine gute Stunde zurück.

 Man hört in dem Video das zweifache Auslösen einer Kamera. Eigentlich wollte ich den Transit mit einer weiteren Kamera fotografieren, die ich an mein größeres Teleskop angeschlossen hatte. Damit wollte ich unter "Dauerfeuer" während des Transits viele Einzelbilder machen, jeweils nur 1/1000 Sekunde belichtet, um die Bewegung der ISS "einzufrieren". Aber wie man hört, ist irgendetwas schief gelaufen. Statt vieler Aufnahmen wurde der Verschluss nur zweimal ausgelöst und - ehrlich gesagt - auf diesen Aufnahmen ist auch nicht wirklich etwas zu erkennen. Sollte ich später durch extreme Bildbearbeitung noch etwas herausholen können, stelle ich sie hier ein, ich glaube aber, das wird erstmal nichts.

Hier ein paar Daten zum Transit, die ich der Webseite https://transit-finder.com/  entnommen habe:

Monday 2021-04-26 07:30:52.46  •  Solar transit

ISS angular size: 19.77″; distance: 1397.93 km
Angular separation: 0.5′; azimuth: 83.1°; altitude: 11.9°
Center line distance: 0.27 km; visibility path width: 14.66 km
Transit duration: 3.87 s; transit chord length: 31.8′

R.A.: 02h 15m; Dec: +13° 35′; parallactic angle: 36.2°
ISS velocity: 8.2 ′/s (angular); 3.34 km/s (transverse)
ISS velocity: 6.60 km/s (radial); 7.39 km/s (total);
Direction of motion relative to zenith: 148.4°
Sun angular size: 31.8′; 96.5 times larger than the ISS

  Mit Hilfe dieser Webseite kann man sich solche Ereignisse vorausberechnen lassen. Da sie für den eigenen Garten sehr selten vorkommen, empfiehlt es sich, auf der Seiten einen größeren Umgebungsradius einzustellen, um zu prüfen, ob vielleicht demnächst ein solches Ereignis in der näheren Umgebung stattfindet. Wenn mann mal so ein Datum gefunden hat, ist es jedoch unbedingt wichtig, die Daten noch einmal kurz vor dem tatsächlichen Ereignis zu überprüfen, denn die ISS muss natürlich immer mal wieder kleine Korrekturen der Bahn vornehmen, um auf Dauer in der gleichen Höhe über der Erdoberfläche zu bleiben. 

Auch mit der Software der Webseite https://www.heavens-above.com/ kann man solche Ereignisse überprüfen. Hier die Bahn der ISS von heute früh an meinem Himmel:


 Die ISS fliegt normalerweise immer in ca. 420 Kilometer Höhe über der Erde hinweg. Wenn Sie genau über uns fliegt, also genau durch den Zenit, hat sie von uns diese (kürzeste) Entfernung. Bei dem Ereignis heute früh war sie von mir, wie man den Angaben der Webseite entnehmen kann, fast 1400 Kilometer entfernt. Sie befand sich im Moment des Transits ja auch gar nicht über mir, sehen konnte ich sie ja nur knapp 12° Grad über dem Horizont Richtung Osten. Zu diesem Zeitpunkt flog sie bereits irgendwo über Weißrussland hinweg. 


 

Sonntag, 25. April 2021

25. April: Der fast volle Mond

 Am Sonntagabend, den 25. April 2021, scheint der Mond fast voll vom Himmel. Bis er seine exakte Vollmondposition erreicht sind es noch etwas mehr als ein Tag, rund 31 Stunden. Noch ist er nur zu 97 Prozent beleuchtet. Mit dem bloßen Auge ist ein Unterschied zum Vollmond aber schon kaum zu erkennen. Im Fernrohr sieht man jedoch am "linken" Rand des Mondes deutlich noch viele Krater. Dies ist ein klares Zeichen, dass hier gerade noch die Nacht-Tag-Grenze des Mondes verläuft, der sog. Terminator. Hier ganz links gibt es also noch Gebiete, die im Dunkeln liegen, über denen die Sonne nicht aufgegangen ist. Erst wenn über dem ganzen Mond, genauer über der ganzen Hälfte des Mondes, die zur Erde hin gerichtet ist, die Sonne aufgegangen ist, können wir vom Vollmond sprechen.

Hier ein Bild von heute Abend. Aufgenomemn mit meiner Canon 5D Mark II Kamera, die ich direkt an mein Teleskop angeschlossen habe. Das Teleskop wirkt also wie ein Teleobjektiv mit einer Brennweite von 2000 mm:

Mond am 25. April 2021, 31 Stunden vor Vollmond