Dienstag, 20. Juli 2021

Mond und Saturn am 19. Juli 2021

 Auch am 19. Juli klarte es spät am Abend wieder auf, so dass ich ein wenig Himmelsbeobachtung betreiben konnte. Das erste Ziel war der Mond, sollte er doch heute wieder seinen "goldenen Henkel" zeigen.

Dieser "goldene Henkel" sind die Bergspitzen des Juragebirges auf dem Mond, welches die "Regenbogenbucht" ("Sinus Iridium") teilweise umschließt. Teile der Bucht lagen auch gerade noch im Schatten, so dass sich die bereits beleuchteten Berge sehr schön am Mondrand abzeichneten.

Mare Imbrium und Sinus Iridium auf dem Mond.

Die Regenbogenbucht ist Teil des Regenmeeres ("Mare Imbrium") auf dem Mond. Letztere ist die zweitgrößte Mare-Fläche auf dem Mond. Nur wenige jüngere Kratereinschläge beeinträchtigen seine klare Oberfläche.

Ich bin mit diesem Foto nicht ganz zufrieden. Was sind die kleinsten Details, die man auf dem Bild erkennen kann? Am Übergang vom Sinus Iridium zum Mare Imbrium kann man einen kleinen Krater erkennen. Dieser trägt den Namen Laplace, benannt nach Pierre Simon Laplace - ein französischer Mathematiker und Astronom (1749-1827). Genauso wie der nordwestlichste Ausläufer des Juragebirges als "Kap Laplace" benannt worden ist. Dieser kleine Krater hat einen Durchmesser von neun Kilometern. Er ist, erstrecht wenn man das Bild in Originalgröße anschaut, noch recht gut zu erkennen. Von daher hatte ich angenommen, das man auch Objekte von nur etwa der Hälfte dieser Größe auch noch erkennen sollte. Und zwei solche noch kleineren Krater gibt es tatsächlich im Sinus Iridium, zumindest auf den einschlägigen Mondatlanten. Auf dem Foto sind sie jedoch nicht zu sehen. Ursache ist wahrscheinlich die doch starke Unruhe in der Luft am Montagabend., das "Seeing" war sehr schlecht, beim Blick durchs Fernrohr schien alles nur zu wabern. Und dadurch bedingt konnte dann auch die Bildbearbeitung durch den PlanetarySystemStacker diese Krater nicht mehr hervorzaubern.

Saturn am 19. Juli 2021
Eine ähnlich Erfahrung habe ich mit dem zweiten Objekt des Abends gemacht. Ich hatte mir Saturn etwas genauer angeschaut. Auch hier habe ich mit meiner Astrokamera (eine ZWO ASI 178 MC) einen mehrminütigen Film gedreht und in etwa die besten 10 Prozent der Bilder stacken lassen.  Auch dieses Ergebnis ist nicht besonders "scharf". Man kann schon erkennen, dass dies ein Foto vom Ringplanet ist, und auch die Cassinische Teilung im Ringsystem lässt sich erkennen. Aber man erkennt auch eine gewisse atmossphärische Verzeichnung, auf der einen Seite mehr Blauanteile, gegenüber mehr Rot, was auf den tiefen Stand von Saturn über dem Horizont zurückzuführen ist. Zum Zeitpunkt des Fotos stand er nur ca. 10° Grad über dem Horizont. Seinen höchsten Stand im Süden hätte er drei Stunden später erreicht, das wären dann 20° Grad Höhe geworden, doch solange wollte ich nicht warten. Es wird im Laufe des Jahres sicherlich noch weitere und wahrscheinlich auch bessere Gelegenheiten geben, um schöne Fotos der beiden Nachtplaneten Saturn und Jupiter zu machen.

Die nächsten Gelegenheiten zur Beobachtung des Goldenen Henkels auf dem Mond sind übrigens am 16. September und besonders gut am 14. November, weil es dann zur besten Beobachtungszeit am Abend auch schon richtig dunkel ist.



Sonntag, 18. Juli 2021

17./18. Juli 2021: Eine weitere wunderschöne Astronacht

 Wochenende und klarer Himmel? Das passt gut zusammen. Und so gab es auch in der Nacht vom 17. zum 18. Juli an Nachthimmel viel zu beobachten. Der Mond war zu gut der Hälfte beleuchtet, er hatte am Samstagmittag gerade das Erste Viertel erreicht. Gegen 1:00 Uhr am Sonntag sollte er untergehen, danach sollte es also auch noch gut dunkel werden, so dass das Band der Milchstraße am Himmel wieder sichtbar sein sollte.

Und so wunderschön kam es auch. Als erstes habe ich micht auf die Suche nach der Mondeule gemacht. Das es die gibt, habe ich erst durch das "Astronomy Picture of the Day" der NASA vom selben Tag erfahren. Eine lustige Formation der Krater Alphonsus, Arzachel und Alpetragius bei richtigem Beleuchtungsstand. Und tatsächlich, ich habe die Eule auch gleich gefunden, wie das nebenstehende Bild beweist. Natürlich ist dieses Bild, das mit meinem kleinen Spektiv entstand, technisch nicht mit dem APOD-Original zu vergleichen, das mit einem 10-Zoll-Fernrohr aufgenommen wurde. Im Krater Alphosus "landete", besser gesagt zerschellte, übrigens am 24. März 1965 die Mondsonde "Ranger 9".

 

Wollen Sie selbst sich einmal auf die Suche nach der Mondeule machen? Hier ein Komplett-Bild des Mondes am Samstagabend. Um die Eule zu finden, müssen Sie allerdings ihren Kopf um 90° Grad drehen :-)

Mond im Ersten Viertel am Abend des 17. Juli 2021


 
In dieser Nacht habe ich insgesamt rund 50 verschiedene Objekte beobachtet. Von einer ganzen Reihe davon, habe ich auch Fotos gemacht. Würde ich alle hier aufzählen und zeigen, wäre dieser Blogbeitrag schnell "endlos". Ich werde im Laufe des Tages daher wohl nur noch ein paar Highlights ergänzen. Schauen Sie zu einem späteren Zeitpunkt also gerne noch einmal wieder in diesen Blog!

Natürlich habe ich auch noch einmal kontrolliert, ob ich am 14.7. wirklich Pluto gesehen habe. Also habe ich erneut ein Foto dieser Region gemacht. Leider habe ich nicht exakt die gleichen Aufnahmedaten verwendet wie am 14.7., diesmal habe ich nur 30 Sekunden belichtet, statt 88 sec wie beim ersten Mal. Doch ich hatte Glück, auch auf diesem Foto ist Pluto zu erkennen. Vergleicht man seine Position mit den umliegenden Sternen kann man unschwer erkennen, das er inzwischen ein wenig weiter gewandert ist. Zwar nur 18'' Bogensekunden, doch weit genug, um die unterschiedlichen Posiutionen zu erkennen. Und tatsächlich, dort wo er am 14.7. war, ist jetzt kein "Stern" mehr zu erkennen, dafür war umgekehrt am 14. an seiner heutigen Position nichts zu sehen. Und ein Vergleich mit einem Planetariumsprogramm wie "Stellarium" bestätigt diese Beobachtung natürlich auch.

Pluto am 17. Juli 2021

Nach Pluto folgten viele weitere schöne Beobachtungen, von Saturn und Jupiter (hier war wunderschön der Schattenwurf von Jupitermond Ganymed auf die Planetenoberfläche zu beobachten), Kleinplanet Hebe, der ebenfalls in Opposition steht, jedoch am Himmel etwas höher als Pluto und dann wieder unzählige planetarische Nebel, Sternhaufen und ferne Galaxien.

Auf das letzte Objekt, NGC 7814, habe ich eigentlich die ganze Nacht über gewartet. Doch es dauerte bis nach 3:00 uhr morgens, dass dieses Objekt hinter meinem Haus hervor kam. NGC 7814 wird auch "kleiner Sombrero" genannt (da sie sehr ähnlich aussieht wie M 104, die "Sombreorogalaxie" im Sternbild Jungfrau). Es ist ein Spiralnebel, bei dem wir genau auf seine Kante schauen. In der Mitte zeigt er einen dunklen Strich und auf beiden Seiten davon leichte Aufhellungen.

Und in dieser Galaxie wurde vor kurzem eine Supernova entdeckt. Man muss sich das mal vorstellen, die Galaxie ist etwas über 50 Millionen Lichtjahre von uns entfernt (zum Vergleich: die Andromedagalaxie ist 2 Millionen Lichtjahre entfernt). Und in dieser Galaxie ereignet sich eine Supernova-Explosion und bringt einen Stern zum Leuchten, das er fast heller als die ganze Galaxie erscheint, nämlich gut 12mag.

Und dies kann man tatsächlich auf meinem Foto erkennen:

Supernova SN2021rhu in NGC 7814

Die Supernova und die Galaxie befinden sich ziemlich genau in der Mitte des Bildes. Dieses wurde am 18. Juli 2021 um 3:12 MESZ aufgenommen, Kamera Canon 5D MarkII am Celestron 8 Teleskop (2000mm Brennweite, 118sec belichtet bei ISO1600.

Etwas mehr kann man über diese Supernova auf der Webseite https://www.rochesterastronomy.org/sn2021/sn2021rhu.html erfahren.

Die Supernova ist am besten zu erkennen, wenn Sie auf das Bild klicken und es sich dann in größerer Darstellung öffnet. Und wenn Síe ganz genau auf das Bild schauen, können sie unterhalb von NGC 7814 noch eine weitere Galaxie erkennen. Diese trägt die Bezeichnung IC 5381 und ist ca. 500 Millionen Lichtjahre von uns entfernt.


19. - 25. Juli 2021: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche kehrt die "astronomische Dunkelheit" in der Nacht zurück, d.h. die Sonne sinkt in der Nacht wieder tiefer als 18° Grad unter den Horizont. Da wir gleichzeitig jedoch auf den Vollmond am Samstag zugehen, werden wir von dem leichten mehr an Dunkelheit jedoch noch nicht viel haben, dies wird durch das helle Mondlicht mehr als ausgeglichen. Von den hellen Planeten rücken Saturn (Aufgang bald nach 22 Uhr) und Jupiter (Aufgang noch vor 23 Uhr) immer weiter in der Nacht vor. Die Venus ist nachwievor ein recht unscheinbarer Abendstern, der tief im Nordwesten nach Sonnenuntergang bis zum eigenen Untergang gegen 22:30 Uhr finden ist. Die ISS ist wie in der Vorwoche bei vielen nächtlichen Überflügen zu beobachten. Auch diesmal gebe ich wieder nur die Zeiten des jeweiligen höchsten Stands am Himmel an.

Am Montag, den 19. Juli, geht die Sonne um 5:29 Uhr auf und um 21:32 Uhr unter, der helle Tag ist also gerade noch 16 Stunden lang. Der Mond ist am Abend zu rund 77 Prozent beleuchtet und steht im Sternbild Skorpion, schon in der Dämmerung sollte der "goldene Henkel" im Fernglas zu erkennen sein. Er geht erst am Dienstag gegen 1:40 Uhr unter, zuvor bedeckt um 0:39 Uhr den 5.1mag hellen Stern lambda Libra. Die ISS ist einmal bis ca. 1:29 Uhr zu sehen, wenn Sie in ca. 59° Grad Höhe im Süden in den Erdschatten eintritt. Am Abend fliegt sie um 23:05 Uhr fast genau durch unseren Zenit (86° Grad Höhe), also genau über unsere Stadt hinweg. Kleinplanet (4) Vesta (7.8mag) geht in nur 4' Bogenminuten Abstand an 11 Virginis (5.7mag) vorüber.

Am Dienstag, den 20. Juli, ist der Mond weiter gewandert in das Sternbild Schlangenträger, heute Abend ist er zu 86 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt um 0:41 Uhr in 71° Grad Höhe, und um 2:15 Uhr steigt sie ganz kurz im Westen auf 13° Grad Höhe. Prachtvoll ist der Überflug am Abend um 22:17 Uhr mit 77° Grad Höhe.

Am Mittwoch, den 21. Juli, steht der zu 93 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Schütze. Die ISS steigt im Westen um 1:29 Uhr auf 25° Grad Höhe, um 23:07 Uhr fliegt sie dann genau über Bad Lippspringe hinweg. Von 2:27 Uhr bis 4:44 Uhr wandert Jupitermond Io vor der Planetenscheibe vorüber, Ios Schatten fällt bereits von 1:42 Uhr bis 4:01 Uhr auf den Planeten. Am Abend sind bei Jupiter zunächst nur die Mond Kallisto und Ganymed zu sehen, Europa zieht bis 0:29 Uhr vor dem Planeten entlang, Io wird bis 1:59 Uhr bedeckt.

Am Donnerstag, den 22. Juli, steigt die ISS um 0:43 Uhr auf 45° Grad Höhe im Westen auf, am Abend fliegt sie um 22:19 Uhr noch einmal exakt über unsere Stadt hinweg. Um 23:56 Uhr fliegt sie noch einmal in maximal 59° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg.

Am Freitag, den 23. Juli, geht der Mond zur Vollmondnacht um 21:41 Uhr auf. Die ISS fliegt um 23:09 Uhr in 72° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Zwischen 1:11 Uhr und 1:53 Uhr haben wir zum ersten Mal wieder "astronomische Dunkelheit" am Nachthimmel.

Am Samstag, den 24. Juli, erreicht der Mond um 4:37 Uhr seine exakte Vollmondposition, bei uns geht er jedoch weniger Minuten vorher unter. Am Abend geht der immer noch 100 Prozent beleuchtete Mond um 22:18 Uhr auf, er steht unterhalb von Saturn. Die ISS ist um 0:44 Uhr im Südwesten bis zu einem Anstieg auf 21° Grad zu sehen. Am Abend fliegt sie gegen 22:22 Uhr in 83° Grad Höhe ganz dicht an der Wega vorüber.

Am Sonntag, den 25. Juli, fällt ab 4:39 Uhr der Schatten von Jupitermond Ganymed auf den Planeten. Am Abend geht der immer noch zu 96 Prozent beleuchtete Mond um 22:45 Uhr auf, heute steht er unterhalb von Jupiter. Die ISS fliegt um 23:11 Uhr in 45° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, etwas oberhalb von Saturn verschwindet sie dann im Erdschatten. Auf einer Linie quer durch Ostwestfalen (von Warburg über Borchen nach Rheda-Wiedenbrück) kann man sie dann jedoch um ca. 23:15 Uhr noch einmal direkt vor der hellen Mondscheibe entlang fliegen sehen, ein lunarer ISS-Transit.

Freitag, 16. Juli 2021

14./15. Juli: Eine lange Astronacht

 Man bekommt ja schon ein merkwürdiges Gefühl, wenn man nach einer langen, wunderschönen Astronacht die ersten Nachrichten im Morgenradio verfolgt und dann vom "Weltuntergang" in großen Teilen des eigenen Bundeslandes und benachbarter Länder hört. Eben hat man zuhause noch den klaren Sternenhimmel unter der Milchstraße genossen, und nicht weit entfernt sind viel zu viele Menschen in den Fluten gestorben oder haben alles verloren, was mal ihr eigen war. Deshalb hier zuerst einmal ein mögliches Spendenkonto für die Opfer 

Empfänger: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL
IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20 
Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Hier finden Sie weitere Spendenmöglichkeiten: Online, QR-Code und Betterplace

 oder auch für die Helfer in den Fluten:

Stiftung THW
Sparkasse KölnBonn, IBAN: DE03 3705 0198 1900 4433 73, BIC: COLSDE33XXX

Doch möchte ich auch von meiner wunderschönen Nacht berichten. Auch hier hatte es (fast) den ganzen Tag geregnet, insgesamt kamen aber nur 11 Liter pro Quadratmeter herunter, ein angenehmer Landregen. Am Abend klarte es dann auf und auch die Vorhersage für die Nacht sah nicht schlecht aus, es sollte doch einige Stunden klar bleiben. So holte ich am frühen Abend mein Teleskop auf die Terasse und bereitete es auf die Nacht vor.

Als erstes war natürlich am noch hellen Himmel der Mond zu sehen. Seine schmale Sichel war am Abend zu etwas über 23 Prozent beleuchtet:

Der Mond gegen 21:20 Uhr (MESZ)

Deutlich kann man erkennen, dass das Mare Crisium recht nah am Rand steht. Außerdem ist die Libration in Breite groß, so dass unten ein Blick in die Südpolregion möglich ist. Diese Details haben mich heute Abend jedoch nicht so sehr interessiert, und vor 22 Uhr war es natürlich auch noch viel zu hell. Die Sonne war zum Zeitpunkt des Fotos ja noch gar nicht untergegangen.

Bald nach Sonnenuntergang war im Nordwesten dann die Venus zu sehen.  Da sie sich dort jedoch in der sehr hellen Dämmerung befindet, macht sie keinen besonders strahlenden Eindruck. Ein recht bescheidener Auftritt als Abendstern.

Heute Abend galt mein Interesse viel mehr einem ehemaligen Planeten, den ich noch nie selbst gesehen hatte, dem Pluto! Kurz vor seiner Opposition am 28. Juli soll er jetzt ca. 14.6 mag hell sein. Zumindest fotografisch müsste er daher mit meinem Fernrohr (Celestron C8 f/10, 2000mm Brennweite) und der angeschlossenen Kamera (Canon 5D Mark II) abzubilden sein. Und das ist mir tatsächlich auch gelungen:

Pluto am 15.7. um 0:05 Uhr.

 Bei ISO3200 und 90 Sekunden Belichtu8ngszeit ließ er sich anschließend eindeutig identifizieren. Ich habe mich richtig gefreut, meine erste eigene Plutobeobachtung! Wenn man irgendwann nach der Corona-Pandemie wieder reisen kann: Eine Tour durch das Observatorium in Flagstaff/Arizona, wo Pluto entdeckt wurde, ist sehr lohnenswert!

Zuvor hatte ich versucht, veränderliche Sterne zu beobachten und deren Helligkeit zu schätzen. Auf der Seite der AAVSO gibt es dazu (in englischer Sprache) ein paar Vorschläge für Anfänger. Ich habe mich zum Beispiel an Beta Lyra und Eta Aquila versucht:

Beta Lyra gegen 23:25 Uhr (30sec, ISO400)

Eta Aquila gegen 23:20 Uhr (30sec, ISO400)

Da es vor Mitternacht noch gar nicht richtig dunkel war, war dies gar nicht so einfach. Auf den Fotos sieht man auch viele schwächere Sterne, mit dem bloßen Augen waren diese aber natürlich gar nicht zu erkennen, die Grenzgröße lag zunächst bei vielleicht nur 4.5mag. Beide Sterne schätzte ich an diesem Abend eher am oberen Rand ihres Helligkeitskorridors.

Eine viertel Stunde vor Mitternacht gab es dann auch noch einen schönen Überflug der ISS, von dem ich diesmal jedoch kein Foto gemacht habe.

Nach Mitternacht habe ich dann noch lange Zeit verschiedene Messier-Objekte beobachtet. Der Südhimmel ist ja zur Zeit voll davon, eine wahre Pracht! Die nachfolgenden Fotos sind nicht vergleichbar mit gen üblichen "Pretty Pictures", die viele Amateurastronomen in oft mehrstündigen Belichtungsreihen und ebenso langen Bearbeitungszeiten anfertigen. Es sind alles Einzelaufnahmen von jeweils nur 2 Minuten Belichtungszeit, also keine gestackten Aufnahmen. Ich habe in Lightroom nur die Ränder beschnitten und ein paar weitere kleine Korrekturen vorgenommen.

M 8, nur als s/w-Foto, dieser Nebel stand sehr nahe bei einer Straßenlaterne, die ihn fast überstrahlte.

M11, im Sternbild Scutum, eine große Sternenzahl im Zentrum dieses Haufens.

M 16, der Adlernebel


M 17, der Omega- oder auch Schwanennebel, wunderschön im Teleskop!

M 18, ein eher unauffälliger Sternhaufen


M 23, im Fernglas schöner, weil kompakter als im Teleskop

M 24, Sternhaufen oder dichte Milchstraßenwolke?

M 25, ein weiterer schöner Sternhaufen.

M 26, auch im Sternbild Scutum, nahe bei M11

M 57, der berühmte "Ringnebel" in der Leier.

Dies sind nur die fotografierten Objekte dieser Nacht. Natürlich habe ich auch Saturn und Jupiter gesehen und noch einige weitere Objekte. Immer wieder zogen mal einzelne Wolken durch, so dass ich keine schönen Milchstraßenbilder des ganzen Himmels erstellt habe, wie es zuerst meine Idee für den Abend war. Dafür waren jedoch die vielen Beobachtungen durch das Teleskop ein richtiger Genuss!

Aber wir sollten uns alle immer wieder klar machen: Solche schönen Nächte können wir nur genießen, wenn wir von den schlimmen Folgen des Klimawandels verschont bleiben. Die Ereignisse in Wuppertal, Ahrweiler, Schuld und vielen anderen Orten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sollten uns Mahnung genug sein, weiter aktiv für den Erhalt der Schöpfung und gegen diesen menschengemachten Klimawandel einzutreten.


Sonntag, 11. Juli 2021

12. - 18. Juli 2021: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond von Tag zu Tag zu, bleibt aber am Abendhimmel noch verhältnismäßig niedrig über dem Horizont. Von den hellen Planeten kann die Venus nach Sonnenuntergang tief im Nordwesten gefunden werden. Saturn geht ca. eine Viertelstunde vor 23:00 Uhr im Südosten auf, Jupiter folgte eine gute halbe Stunde später. Die ISS ist bei vielen Überflügen in der Nacht zu sehen, manchmal bis zu viermal. Deshalb gebe ich in dieser Woche nur die mittleren Zeiten an, wenn sie den jeweils höchsten Punkt ihrer Bahn erreicht. Meist ist sie drei, vier Minuten früher zu sehen, wenn Sie aus Richtung Westen kommend am Himmel aufsteigt und dann noch wieder drei, vier Minuten länger, wenn Sie nach Osten der Sonne entgegenfliegt.

Am Montag, den 12. Juli, ist um 5:20 Uhr Sonnenaufgang und um 21:40 Uhr Sonnenuntergang. Gegenüber letzten Montag ist der helle Tag schon wieder einige Minuten kürzer geworden. Die zu acht Prozent beleuchtete Mondsichel steht etwas links (knapp 5° Grad) der Venus und geht bald nach 23 Uhr unter. Auf der dunklen Seite des Mondes schimmert das Erdlicht. Die ISS ist heute um 0:32 Uhr (37° Grad Höhe), um 2:09 Uhr (85° Grad), 3:45 Uhr (74°) und am Abend um 23:45 Uhr (27° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Am Dienstag, den 13. Juli, in der Frühe wird bei Jupiter der Mond Io ab 2:39 Uhr verfinstert, um 3:28 Uhr endet eine Bedeckung von Mond Europa, so dass in der Zeit dazwischen nur die Monde Ganymed und Kallisto zu sehen sind. Heute stehen Venus und Mars in nur 0,5° Grad Abstand (das nebeneinander, das ist in etwa ein Vollmonddurchmesser. Um Mars in der Dämmerung zu sehen ist jedoch mindestens ein gutes Fernglas nötig. Am Abend geht der zu 15 Prozent beleuchtete Mond kurz vor Mitternacht unter. Das Mare Crisium steht nah am Rand, ein deutliches Zeichen für maximale Libration in Länge. Die ISS ist heute um 1:21 Uhr (76° Grad Höhe), um 2:58 Uhr (84° Grad), 4:35 Uhr (35°) und um 22:58 Uhr (20° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Am Mittwoch, den 14. Juli, zieht zwischen 0:41 Uhr und 2:58 Uhr Jupitermond Io vor der Jupiterscheibe vorüber, Ios Schatten fällt bis 2:06 Uhr auf den Planeten. Am Abend stehen bei Saturn die Monde Rhea und Titan in westlicher Elongation. Unser Mond geht erst kurz nach Mitternacht unter. Die ISS ist heute um 0:34 Uhr (63° Grad Höhe), um 2:11 Uhr (89° Grad), 3:48 Uhr (46°) und um 23:47 Uhr (49° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Am Donnerstag, den 15. Juli, ist der Mond am Abend zu 33 Prozent beleuchtet. Er zeigt heute maximale Libration in Breite, so dass wir auch auf seine Südpolregion schauen können. Die ISS ist heute um 1:24 Uhr (90° Grad Höhe, also exakt über uns!), um 3:00 Uhr (60° Grad), 4:37 Uhr (18°) und um 23:00 Uhr (37° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Am Freitag, den 16. Juli, hat der Mond am Abend das Sternbild Jungfrau erreicht, er steht gut 9° Grad nordwestlich von Spica. Die ISS ist heute um 0:36 Uhr (85° Grad Höhe), um 2:13 Uhr (73° Grad), 3:50 Uhr (25°) und um 23:49 Uhr (76° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen. Bei diesem Überflug fliegt die ISS um ca. 23h:45m:50sec genau vor der nur 7° Grad über dem Horizont stehenden Halbmondscheibe vorüber! Dieser lunare Transit ist auf einem Streifen von Delbrück über Bad Lippspringe nach Steinheim und weiter zu sehen.

Am Samstag, den 17. Juli, ist am Abend der Mond schon deutlich an Spica vorbeigezogen, er steht jetzt ca. 8° Grad östlich. Heute Mittag um 12:11 Uhr erreichte er exakt das Erste Viertel, stand dann jedoch bei uns unter dem Horizont. Heute steht Kleinplanet Hebe (8.4mag) in Opposition zur Sonne. Die ISS ist heute um 1:26 Uhr (83° Grad Höhe), um 3:03 Uhr (34° Grad) und um 23:02 Uhr (64° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Am Sonntag, den 18. Juli, erreicht Zwergplanet Pluto um 0:45 Uhr seine exakte Oppositionsstellung zur Sonne. Pluto ist jedoch nur 14.6mag hell und nur in größeren Teleskopen zu sehen. Schon etwas früher, ab 0:38 Uhr beginnt der Schatten von Ganymed über Jupiters Planetenscheibe zu ziehen (bis 4:17 Uhr), ab 3:52 Uhr zieht der Mond selbst vor Jupiter entlang. Am Abend ist der Mond zu 66 Prozent beleuchtet. Die ISS ist heute um 0:39 Uhr (89° Grad Höhe), um 2:15 Uhr (46° Grad) und abends um 22:15 Uhr (50° Grad) um 23:51 Uhr (89° Grad Höhe) bei Überflügen zu sehen.

Sonntag, 4. Juli 2021

2. - 4. Juli 2021: Sonnenflecken

*** Dieser Artikel wurde am 5. Juli ergänzt (siehe unten) ***

 In den letzten Tagen schien häufiger die Sonne und sie zeigte dabei interessante Fleckenerscheinungen. Bei Wikipedia werden Sonnenflecken wie folgt definiert: "Sonnenflecken sind dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche (Photosphäre), die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ihre Zahl und Größe bilden das einfachste Maß für die sogenannte Sonnenaktivität. Die Häufigkeit der Sonnenflecken unterliegt einer Periodizität von durchschnittlich elf Jahren, was als Sonnenfleckenzyklus bezeichnet wird. Ursache der Flecken und der in ihrer Nähe auftretenden Ausbrüche sind starke Magnetfelder, welche gebietsweise den Wärmetransport vom Innern an die Sonnenoberfläche behindern."

Die Sonnenaktivität schwankt in einem etwa elfjährigem Zyklus, im Moment befinden wir uns wieder in einem ansteigenden Zeitraum, die Zahl der Sonnenflecken wird also in den kommenden Jahren noch zunehmen.

Erinnern Sie sich noch? Am letzten Wochenende konnte ich am linken Rand der Sonne eine Fleckengruppe mit zwei großen Flecken fotografieren. Davon ist nur noch ein größerer Fleck übrig geblieben.

An drei Tagen hintereinander gelangen mir die folgenden Fotos unserer Sonne:

Sonne mit Flecken am 2. Juli um 16:26 MESZ

 

Zunächst fällt einem der große dunkle Fleck im unteren Bereich der Sonne auf. Doch schauen Sie einmal etwas genauer hin: Etwas oberhalb der Mitte befindet sich noch eine kleine, deuzlich schwächere Gruppe von kleineren Flecken.

Sonne mit Flecken am 3. Juli 2021, um 12:30 Uhr

Lassen Sie sich bitte nicht dadurch irritieren, dass der große Fleck jetzt scheinbar am rechten Rand der Sonne steht. Dieses Bild ist schlicht zu einer anderen Uhrzeit aufgenommen, vier Stunden früher als am Tag zuvor, und dadurch hat sich auch der Blickwinkel auf die Sonne verschoben. Es mag sein, dass ich bei diesem Bild den Kontrast etwas stärker hervor gehoben habe, aber bei genauem Hinschauen kann man bei beiden Fleckengruppen doch auch kleine Veränderungen erkennen.

Sonne mit Flecken am 4. Juli 2021 um 14:25 Uhr

Die auffällige Fleckengruppe ist jetzt schon erkennbar dichter an den Sonnenrand rotiert. Die kleine Gruppe in der Mitte scheint wieder schwächer geworden zu sein. Dafür ist gegenüber der intensiven Gruppe, also eher "oben links" eine weitere Gruppe aufgetaucht, die ein bisschen wie ein kleines Dreieck aussieht.

Bei der großen Gruppe unten rechts ist heute mitten in der dunkelsten Umbra eine kleine Aufhellung zu erkennen. Ob der große Fleck sich hier teilen will? Manchmal können solche Lichtbrücken jedoch auch Zeichen für starke "Explosionen" auf der Sonne sein, sogenannte Flaes, die oft mit starken Auswürfen von geladenen Teilchen einher gehen. Von dieser Gruppe wurden zuletzt mehrere solcher Ereignisse gemeldet. Diese Flares werden ihrer Stärke nach auf einer Skala von C hin zu M und hin zu X für die stärksten eingeteilt. Am 3.7. kam aus dieser Gruppe der erste X-Flare des neuen Sonnenaktivitätszyklus, gleichzeitig der erste X-Flare nach vier Jahren auf der Sonne. Ein untrügliches Zeichen für die zunehmende Aktivität unseres Muttersterns.

Hier noch einmal zum Vergleich die große Feckengruppe an diesen drei Tagen in 1:1-Ausschnitten:

2. Juli 2021

3. Juli 2021


4. Juli 2021

 Deutlich kann man erkennen, wie die Vielzahl der kleinen Flecken beim großen Fleck von Tag zu Tag abnimmt. Aber auch die Umbra, der Kern des großen Flecks verändert sich ständig.

**** Ergänzung vom 5. Juli *************

Auch hier zunächst wieder ein Bild der kompletten Sonne: 

Sonne mit Flecken am 5. Juli um 13:27 Uhr

Und hier der große einzelne Fleck:

Sonnenfleck mit helleren Fackelgebieten drum herum  und unterhalb

In dem 1:1-Ausschnitt kann man insbesondere unterhalb des Flecks auch Aufhellungen erkennen. Diese sind kein Artefakt der Bildbearbeitung, sondern tatsächlich etwas hellere Gebiete auf der Sonnenoberfläche, sog. Fackeln.

Und gerade fällt mir auf, ich habe noch gar nicht erwähnt, mit welcher Hardware ich die Bilder gemacht habe. Ich nutze ein Leica Spektiv "Apo-Televid 82" mit Zoom-Okular (f=440mm, Zoom-Okular mit 25facher Vergrößerung) und daran aufgesteckt mit passendem Adapter eine Leica Kleinbildkamera D-LUX5 (ISO80, 1/800, f/5.6, f=19.2mm). Das sind zumindest die Daten vom letzten Bild, die anderen dürften aber sehr ähnlich sein.

5. - 11. Juli 2021: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben die Sommerferien angefangen. Allen Schülerinnen und Schülern wünsche ich schöne Ferientage! Astronomie ist bei uns kein Schulfach, darum nutzt die Ferien, staunt über den Himmel und seid neugierig, stellt Fragen und erobert Euch den Kosmos!

Der Mond nimmt in dieser Woche bis zum Neumond hin immer weiter ab, die Nächte eignen sich, selbst wenn sie nicht ganz dunkel werden, durchaus zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Die Venus und in ihrer Nähe vielleicht auch noch der Mars können bis ca. 22:45 Uhr tief im Nordwesten gesehen werden. Saturn (Aufgang gegen 22:45 Uhr) und Jupiter (ca. 23:30 Uhr) können im Südosten gefunden werden. Die ISS ist mehrfach bei morgendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 5. Juli, geht die Sonne um 5:13 auf und um 21:45 Uhr unter. Der helle Tag ist also sieben Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond geht in der Frühe um 2:15 Uhr auf, seine Sichel ist nur noch zu 21 Prozent beleuchtet. Im dunklen Teil schimmert das Erdlicht. Die ISS kann heute früh gleich zweimal beobachtet werden. Um 2:48 Uhr taucht sie ziemlich genau im Süden knapp oberhalb von Saturn aus dem Erdschatten auf und fliegt dann schnell nach Osten. Zwischen 4:22 Uhr und 4:31 Uhr fliegt sie in maximal 74° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Jupitermond Kallisto wird ab 1:45 Uhr von Jupiter selbst bedeckt, ab 4:27 Uhr zieht Io vor der Planetenscheibe vorüber, so dass in der Morgendämmerung dann nur noch zwei Jupitermonde zu sehen sind.

Am Dienstag, den 6. Juli, beginnt um 0:45 Uhr eine Verfinsterung von Jupitermond Io, bis 1:06 Uhr ist zudem Jupitermond Europa vom Planeten bedeckt, so dass für ca. 20 Minuten nur zwei Jupitermonde sichtbar sind. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 1:38 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die ISS tritt das erste Mal um 2:03 Uhr etwas östlich (libks) von Jupiter aus dem Erdschatten heraus und fliegt schnell nach Osten weiter. Zwischen 3:36 Uhr und 3:44 Uhr fliegt sie noch einmal mit maximal 61° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Kleinplanet (12)Viktoria (9.2mag) zieht in nur 10' Bogenminuten Abstand an HIP 101921 (6.2mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 7. Juli, fliegt die ISS zwischen 2:50 Uhr und 2:57 Uhr in maximal 48° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg. Ein weiteres Mal steigt sie am schon hellen Morgenhimmel um 4:24 im Westen empor, fliegt um 4:28 Uhr und 29sec genau durch den Zenit, also exakt über Bad Lippspringe hinweg und verschwindet dann um 4:33 Uhr am Osthorizont.

Am Donnerstag, den 8. Juli, ist eine schmale Mondsichel wohl letztmalig vor Neumond zu sehen. Die ISS tritt um 2:04 Uhr im Süden in 35° Grad Höhe aus dem Erdschatten heraus. Bei einem zweiten Überflug fliegt sie um 3:41 Uhr in 85° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg. Gegen 4:28 Uhr bedeckt der leider nur 4° - 5° Grad über dem Horizont stehende Mond den Stern 121Tauri(5.4mag), etwas weiter nördlich von uns findet diese Bedeckung sogar streifend statt.

Am Freitag, den 9. Juli, fliegt die ISS zwischen 2:52 Uhr und 2:59 Uhr in maximal 75° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg. Zwischen 4:27 Uhr und 4:36 Uhr erreicht sie bei ihrem Überflug in der Morgendämmerung sogar eine Höhe von 84° Grad.

Am Samstag, den 10. Juli, erreicht der Mond um 3:17 Uhr seine exakte Neumondposition. Zwischen 2:05 Uhr und 2:12 Uhr fliegt die ISS beim ersten Mal in 62° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg, beim zweiten Überflug (von 3:39 Uhr bis 3:49 Uhr) fliegt sie um 3:43 Uhr exakt über unsere Köpfe hinweg

Am Sonntag, den 11. Juli, zieht bis 0:16 Uhr der Schatten von Jupitermond Ganymed über die Planetenoberfläche. Ganymed selbst zieht von 0:25 Uhr bis 4:00 Uhr vor der Planetenscheibe vorüber. Ab 4:24 Uhr wandert dann Europas Schatten über den Planeten. Die ISS fliegt das erste Mal zwischen 1:19 Uhr und 1:25 Uhr in maximal 49° Grad Höhe über unseren Himmel, beim zweite Mal zwischen 2:52 Uhr und 3:01 Uhr fliegt sie (um 2:56 Uhr) ein weiteres Mal exakt über Bad Lippspringe hinweg, und beim dritten Mal zwischen 4:29 Uhr und 4:38 Uhr erreicht sie auch noch eine Höhe von 61° Grad im Südsüdwesten. Kleinplanet (7)Iris (9.8mag) zieht heute früh in nur 10' Bogenminuten Abstand an 33 Tauri (6.0mag) vorüber. Kurz vor 23 Uhr geht im Nordwesten die schmale nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel, die Venus und links neben ihr der Mars in etwa gleichzeitig unter. Wer von den dreien wird am ehesten zu sehen sein?