Sonntag, 31. Mai 2026

1. - 7. Juni 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond langsam wieder ab. Von den hellen Planeten sind Venus und Jupiter gut zu beobachten. Beide kommen sich in dieser Woche immer näher und gehen kurz nach Mitternacht unter. Jupiter kommt der Venus immer mehr entgegen, zum Ende der Woche stehen die beiden Planeten nebeneinander und nicht mehr übereinander. Mit viel Glück (oder einem Fernglas), kann man in der Dämmerung rechts unterhalb der Venus, dicht am Horizont nach 22:15 Uhr auch noch Merkur entdecken. Er geht jedoch schon kurz nach 23 Uhr unter. Wer die Nacht über aufbleibt, kann ab 2:00 Uhr versuchen, Pluto im Sternbild Steinbock zu finden. Und ab ca. 3:15 Uhr geht auch Saturn im Südosten auf. Die ISS ist nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 1. Juni, geht die Sonne um 5:12 Uhr auf und um 21:34 Uhr unter. Nachts sinkt sie nur noch maximal 16° Grad unter den Horizont, im Norden bleibt es also die ganze Zeit etwas dämmerig. Der Mond geht um 23:25 Uhr auf, er ist noch zu 98 Prozent beleuchtet. Um 3:17 Uhr zeigt der Stern "RR Lyrae" ein Helligkeitsmaximum. Dieser Stern pulsiert in 13,6 Stunden zwischen 8,12mag und 7,06mag. Ein ideales Objekt, um diese Helligkeitsveränderungen mit einem Smart Teleskop aufzunehmen.

Am Dienstag, den 2. Juni, geht der Mond kurz vor 6:00 Uhr unter und erst kurz nach Mitternacht auf (siehe Mittwoch). Bereits um 0:50 Uhr zeigt der Bedeckungsveränderliche Stern U Sge (6,6-9,2mag, Periode 3,381 Tage) ein Helligkeitsminimum.

Am Mittwoch, den 3. Juni, geht der Mond um 0:08 Uhr auf. Er ist dann noch zu 94 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 4. Juni, geht der Mond um 0:39 Uhr auf und ist noch zu 89 Prozent beleuchtet. Heute Nacht steht Kleinplanet (20)Massalia ca. 45' Bogenminuten unterhalb von beta Virgo.

Am Freitag, den 5. Juni, geht der Mond um 1:02 Uhr auf, er ist jetzt in das Sternbild Steinbock gewandert und ist noch zu 82 Prozent beleuchtet. Um 2:00 Uhr steht Kleinplanet (14)Irene (9,7mag) in nur 6' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP86819 (6,6mag). Auch heute steht RR Lyrae um 2:30 Uhr im Maximum.

Am Samstag, den 6. Juni, geht der noch zu 74 Prozent beleuchtete Mond um 1:19 Uhr auf. Um 24 Uhr zeigt der Bedeckungsveränderliche Stern RZ Cas (6,2-7,7mag, P=1,195 Tage) ein Minimum.                 

Am Sonntag, den 7. Juni, geht der Mond um 1:33 Uhr auf. Er steht jetzt im Sternbild Wassermann und ist noch zu 65 Prozent beleuchtet.

30. Mai 2026: Die Vollmondnacht beginnt

 Der Monat Mai beschert uns diesmal zwei Vollmonde. Den ersten Vollmond in diesem Monat hatten wir am 1. Mai exakt um 19:24 Uhr und den zweiten am Sonntag, den 31. Mai exakt um 10:45 Uhr. Leider stand der Mond zu seinen exakten Vollmondzeiten bei uns jeweils unter dem Horizont, weil dieses Ereignis tagsüber eintraf. 

Aber so hat man die Möglichkeit sogar von jeweils zwei Vollmondnächten zu sprechen, die Nacht vor und die Nacht nach dem mathematisch exaktem Vollmondmoment. In der Praxis erscheint der Mond dem bloßen Auge dann immer wie ein zu 100 Prozent beleuchteter Mond.

Leider konnte ich den ersten Vollmond in diesem Monat nicht fotografieren, da war ich gerade unterwegs in den Norden Deutschlands zur schönen Insel Amrum und hatte in Schleswig-Holstein Station gemacht.

Doch beim zweiten Vollmond in diesem Monat hat es, zumindest ein wenig, geklappt. Auf dem Rückweg vom Theater aus der Stadt Paderborn nach Bad Lippspringe hatte ich zum Glück meine Kamera griffbereit und so legte ich einen kleinen Stop in der Feldmark ein:

Der Vollmond am 30.5.2026 um 22:13 Uhr MESZ

 Die Aufnahme habe ich mit meiner Canon RP Kamera mit dem RF100-400mm Teleobjektiv gemacht bei ISO400, 1/5 sec Belichtungazeit, Blende 5,6 und bei f=100mm Brennweite.

Man erkennt rechts und links des Mondes die Positionslampen vieler Windräder und ein paar Auto, die sich auf der einige hundert Meter entfernten Landstraße bewegen.

Der Mond stand kurz nach seinem Aufgang 4° Grad über dem Horizont und ziemlich genau in südöstlicher Richtung.

Der Mond bei 400mm Brennweite (ISO400, f=8.0, 1/80sec)

Hier noch ein Bild des Mondes bei "voll ausgefahrener" Telebrennweite des Objektivs. 

Würde ich wohl in nordwestlicher Richtung auch wieder die drei Planeten Jupiter, Venus und Merkur finden können?

Blick nach Nordwesten

 Leider war es nach Nordwest hin schon stark bewölkt. So sehr ich auch gesucht habe, einen Planeten habe ich an diesem Abend dort nicht gefunden. Ein wenig haben mich zwar die Farben des Abendlichts entschädigt, doch ich gebe zu - ein klarer Himmel wäre mir schon deutlich lieber gewesen.

Ich habe die Gegend gleich mehrfach auch mit meinem Fernglas abgesucht, aber keinen der Planeten gefunden. Erst als ich zuhause mir die Bilder an meinem PC mit einem großem Bildfschirm angeschaut habe, entfdeckte ich plötzlich doch noch einen kleinen hellen Lichtpunkt.

Das wird die Venus gewesen sein. Finden Sie diese auch? 

Sie ist links oberhalb vom Baum zu finden, etwas unterhalb einer dunkleren Flugzeugabgasspur.

Später am Abend zog es dann noch weiter zu, so dass bald auch vom Mond nichts mehr zu sehen war. Umso froher bin ich, wenigstens diese Bilder gemacht zu haben. 

 

Samstag, 30. Mai 2026

Und weitere erfolgreiche Aufnahmen: Kleinplanet (216)Kleopatra, M13, M64, M102 und NGC 5907

 Doch zum Glück gab es in der vergangenen Woche nicht nur Mißgeschicke, sondern auch viele erfolgreiche Aufnahmen.

So erwischte ich einen weiteren Kleinplaneten:

Kleinplaner (216) Kleopatra bei Zeta Scuti am 26.5.26

 Wie in meiner Wochenübersicht angekündigt, habe ich den Kleinplaneten (216)Kleopatra (11,9mag) tatsächlich ganz in der Nähe des Stern Zeta Scuti(4,7mag) gefunden. Wie man dem Wikipedia-Artikel zu (216)Kleopatra entnehmen kann, hat dieser eine sehr skurrile Form. Der Kleinplanet sieht eher aus wie ein typischer Hundeknochen, also gar nicht königlich. 

Im Sternbild Schild (lat. Scutum) findet man übrigens viele weitere interessante Objekte. 

Kugelsternhaufen M 13 am 26.5.26

 Zwischendurch mal eine schnelle Aufnahme (18 Minuten Belichtungszeit) des Kugelsternhaufens M13 im Sternbild Herkules.

M64, am 26.5.26

 M 64, die "Black-Eye-Galaxy" (schwarzes Auge Galaxie) im Sternbild Haar der Berenike.


Und hier noch ein "Übersichtsbild", gleich mit den Bezeichnungen von. astrometry.net: 

Die Gegend um und zwischen NGC 5907 und M102

 Sie finden auf dem Bild die Bezeichnung M102 nicht? M102 ist im Messier-Katalog ein etwas umstrittenes Objekt. Vielleicht hat astrometry.net aus diesem Grund hier nur die Bezeichnung NGC 5866 notiert. Dieses Bild entstand mit Hilfe der Mosaik-Funktion meines Vespera Pro und umfasst einen bereich von ca. 2,07 x 2,14 Grad am Himmel. 

Die Aufnahme entstand am 28.5.2026 und wurde insgesamt eine knappe halbe Stunde belichtet. Wenn man das Bild in der Originalgröße anschaut, kann man auch immer noch die Supernova in NGC5907 erkennen. 

28. Mai 2026: Eine mißglückte Beobachtung

 In der Astrofotografie arbeitet man bekanntlich mit wenig Licht. Von daher muss man entweder lange belichten, oder viele Aufnahmen zusammen addieren ("stacken"), um schöne Bilder zu bekommen.

Mein Vespera macht dieses Stacken automatisch. Bilder werden im allgemeinen nur zehn Sekunden lang belichtet, damit es nicht zu Sternspuren kommt und man diese anschliessend gut übereinander legen kann.

Ich wollte das entsprechend auch mit meinem großen C8-Teleskop und meiner Canon RP-Kamera probieren. Dafür hatte ich mit den Kugelsternhaufen M3 ausgesucht.

Da das C8 nicht azimutal den Sternen nachgeführt wird sondern parallaktisch kann man natürlich auch einfacher etwas länger belichten als mit einem Smartteleskop. Zunächst hatte ich mit meiner Bahtinov-Maske das Teleskop an einem hellen Stern gut fokussiert, anschließend dann M3 angefahren und eine Testaufnahme gemacht:

M 3 im C8, 30 Sekunden belichtet

Die Testaufnahme in meiner Kamera sah doch schon recht gut aus. Die Sterne recht punktförmig, Und bei ISO3200 könnte ich sicherlich 30 Sekunden belichten, in Summe würden da schon gut was an Helligkeit aufaddiert werden können und das Rauschen bei hohen ISO-Werten lässt sich durch das Stacken ja auch gut eliminieren.

Also habe ich anschliessend den eigentlichen Aufnahmeprozess gestartet und in aller Ruhe meine Kamera am C8 über 200 Fotos machen lassen. Bei 100 Minuten Brutto-Belichtungszeit sollte am Ende schon was gutes herauskommen. Kalibrierungsbilder (Flats, Darks) habe ich natürlich an diesem Abend auch gemacht.

Am nächsten Tag dann die Speicherkarte aus der Kamera geholt und in den Computer eingelesen.

Welche Enttäuschung! Denn alle Bilder von M3 (Ausschnitt) sahen so aus:

M3, defokussiert.
 

Durch irgendeine unbedachte Bewegung muss ich wohl die Kamera doch wieder defokussiert haben. So ein Mist, die ganze Zeit Kamera und Teleskop umsonst laufen gelassen. Und das kann dann auch das beste Stackingprogramm nicht mehr zurecht rücken.

Was könnte ich beim nächsten Mal besser machen, damit mir ein solches Mißgeschick nicht noch einmal passiert? Öfters zwischendurch kontrollieren? Oder lieber die Bilder immer gleich live auf einen PC übertragen, damit man sie sofort kontrollieren kann? 

Freitag, 29. Mai 2026

Weitere Beobachtungen in der Schönwetterkatastrophe: im Galaxiengewimmel

 Am 22. April habe ich über die SN2026ihi in der Galaxie NGC 3861 berichtet, die ich tagszuvor fotografiert hatte. Die Supernova in der Galaxie war vieleicht zu erahnen. Jetzt bin ich noch einmal in diese Region gegangen. Die Supernova selbst ist nicht mehr zu erkennen. Faszinierend finde ich jedoch das Gewimmel der Galaxien auf diesem Bild:

Die Gegend um NGC 3861 am 25.5.26 um 23:07 Uhr MESZ
 

Das Bild wurde knapp 120 Minuten belichtet. Der helle Stern am linken Bildrand ist 93 Leo. Schon ein schneller Blick auf das Bild zeigt, dass sich hier etliche "verwaschene", etwas ovale oder auch längliche Objekte tummeln, die sicherlich meist weit entfernte Galaxien sind. 

Analysiert man das Bild mit "astrometry.net" werden schon eine ganze Reihe von Galaxien markiert:

Das Bild mit vielen markierten IC- und NGC-Objekten

 Ich habe hier 25 IC- oder NGC-Objekte gezählt. Doch man erkennt auch schnell, das sind noch längst nicht alle Galaxien.

Deshalb habe ich das Bild auch einmal mit ASTAP analysieren lassen. Hier nur ein etwas kleinerer Ausschnitt aus dem gesamten Bild, jedoch "lotrichtig" nach Norden (oben) ausgerichtet::

Die gleiche Region mit ASTAP analysiert.

 Jetzt lassen sich die vielen Galaxien kaum noch zählen. Neben den Objekten aus dem IC- und NGC-Katalog sind jetzt auch viele aus dem UGC- und PGC- und SDSS-Katalogen hinzu gekommen.

Viele dieser Galaxien gehören zum großen "Leo-Galaxien-Haufen", auch als "Abell 1367" benannt.  Dieser Galaxienhaufen umfasst mehr als 500 Galaxien. Seine mittlere Entfernung beträgt ca. 280 Millionen Lichtjahre. 

Die Galaxie NGC 3842 darin hat einen Durchmesser von ca. 110 000 Lichtjahren, unsere Milchstrasse ist deutlich kleiner. Das schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstrasse hat ca. 4,3 Millionen Sonennmassen, das Schwarze Loch im Zentrum von NGC 3842 soll ca. 9,7 Milliarden Sonnenmassen umfassen.

Ist es nicht verrückt, dass so ein kleines Smart-Teleskop hier auf einmal hunderte von Galaxien sichtbar machen kann? 

Unsere Milchstrasse enthält mindestens 100 Milliarden Sterne. Wieviele einzelne Sterne mögen wohl die hier abgebildeten Galaxien zusammen haben?  

 

28. Mai 2026: Unser Mond und sein Geist am Abendhimmel

Ich möchte noch ein paar weitere Aufnahmen nachliefern.

Hier ein Bild des Mondes vom Donnerstag, den 28. Mai:

Der Mond am 28.5.26 um 22:58 Uhr

 Dieses Foto habe ich mit meiner Canon RP am Celestron C8 aufgenommen. Wenn man sich dieses Bild in Originalgröße anschaut, dann kann man dank der 2000mm Brennweite des C8 doch noch ein paar mehr Details als am Vespera Pro erkennen. Zum Zeitpunkt des Fotos stand der Mond im Sternbild Waage, 18° Grad über dem Horizont und seine uns zugewandte Seite war zu 94 Prozent beleuchtet.

Und dann habe ich etwas überrascht festgestellt, dass ich einen ganz interessanten planetarisachen nebel zwar schon mehrfach fotografiert hatte, die Bilder hier in meinem Blog aber noch nie gezeigt habe. 

NGC 6781 am 29.5.26 um 0:58 Uhr MESZ

 Dieser planetarische Nebel mit der Katalognummer NGC 6781 hat gleich mehrere Namen. Er wird zum Beispiel auch "Schneekugel" genannt, "kleiner Ringnebel" oder auch "Ghost of the Moon". Auf meinem Foto wirkt der Nebel im Sternengewimmel des Sternbilds Adler ein wenig verloren, doch wenn Sie sich das BIld in Originalgröße anschauen, zeigt dieser Nebel doch eine schon ganz beachtliche Größe. (Bild anklicken, so dass sich schon mal eine größere Ansicht zeigt. Dann mit der rechten Maustaste "Grafik in neuem Tab öffnen" anklicken und dann in diesem Tab die Lupe nutzen (das Zeichen mit dem (+) in der Mitte. So funktioniert es zumindest mit dem Firefox-Browser).

Mittwoch, 27. Mai 2026

27. Mai 2026: Astronomie am hellichten Tag: Sonne, Merkur, Venus, Jupiter und Mond

Was macht der Hobbyastronom, wenn die Nächte immer kürzer werden?

Naja, man kann versuchen, den Tag zur Nacht zu machen. Dafür habe ich extra mein großes Teleskop aufgebaut, mein C8 von Celestron. 

Die meisten Aufnahmen entstanden so um 18:30 Uhr, herum, also zu einem Zeitpunkt, als die Sonne noch ca. 24° hoch am Himmel stand.

Doch als erstes habe ich nicht "die" Sterne beobachtet, sondern "den" Stern, den einzigen Stern, der von uns nicht Lichtjahre entfernt ist, dem wir alles Leben auf unserer Erde verdanken: unsere Sonne.

Unsere Sonne mit Flecken am 27.5.26 um 18:27 Uhr MESZ

 Es sind doch eine ganze Reihe von Flecken auf der Sonne zu sehen. Spaceweather gibt die Sonnenfleckentrelativzahl heute mit 148 an.

Nach der Sonne habe ich die Venus fotografiert:

 Die Venus um 18:30 Uhr MESZ

Es hat mich nicht überrascht, die Venus sofort im Teleskop zu sehen, ist sie doch bei klarer Luft wirklich oft am Taghimmel zu sehen. Und sie hat zur Zeit ja auch eine Helligkeit von -3,9mag. Auffällig ist, dass die Venus nicht wirklich kreisrund erscheint. Das ist in der Tat kein Artefakt des Fotos oder des Flimmerns der Atmosphäre. Die Venus zeigt wie der Mond auch Phasen. Zur Zeit sind ca. 80 Prozent der Venus beleuchtet. Der scheinbare Durchmesser beträgt 13'' Bogensekunden. Für das Foto habe ich bei ISO100 1/125 Sekunden belichtet. 

Dann wurde es spannend, sollte Merkur auch schon sichtbar sein?

Merkur um 18:32 Uhr MESZ

Auch Merkur war zu sehen! Er hat eine Helligkeit von -0,9mag. Auch bei Merkur sind zur Zeit von der Erde aus gesehen ca. 80 Prozent beleuchtet. Sein Scheibchendurchmesser beträgt 5,71'' Bogensekunden, also nicht einmal die Hälfte der Venus. Dieses Bild habe ich bei ebenfalls ISO100, aber mit 1/250 Sekunde belichtet.

Jupiter

 Und wenn Merkur zu sehen war, war es bei Jupiter natürlich auch ein leichtes Unterfangen. Seine Helligkeit beträgt -1,7mag, der Scheibendurchmesser beträgt 33,34'' Bogensekunden, also zweieinhalbmal so groß wie die Venus. Und man konnte sogar die zwei charakteristischen Streifen, dunkle Wolkenbänder, auf seiner Oberfläche erkennen. Für Jupiter habe ich das Bild 1/60 Sekunde belichtet.

Der Mond um 19:20 MESZ

 Für den Mond musste ich noch etwas warten, er war zunächst noch vom Haus bedeckt. Um 19:20 Uhr stand er dann 11° Grad über dem Horizont. Es waren jedoch noch kaum Einzelheiten auf seiner Oberfläche zu erkennen. Diesmal habe ich wieder 1/125 Sekunde belichtet.

Die Bilder von Sonne und Mond sind natürlich verkleinert, die Bilder der drei Planeten sind hier jedoch 1:1 Darstellungen. 

Ansonsten habe ich keine Filter verwendet (außer bei der Sonne natürlich), auch kein Stacking. Es handelt sich schlicht um Einzelbilder aus meiner Canon RP heraus, die ich im Okularauszug des C8 befestigt hatte. 

Es hat Spaß gemacht, diese Objekte bei strahlendem Sonnenschein zu beobachten und nachzuweisen. Mal sehen, was heute der Abend und die Nacht noch bringen wird. 

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Später am Abend;

Kurz nach 22 Uhr konnte ich dann Merkur auch mit dem Fernglas knapp über dem Horizont erwischen. Mit einem Teleobjektiv ließ er sich auch gut fotografieren:

Merkur am 27.5. um 22:17 Uhr

 Dieses Foto entstand mit meiner Nikon P950 kamera bei 1/20 Sekunde, ISO200 und 320mm Äquivalentbrennweite und Blende 7.1. Mit bloßem Auge konnte ich Merkur nicht erkennen, er stand aber auch nur noch 4° Grad über dem Horizont. 

Jupiter und Venus um 22:22 Uhr MESZ

 Dieses Foto wurde mit folgenden Werten aufgenommen: Verschlusszeit 0,8 Sekunden, ISO400, 30mm Äquivalentbrennweite und Blende 6.3.  Leider ließen sich nur noch Jupiter und die venus abbilden. Merkur habe ich auf meinem Foto auch mit "Tricks" (verschiedene Einstellungen meiner "Lightroom"-Software) nicht mehr gefunden. Oder war dies schon zu spät, so dass Merkur sich nicht mehr gegen den Dunst am Horizont durchsetzen konnte?  Vielleicht habe ich ja in den nächsten Tagen noch einmal (etwas mehr) Glück.