Samstag, 21. September 2019

23. - 29. September: Der Himmel über Bad Lippspringe


Am Ende dieser Woche ist Neumond, der Mond stört dann nicht mehr bei der Beobachtung lichtschwacher Objekte am Nachthimmel. Von den großen Planeten sind Jupiter (bis gegen 21:30 Uhr) und Saturn (bis gegen 23:30 Uhr) am Abend zu sehen. Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun können praktisch die ganze Nacht über beobachtet werden. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 23. September, ist Herbstanfang. Um 9:50 MESZ überschreitet die Sonne den Himmelsäquator südwärts, jetzt werden die Nächte wieder länger als die Tage sein. In der Praxis dauert es jedoch noch ein bisschen bis zu einer wirklichen Tag- und Nachtgleiche. Denn wer wird schon wirklich sagen, mit dem Moment des Sonnenuntergangs hat die Nacht begonnen? Berücksichtigt man die Dämmerungsphasen mit, so wird erst Mitte Oktober die Nacht tatsächlich 12 Stunden lang sein. Sonnenaufgang ist heute um 7:12 Uhr und Sonnenuntergang um 19:22 Uhr. Bei diesen Zeiten geht man nicht vom Sonnenmittelpunkt aus, sondern beim Sonnenaufgang vom ersten Sonnenstrahl, der über den Horizont kommt und beim Sonnenuntergang entsprechend vom letzten. Dadurch ist auch diese Zeitspanne etwas länger als genau 12 Stunden. Der Mond geht erst deutlich nach Mitternacht auf. Zwischen 20:35 Uhr und 20:40 Uhr fliegt die ISS in maximal 40° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 24. September, fliegt die ISS zwischen 19:47 Uhr und 19:53 Uhr in maximal 29° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 21:22 Uhr erscheint sie noch einmal im Westen und steigt dann bis auf 78° Grad hoch hinauf bis zum Sternbild Leier, wo sie dann schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Mittwoch, den 25. September, fliegt zwischen 20:35 Uhr und 20:40 Uhr die ISS in maximal 65° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Bei Jupiter stehen heute Abend mal wieder alle vier Monde auf der gleichen Seite.

Am Donnerstag, den 26. September, fliegt die ISS zwischen 19:46 Uhr und 19:53 Uhr in maximal 51° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 21:22 Uhr erscheint sie noch einmal im Westen und steigt dann bis auf 76° Grad hoch hinauf bis zum Sternbild Leier, wo sie dann um 21:26 Uhr  im Erdschatten verschwindet.

Am Freitag, den 27. September, geht die nur noch zu 4 Prozent beleuchtete schmale Mondsichel um 4:57 Uhr auf und ist wohl letztmalig vor Neumond zu sehen. Am Abend fliegt die ISS zwischen 20:34 Uhr und 20:39 Uhr fast genau durch den Zenit (maximale Höhe 86° Grad) an unserem Abendhimmel. Bis 19:57 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Ganymed über den Planeten.

Am Samstag, den 28. September, fliegt die ISS zwischen 19:45 Uhr und 19:53 Uhr in maximal 76° Grad Höhe, knapp an der Wega in der Leier vorbei, über unseren Abendhimmel hinweg. Um 21:22 Uhr erscheint sie noch einmal im Westen und steigt dann wieder Richtung Sternbild Leier hinauf, erreicht die Wega jedoch nicht mehr, da sie kurz zuvor im Erdschatten verschwindet. Und der Mond erreicht um 20:26 Uhr die exakte Neumondposition.

Am Sonntag, den 29. September, fliegt die ISS zwischen 20:34 Uhr und 20:39 Uhr genau über unsere Stadt hinweg, um 20:37 Uhr fliegt sie genau durch den Zenit über unseren Köpfen. Um 20:50 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe und bis 21:12 Uhr fällt der Schatten von Europa auf den Planeten.

20. September: Streifende Sternbedeckung


Am 20. September gab es ganz in der Nähe vom Bad Lippspringe einen ganz besondere Sternbedeckung durch den Mond, eine sogenannte "streifende Sternbedeckung". Auf der Webseite der Vereinigung der Sternfreunde Deutschlands findet man dazu folgende Definition:

Streifende Sternbedeckungen sind ein Sonderfall der Sternbedeckungen durch den Mond. Während bei einer totalen Bedeckung der Stern nur einmal an der voranlaufenden Seite des Mondes verschwindet und auf der gegenüberliegenden Seite wieder auftaucht, geschehen solche Bedeckungsphänomene in den Polregionen des Mondes gleich mehrfach. Hierzu muss man die Linien auf der Erde kennen, die der jeweils oberste bzw. unterste Rand des scheinbaren Mondschattens beschreibt. Je nach Standort auf oder in der Nähe dieser Grenzlinie beobachtet man ein unterschiedliches Relief des Mondschattens. Aus den Kontaktzeiten mehrerer Beobachter lässt sich das vom Stern auf die Erde projizierte Mondprofil rekonstruieren.

Ein solches Ereignis gab es wieder einmal am 20. September kurz nach 6 Uhr in der Frühe - und zum Glück war bei uns der Himmel klar. Mit mehreren Sternfreunden gemeinsamen trafen wir uns bei Paderborn direkt auf der "Zentrallinie" dieser Bedeckung:

Am Beobachtungsplatz im ersten Morgengrauen

Unser Beobachtungsort. Die quer durch das Bild gehenden Linien zeigen den Bereich der "streifenden Bedeckung" an. Oberhalb davon wird der Mond gar nicht bedeckt, unterhalb wird er "total" verfinstert. (Bild: google earth)
 
Früher waren solche Beobachtungen wichtig, um das Profil des Mondrands genau zu berechnen. Auf den ersten Blick erscheint der Mond - selbst in großen Fernrohren - am Rand immer rund. Sterne sind jedoch immer so weit von uns entfernt, dass sie stets nur wie eine echte punktförmige Lichtquelle leuchten. Und weil der Mond aber auch am Rand, bedingt durch Krater oder andere Erhebungen, nicht gleichförmig rund ist, kann es passieren, dass bei einer "streifenden Bedeckung" so ein Stern mal durch einen Berg oder Krater verdeckt wird und dann nicht zu sehen ist und dann plötzlich in einem Tal zwischen zwei Erhebungen wieder auftaucht, dann wieder verschwindet usw.

Heute ist zur Berechnung des Mondprofils die Beobachtung von Amateurastronomen nicht mehr notwendig, den Mond umkreisende Satelliten sind einfach viel näher dran und erledigen solche Aufgaben professionell. Auch gibt es inzwischen ein hervorragendes Programm zur Vorhersage solcher Ereignisse. Hier mal ein "Screenshot" aus dem Programm GRAZREP:

Bildausschnitt aus dem Programm GRAZREP für diese Bedeckung.
Aber ist das nicht alles nur Theorie? Wie sieht das wirklich in der Praxis aus? Und so eine Beobachtung ist allemal besonders spannend. Wie oft verschwindet der Stern tatsächlich am Mondrand? Einmal, zweimal, mehrfach? Oder vielleicht gar nicht?  Es kommt dabei schon sehr genau auf den Standort des Beobachters an, 100 Meter weiter kann eine solche Beobachtung schon ganz anders ausfallen.

Es ist auch nicht ganz einfach eine solche Beobachtung zu dokumentieren. In meinem Spektiv zum Beispiel war das Sternchen am 20. September mit bloßem Auge kaum zu erkennen, der helle Mond überstrahlte fast alles. Das macht auch das Fotografieren nicht einfach. Hier mal ein erstes Bild:


Finden Sie den Stern? Noch steht er genau "über" dem Mond.

Damit eine solche Beobachtung überhaupt erfolgreich ist, darf sie natürlich nur am dunklen, unbeleuchteten Mondrand stattfinden. Hier nähert sich jetzt der Stern diesem Mondrand:

Der Stern ist einkleiner lichtschwacher Punkt,dicht an der Schattengrenze des Mondes.

 Und hier ist jetzt der Mond verschwunden:
Der Stern ist weg.
 Und er taucht wieder auf:

Der Stern ist wieder da.

Die obigen Bilder habe ich glücklicherweise mit meiner Ausrüstung selbst festhalten können. Viel besser hat es jedoch mein Sternfreund Rainer Kleibrink gemacht. Er konnte das gesamte Ereignis sogar per Video aufzeichnen. Versuchen Sie mal zu zählen, wie häufig der Stern verschwindet und wieder auftaucht:





Wer mehr über "streifende Sternbedeckungen" erfahren will, dem seien die Seiten der entsprechenden Fachgruppe der Vereinigung der Sternfreunde Deutschlands empfohlen oder gleich die Seiten einer entsprechenden weltweiten Spezialistenorganisation.

Und von mir noch einmal einen ganz herzlichen Dank an all die anderen Mitbeobachter aus Bayern, aus Bielefeld, aus Delbrück, ... Es war wirklich eine schöne, spannende Aktion! Und vielen Dank an die Freunde des "Beobachtertreff OWL", die rechtzeitig auf das Ereignis aufmerksam machten!

Zum Schluss noch ein Foto des Mondes vom gleichen Morgen. Dieses wurde natürlich nur kurz belichtet, da ist der Stern natürlich nicht drauf zu sehen:


Der Mond am 20.9.2019 um 6:00 Uhr MESZ

Sonntag, 15. September 2019

16. - 22. September: der Sternenhimmel über Bad Lippspringe


In dieser Woche zieht sich der Mond allmählich vom Abendhimmel zurück. Auch die großen Planeten Jupiter (bis gegen 22 Uhr) und Saturn (bis gegen Mitternacht) gehen immer früher unter und sind so schwieriger zu beobachten. Doch zum Glück gilt dies auch für die Sonne, so dass die dunklen  Abende auch immer früher anfangen. Die ISS ist zum Ende der Woche bei abendlichen Überflügen zu sehen. Hoffentlich spielt das Wetter mit, denn es wird einige spektakuläre Ereignisse am Himmel geben.


Am Montag, den 16. September, geht die Sonne exakt um 7:00 Uhr auf und um 19:38 Uhr unter. Das ist morgens 11 Minuten später und abends sogar 16 Minuten früher als noch vor einer Woche. Der Mond geht kurz vor 21 Uhr auf und ist noch zu 94 Prozent beleuchtet. Um 20 Uhr halte ich an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag zum Mond.

Am Dienstag, den 17. September, geht der Mond um 21:12 Uhr auf. Er steht heute etwa 5° Grad südlich vom nur mit dem Fernglas sichtbaren Planeten Uranus.

Am Mittwoch, den 18. September, geht der zu 80 Prozent beleuchtete Mond um 21:31 Uhr auf, in etwa mit dem Ende der astronomischen Dämmerung.

Am Donnerstag, den 19. September, kommt es in der Frühe um ca. 2:00 Uhr zu einer streifenden Sternbedeckung durch den Mond entlang einer Linie von Rietberg Richtung Oerlinghausen/Leopoldshöhe. Am Abend nähert sich der Mond im Sternbild Stier den Hyaden und geht kurz vor 22 Uhr auf.  Kleinplanet Vesta (7,4mag) geht nur 13' Bogenminuten südlich an Stern 30 Taruri (5,0mag) vorüber.

Am Freitag, den 20. September, kommt es in der Frühe zu einer "streifenden Sternbedeckung" ganz in der Nähe von uns. Kurz nach 6:00 Uhr wird der 5.9mag helle Sterne SAO 93777 (ähnlich wie der das Ereignis am 27. August) am nördlichen Mondrand haarscharf vom Mond bedeckt werden. Bei uns in Bad Lippspringe wird er wohl so gerade eben nicht vom Mond bedeckt. Auf einer Linie von Salzkotten, quer durch das Zentrum von Paderborn nach Altenbeken hin findet diese Bedeckung jedoch genau streifend statt. Das heißt, der Stern wird zwischen einzelnen Mondbergen immer mal wieder verschwinden und dann wieder auftauchen. Genaue Informationen zu dieser Linie und einer gemeinsamen Beobachtungsmöglichkeit findet man hier. Um 21:22 Uhr kann kurz im Westen zuerst bei Jupiter und dann bei Saturn die ISS beobachtet werden. Später am Abend geht dann der noch zu 63 Prozent beleuchtete Mond um 22:25 Uhr auf.

Am Samstag, den 21. September, geht der Mond am Abend erst um 23:04 Uhr auf, er zeigt maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht fernab vom Rand. Schon um 20:35 Uhr fliegt die ISS ganz knapp an Saturn vorbei. Der Abstand beträgt nicht einmal ein halbes Grad, also maximal einen Vollmonddurchmesser.

Am Sonntag, den 22. September, erreicht der Mond am Morgen um 4:41 Uhr exakt das Letzte Viertel. Am Abend geht der Mond erst um 23:53 Uhr auf, vorher lassen sich also durchaus schon gut lichtschwache "deep-sky"-Objekte beobachten. Die ISS steigt am Abend um 21:19 Uhr im Westen auf und verschwindet dann um 21:23 Uhr in 48° Grad Höhe fast genau in südlicher Richtung neben dem hellsten Stern des Adlers, dem Altair, im Erdschatten.

Freitag, 13. September 2019

Vortrag am 16. September: "Mondsüchtig"


Am Montag, den 16. September, darf ich um 20 Uhr wieder einmal einen Vortrag an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus halten. Das Thema lautet:

Mondsüchtig - damals, heute, morgen

 In der Ankündigung der Sternwarte heißt es:

Wohl schon immer haben die Menschen davon geträumt, zum Mond fliegen zu können. Zwölf Menschen haben dies vor etwa 50 Jahren tatsächlich geschafft. Doch sind Flüge zum Mond heute überhaupt noch möglich? Der Vortrag beginnt mit einem Rückblick auf die ersten Satellitenmissionen der Sowjetunion und den USA und auf das Apolloprogramm mit den ersten Flügen von Menschen zum Mond. Die Erforschung des Mondes ist jedoch nicht vor 50 Jahren stehen geblieben: die neuesten Ergebnisse der Missionen aus China, Indien oder den USA werden vorgestellt. Besonders berücksichtigt wird dabei auch der Beitrag deutscher und europäischer Forscher. Außerdem versucht der Autor Antworten zu geben auf die Frage, wann wohl der nächste Mensch zum Mond fliegen wird.

Ich werde jedoch nicht nur über die Faszination der Raumfahrt zum Mond sprechen, sondern auch auf ein paar andere, eher kulturelle Aspekte des Mondes und der Mondfahrt eingehen. Und ich möchte über Erlebnisse der Apollo-Astronauten sprechen, die an anderen Stellen, zum Beispiel in der tollen Ausstellung im Heinz-Nixdorf-Museum, nicht erwähnt werden. Sie sind herzlich eingeladen!

Mit dem Eintritt von 4 Euro (oder ermäßigt 3 Euro)  unterstützen Sie die ehrenamtliche Arbeit an unserer Sternwarte.

Sonntag, 8. September 2019

9. - 15. September: Der Himmel über Bad Lippspringe


In dieser Woche haben wir Vollmond, sein helles Licht überstrahlt viele schwächere Objekte am Nachthimmel. Trotzdem sind Jupiter (bis 22:30 Uhr) und Saturn (bis 0:30 Uhr) abends im Südwesten zu sehen. Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun sind praktisch die ganze Nacht über zu beobachten. Die ISS ist am Morgenhimmel bei ihren Überflügen sichtbar.

Am Montag, den 9. September, ist die ISS am Morgen zwischen 5:31 Uhr und 5:37 Uhr bei ihrem Überflug in maximal 71° Grad Höhe zu sehen. Die Sonne geht um 6:49 Uhr auf und um 19:54 Uhr unter, der helle Tag ist also nur noch gut 13 Stunden lang. Der Mond geht um 18:12 Uhr auf und scheint in der Nacht bis ca. 2:00 Uhr am nächsten Morgen, er ist zu 84 Prozent beleuchtet. Um 21:58 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Ganymed.

Am Dienstag, den 10. September, tritt die ISS in 69° Grad Höhe hoch am Himmel zwischen den Sternbildern Andromeda und Cassiopeia aus dem Erdschatten heraus, um dann bis 4:50 Uhr schnell nach Osten zu fliegen. Planet Neptun erreicht heute seine Oppositionsstellung, er ist also der Erde relativ nah, kann aber trotzdem nur im guten Fernglas oder Fernrohr gesehen werden.

Am Mittwoch, den 11. September, fliegt die ISS zwischen 5:32 Uhr und 5:38 Uhr in maximal 49° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Bereits um 2:14 Uhr bedeckt der Mond den Stern nü im Steinbock. Abends beginnt Jupitermond Europa um 21:26 Uhr einen Durchgang vor der Planetenscheibe.

Am Donnerstag, den 12. September, ist die ISS zischen 4:45 Uhr und 4:49 Uhr nur kurz am südöstlichen Himmel zu sehen. Kleinplanet Ceres (8,9mag) geht heute Abend dicht an Rho Oph (4,8mag) vorüber.

Am Freitag, den 13. September, fliegt die ISS zwischen 5:31 Uhr und 5:37 Uhr in nur noch 29° Grad Höhe über unseren morgendlichen Himmel hinweg. Bereits um 2:43 Uhr zeigte der veränderliche Stern Algol im Perseus wieder ein Helligkeitsminimum. Um 19:30 Uhr trifft sich an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus wieder die "Beobachtergruppe" zum gegenseitigen Austausch, Interessierte Besucherinnen und Besucher sind jederzeit willkommen.

Am Samstag, den 14. September, erreicht der Mond kurz vor seinem Untergang im Westen um 6:33 Uhr seine exakte Vollmondposition. Dies ist übrigens der kleinste Vollmond des Jahres, er hat nur einen Durchmesser von 29,4 Bogenminuten, da er auf seiner leicht elliptischen Bahn dann gut 406.000 Kilometer von uns entfernt ist. Die ISS kann kurz um 4:45 Uhr unterhalb des Sternbilds Orion gesichtet werden.

Am Sonntag, den 15. September, kann die ISS ein letztes Mal in dieser Morgensichtbarkeitsperiode um 5:32 Uhr ganz tief im Süden in nur 12° Grad Höhe kurz gesehen werden. Beim Mond können wir heute Abend dank maximaler Libration in Breite auch auf seinen Nordpol schauen. Um 23:31 Uhr erreicht Algol erneut ein Helligkeitsminimum.




Donnerstag, 5. September 2019

5. September: Morgenrot


Heute früh war vor Sonnenaufgang im Osten wieder ein ausgesprochen intensives Morgenrot zu sehen. So schön dies auch anzusehen sein mag, der Grund dafür ist leider nicht so schön: Durch die großen Wald- und Flächenbrände in diesem Sommer ist unsere Atmossphäre wohl so stark angereichert mit Ruß- und Staubteilchen, dass es morgens vor und abends nach Sonnenuntergang zu besonders intensiven Farben kommt.

Morgenrot am 5. September 2019 um 6:25 Uhr, ca. 25 Minuten vor Sonnenaufgang

Morgenrot mit Krähen

Wer genauer wissen möchte, wie Morgen- oder Abendrot entsteht, kann das zum Beispiel hier, hier oder hier nachlesen.


Montag, 2. September 2019

2. - 8. September 2019: Der Himmel über Bad Lippspringe


In dieser Woche nimmt der Mond weiter zu und bestimmt mehr und mehr den Nachthimmel. Dank der immer früher eintretenden Dunkelheit können Jupiter und Saturn in der ersten Nachthälfte noch gut bis 23:00 Uhr bzw. 01:00 Uhr beobachtet werden. Außerdem werden die Bedingungen für die Beobachtung der Fernglasplaneten Uranus und Neptun immer besser. Die anderen Planeten sind diese Woche nicht sichtbar. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 2. September, geht die Sonne um 6:38 Uhr auf und um 20:10 Uhr unter. Der helle Tag ist also wieder 26 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Die zu 16 Prozent beleuchtete Mondsichel geht heute um 21:56 Uhr unter. Bereits um 4:50 Uhr fliegt die ISS im Südosten miten durch das Sternbild Orion.

Am Dienstag, den 3. September, ist der Mond am Abend weiter gezogen in das Sternbild Waage und geht um 22:20 Uhr unter. Morgens fliegt die ISS zwischen 5:35 Uhr und 5:42 Uhr in der Morgendämmerung in maximal 66° Grad Höhe über unseren Himmel.

Am Mittwoch, den 4. September, nähert sich der Mond dem Sternbild Skorpion und geht um 22:46 Uhr unter. Jupitermond Europa geht bis 21:19 Uhr vor dem Planeten vorüber, ab 21:26 Uhr fällt Europas Schatten auf die Planetenscheibe.Zwischen 4:48 Uhr und 4:53 Uhr fliegt die ISS in maximal 51° Grad Höhe über unseren Südwesthimmel.  Im HeinzNixdorf MuseumsForum gibt es um 19 Uhr einen  Vortrag von Dr. Urs Ganse unter dem Tiel: "Wie baut man eigentlich ein Raumschiff?"

Am Donnerstag, den 5. September, nähert sich der Mond dem Jupiter, er geht um 23:17 Uhr unter. Heute zeigt er wieder einmal maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht weit ab vom Rand. Zwischen 5:34 Uhr und 5:39 Uhr fliegt die ISS mit maximal 8° Grad Höhe fast durch unseren Zenit, bereits in der Morgendämmerung fliegt sie dabei sehr dicht an Capella im Fuhrmann und Castor und Pollux in denZwillingen vorüber.

Am Freitag, den 6. September, erreicht der Mond am Morgen um 5:11 Uhr das Erste Viertel, dann steht er bei uns jedoch unter dem Horizont. Abends sind dann schon 57 Prozent von ihm beleuchtet, er geht um kurz vor Mitternacht unter. Heute Abend steht Neptun (7,8mag) nur 30'' Bogensekunden südlich von Phi Aquarii und Kleinplanet Pallas (10,0mag) geht 18' Bogenminuten nördlich an 32 Bootos (5,6mag) vorüber. Die ISS tritt um 4:46 Uhr in 50° Grad Höhe im Südsüdwesten im Sternbild Andromeda aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann bis 4:52 Uhr Richtung Osten der später aufgehenden Sonne entgegen.

Am Samstag, den 7. September, fliegt die ISS am Morgen zwischen 5:33 Uhr aus dem Westen aufsteigend, um 5:35 Uhr genau über unsere Stadt hinweg. Am Abend geht der immer vollere Mond erst nach Mitternacht unter.

Am Sonntag, den 8. September, fliegt die ISS noch einmal um 4:46 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Sie taucht jedoch erst 30 Sekunden vorher aus dem Erdschatten auf., bevor sie dann um 4:51 Uhr im Osten hinter dem Horizont verschwindet. Abends steht der Mond ca. 3° Grad östlich (also links) von Saturn.