Montag, 23. Februar 2026

22./23. Februar 2026: Keine Flecken auf der Sonne

Die Webseite spaceweather.com berichtete als erste: "Keine Flecken auf der Sonne!"

Die Sonne am 22. Februar 2026 um 13 Uhr UT (14 Uhr MEZ) (c)spaceweather.com/NASA/SDO

Zum ersten Mal seit vier Jahren zeigt die Sonne keine Flecken auf ihrer der Erde zugewandten Seite. Dadurch haben wir nicht plötzlich das Minimum dieses Sonnenfleckenzyklus erreicht, in wenigen Tagen werden schon neue Flecken die Sonne die Sonne sprenkeln, vielleicht schon morgen. Zwischen Sonnefleckenmaximum und Sonnenfleckenminimum liegen im Durchschnitt elf Jahre, zur Zeit befinden wir uns sicherlich eher noch im Bereich höherer Aktivität des Sonnenfleckenzyklus. 

Natürlich habe ich auch versucht, die fleckenlose Sonne zu fotografieren, doch leider war der Himmel hier viel zu bewölkt, ein Regenschauer jagte den nächsten. Und wenn mal das helles Licht der Sonne aufblitzte, warne doch schnell wieder Wolken da, so dass es auch überhaupt nicht einfach Kamera oder Teleskop auf die Sonne auszurichten. Hier mein "bestes" Foto: 

Die Sonne am 23. Februar um 16:30 Uhr MEZ

 Man sieht, dass ich die Sonne auf diesem Bild gar nicht zentrieren konnte. Und dass die Wolken eigentlich alles überlagern. Flecken sind auf den von der Sonne sichtbaren Teilen nicht zu sehen.

Ich bin gespannt, wie die Sonne sich morgen zeigen wird, und ob es vielleicht eine bessere Fotogelegenheit ergibt. Klarer Himmel ist hier erst für Mittwoch vorhergesagt. 

Sonntag, 22. Februar 2026

23. Februar - 1. März 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond kräftig zu, sein helles Licht überstrahlt viele Sterne. Von den Planeten endet wahrscheinlich schon am Dienstag die Sichtbarkeitsperiode von Merkur, er wird zum einen immer lichtschwächer, zum anderen wird das Sichtbarkeitsfenster zwischen Sonnenuntergang und Merkur-Untergang immer kleiner. Jupiter ist immer noch gut zu beobachten, er geht erst gegen 5 Uhr morgens unter. Saturn Sichtbarkeitsperiode dagegen endet allmählich, er geht jetzt schon kurz vor 20 Uhr unter. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen gut zu beobachten.

Am Montag, den 23. Februar, geht die Sonne um 7:23 Uhr auf und um 17:54 Uhr unter. Der helle Tag ist also schon 27 Minuten länger als noch vor einer Woche. Merkur geht um 10:30 Uhr unter, er hat heute noch eine Helligkeit von 0,4mag. Der Mond ist heute Abend (20:00 Uhr) zu 43 Prozent beleuchtet. Um 5h 47m 56s fliegt die ISS exakt durch unseren Zenit, also über Bad Lippspringe hinweg. Um 5:46 Uhr tritt sie in 38° Grad Höhe im Westen aus dem Erdschatten heraus und verschwindet um 5:52 Uhr im Osten.

Am Dienstag, den 24. Februar, erreicht der Mond um 13:28 Uhr das Erste Viertel, um 20:00 Uhr ist er dann zu 53 Prozent beleuchtet. Der veränderliche Stern Algol steht heute um Mitternacht im Helligkeitsminimum. Um 5:02 Uhr ist die ISS kurz im Osten zu sehen. Zwischen 6:34 Uhr und 6:40 Uhr fliegt sie in maximal 68° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 25. Februar, ist der Mond am Abend zu 64 Prozent beleuchtet, um 19:34 Uhr erreicht er mit 66° Grad seine höchste Stellung über dem Horizont. Gegen 22:30 Uhr findet bei uns (eine fast streifende) Bedeckung eines 6,25mag schwachen Sternchens a, unteren Mondrand statt. Zwischen 5:49 Uhr und 5:55 Uhr fliegt die ISS in maximal 80° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg.

Am Donnerstag, den 26. Februar, nähert sich der Mond langsam Jupiter im Sternbild Zwillinge. Er ist heute zu 75 Prozent beleuchtet. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol schauen können. Asteroid (1584)Fuji (13,0mag) zieht heute gegen 21:00 Uhr in 6,5' Bogenminuten Abstand an Stern 19 Hya (5,6mag) vorüber. Zwischen 5:03 Uhr und 5:07 Uhr ist die ISS kurz im Osten zu sehen. Zwischen 6:37 Uhr und 6:44 Uhr fliegt sie in maximal 41° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 27. Februar, ist der Mond zu 84 Prozent beleuchtet. Um 22:52 Uhr bedeckt der Mond den 3,6mag hellen Stern kappa Geminorum. Die Bedeckung endet bei uns um 23:55 Uhr, aber ob dann der recht helle Stern nicht doch vom Mond überstrahlt wird? Ein gutes Teleskop ist sicherlich hilfreich. Kleinplanet (7)Iris (8,9mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Der veränderliche Stern Algol steht heute um 20:50 Uhr im Helligkeitsminimum. Zwischen 5:51 Uhr und 5:57 Uhr fliegt die ISS in maximal 53° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg.

Am Samstag, den 28. Februar, ist der Mond zu 91 Prozent beleuchtet. Asteroid (433)Eros zieht heute Nacht unterhalb des offenen Sternhaufen NGC 1647 vorbei. Zwischen 5:05 Uhr und 5:079Uhr ist die ISS kurz in Ostsüdost zu sehen. Zwischen 6:38 Uhr und 6:44 Uhr fliegt sie in maximal 22° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 1. März, ist der Mond zu 97 Prozent beleuchtet. Er geht um 15:36 Uhr auf und erst am Montag um 6:52 Uhr unter. Zwischen 5:53 Uhr und 5:59 Uhr fliegt die ISS in maximal 30° Grad Höhe hoch über unseren Himmel hinweg. Asteroid (120)Lachesis (12,2mag) zieht um 4:00 Uhr in nur 2,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP57306 (7,3mag) vorüber.

Samstag, 21. Februar 2026

19. Februar 2026: Leider viele Wolken

 Am Abend des 19. Februar schien es aufzuklaren. Ich konnte schnell mit dem bloßen Auge Jupiter und ein paar Sterne sehen, doch leider waren wohl auch noch viele Wolken am Himmel. 

Das Initialisieren meiner Beobachtungsstation klappte noch ganz gut, doch die Aufnahmen wurden schwierig.

Uranus am 19.2.26 um 21:09 Uhr MEZ

 Uranus war schnell zu finden, doch leider zeigte er auf dem Foto nach nur 15 Minuten Belichtungszeit schon einen deutlichen Hof.Trotzdem kann man darinnen noch zwei seiner Planeten erkennen, Oberon mit 14,1mag und Titania mit 13,9mag.

Leider wurden danach die Bedingungen nicht besser, nur schlechter. Ich hatte versucht, Kleinplaneten aufzunehmen, die mir in Stellarium angezeigt wurden. Leider gelang mir das nicht mehr, da die einzelnen Belichtungen wegen starker Bewölkung sehr früh abgebrochen wurden oder ich eben - selbst wenn mal ein 15-minütige Belichtung gelang - trotzdem nicht die sonst übliche "Tiefe" des Himmels erreichen konnte und mir so die gesuchten Kleinplamneten verborgen blieben. Hier mal als Beispiel ein Bild der Region um den Kleinplaneten (482)Petrina herum. Dieser sollte 14mag haben, aber war leider auf dem Bild nicht mehr zu finden.

Kein (482) Petrina

Bei anderen Kleinplaneten war die Grenzgröße der Bilder sogar noch weniger, so dass ich nur noch ein anderes Bild versuchte:

Algol, nach nova.astrometry.net

 Algol, der veränderliche Stern im Perseus war mit seinen ca. 2,1 mag zwar hell genug, aber er zeigte natürlich auch einen großen Hof. So bin ich dann an diesem Abend bald wieder ins Bett gegangen, musste ich doch am 20.2. auch eine etwas längere Fahrt zu einem Termin in Münster machen. In der Nacht muss es wohl viel besser aufgeklart haben, denn am Morgen des Freitags schien die Sonne ganz prächtig. Das nützte mir nun jedoch nichts mehr, denn ich musste ja los. Und am Abend war der Himmel leider wieder total bewölkt und immer wieder regnete es.

Mal abwarten, wann wir wieder eine geeignete Beobachtungsnacht bekommen. 

Sonntag, 15. Februar 2026

16. - 22. Februar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir am Dienstag Neumond, die Nächte eignen sich insbesondere zu Beginn der Woche also sehr gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Nachthimmel. Merkur kann am Abendhimmel eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang in ungefähr 10° Grad Höhe im Westen gefunden werden, ein Fernglas ist sicherlich hilfreich. Er geht bald nach 19 Uhr unter. Schon um ca. 18:30 Uhr geht die eigentlich noch hellere Venus unter, sie dürfte aber so nah am Horizont schwieriger zu finden sein als Merkur. Spannend wird es am Mittwochabend, da steht die schmale Mondsichel genau zwischen den beiden. Saturns Sichtbarkeitsperiode endet in diesen Wochen, er geht bald nach 20 Uhr unter. Jupiter steht nach 21 Uhr hoch im Süden und geht erst nach 5 Uhr im Westen unter. Fernglasplanet Uranus kann noch in der ersten Nachthälfte in der Nähe der Plejaden gefunden werden. Die Internationale Raumstation (ISS) kann bei morgendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 16. Februar, geht die Sonne um 7:37 Uhr auf und um 17:41 Uhr unter. Der helle Tag dauert also schon wieder über zehn Stunden. Um 4:51 Uhr ist die ISS tief im Südosten nur 10° Grad über dem Horizont kurz zu sehen. Zwischen 6:24 Uhr und 6:33 Uhr fliegt sie in maximal 40° Grad Höhe gut sichtbar über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 17. Februar, erreicht der Mond exakt um 13:01 Uhr seine Neumondposition. Es kommt diesmal sogar zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis, die aber wohl keinem Menschen beobachtet wird, da sie über der Antarktis stattfindet. Die ISS fliegt zwischen 5:40 Uhr und 5:45 Uhr in maximal 29° Grad Höhe über unseren südöstlichen Himmel hinweg. Um 21:15 Uhr steht (39)Laetitia (10,4mag) in nur 5,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP40354 (6,4mag).

Am Mittwoch, den 18. Februar, Aschermittwoch, könnte bei klarer Sicht zum Westhorizont die nur zu 2 Prozent beleuchtete Mondsichel vielleicht schon sichtbar werden, sie steht jedoch noch unterhalb von Merkur und geht um 19:09 Uhr unter. Eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang, um 18:15 Uhr, steht sie knapp 7° Grad hoch über dem Horizont. Die ISS ist um 4:58 Uhr kurz im (tiefen) Südosten zu sehen. Die ISS fliegt zwischen 6:28 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 67° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Um 20:00 Uhr steht (403)Cyane (12,6mag) in nur 3 Bogenminuten Abstand zu Stern HIP43675 (8,5mag).

Am Donnerstag, den 19. Februar, ist die Mondsichel am Abend zu 6 Prozent beleuchtet und steht heute in der Nähe von Saturn. Sie geht um 20:30 Uhr unter. Merkur erreicht seine größte östliche Elongation (d.h. den weitesten Abstand von der Sonne in dieser Sichtbarkeitsperiode). Die ISS fliegt zwischen 5:42 Uhr und 5:48 Uhr in maximal 53° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 20. Februar, ist die Mondsichel am Abend schon zu 13 Prozent beleuchtet. Sie geht erst um 21:53 Uhr unter. Die ISS ist ein weiteres Mal um 4:58 Uhr kurz im (tiefen) Südosten zu sehen. Die ISS fliegt zwischen 6:30 Uhr und 6:37 Uhr in maximal 87° Grad Höhe fast durch unseren Zenit und über unseren Morgenhimmel hinweg. Saturn und Neptun stehen heute nur knapp 50' Bogenminuten auseinander, das ist weniger als zwei Vollmonde.

Am Samstag, den 21. Februar, ist der Mond zu 21 Prozent beleuchtet und geht erst um 23:19 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 5:44 Uhr und 5:50 Uhr in maximal 79° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 22. Februar, geht der zu 31 Prozent beleuchtete Mond erst deutlich nach Mitternacht, um 0:48 Uhr unter. Die ISS kann ein weiteres Mal um 4:50 Uhr kurz im Osten zu sehen. Zwischen 6:32 Uhr und 6:40 Uhr ist die ISS ein weiteres Mal in maximal 87° Grad Höhe hoch über unserer Stadt zu sehen. Um 5:00 Uhr in der Frühe zieht (29)Amphitrite (11,4mag) über den Kugelsternhaufen M 4 (5,9mag) hinweg. Im Gewirr der Sterne des Kugelsternhaufens dürfte Amphitrite kaum aufzufinden sein. Schade nur, das sich diese spannende Begegnung bei uns nur in ca. 10° Grad Höhe über dem Horizont abspielt.

15. Februar 2026: Und nachts wurde es plötzlich klar

 Am späten Abend des 14. Februar wollte ich eigentlich schon ins Bett gehen, es war schon deutlich nach Mitternacht, als bei einem Blick nach draußen mir plötzlich auffiel, das ja Sterne am Himmel zu sehen sind. 

Also doch gleich noch mein Vespera nach draußen gestellt, initialisiert und als erstes zum Uranus geschwenkt. Doch der war schon viel zu weit und tief im Westen, den konnte ich gar nicht mehr erreichen. Also wurde als nächstes Ziel ein Kleinplanet aufgesucht:

Asteroid (1584)Fuji am 15.2.26 um 0:48 Uhr MEZ

 Den Asteroid (1584) Fuji hatte ich ja in meiner Wochenübersicht erwähnt. Vor vier Tagen sollte er ganz in der Nähe eines helleren Doppelstern stehen. Von dem war er jetzt natürlich schon weit entfernt, aber ich habe ihn gerne fotografiert, war es doch mein erstes Foto dieses Objekts. Insgesamt mein 112. Asteroid.

  

Jupiter um 0:52 Uhr

 Danach ein schneller Schwenk zu Jupiter. Wenn schon Uranus nicht mehr zu erreichen war, wollte ich doch wenigstens den einzigen jetzt sichtbaren Planeten auch fotografieren. Links neben Jupiter ist sein Mond Europa zu sehen, rechts von ihm die Monde Ganymed und Kallisto. Mond Io befand sich im Moment der Aufnahme gerade noch hinter Jupiter in dessen Schatten. Er wäre aber auch außerhalb des Schattens wohl zunächst noch einige Zeit von Jupiter überstrahlt worden.

Und dann ging ich wieder auf Supernova-Jagd:

SN2026acd in NGC 4168 um 1:16 Uhr 

 Die Supernova SN2026acd ist zur Zeit die hellste bei uns sichtbare Supernova am Himmel. Sie wurde am 14. Januar 2026 entdeckt. Bald danach hatte sie eine Helligkeit von 14,7mag. Ich habe mit Hilfe von ASTAP noch 15,3mag gemessen. Hier noch einmal das gleiche Bild mit Identifizierungen verschiedener anderer Galaxien:

ASTAP "deep-sky-annotation" des gleichen Bilds

 Man kann hier gut erkennen, dass die Supernova im äußeren Randbereich der Galaxie NGC 4168 aufgeleuchtet ist, sonst wäre sie sicherlich nicht so gut zu erkennen. Im Bild selbst sind noch eine ganze Menge weiterer Galaxien zu sehen, die hier von ASTAP nicht benannt worden sind, aber dann wäre das ganze Bild schnell unübersichtlich geworden. Das Bild selbst wurde übrigens nur 15 Minuten lang belichtet.

Und ein weiteres Objekt wollte ich haben: 

SN2026azd in MCG-1-33-68 um 1:39 MEZ

Hier zeige ich gleich einmal das durch nova.astrometry,net annotierte Bild. Die Galaxie MCG-1-33-68 ist so "klein", dass sie von astrometry.net gar nicht genannt wird. Die Supernova befindet sich, laut Entdeckermeldung vom TNS-Server ,auch noch im helleren Bereich der Galaxie, relativ dicht zum Kern. Ich habe jedoch den Eindruck, dass die SN so hell ist (ASTAP sagt hier sogar 14,3mag), das sie sich etwas von der ansonsten auf meinem Foto durchaus "flächigen" Galaxie abhebt. Leider gibt es noch keine weiteren Vergleichsfotos. Auch dieses Bild habe ich ca. 15 Minuten lang belichtet.
 
Anschließend habe ich noch die Gelegenheit genutzt, die verschiedenen von mir immer wieder gemessenen veränderlichen Sterne in der Nördlichen Krone zu fotografieren, R, S, T und W CrB.
Im übrigen: T CrB ist noch nicht ausgebrochen, sondern hat seine "übliche" Helligkeit von ca. 10mag. 
 
So hat es dann bis ca. 2:30 Uhr gedauert, dass ich tatsächlich ins Bett gegangen bin. 
 
 

8. - 15. Februar 2026: Die Sonne in den letzten Tagen

 Die meiste Zeit war der Himmel ja leider bewölkt, zwischendurch gelangen mir nur einzelne Sonnenaufnahmen, die ich aber gerne hier zeige.

Sonne am 8.2. 26 um 12:59 Uhr MEZ

 
Sonne am 9.2.26 um 12:12 Uhr MEZ

Sonne am 15.2.26 um 12:58 Uhr MEZ

Am 8. und 9. Februar war die große Gruppe AR4366 noch am rechten Rand der Sonne zu sehen. Gut konnte man erkennen, wie sie immer weiter an den Rand rotiert. Von den Flecken in der Mitte der Sonne ist nur noch einer vorhanden, die beiden ungefähr übereinander stehenden Flecken sind auch schon weg rotiert. Dafür erschienen auf der anderen Seite der Sonne neue Flecken, am 8.2. zunächst einer, der jetzt am 15.2. schon etwas über die Mitte hinweg ist, am 9.2. folgte dann noch ein weiterer, etwas schwächerer Fleck. Und auch am 15.2. ist ein weiterer neuer Fleck auf der linken, östlichen Seite der Sonne hineinrotiert. 

Insgesamt sind diese Flecken jetzt nicht sehr auffällig. Trotzdem gab es  in der Nacht vom 14. zum 15. Februar in Norddeutschland Polarlichter zu sehen. Diese stammten jedoch nicht von einem CME, sondern wurden durch eine CIR ausgelöst. Eine CIR ist eine "corotating interaction region". Ich übersetze hier einmal (mit Hilfe von deepL) einen passenden Wikipedia-Artikel, der im Original nur in der englischsprachigen Ausgabe der Wikipedia existiert:

Eine korotierende Interaktionsregion (CIR) ist eine wiederkehrende Plasmastruktur in der Heliosphäre, die entsteht, wenn schnelle Sonnenwindströme mit langsameren Sonnenwindströmen vor ihnen interagieren. [1] Diese Interaktion erzeugt einen komprimierten Bereich, der sich mit der Rotation der Sonne zu drehen scheint; daher wird er als „korotierend” bezeichnet. [2]

CIRs entstehen, wenn schneller Sonnenwind, der typischerweise aus koronalen Löchern stammt, langsamere Windströme einholt. Die daraus resultierende Kompression erzeugt deutliche Grenzen: eine Vorwärtsdruckwelle an der Vorderkante und eine Rückwärtsdruckwelle an der Hinterkante. In größerer Entfernung von der Sonne können sich diese Druckwellen zu Schockwellen entwickeln. [2]

Die dreidimensionale Struktur von CIRs wird durch die Konfiguration des Sonnenmagnetfeldes beeinflusst. Da der magnetische Äquator der Sonne oft gegenüber ihrem Rotationsäquator geneigt und verzerrt ist, weisen CIRs in der Regel erhebliche Nord-Süd-Neigungen auf, die sich zwischen den Hemisphären unterscheiden. Die Vorwärtswellen bewegen sich mit zunehmender Entfernung tendenziell in Richtung der Sonnenäquatorialebene, während sich die Rückwärtswellen in Richtung höherer Breitengrade ausbreiten. [2]

CIRs spielen mehrere wichtige Rollen im Weltraumwetter und in der Heliophysik: Sie können geomagnetische Stürme auslösen, wenn sie die Erde erreichen,[3] beeinflussen die Verteilung energiereicher Teilchen in der Heliosphäre, tragen zur Modulation kosmischer Strahlung bei, insbesondere in Zeiten geringer Sonnenaktivität, und verursachen eine Kompression des interplanetaren Magnetfelds. 

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) 

14. Februar 2026 - Ein Interview mit der Neuen Westfälischen Zeitung

 In den letzten Woche hatte ein Journalist der Neuen Westfälischen Zeitung Kontakt mit unserer Volkssternwarte in Paderborn aufgenommen. Zum Start der Artemis II Mission wollte er ganz gerne ein Interview mit Mitgliedern der Sternwarte führen.

Das hat auch ganz gut geklappt. Der Start von Artemis II wurde zwar verschoben, aber das Interview mit Tobias Scholz vom Vorstand der Sternwarte und mir ist mittlerweile erschienen.

In der gedruckten Ausgabe erschien es am Samstag, den 14. Februar und auch online steht es jetzt im Internet (leider nur hinter eine Bezahlschranke). 

Ich hoffe, Ihr habt genügend Geld, um Euch die Zeitungsausgabe leisten zu können, oder den Artikel bei Interessse herunter zu laden. Wenn nicht, kann die Zeitung natürlich auch bei uns in der Volkssternwarte gelesen werden, wir haben natürlich gleich mehrere Exemplare gekauft. Oder Ihr kommt einfach mal bei mir vorbei :-)

Herzlichen Dank auf alle Fälle an die Neue Westfälische! Es tut gut, wenn man merkt, dass die Arbeit unserer Volkssternwarte auf diese Weise so wertgeschätzt wird!