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Mittwoch, 17. Juni 2026

16. Juni 2026: Der Mond bei Merkur, Jupiter und Venus

Am 16. Juni sollte der Mond dicht bei Merkur zu finden sein. Und die helleren Planeten Jupiter und Venus sollten natürlich auch noch am Himmel zu finden sein.

Glücklicherweise war es nach Sonnenuntergang in Richtung Nordwesten relativ klar. Die schmale Mondsichel war schnell gefunden. Und etwas später die Planeten Jupiter und Venus auch. Aber würde auch Merkur zu sehen sein?

Leider sind gerade zum Horizont hin immer wieder Wolken, die eine freie Sicht in den Himmel hinein verhindern. Und so sehr ich mich auch bemühte, aber Merkur konnte ich weder mit dem bloßen Auge noch mit dem Fernglas wirklich sehen. Im Fernglas blitzte zwar kurzfristig mal etwas auf, aber das war dann auch genauso schnell wieder verschwunden. Das war schon ganz anders als noch vor ein paar Tagen, wo Merkur dann doch eine ganze Zeitlang im Fernglas gut zu sehen war.

Doch als ich heute meine Bilder ausgewertet habe, bin ich doch noch fündig geworden. 

Mondsichel und Merkur um 22:26 Uhr MESZ

Auf diesem Bild war Merkur das erstemal zu erkennen. Ich habe vorher und danach viele weitere Bilder gemacht. Doch Merkur war dann auch schnell wieder verschwunden, man sieht hier ja gut, wieviel "Schmodder" da am Himmel herumhing.

Und es gab noch eine zweite Überraschung:

Venus, Jupiter, Mond und Merkur um 22:48 Uhr MESZ

 Dieses Bild hatte ich eigentlich nur noch gemacht, um auch die Venus am Himmel abzulichten, war sie doch die ganze Zeit, während ich nach Merkur suchte, von meinem Dachfenster aus gesehen, immer hinter den großen Bäumen der Nachbargrundstücke verborgen. Doch jetzt war sie aufgetaucht, Jupiter war neben der kleinen Tanne auch noch gut zu sehen und die Mondsichel natürlich auch noch. Und als ich das Bild näher untersuchte, entdeckte ich doch tatsächlich noch einen weiteren kleinen hellen "Stern" im Bild. Die Position passt, das kann nur erneut Merkur sein! Jetzt hatte ich also tatsächlich - trotz sehr schwieriger Bedingungen - alle drei Planeten und die Mondsichel auf einem Bild drauf!

Dieses Bild habe ich mit 1/5 Sekunde Belichtungszeit, bei 100mm Brennweite und ISO400 bei Blende 5,6 aufgenommen mit meiner Canon RP Kamera und einem 100-400mm Teleobjektiv.

Als "Zugabe" hier noch ein Bild der Mondsichel bei 2000mm Brennweite, aufgenommen mit meiner Nikon Coolpix P950 Kamera, Blende 6,5, 1/10 Sekunde und ISO400:

Mondsichel zu 5 Prozent beleuchtet am 16.6.26 um 22:45 Uhr MESZ

 Leider bewölkte es sich danach dann wieder stärker, so dass ich keine anderen Objekte am Himmel mehr fotografieren konnte.

Donnerstag, 29. Mai 2025

28. Mai 2025: Eine schmale Mondsichel

 Am 27. Mai war Neumond. Der Mond hatte die exakte Neumondposition bereits um 5:02 Uhr am Morgen erreicht. Schon einen Tag später war der Mond zu sehen. Wobei dazu - angesichts vieler Wolken dfen ganzen Tag schon über - auch ein wenig Glück dazu gehörte:

Der Mond am 28.5.25 um 23:10 MESZ

 Ich wollte eigentlich gerade ins Bett gehen, als ich ihn bei einem Blick aus dem Fenster entdeckte. Ganz schnell griff ich zu meiner Kamera.

Mathematisch gerechnet sollte der Mond um 0:02 Uhr am Horizont untergehen, doch wie man auf dem Foto unschwer erkennen kann, ist dieser Horizont für mich durch die Sträucher, Bäume und Nachbarhäuser für mich gar nicht erreichbar.

Im Moment des Fotos stand der Mond 4,6° Grad über dem Horizont. Seine schmale Sichel ist zu 5 Prozent beleuchtet. Seit dem Neumond sind 42 Stunden vergangen. Das Foto entstand mit meiner Canon RP Kamera mit einem 100-400mm Teleobjektiv bei 100mm Brennweite, Blende 5.6 (besser geht es bei diesem Objektiv nicht), bei 1/5 Sekunde Belichtungszeit und ISO12800. Daher auch das deutliche Rauschen, wenn man das Bild in vergrößerter Ansicht anschaut.

Sehr schön kommt beim Mond das Erdlicht zur Geltung. Man sieht eben nicht nur die schmale Sichel, sondern auch den leicht schimemrnden dunklen Teil des Mondes, dort ist zwar die Sonne noch nicht über dem Mondhorizont aufgegangen, aber die Erde sorgt doch für wenigstens ein bisschen Helligkeit.

Ich war sehr dankbar, dass die Wolken hier einen kurzen Streifen "geöffnet" haben, damit ich diese schmale Mondsichel noch sehen konnte.

 Schnell habe ich noch ein weiteres Bild bei ausgefahrenem Teleobjektiv probiert:

Mondsichel im 400mm Tele

 Im Prinzip die gleichen Aufnahmeparameter, jetzt jedoch mit 400mm Brennweite, was dann nur mit Blende 8 möglich war.

Der Mond ist jetzt schon ein bisschen hinter der unteren Wolke verschwunden. Noch zwei oder drei weitere Fotos, dann war er nicht mehr zu sehen.

Jetzt, einen Tag später, im Moment des Verfassens dieses Blogbeitrtags ist der Himmel einmal mehr vollständig bedeckt. Umso schöner, dass mir gestern dieser kurze Moment vergönnt war.

 

 

Montag, 31. März 2025

31. März 2025: Schmale Mondsichel

 Heute Abend ist der Himmel schon wieder schön klar. Leider bin ich fürchterlich erkältet, Husten, Schnupfen, Heiserkeit, alles, was man so nicht braucht. Da will ich dann - so schwer es mir auch fällt - doch lieber nicht nach draußen gehen ...

Aber zumindest  ein Foto der Mondsichel musste ich mir dann doch gönnen:

Mondsichel am 31.3.25 um 20:16 Uhr MESZ

 Der Mond steht im Sternbild Widder, seine Scheibe ist zu 8 Prozent beleuchtet. Die Libration in Breite ist schon gut ausgeprägt, man kann am Rand schon einige Krater sehen, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt. In den nächsten Tagen wird dieser Effekt noch etwas zunehmen.

Hoffentlich geht es mir morgen Abend wieder etwas besser. Denn morgen soll ab ca. 22:30 Uhr der Mond über die Plejaden hinweg ziehen. Im Fernglas sicherlich ein toller Anblick!

Samstag, 1. März 2025

1. März 2025: Mond und Venus und manches mehr

 Nach Sonnenuntergang am Abend des 1. März klarte es plötzlich auf. Ich konnte sogar noch einen Blick auf den Mond erhaschen:

Mond und Venus am 1. März, kurz nach 19 Uhr.

 Der Mond stand zwar schon hinter den Ästen der Bäume der Nachbargrundstücke, doch noch sind diese nicht belaubt und so war seine schmale Sichel gut durch die Äste zu sehen.

Kurz nach 19 Uhr war die von der Erde sichtbare Mondoberfläche zu 4 Prozent durch die Sonne beleuchtet, eine sehr schmal Sichel also. Aber Neumond war ja auch erst gestern. Er stand gerade mal zehn Grad über dem Horizont.  Das "aschgraue" Licht im nicht von der Sonne beleuchteten Teil des Mondes ist von der Erde reflektiertes Licht. Denn dort - würde man auf der Mondoberfläche stehen - würde jetzt die helle Erde am dunklen Nachthimmel stehen. Und vom Mond aus gesehen ist die Erde ungefähr viermal größer als dfer Mond von uns aus gesehen. Und so ist das Licht der Erde auf dem Mond natürlich auch noch heller als das Licht des Mondes auf der Erde. Der Erdschein sorgt also dafür, dass es dort nicht völlig dunkel ist. Und wenn man dann auch noch die Belichtung des Fotos etwas hochschraubt, kommt dieser Teil des Mondes durchaus zur Geltung.

Die Mondsichel "frei Hand"


 Mit meinem 400mm Teleobjektiv habe ich versucht, die Mondsichel freihändig zu fotografieren: bei f/8 und ISO3200 habe ich 1/15 Sekunde belichtet. Man kann sogar durchaus einige Strukturen und Krater auf der Mondsichel erkenenn. Eine genaue Zuordnung, welche Krater welchen Namen trägt ist jedoch schwierig, dafür ist die Sichel wohl doch noch zu schmal.

Auch die Venus zeigt heute eine schöne Sichelgestalt. Noch ist sie jedoch deutlich mehr als 4 Prozent beleuchtet - und sichtbar wird die Sichel auch erst im Fernglas oder Fernrohr (oder ausreichend starkem Teleobjektiv:

Venus am 1.3.2025

 

Hier noch ein paar weitere Beobachtungen aus dieser Nacht:

T CrB am 2.3.25 um 0:38 Uhr MEZ

 T Corona Borealis ist wohl immer noch nicht zur Nova explodiert. Die Helligkeit bewegt sich ganz im üblichen Rahmen, mit 9,8mag (gemessen mit dem Programm ASTAP tendenziell eher am oberen Rand.

 Vorher gelang mir zwisvchendurch auch wieder einmal ein "schönes" Bild:

Orionnebel, M 42, am 1.3.2025

 Das Bild habe ich etwas über 20 Minuten mit meinem Vespera Pro belichtet, ohne Filter zu nutzen.

 Danach habe ich noch nach zwei gemeldeten Supernova gesucht:

SN2025coe bei NGC 3277


 Eine so lichtschwache Supernova habe ich bislang wohl noch nie fotografiert, liegt sie doch wohl nur bestenfalls bei 16,5mag. Über die Entfernung von NGC 3277 gibt es schon bei Wikipedia zwei deutlich verschiedene Angaben, einmal ca. 61 Millionen Lichtjahre oder auch einmal 148 ± 39 Millionen Lichtjahre.

Bei einer zweiten Supernova war ich weniger erfolgreich:

UGC6763 am 1.3.25 um 23:11 UT

 Manfred Motzeck konnte diese SN im Februar mit ca. 17,9mag fotografieren, allerdings mit wesentlich größerer Ausrüstung als sie mir zur Verfügung steht. Ich bin froh, immerhin schon die Galaxie abbilden zu können. Mein Bild habe ich 41 Minuten belichtet. Die Galaxie hat laut SYtellarium eine Helligkeit von ca. 15,6mag.  Im Bild dieser Galaxie auf meinem Foto wwerden sicherlich auch ein paar Photonen der Supernova drin stecken. Um diese wirklich sichtbar werden zu lassen, müsste die Supernova aber wahrscheinlich zum einen doch etwas heller sein und zum anderen vielleicht doch etwas weiter vom Kern der Galaxie entfernt sein. 

Außerdem habe ich mich wieder einmal auf die Suche nach Asteroiden gemacht:

Asteroid (313)Chaldaea dicht bei NGC 4006

Der Asteroid (313)Chaldaea (11,4mag) stand heute dicht bei NGC 4006. 

(21)Lutetia am 1.3.25 um 22:14 Uhr MEZ

(21)Lutetia hat zur Zeit auch nur 11,7mag Helligkeit. Es ist jetzt, wenn ich mich nicht verzählt habe, der 84. Asteroid, den ich beobachtet habe.

 

Sonntag, 14. April 2024

13. April 2024: Himmelsbeobachtung bei Tag und bei Nacht

 Am Samstag, den 13. April 2024, war der Himmel fast den ganzen Tag über von hohen Schleierwolken bedeckt. Doch am Nachmittag wurde es angenehme 20° Grad warm, so dass ich mal wieder mmit meinem Spektiv einen Blick auf die Sonne werfen konnte:

Sonne mit Fleckengruppen am 13. April

Zugegeben, ich musste für dieses Bild an einigen Bildbearbeitungsreglern drehen, denn die ersten Rohbilder waren sehr flau und wenig kontrastreich. Die Sonne ist zur Zeit wieder von einer Vielzahl von Fleckengruppen besiedelt, die teilweise auch interessante magnetische Formationen haben, so dass es auch zu einzelnen CME gekommen ist. Am linken Rand der Sonne (Nähe Gruppe 3637) kann man auch viele hellere Gebiete auf der Sonne sehen, sog. Fackeln. Spaceweather.com schreibt, da könnte die vor 14 Tagen auf die Sonnenrückseite weg rotierte Gruppe 3615 wieder erscheinen. Lassen wir uns überraschen, mal sehen, ob was davon jetzt tatsächlich noch übrig ist.

Am späteren Nachmittag war der Himmel dann voll mit interessant (un-)strukturierten Wolken bedeckt:

Wolken am 13. April 2024 nachmittags.

Können Sie den Mond in diesem Bild finden? Die Flugzeugspur stammt von einem KLM-Flieger, der auf dem Weg von Bukarest nach Amsterdam unterwegs war.

Soviele  Wolken - zwar einerseits schön anzusehen, aber leider auch schlechte Aussichten für die Nacht, denn da oben sollte sich laut Wettervorhersagen nicht wirklich etwas ändern.

Doch schließlich, es war schon nach 21 Uhr, habe ich doch noch mein Vespera nach draußen gestellt. Mit bloßem Auge waren nur sehr wenige Sterne zu sehen, doch es gelang dem Gerät recht schnell, sich zu initialisieren und ausreichend Sterne zur exakten Ortsbestimmung zu finden.

Als erstes steuerte ich schnell mal die Mondsichel an:

Mondsichel am 13. April 2024

Kein besonders scharfes Bild, offensichtlich forderten die Schleierwolken doch ihren Tribut. Aber immerhin, es sollte möglich sein, heute Abend vielleicht doch auch noch das eine oder andere Objekt zu beobachten.

Für Jupiter oder Uranus war es von meiner Terasse aus schon zu spät, die waren schon hinter den Bäumen der Nachbargrundstücke verschwunden. So jagte ich lieber ein kleines Pünktchen Licht:

Asteroid (470) Kilia

Auf Grund eines Hinweis in der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" (April 2024) habe ich den Asteroiden (470) Kilia aufgesucht. Dieser ist nach der Stadt Kiel benannt, in der ich viele Jahre gelebt und studiert habe. (470) Kilia erreichte in dieser Woche am 8. April seine Oppositionsstellung und leuchtet derzeit mit ca 12,6mag. So hell wird dieser kleine Asteroid mit nur 28 Kilometer Durchmesser selten. Zur Zeit ist der Asteroid im Sternbild Jungfrau zu finden.

Leider geht es mir zur Zeit gesundheitlich nicht ganz so gut. Wie viele andere "alte weiße Männer" habe ich Probleme mit meiner Prostata. Da dachte ich mir, passend dazu könnte ich doch einmal ein Foto der Blasengalaxie, NGC 3521, machen:

Galaxie NGC 3521 und Asteroid (1153) Wallenbergia

Das Bild wurde ca. 45 Minuten lang belichtet. Ich weiß nicht, woher diese Galaxie ihren Namen hat, am 5. Mai 2022 war sie für die NASA das APOD (Astronomy Picture of the Day), hier gibt es einige interessante Hinweise zu dieser Galaxie. Zufälligerweise befindet sich auch auf diesem Bild ein lichtschwacher Asteroid. (1153)Wallenbergia wird derzeit mit nur 15,7mag angegteben. Ich bin mir jedoch ziemlich sicher, ihn auch wirklich eingefangen zu haben, denn zum einen stimmt die obige Position genau mit den aktuellen Ortskoordinaten überein, zum anderen habe ich NGC 3521 schon einmal vor fast genau einem Jahr fotografiert - und damals war an der markierten Stelle keinerlei "Sternenlicht" zu erkennen.

Anschließend belichtete ich rund zehn Minuten eine weitere Galaxie:

NGC 3115, "Spindelgalaxie"

NGC 3115 wird auch Spindelgalaxie genannt, ein Name, der jedoch auch für M 102 genutzt wird.

Zum Abschluss des Abends habe ich dann noch den Kometen C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS:

Komet C/2023 A3 Tsuchinshan-ATLAS

Dieser Komet könnte rund um den Astronomietag im Oktober 2024 vielleicht eine durchaus stattliche Erscheinung haben. Einige Vorhersagen gehen sogar davon aus, dass dieser Komet dann sogar mit dem bloßen Auge sichtbar sein soll. Dafür muss er sich aber noch ordentlich steigern. Im Moment wird seine Helligkeit mit 10,6mag angegeben. Doch bis zum Oktober ist ja noch etwas Zeit.

So ist dies doch noch eine recht erfolgreiche Nacht geworden. Nach den vielen Wolken am Nachmittag und der Vorhersagefür den Abend  hatte ich damit wirklich nicht gerechnet.


Samstag, 16. März 2024

12. März 2024: Und noch ein klarer Abend

 Es sah lange nicht da nach aus, doch am Dienstag, den 12. März 2024, gab es einen weiteren recht klaren Abend, auf dem ich wieder etliche Objekte des Himmels über uns beobachten konnte.

Es begann mit der schmalen Mondsichel:

Der Mond am 12. März 2024

 

Die Mondsichel war zu nur 8 Prozent beleuchtet. Dieses Foto habe ich mit meinem Spektiv aufgenommen. Danach sollten noch viele Bilder mit dem Vespera folgen. Zuerst ein schneller Blick auf Jupiter:

Jupiter mit drei Monden

Wenn man genau hinschaut, kann man - noch ganz im Glanz des überstrahlenden Jupiters - etwas links oben (11 Uhr) den Mond Io erkennen. Genau gegenüber (ca. 5 Uhr) sieht man die Monde Ganymed und Kallisto. Mond Europa wird gerade von Jupiter selbst bedeckt.

Oberhalb, etwas östlich, von Jupiter hält sich Uranus auf:

Uranus, auch mit Monden

Uranus ist das etwas bläulich erscheinde Objekt in der Mitte des Bildes. Der kleine Stern unterhalb von ihm ist wirklich ein Stern, laut Stellarium 13mag hell. Dicht am Planetn kann man rechts den Mond Oberon erkennen und links den Mond Titania. Und wenn man ganz genau hinschaut - oder das ganze Bild am Monitor auf Pixelgröße vergrößert -  kann man auch noch den Mond Ariel erkennen.

Dann durfte natürlich der Komet 12P/Pons-Brooks nicht fehlen:

KOmet 12P Pons-Brooks

Der Komet wird von Tag zu Tag etwas heller, am 12.3. ist er vielleicht schon etwas heller als 6mag. In einem Fernglas ist er recht leicht zu finden.

Und ein zweiter Komet wartete auf seine Entdeckung durch mich:

Komet 13P Olbers

Der Komet 13P/Olbers befindet sich etwas rechts und oberhalb der Bildmitte. Zu diesem Kometen, der ähnlich wie der Halleysche Komet ca. alle 70 Jahre wiederkehrt, gibt es überraschenderweise gar keinen deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag, nur eine  in englischer Sprache. Deshalb kann ich hier nur auf den Wikipedia-Eintrag über Heinrich Wilhelm Olbers selbst verweisen.

Dieser Komet hat zur Zeit nur eine Helligkeit von ca. 11,5mag, ist also wirklich kein auffälliges Objekt. Seinen sonnennächsten Punkt wird er am 30. Juni 2024 erreichen, dann soll er vielleicht 7-8mag hell werden.

Als nächstes habe ich mich an einem bekannten Messier-Objekt versucht, dem Reflexionsnebel M78 im Sternbild Orion:

M78 im Orion

M 78 ist der hellste Reflexionsnebel am Himmel. Das Bild habe ich ca. 30 Minuten belichten können.

Und noch ein weiteres Messier-Objekt stand auf meiner Beobachtungsliste, die Praesepe (M 44):

M 44, Praesepe

Dieser offene Sternhaufen im Krebs, die Praesepe, Krippe, Bienenkorbhaufen, habe ich im Mosaic-Mode der Vespera fotografiert. Dies Bild ist aus 310 einzelnen Bildern zusdammengestzt und gestackt. Versuchen Sie ruhig einmal "tief" hineinzuschauen: man kann durchaus ein paar weit hinter diesem Sternhaufen liegende Galaxien erkennen. Vergleichen Sie ruhig einmal dieses Bild mit den Angaben bei Stellarium!

Oder schauen Sie sich dieses bei nova.astrometry.net annotierte Bild an:

M 44 und Hintergrund-Galaxien

Von den verschedenen Galaxien scheint NGC 2647 die am weitesten entfernte zu sein, 736 Millionen Lichtjahre.

Dann wurde mein Ehrgeiz geweckt und ich habe wieder nach Supernova gesucht:

NGC 3206 mit Supernova

In der Galaxie NGC 3206 kann man zwei hellere Punkte erkennen: der eine ist praktisch das Zentrum der Galaxie, der zweite, etwas hellere Punkt ist die Supernova SN2024bch.

Außerdem hatte ich in meinem Blog geschrieben, das der Kleinplanet (23)Thalia heute in Opposaition zur Sonne steht:

Kleinplanet (23) Thalia

Der Kleinplanet (23) Thalia hat gerade eine Helligkeit von 8,4mag. Ein weiterer Kleinplanet in meiner Sammlung. :-)

Und dann habe ich auch noch R Leo fotografiert:

 R Leo, ganz am unteren Bildrand.

Ich habe R Leo ganz an den unterem Rand des Bildes aufgenommen, da ich ihn zusammen mit dem helleren Stern etwa auf Höhe der Mitte, aber deutlich rechts auf dem Bild haben wollte. Das ist 18 Leo mit einer Helligkeit von 5,5mag. Ist R leo nicht inzwischen genauso hell?

Ja, das waren wieder einige spannende Stunden am Nachthimmel. Mal sehen, wann die nächste ähnlich gute Nacht folgen wird.

Samstag, 18. November 2023

17. November 2023 (Beobachtungsbericht Teil 1 von 2): Sonne, Mond und ISS

 Am Nachmittag des 17. November klarte es auf und zum ersten Mal nach langer Zeit gab es wieder einen schönen Sonnenuntergang zu bewundern. Auch die schmale Mondsichel stand (tief) am südlichen Himmel. Endlich konnte man wieder etwas beobachtende Astronomie betreiben. Als die Dunkelheit richtig einsetzte nahm ich mir vor, heute mal auf die Suche nach verschiedenen aktuell gemeldeten Supernova am Himmel Ausschau zu halten, darüber berichte ich in Teil 2. Leider zogen aber schon bald, so ab ca. 19 Uhr, wieder Wolken auf, später regnete es sogar wieder ein bisschen. Doch hier nun meine verschiedenen Fotos und Beobachtungen, der erste Teil des Beobachtungsberichts:

Sonne gegen 15 Uhr

 Als ich die Sonne fotografierte war es am Himmel immer noch gut bewölkt. Ich habe eine ganze Reihe Fotos machen müssen, bis es mir gelungen war, die beiden sichtbaren Fleckengruppen auch tatsächlich auf einem Foto drauf zu haben, ohne das auf der einen oder anderen Seite noch Wolken durchzogen. Man erkennt die kleinen dunklen Flecken in den roten Kreisen. Das ist auf dem Foto schwerer als beim "Live-Anblick" durchs Fernrohr. Denn im Gegensatz zu den schnell durchziehenden Wolken sind diese Punkte "ortsfest" auf der Sonne und dadurch schon sehr auffallend.

Die rechte Fleckengruppe, die in Kürze von der uns zugewandten Seite der Sonne weg rotiert sein wird, trägt die Bezeichnung AR3486. Ich kann dort zwei Flecken erkennen. Die neu in die sichtbare Sonne hinein rotierende Gruppe am linken Rand ist die AR3489. Hier kann ich nur einen Fleck erkennen. Die Profis sehen in diesen beiden Gruppen mit ihren deutlich größeren Geräten 4, bzw. 2 Einzelflecken. Es ist also im Moment nicht ganz so viel los auf der Sonne.

Die Sonne kurz vor ihrem Untergang um 16:18 Uhr

 Das Foto habe ich aus dem Fenster meines Arbeitszimmer im ersten Stock gemacht. Der mathematische Sonnenuntergang sollte um 16:32 Uhr erfolgen. Man erkennt gut, das durch Häuser und Bäume auf den Nachbargrundstücken mein Horizont deutlich höher liegt und daher der "Untergang" schon früher erfolgt.

Der Mond über dem Haus unserer Nachbarn auch bald nach 16 Uhr

 

Der Mond um 17:19 Uhr MEZ

Der Mond war schon vor dem Sonnenuntergang gut zu sehen, zeigte da vor dem hellblauen Himmel jedoch nur wenige Einzelheiten. Je dunkler es wurde, desto mehr Krater und Gebirge ließen sich erkennen. Leider sank er dann auch schon immer tiefer dem Horizont entgegen. Die Bedeckung des Stern SAO 188079 / HIP 95408 (6,0mag) um 18:13 Uhr konnte ich schon nicht mehr sehen, weil er dann durch die Bäume, Sträucher und Häuser auf den benachbarten Grundstücken verdeckt war.

Auf dem Bild kann man gut erkennen, dass das Mare Crisium recht nahe am Mondrand steht, wir heute also wieder eine große Libration in Länge haben. Morgen zeigt er auch maximale Libration in Breite, so dass theoretisch ein Blick auf seinen Nordpol möglich ist, was bei einer so schmalen Sichel jedoch nicht nicht einfach ist.

Um 18:15 Uhr flog jedoch erstmalig wieder die ISS in ihrer neuen Abendsichtbarkeitsperiode über den Himmel. Noch erfolgte der Überflug sehr tief am Horizont. Hier eine Kombination aus fünf Einzelbildern, die jeweils für 15 Sekunden belichtet wurden:

Die ISS knapp über dem Haus des Nachbarn um 18:16 Uhr.

 Etwa in der Mitte des Bildes, über dem Nachbarhaus, ist der Planet Saturn zu erkennen. Die Bilder wurden mit einem 24mm Weitwinkelobjektiv aufgenommen. Bei ISO800 und f/4 habe ich jeweils 15 Sekunden belichtet. Die Bilder habe ich zunächst verkleinert und dann zum übereinanderlegen die Software Startrax genutzt. Dadurch sind die Sterne weitgehend punktförmig geblieben und nur die ISS zeigte natürlich eine längere Spur. Da ich zwischen den einzelnen Bildern jedoch jeweils 3 Sekunden Pause hatte, ist die ISS-Spur mehrfach unterbrochen. Die ISS fliegt immer von West nach Ost, in diesem Bild also von rechts nach links.Man kann ganz gut erkennen, wie die ISS in den Erdschatten hineinfliegt, zum Schluß wird ihre Spur immer schwächer.

Hier einmal von heavens-above die Bodenspur der ISS bei diesem Überflug:

(c)heavens-above.com

Als die ISS in den Erdschatten eintrat, befand sie sich um kurz nach 18:16 Uhr "Luftlinie" von uns ca. 1400 Kilometer entfernt über dem südlichen Italien.

Am Sonntag, den 19. November könnte es am Abend übrigens zu einem Transit der ISS direkt vor dem Mond kommen. Nach Berechnungen von "vierwandfrei" erfolgt der Transit direkt um 18:16 Uhr, nach Berechnungen von heavens-above wird die ISS knapp oberhalb des Mondes entlang fliegen.




Freitag, 14. Juli 2023

14. Juli 2023: Mondsichel am frühen Morgen

 Heute früh, kurz vor Sonnenaufgang, enteckte ich die schmale nur zu 12 Peozent beleuchtete Mondsichel im Osten. Für ein schnelles Foto hat das Licht noch gereicht. Kontraste sind nicht mehr viel zu erkennen, ich fand auch schon keinen anderen Stern, auch nicht mehr den Planten Jupiter am Himmel.

Der Mond am Morgen des 14. Juli



Außerdem, ich muss es ja zugeben, war ich in diesem Moment gar nicht draußen. Das Foto entstand eher "schlaftrunken" durch ein Fenster im Bad, es wird also zusätzlich durch die Scheibe ein wenig gedämpft. Und natürlich auch wieder aus freier Hand. Umso mehr freut es mich jedoch, das selbst unter diesen Randbedingungen doch ein paar Krater zu erkennen sind.

Dienstag, 25. April 2023

24. April 2023: Wolkenlücke mit Mond, Komet und Galaxien

 Am Montagabend gab es gegen 23 Uhr überraschenderweise wieder eine kleine Lücke in den Wolken.

Der Mond stand auf halber Strecke zwischen Venus und Mars und liess sich gut fotografieren.

Die Mondsichel am Abend des 24. April 2023

Da es klar war, wollte ich mal einen schon etwas älteren Kometen aufsuchen, der unterhalb des Sternbild Löwe mit nur noch 12,3mag Helligkeit zu sehen sein sollte.

Auch hier war ein Foto möglich. Der Komet ist der kleine. etwas verwaschen wirkende "Fleck" in der Mitte des Bildes:

Komet C/2019 U5 Panstarrs

Der Komet wurde bereits am 22. Oktober 2019 entdeckt, erreichte aber vor kurzem, am 29. März 2023)  erst seinen sonnennächsten Punkt (Perihel) auf seiner Bahn. Mit jetzt 12,3mag gehört er jedoch nicht zu den "hellsten" seiner Art. Aber immerhin konnte ich ihn ablichten. Haben Sie auch das Gefühl, dass er sogar einen kleinen Schweif nach "links oben" zeigt? Vielleicht hätte ich dieses Bild doch länger als knapp 12 Minuten belichten sollen. Die Helligkeitskurve und Aufsuchekarten zu diesem Kometen finden Sie übrigens auf dieser Webseite.

Aber ich wollte danach gerne die Wolkenlücke nutzen, um noch einmal ferne Galaxien zu fotografieren. Dafür hatte ich mir heute "Makarians Kette" ausgesucht, eine Gegend, an der viele Galaxien ähnlich aufgereiht hintereinander wie an einer Kette zu finden sind.

Makarians Kette

Leider konnte ich nur 6 Minuten lang belichten, dann waren wieder so viele Wolken am Himmel aufgezogen, dass schon keine weiteren Fotos mehr möglich waren. Schade!

Möchten Sie wissen, welche Galaxien ich da alles fotografiert habe? Hier die Auflösung von nova.astrometry.net:

Makarians Kette mit Bezeichnungen der vielen Galaxien

Schade, dass der Himmel nicht länger klar blieb. Aber auch diese kurze halbe bis dreiviertel Stunde hat sich schon gelohnt.


Mittwoch, 22. Februar 2023

22. Februar 2023: Mondsichel

 Heute Abend liess sich kurz nach Sonnenuntergang zumindest die schmale Mondsichel am Himmel für kurze Zeit ablichten. Leider konnte ich die Planeten Venus unterhalb und Jupiter oberhalb des Mondes nicht ausmachen. Die Venus war sicherlich durch eine dichte Wolkenschicht verdeckt, für JUpiter war es wahrscheinlich noch zu hell - oder er steckte auch hinter Wolken, denn den ganzen Nahcmittag über war der Himmel doch recht "milchig" bedeckt. Umso überraschter war ich, dass die kleine Mondsichel doch recht viele Details offenbarte. 

Hier ein Bild, gleich mit ein Namen von ein paar Kratern und Maren versehen:

Mondsichel am 22.2.23 um 18:12 Uhr

Beim Beschriften habe ich "Weierstrass" etwas stärker betont  als die anderen Bezeichnungen, er ist schließlich der einzige Paderborner auf dem Mond! So gut wie heute ist dieser sehr kleine Krater nur selten zu beobachten.

Montag, 25. Juli 2022

25.Juli 2022: Nachtleuchtende Wolken, Venus und Mondsichel

 Heute früh gab es über Mitteleuropa, bis hin zum Matterhorn, wieder einmal nachtleuchtende Wolken zu sehen. Leider hatte ich zu dieser frühen Stunde nur mein Handy zur Hand und dadurch von den NLC zumindest kein gutes Bild mehr hinbekommen.

Die Mondsichel ist jedoch leicht zu sehen, und wo die Venus auf dem Bild zu sehen ist, verrate ich etwas weiter unten:

Morgenhimmel am 25. Juli um 4:15 Uhr

Die Venus steht in diesem Moment nur ganz knapp oberhalb des Horizonts. Sie ist auf dem Bild als kleiner heller Punkt unten, in etwa in der Lücke in der Mitte, zwischen dem Baum und den Büschen am linken Haus zu finden.


Samstag, 2. Juli 2022

1. Juli 2022: Ein paar Impressionen aus der Nacht

 Am Freitagabend, 1. Juli 2022, sollte der Himmel klar sein. Leider zogen doch immer wieder Wolken durch. So musste ich immer wieder mal die Beobachtungsrichtung ändern, neue Ziele suchen. Entspannend war das nicht so wirklich, aber ich denke, Spaß gemacht hat es trotzdem. Einige Fotos sind mir unter den nicht optimalen Bedingungen doch so gelungen, dass ich sie hier zeigen möchte. Da hat die Vespera-Beobachtungsstation schon einen klaren Vorteil: durch das Live-Stacking hat man schnell ein anschaubares Bild zur Hand. Bilder, die ich in dieser Nacht an meinem großen Teleskop parallel mache, muss ich erst anschließend noch "entwickeln". Also die Einzelbilder von der Kamera auf den PC kopieren, durch die Stacking-Software laufen lassen, mit guter Bildbearbeitungssoftware nachbearbeiten usw. Vorher natürlich nicht Flats und Darks vergessen. 

Doch ich will nicht lamentieren, sondern einfach ein paar Bilder zeigen.

Zunächst der Mond, als schmale Sichel noch in der Abenddämmerung gegen 22 Uhr fotografiert:

Der Mond am 1.7.22 um 22:15 MESZ

 Das Foto entstand mit meinem Spektiv und einer Kleinbildkamera. Dann wurde es langsam dunkel und meine Vespera kam zum Einsatz:

Kugelseternhaufen M3

Dieses Bild vom Kugelsternhaufen M3 war das erste heute Abend. Die ersten drei Ziele (NGC4490, NGC5907 und M5) waren für das Vespera noch nicht zu erreichen, da war es entweder noch zu hell, oder es scheiterte an durchziehenden Wolken. Doch dann hatte ich etwas mehr Glück.

Als nächstes habe ich das Galaxienpaar M81/M82 fotografiert:

M81 (unten) und M82 (oben rechts) / 120 Einzelbilder


Zur Abwechslung hier ein kleiner Sternenhaufen, NGC 6712:

NGC 6712 (15 Minuten belichtet)


Und schließlich den Schwanennebel:

M17, der Schwanennebel oder auch Omeganebel genannt


Dieses Bild müsste man eigentlich um 180° Grad drehen, um den Schwan richtig herum zu sehen. Für mich ist dieser Nebel einer der schönsten am Nachthimmel. An dunklen Orten ist er schon im Fernglas gut zu erkennen. Das Bild wurde eine halbe Stunde belichtet, es ist also aus 180 Einzelbilder gestackt worden.

Den Schwanennebel habe ich parallelauch mit meinem großen Teleskop fotografiert. An mein Celestron C8 habe ich eine Vollformatkamera angeschlossen (Canon EOS RP). Diese Bilder muss ich natürlich erst noch von der Speicherkarte holen. Da diese Kamera nicht astromodifiziert ist, wird hier der Schanennebel sicherlich nicht so farbig aussehen. Die Kamera in der Vespera ist da sicherlich deutlich rotempfindlicher alses der Chip in der Canon Kamera ist.

Zusätzlich habe ich mit einer weiteren Kamera noch ganz ohne Teleskop Übersichtsbilder der Himmelsregionen fotografert, in der ich die oben abgebildeten Objekte so ungefähr fotografiert habe. Ob es mit wohl gelingt, aus allen drei Kameras am Ende brauchbare Bilder zu bekommen?Dummerweise habe ich nicht wirklich aufgepasst, und die Speicherkarte der Canon am C8 ist vollgelaufen. Mal sehen, wieviele brauchbare Aufnahmen ich dort tatsächlich noch geschafft habe. Ich werde dsrüber in den kommenden Tagen berichten.

Ein paar mehr Fotos und Beobachtungen habe ich noch gemacht, diesen Text habe ich praktisch "nebenbei" geschrieben. Doch jetzt (2:15 Uhr) will auch ich so langsam ins Bett.