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Montag, 23. Februar 2026

22./23./24. Februar 2026: Keine Flecken auf der Sonne

Die Webseite spaceweather.com berichtete als erste: "Keine Flecken auf der Sonne!"

Die Sonne am 22. Februar 2026 um 13 Uhr UT (14 Uhr MEZ) (c)spaceweather.com/NASA/SDO

Zum ersten Mal seit vier Jahren zeigt die Sonne keine Flecken auf ihrer der Erde zugewandten Seite. Dadurch haben wir nicht plötzlich das Minimum dieses Sonnenfleckenzyklus erreicht, in wenigen Tagen werden schon neue Flecken die Sonne die Sonne sprenkeln, vielleicht schon morgen. Zwischen Sonnefleckenmaximum und Sonnenfleckenminimum liegen im Durchschnitt elf Jahre, zur Zeit befinden wir uns sicherlich eher noch im Bereich höherer Aktivität des Sonnenfleckenzyklus. 

Natürlich habe ich auch versucht, die fleckenlose Sonne zu fotografieren, doch leider war der Himmel hier viel zu bewölkt, ein Regenschauer jagte den nächsten. Und wenn mal das helles Licht der Sonne aufblitzte, warne doch schnell wieder Wolken da, so dass es auch überhaupt nicht einfach Kamera oder Teleskop auf die Sonne auszurichten. Hier mein "bestes" Foto: 

Die Sonne am 23. Februar um 16:30 Uhr MEZ

 Man sieht, dass ich die Sonne auf diesem Bild gar nicht zentrieren konnte. Und dass die Wolken eigentlich alles überlagern. Flecken sind auf den von der Sonne sichtbaren Teilen nicht zu sehen.

Ich bin gespannt, wie die Sonne sich morgen zeigen wird, und ob es vielleicht eine bessere Fotogelegenheit ergibt. Klarer Himmel ist hier erst für Mittwoch vorhergesagt. 

*****

Bereits am Dienstag zeigte sich die Sonne kurz von ihrer schönen Seite. Diesmal waren die Wolkenlücken größer und ich gute in aller Ruhe die Sonne fokussieren und mehrere Fotos machen. Auch heute zeigten sich keine Flecken auf der Sonne:

Die Sonne am 24.2.26 um 13:30 Uhr MEZ

 Auch heute sind noch keine Flecken auf der Sonne zu sehen.

Wir sehen zur Zeit keine Flecken auf der Sonne, das bedeutet jedoch nicht, dass sie komplett fleckenfrei ist. Seit einigen Jahren  gibt es die Möglichkeit, durch Vermessung von Schallwellen Gegenden auf der Sonnenrückseite zu untersuchen, die Flekcne haben. Die jeweils aktuellen Bilder kann man zum Beispiel auf der Webseite https://farside.nso.edu/ finden.

Eine etwas anschaulichere Darstellung findet man auf der Webseite https://www.solarham.com/farside.htm. Hier kann man aktuell zum Beispiel die Rotation der AR4366 verfolgen, die wir zwischen dem 8. und 15. Februar noch gut auf der Vorderseite der Sonne beobachten konnten. Diese Gruppe wird - wenn sie nicht gerade verfällt - in wenigen Tagen auch wieder auf die Vorderseite der Sonne zurückkehren. 

 

Mittwoch, 21. August 2024

21. August 2024: Keine Saturnbedeckung

 Es hätte das astronomische Highlight des Jahres werden können. Heute in der Frühe um 5:32 Uhr sollte der Mond den Planeten Jupiter bedecken. Das wird er sicherlich auch gemacht haben, doch leider war der Himmel bei mir bewölkt. Da war kein Mond, kein Sternchen am Himmel zu sehen:

Da, wo die Wolken etwas heller scheinen, könnte der Mond hinter stehen.

Zuvor war zwischen 3 und 4 Uhr wohl eine Regenfront durchgezogen, leider klarte es bei mir nicht schnell genug dahinter wieder auf. Astrofreunde von mir aus Delbrück oder Bielefeld hatten mehr Glück. Dort klarte der Himmel wenige Minuten vor der Bedeckung auf, herzlichen Glückwunsch!

Dabei hatte es am Abend zuvor gar nicht so schlecht ausgesehen:

Mond und Saturn, nur drei Grad voneinander entfernt

Auch am Montagabend gab es Wolken, aber etwas Himmelsbeobachtung konnte man doch betreiben. Nach ihrem Aufgang so gegen 22 Uhr waren Mond und Saturn nebeneinander schon gut zu sehen. Aber der Abstand war einfach zu groß, um besonders auffällig zu sein. Doch ist es nicht spannend, dass der Mond diese Strecke in nur sechs Stunden am Himmel zurückgelegt hat?

Glücklicherweise gibt es sogar bald wieder eine Saturnbedeckung durch den Mond, die bei uns sichtbar sein kann. Am Abend des 4. Januar (also zu einer viel angenehmeren Zeit als diesmal) bedeckt der Mond wieder den Planeten. Vielleicht haben wir da ja mehr Glück mit dem Wetter.

Auch solche Tage gibt es, wo Beobachtungen, auf die man sehnlichst gewartet hat, einfach nicht klappen. Aber immerhin konnte ich am Montagabend mit meiner Vespera in aller Ruhe ein Bild von M 11, dem "Wildentenhaufen" im Sternbild Schild machen:

M 11, etwas über 30 Minuten belichtet)


Donnerstag, 19. Oktober 2023

18. Oktober 2023: (Keine) Antaresbedeckung

 Am Nachmittag des 18. Oktober 2023, sollte der Mond um 15:06 Uhr den hellen Stern Antares im Skorpion bedecken. Eigentlich kann man am hellen Tag ja keine Sterne am Himmel sehen, und damit natürlich auch keine Sternbedeckungen. Doch ganz so einfach ist es nicht, ich selbst habe zum Beispiel schon oft die Venus am hellen Taghimmel gesehen, Antares hat jedoch nicht die venushelligkeit von -4mag, sondern ist ein Stern mit der Helligkeit von 1mag. Es gab jedoch verschiedene Berichte und Artikel, die eine Beobachtung dieser Bedeckung trotzdem für möglich halten

Hauptvoraussetzung ist jedoch wie immer, das Wetter muss mitspielen. Und das war leider nicht der Fall. Der Tag war zwar hell, aber doch immer wieder durch hohe Schleierwolken bedeckt. Diese waren schon zur Mittagszeit so dicht, dass selbst die Sonne nur schwer durchkam.

Hier ein Bild der Sonne, man erkennt schnell, dass Fleckendetails wie Umbra oder Penumbra so gut wie gar nicht zu erkennen sind.

Sonne hinter Bewölkung am 18. Oktober 2023

Immerhin lassen sich drei Fleckengruppenauf der Sonne erkennen, Dies ist auch in sehr guter Übereinstimmung mit den Daten bei Spaceweather.

Doch leider zog es sich im Laufe des frühen Nachmittags immer weiter zu. Hier mal ein kleines Übersichtsbild aus meinem Garten heraus in Richtung Süden:

Bewölkung zieht auf
 

Später gab es jedoch einen kleinen schmalen Streifen, an dem etwas blauer Himmel durchschimmerte. Und gegen 15:26 Uhr konnte ich in diesem Streifen tatsächlich einen Teil der Mondsichel im Fernrohr erkennen:

Mondsichel am 18.10.2023 um 15:26 Uhr

Aber zu diesem Zeitpunkt war Antares natürlich schon längst hinter dem Mond verschwunden. 

Wissenschaftlich gesehen war diese Beobachtung also leider ein Mißerfolg. Doch trotzdem hat es sich für mich gelohnt. Denn einmal mehr konnte ich doch Erfahrungen sammeln. Eine solche Beobachtung setzt voraus, dass man sein Teleskop schon in der Nacht vorher gut einnordet, damit man eben auch am Taghimmel zumindest die Richtung seines Objekts der Begierde gut findet. Damit hatte ich auch gerechnet und das hat dann auch gut geklappt.

Nicht ausreichend bedacht hatte ich vorher jedoch  das Problem der Fokussierung. Leider ist mein Teleskop nicht so gebaut, dass es egal ist, ob man durch verschiedene Okulare visuell durchschaut oder eine Kamera anbaut und man dies alles mit den gleichen Einstellungen machen kann. Stattdessen muss man jedesmal, wenn man das Okular wechselt oder von visueller auf Kamerabeobachtung umschaltet, auch den Fokus neu einstellen.

Das ist "am Stern" in der Nacht recht einfach. Doch am bewölkten Himmel schon fast ein Glücksspiel.

Und trotz all dieser Probleme gab es während der Beobachtung auch gleich zweimal "Glücksmomente" für mich. Zum einen flog kurz vor der Bedeckung um 15 Uhr ein Trupp von ca. 45 Kranichen über unsere Stadt hinweg. Kraniche gelten ja auch als "Vögel des Glücks", das machte mich dann doch wieder optimistisch, was weitere Beobachtungen betreffen sollte. Und später am Nachmittag konnte ich dann sogar auch noch eine kleine Nebensonne am Himmel beobachten:

Nebensonne (etwa im Zentrum des Bildes)

Und dann gibt es in diesem Jahr am 9. November zwischen ca. 12 und 13 Uhr ja eine Bedeckung der Venus durch den Mond. Ob diese dann besser zu beobachten sein wird?  Hoffen wir es!

Samstag, 1. Januar 2022

1. Januar 2022: Ein Wolkenloch zeigt die ersten Sterne im neuen Jahr

 Der Tag heute war ausgesprochen mild, viel zu warm für einen Neujahrstag. Um die Christrose vor meinem Hauseingang flogen sogar Honigbienen herum. Die armen Tiere, denn in drei Tagen soll es wieder deutlich kälter werden und vielleicht sogar Schnee geben.

Honigbienen an Christrose am 1.1.22
 

Mittags habe ich versucht, Sonnenflecken zu fotografieren. Unter meinen ca. 20 Bildern musste ich einige Zeit suchen, bis ich dann doch eines fand, auf dem neben den durchziehenden, hohen Wolken, trotzdem (nach Bearbeitung in Adobe Lightroom) auch Sonnenflecken zu erkennen waren:

Sonne mit Wolken und Flecken am 1.1.2022

Zwei Fleckengruppen sind gut zu erkennen. Am rechten Rand eine Dreiergruppe, welche die offizielle Nummer 2916 trägt und etwas links von der Mitte eine nicht ganz so auffällige Zweiergruppe mit der Nummer 2922. Wenn man ganz genau hinschaut, lässt sich fast genau senkrecht über der Gruppe 2916 auch noch eine kleine Aufhellung erkennen, das Fackelgebiet 2918. Wer möchte, kann meine Aufnahme gerne mit der Profiaufnahme von SDO/HMI auf  spaceweather.com vergleichen. Dort sind noch ein paar mehr Flecken zu erkennen.

Am Abend gab es dann zwischen 19 und 20 Uhr auch noch einmal ein kurzes Aufklaren, ein Wolkenloch. Das Teleskop aufzubauen hat sich nicht gelohnt, aber eine kleine Animation der durchziehenden Wolken in Richtung des aufgehenden Orions ist mir dann doch gelungen.

Hier zunächst ein Einzelbild:

Sternenhimmel am Abend des Neujahrstag gegen 19:45 Uhr

 Orion geht gerade über den benachbarten Büschen auf, darüber das Sternbild Stier mit dem Darüber das Sternbild Stier mit dem auf der Seite liegenden "V" (der Sternhaufen der "Hyaden") und oben in der Mitte den Plejaden ("Siebengestirn"). Links oben das Sternbild Fuhrmann mit der hellen Capella. Wer die Sterne genau mit einem Atlas oder Planetariumsprogramm wie "Stellarium" vergleicht, kann in der rechten Hälfte auch noch den Kleinplaneten (1) Ceres und sogar den Planeten Uranus finden.

Wie die Wolken jedoch immer dichter wurden, zeigt die nachfolgende Animation aus 61 Bildern:

Durchziehende Wolken

Die 61 Einzelbilder wurden jeweils 10 Sekunden lang belichtet (Canon 5D MarkII, 20mm Weitwinkel-Objektiv, F/2.5, ISO3200). Ein Durchgang der Animation braucht ca. 12 Sekunden (die einzelnen Bilder laufen mit 0,2 Sekunden Verzögerung). In Wirklichkeit waren es 12 Minuten. Die Animation läuft also ca. 60mal so schnell wie die Wirklichkeit.

Hoffen wir, dass es in diesem Jahr noch bessere Gelegenheiten zur Himmelsbeobachtung gibt.


 


Donnerstag, 30. September 2021

25. September 2021: Astronomen-Frust

 Für Samstagabend, am 25. September 2021, war für den Abend "Aufklaren" von der Wettervorhersage angekündigt worden. Das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. 

Der Mond sollte erst gegen 21 Uhr aufgehen. Da könnte man vorher vielleicht sogar schon das eine oder andere schwächer leuchtende Himmelsobjekt beobachten. Und für die Planeten Saturn und Jupiter sollte es auf alle Fälle reichen, die leuchten ja hell genug. 

Also habe ich am Abend mein Teleskop auf der Terasse aufgebaut, es schon mal grob nach Norden hin ausgerichtet und war gespannt, was da kommen sollte. Zum Sonnenuntergang konnte ich sogar schon Saturn im Fernrohr erkennen! Wie schön würde es werden, wenn es richtig dunkel sein wird?

Zum Ende der Tagesschau gegen 20:15 Uhr flog die ISS über den Himmel. Ein schöner Überflug!

Die ISS steigt zunächst im Westen, dicht neben Arkturus, dem hellsten Stern des Bärenhüters auf:

Die ISS beim Aufstieg im Westen

Anschließend flog sie hoch über unseren Köpfen an den Sternbildern Leier und Schwan vorbei:


Die ISS fast im Zenit

Und schließlich verschwindet sie Richtung Osten hinter meinem Haus:

Blickrichtung Osten

In der letzten kleinen Animation sieht man die helle ISS von rechts nach links fliegen. Gleichzeitig fliegt von oben nach unten ein weiterer Satellit über den Himmel. Leider konnte ich den nicht identifizieren, für mich also ein "unbekanntes Flugobjekt".

Danach habe ich dann meine normale Kamera mit Hilfe der mechanischen Nachführung LX3 auf den Südhimmel ausgerichtet und dort ein Foto nach dem anderen gemacht. Ich wollte die Bahn von Saturn und Jupiter am Abendhimmel verfolgen, solange der Mond noch nicht am Himmel schien.

Parallel habe ich an mein Teleskop eine empfindliche Astro-Spezialkamera angebracht, versucht, diese genau zu fokussieren, denn ich wollte heute ja gerne Saturn und Jupiter fotografieren. Konzentriert beachtete ich dafür alle notwendigen Schritte am Teleskop, dem PC, usw. Endlich hatte ich Jupiter scharf drin, ich  startete die erste Aufnahmesequenz... - Doch was war das? Jupiter verschwand plkötzlich vom Bildschirm? Was war passiert?

Ich schaute wieder nach oben in den Himmel. Wo waren die Sterne geblieben? Nur noch Wolken!

Frustriert hörte ich nur noch das "Klack - Klack" der Kamera, die immer noch ein Bild des Himmels nach dem anderen aufnahm. Ja, die Spur von Saturn und Jupiter hatte sie nicht mehr wirklich verfolgen können, dafür hat sie aber die aufziehenden Wolken eingefangen.

Hier ein kleines Zeitraffervideo:



So schön ein solches Video vielleicht auch sein mag, es war nicht das, was ich an diesem Abend eigentlich wollte. Erst knapp zwei Stunden später klarte es wieder auf, so dass ich dann doch noch Saturn und Jupiter beobachten konnte.


Dienstag, 21. September 2021

20. September 2021: Vollmondnacht

 Es geht auf den Herbst zu. Die Tage und Nächte werden kälter. Für uns Hobbyastronomen gibt es in den Nächten immer mehr zu entdecken. Am Abend nach Sonnenuntergang kann man an nicht nur Jupiter und Saturn beobachten, sondern an dunklen Orten auch noch einen letzten Blick auf die Sommermilchstrasse erhaschen. Das Sommerdreieckmit Altair, Deneb und Wega lässt sich, jetzt im Westen stehend, noch sehr gut beobachten, im Osten sind schon die Herbststernbilder Pegasus und  Andromeda gut zu sehen, und es wird gar nicht mehr so spät in der Nacht, da steigen schon die Wintersternbilder auf, zuerst der Stier mit den Plejaden, dann Orion und später auch noch Sirius.

Ja, es könnten so herrliche Nächte werden, wenn es im Hernst nicht auch immer viele Wolken gäbe - und wenn es mal klar sein sollte, dann bildet sich leider allzu schnell Bodenneben aus. Also eher eine wirklich schwierige Jahreszeit zur Himmelsbeobachtung.

In der letzten Nacht hatten wir Vollmond. Und wir hatten auch viele Wolken. Also eigentlich keine Vorraussetzungen für eine Himmelsbeobachtung.

Mond und leuchtende Wolken am 20. September 2021
 

Und doch habe ich lange draußen gestanden und immer wieder Richtung Mond geschaut. Manchmal waren Teil von ihm in kleinen Lücken zu erkennen. Und immer wieder strahlte sein Licht die nicht ganz geschlossene Bewölkung aufs neue an. Ein faszinierender Wechsel von zum Teil geisterhaften Stimmungen, besonders ausgelöst durch die immer mal wieder auch farbig leuchtenden Wolken in der Umgebung des Mondes.

Der volle Mond hinter Wolkenschleiern



Freitag, 17. September 2021

16./17. September 2021: Wolken am Himmel

 Ich sitze gerade am Computer, bearbeite ein paar Mails und surfe ein wenig auf verschiedenen Websites. Da sehe ich, dass "Wetteronline" meldet, der Himmel sei klar. Ich gehe sofort ans Fenster, suche den Mond und finde ihn nicht. So ein Ärger, schon wieder einmal eine falsche Wettervorhersage.  Der Deutsche Wetterdienst liegt da schon richtiger. Und auch andere Websites berichten von bis zu 91 Prozent Wolkenbedeckung.

So war es auch gestern. Keine Chance den Mond zu sehen oder die ISS, die von meinem Garten aus gesehen, sogar direkt vor dem Mond vorüberfliegen sollte. Auch das Raumschiff Inspiration4 von SpaceX wäre an unserem Himmel zu sehen gewesen, wenn es eben nicht so viele Wolken geben würde.

Aus Frust habe ich gestern trotzdem ein Foto gemacht:

Viele Wolken mit Jupiter in einer kleinen Lücke am 16. September 2021

Und ich traute hinterher meinen Augen nicht, da habe ich doch tatsächlich in der Lücke etwas links über dem Haus einen recht hellen "Stern" erwischt, das kann dort eigentlich nur Jupiter sein.

Später am Abend war dann sogar auch der Mond noch am Himmel zu sehen, obwohl sich die Wolken nicht vollständig verzogen hatten:

Mond um 23:18 Uhr, noch leicht hinter Wolken

Doch nun war es schon Zeit ins Bett zu gehen, würde doch am nächsten Morgen schon früh der Wecker klingeln...

Ja, als Hobbyastronom braucht man vor allem Geduld. Irgendwann wird es auch wieder klare Nächte geben. 

Doch manchmal geht es dann doch schneller als man denkt. Hier jetzt zwei weitere Bilder von gerade eben:

Der Mond am 17. September 2021 kurz vor 23 Uhr

Der Mond ist jetzt zu 89 Prozent beleuchtet. Mit Jupiter und Saturn bildet er ein schönes Dreieck:

Mond, Jupiter und Saturn am 17.9.21

Ob ich jetzt vielleicht doch noch mein Fernrohr aufbaue?




Freitag, 6. August 2021

5. August 2021: Wolken vor dem Sommerdreieck

Am Abend des 5. August klarte es teilweise auf. Die Wetter- und insbesondere Wolkenprognosen für diesen Abend waren sehr unterschiedlich. Während "wetteronline" mir einen klaren Himmel ab spätestens 22 Uhr prognostizierte, schwankte die App "Clearoutside" zwischen 33 und 65 Prozent, "meteoblue" gab immer mindestens 50 Prozent Bewölkung an und der DWD prognostizierte für 23 Uhr sogar noch einen kleinen Regenschauer.

So habe ich mein großes Teleskop doch nicht aufgebaut, sondern nur "mit kleinem Gepäck" den Himmel beobachtet. Und in der Tat zogen die allermeiste Zeit Wolken durch, zum Regen kam es glücklicherweise nicht. Ich hätte mein Teleskop sicherlich aufbauen können und in den jeweils wolkenfreien Gebieten sicherlich auch die eine oder andere schöne Beobachtung machen können. "Hätte" - naja, wenn ich es aufgebaut hätte, hätte es sicher auch geregnet... :-)

So habe ich überwiegend mit bloßem Auge und mit dem Fernglas beobachtet. Auch das war schön. 

Bei Jupiter zog langsam der Mond Io vor die Planetenscheibe. Saturns Ring leuchtete und sein Mond Titan war selbst im 7x42 Fernglas gut zu erkennen.

Die Nova in der Cassiopeia (Nova Cas 2021) war deutlich schwerer auszumachen, was allerdings eher an den vielen benachbarten Sternen in der Milchstraße liegt. Ich habe sie auf bestenfalls noch 8mag geschätzt.

Überhaupt die Milchstraße, sie war an diesem Abend von meinem Garten aus gut zu sehen. Natürlich braucht es eine Zeitlang, bis sich die Augen an die Dunkelheit adaptiert haben, aber dann hat das Beobachten doch viel Spaß gemacht. 

Insbesondere habe ich an dem Abend versucht, die Helligkeiten von veränderlichen Sternen zu schätzen. beta Lyra, nü Aquila, und einige andere Sterne habe ich probiert. Allerdings lag ich doch manches mal deutlich daneben. 

Auch einige deep-sky-Objekte waren gut im Fernglas zu sehen, zum Beispiel die Andromedagalaxie und der Kugelsternhaufen M13 im Herkules.

Und dann hatte ich auf erste Vorboten der Perseiden gehofft, doch da war meine Ausbeute sehr gering. Vielleicht habe ich zwei Sternschnuppen gesehen. Allerdings war ich eben auch immer wieder mit dem Fernglas an verschiedensten Objekten dran - und da wäre es schon ein großer Zufall, wenn so eine Sternschnuppe genau durch das kleine Gesichtsfeld fliegen würde.

Viele Satelliten habe ich jedoch gesehen. Die Anzahl der Satelliten ist inzwischen schon erschreckend hoch. Dies wird auch deutlich auf den Bildern, die ich in dieser Nacht gemacht habe.

Ich habe einfach meine DSLR-Kamera mit einem 20mm Weitwinkelobjektiv auf das Sommerdreieck ausgerichtet, mit der LX3-Nachführung die Rotation der Erde ausgeglichen und dann 100 Bilder a 30 Sekunden bei Blende 1.8 und ISO1600 belichtet. Aus diesen 100 Bildern habe ich dann ein animiertes gif erstellt, in dem nach dem Titelbild jedes einzelne Bild ein halbe Sekunde gezeigt wird. Sie sehen hier also 50 Minuten Sternenhimmel in nur 50 Sekunden.

 Achtung: das animierte gif läuft dreimal hintereinander. Die Datei ist 78 MB groß, je nach Internetverbindung müssen Sie leider mit einer längeren Ladezeit rechnen:

Wolken vor dem Sommerdreieck am 5./6. August 2021

Die Aufnahmen erfolgten von 23:28 bis 0:23 Uhr MESZ. Die einzelnen Bilder habe ich nicht weiterbearbeitet. Deutlich erkennt man, wie ständig helle Wolken über den Himmel ziehen, aber die Milchstraße dahinter bleibt eigentlich immer gut zu erkennen. Interessant ist auch zu sehen, wie unterschiedlich sich die Wolken im Foto auf die Sterne auswirken. Zum einen machen sie natürlich manchmal die Sterne etwas dunkler, manchmal sorgen sie jedoch auch dafür, dass die Sterne diffuser und aufgeblähter, also heller, erscheinen. Dieser Effekt lässt sich besonders schön an den helleren Sternen wie der Wega beobachten. (Vielleicht ja auch ein Grund, warum das Abschätzen der Helligkeit der veränderlichen Sterne an diesem Abend nicht so einfach war, wie ich es erhofft hatte).

Auf sehr vielen einzelnen Bildern sieht man auch längliche Strichspuren, entweder von Satelliten oder (weniger) von Flugzeugen. Ich habe mir die Bilder noch nicht so genau angeschaut, ob vielleicht doch auch einzelne Sternschnuppen darunter sind, das kommt vielleicht noch später.

Ach ja: Das "Sommerdreieck" wird durch die drei auffällig hellen Sterne im Sommer gebildet: Wega, der hellste Stern des Sternbild Leier. Deneb, der hellste Stern im Schwan und Altair, der hellste Stern im Adler. Deneb und Wega stehen im Sommer sehr hoch über unseren Köpfen am Himmel, Altair zieht deutlich tiefer über den Nachthimmel hinweg.

Freitag, 21. Mai 2021

21. Mai 2021: Sonne, Mond und Wolken

 Zeitweilig war der Himmel heute verführerisch blau. Endlich mal wieder eine gute Gelegenheit, das große Teleskop nach draußen zu holen? Ich habe mich dagegen entschieden, denn immer wieder waren auch große dunkle Wolken am Himmel zu sehen. Und zwischendurch fiel auch Regen. Ja, wenn ich jetzt eine richtige Sternwartenkuppel hätte, dann bräuchte ich nur rechtzeitig diese zu schließen oder zu öffnen... Doch so eine Lösung kostet schnell eine mittlere fünfstellige Summe, das übersteigt dann doch deutlich mein Budget.

Aber auch so war einiges zu sehen. 

Auf der Sonne gibt es zur Zeit wieder einen kräftig dunklen Sonnenfleck, der sich sogar gegen ein paar Wolken durchsetzen konnte. Hier ein erstes Foto:

Sonne mit Fleck am 21.Mai 2021 um 19:47 Uhr

Und hier noch einmal mit etwas weniger Wolken, drei Minuten später fotografiert:

Sonne mit Fleck um 19:50 Uhr.

Schaut man genauer hin, kann man erkennen, dass der schwarze Fleck von einer leicht grauen Fläche umgeben ist, ein ganz typisches Erscheinungsbild so eines Sonnenflecks. Der Fleck mag uns winzig klein erscheinen. Er hat in Wirklichkeit jedoch einen größeren Durchmesser als unsere Erde.

Nach der Sonne konnte ich auch schon ein Foto des Mondes schießen, hier kann man natürlich noch nicht viele Einzelheiten erkennen, da das helle Sonnenlicht doch alle Kontraste verblassen lässt.


Der Mond im Spektiv um 19:53 Uhr.

Später am Abend gelang mir ein weiteres Foto. Doch zunächst zogen wieder viele Wolken herein, es tröpfelte ein wenig - und dann wurde es im Nordwesten wieder hell - und auf den gen Osten abziehenden Wolken zeigte sich ein wunderschöner Regenbogen:

Regenbogen um 20:40 Uhr.

Dann war es Zeit für den Sonnenuntergang. Würde es mir heute gelingen, einen Blick auf Merkur und Venus zuwerfen, die tief im Nordwesten zu finden sein sollten?

Nein, ich hatte kein Glück. Genau dort vergrößerte sich eine Wolke wie ein Monster oder eine abscheuliche Krake immer weiter über den Himmel, so dass ich leider keinen der beiden Planeten mehr finden konnte.

Irgendwo hinter dieser Wolke sind Merkur und Venus versteckt.

Dafür  war der hochstehende Mond aber noch relativ gut zu fotografieren. Dank der fortgeschrittenen Dämmerung sind auf diesem Foto doch schon viele Details kontrastreicher abgebildet als noch zweieinhalb Stunden zuvor.

Der Mond um 22:15 Uhr.

Doch dann kamen schon wieder Wolken, für 23 Uhr ist Regen angekündigt... Mal sehen, wann ich weiter beobachten kann und wann es endlich mal wieder eine wirklich wolkenfreie Nacht gibt.

Freitag, 16. April 2021

15. April: kein Glück bei der streifenden Sternbedeckung

 Am Donnerstagabend war für Bad Lippspringe eine astronomisch Besonderheit angekündigt: eine "streifende Sternbedeckung". 

Genau über unseren Ort sollte die Grenzlinie einer Sternbedeckung durch den Mond verlaufen. Nördlich dieser Linie würde es keine Sternbedeckung geben und südlich davon würde der Mond genau über den Stern Omega Tauri hinweg ziehen. Eine ausführliche Beschreibung dieses Ereignissen wurde auf der Webseite der Vereinigung der Sternfreunde veröffentlicht.

Leider spielte das Wetter nicht mit. Ich hatte mir einen Ort in unserer Feldmark gesucht, an dem der Stern vielleicht gleich mehrfach am Mondrand aufgeleuchtet hätte. Mir schwante angesichts der vielen Wolken aber schon am nachmittag nichts gutes. Und auch gegen 22:30 uhr, alsich meine Kameras in Position brachte, war der Himmel insgesamt doch mindestens zu 50 Prozent bedeckt. 

Doch der Mond war zu sehen. So konnte ich meine Kameras genau auf ihn ausrichten. Und auch der zu bedeckende Stern war bereits dicht am Mond zu sehen. Hier ein Foto von 22:45 Uhr, der Stern steht am oberen Rand des dunklen Teil des Mondes:

Mondsichel und Omega Tauri um 22:45 Uhr am 15.4.2021

Hoffnung keimte auf. Doch dann leider umsonst. Drei Minuten später war vom Mond nichts mehr zu sehen. Um 22:50 Uhr sollte die streifende Bedeckung stattfinden. Insgesamt dauert so ein Ereignis maximal zwei Minuten, in der Zeit war der Mond leider hinter Wolken verschwunden. Also habe ich mein Equipment wieder ins Auto gepackt und bin nach Hause gefahren. Auf der Rückfahrt lächelte dann der Mond schon wieder vom Himmel herab. Schade!

Aber einen Versuch war das Ereignis auf alle Fälle wert, vielleicht habe ich beim nächsten Mal ja etwas mehr Glück.

Freitag, 25. September 2020

25. September 2020: Der Mond hinter Wolken

 Heute Abend ist es leider stark bewölkt. Doch für einen kleinen Moment war wenigtens etwas vom Mond zu sehen:

Mond am 25.9.2020, 21:45 Uhr, Nikon P950, f/6.3, 1/13 sec, ISO-180, 268mm (entspr. 1500mm Kleinbild)

 

Ich wünsche allen Freunden meines Blogs noch einen  schönen Abend und ein erholsames Wochenende!

Freitag, 19. Juni 2020

19. Juni 2020: Venusbedeckung durch den Mond


Die Bedeckung der Venus durch den Mond am Vormittag des 19. Juni konnte ich leider nicht beobachten. Venus und Mondsichel blieben für mich trotz schönem Wetter unsichtbar.

Vielleicht hätte es geklappt, wenn der Himmel wirklich klar gewesen wäre. So aber zogen leider doch immer wieder Schönwetterwolken durch. Vor allem aber behinderten diesige "Wolkenschleier" die freie Sicht ins Weltall.

Hier ein Bild von heute Vormittag:

Schleierwolken am Himmel
Meine Hauswand schirmte zwar gut die helle Sonne ab, so dass ich nicht Gefahr lief, plötzlich gebelndet zu werden. Aber das allein reichte leider nicht.

Auch eine Positiv-Negativ-Umkehrung des Bildes konnte da nicht weiter helfen, oder können Sie irgendwo einen kleinen schwarzen Punkt (Venus) neben einer kleinen schwarzen Mondsichel erkennen?:

Umgekehrtes Bild

Andere hatten mehr Glück. Ein Sternfreund aus Litauen hat sogar über YouTube eine Live-Übertragung des Ereignisses hinbekommen: https://youtu.be/cIirVLyEZ3I

Samstag, 6. Juni 2020

5. Juni 2020: Halbschattenfinsternis hinter Wolken


Am 5. Juni sollte es auf dem Mond eine Halbschattenfinsternis geben. Eine "Halbschattenfinsternis" ist so keine richtige Mondfinsternis, da dieser nicht in den Kernschatten der Erde eintritt, sondern eben nur in den "Halbschatten". Was diese Begriffe bedeuten, macht das folgende Schaubild deutlich:


Die letzte richtige Kernschattenmondfinsternis hatten wir in Deutschland im Juli 2019, die Mondfinsternis ein Jahr zuvor, am 27. Juli 2018, (die längste des Jahrhunderts!) wurde bei schönstem Wetter von vielen Menschen in ganz Deutschland beobachtet.

Bei dieser Finsternis tauchte der Mond jedoch überhaupt nicht in den Kernschatten ein, sondern zog nur durch den Bereich des Halbschattens. Vielleicht kann man sich den Unterschied der beiden Begriffe noch klarer machen, wenn man sich gedanklich auf den Mond begibt. Wie man auf dem Schaubild erkennen kann, steht dann nämlich die Erde genau vor der Sonne. Befindet man sich auf der Mondoberfläche im Kernschatten der Erde, dann erlebt man auf dem Mond sogar eine totale Sonnenfinsternis, die Erde bedeckt vollständig die Sonnenscheibe. Im Halbschattenbereich dagegen zieht die Erde nicht vollständig vor die Sonne, man erlebt auf dem Mond dann nur eine teilweise, eine partielle Sonnenfinsternis.

Da bei einer Halbschattenfinsternis also immer noch ständig Sonnenlicht auf den Mond fällt, kommt es sehr darauf an, wie weit der Mond in den Halbschatten der Erde hineintitt, um diee von der Erde aus wirklich erkenenn zu können. Ist dies wirklich nur ganz wenig am Rand der Fall, kann man sie praktisch gar nicht wahrnehmen. Es gibt eine Daumenregel, die sagt, dass man Halbschattenfinsternisse auch mit bloßem Auge erkennen kann, wenn der Mond zu mindestens 60 Prozent in den Halbschatten eindringt.

Am 5. Juni sollte der Mond zu maximal 59 Prozent in den Halbschatten der Erde eindringen. Eine Beobachtung oder besser "Wahrnehmung" könnte daher möglich sein. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass zum Mondaufgang am Horizont diese Finsternis schon angefangen hatte, und wenn der Mond gerade aufgeht und auch anschließend nur sehr tief über dem Horizont steht, müsste man schon ausgezeichnete Wetterbedingungen haben, um die Finsternis tatsächlich wahrzunehmen.

Hier bei uns war es einfach: Der Himmel war so bewölkt, das der Mond lange Zeit an diesem Abend sowieso nicht zu sehen war:

Irgendwo dahinten sollte jetzt der leicht verfinsterte  Mond aufgehen.
Zum Zeitpunkt des Mondaufgangs bei uns, um 21:25 Uhr sollte gleichzeitig die größte Verfinsterungsphase erreicht sein. Die Sonne würde erst kurz danach untergehen, der Himmel war also noch recht hell. Doch Wolken trübten den Blick Richtung Südosten.

Langsam wurde es dunkel, doch wirklich zu sehen war der Mond lange Zeit nicht:

Mond hinter Wolken, das Licht rechts unten stammt von einer Straßenlaterne.
Erst gegen 23 Uhr konnte ich dieses Foto des strahlenden Vollmonds machen:

Vollmond am 5. Juni 2020 um 23 Uhr
Doch zu dieser Zeit ging die Finsternis gerade zu Ende und es ist natürlich auch nicht mehr der Hauch eines Halbschattens zu erkennen.  Sternfreunde weiter östlich in Deutschland und südlicher, z.B. wie in Österreich, hatten es etwas besser. Dort war zum einen das Wetter günstiger und zum anderen ging dort der Mond auch früher auf, die Sonne eher unter als bei uns. Der Unterschied zwischen Bad Lippspringe und Berlin macht schon mehr als eine Viertelstunde aus, nach Wien hin sind es schon mehr als 45 Minuten! Von dort gibt es Berichte, das man den Halbschatten durchaus als schwache Abschatten auf etwa "5 Uhr" im Mond wahrnehmen konnte.

Bis zur nächsten in Deuschland sichtbaren Mondfinsternis werden wir uns gedulden müssen: erst am 26. Mai 2022 ode am 28. Oktober 2023 wird es wieder so weit sein.


Dienstag, 6. August 2019

6. August 2019: Und immer wieder Wolken


In den letzten Tagen hatte ich leider kein Glück mehr mit meinen Beobachtungen. Auch wenn es tagsüber immer mal wieder schön klar war, abends und nachts zogen dann leider doch Wolken hindurch.

So auch heute. Aber diesmal war ich trotzig genug, trotzdem einfach mal mit meiner Kamera raus zu gehen. Hier eine Aufnahme von 22:53 Uhr, als sich genau über mir ein Wolkenloch auftat. Der helle Stern in der Mitte ist Wega, der hellste Stern im Sternbild Leier. Eine Satellitenspur ist auch zu sehen. Das Bild zeigt Sterne bis zur 9. Größenklasse. Ohne Wolken wäre da sicherlich viel mehr drin gewesen. Schade!

   
Canon 5D Mark II, 20mm Sigma WW, 10sec, f/2.0, ISO3200

Mittwoch, 6. April 2016

6. April: Venus vom Mond und von Wolken bedeckt

Heute sollte es ein besonderes Ereignis am Sternenhimmel geben. Der Mond sollte gegen 10 Uhr die Venus bedecken. Doch leider hat der Wettergott bei uns in Bad Lippspringe nicht mitgespielt.

Sicherlich hat der Mond die Venus bedeckt, doch leider bedeckten hier auch dicke Wolken den Himmel.

Hier ein Bild von meinem Teleskop. Theoretisch exakt auf die Venus ausgerichtet, doch man kann unschwer erkennen, am Himmel ist kaum Blau zu erkennen, nur Wolken.
Fernrohr und Wolken


Selbst die Sonne hatte es schwer und konnte sich am Vormittag kaum gegen die Wolken durchsetzen.

Hier ein Bild:

Die Sonne hinter Wolken, am 6. April 2016 um 9:53 Uhr MESZ.

Andere Sternfreunde hatten mehr Glück. Einen netten Beobachtungsbericht gibt es im Diskussionsforum bei astronomie.de.

Ach ja, trotz dieser Enttäuschung war etwas Astronomie möglich.Haben sie sich das Sonnenbild genau angeschaut? Da sind - trotz der Wolken - auch richtige Sonnenflecken zu erkennen. Gefunden?

Hier eine kleine Hilfe :-)

Die Sonnenflecken befinden sich innerhalb des rot markierten Gebietes

Hoffentlich gibt es bei der nächsten astronomischen Bedeckung, wenn Merkur vor der Sonne entlang zieht, besseres Wetter!