Sonntag, 5. April 2020

4.April 2020: Ein Komet am (photographischen) Nachthimmel

In der "Astro-Szene" hat es sich schon herum gesprochen, es gibt am Nachthimmel zur Zeit einen Kometen, der vielleicht in ein paar Wochen sogar mit dem bloßen Auge sichtbar werden könnte.

Zur Zeit strahlt der Mond sehr hell am Abendhimmel, wir haben ja in wenigen Tagen den Oster-Vollmond. Da fällt dann der zur Zeit noch recht lichtschwache Gesell am Himmel wirklich nicht auf.

Der Komet trägt den Namen C/2019 Y4 ATLAS. Er soll jetzt eine Helligkeit von ca. 8mag haben. In klaren, dunklen Nächte kann ich mit meiner Spiegelreflexkamera durchaus Sterne ablichten, die viel lichtschwächer sind. Bei Kometen muss man jedoch aufpassen, die Helligkeitsangabe bezieht sich immer auf eine "Gesamthelligkeit", wenn alles Licht des Kometen in einem Punkt konzentriert wäre. Doch dies ist bei ihnen meist nicht der Fall, insbesondere wenn sie einen Schweif entwickeln, dann verteilt sich die Helligkeit natürlich auf eine größere Fläche.

Und da reichte dann zuletzt auch meine Kamera nicht mehr. Durch das helle Mondlicht wird ja praktisch auch die Dunkelheit des Himmelshintergrund angehoben, so dass ich nur noch Sterne bis zur 8mag fotografieren konnte.

Am Abend des 4. April aber konnte ich endlich wieder mein Teleskop aufbauen, der Kabelschaden vom Astronomietag ist dank der Hilfe eines Freundes behoben. Die genauen Koordinaten des Kometen konnte ich aus dem Internet holen, das Fenrohr richtig positionieren - und trotzdem sah ich mit bloßem Auge zunächst nichts. Vielleicht eine kleine Aufhellung des Hintergrunds, aber - ehrlich geagt - ich konnte nicht unterscheiden, ob das wirklich echt war, oder ob ich mir dies nur einbildete.

Also die Kamera ans Teleskop gehängt. So einen Kamerachip kann man ja auch länger belichten - und siehe da: der Komet war tatsächlich genau im Blickfeld.

Hier eines von mehreren Fotos, die ich dann gleich gemacht habe:

Komet C/2019 Y4 Atlas am 4.4.2020 um 22:39  Uhr MESZ


Der Komet ist der diffuse grüne Fleck, etwas links im Bild. Täusche ich mich, oder ist sogar ein kleiner Schweifansatz zu erkennen?  Der hellste Stern rechts im Bild hat eine Helligkeit von 9mag, die schwächsten erkennbaren Sternchen eine helligkeit von ca. 14.8 mag.

Das Bild entstand mit meiner Canon 5D MarkII Kamera direkt am Celestron C8 Teleskop. Bei ISO1600 habe ich 170 Sekunden belichtet, die Fernohrbrennweite (die ich ja praktisch als "Tele" genutzt habe) beträgt 2000 mm.

Helligkeitsvorhersagen für Kometen sind immer nur mit Vorsicht zu genießen. Dies schreibt auch Jan Hattenbach in seinem Blog "Himmelslichter.Net", der hier ausführlich den Kometen und seine Sichtbarkeitschancen beschreibt.

In der Woche vor Ostern wird der Komet wohl ein reines photographisches Fernrohrobjekt bleiben. Wenn der Mond verschwunden ist, könnte er in der Woche nach Ostern auch für kleinere Geräte interessant werden. Und wenn er vier Wochen später dann der Erde und der Sonne sich weiter genähert hat...

Hören wir auf zu spekulieren. Warten wir es geduldig ab. Ich werde mich bemühen, sie weiter auf dem laufenden zu halten.

6. - 12. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Der erste Vollmond nach Frühlingsanfang - und deshalb ist dann am Wochenende auch Ostern. Von den hellen Planeten strahlt am Abend im Westen bis kurz nach Mitternacht die Venus, am frühen Morgen sind im Südosten Jupiter (ab ca. 4:30 Uhr), Saturn (ab ca. 4:45 Uhr) und Mars (ab ca. 5:00 Uhr) zu sehen. Zum Ende der Woche hin, wenn der Mondsich vom Abendhimmel zurück zieht, kann mit entsprechender Ausrüstung im Norden viellecht sogar ein Komet beobachtet werden. Die ISS ist nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 6. April,  geht die Sonne um 6:48 Uhr auf und um 20:07 Uhr unter. Der helle Tag dauert also 27 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der Mond befindet sich im Sternbild Jungfrau und geht um 17:49 Uhr auf. Er ist zu 81 Prozent beleuchtet und geht erst am nächsten Morgen um 6:59 Uhr unter.

Am Dienstag, den 7. April, befindet sich der Vollmond am Abend in Erdnähe, der kürzeste Mondabstand in diesem Jahr. Er zeigt einen Durchmesser von 33,38' Bogenminuten. Um 4:38 Uhr am Mittwochmorgen erreicht er seine exakte Vollmondposition.

Am Mittwoch, den 8. April, kann man in der Frühe bei Jupiter ab 4:46 Uhr den Schatten von Mond Ganymed über die Planetenscheibe wandern sehen. Mond Io beendet um 4:58 Uhr seinen Durchgang vor dem Planeten.

Am Gründonnerstag, den 9. April, endet um 3:08 Uhr eine Sternbedeckung durch den Mond, am dunklen Rand tritt der Stern 95 Virginis (5.5mag) wieder hervor. Abends geht der zu 95 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Waage  um 22:14 Uhr auf.

Am Karfreitag, den 10. April, geht der Mond erst um 23:39 Uhr auf, er steht bereits im Sternbild Skorpion und ist nur noch zu 90 Prozent beleuchtet. Durch die späten Mondaufgänge kann in den nächsten Tagen bei klarstem Himmel in Richtung Westen vielleicht das Zodiakallicht bebachtet werden.

Am Samstag, den 11. April, kann man am Abend schon wieder "deep-sky"-Beobachtung betreiben, der Mond geht erst nach 1:00 Uhr am folgenden Morgen auf. Vielleicht ist dadurch auf länger belichteten Fotografien oder in einem kleinen Fernrohr auch schon der Komet C/2019 Y4 ATLAS zu erkennen. Er sollte zuletzt eine Helligkeit von 8mag gehabt haben, aber noch heller werden.

Am Ostersonntag, den 12. April, geht der Mond noch später auf, erst deutlich nach 2:00 Uhr am Ostermontag. Bei klarem Wetter eignet sich diese Nacht gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel wie Kleinplaneten, fernen Galaxien oder auch des schon für Samstag erwähnten Kometen. Spezialisten könne sich ja mal auf die Sucher nach dem Ei-Nebel im Weltall machen. Florian Freistätter hat diesen sehr schön im letzten Jahr in seinem Blog zu Ostern beschrieben.

Ich wünsche allem meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Osterfest! Bleibt gesund und behütet!

Freitag, 3. April 2020

3. April 2020: Die Venus in den Plejaden, Mond

Ich hatte schon gar nicht mehr damit gerechnet, aber dann hieß es plötzlich in einer whatsapp-Gruppe von Hobbyastronomen aus OWL: "Habt ihr schon die Venus in den Plejaden gesehen? Hier in Bielefeld ist der Himmel klar!"

Und tatsächlich, vor einer Viertelstunde war noch nicht einmal der Mond am Himmel zu erahnen, jetzt hatten wir draußen auch klaren Himmel.

Schnell die Kamera rausgeholt und versucht, wenigstens ein paar Bilder zu erhaschen. In der Hektik sind die nicht alle was geworden, aber ich denke, mit diesem hier kann man vielleicht schon etwas anfangen:

Venus in den Plejaden
Aufgenommen um 22:53 MESZ mit meiner Canon 5DM2 bei 105mm, f/4, 20sec und ISO800.

Und hier aus einem weiteren Bild ein größerer Ausschnitt:



Danach habe ich noch versucht, den Mond zu fotografieren, doch über den zogen schon wieder oder immer noch Wolken hinweg. Nicht das beste Foto, aber zur "Dokumentation", das er tatsächlich noch scheint:

Der Mond am gleichen Abend

Donnerstag, 2. April 2020

Ausstellung im HNF bis Januar 2021 verlängert!


Holla, das ist wirklich eine gute Nachricht für alle Astronomie- und Weltraumfans:

Das Heinz Nixdorf Museumsforum in Paderborn wird seine Sonderausstellung  "Aufbruch ins Weltall" bis zum Januar 2021 verlängern!

Ds gab gerade (2. April, 14 Uhr) der Geschäftsführer Dr. Jochen Viehoff in einem facebook-Livestream bekannt:

https://www.facebook.com/heinznixdorfmuseumsforum/videos/313577866273438/

Darüber habe man sich mit dem Hauptleihgeber der Ausstellung, der DLR, inzwischen verständigt. Jetzt können wir nur hoffen, dass Museumsbesuche bald wieder möglich werden.

Das HNF will bis auf weiteres jetzt jeden Dienstag und Donnerstag mittags live aus dem Museum senden. Der erste Beitrag ging über "Quarantäne in der Weltraumfahrt". Absolut passend zur heutigen Zeit, sehr informativ, und sehr charmant von Jochen Viehoff vorgetragen. Es wurden sogar "Live-Fragen" spontan beantwortet.

Bleibt neugierig! Und bleibt gesund!

Dafür jetzt Dienstags und Donerstags live bei facebook.

Mittwoch, 1. April 2020

1. April 2020: Drei Planeten am Morgenhimmel

Heute in der Frühe wollte ich die drei Planeten fotografieren, Jupiter, Saturn und Mars. Das ist mir auch geglückt, doch erst auf den zweiten Blick. es scheint mir fast, als ob die Planeten mir "April, April" zurufen wollten, sie haben sich alle drei genau hinter dem Baum versteckt:

Jupiter, Saturn und Mars hinter dem Baum.
Fotografiert am 1. April 2020 um &.04 Uhr MESZ mit Canon 5D Mark II und 20mm Sigma APO bei 6 Sekunden Belichtung, abgeblendet auf f/2.8 und ISO400.

Sonntag, 29. März 2020

29. März: Sternbedeckung durch den Mond


Heute Abend sollte es um 21:30 Uhr MESZ eine Sternbedeckung durch den Mond geben. Leider konnte ich die nicht beobachten, der Himmel war noch voller Wolken.

Ungefähr eine Stunde vorher gelang mir durch eine Lücke in den Wolken jedoch dieses spontane Foto vom Mond, der Venus und den Plejaden. Dicht vor der dunklen Seite des Mondes sieht man auch den Stern, der dann später bedeckt wird. Der Stern trägt den Namen "Ain" und die wissenschaftliche Bezeichnung Epsilon Tauri . Er ist eine Spitze der "V"-Formation des Sternhaufens der Hyaden im Sternbild Stier. Er hat sogar einen eigenen deutschsprachigen Wikipedia-Eintrag.

Mond (links), Venus (rechts unten) und Plejaden (links oberhalb der Venus.


Hier noch ein Foto des Mondes selbst. Leider nicht ganz so scharf, wie ich es erhofft hatte:

Der zunehmende Mond am 29. März 2020

30. März - 5. April 2020: Der Himmel über Bad Lippspringe


Und eine weitere Woche mit "Zu hause bleiben!" und "Abstand halten!" steht uns bevor. Das ist ja auch wirklich sehr vernünftig. Bitte halten Sie sich überall daran. Zum Glück ist das Weltall groß genug, dass wir dort alle miteinander beim abendlichen Blick zum Himmel genug Abstand halten können.

In dieser Woche dominiert der immer voller werdende Mond den Abendhimmel. Von den hellen Planeten kann Abends bis etwa Mitternacht die strahlende Venus gesehen werden. Auch die ISS ist noch bei einigen Überflügen zu sehen. Am Morgenhimmel kann man dann Jupiter, Mars und Saturn finden. Alle drei Planeten steigen so gegen 5:00 Uhr im Südosten über der Egge auf. In dieser Woche kann man an Hand der Venus wunderbar erkennen, warum die Planeten auch "Wandelsterne" heißen. Vergleichen Sie mal Abend für Abend die Position der Venus im Vergleich zu den anderen Sternen am Himmel. Sie nähert sich und trifft sich in dieser Woche genau mit dem kleinen Sternhaufe der Plejaden!

Am Montag, den 30. März, geht die Sonne um 7:04 Uhr auf und um 19:56 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt also schon fast 13 Stunden lang. Der Mond ist am Abend ungefähr zu einem Drittel beleuchtet. Er geht, nicht zuletzt wegen der Sommerzeit, erst um 2:30 Uhr am Dienstag unter. Die ISS fliegt heute Abend zwischen 20:56 Uhr und 21:02 Uhr in maximal 73°  Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Für die Mitglieder der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus gibt es ab 19 Uhr wieder ein virtuelles Treffen als Videokonferenz.

Am Dienstag, den 31. März, geht in der Frühe der Planet Mars in ca. 1° Grad Abstand (zwei Monddurchmesser) südlich an Saturn vorüber. Im Fernglas sicherlich ein wunderschöner Anblick der beiden Planeten gleichzeitig. Am Abend steigt die ISS um 21:46 Uhr im Wsten auf und verschwindet um 21:50 Uhr in ca. 33° Grad Höhe im Süden im Erdschatten.

Am Mittwoch, den 1. April, erreicht der Mond um 12:21 Uhr exakt das Erste Viertel. Dann ist er bei uns gerade im Osten aufgegangen, wegen des hellen Tageslichts wird er aber erst am Abend zu sehen sein. Um 21 Uhr ist er bereits zu 54 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 20:58 Uhr und 21:04 Uhr in maximal 46° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Donnerstag, den 2. April, kann man erkennen, dass auf dem Mond das "Mare Crisium" nahe am Rand steht, er zeigt wieder einmal mximale Libration in Länge. Der Kleinplanet Juno steht heute in Opposition zur Sonne. Juno hat eine Helligkit von 9.5mag ist ist im Sternbild Jungfrau zu finden. Die ISS ist heute nur noch kurz zwischen 21:49 Uhr und 21:52 Uhr im Südwesten in nur maximal 18° Grad Höhe zu sehen.

Am Freitag, den 3. April, kann die ISS am Abend zwischen 21:01 Uhr und 21:06 Uhr in maximal 25° Grad Höhe bei ihrem Überflug am Abendhimmel beobachtet werden. Beim Mond kann heute Abend, mit Fernglas schon vor Sonnenuntergang, der "Goldene Henkel" beobachtet werden. Und schauen Sie auch mal mit dem Fernglas zu den Plejaden. Die Venus wird dort wie ein zusätzlicher Diamant strahlen. Um 23:50 Uhr kommt es zur bedeckung eines nur 6.9mag schwachen Sternchens duch den Mond.

Am Samstag, den 4. April, ist kein nächtliher Überflug der ISS bei uns zu beobachten. Der Mond steht am Abend ca. 3,5° Grad nördlich von Regulus, dem hellsten Stern im Löwen. Die Venus ist jetzt an den Plejaden vorbei.

Am Sonntag, den 5. April, ist der Mond am Abend schon zu 92 Prozent beleuchtet. Sein helles Licht überstrahlt die ganze Nacht natürlich alle lichtschwachen Objekte am Sternenhimmel. Um ca. 21:05 Uhr kann die ISS letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode tief am Horizont, in nur 12° Grad Höhe, unterhalb von Orion und Sirius, bi einem Vorbeiflug gesehen werden.

Samstag, 28. März 2020

28. März: Mein Astronomietag

Hier berichte ich heute fortlaufend über meine Erlebnisse und Beobachtungen am Astronomietag. Also immer mal wieder vorbei schauen. Wenn ich nicht gerade draußen bin, werde ich wahrscheinlich an der einen oder anderen Stelle auch die Texte zu den Bildern etwas auffüllen... Mal sehen. Mehr Informationen zum Astronomietag gibt es hier: https://astronomietag.de/

22:30 Uhr:

Draußen ziehen wieder Wolken durch. Vielleicht gelingen mir noch ein paar Bilder, aber die zeige ich dann erst zu einem späteren Zeitpunkt. Für heute beende ich meinen Blog. Vielen Dank, dass Sie zum Schauen hier vorbei gekommen sind. Bewahren Sie sich ihre Neugierde! Vielleicht können wir dann nach Abklingen der Corona-Krise (und wenn ich mein Telekop repariert habe) ja auch mal gemeinsam beobachten. Ich wünshe Ihnen noch eine gute Nacht! Bleiben Sie gesund und behütet!

22:20 Uhr:

Hier noch ein weiterer ISS-Überflug. Diesmal vom letzten Samstag, vom 21. März 2020. Nicht als zusammen gesetztes Bild, sondern als kleine Animation aus acht einzelnen Fotos. Die ISS taucht rechts im Bild im Sternbild Orion auf und fliegt dann Richtung Osten genau über den Stern Prokyon (Sternbild Kleiner Hund) hinweg, um bald danach im Erdschatten zu verschwinden. Zum Schluß sieht man noch andere Satellitenbahnen, die allerdings deutlich lichtschwächer als die ISS sind.

Animation des ISS-Überflugs vom 21. März 2020
Auch hier wurde jedes einzelne Bild 30 Sekunden lang belichtet. Der Zeitraffer läuft jedoch in 16 Sekunden einmal durch, ist also fünfzehn Mal schneller als die Wirklichkeit.

22:00 Uhr:

Draußen ist der Himmel wieder ziemlich klar. Die Venus und der Mond stehen jetzt schon tief im Westen und sind von meiner Terrasse aus hinter den Bäumen des Nachbargrundstücks verborgen. Durch den Ärger über den plötzlichen Ausfall meines Teleskops habe ich jedoch glatt den Überflug der ISS kurz vor der tagesschau um 20 Uhr verpasst. Deshalb hier ein zuammengesetztes, länger belichtetes Bild vom Überflug der ISS gestern, am 27. März 2020:

Den Sternen nachgeführtes Foto mit Bahn der ISS vom 27. März 2020, insgesamt gut zweieinhalb Minuten belichtet.
Im ersten Moment werden Sie wahrscheinlich sagen, was ist das denn für ein schreckliches Foto: total unscharf! Doch achten Sie bitte mal auf die Sterne, die sind abgesehen von den Ecken des Bildes doch recht punktförmig. Ich habe hier fünf Bilder meiner Kamera, die ich jeweils 30 Sekunden lang belichtet habe, zu einem Bild zusammen gesetzt. Dies war gar nicht schwierig, weil ich einfach nur die Sterne übereinander legen brauchte, und die befanden sich auf allen Bildern immer an der gleichen Position. Die Kamera befand sich auf einem Stativ, dass aber einen ganz besonderen Aufsatz hatte. Ein Halterung nämlich, welche die Drehung der Erde ausgleicht und dadurch die Kamera exakt den Sternen nachführt. Ohne eine solche Nachführung wären natürlich alle festen Dinge auf der Erde wie die Häuser oder Bäume scharf, nur dieSterne hätten durch ihre Wanderung am Himmel alle längere Striche gezogen. So ist es jetzt genau umgekehrt: alles, was sich fest auf der Erde befindet, bewegt sich auf den Bildern und wird dadurch sehr unscharf. Auf einem immerhin ja 30 Sekunden lang belichtetem Einzelbild fällt das schon unangenehm auf, in dieser Zusammensetzung von mehreren Bilder natürlich um so mehr.

So läst sich aber gut erkennen, wie die ISS (die lange, gerade Spur in der Bildmitte) im Westen aufsteigt, links an der Venus vorbei fliegt und dann (bitte Bild anklicken für eine große Darstellung) durch die Plejaden weiter nach oben fliegt.

21:30 Uhr:

Ich war gerade neugierig und habe mal geschaut, was andere heute so anbieten. Die Programme werden sicher nur begrenzte Zeit noch live zu sehen sein, aber vielleicht steht manches davon ja anschließend als Aufzeichnung zur Verfügung:

https://www.youtube.com/watch?v=d3shyuuXSKg

https://www.youtube.com/watch?v=qAUoDwl6M94

https://www.youtube.com/watch?v=UQ_sUU3jmvk

https://www.youtube.com/watch?v=nytsmkXiYH4 

https://www.youtube.com/watch?v=d9VTvbw1XT8

https://www.youtube.com/watch?v=K5b0MlWjuEM 

20:30 Uhr:

Earth Hour:

Earth Hour
Auch bei meinen Nachbarn scheint es dunkel zu sein... Mehr Informationen zur Earth Hour gibt es hier: https://www.wwf.de/earthhour/



20:15 Uhr:

Oh nein, Murphy schlägt zu. Jetzt läuft bei meinem Fernrohr die automatische Nachführung nicht mehr. Ich wollte doch eigentlich noch ein schönes Foto von den Plejaden machen. Das wird heute wohl leider nichts mehr. Naja, dann habe ich gleich Zeit, eine Kerze für die Earth Hour anzuzünden.



19:50 Uhr:

Mond durchs Teleskop:

Mond im Teleskop am 28. März 2020



19:45 Uhr:

Mond, Venus und Plejaden:



19:30 Uhr:

Noch gibt es freien Himmel zwischen den Wolken
 



19:15 Uhr:

Nein! Wolken ziehen auf, die waren doch erst für 22 Uhr angekündigt, kein Mond zu sehen:

Wolken! Grrrrr....!

 

19:00 Uhr:

Mein Teleskop ist aufgebaut:

Mein Teleskop, ein Celestron C8 auf einer Vixen GP-DX-Montierung




18:30 Uhr

kurz vor Sonnenuntergang. Hier ein Handyfoto:

Die Sonne geht hinter den Bäumen auf dem Nachbargrundstück unter...


16:00 Uhr

Auf der Terrasse im Garten genieße ich die warmen Strahlen unserer Sonne.


12 Uhr:

Von 12:00 Uhr bis kurz vor 14 Uhr haben meine Frau und ich einen gemütlichen Spaziergang auf dem Bad Lippspringer Planetenweg gemacht. Hier kommen viele Bilder von allen Stationen. Von uns zuhause sind wir zwar zuerst am Pluto vorbeigekommen, bevor wir bei der Sonne ankamen. Ich bringe die Bilder jedoch in der Reihenfolge, wie sie ein normaler Besucher findet, der im Zentrum unseres Planetensystems, der Sonne startet.

Der Weg (ein Klick auf ein Bild zeigt dieses übrigens in einer großen Ansicht):

Wegbeschreibung bei der Sonne
Die Sonne:

Die Sonne

Beschreibung unseres Heimatsterns


Der Merkur, nur wenige Schritte im Arminiuspark entfernt::

Merkur

Merkurkuppel

Das Planetenmodell in Nahaufnahme

Beschreibungstafel

Die Venus befindet sich auch noch im Arminiuspark:

Venus in nah
Schauen Sie bei der Venus genau hin, auf diesem Planeten gibt es Leben!

Beschreibungstafel

Venus im Park





Die Erde und ihr Mond befinden sich am Eingang zum Park an unserer4 Fußgängerzone:

Links die Erde undrechts unser "Quellen-Denkmal"

Die Erde (dahinter kein Schatten, sondern der Mond)

Beschreibungstafel Erde

Beschreibungstafel Mond

Von der Erde aus sehen Mond und Sonne gleich groß aus.




Der Mars befindet sich in der Fußgängerzone an der Brücke über den Jordan:

Beschreibungstafel

Mars in groß

Mars und seine Kuppel



Der Jupiter steht am anderen Ende der Fußgängerzone in der Nähe des Eingangs zum Gartenschaugelände:

Jupiter

Jupiter ist auch Maßstabsgetreu wirklich groß

Beschreibungstafel

Zum Saturn kommt man an der Martinus-Klinik vorbei im Kurwald:


Saturnkuppel

Auch Saturn ist sehr groß.

Beschreibungstafel



Der Uranus befindet sich ebenfalls im Kurwald::


Uranuskuppel

Ein wirklich blauer Planet.

Beschreibungstafel



Der Neptun steht am Großen Dedinger Heide See:


Neptunkuppel

Noch ein blauer Planet

Beschreibungstafel



und der Pluto befindet sich in der Nähe der Jordanquelle wieder im Arminiuspark:


Pluto ist auch in Nahaufnahme sehr klein.

Beschreibungstafel

Plutokuppel
Ein schöner Spaziergang. Insgesamt sind wir von unserer Haustür aus bis wir wieder zuhause waren etwas über 7 Kilometer gegangen. Bei strahlendem Sonnenschein eine gute Abwechslung zu all den Gedanken um das Corona-Virus.

8:00 Uhr:




Mit diesem Plakat hatte die Vereinigung der Sternfreunde Deutschlands urspünglich zum Astronomietag eingeladen. Wegen der Coronakrise mussten natürlich alle öffentlichen veranstaltungen abgesagt werden. So konnte ich weder an Veranstaltungender Planetariumsinitiative OWL noch der Volkssternwarte Paderborn schloß Neuhaus teilnehmen. Aber zum Glück habe ich ja noch selbst zwei funktionierende Beine, einen eigenen Garten und ein Fernrohr...  Mal sehen, was der Tag bringen wird.