Sonntag, 10. August 2025

9. August 2025: Und wieder eine klare Vollmondnacht

 Die Nacht vom 9. auf den 10. August war weitgehend klar, so dass ich sie wieder zum Beobachten mit den eigenen Instrumenten nutzen konnte. Leider bin ich durch meinen blöden Husten immer noch ein wenig eingeschränkt, mein größeres Teleskop habe ich nicht nach draußen schleppen wollen, aber die kleinen Vespera-Geräte leisten ja auch gute Dienste. Selbst bei Vollmond lässt sich so einiges beobachten.

Hier ein kleiner Auszug aus meinen Beobachtungen:

T CrB am 9.8.25 um 22:37 MESZ

Natürlich immer noch kein Ausbruch, aber der aktuelle Helligkeitsanstieg von etwas unter 10mag auf vielleicht 9,5mag (von mir geschätzt) scheint sich zu bestätigen.

 

Pluto am 9.8.25

Dann habe ich noch einmal Pluto probiert. Leider konnte ich dieses Bild nur etwas weniger als 30 Minuten belichten, dann verschwand Pluto schon hinter den Bäumen auf dem Nachbargrundstück. Zusätzlich hat der Vollmond den Himmel auch kräftig aufgehellt, so dass Pluto hier auf dem Bild bestenfalls zu erahnen ist. Pluto soll 14,4mag haben, das ist auch die absolute Grenzgröße auf diesem Bild. Am 19.7. gelang mir ein wesentlich besser belichtetes Bild, da war Pluto viel deutlicher zu erkennen. Aber immerhin zeigt der Vergleich der beiden Bilder, dass dort, wo Pluto am 19.7. stand jetzt kein Stern mehr zu sehen ist und umgekehrt genauso.

Einfacher war es da schon, bekannte Messier-Objekte aufzunehmen:

Messier 24 am 9.8.25 um 22:50 MESZ

 Messier 24 wird auch die "kleine Sagittarius-Wolke" genannt, es ist die gesamte "Sternenwolke im obigen Bild und sogar noch etwas darüber hinaus. Eingebettet in diese Wolke ist (im linken, oberen Quadranten des Bildes), dere kleine, sehr kompakte Sternhaufen NGC 6603. Außerdem fallen in diesem Geniet auch eine Stellen praktisch ohne Stzerne auf. Das sind oben rechts die kosmischen Staubwolken ("Dunkelnebel") Barnard 92 (oben links) und Barnard 93 (oben rechts).

M 25, knapp 14 Minuten belichtet

 Dieser offene Sternhaufen, Messier 25, steht nicht weiter von M 24, der Sagittarius-Sternenwolke entfernt, zeigt aber ein deutlich anderes Erscheinungsbild.

Und dann habe ich noch einen weiteren Asteroiden beobachtet, es müsste mein einhundertster sein!

(980)Anacostia am 9.8. um 23:13 Uhr MESZ

 Das Bild habe ich nur neun Minuten belichtet, dann zogen leider Wolken auf. Dadurch ist es kein schönes Foto geworden. (980)Anacostia hat eine Helligkeit von 11,8 mag. Dicht daneben befindet sich ein schwächerer Stern mit einer Helligkeit von 13mag.

Außerdem habe ich an diesem Abend natürlich den Mond beobachtet, bei Saturn mit verschiedenen Einstellungen meines Vespera experimentiert und auch noch einmal den Kometen C/2025 K1 ATLAS ins Visier genommen. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es später am Tag noch, diesen Blogeintrag entsprechend zu ergänzen. 

 

Freitag, 8. August 2025

7. August 2025: Messier 7

 Am Donnerstagabend, den 7. August 2025, gelang es mir, Messier 7 zu fotografieren. Dies ist das letzte Messier-Objekt aus seiner 110 Objekte umfassenden Liste, das mir noch fehlte. Von allen anderen 109 Messierobjekten Unter "normalen" Umständen ist dieses Objekt für mich von meinem Wohnort Bad Lippspringe aus praktisch gar nicht zu erreichen. Denn es steht so südlich, dass er bei uns nur knappe 3° Grad über dem Horizont steigt. Da muss man schon eine wirklich klare Sicht und ideale Bedingungen in Richtung Süden haben, wenn man dieses Objekt fotografieren will. Messier hat seine Objekte ja von Paris aus beobachtet, da steigt M 7 doch etwas höher über den Horizont.

Ich hatte an diesem Tag jedoch eine nette Hilfe und eine großartige technische Unterstützung, die durch viele, viele Menschen möglich gemacht wurde.

Ich bin seit Jahren Mitglied in der "Vereinigung der Sternfreunde" (VdS) Deutschland. Dies ist DER Verein, in dem die deutschen Amateurastronomen organisiert sind, er hat rund 4000 Mitglieder. Und gemeinsam mit anderen, organisiert in einem Verein, kann man vieles erreichen.

So betreibt die VdS nicht nur in Deutschland eine eigene Sternwarte, sondern auch in Namibia auf der Hakos-Farm im südlichen Afrika. Diese Sternwarte kann von den Mitgliedern der VdS kostenlos genutzt werden. Und das beste daran ist, um diese zu nutzen brauche ich überhaupt nicht vor Ort in Namibia zu sein! Die komplette Sternwarte lässt sich heute "remote", also über das Internet steuern. Vom Öffnen des Dachs der Sternwarte, die Ausrichtung des Teleskopes, die Wahl von passenden Filtern für die Kamera am Teleskop, vom Sichern der Bilder bis hin zum Schließen des Sternwartendachs - alles geht automatisch über das Internet. Und der Standort in Namibia hat den großen Vorteil, dass dort an beinahe jedem Tag im Jahr die Sonne scheint, bzw. der Nachthimmel klar ist. (Okay, es gibt auch einzelne bewölkte oder sogar Regentage, aber doch viel, viel weniger als in Deutschland.) 

Natürlich gibt es ein gewisses Regelwerk, an das sich alle halten müssen, die dort beobachten wollen. Es muss ja irgendwie koordiniert werden, das alle Interessierten gerecht Beobachtungszeit zugeteilt bekommen. Und wer tatsächlich die Geräte bedienen darf, muss eine gründliche Ausbildung haben, es soll ja auch nichts schief gehen. Deshalb durfte ich auch nicht allein beobachten, sondern musste dies mit einem sog. "Power-User" zusammen tun. Aber so etwas ist nur hilfreich! In meiner Session waren sogar gleich zwei Power-User dabei, Rainer und Yves, die sich auch untereinander gut verstanden und gegenseitig unterstützten. Es müssen ja auch eine ganze Menge an Details beachtet werden. Auf der Montierung sind übrigens gleich zwei unterschiedliche Teleskope montiert, welches ist dann zum Beispiel bestimmend für die Steuerung der Montierung? Und ist man auch auf einen "Notfall" wie zum Beispiel doch einsetzenden Regen vorbereitet? In welcher Reihenfolge muss welches einzelne Gerät eingeschaltet / abgeschaltet werden? Es wird zum Beispiel eine tiefgekühlte Kamera verwendet, diese braucht natürlich eine gewisse Zeit, um ihre Solltemperatur zu erreichen.

Um 19 Uhr haben wir mit dem Einrichten der Geräte begonnen. Dort ist jetzt Winter, es wird viel früher dunkel als bei uns. Und natürlich gab es ein paar "Überraschungen", eine Zeitlang zum Beispiel "zitterte" die Bildübertragung recht heftig, dann lies sich nicht alles auf Anhieb starten, aber der Fehler war auch nicht sofort offensichtlich. Also hieß es "zurück auf Start" und noch einmal alles neu probieren... Dadurch hat sich jedoch niemand von uns aus der Ruhe bringen lassen und schließlich, nach einer guten Dreiviertelstunde, war auch alles wie gewünscht am Laufen. 

Eigentlich hätte ich mich dann verabschieden können, denn wenn es läuft, dann läuft es auch wirklich automatisch immer weiter. Für den richtigen "Abschluss" ist allein der Power-User verantwortlich, aber ich war doch trotzdem neugierig. Gegen 21:30 Uhr sollte die Montierung einen sog. "Meridian-Flip" durchführen (ein Fachausdruck für einen großen Schwenk der Montierung, wenn quasi das Fernrohr von einer Rechtsauslage in die Linksauslage geschwenkt werden muss.) Und so habe ich dann auch gleich noch gelernt, dass die Steuerung (N.I.N.A. heißt die Software) nach jedem Filterwechsel zunächst einmal wieder prüft, ob der Fokus auch immer noch richtig scharf eingeschaltet ist. Ist ja auch sinnvoll und daher logisch.

Am nächsten Tag kann man dann die vielen entstandenen Einzelbilder (und das sind so einige Gigabyte) und auch sog. "Kalibrierungsbilder" aus einer Cloud auf den eigenen PC herunterladen und mit der Bildverarbeitung beginnen.

Viel Erfahrung habe ich mit dem Thema "Bildverarbeitung" nicht. Meine Vespera-Systeme machen ja auch das alles automatisch. Bis ich so richtig "gute" Ergebnisbilder erstellt habe, wird also sicherlich noch so einiges Wasser aus der Lippequelle fließen.

Doch ein wenig möchte ich hier schon mal zeigen:

 

Messier 7 am 7. August 2025 ((c)VdS-Remote-Sternwarte-Hakosfarm, Kleibrink/Dzieran)

Für dieses Bild habe ich einfach nur die "lights", also die Einzelbilder, die an einem Takahashi ED160 Teleskop entstanden sind mit Hilfe der Software "Deep Sky Stacker" (Version 5.1.10) verarbeitet. Der offene Sternhaufen Messier 7 ist mit vielen seiner angeblich rund 100 Einzelsternen gut zu erkennen. Im "Hintergrund" fallen jedoch noch tausende weitere Sterne unserer Milchstraße ins Auge. Mit meinen Geräten wären diese an unserem Sternenhimmel über Bad Lippspringe sicherlich gar nicht sichtbar gewesen. Der Himmel über der Hakosfarm macht dies selbst in einer Nacht, zwei Tage vor Vollmond möglich.

Mein Sternfreund und Poweruser Rainer Kleibrink hat mir heute Nachmittag auch gleich eine erste schnelle Verabeitung des Bildes geschickt. Er hat dafür die Software "PixInsight" verwendet. Auf seinem Bild kommen sogar die unterschiedlichen Sternfarben zur Geltung:

Messier 7 am 7. August 2025 ((c)VdS-Remote-Sternwarte-Hakosfarm, Kleibrink)

 Ich bin jedenfalls ganz begeistert von dieser Möglichkeit der Himmelsbeobachtung. Ganz herzlichen Dank an meine beiden "Poweruser" Reiner und Yves, aber auch alle anderen in der VdS, die dieses Projekt bislang realisiert haben. Diese erste Beobachtung an der Remote-Sternwarte wird sicherlich nicht meine letzte sein. 



Donnerstag, 7. August 2025

6. August 2025: Endlich wieder Sterne! (plus Mond, Komet und Supernova)

 Das Wetter ist tatsächlich Tag für Tag etwas besser geworden. Am Abend des 6. August konnte man endlich auch mal wieder so richtig am Nachthimmel beobachten, was sich dort so tut. Die Bedingungen waren noch weit weg von einem "idealen Abend", der helle Mond stand (zum Glück nur tief) am Himmel, aber vor allem waren viele Aerosole von Waldbränden in Kanada in der Luft über uns. Doch bis ungefähr um Mitternacht konnte ich endlich mal wieder verschiedene Objekte fotografieren. Dann zog sich der Himmel wieder stärker zu und es waren kaum noch Sterne zu erkennen.

Der Mond um 22:18 MESZ

 Der Mond im Sternbild Schütze war zu 93 Prozent beleuchtet. Er zog jedoch nur in maximal 10° Grad Höhe über den Horizont.

Einmal mehr habe ich die bekannten veränderlichen Sterne im Sternbild Nördliche Krone beobachtet:

T CrB um 22:23 MESZ

T CrB leutet mit ca. 9,6mag und ist damit etwas heller als in letzter Zeit, wo er meist bei 10,x mag lag. Aber ist das jetzt ein Zeichen des bevorstehenden Helligkeitsausbruchs? Ich glaube nach wie vor, damit müssen wir bis 2026 warten. 

W CrB um 22:38 MESZ

Der mit einer Periode von 238 Tagen in der Helligkeit zwischen 14mag und 8mag schwankende Stern hat zur Zeit anscheinend wieder ein Maximum erreicht, ich schätze die Helligkeit auf 8,5mag ein.

S CrB um 23:04 MESZ

 Auch der mit einer Periode von 360 Tagen zwischen 5,3mag und 13,6mag schwankende Stern S CrB befindet sich noch in der Nähe seines Maximum. Ich würde ihn noch auf 7,8mag schätzen (der benachbarte leicht bläuliche Stern hat laut Stellarium eine Helligkeit von 6,9mag).

Ich habe dann auch noch R CrB fotografiert, dessen Helligkeit ist jedoch seit langer Zeit konstant bei 6mag. Dieser Stern trägt auch den Spitznamen "reverse Nova", also "umgekehrte Nova". In unregelmäßigen Intervallen kann seine Helligkeit plötzlich auf bis zu 14mag abfallen, in mehr oder wenigen langen Anstiegen kehrt er dann wieder zu ursprünglichen Helligkeit zurück. Der letzte Abfall fand im Juni 2023 statt, meine erste Aufnahme jedoch erst aus dem April 2024. 

Eine richtige Supernova leuchtet noch immer kräftig in der Galaxie NGC 7331:

SN2025rbs in NGC7331 um 23:23 MESZ

 Dieses Bild habe ich nur 5 Minuten belichtet. Das ist natürlich viel zu wenig, um die Galaxie deutlich hervortreten zu lassen. Dafür kann man auf diesem Bild die Supernova umso besser erkennen. Sie leuchtet leicht bläulich etwas oberhalb des hellen Kerns der Galaxie. Im Maximum soll die Supernova 11,9mag hell gewesen sein, ich würde sie jetzt auf ca. <12,5mag schätzen. Ich hatte diese Galaxie/Supernova auch schon in der letzten längeren klaren Nacht vom 18./19. Juli beobachten können.

Dann wollte ich nach langer Zeit auch mal wieder einen Kometen fotografieren. Auf der Webseite der Fachgruppe Kometen der VdS wird C/2025 K1 ATLAS zur Zeit mit 13mag angegeben, bei heavens-above sogar mit 12,4mag. Da wollte ich mir doch gerne auch selbst ein Bild von machen. 

Zuerst habe ich versucht, den Kometen mit meinem Vespera Pro abzulichten:

Komet C/2025 K1 Atlas ??  um 22:56 Uhr MESZ, 20 Minuten belichtet.

 Der Komet sollte sich dicht beim Stern 110 Her aufhalten, etwas links oberhalb von diesem Stern ungefähr in der Mitte des Bildes. Doch mal ehrlich: Können Sie einen Kometen erkennen? Ich erkenne an der vermuteten Stelle allenfalls ein bisschen "helleres Gerissel", wie immer man das auch nennen mag. Eine Stunde später habe ich die gleiche Gegend mit meinem Vespera classic abgelichtet, auch wieder 20 Minuten. Diesmal konnte ich dieses leichte "Gerissel" etwas rechts oberhalb von 110 Herkules sehen. Das machte mich jetzt doch etwas stutzig und ich schaute mir das ganze noch einmal genau im Programm Stellarium an. Und tatsächlich, der Komet zog wirklich sehr schnell an 110 Her vorbei - und sollte sich jeweils genau dort befinden, wo ich auch dieses leichte "Gerissel" festgestellt hatt. Weil er sich jedoch so schnell bewegt, entzieht er sich dadurch in gewisser Weise dem Stacking der Aufnahmen und hinterlässt kein auch nur annähernd punktförmiges helles Abbild von sich selbst.

Hier noch einmal die beiden Aufnahmen mit der ungefähren Lage des Kometen:

Der Komet kurz vor 23 Uhr im Vespera Pro
 
Der Komet kurz vor 24 Uhr im Vespera classic

Ein richtig schöner Nachweis des Kometen ist mir mit diesen Bildern sicherlich nicht gelungen. Das könnte vielleicht gelingen, wenn man die jeweiligen Einzelbilder der Aufnahmenserien gezielt auf den Kometen hin stacken würde. In diese Technik müsste ich mich jedoch erst noch einarbeiten, das geht leider nicht "auf die Schnelle".

Außerdem habe ich in dieser Nacht auch noch die Kleinplaneten (2)Pallas und (129)Antigone fotografiert. Bei anderen Kleinplanten, z.B. Pluto blieb ich leider erfolglos, da war der Smog in der Luft wohl doch zu stark.

 

Kleinplanet (2)Pallas um 23:11 Uhr MESZ

(2)Pallas (9,4mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Erstmalig hatte ich Pallas bereits bei der Opposition im Jahr 2014 fotografiert. Spannend war auch 2024 die Annäherung von Pallas an T CrB.

(129)Antigone um 23:39 MESZ

 Kleinplanet (129)Antigone stand einen Tag zuvor in Opposition zur Sonne. Während (2)Pallas sich jedoch relativ hoch am Himmel im Delphin befindet, steht (129)Antigone im Steinbock relativ flach über dem Horizont. Antigone hatte ich erstmalig am 15. Februar 2024 fotografiert, damals ganz in der Nähe der Galaxien Messier 65 und Messier 66.

Ich habe gerade noch einmal nachgezählt: Insgesamt habe ich bis jetzt genau 99 Asteroiden fotografiert. Wer wird wohl die Nummer 100? 

Dienstag, 5. August 2025

5. August 2025: Endlich mal wieder den Mond gesehen

 Die Wetterfrösche prophezeien ja schon seit einigen Tagen, dass "der Sommer zurück kehren wird". Und in der Tat: die Wolkenlücken werden größer. Heute Abend konnte ich nach langer Zeit sogar wieder den Mond sehen. So sah es bei mir heute gegen 21:45 MESZ aus:

Der Mond iam 5.8.25 n einer Wolkenlücke um 21:45 Uhr MESZ

Mit meiner Nikon P950 gelang mir bei 2000mm Brennweite auch gleich noch ein richtiges großes Bild des Mondes:


 

Mond um 21:47 Uhr MESZ

Sehr schön kann man links, in der Nähe des Terminators, den hell leuchtenden Krater Aristarchus erkennen. Er ist nicht groß, hat ca. 40 Kilometer Durchmesser. Die Kraterwände sind ca. 3000 Meter hoch. Sein helles Erscheinungsbild deutet jedoch schon auf sein junges Alter hin, er soll erst vor ca. 450 Millionen Jahren entstanden sein.

Leider ist der größte Teil des Himmels jedoch weiterhin bewölkt. In Kürze soll es sogar einen weiteren kleinen Schauer geben, später in der Nacht könnte es vielleicht wieder größere Wolkenlücken geben.  Dafür werde ich jedoch nicht aufbleiben.

6. August 2025: 18 Uhr Wanderung auf dem Planetenweg

 Am Mittwoch, den 6. August 2025, gibt es von 18:00 Uhr bis ca. 21:30 Uhr  wieder eine geführte Wanderung Planetenwanderung im Rahmen der Ferienspiele.

 Kinder und Jugendliche ab ca. 8 Jahren in Begleitung ihrer (Groß-)Eltern machen sich gemeinsam auf eine ca. 7 km lange Wanderung entlang des Planetenweges. Bei jedem Planeten gibt es Erklärungen mit kleinen Experimenten. Bei wolkenfreiem Himmel wird die Führung mit einer Himmelbeobachtung am Teleskop ergänzt. 

Der Treffpunkt ist an der Sonne im Arminiuspark.  Der Parkplatz ist an der Burgstr. 18.

Mitzubringen sind etwas Verpflegung und ggfs. eine kleine Taschenlampe,  sowie witterungsangepasste Kleidung,

Anmeldungen bitte bei Hubert Hermelingmeier unter der Nr. 01706102398 per SMS mit dem Stichwort „Planetenwanderung Bad Lippspringe“  

Kostenbeitrag: Pay what you want (Zahlen Sie, was Sie möchten und für angemessen halten)

 Ich selbst kann leider nicht dabei sein, ich bin leider zu erkältet und möchte auch niemanden anstecken. Ich wünsche aber allen Teilnehmenden viel Spaß - und vielleicht gibt es ja auch die eine oder andere Wolkenlücke. 

Weitere Wanderungen sind am Freitag, den 17. Oktober 2025, um 15:00 Uhr und am Samstag, den 15. November 2025 um 14:00 Uhr geplant. 

Sonntag, 3. August 2025

4. - 10. August 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond, sein helles Licht überstrahlt doch viele schwächere Objekte. Von den hellen Planeten geht Saturn gegen 22:45 Uhr im Südosten auf, die helle Venus zeigt sich ab ca. 3:00 Uhr als Morgenstern, Jupiter folgt etwa 30 Minuten später. Die ISS ist nicht bei nächtlichen Überflügen sichtbar. Aber viele Kleinplaneten bieten sich für interessante Beobachtungen an. Hoffentlich spielt das Wetter endlich wieder etwas besser mit als in den vergangenen Tagen.

Am Montag, den 4. August, geht die Sonne um 5:51 Uhr auf und um 21:10 Uhr unter. Der helle Tag ist damit 19 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Gegen 22 Uhr steht der zu 80 Prozent beleuchtete Mond mit nur 10° Grad Höhe tief im Skorpion, er geht am Dienstag gegen 0:50 Uhr unter. Bereits gegen 1:00 Uhr früh steht Asteroid (980)Anacostia (11,6mag) dicht beim offenen Sternhaufen NGC 6583 und gegen 3:00 Uhr steht tief im Osten Asteroid (44)Nysa (11,6mag) dicht bei Stern HIP26072 (6,2nag).

Am Dienstag, den 5. August, ist der Mond am Abend bereits zu 87 Prozent beleuchtet. Um 21:11 Uhr bedeckt der Mond den 4,7mag hellen Stern gamma Sgr. Neptun kann heute Nacht nur 1,1° Grad oberhalb von Saturn mit einem Fernglas gefunden werden. Kleinplanet (129)Antigone steht heute mit 10,0mag in Opposition zur Sonne. Gegen 3:00 Uhr steht Kleinplanet (12)Victoria (11,4mag) dicht beim Stern nü Ari (5,5mag) und (16)Psyche(11,5mag) dicht bei HIP20255(6,1mag). Auf einer Linie (gut nördlich von Bad Lippspringe) von Rheda -> Lipperreihe -> Stapellage -> Aerzen kommt es um ca. 13:05 Uhr zu einem Transit der ISS vor der Sonne.

Am Mittwoch, den 6. August, ist der Mond am Abend zu 93 Prozent beleuchtet, er steigt kurz vor Mitternacht auf maximal 10° Grad Höhe am Himmel auf. Kleinplanet (2)Pallas (9,4mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Um 18 Uhr gibt es wieder eine geführte Wanderung auf dem Planetenweg in Bad Lippspringe.

Am Donnerstag, den 7. August, ist der Mond abends bereits zu 97 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (61)Danae (11,4mag) steht um 4:00 Uhr dicht bei 82 Aqr (6,1mag).

Am Freitag, den 8. August, geht der Mond kurz nach 21 Uhr auf. Er ist praktisch voll beleuchtet. Um 4:00 Uhr steht (980)Anacostia (11,7mag) dicht bei Stern 14 Sgr (5,4mag).

Am Samstag, den 9. August, erreicht der Mond um 9:55 Uhr seine exakte Vollmondposition, dann steht er bei uns jedoch unter dem Horizont. Am Abend geht er - immer noch voll beleuchtet - um 21:22 Uhr auf.

Am Sonntag, den 10. August, geht der noch zu 97 Prozent beleuchtete Mond um 21:36 Uhr auf. Am Morgenhimmel sollte man jetzt Venus und Jupiter beachten, am 12. August kommen sich die beiden sehr nahe.

Freitag, 1. August 2025

1.-3. August 2025: Und immer wieder reicht es nur für die Sonne

Das Wetter meint es zur Zeit für uns Hobbyastronomen nicht gut. Es reicht in letzter Zeit nur hin und wieder für ein schnelles Foto der Sonne. Und dies auch nru, weil wir ihr so nahe sind und sie so hell ist, dass sie es schafft, sogar durch dünne Wolken zu scheinen. Von größeren Wolkenlücken können wir zur Zeit nur träumen.

Die Sonne am 1.8.25 um 15:10 MESZ

 Hinter den Wolken zeigen sich trotzdem noch eine ganze Reihe von Flecken. Einige durch die schwarze Kern-Umbra recht auffällig, doch es sind auch eine ganze Reihe schwächerer Flecken zu erkennen. Spaceweather.com gibt für heute(Fr 1.8.25)  eine respektable Fleckenrelativzahl von 138 an.

Es lohnt sich also nachwievor, auch die kleinste Lücke im Himmel zu suchen. 

Und auch am 2. August sieht es nicht besser aus:

Sonne am 2.8.25 um 13:43 MESZ


 Auch heute ist die Sonne bislang nur hinter Wolken zu sehen. Genauso wie am Sonntag, den 3. August:

Sonne am 3.8.25 um 13:30 MESZ

 Auch wenn die Sonne immer wieder von Wolken bedeckt wird und dadurch schwächere Flecken kaum zu erfassen sind, kann man doch einige Veränderungen in diesen drei Tagen feststellen. Einige Flecken rechts sind inzwischen aus der sichtbaren Sonnehälfte herausgewandert. Dafür ist unterhalb des größeren dunklen Flecks auf der linken Seite (AR4165) eine weitere Gruppe kleinerer Sonnenflecken entstanden (AR4168).

Zur Abwechslung mal ein Foto aus meinem Garten, der Regenmesser hat im August allein vom 1.-3-8. schon stolze 30 l/qm Regen gemessen:


 Doch es soll in der kommenden Woche wieder wärmer und trockener werden. Ob's stimmt? Wir werden es sehen.