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Samstag, 11. November 2023

11. November 2023: Ein Buchtipp "A City on Mars"

 Leider ist das Wetter in den letzten Tagen nicht gerade "Astronomie freundlich". Der Himmel ist ständig bewölkt, es fällt viel Regen.

Doch diese Zeit kann man nutzen, sich mit dem einen oder anderen Thema etwas ausführlicher zu beschäftigen.

Am 2. November erschien ein neues Buch von Kelly und Zach Weinersmith: "A city on Mars". Eine deutsche Übersetzung ist leider noch nicht erschienen, mit meinem Schulenglisch komme ich jedoch einigermaßen klar.

 "Scientific, educational and fun as hell" heißt es auf dem Umschlag des Buches. Übersetzt: "Wissenschaftlich, bildend und ein höllischer Spaß". Und nach dem Studium der ersten Seiten dieses Buches bin ich davon fest überzeugt und freue mich schon sehr auf die weitere Lektüre in den nächsten Tagen. Knapp 400 Seiten Texte und Bilder, dazu weitere 40 Seiten Fußnoten, Index usw.

Ich habe hier einmal den "Klappentext" von deepL übersetzen lassen:

Der Erde geht es nicht gut. Das Versprechen, irgendwo weit, weit weg ein neues Leben zu beginnen - ohne Klimawandel, ohne Krieg, ohne Twitter-Signale - und die Sterne zu besiedeln, scheint endlich in greifbarer Nähe zu sein. Oder doch nicht? Die von der Kritik gefeierten Bestseller-Autoren Kelly und Zach Weinersmith haben sich vorgenommen, den grundlegenden Leitfaden für eine glorreiche Zukunft der Weltraumsiedlungen zu schreiben, aber nach jahrelangen Recherchen sind sie sich nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Die Weltraumtechnologien und die Weltraumwirtschaft machen rasante Fortschritte, aber uns fehlt das Wissen, das wir brauchen, um Weltraumkinder zu haben, Weltraumfarmen zu bauen und Weltraumnationen zu gründen, ohne dass es zu Konflikten in der Heimat kommt. In einer Welt, die auf die menschliche Expansion in den Weltraum zusteuert, untersucht A City on Mars, ob der Traum von neuen Welten nicht zu Albträumen führt, sowohl für die Siedler als auch für die Menschen, die sie zurücklassen. Dabei beantworten die Weinersmiths alle Fragen, die Sie sich jemals über den Weltraum gestellt haben, und viele, die Sie nie in Betracht gezogen haben:

Kann man im Weltraum Babys machen? Sollten Unternehmen Weltraumsiedlungen verwalten? Wie sieht es mit Kriegen im Weltraum aus? Steuern wir auf eine Wohnungskrise auf den Gipfeln des ewigen Lichts auf dem Mond zu - und was passiert, wenn man in den Kratern der ewigen Finsternis zurückbleibt? Warum lieben Astronauten Taco-Sauce? Apropos Essen: Wie ist der rechtliche Status von Kannibalismus im Weltraum?

Mit profundem Fachwissen, einem gewinnenden Sinn für Humor und der Kunst des beliebten Schöpfers von Saturday Morning Breakfast Cereal gehen die Weinersmiths den vielleicht größten Fragen nach, die sich die Menschheit je stellen wird.

Ich habe mir das Buch auf Empfehlung meines amerikanischen Freundes Phil Plait gekauft. Ich weiß nicht, ob eine Übersetzung ins Deutsche geplant ist, verdient hätte es dieses Buch sicherlich.

Überlegen Sie sich jedoch bitte genau, wo sie dieses Buch kaufen. Meine örtliche Buchhandlung ist wahrscheinlich für viele Leserinnen und Leser dieses Blogs zu weit entfernt. Meine Recherche ergab, dass zum Beispiel bol.de preislich noch deutlich unter anderen, besonders dem bekannten amerikanischem, Versender liegt.

Ich wünsche viel Spaß und Freude beim Lesen dieses Buches!


Samstag, 26. September 2020

Die Jahrbücher für 2021 sind da!

In den Geschäften fängt es schon wieder an mit "Weihnachten".  Astronomisch haben wir zwar gerade erst Herbstanfang gehabt, aber an vielen Orten gibt es schon Spekulatius-Gebäck, Adventskalender oder auch Weihnachtsmänner aus Schokolade.

Und so sind jetzt auch schon die astronomischen Jahrbücher für 2021 erschienen.

Natürlich gibt es viele Informationen auch online, tagesaktuell. Für mich machen die Jahrbücher jedoch immer noch großen Sinn. Sie beschreiben viele Ereignisse, die am Himmel passieren, ausführlich im vorraus. Dies hilft bei der Planung, wann es was am besten zu beobachten gibt. Dies kann bei der Vorbereitung gut helfen:

Wann lohnt sich eine Wochenendreise in einen dunklen Sternenpark? Wann gibt es dazu eine geeignete Zeit um Neumond herum? Wann stehen im nächsten Jahr die Planeten gut beobachtbar am Himmel? Gibt es vielleicht ganz besondere Ereignisse, wie Mond- oder Sonnenfinsternisse?

Für mich zählen dabei nicht nur die Daten und Fakten allein, für mich beginnt damit auch immer schon die Zeit der Vorfreude auf all das, was demnächst kommen wird. Und bekanntlich zählt die Vorfreude zu den schönsten Freuden auf dieser Erde.

Hier eine kurze Beschreibung meiner Lieblingsbücher:

Das Kosmos Himmelsjahr 2021


Dieses Buch erscheint schon seit 111 Jahren. Die Textzusammenstellung in diesem Jahr stammt von Hans-Ulrich Keller und Erich Karkoschka. Auf der zugehörigen Webseite des Verlages heisst es: Kalenderdaten: Der Beginn der Jahreszeiten, alle Fest- und Feiertage sowie chronologische Angaben. Sonne und Mond: Auf- und Untergangszeiten, Stellung im Tierkreis, tägliche Mondphasen und Finsternisse. Planetenlauf: Bahn der Planeten durch die Sternbilder, wann man sie sehen kann und wo sie sich treffen. Sterne und Sternbilder: Mit übersichtlichen Sternkarten, ausführlichen Beschreibungen und Fernrohrtipps. Monatsthemen: spannende Berichte über astronomische Phänomene im Alltag und die Rätsel des Weltalls. Himmlisches Highlight im Jahr 2021: Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni.

Mich überzeugt dieses Buch seit Jahren durch die vielen schönen Grafiken, welche zum Beispiel auf besondere Konstellationen am Himmel hinweisen. Schnell kann man erkennen, wie dicht manchmal die Mondsichel neben den Planeten entlang zieht. 

Für jeden Monat gibt es ausführliche Beschreibungen, ob und wo die Planeten sichtbar sein werden, wann sie auf- oder untergehen. Gerade für Anfänger in der astronomischen Himmelsbeobachtung können diese Hinweise sehr hilfreich sein. Und auch den erfahrenen Beobachtern geben sie eine erste Orientierung.

Sehr lehrreich sind auch die zusätzlichen Aufsätze ("Monatsthemen"), in denen entweder auf konkrete Ereignisse ausführlicher eingegangen wird (z.B. "Die ringförmige Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021") oder auch wichtige Themen des zurückliegenden Jahres eingegangen wird (z.B. "Beteigeuze - mächtiger Riese am Firmament"). 

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Ein zweites Buch aus dem Kosmos Verlag gehört ebenfalls zu meinen Favoriten: 

Der Sternenhimmel 2021


Auch dieses Buch erscheint schon im 81. Jahrgang. Zur Zeit wird es geschrieben von Hans Roth, einem Amateurastronomen aus der Schweiz. Leider ist dieses Buch mit 36,00 Euro schon deutlich teurer als das Himmelsjahr.

Dieses Buch sieht für viele Anfänger wohl zunächst etwas "langweilig" aus, enthält es doch lange nicht so viele Bilder wie das Himmelsjahr. Für mich ist es jedch eine wahre "Fundgrube": Enthält es doch für jeden Tag des Jahres ein Auflistung besonderer Ereignisse, und dieses zeitlich sortiert auf die Minuten genau. Für eine detailliertere Vorbereitung auf bestimmte Ereignisse aus meiner Sicht jedoch unbedingt notwendig. Ich benutze gerade dieses Buch häufig für meine wöchentliche Himmelsvorrausschau. Hier findet man zum Beispiel genau die Daten von wann bis wann der Schatten eines Jupitermondes über den Planeten zieht.

Auch enthält es weitaus detailliertere Informationen über die Bewegung des Mondes, der Planeten und insbesondere Kleinplaneten als das Himmelsjahr. Das Buch wird ergänzt durch eine eigene Webseite, auf der man ggf. auch Fehlerberichtigungen findet: https://www.sternenhimmel.info

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Erlaubt mir noch eine Bitte zum Schluss:

Wenn Ihr Euch diese Bücher zu Weihnachten wünscht - oder auch jetzt schon gleich kaufen wollt - unterstützt bitte auch Euren örtlichen Buchhandel! Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass Arbeit und Arbeitsplätze auch hier am Ort bleiben. Und nur wenn diese Bücher auch hier lokal bestellt und nachgefragt werden, werden sie auch hier im Regal stehen - und so vielleicht den einen oder anderen, der sich bislang noch nicht so sehr für die Astronomie interessiert hat, von unserem schönen Hobby überzeugen!

Samstag, 10. März 2018

Buchtipp: Reiseführer Astronomie Deutschland

Leider hatte mich in den letzten Wochen eine Grippe erwischt. Statt draußen den klaren Himmel genießen zu können, lag ich mit Fieber im Bett. Doch das ist kein Grund Trübsal zu blasen, denn ein kleines neues astronomisches Buch hat meine Aufmerksamkeit geweckt - und so hatte ich gleich etwas mehr Zeit, mich in seine Seiten zu vertiefen.

Reiseführer Astronomie Deutschland
Der "Reiseführer Astronomie Deutschland" ist im Februar 2018 im "Oculum-Verlag" aus Erlangen erschienen. Das Buch kostet 29,90 Euro und ist im Buchhandel über die ISBN 978-3-938469-86-6 zu bestellen.

Auf gut 240 Seiten werden über 300 Sternwarten, Institute, Museen und Planetarien vorgestellt. Diese sind nach den einzelnen Bundesländern geordnet. Natürlich galt mein erster Blick in das Buch meiner Heimatstadt Bad Lippspringe. Doch leider wurde ich hier enttäuscht, unser schöner Planetenweg hat es nicht in das Buch geschafft. Doch - ehrlich gesagt - das hatte ich auch nicht erwartet und es wird von den Autoren ja auch nicht versprochen, "alle astronomischen Sehenswürdigkeiten" in Deutschland darzustellen.

Doch der Reihe nach. Das Buch hat das Format 17 x 24 cm, gehört damit also schon zu den etwas größeren Taschenbüchern. Und mit 870 Gramm ist es wirklich kein Leichtgewicht. Das Buch möchte ein "Begleiter sein bei Besuchen astronomischer Sehenswürdigkeiten in Deutschland." Für konkrete Reiseplanungen ist ihm zusätzlich eine große Deutschlandkarte (DIN A0, ca. 84 x 118 cm) beigefügt, in der alle 323 in diesem Buch beschriebenen Einrichtungen von Glücksburg bei Flensburg im hohen Norden Deutschlands bis zur Zugspitze in Bayern eingezeichnet sind.

Die ausgewählten Einrichtungen sind nach acht Kategorien sortiert: Volkssternwarten, Planetarien, Museen, Forschungsinstitute, Astronomische Uhren, Veranstaltungsorte, unter freiem Himmel zugängliche Orte und "Dark Sky Parks".

Die Informationen zu den einzelnen Einrichtungen mussten meist sehr knapp gehalten werden, denn meistens müssen sich zwei Einrichtungen eine Seite teilen. Ein Foto, eine "Infobox" mit Adresse, wichtigen Daten zur Ausrüstung (z.B. bei Sternwarten die wichtigsten Fernrohr-Daten, Öffnungszeiten und Internetadresse) und etwas erklärender Text.

Die drei Autoren Stefan Binnewies, Rainer Sparenberg und Wolfgang Steinicke haben hier eine echte Fleißarbeit abgeliefert. Das Zusammentragen der Bilder, recherchieren der Daten, Erstellen der Texte hat jahrelang gedauert. Und sicherlich wird die eine oder andere Information in dem Buch mit seinem Erscheinen schon wieder veraltet sein. Doch wer mehr und vielleicht aktuelle Informationen haben will, kann diese über die  Internetadressen sicherlich schnell selbst heraus finden. Oder noch besser: man macht sich einfach auf den Weg und fährt mal vorbei....

Ich selbst reise gerne und habe auf meinen Urlaubstouren schon viele verschiedene astronomische Uhren in alten Kirchen bewundert und auch die eine oder andere kleine Sternwarte besucht. Beim Stöbern in diesem Buch habe ich jedoch schnell entdeckt, wie wenig Einrichtungen in Deutschland ich insgesamt kenne, da gibt es noch viel, viel mehr zu entdecken.

Auf meinen zukünftigen Reisen wird dieses Buch mich sicherlich regelmäßig begleiten. Am besten, ich lasse es gleich ständig im Handschuhfach meines Autos liegen. Allein rechts und links der Strecke von Bad Lippspringe nach Berlin gibt es über 15 Eintragungen, und die meisten davon habe ich in der Tat noch nicht besucht. Die Volkssternwarte in Bielefeld Ubedissen kenne ich, aber die Walter-Baade-Sternwarte in Bad Salzuflen ist mir noch völlig unbekannt, genauso wie in Hannover die Volkssternwarte Geschwister Herschel oder in Magdeburg das Astronomische Zentrum.

Für mich sind diese 29,90 Euro gut angelegtes Geld, einen solchen Reiseführer habe ich mir schon immer gewünscht. Jetzt müsste nur noch der Verlag alle diese Orte in eine kleine Datei von "Point of Interests" für mein Navigationsgerät im Auto programmieren, so dass ich schnell und automatisch auch überall hingeführt werde.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

Buchtipp: "Astrofotografie" von Thierry Legault

Ein Nachtrag vom Juni 2019: Hurra, inzwischen ist sogar schon die zweite Auflage erschienen! Ein toller Erfolg für dieses Buch!


Das Buch "Astrofotografie" von Thierry Legault ist jetzt endlich auch in deutscher Sprache erhältlich.

Thierry ist bekannt dafür, echt geniale Fotos zu machen. Zuletzt ist es ihm gelungen, während der Mondfinsternis im September die gleichzeitig vor der verfinsterten Mondscheibe vorüberfliegende ISS abzulichten. Das wollten auch viele in Berlin probieren, was dort meines Wissens nach jedoch nicht gelungen ist. (Siehe auch: http://www.universetoday.com/122573/first-lunar-eclipse-ever-photographed-with-a-transit-of-the-iss/ und https://www.youtube.com/watch?v=F3O2IXHzXuw )

Meines Erachtens ist es für alle, die sich ernsthaft mit der Astrofotografie beschäftigen wollen, eine tolle Fundgrube. Thierry hat das Buch ursprünglich natürlich auf französisch geschrieben, später erschien eine englische Übersetzung.

In sieben Kapiteln geht es von der einfachen Astrofotografie ohne Teleskop über die Möglichkeiten verschiedener Kameras, Bildbearbeitung und die "richtige" Ausrüstung hin zu anspruchsvoller Planeten und Mondfotografie, Sonne und zur Fotografie von Deep-Sky-Objekten. Ausführlich werden die notwendigen astronomischen und technischen Grundlagen behandelt. Mit 39,90 Euro ist das Buch nicht ganz billig, aber auf seinen weit über 200 Seiten bietet es sehr viel für das Geld.

Das Buch ist meiner Meinung nach für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Ich hatte schon die englische Fassung immer mal wieder in die Hand genommen, mit der deutschen wird jetzt manches noch einfacher verständlich. Den "Klappentext" will ich hier nicht wiederholen, mehr Informationen findet man hier über den Link zum Buch:

http://www.dpunkt.de/buecher/4753/9783864902574-astrofotografie.html


Da der dpunkt-Verlag von meinem besten Freund aus Studententagen geleitet wird - gemeinsam haben wir zum Beispiel die Sonnenfinsternisse 1999 in Deutschland und 2001 in Sambia beobachtet -, durfte ich die Übersetzung des Buches ins Deutsche gegenlesen und habe bei der Gelegenheit auch den einen oder anderen "astronomischen Fehler" gefunden, der zum Teil schon im Original und der englischen Übersetzung drin war. So taucht sogar mein Name in der Impressumsseite des Buches auf, was mich natürlich ein wenig stolz macht. Ich wünsche dem Buch daher natürlich ganz viele Käuferinnen und Käufer und würde mich sehr freuen, wenn es mit dazu beiträgt, noch mehr Freunde für unser schönes Hobby zu finden.

Samstag, 5. September 2015

Buchtipp: Das Himmelsjahr 2016 ist da!

Heute ist es bewölkt. Keine Chance, die vielen Sternbedeckungen durch den Mond in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Stattdessen Regentropfen auf den Fensterscheiben und der Straße. Ein schlechter Tag für uns Hobby-Astronomen?

Nein - denn ein Besuch bei meiner Buchhändlerin endet mit viel Freude. Das neue "Kosmos Himmelsjahr 2016" von Hans-Ulrich Keller ist erschienen.

Dieses Buch ist eine Art "Standardwerk" für Sternfreunde. Es begleitet mich schon seit meiner Jugend. Für 16,99 Euro bietet es viel, viel Inhalt.

Titelbild Kosmos Himmeljahr 2016
Das Himmelsjahr ist in der Tat ein zuverlässiger Wegweiser zu den Sternbildern, den Planeten, dem Stand von Sonne und Mond und vielen besonderen Ereignissen am Himmel im Laufe de Jahres.

Da gibt es im nächsten Jahr zum Beispiel die Besonderheit, das der Planet Merkur direkt vor de Scheibe der Sonne lang zieht. Zu diesem "Merkurtransit" gibt es genaue Informationen und eine ausführliche Beschreibung, warum solche Ereignisse so selten sind.

Doch neben den täglichen Veränderungen am Himmel werden auch viele weitere interessante Themen in kleinen Aufsätzen als "Thema des Monats" behandelt. Da geht es zum Beispiel um die Frage "Wer hat die Sternbilder erfunden?" oder u die "Vermessung des Kosmos" oder um den"Wasserstoff - Lebenselixier der Sterne".

Ich kann Ihnen allen dieses Buch nur empfehlen. Kaufen Sie es bei ihrer Buchhändlerin oder ihrem Buchhändler in ihrer Stadt und sichern sie damit ein kleines bisschen Arbeitsplätze vor Ort und die Vielfalt unserer Städte!

Samstag, 19. Februar 2011

Buchtipp: Polarlichter - Feuerwerk am Himmel



Polarlichter

Feuerwerk am Himmel
    von Andreas Pfoser und Tom Eklund 
    168 Seiten, DIN A4 Querformat, erschienen im Januar 2011 im Oculum-Verlag
Polarlichter sind für mich eine der faszinierensten Erscheinung am Himmel. Dieses Buch von Andreas Pfoser und Tom Eklund ist für mich daher natürlich ein "Muss" in meiner Sammlung. Wer mich kennt, weiß, ich sammle praktisch jedes Buch zum Thema Polarlicht. Zu diesem Thema habe ich selbst auch schon viele Vorträge gehalten.

Tom Eklund hat für dieses Buch die Fotos beigesteuert. Tom wohnt in Finnland und ist ein geduldiger, beharrlich arbeitender Polarlichtfotograf seit über einem Jahrzehnt. Ich schätze, dass vielleicht 2/3 der Seiten in diesem Buch mit seinen Fotos gefüllt sind. Die meisten Fotos sind ca. 150 Kilometer nördlich von Helsinki entstanden. Sie zeigen von daher typische Bilder des skandinavischen Nordlichts. Vielfach hat er wunderschöne grüne Bögen über finnischen Seen fotografiert. Durch das ungewöhnliche DIN A4 Querformat des Buches kommen seine Fotos sehr gut zur Geltung. Tom ist, genau wie ich, auch im deutschsprachigen Internet-Forum für Polarlichtfans http://www.meteoros.de/forum.htm immer mal wieder aktiv.

Andreas Pfoser, der die Texte geschrieben hat, ist Meteorologe und arbeitet für den österreichischen Flugwetterdienst. Er erklärt ausführlich die physikalischen Prozesse, die zur Entstehung des Polarlichts führen. Als Meterologe stellt er dabei zunächst ausführlich die Erdatmossphäre dar, hier habe auch ich noch einiges dazu gelernt. Einige seiner Texte sind, ehrlich gesagt, nicht für Anfänger geschrieben. Um die Kapitel über die Eigenschaften des Polarlichts, die Atmossphäre der Erde, die Magnetosphäre oder den Sonnenwind zu verstehen, braucht man meines Erachtens schon eine ganze Menge wissenschaftlicher Vorkenntnisse, man sollte schon einen Physikkurs in der Oberstufe des Gymnasiums besucht haben.  

Doch man muss dieses Buch ja gar nicht unbedingt wegen der Texte kaufen. Und wer interessiert ist, wird sich sicherlich auch durch die schwierigeren Kapitel durcharbeiten können. Lernen braucht Zeit - und wer wirklich etwas verstehen will, muss auch mal sein eigenes Gehirn nutzen und kann nicht nur auf Wikipedia verweisen... :-)

Kapitel über die ursprünglichen Legenden und Mythen und die erste wissenschaftliche Erforschung des Polarlichts sind in diesem Buch schon wesentlich einfacher zu verstehen, auch ein abschließendes Kapitel zur Fotografie von Polarlichtern. Die schwierigsten wissenschaftlichen Passagen sind ohnehin in separaten Textabschnitten enthalten, die der Leser auch leicht überspringen kann.

Wer dies Buch bestellen möchte kann dies gleich hier über diesen Link erledigen, es kostet 39,90 Euro.

Donnerstag, 11. November 2010

Buchtipp: Das Ende der Nacht


Das Ende der Nacht
Die globale Lichtverschmutzung und ihre Folgen,
Thomas Posch, Anja Freyhoff, Thomas Uhlmann (Hg.), Verlag Wiley-VCH, 2010, 29,90 Euro


Dieses Buch hat mich tief betroffen gemacht. Ein Buch über "die globale Lichtverschmutzung und ihre Folgen". Natürlich ärgert man sich als Hobbyastronom über jede störende, künstliche Lichtquelle in der Nacht auf, die einem das Beobachten der Sterne am Himmel verleidet.Dieses Buch liefert jedoch eine Fülle von Argumenten, warum die "Lichtverschmutzung", was ja zunächst wie ein Widerspruch in sich selbst klingt, für alle Menschen eine Gefahr darstellt, selbst wenn diese so gar nichts mit unserem schönen Hobby am Hut haben.

In verschiedenen Kapiteln wird ausführlich dargestellt, wie die zunehmende künstliche Beleuchtung unsere eigene "innere Uhr" beeinflußt, die doch aber nach wie vor wesentlich vom Gang der Sonne und des Mondes abhängt, wie durch die übermäßige Erhellung der Nacht beim Menschen Stress und andere Krankheiten zunehmen können. Es beschreibt die Auswirkungen auf Meeresschildkröten genauso wie auf Vögel und insbesondere auch auf  Insekten. Die fatalen Auswirkungen künstlicher Beleuchtung wirken sich hier besonders verheeerend aus, was inzwischen in manchen Regionen schon zu erheblichen Problemen in der biologischn Vielfalt auf dieser Erde führt, weil uns diese Tiere schlicht als Bestäuber und damit als Vermehrer vieler wichtiger Pflanzen fehlen.

Geschrieben wurde das Buch zum einen von Anja Freihoff und Thomas Uhlmann, die vielen bekannt sind als Autoren und Regisseure hervorragender Dokumentationen im Fernsehen bei ARD, ZDF und ARTE. Zum anderen hat Thomas Posch, Mitarbeiter der Universitätssternwarte Wien und Koordinator des internationalen astronomischen Jahr 2009 in Österreich mitgewirkt.

Das Buch prangert an, aber es zeigt auch Alternativen auf. Es macht sensibel für ein besseres Verständnis und Verhältnis von uns zu Licht und Dunkelheit. Es ist daher nicht nur für Hobbyastronomen geeignet, sondern eigentlich für alle Menschen, die mit "offenen Augen" durch diese Welt gehen. Hier können Sie das Buch gleich bestellen.

Das stabile Großformat und die vielen guten Bilder und Grafiken (hier merkt man den Autoren an, das sie "Fernseh-Profis" sind) rechtfertigen wirklich den Preis von 29,90 Euro für dieses Buch.

Montag, 8. November 2010

Buchtipp: Die Sonne von Jürgen Banisch



Für nur 19,90 Euro gibt es ein wirklich schwergewichtiges Buch (668g !) mit über 230 Seiten vollgepackt mit Informationen über unsere Sonne. Gerade an Regentagen wie heute lohnt es sich sehr, dieses Buch zur Hand zu nehmen und darin zu schmökern.

Auch dieses Buch ist sehr gut für engagierte Amateurastronomen geeignet. Das Buch ist zwar einerseits vollgepackt mit neuen wissenschaftlichen Erkentnissen, aber die sind alle gut verständlich aufbereitet. Für die Interessierten finden sich sdurchaus eine ganze Reihe von mathematischen Formeln in diesem Buch. Wer sich mit Mathe nicht auskennt, kann jedoch einfach darüber hinweg lesen, ohne etwas zu verpassen. Ganz grob teilt es sich in zwei Teile, Theorie und Praxis.

Im theoretischen Teil wird zunächst die Sonne aus Sicht der Erde geschildert, u.a. ihre Bewegung am Himmel am Tag und übers ganze Jahr hinweg. Im Kapitel zur Physik der Sonne geht es um Strahlung, Energie, Magnetfelder bis hin zur Wechselwirkung mit der Erde. Leider wird auf das dadurch ausgelöste Phänomen der Polarlichter nur auf knapp zwei Seiten eingegangen.

Im praktischen Teil werden die verschiedensten Möglichkeiten der Sonnenbeobachtung auasführlich erläutert. Wie man sicher die Sonne im Weißlicht beobachtet, aber auch auf die inzwischen auch für Amateure erschwinglichen H-alpha Teleskope und andere Möglichkeiten wird auf vielen Seiten eingegangen. Beschrieben wird auch die Spektroskopie des Sonnenlichtes, sogar mittels einer einfachen Möglichkeit mit Hilfe von CD-Rohlingen. Das habe ich selbst noch gar nicht ausprobiert, das Kapitel klingt aber sehr überzeugend. Ausführlich wird dann auf verschiedene Möglichkeiten der praktischen Sonnenbeobachtung und die Dokumentation dieser Beobachtungen eingegangen.

Ein Anhang mit einem Glossar, Literaturverweisen und vielen Internetlinks rundet dieses absolut gelungene Buch sehr schön ab.  Hier können Sie das Buch gleich bestellen.

Donnerstag, 4. November 2010

Buchtipp: Deep-Sky Reiseführer




Dieses Buch ist ein wunderschöner Reiseführer zu den schönsten Objekten am Nachthimmel. Ich selbst nutze dieses Buch seit dem Erscheinen vor zehn Jahren immer und immer wieder. Ich denke, neben meinen Jahrbüchern gehört es mit den zu den Büchern mit dem höchsten Gebrauchswert für mich.

Das Buch beschreibt die schönsten Objekte in jedem einzelnen Sternbild in ausführlicher Form. Das besonders gute an diesen Beschreibungen ist, dass sie auf die Ausrüstung von Amateurastronomen abgestimmt sind. Bei sehr vielen Objekten wird deutlich unterschieden zwischen dem Anblick in einem Fernglas, einem kleinen und einem größeren Teleskop. Eine Fülle von Zeichnungen ergänzen die ausführlichen Beschreibungen.

In längeren einführenden Kapiteln wird der Leser zunächst auf die Reise am Himmel vorbereitet. es gibt eine Einführung in einfaches Aufsuchen und Beobachtungstechniken, denn was würde eine schöne Beschreibung nützen, wenn man das Ziel gar nicht findet? Auch wird die später verwendete Nomenklatur (also die wichtigsten genutzten Begriffe und Abkürzungen) erläutert. So ist das Buch auch gleich eine gute Hinführung in die Fachsprache der Hobbyastronomen.

Im Hauptteil werden dann 300 Reiseziele ausführlich in Wort und Bild vorgestellt, darunter alle Messier-Objekte und viele andere schöne ferne Galaxien oder Gasnebel, Außerdem die schönsten Doppelsterne und eine Reihe von veränderlichen Sternen.

Ausführliche Indices und weiterführende Anhänge runden das Werk hervorragend ab. In der neuen Auflage sind wertvolle Hinweise für Beobachter aus lichtverschmutzten städtischen Regionen wie auch besondere Hinweise ("Herausforderungen") für die erfahrenen Profis enthalten.

Für mich ist das Buch selbst u.a. eine Art "Beobachtungstagebuch". So trage ich (nur vorsichtig mit Bleistift) zu jedem beschriebenen Objekt ein, wann ich es beobachtet habe. Und die Listen im Anhang lassen sich auch gut zum "Abhaken" nutzen. So hat man einen schnellen Überblick, welche Objekte man schon einmal gesehen hat und welche noch fehlen. Und das können Sie mir glauben, auch nach zehn Jahren habe ich noch lange nicht alle beschriebenen Objekte aufgesucht. Es gibt Nächte, da will man eigentlich eine lange Liste "abarbeiten", doch schon vom ersten Objekt ist man so begeistert, dass man immer und immer wieder hinschauen muss, und mit jedem neuen Blick entdeckt man auch neue Details. Oder ich probiere selber unterschiedlichste Geräte und Fernrohrokulare aus, um die Beschreibungen zu überprüfen...

Es ist halt wirklich ein Buch, von dem man lange etwas hat.

In diesen Tagen erscheint als

"Jubiläumsausgabe"

die vierte Auflage, das Buch kostet dann 29,90 Euro. Dies Buch soll dann durchgehend farbig bebildert sein, ich werde sie mir auf alle Fälle auch besorgen.

Montag, 20. September 2010

Buchtipp: Ahnerts Astronomisches Jahrbuch

Und hier jetzt mein erstes Posting mit einem Buchtipp.

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In diesem Monat erschien die neue Ausgabe des "Ahnert", ein astronomisches Jahrbuch mit einer Fülle von Informationen, was alles im kommenden Jahr am Himmel passiert. Bücher dieser Art sind eine der wichtigsten Informationsquellen für meinen Blog.  Und dieses hier empfehle ich Ihnen gerne, deshalb hier gleich ein Link direkt zu "meinem" Buchhändler im Internet:

Ahnerts Astronomisches Jahrbuch

Der "Ahnert" ist eigentlich gar kein Buch im klassischen Sinne mehr, sondern erscheint seit einigen Jahren schon im Spektrum Verlag, der auch die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" herausgibt. Es ist auch die gleiche Redaktion, welche dieses Jahrbuch herausgibt. Das Format des "Ahnert" entspricht daher eher auch dem einer Zeitschrift, großes DIN A 4 Format, Klebebindung und 210 Seiten dick.

Wer schon einmal schmökern möchte, was es im nächsten Jahr am Himmel so alles zu sehen gibt, für den ist dieses Buch genau richtig. Zu jedem Tag findet man interessante Informationen, zum Lauf des Mondes, Stellung von Planeten und Kleinplaneten, Monatsübersichten, Hinweise zur Sonnenfinsternis am 4. Januar, auf die Mondfinsternisse vom 15. Juni und 10 Dezember 2011 und vieles, vieles mehr. Viele Grafiken, wie sie in ähnlicher Form auch in der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" verwendet werden, unterstützen das verständnis der Texte und erleichtern die Orientierung am Nachthimmel.

Für mich persönlich ist dies Buch schon jetzt wichtig. denn die wichtigsten Daten werden gleich schon in meinen persönlichen Kalender für das kommende Jahr eingetragen, damit ich gut meinen Urlaub planen kann oder ich mir zu Zeiten mit besonderen astronomischen Ereignissen nichts anderes vornehme. Also, warten auch Sie nicht bis Weihnachten (obwohl dieses Buch sicherlich auch als Weihnachtsgeschenk gut taugt), sondern bestellen Sie schon jetzt: Ahnerts Astronomisches Jahrbuch

Montag, 11. Januar 2010

11. Januar - Venus in oberer Konjunktion und Buchtipp

Heute steht die Venus in "oberer Konjunktion" mit der Sonne. Dies bedeutet, sie steht von der Erde aus gesehen genau "hinter" der Sonne. Erde - Sonne - Venus bilden also eine gemeinsame Linie. Da die Venusbahn zwischen der Erdbahn und der Sonne liegt, wird aus Sicht der Erde die Venus zur Zeit voll angestrahlt, wir haben also eine "Vollvenus". Leider können wir davon zur Zeit nichts sehen, denn die helle Sonne überstrahlt die Venus natürlich um ein vielfaches. Erst wenn die Venus etwas seitlichen Abstand von der Sonne gewonnen hat, werden wir sie wieder sehen können. Das wird gegen Ende Februar der Fall sein, dann wird sie uns eine ganze Zeitlang als Abendstern erfreuen. Am 20. August hat sie dann den größten östlichen Abstand von der Sonne erreicht, sie erschent uns nur noch als "Viertelvenus". Die unsichtbare "Neu-Venus", also dann die sog. "untere Konjunktion" wird am 29.Oktober stattfinden. Auch dann stehen Erde, Venus und Sonne wieder in einer Linie, aber da die Venus dann genau zwischen der Erde und der Sonne steht,zeigt sie uns nur ihre unbestrahlte, schattige Hälfte und bleibt praktisch unsichtbar.


Nun ja, das mit der "Vollvenus" mag alles interessant sein, direkt zu beobachten ist es aber nicht. Deshalb hier noch gleich ein Buchtipp, wir haben ja zur Zeit "deep-sky-Nächte", da passt es gut auf das Buch "Fern-Seher" hinzuweisen. Lange Zeit war das Buch von Rudolf Brandt "Himmelsbeobachtungen mit dem Fernglas" der "Klassiker für Fernglasastronomen". Leider ist dieses schöne Büchlein schon ist vielen Jahren nur noch antiquarisch erhältlich. Jetzt hat es aber in diesem neuen Buch von Lambert Spix im Oculum Verlag meines Erachtens einen würdigen Nachfolger gefunden.

Nach einem kurzen Abriss der Geschichte der Entwicklung des Fernglases wird ausführlich auf die verschiedenen Bauformen,Größen, optischen Gesetzmäßigkeiten und auch sinnvolles Zubehör eingegangen. Es gibt viele Tipps, zu einer guten Beobachtungstechnik, um wirklich das beste aus seinem Gerät herauszuholen. Und dann gibt es eine lange Liste von Beobachtungsobjekten. Die sollte man erstmal abarbeiten! Ein Buch, das man nicht nur einmal vor der Anschaffung eines Fernglases zur Hand nehmen wird, sondern an dem man wegen des praktischen Teils mehr als ein Jahr seine Freude haben wird.