Samstag, 24. Februar 2007
Sonntag: 25.2. Mond wandert vor der Sonne entlang!
Aber es ist eben wie so vieles auf der Welt, alles eine Frage des Blickwinkels. Aus unser irdischen Perspektive ist dies in der Tat am Sonntag nicht möglich.
Anders sieht es jedoch aus, wenn wir uns in Weltall begeben. Die NASA hat vor einiger Zeit zwei Satelliten gestartet, welche das "Weltraumwetter" überwachen sollen, die sog. STEREO Mission. Aufgabe der neuen Satelliten ist es, ähnlich wie bei der bekannten Raumsonde SOHO ständig einen Blick auf die Sonne zu werfen und die von ihr ausgehende Strahlung ("Sonnenwind") zu messen, um so Rückschlüsse auf das "Weltraumwetter" zu erzielen.
Und diese Satelliten befinden sich morgen in einer interessanten Position, so dass aus der Perspektive eines dieser beiden Satelliten tatsächlich der Mond vor der Sonnenscheibe entlang wandert. Von der Erde aus gesehen, scheinen Mond und Sonne beinahe gleich groß, so dass es aus unserer Perspektive zu den fantastischen Sonnenfinsternissen kommt, zieht der Mond tatsächlich einmal direkt vor der Sonne entlang. Aus Sicht der Satelliten erscheint der Mond jedoch viel kleiner als die Sonne.
Wer des englischen mächtig ist, kann dieses Himmelsspektakel übrigens live im Internet verfolgen. Eine Animation ist schon jetzt zu sehen. Hier der Link:
http://stereo.gsfc.nasa.gov/
zur STEREO Homepage der NASA. Ein himmlisches Ereignis, bei dem uns das Erdwetter ziemlich egal sein kann!
Mond bedeckt Plejaden - Wolken bedecken Mond
Bei klarem, trockenen Himmel wäre dies sicherlich ein sehr interessantes Schauspiel für einen Feldstecher gewesen. Nicht nur eine Sternbedeckung, sondern gleich mehrere hintereinander hätte man beobachten können.
Doch leider kann ich nur den Konjunktiv nutzen, denn wieder einmal bedeckten im entscheidenden Moment dichte Wolken den Mond und den gesamten Himmel. Zeitweilig regnete es sogar. Das Ereignis sollte um 23:40 beginnen. Ein ein halb Stunden vorher waren der Mond und auch die Plejaden durch die Wolkenlücken noch zu sehen. Für die späte Abendzeit war das Wetter jedoch extrem mild,mein Gartenthermometer zeigte etwas über 10° an!
Dadurch war es leider auch recht dunstig. Schnell stellte sich heraus, dass dieses Ereignis ungleich schwieriger zu fotografieren war, als die Sternbedeckung wenige Tage zuvor. Damit die Plejaden auf einem Foto sichtbar werden, muss man schon eine gute halbe Sekunde belichten, das ist aber für den Mond schon viel zu viel. Zusätzlich verringert der dunstige Himmel jeden KOntrast gegenüber den Sternen, teilweise waren sie selbst im 12x80 Großfernglas nicht zu erkennen. Dagegen strahl der Mond gerade diesen Dunstnebel deutlich an.
Hier trotzdem ein Foto, das vielleicht ja einen kleinen Eindruck von diesem Ereignis ermöglicht:
Im August wird es wieder eine Bedeckung der Plejaden durch den Mond geben, vielleicht sind dann die himmlischen Bedingungen ja etwas günstiger.
Dienstag, 20. Februar 2007
Heute abend klarer Himmel?
Schon bald nach Sonnenuntergang wird man im Westen die Mondsichel und darunter Richtung Horizont die Venus, den Abendstern leuchten sehen. Bei ausreichender Dunkelheit wird im Osten - quasi gegenüber - der Planet Saturn dem geübten Beobachter auffallen, im Laufe der Nacht wird er jedoch immer höher steigen, kurz vor Mitternacht genau im Süden seinen höchsten Bahnpunkt erreichen.
Um 18:45 Uhr wird im Nordnordost in ca. 55 Grad Höhe ein "Iridium-Flare" aufstrahlen. Diese sehen aus wie langsam fallenden Sternschnuppen, in Wahrheit handelt es sich um Reflektionen an den Sonnensegeln dieses Satelliten.
Um 19 Uhr wird die internationale Raumstation ISS fast genau über Bad Lippspringe hinweg ziehen. Dieses Schauspiel wird sich übrigens morgen um 19:20 noch einmal wiederholen. Zum Beobachten wird man seinen Kopf ganz schön in den Nacken legen müssen.
Um 20:10 (also zur "besten Tagesschau Zeit" :-) ) wird der Mond einen Stern bedecken. Diese Bedeckung findet am dunklen Mondrand statt. Ein lohnenswertes Ereignis für Besitzer von Ferngläsern.
Um 20:35 Uhr wird im Westen in der Nähe des Mondes noch einmal kurz die ISS zu sehen sein, in nur 16 Grad Höhe verschwindet sie jedoch bereits im Erdschatten.
Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Heute Nachmittag ist es leider recht dunstig. Mit Glück klart es zur Nacht ja deutlicher auf, mit Pech wird dieser Hochnebel nur wieder dichter. Abwarten und Daumen drücken!
HIER EIN AKTUELLES UPDATE: DAS WETTER HAT MITGESPIELT! EIN BILD KURZ BEVOR DER MOND DEN STERN BEDECKTE:
http://www.dzieran.de/2007/sternbedeckung-2007-02-20.jpg
Sonntag, 21. Januar 2007
Montag 22.01: Vortrag in Paderborn
Kometen, Asteroiden & Co. - kleine Objekte im Sonnensystem
so lautet der Titel eines Vortrags am Montag, den 22. Januar an der Sternwarte in Paderborn. Thomas Payer, erfahrener Kleinplanetenbeobachter von der Sternwarte Essen wird diesen halten. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es zu diesem Vortrag:
Im vergangenen August machte die "Degradierung" des Planeten Pluto zum "Zwergplaneten" weltweit Schlagzeilen und rückte das Thema "Kleinkörper im Sonnensystem" kurzfristig in den Fokus der Medien. Neben den nunmehr noch acht großen Planeten mit ihren mehr als 150 Monden sind derzeit auch über 338.000 Planetoiden sowie Hunderte Kometen bekannt, die auf verschiedensten Bahnen um die Sonne kreisen und Größen von wenigen Metern bis weit über 100 Kilometern erreichen.
Regelmäßig kommen Kleinkörper der Sonne und oftmals auch der Erde recht nahe, was gerne von der Presse aufgegriffen wird: "Weltuntergang in 96 Jahren?" titelte etwa eine große deutsche Boulevardzeitung im März 2006. Doch auch die Wissenschaft setzt sich mit der Frage auseinander, ob Asteroiden oder Kometen eine Gefahr für das Leben auf der Erde darstellen könnten.
Der Referent, Thomas Payer, geht in seinem Vortrag neben dieser spannenden Frage nicht nur auf Herkunft und Natur der kleinen Objekte im Sonnensystem ein, sondern zeigt zudem auf, wie sie mit Mitteln, die dem Amateurastronomen zur Verfügung stehen, beobachtet werden können.
Ich werde sicherlich auch dabei sein! Denn wer träumt nicht davon, irgendwann mal seinen eigenen Planeten zu entdecken?Montag, 15. Januar 2007
Venus
Das Wetter ist in diesen Tagen leider nicht so, wie man es als Hobbyastronom wünscht. Immer wieder Wolken und Regen, Regen und Wolken.
Heute war es am Abend jedoch für ein paar Momente etwas aufgelockert. Eigentlich hatte ich ja den Kometen McNaught gesucht, aber dafür waren die Lücken dann doch zu klein. Der Komet steht bei Sonnenuntergang ja recht schon recht dicht am Horizont, da braucht es schon wirklich klaren Himmel.
Das Bild zeigt jedoch immerhin den Planeten Venus. In den nächsten Monaten wird die Venus ihre Rolle als Abendstern noch glanzvoller gestalten. Halten Sie mal Auschau Richtung Westen nach Sonnenuntergang, bei klarem Himmel ist sie dort nicht zu übersehen. Am Samstag, den 20. Januar gesellt sich noch die schmale Sichel des Mondes hinzu, das könnte ein wunderschöner Anblick werden!
(Die technischen Daten zum Foto: Canon 350D, ISO-1600, 1/30 Sek, 76mm, F/4, 15.01.07 16:35 UT)
Sonntag, 14. Januar 2007
Kein Komet
Am Samstag gab es Meldungen aus Süddeutschland, dass der helle Komet sogar am Taghimmel sichtbar sein sollte! Es gab sogar Fotos! Doch leider war der Himmel über Bad Lippspringe wie meist in diesen Tagen bedeckt. Doch heute, Sonntag, klarte es endlich ein wenig auf. Also nichts wie ab nach draußen und einen sicheren Beobachtungsplatz gesucht. "Sicher", weil man nicht direkt in die Sonne schauen darf, das kann zu erheblichen Augenschäden führen. der Komet sollte etwa fünf Grad östlich (also links) neben der Sonne zu finden sein.
Doch egal wie sehr ich mich auch mühte, ich hatte kein Glück. Auf dem Foto müsste der Komet zwar theoretisch ziemlich in der Mitte zu sehen sein, aber in der Praxis kann ich da nichts erkennen.

Und auch am Abend hatte ich keinen Erfolg. Ich war zwar extra zur Sternwarte in Paderborn gefahren, vielleicht konnte man mit den dortigen großen Fernrohren ja sogar etwas mehr sehen. Aber die Wolken am Horizont waren doch zu stark für den Kometen. So gab es nur einen netten Sonnenuntergang zu bewundern. Schade!
Freitag, 12. Januar 2007
Komet über Bad Lippspringe
stand zwar höher am Himmel, war aber lange nicht so hell. Auch der Schweif war nur im guten Fernglas oder Fernrohr zu erkennen. So haben damals wohl nur wenige Menschen in Bad Lippspringe überhaupt gemerkt, dass zur Weihnachtszeit der "Weihnachtsstern" über der Stadt stand.Inzwischen ist der Komet in das gesichtsfeld der Kameras des Sonnenbeobachtungssatelliten SOHO gekommen. Das jeweils aktuellste Bild dazu finden Sie hier.