Sonntag, 8. Januar 2023

9. - 15. Januar 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab und zieht sich vom Abendhimmel zurück, so dass man an den Abenden immer länger auch lichtschwache Objekte am Himmel beobachten kann. Von den hellen Planeten sind am Abend die Venus (direkt nach Sonnenuntergang bis ca. 18 Uhr tief im Südwesten), der Saturn (bis gegen 19 Uhr im Südwesten), der Jupiter (bis 23 Uhr im Westen) und der Mars (zunächst Südost, bis gegen 5:30 Uhr im Westen) zu sehen. Der Komet C/2022 E3 ZTF ist am besten in der zweiten Nachthälfte mit einem Fernglas oder Fernrohr zu finden, er bewegt sich langsam aus der nördlichen Krone heraus Richtung Norden. Die ISS kann dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 9. Januar, geht die Sonne um 8:29 Uhr auf und um 16:34 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon wieder etwas länger als neun Stunden. Der Mond geht um 18:55 Uhr auf und ist noch zu 93 Prozent beleuchtet. Um 22:15 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Ganymed.

Am Dienstag, den 10. Januar, geht der Mond um 20:07 Uhr auf, er steht nicht weit entfernt von Regulus, dem hellsten Stern des Löwen. Um 22:10 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Io.

Am Mittwoch, den 11. Januar, geht der Mond um 21:17 Uhr auf und ist dann zu ca. 80 Prozent beleuchtet. Bei Jupiter stehen nach Sonnenuntergang alle vier Mond auf der gleichen linken, östlichen Seite, Um19:31 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Planetenscheibe (bis21:46 Uhr), ab 20:50 Uhr fällt Ios Schatten auf die Planetenscheibe.

Am Donnerstag, den 12. Januar, steht Kleinplanet (505)Cava (11,2mag) gegen 4:00 Uhr nur 4,5' Bogenminuten von Pollux (beta Gem, 1,1mag) entfernt. Der Mond geht am Abend um 22:30 Uhr auf und ist noch zu 73 Prozent beleuchtet. Bei Jupiter endet um 20:09 Uhr eine Verfinsterung von Mond Io. Um 21:20 Uhr kommt es in einem Streifen quer durch Norddeutschland zu einer Bedeckung eines 3,9mag hellen Sterns durch einen Asteroiden. Dazu gibt es einen besonderen Beobachtungsaufruf der Vereinigung der Sternfreunde Deutschlands.  Gegen Mitternacht steht Kleinplanet (2)Pallas (7,6mag) nur 6' Bogenminuten entfernt neben dem 6,5mag schwachen Sternchen HIP 32339, leider in nur 7° Grad Höhe, weit unterhalb von Sirius.

Am Freitag, den 13. Januar, geht der Mond erst um 23:43 Uhr auf, also kurz vor Mitternacht. Um 17:31 Uhr endet ein Schattendurchgang von Jupitermond Io auf der Planetenscheibe, ab 17:54 Uhr (bis 20:25 Uhr) wandert der Schatten von Ganymed über die Jupiteroberfläche. Um 19:30 Uhr halte ich einen Vortrag an der Volkssternwarte Paderborn über die Astronomischen Sternstunden des Jahres 2022.

Am Samstag, den 14. Januar, schrammt gegen 0:55 Uhr der nur 6,75mag schwache Stern HIP62141 haarscharf am Mondrand vorbei, etwas weiter nördlich wird der Stern bedeckt. Das Ereignis findet jedoch nur kurz nach Mondaufgang statt, man braucht eine gute, klare Sicht zum Osthorizont. Ab 18:04 Uhr (bis 20:39 Uhr) wird Jupitermond Europa vom Mutterplaneten bedeckt. Nur vier Minuten nach Ende der Bedeckung wird er weiter durch Jupiters Schatten verfinstert.

Am Sonntag, den 15. Januar, geht der Mond kurz vor 1:00 Uhr auf, er steht nicht weit entfernt von Spica, dem hellsten Stern der Jungfrau. Um 3:10 Uhr erreicht er exakt das Letzte Viertel. Bei Jupiter stehen am Abend zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Freitag, 6. Januar 2023

13. Januar 2023: Astronomische Sternstunden 2022

 Am Freitag, den 13. Januar, halte ich um 19:30 Uhr für die Volkssternwarte Paderborn einen Vortrag unter dem Titel

Astronomische Sternstunden 2022

Wie immer geht es im ersten Vortrag des neuen Jahres um einen Rückblick auf die astronomischen Highlights des vergangenen Jahres. Zum ersten Mal nach zwei Jahren reiner Online-Vorträge, findet dieser Vortrag wieder in Präsenz im Vortragssaal der Volkssternwarte statt.

Natürlich stehen die ersten Bilder und Entdeckungen des JWST-Weltraumteleskops im Mittelpunkt dieses Vortrags. Gezeigt wird auch das erste Foto des schwarzen Lochs im Zentrum unserer Milchstrasse, Ergebnisse des GAIA-Teleskops werden vorgestellt, und auch die spektakuläre DART-Mission oder die Artemis 1 Mission zum Mond werden noch einmal in Erinnerung gerufen.

Doch nicht nur diese spektakulären Highlights aus der Raumfahrt spielen eine Rolle im Vortrag, sondern es wird auch auf viele Ereignisse eingegangen, die Amateure zum Teil ganz ohne Hilfsmittel beobachten konnten: Sonnen- und Mondfinsternsse, Planetenbeobachtung, Überflüge der Internationalen Raumstation ISS, Supernovae und vieles mehr. 

 Einige der vielleicht schönsten Astronomie-Fotos des Jahres 2022 und ein kurzer Ausblick, was wir vom Jahr 2023 astronomisch erwarten können, sollen den hoffentlich kurzweiligen Vortrag abrunden.

Der Vortrag dauert ca. 1 1/2 Stunden.

Wenn anschliessend noch Zeit genug ist, kann bei klarem Himmel in der Sternwarte die Beobachtung des Nachthimmels gleich praktisch fortgesetzt werden. 

Ich freue mich auf Ihr Kommen!

6. Januar 2023: Ein schneller Blick zum Vollmond

 Gerade habe ich mal eine Wolkenlücke nutzen können, hier ein Bild des Mondes mit 400mm Teleobjektiv aus freier Hand fotografiert:

Mond am 6.Januar 2023, 20:30 Uhr

Es sind keine vier Stunden mehr bis zur exakten Vollmondposition um 0:08 Uhr.


Dienstag, 3. Januar 2023

2. Januar 2023: Ein wenig klarer Himmel (M42, Sonne, Mond, Kleinplanet, Jupiter)

Heute Abend hatte ich etwas Glück und zeitweilig klaren Himmel gehabt. Endlich auch mal über eine etwas längere Zeit, so dass meine Vespera-Beobachtungsstation endlich wieder zu einem Einsatz kam.

Ich habe mir zu Weihnachten dafür einen Dual-Band-Filter gegönnt, der sollte nun endlich mal getestet werden. Dafür habe ich zwei Fotos des Orionnebels gemacht. Beide jeweils 15 Minuten, einmal ohne diesen Filter und beim zweiten Foto dann mit dem Filter.

Hier Bild 1, ohne Filter:

M42, Orionnebel, ohne Filter, 2.1.23, 19:54 Uhr MEZ

 Und hier das zweite Bild mit Filter:

M42, Orionnebel, mit Dual-Band-Filter, 2.1.23, 20:41 Uhr MEZ

Beide Bilder sind Stacks aus jeweils 89 Einzelbildern, wurden also 89x10 = 890 Sekunden, also knapp 15 Minuten, belichtet.

Der Unterschied ist schon auf den ersten Blick deutlich zu erkennen, es zeigt deutlich mehr vom rötlichen Nebel. Die normalen Sterne scheinen auch etwas kleiner, reduzierter dargestellt zu werden. Laut Vaonis hat der Filter eine Bandbreite von 12 nm bei jeder Wellenlänge (O-III = 500,7 nm, H-alpha = 656,3 nm).

Am Beispiel des Orionnebels erfüllt der Filter offensichtlich seinen Zweck. Ich bin gespannt, wie er sich auf andere Objekte auswirkt. (Ich habe natürlich heute Abend noch weitere Objekte probiert, aber leider war der Himmel dann immer wieder bewölkt, so dass hierzu noch keine brauchbaren Ergebnisse entstanden sind.)

Ich habe dann am Abend nicht nur den Orionnebel beobachtet, sondern auch einen Blick zum Jupiter geworfen. In meinem Spektiv sah er so aus:

Jupiter am 2.1.23 um 21:46 Uhr

Das Bild wurde an meinem Spektiv 1 Sekunde lang belichtet, da zeigen die Monde schon kleine Strichspuren. Es sind nur drei Spuren zu sehen, links recht dicht am Jupiter die Spur von Io, rechts unterhalb zuerst Europa und dann etwas weiter entfernt die Spur von Kallisto. Ganymed wurde laut meiner Wochenvorschau zwar nur bis kurz nach 21:00 Uhr verfinstert,ist aber trotzdem nicht zu sehen. Er befand sich wohl immer noch viel zu dicht an Jupiter dran.

Viel interessanter war dann schon ein Blick auf unseren Mond. Das Juragebirge und die Regenbogenbucht davor waren am Abend schon voll beleuchtet, den goldenen Henkel am Nachmittag hatte ich schon verpasst, aber es war trotzdem ein schöner Anblick:

Der Mond am 2.1.2023 um 21:30 Uhr

Nehmen Sie sich doch einfach mal einen Mondatlas hinzu und versuchen Sie verschiedene Krater und andere Mondlandschaften zu identifizieren. Finden Sie die Krater Tycho und Kopernikus?

Dann habe ich meine Kleinplanetenbeobachtungen aus dem letzten Jahr wieder aufgenommen. In meiner Wochenvorschau hatte ich ja geschrieben, dass morgen "Kleinplanet (505)Cava mit 11,3mag zieht ... gegen 20:30 Uhr in nur 4,5' Bogenminuten Abstand an Phi Geminorum (5,0mag) vorüber". Wer weiß schon, ob es morgen Abend wieder einen klaren Himmel gibt. Deshalb habe ich gleich mal ein Foto von Cava aufgenommen:

Kleinpalnet (505)Cava, rot markiert, in der Nähe von phi Gem

Phi Geminorum ist der hellste Stern auf dem nur 210 Sekunden lang belichtetem Bild, also gerade mal 3 1/2 Minuten lang. Ich habe ihn durch einen Vergleich mit der Abbildung im Planetariumsprogramm "Stellarium" identifiziert. Vielleicht habe ichja morgen Glück und mir gelingt einzweites Photo, damit seine bewegung offensichtlich wird.

Allerdings sind die Wettervorsagen für morgen nicht gut. Also heisst es abwarten.

So ähnlich war es auch mit der Sonne tagsüber. Hier gelang mir nur wieder ein Bild "durch die Wolken", ähnlich wie gestern musste ich das Originalbild mit Adobe Lightroom erst kräftig bearbeiten, damit die verschiedenen Fleckengruppensichtbar wurden:

Sonne mit Flecken am 2.1.2023

Im Vergleich zu gestern kann man noch einen weiteren neuen Fleck (3181) , der links von der Gruppe 3177 hinzugekommen ist. Dafür ist oben rechts 3173 heute nicht mehr zu erkennen. Bei den anderen Fleckengruppen gibt es keine großen Veränderungen, außer dass sie natürlich alle ein Stück nach rechts rotiert sind.

Gerade erfahre ich, dass ein Sternfeund in der Galaxie NGC 3810 eine 13,6 mag helle Supernova fotografieren konnte. Die würde mich jetzt auch sehr reizen, doch leider ist der Himmel hier nun doch wieder zu bewölkt und ich werde auch langsam müde. Alles in allem war es aber doch ein recht erfolgreicher Astroabend.

Sonntag, 1. Januar 2023

1. Januar 2023: Sonne und Mond

 Das neue Jahr beginnt mit milden Temperaturen, Wind, Wolken und - doch auch mit etwas Sonnenschein und Mondlicht. Es war nicht einfach, beide Objekte zu fotografieren. Doch beim "Neujahrsspaziergang" gelang mir schon einmal ein erstes Bild der Sonne, wenn auch ziemlich verborgen hinter hohen Wolken:


Sonnenschein beim Neujahrsspaziergang

Später habe ich dann versucht, mit meinem Spektiv auch die Sonnenflecken zu fotografieren. Das war natürlich nicht einfach, denn die Schleierwolken verdecken natürlich schnell die kleinen Flecken auf der Sonnenoberfläche:

Sonne am 1.1.2023, Originalaufnahme

Die Wolken vor der Sonne lassen sich erkennen. Die Flecken lassen sich allenfalls erahnen. Doch im letzten Jahr habe ich gelernt, was mit computergesteuerter Bildverarbeitung so alles möglich ist. Mit Adobe Lightroom habe ich bei diesem Bild einige Parameter verändert, insbesondere den Kontrast leicht erhöht (+17), die Lichter zurückgenommen(-27), Tiefen(+34), Schwarz (+23) und auch Weiß (+10) erhöht, die Klarheit um (+11) erhöht und vor allem am "Dunst entfernen"-Regler geschoben, (+62). Und dieser Regler verursacht dann ein kleines Wunder und lässt die Flecken auf der Sonnenoberfläche deutlich hervortreten:

Das bearbeitete Bild der Sonne

Ein Vergleich mit dem SDO/HMI-Foto auf spaceweather.com zeigt deutlich, das sind wirklich die aktuellen Fleckengruppen auf der Sonne, die dort zu erkennen sind:

Sonnenfleckengruppen am 1.1.2023 (Quelle spaceweather.com/SDO/HMI)

Die vier großen Fleckengruppen 3180, 3176, 3179 und 3177 sind auch auf einem Foto deutlich zu erkennen. Und selbst der kleine Einzelfleck 3173 lässt sich mit etwas gutem Willen noch ausmachen.

Aus meinem Foto heraus würde ich die Sonnenfleckenrelativzahl wie folgt bestimmen: R=5 Gruppen plus 16 Einzelflecken, also R = 5x10 + 16 = 66.

Und weil es so schön war, konnte ich nach 16 Uhr sogar auch noch ein Foto des Mondes machen. Nun ist der Himmel jedoch schon wieder stark bewölkt, auch diese Nacht wird sich wohl leider nicht zum Beobachten des gestirnten Himmels nutzen lassen.


Der Mond am 1. Januar 2023 um ca. 16:20 Uhr

Es wird in diesem Jahr hoffentlich noch viele weitere Gelegenheiten zur Beobachtung des Himmels über uns geben. Ein Anfang ist gemacht!





2. bis 8. Januar 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser ersten Woche des Jahres haben wir Vollmond. Der helle Schein des Mondes übertönt daher in der Nacht manch lichtschwächeres Objekt. Von den großen Planeten können aber (mit viel Glück) zur Zeit viele am Himmel gefunden werden. Die Venus entwickelt sich zum Abendstern, zur Zeit ist sie jedoch erst ca. eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang in nur 6° Grad Höhe über dem Horizont tief im Südwesten zu finden. Noch geht sie vor 18 Uhr unter. Saturn folgt ihr gegen 19:30 Uhr. Jupiter ist bis ca. 23 Uhr im Westen zu finden und Mars leuchtet dann hoch im Süden und ist bis ca. 6:00 Uhr am Himmel zu finden. Die ISS kann in den ersten Tagen der Woche noch bei Überflügen am Morgenhimmel gefunden werden.

Am Montag, den 2. Januar, bedeckt der Mond, nachdem er gegen Mitternacht ganz knapp an Uranus vorbei gezogen ist, um 1:36 Uhr einen 6,3mag hellen Stern. Die Sonne geht um 8:32 Uhr auf und um 16:26 Uhr unter. Das sind am Abend immerhin schon mal zehn Minuten später als zur Wintersonnenwende. Der Mond ist am Abend zu 84 Prozent beleuchtet, er geht erst am nächsten Morgen gegen 5:30 Uhr unter. Noch in der Dämmerung lässt sich bei ihm gegen 14:30 Uhr der "Goldene Henkel" sehen. Von 18:04 Uhr bis 21:01 Uhr wird Jupitermond Ganymed vom Planeten bedeckt. Die ISS fliegt zwischen 6:42 Uhr und 6:47 Uhr in maximal 33° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg, z.B. ganz knapp an Spica in der Jungfrau vorüber.

Am Dienstag, den 3. Januar, bedeckt der Mond um 2:30 Uhr einen 6,1mag hellen STern. Am Abend steht der zu 91 Prozent beleuchtete Mond dicht beim Planeten Mars. Ab 20:14 Uhr wird Jupitermond Io vom Planeten bedeckt. Kleinplanet (505)Cava mit 11,3mag zieht heute gegen 20:30 Uhr in nur 4,5' Bogenminuten Abstand an Phi Geminorum (5,0mag) vorüber. Am 12. Januar zieht Cava dannähnlich eng an Pollux vorbei. Die ISS ist am Morgen einmal gegen 5:57 Uhr kurz im Südosten zu sehen, und gegen 7:30 Uhr in jedoch nur maximal 12° Grad Höhe im Südwesten.

Am Mittwoch, den 4. Januar, erreicht die Erde auf ihrer leicht elliptischen Bahn um die Sonne ihren sonnennächsten Punkt ("Perihel"), exakt um 17:17 Uhr. Der Abstand der Erde zur Sonne beträgt dann "nur" 147 098 925 km. Am 6. Juli, wenn der sonnenfernste Punkt ("Aphel") der Erdbahn erreicht wird, ist der Abstand rund 5 Millionen Kilometer größer. Das ausgerechnet der sonnennähste Punkt in unseren Winter fällt, "ist jedoch Zufall, und ... ändert sich über die Jahrhunderte durch die allmähliche Verformung der Erdumlaufbahn. Im Jahr 1246 erreichte die Erde das Perihel am Tag der Sonnenwende im Dezember. Seitdem haben sich die Daten von Perihel und Aphel alle 58 Jahre um etwa einen Tag verschoben. Es wird erwartet, dass das Perihel im Jahr 6430 auf den Tag der Tag- und Nachtgleiche im März fällt."(Zitat aus "time-and-date"). Heute wird auch das Maximum des Sternschnuppenschwarms der Quadrantiden erwartet, bei fast vollem Mond werden aber wohl nur wenige Schnuppen zu sehen sein. Von 17:33 Uhr bis 19:47 Uhr zieht Jupitermond Io vor dem Planeten entlang, Ios Schatten fällt vo 18:54 Uhr bis 21:06 Uhr auf die Planetenoberfläche. Die ISS ist gegen 6:44 Uhr kurz im Süden un ca. 15° Grad Höhe über dem Horizont zu sehen.

Am Donnerstag, den 5. Januar, ist die ISS gegen 5:46 Uhr letztmalig in dieser Morgensichtbarkeitsperiode in maximal 18° Grad Höhe im Südosten kurz zu sehen. Um 18:13 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Io, ab 20:17 Uhr zieht Europa vor dem Planeten vorüber.

Am Freitag, den 6. Januar, geht der Mond um 15:32 Uhr auf, die erste Vollmondnacht des Jahres beginnt. Die exakte Vollmondposition wird jedoch erst kurz nach Mitternacht erreicht. Kleinplanet (532)Herculina (10,5mag) zieht gegen 23 Uhr in 4,5' Bogenminuten Abstand an 47 Tauri vorüber.

Am Samstag, den 7. Januar, erreicht der Mond um 0:08 Uhr seine exakte Vollmondposition. Um 17:55 Uhr endet eine Bedeckung von Jupitermond Europa, der jedoch bereits um 18:04 Uhr schon wieder von Jupiters Schatten verfinstert wird (bis 20:29 Uhr). Um 21 Uhr geht Kleinplanet (6)Hebe in 29' Minute Abstand an 49 Cancri (5,6mag) vorüber. Um 21:45 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Sonntag, den 8. Januar, geht der jetzt abnehmende Mond kurz vor 18 Uhr auf. Er ist noch zu 97 Prozent beleuchtet, erscheint also noch sehr voll. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol sehen können. Kleinplanet (2)Pallas (7,6mag) steht heute in Opposition zur Sonne, da Pallas jedoch tief im Süden unterhalb von Sirius steht, erreicht sie zur Mitternacht nur eine Höhe von ca. 7° Grad über dem Horizont.

Donnerstag, 29. Dezember 2022

29. Dezember 2022: Ein kurzer Blick zum Himmel

 Leider war es in den letzten Tagen doch meist sehr bewölkt, so dass ich keine interessanten Fotos des Nachthimmels machen konnte.

Eben gerade waren jedoch in einer kleinen Wolkenlücke Mond und Jupiter zu sehen. Jupiter steht ca. 7° Grad rechts (westlich) vom Mond.

Hier ein aus der freien Hand geschossenes Übersichtsbild der beiden:

Mond und Jupiter (oben rechts Nähe Bildrand) am 29.12.22 um 18:12 Uhr MEZ

Und hier mit stärkerem Zoom noch ein Bild des Mondes:

Der Mond am 29.12.22 um 18:14 Uhr MEZ.

Leider ist gleich wieder Regen angekündigt, mit einer schönen Beobachtungsnacht wird es also auch heute nichts.

Beide Bilder entsanden mit meiner Nikon Coolpix P950 Kamera, das erste bei 400mm Brennweite bei ISO100 und 1/6 Sekunde Belichtungszeit mit f/5, das zweite bei 2000mm Brennweite, ISO100 und 1/10sec Belichtungszeit bei f/6.5.