Sonntag, 27. September 2020

28. September - 4. Oktober 2020: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Der Mond beherrscht die ganzen Nächte mit seinem hellen Leuchten. Von den Planeten sind Jupiter und Saturn zunächst im Süden/Südwesten zu sehen, Jupiter geht bereits vor Mitternacht unter, Saturn folgt ihm etwas später. Der Mars geht vor 20 Uhr im Osten auf und ist praktisch die ganze Nacht über zu sehen. Am Morgen ab ca. 4:00 Uhr steigt die Venus als strahlender Morgenstern im Osten auf. Die Fernrohrplaneten Uranus und Neptun können ebenfalls fast die ganze Nacht beobachtet werden. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen gut zu beobachten.

 Am Montag, den 28. September, geht die Sonne um 7:21 Uhr auf und um 19:08 Uhr unter, die Tage sind jetzt deutlich kürzer als 12 Stunden. Der Mond geht um 18:34 Uhr auf und ist zu 92 Prozent beleuchtet. Zwischen 20:12 Uhr und 20:18 Uhr fliegt die ISS fast exakt über Bad Lippspringe hinweg, um 20:15:53 Uhr fliegt sie mit 89° Grad Höhe fast genau durch den Zenit.

Am Dienstag, den 29. September, steigt die ISS um 21:00 Uhr im Westen auf, um 21:05 Uhr verschwindet sie im Süden in 55° Grad Höhe im Erdschatten. Nach Sonnenuntergang sind bei Jupiter bis 20:11 Uhr nur drei Monde zu sehen, Europa wandert vor dem Planeten vorbei, von 19:58 Uhr bis 22:49 Uhr fällt dabei Europas Schatten auf den Planeten.

Am Mittwoch, den 30. September, fliegt die ISS zwischen 20:14 Uhr und 20:19 Uhr in maximal 71° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Der schon zu 99 Prozent beleuchtete, fast volle Mond zeigt heute Abend auch maximale Libration in Breite, so dass sein Nordpol sichtbar wird. Bei Jupiter wird der Mond Ganymed bis 21:58 Uhr verfinstert.

Am Donnerstag, den 1. Oktober, ist exakt um 23:05 Uhr Vollmond. Die ISS fliegt zwischen 19:26 Uhr und 19:34 Uhr in maximal 82° Grad Höhe sehr hoch über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 2. Oktober, fliegt die ISS zwischen 20:16 Uhr und 20:21 Uhr in nur noch maximal 44° Gard Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Der Mond steht am Abend nur 4° bis 5° Grad vom Mars entfernt.

Am Samstag, den 3. Oktober, geht in der Frühe die Venus (-4.1mag) nur 6' Bogenminuten südlich an Regulus (1.3mag) vorüber.  Die ISS fliegt zwischen 19:28 Uhr und 19:36 Uhr in maximal 57° Gard Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Ab 19:39 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Io über den Planeten.

Am Sonntag, den 4. Oktober, kommt es zwischen 1:46 Uhr und 2:53 Uhr zu einer Bedeckung eines 4.5mag hellen Sterns durch den Mond. Am Abend geht der Mond, immer noch zu 92 Prozent beleuchtet, um 20:10 Uhr auf. Die ISS fliegt zwischen 20:18 Uhr und 20:23 Uhr in maximal 22° Grad Höhe nur noch knapp oberhalb von Jupiter und Saturn über unseren Abendhimmel hinweg.


Samstag, 26. September 2020

26. September 2020: International Observe the Moon Night

 Heute veranstaltet die NASA zum wiederholten Male eine "International Observe the Moon Night", eine internationale "Beobachte den Mond"-Nacht. 

Leider ist das Wetter hier bei uns bewölkt. Und wegen der Corona-Pandemie fallen viele eigentlich geplante Veranstaltungen aus oder finden nur virtuell statt.

Der Deutschlandfunk berichtet über diese "Internationale Nacht des Mondes".

Hier geht es zur offiziellen Webseite der NASA für diese Aktion, ab 23:30 Uhr gibt es dort auch eine Live-Sendung von NASA TV:

https://moon.nasa.gov/observe-the-moon-night/

Wer etwas Englisch kann, für den hat die NASA hinter dem folgenden Link zehn Tipps bereit, bei dem schlechten Wetter hier passt für uns am besten wohl Tipp 4 "Relax on your couch":

 https://moon.nasa.gov/observe-the-moon-night/participate/10-ways-to-observe-the-moon/

 Und wer gerne schöne Mondfotos anschauen möchte, dem sei dieses kleine Ebook von Robert Reeves empfohlen (auch auf englisch).


Die Jahrbücher für 2021 sind da!

In den Geschäften fängt es schon wieder an mit "Weihnachten".  Astronomisch haben wir zwar gerade erst Herbstanfang gehabt, aber an vielen Orten gibt es schon Spekulatius-Gebäck, Adventskalender oder auch Weihnachtsmänner aus Schokolade.

Und so sind jetzt auch schon die astronomischen Jahrbücher für 2021 erschienen.

Natürlich gibt es viele Informationen auch online, tagesaktuell. Für mich machen die Jahrbücher jedoch immer noch großen Sinn. Sie beschreiben viele Ereignisse, die am Himmel passieren, ausführlich im vorraus. Dies hilft bei der Planung, wann es was am besten zu beobachten gibt. Dies kann bei der Vorbereitung gut helfen:

Wann lohnt sich eine Wochenendreise in einen dunklen Sternenpark? Wann gibt es dazu eine geeignete Zeit um Neumond herum? Wann stehen im nächsten Jahr die Planeten gut beobachtbar am Himmel? Gibt es vielleicht ganz besondere Ereignisse, wie Mond- oder Sonnenfinsternisse?

Für mich zählen dabei nicht nur die Daten und Fakten allein, für mich beginnt damit auch immer schon die Zeit der Vorfreude auf all das, was demnächst kommen wird. Und bekanntlich zählt die Vorfreude zu den schönsten Freuden auf dieser Erde.

Hier eine kurze Beschreibung meiner Lieblingsbücher:

Das Kosmos Himmelsjahr 2021


Dieses Buch erscheint schon seit 111 Jahren. Die Textzusammenstellung in diesem Jahr stammt von Hans-Ulrich Keller und Erich Karkoschka. Auf der zugehörigen Webseite des Verlages heisst es: Kalenderdaten: Der Beginn der Jahreszeiten, alle Fest- und Feiertage sowie chronologische Angaben. Sonne und Mond: Auf- und Untergangszeiten, Stellung im Tierkreis, tägliche Mondphasen und Finsternisse. Planetenlauf: Bahn der Planeten durch die Sternbilder, wann man sie sehen kann und wo sie sich treffen. Sterne und Sternbilder: Mit übersichtlichen Sternkarten, ausführlichen Beschreibungen und Fernrohrtipps. Monatsthemen: spannende Berichte über astronomische Phänomene im Alltag und die Rätsel des Weltalls. Himmlisches Highlight im Jahr 2021: Die partielle Sonnenfinsternis am 10. Juni.

Mich überzeugt dieses Buch seit Jahren durch die vielen schönen Grafiken, welche zum Beispiel auf besondere Konstellationen am Himmel hinweisen. Schnell kann man erkennen, wie dicht manchmal die Mondsichel neben den Planeten entlang zieht. 

Für jeden Monat gibt es ausführliche Beschreibungen, ob und wo die Planeten sichtbar sein werden, wann sie auf- oder untergehen. Gerade für Anfänger in der astronomischen Himmelsbeobachtung können diese Hinweise sehr hilfreich sein. Und auch den erfahrenen Beobachtern geben sie eine erste Orientierung.

Sehr lehrreich sind auch die zusätzlichen Aufsätze ("Monatsthemen"), in denen entweder auf konkrete Ereignisse ausführlicher eingegangen wird (z.B. "Die ringförmige Sonnenfinsternis vom 10. Juni 2021") oder auch wichtige Themen des zurückliegenden Jahres eingegangen wird (z.B. "Beteigeuze - mächtiger Riese am Firmament"). 

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Ein zweites Buch aus dem Kosmos Verlag gehört ebenfalls zu meinen Favoriten: 

Der Sternenhimmel 2021


Auch dieses Buch erscheint schon im 81. Jahrgang. Zur Zeit wird es geschrieben von Hans Roth, einem Amateurastronomen aus der Schweiz. Leider ist dieses Buch mit 36,00 Euro schon deutlich teurer als das Himmelsjahr.

Dieses Buch sieht für viele Anfänger wohl zunächst etwas "langweilig" aus, enthält es doch lange nicht so viele Bilder wie das Himmelsjahr. Für mich ist es jedch eine wahre "Fundgrube": Enthält es doch für jeden Tag des Jahres ein Auflistung besonderer Ereignisse, und dieses zeitlich sortiert auf die Minuten genau. Für eine detailliertere Vorbereitung auf bestimmte Ereignisse aus meiner Sicht jedoch unbedingt notwendig. Ich benutze gerade dieses Buch häufig für meine wöchentliche Himmelsvorrausschau. Hier findet man zum Beispiel genau die Daten von wann bis wann der Schatten eines Jupitermondes über den Planeten zieht.

Auch enthält es weitaus detailliertere Informationen über die Bewegung des Mondes, der Planeten und insbesondere Kleinplaneten als das Himmelsjahr. Das Buch wird ergänzt durch eine eigene Webseite, auf der man ggf. auch Fehlerberichtigungen findet: https://www.sternenhimmel.info

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Erlaubt mir noch eine Bitte zum Schluss:

Wenn Ihr Euch diese Bücher zu Weihnachten wünscht - oder auch jetzt schon gleich kaufen wollt - unterstützt bitte auch Euren örtlichen Buchhandel! Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass Arbeit und Arbeitsplätze auch hier am Ort bleiben. Und nur wenn diese Bücher auch hier lokal bestellt und nachgefragt werden, werden sie auch hier im Regal stehen - und so vielleicht den einen oder anderen, der sich bislang noch nicht so sehr für die Astronomie interessiert hat, von unserem schönen Hobby überzeugen!

Freitag, 25. September 2020

25. September 2020: Der Mond hinter Wolken

 Heute Abend ist es leider stark bewölkt. Doch für einen kleinen Moment war wenigtens etwas vom Mond zu sehen:

Mond am 25.9.2020, 21:45 Uhr, Nikon P950, f/6.3, 1/13 sec, ISO-180, 268mm (entspr. 1500mm Kleinbild)

 

Ich wünsche allen Freunden meines Blogs noch einen  schönen Abend und ein erholsames Wochenende!

19. September 2020: ISS und Nordamerikanebel

 Endlich bin ich dazu gekommen, noch ein paar weitere Astroaufnahmen aus der Kamera zu holen und sie zur Veröffentlichung hier im Blog aufzubereiten. Alle Bilder enttanden am 19. September.

Zunächst "ein" Foto vom Überflug der ISS an diesem Abend:

Strichspur der ISS über den Südhimmel

Ich muss zugegeben, ich habe im Computer gnadenlos den Kontrast hochgeregelt´und den Himmel abgedunkelt, um dieses Foto so darzustellen.

Außerdem ist es in Wirklichkeit gar nicht ein einziges Foto, sondern zusammengesetzt aus vier Bildern, die jeweils dreißig Sekunden belichtet wurde. Das "Zusamensetzen" habe ich mit der Software "Sequator" gemacht. Ein einfach zu erlernendes Programm für das "Stacken", also zusammensetzen von Sternfeldaufnahmen.

Die Einzelbilder sahen eher so aus:

Einzelbild, Canon 5D Mark II, 20mm, f/2, ISO800, 30sek

Unterhalb der ISS ist der hellste "Stern" unser Planet Jupiter, etwas weiter nach links ist Saturn zu sehen. Über den beiden und der Spur der ISSist sogar andeutungsweise die Milchstrasse zu erkennen.

Und hier noch ein anderes Bild der Milchstrasse. So sieht sie zur Zeit bei uns gegen 22 Uhr im Zenit (also genau über unseren Köpfen) aus:

Milchstrasse rund um Deneb im Schwan (Canon 5D Mark II, 50mm, f/2.5, ISO-3200, 30sec, LX3-Nachführung, Stack aus 20 Aufnahmen)

 Deneb, der hellste Stern des Schwan steht etwas rechts von der Mitte des Bildes. Für dieses Bild wurden zwanzig Einzelbilder gestackt. Schaut man sich dieses Bild in der Vergrößerung etwas genauer an, erkennt man sofort, dass selbst teure "APO"-Objektive nicht vor Abbildungsfehlern gefeit sind. Nur in der Bildmitte sind die Sterne wirklich punktförmig, je weiter man nach außen kommt, desto eher ähneln die Sterne davonfliegendenden Schwalben. 

Durch das Zusammensetzen der Bilder werden hier übrigens Sterne sichtbar, die nur 12mag Helligkeit oder ogar noch weniger haben. Man kann also schon wirklich "tief" in den Himmel hineinschauen, "deep-sky" also.

Hier noch ein fast 1:1 Ausschnitt aus dem Bild mit einer kleinen Erläuterung. NGC7000 ist die Bezeichnung für den sog. "Nordamerikanebel". Erkennen Sie die Ähnlichkeit?

Deneb und Nordamerikanebel

Der "Nebel" ist im Gegensatz zu den bekannten Landkartenbildern etwas nach vorne oder unten gekippt, aber der "Golf von Mexiko" ist gut zu erkennen.


Sonntag, 20. September 2020

21.-23. September: "Mit Mundschutz in die Schwerelosigkeit"

Seit ein paar Tagen steht ein ganz besonderes Flugzeug bei uns.  Ein Flugzeug im Dienst der Wissenschaft mit einem ganz speziellen Auftrag, bei uns auf dem Paderborner Flughafen:

     
In der hintersten Ecke des Flughafens habe ich den Flieger entdeckt.


"Air Zero G"


"Zero G" steht für "Null Schwerelosigkeit". Diese spezielle "Königen der Lüfte" wird für "Parabelflüge" verwendet. 

Normalerweise startet sie von Frankreich aus, sie ist ja auch in Frankreich registriert "F - WNOV" lautet die Kennung dieser Maschine.

Genutzt wird sie von der DLR, dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt. Die DLR hat aus Anlaß der Standortverlagerung nach Paderborn eine ausführliche Presseerklärung veröffentlicht, in der auch geplante Experimente an Bord beispielhaft vorgestellt werden.

Hier eine kurze Zusammenfassung der DLR-Meldung:

  • Der für Anfang September geplante Parabelflug in Bordeaux findet nun aufgrund der stark gestiegenen Anzahl an Covid-19-Infektionen in Frankreich vom 16. bis zum 24. September 2020 vom Flughafen Paderborn-Lippstadt Airport statt.
  • An drei geplanten Flugtagen sollen acht technologische, physikalische und materialwissenschaftliche Experimente von Wissenschaftsteams aus ganz Deutschland durchgeführt werden.
  • Neben der Durchführung der Kampagne in Deutschland sorgen zahlreiche Sicherheitsvorkehrungen auf dem Parabelflug für Sicherheit.
  • Schwerpunkt: Raumfahrt

In einem weiteren Artikel stellt die DLR den Nutzen dieser Experimente insbesondere im Vergleich zum Experimentieren auf der Internationale Raumstation (ISS) dar. Auf dieser Seite findet man auch weitere Informationen zu Parabelflügen und Broschüren zum download.

Vom 21. bis 23. September sollen die Parabelflüge über dem Atlantik stattfinden. Es wird spannend sein, diese jeden Tag ab etwa 9:30/10:00 Uhr über die Webseite Flightradar zu verfolgen.

**********  Ergänzung vom 21. September **********************

 So sieht die Aufzeichnung des Fluges bei Flightradar aus (das Flugzeugt ist zunächst von Paderborn zu einem kleinen Industrieflughafen in der Nähe von Paris geflogen. Danach begann der eigentliche Parabelflug über dem Atlantik:

(c)flightradar24.com

 

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Der Flieger selbst ist übrigens schon "uralt". Der Airbus gehörte ursprünglich der DDR-Fluggesellschaft "Interflug", von 1991 bis 2011 wurde das Flugzeug dann unter dem Namen "Konrad Adenauer" von Bundespräsidenten und Bundeskanzler(in) genutzt.

Wenn Sie zuviel Geld haben, können Sie sich übrigens auch eine Parabelflug kaufen. In Orlando, USA gibt es die ab ca. 11.998 €, ab Russland sogar schon zum Schnäppchenpreis von 5.900 €.

21. - 27. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Herbstanfang, die Nächte sind jetzt wieder länger als der Tag. Der Mond nimmt Abend für Abend wieder zu. Von den großen Planeten sind Jupiter und Saturn nach Sonnenuntergang im Süden zu sehen, beide Planeten können bis nach Mitternacht beobachtet werden. Mars geht gegen 20:30 Uhr im Osten auf und ist praktisch die ganze Nacht über zu beobachten. Die Venus ist ab ca. 3:30 Uhr strahlender Morgenstern. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 21. September, geht die Sonne und 7:10 Uhr auf und um 19:25 Uhr unter. Der Mond ist zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 21:34 Uhr unter. Zwischen 20:54 Uhr und 20:58 Uhr zieht die ISS in maximal 51° Grad Höhe (oberhalb von Atair im Adler) hoch über unseren Abendhimmel.

Am Dienstag, den 22. September, ist Herbstanfang. Heute um 15:30 Uhr erreicht die Sonne den Himmelsäquator und wandert dann weiter nach Süden, so dass bei uns die Nächte wieder länger dauern als die Tage. Monduntergang ist heute um 22:06 Uhr. Bei Jupiter wird ab 19:49 Uhr der Mond Kallisto verfinstert und bis 20:12 Uhr wandert noch der Schatten von Europa über den Planeten. Zwischen 20:06 Uhr und 20:12 Uhr zieht die ISS in maximal 39° Grad Höhe (unterhalb von Atair im Adler) über unseren Abendhimmel. Beim nächsten Erdumlauf steigt sie ab 21:42 Uhr kurz im Westen in Richtung Wega fliegend auf, verschwindet aber schon um 21:45 im Erdschatten.

Am Mittwoch, den 23. September,  zieht zwischen 20:55 Uhr und 21:00 Uhr die ISS in maximal 77° Grad Höhe (quer durch das Sternbild Leier) über unseren Abendhimmel hinweg. Der Mond geht um 22:48 Uhr unter. Abends steht Saturnmond Tethys in westlicher Elongation.

Am Donnerstag, den 24. September, steht der Mond am Abend in der Nähe von Jupiter. Er hat bereits am frühen Morgen um 3:55 Uhr das Erste Viertel erreicht, jetzt am Abend ist er dann zu 57 Prozent beleuchtet und geht um 23:41 Uhr unter. Er zeigt maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht weit ab vom Mondrand. Zwischen 20:07 Uhr und 20:14 Uhr zieht die ISS in maximal 65° Grad Höhe (quer durch das Sommerdreieck) über unseren Abendhimmel. Abends steht Saturnmond Tethys in östlicher Elongation und Mond Titan zieht südlich am Planeten vorüber. Um 21:55 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe, Ios Schatten wandert ab 23:11 Uhr über die Planetenscheibe.

Am Freitag, den 25. September, ist der Mond an Jupiter vorbei gezogen und steht südlich von Saturn, er geht erst deutlich nach Mitternacht unter. Abends steht Saturnmond Tethys in westlicher Elongation. Jupitermond Io wird bis 22:35Uhr von Jupiters Schatten verfinstert. Die ISS steigt ab 20:57 Uhr genau im Westen steil auf und fliegt um 21:01 Uhr direkt über Bad Lippspringe hinweg, fliegt also in 90° Grad Höhe genau durch den Zenit über unseren Köpfen. Auf "halber Höhe" Richtung Osten verschwindet sie dann im Erdschatten.

Am Samstag, den 26. September, ist der Mond am Abend zu 77 Prozent beleuchtet. Zwischen 20:09 Uhr und 20:16 Uhr fliegt die ISS noch einmal mit fast 86° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg. Um 22:49 Uhr bedeckt der Mond ein 7.2mag schwach leuchtendes Sternchen (SAO 189613). Die NASA ruft heute auf zu einer "International Observe the Moon Night".

Am Sonntag, den 27. September, ist der Mond am Abend schon zu 85 Prozent beleuchtet. Um 23:25 Uhr bedeckt er den 4.7mag hellen Stern eta im Steinbock. Die ISS fliegt zwischen 20:58 Uhr und 21:03 Uhr in maximal 82° Grad Höhe sehr hoch über unsere Stadt hinweg.