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Samstag, 7. Februar 2015

6. Februar: Ganz viel los am Himmel

Der Tag fing ja schon gut mit dem Sonnenaufgang an, tagsüber nur ab und an mal kleine Wolken, und jetzt auch am Abend richtig klar. Das konnte ich endlich mal wieder ausgiebig für einen Beobachtungsabend nutzen.

Schon gleich nach Sonnenuntergang fiel mir die Venus auf, hell strahlend im Westen. Über ihr war ab 18 Uhr auch der Mars zu erkennen. Hier ein Foto der beiden:

Venus (Bildmitte) und Mars (oben, dicht am linken Baum) in der Abenddämmerung (58mm, f/4, 1/8sec, ISO-1600)

Im Fernrohr sieht die Venus zur Zeit recht rund aus. Manchmal zeigt sie ja auch eine Sichelgestalt, ähnlich wie der Mond. Da sie zur Zeit jedoch relativ dicht am Horizont steht, zeigt sie bedingt durch die Lichtbrechung an den Luftschichten in der Atmosphäre kein klares, ruhiges Bild, so dass ich auf ein größeres Foto verzichtet habe.

Gegenüber von Venus und Mars im Osten war inzwischen auch schon Jupiter aufgegangen. Hier auch ein Foto:

Jupiter zwischen den Bäumen tief im Osten. (105mm, f/4, 2sec, ISO-1600)
So früh am Abend schaut auch noch Jupiter nur zwischen den Zweigen der Bäume hindurch. Links die Sterne gehören übrigens zum Kopf des Löwen. Wenn der Löwe am frühen Abend aufgeht, ist das Frühjahr nicht mehr weit. Doch heute Abend sollte es erst mal wieder richtig kalt werden. Im Laufe der Nacht sollen die Temperaturen auf -6°C absinken, dazu war es recht windig, so dass einem die gefühlte Temperatur noch deutlich kälter vorkam.

Um 19:42 Uhr sollte es heute Abend einen Iridiumflare geben. Die Iridium-Satelliten haben große Sonnensegel, die je nach Sonnenstand und Bahnverlauf das Licht der Sonne hell reflektieren können. Das sieht dann von der Erde fast so aus wie eine Sternschnuppe, nur etwas langsamer vielleicht, da dies Aufleuchten viele Sekunden dauert und Sternschnuppen meist doch wesentlich schneller verglühen.

Dieser Iridiumflare sollte in der Nähe des Sternbilds Orion aufleuchten. Während ich meine Kamera einstellte und Testaufnahmen machte, hatte ich plötzlich diese Spur in meinem Bild:

Orion und Satellitenspur um 19:25 Uhr MEZ (50mm, f/4, 30sec, ISO-1600)
Das Sternbild Orion befindet sich in der rechten Bildhälfte. Durch die lange Belichtungszeit von 30 Sekunden zeigen die Sterne schon kleine Spuren am Himmel (bedingt durch die Drehung der Erde!). und man sieht auch viel mehr Sterne als mit dem bloßem Auge, denn so lange belichtet ist ein Kamerachip viel empfindlicher als das menschliche Auge.

Was mag das für ein Satellit gewesen sein? Auf der Webseite heavens-above kann man dies für hellere Satelliten heraus finden. Von der Bahn und Uhrzeit her kann dies nur eine Cosmos 2360 Raketenstufe sein. Sie kreist in über 800 Kilometern über der Erde, in diesem Moment war sie gerade dabei über die Türkei Richtung Schwarzes Meer zu fliegen.

Ein weiteres Testphoto zeigte eine etwas andere Spur:

Flugzeug im Anflug auf Orion um 19:39 Uhr  (50mm, f/4, 15 sec, ISO-1600)
Diese Spur ist nicht so gleichförmig wie die eines Satelliten, stattdessen kann man das mehrfache Blinken der Positionslampen des Fliegers in den 15 Sekunden Belichtungszeit feststellen. So kann man leicht Flugzeuge von Satelliten unterscheiden.

 Doch jetzt endlich zum Iridiumflare:

Iridiumflare um 18:42 Uhr (30sec belichtet, sonstige Daten wie oben)
Deutlich lässt sich erkennen, wie der Flare zunächst immer heller wird und dann die Intensität wieder zurück geht. Rechts neben Orion ist noch eine Satellitenspur zu erkennen. Diese ist jedoch recht schwach. Heavens-above erwähnt in der Nähe von Orion den Satelliten Cosmos 2322, der ebenfalls in über 800 Kilometern über die Erde kreist und sich i diesem Moment gerade über Süditalien befunden hat.

Der Flare wurde ausgelöst durch den Satelliten Iridium-3, dieser kreist in ca. 777km Höhe um die Erde. Im Moment des Flares war er von mir genau 1077 km entfernt. Aufgeleuchtet hat die rechte Antenne. 27 Kilometer weiter westlich, etwa in Rietberg, wäre der Flare noch viel heller gewesen. Hier leuchtete er mit -2mag etwa so hell auf wie der Jupiter, in Rietberg hätte die Helligkeitsstufe -8mag betragen.

Jetzt galt es jedoch schnell die Kamera zu verstellen, denn ab 19:45 Uhr sollte die ISS am Himmel zu sehen sein. Die ISS fliegt deutlich niedriger als die vorgenannten Satelliten. Sie umkreist in etwa 400 Kilometern Höhe die Erde. Der heutige Überflug sollte jedoch nicht spektakulär sein, denn sie würde nur kurz im Südwesten vom Horizont kommend aufsteigen und eine maximale Höhe von 16° im Südsüdwesten erreichen, bevor sie nach nur zwei Minuten wieder im Erdschatten verschwindet. Das ist nicht viel. Und dummerweise steht genau in der Himmelsrichtung, in der die ISS aufsteigen soltle auch noch die einzige helle Straßenlaterne weit und breit. Trotzdem gelang mir das folgende Foto mit einer Strichspur der ISS:

Die ISS flach über dem Horizont um 19:48 Uhr. (50mm, f/2, 20sec, ISO-200)
 Beinahe hätte ich sie wegen der Gartenhecke meines Nachbarn gar nicht erwischt. Ich hätte vielleicht auf dem Grundstück viel weiter nach hinten gehen müssen, doch ich fürchtete, dann hätte mir die Straßenlaterne das Bild zu sehr beeinträchtigt. Auf dem nächsten Bild (Ausschnittvergrößerung), das nur wenige Sekunden nach dem ersten entstand, sieht man nur noch eine kleine schwache Spur, da die ISS gerade in den Schatten der Erde eintaucht.

Die ISS verschwindet im Erdschatten, 19:49 Uhr, (ansonsten Daten wie oben)

Doch jetzt sollte das Hauptereignis des Tages kommen: eine Bedeckung des Jupitermonds Ganymed durch den Jupitermond Europa. Die Erde befindet sich zur Zeit ziemlich genau in der Äquatorebene des Gasplaneten Jupiter. Weil die Jupitermonde in dieser Ebene um Jupiter kreisen, kommt es von uns aus gesehen in diesem Frühjahr zu vielen gegenseitigen Bedeckungen der Monde.

Die Bedeckung sollte nicht vollständig (total) sein, sondern die Monde würden sich nur teilweise (partiell) sein. Um dieses Ereignis zu beobachten braucht man am besten ein kleines Fernrohr. Im Fernglas (bzw. bei schwacher Vergrößerung) würden die beiden Monde sehr schnell zu einem verschmelzen. Bei größerer Vergrößerung wird natürlich auch der Abstand zwischen den beiden Objekten vergrößert, man kann sie länger getrennt erkennen.

Es war sehr spannend, die Annäherung der beiden Monde in verschiedenen Geräten zu beobachten, dann das "Verschmelzen", zeitweise sahen beide Monde eher aus wie eine helle, liegende Acht; und danach natürlich auch wieder das Auseinanderlaufen. Während sich Europa auf Jupiter zu bewegt, entfernt sich Ganymed vom Planeten. Ganymed ist dabei der etwas größere und hellere Mond. Die beiden anderen schon von Galileo entdeckten Monde stehen heute Abend auch auf der gleichen Seite von Jupiter. Io steht zwischen dem Planeten und dem Paar Ganymed/Europa. Kallisto befindet sich weiter entfernt als die beiden Hauptakteure des Abends.

Hier eine Sequenz von Bildern zu diesem Ereignis:

Bild 1, entstanden um 18:17 Uhr

Bild 2, entstanden ca. 19:25

Bild 3, entstanden ca. 20:00 Uhr

Bild 4, entstanden ca. 20:30 Uhr

Leider habe ich nicht bedacht, die Uhrzeit der Kamera zu justieren. Die erste Zeit sollte noch stimmen, doch zwischendurch hatte ich die Batterie nachgeladen, dadurch stimmen die im Bild eingebetteten EXIF-Zeiten leider gar nicht. Doch ich hoffe, die Spannung des Ereignisses lässt sich ein wenig nachvollziehen.

Zu guter Letzt noch ein weiteres Foto mit zwei Objekten, die ich heute Abend ebenfalls beobachtet habe:

Andromedagalaxie und Komet Lovejoy C/2014 Q2

Der Komet Lovejoy C/2014 Q2 wird langsam lichtschwächer, zur Zeit hat er etwa 5mag. Er ist der grüne, etwas verwaschene Punkt links oben im Bild. Er steht nicht weit entfernt vom Stern Almaak, ein schöner Doppelstern im Sternbild Andromeda. Der etwas hellere, weiße leicht ausgfranste Fleck unten, etwas links von der Bildmitte, ist die Andromedagalaxie. Sie ist von uns ca. 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Und oben rechts kann man noch die hellen Sterne des Sternbild Cassiopeia erkennen.

Ich habe noch einiges mehr beobachtet, doch diesem Bild möchte ich meinen Bericht einer wunderschönen Sternennacht beenden. Abende wie diesen sollte es öfter geben.

Samstag, 24. Januar 2015

26. Januar - 1. Februar 2015: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche dominiert der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den Planeten ist am Abendhimmel die Venus tief im Westen bis gegen 18:30 Uhr zu sehen, Mars geht eine gute Stunde später unter. Jupiter ist ab etwa 18:15 Uhr die ganze restliche Nacht über sichtbar und Saturn geht etwa um 4:15 Uhr im Osten auf. Der Komet Lovejoy C/2014 Q2 kann durch das helle Mondlicht bedingt am Abend nicht mehr so gut beobachtet werden. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu sehen.

Am Montag, den 26. Januar, geht die Sonne um 8:13 Uhr auf und um 17:02 Uhr unter. Am Abend bleiben die Tage jetzt schon merklich etwas länger hell. Vorher kommt es um 6:12 Uhr wieder zu einer gegenseitigen Bedeckung von Jupitermonden, diesmal bedeckt Ganymed den Mond Europa.

Am Dienstag, den 27. Januar, erreicht der Mond um 5:48 Uhr das Erste Viertel, zu sehen ist er jedoch erst am Abendhimmel. Der Mond ist heute Abend zu rund 46% beleuchtet, er geht erst um 1:00 Uhr nach Mitternacht unter. Am Abend wandert Jupitermond Io von 18:46 Uhr bis 20:49 Uhr vor der Jupiterscheibe entlang. Ios Schatten wandert mit ca. 15-minütiger Verzögerung über die Planetenscheibe hinweg.

Am Mittwoch, den 28. Januar, wird am frühen Morgen gegen 7:19 Uhr Jupitermond Io von Europa verfinstert. Am Abend gibt es um 18:42 Uhr im Süden deutlich unterhalb des Mondes in 39° Grad Höhe mit -7mag einen sehr hellen Iridiumflare zu beobachten. Der Mond zeigt heute maximale Libration in Breite, das Mare Crisium steht randfern.

Am Donnerstag, den 29. Januar, steht der Mond am Abend nur 1° (zwei Vollmonddurchmesser) entfernt von Aldebaran, dem hellste Stern im Sternbild Stier.

Am Freitag, den 30. Januar, steht Kleinplanet Juno in Opposition zur Sonne, ist also auch die ganze Nacht über zu beobachten. Er steht etwas westlicher und südlicher als Jupiter im Sternbild Wasserschlange. In der Frühe um 4:45 Uhr erreicht der Komet Lovejoy C/2014 Q2 sein Perihel, d.h. den sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Aber ob er angesichts des hellen Mondlichts zu sehen sein wird? Er befindet sich am Rande des Sternbilds Dreieck, nicht weit von Andromeda und Perseus.

Am Samstag, den 31. Januar, zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus um 1:31 Uhr wieder ein Helligkeitsminimum. Am Abend wird um 20:33 Uhr Jupitermond Io zunächst von Europa verfinstert und 14 Minuten später dann von ihm partiell (etwas mehr als die Hälfte) bedeckt.

Am Sonntag, den 1. Februar,  bedeckt der Mond fast volle Mond (95% beleuchtet) um 19:31 Uhr den relativ hellen Stern lambda Geminorum (3,6mag) in den Zwillingen. Mit einem Fernglas sollte dieses Ereignis leicht zu verfolgen sein. Der Stern wird am dunklen Mondrand auf der Ostseite des Mondes plötzlich "ausgeknipst".

Sonntag, 18. Januar 2015

19. - 25. Januar 2015: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist am Dienstag Neumond, danach nimmt er wieder zu, stört aber mit seiner Helligkeit bis zur Mitte der Woche nur wenig. Noch sind also die Bedingungen zur Sichtung des Kometen Lovejoy günstig. Der Komet kann im Sternbild Widder, etwas östlich vom Stier und den Plejaden gefunden werden. Zu Beginn der Woche kann vielleicht Merkur noch in der Nähe der Venus gefunden werden. Beide gehen bald nach 18 Uhr im Westen unter. Mars geht gegen 20 Uhr unter. Jupiter nähert sich seiner Oppositionsstellung und geht gegen 18:30 Uhr über der Egge auf. Saturn geht am morgen immer früher auf, diese Woche ist er schon ab etwa 4:20 Uhr im Osten zu sehen. Die ISS ist diese Woche noch bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 19. Januar, geht die Sonne um 8:22 Uhr auf und um 16:50 Uhr unter. Damit ist der helle Tag im Vergleich zur Vorwoche am Morgen sechs Minuten länger und am Abend sogar 12 Minuten länger als noch vor einer Woche. Die ISS kann heute früh zwischen 7:27 Uhr (Aufgang bei Jupiter) und 7:34 Uhr (in der Nähe der hauchdünnen Mondsichel) im Osten gesehen werden. Sie erreicht eine maximale Höhe von 49° Grad. Abend steht Mars (1,8mag) weniger als einen Monddurchmesser unterhalb von Neptun (8mag). Fernrohrbesitzer haben so einmal eine Möglichkeit, vielleicht diesen fernen Planeten zu sehen. In aller Herrgottsfrühe um 3:30 Uhr bedeckt der Jupitermond Ganymed den Mond Europa. Zusätzlich fällt der Schatten von Ganymed von 2:50 Uhr bis 5:53 Uhr auf die Jupiterscheibe. Am Abend trifft sich um 19:30 Uhr die "Beobachtergruppe" an der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus.

Am Dienstag, den 20. Januar, ist Neumond, exakt um 14:14 Uhr. Die ISS tritt heute um 6:36 Uhr oberhalb von Jupiter (im Kopf des Sternbilds Löwe) aus dem Erdschatten heraus, erreicht dann sogar 65° Grad Höhe und verschwindet um 6:43 Uhr im Osten. Am Abend fällt bis 21:03 Uhr der Schatten von Europa auf die Jupiterscheibe.

Am Mittwoch, den 21. Januar, fliegt die ISS zwischen 7:20 Uhr und 7: 27 Uhr in nur noch maximal 30° Grad Höhe über unseren Himmel entlang. Vorher wird ab 4:49 Uhr Jupitermond Io von Europa verfinstert, ab 5:34 Uhr findet sogar eine Bedeckung statt. Am Abend geht die nur zu 2% beleuchtete Mondsichel um 18:37 Uhr unter, wahrscheinlich ist sie heute noch nicht zu sehen. Wenn doch befindet sie sich etwa eine Mondbreite oberhalb und gut zwei Monddurchmesser rechts (westlich) von Merkur.

Am Donnerstag, den 22. Januar, fliegt die ISS zwischen 6:30 Uhr und 6:36 Uhr in maximal 42° Grad Höhe über unseren Südost-Himmel entlang. Am Abend geht die zu 7 % beleuchtete Mondsichel um 19:58 Uhr unter. Heute befindet sich der Mond etwa auf halber Strecke zwischen Venus und Mars, auf der dunklen Seite des Mondes wird wieder das Erdlicht zu sehen sein. Um 18:43 Uhr kommt es zu einer Sternbedeckung eines mit 7mag nur schwach leuchtenden Sterns, zu dieser Beobachtung ist sicherlich mindestens ein Fernglas notwendig.  Danach sollte man den Kometen an dunklen Standorten sicherlich finden können.

Am Freitag, den 23. Januar, ist die ISS vielleicht noch einmal zwischen 7:13 Uhr und 7:19 Uhr tief im Südwesten zu sehen, sie erreicht eine maximale Höhe von 17° Grad über dem Horizont.

Am Sonnabend, den 24. Januar, ist die ISS zwischen 6:23 Uhr und 6:28 Uhr tief im Süden zu sehen.  Kurz danach wird um 6:46 Uhr Jupitermond Io von Kallisto verfinstert. Io befindet sich dabei gerade vor der Jupiterscheibe. Kallistos Schatten fällt schon ab 4:11 Uhr auf die Jupiterscheibe, Io läuft also praktisch n diesen Schatten hinein. Am Abend zwischen 19:52 Uhr und 19:Uhr wird Jupitermond Io von Kallisto verfinstert. Der Mond geht später um 22:38 Uhr unter.

Am Sonntag, den 25. Januar, geht der Mond abends um 23:55 Uhr unter. Zuvor, um 20:34 uhr kommt es zur Bedeckung des Sterns 73 im Sternbild Fische. 73 Pisc ist 6,2mag hell.

Samstag, 17. Januar 2015

17. Januar: Klarer Himmel am Abend!

Heute Abend war endlich mal wirklich klarer Himmel, keine Wolken und nur leichter Dunst. Da macht das Beobachten des Nachthimmels richtig Spaß, selbst wenn die Temperaturen auf Null Grad oder vielleicht sogar darunter abgesinken.

Die Sonne war um 16:46 Uhr untergegangen. Schon vor 17 Uhr konnte ich mit bloßem Auge die Venus im Westen leuchten sehen. Merkur war ab kurz nach 17 Uhr im Fernglas zu sehen und etwa ab 17:30 Uhr auch mit bloßem Auge. Auf praktisch gleicher Höhe wie die Venus, nur zwei Grad von ihr entfernt, war er leicht zu erkennen.
 
Hier ein Bild von Venus und Merkur in der Abenddämmerung:

Venus und Merkur in der Abenddämmerung am 17. Januar um 17:17 Uhr
Bei diesem Foto habe ich den Kontrast erheblich verstärkt, damit auch Merkur zu erkennen ist. Im Original ist er recht einfach zu sehen, in den verkleinerten Fassungen hier für das Web verschwand er dann jedoch zunächst.

Später habe ich dann natürlich auch den Kometen Lovejoy C/2014 Q2 gesucht. Er ist inzwischen weiter "in die Höhe" am Himmel gewandert, er stand heute am frühen Abend neben den Plejaden, also etwa auf gleicher Höhe wie diese, schon im Sternbild Widder.  Auch hier ein Foto:

Komet Lovejoy C/2014 Q2 am 17.1. um 18:56 MEZ
Auf diesem Foto ist neben den Plejaden und dem Komet auch noch ein aufleuchtender Satellitenflare zu sehen. Leider konnte ich bisher noch nicht herausbekommen, welcher Satellit zufällig in diesem Moment dort vorbeigeflogen ist. Ich habe zwar dazu schon im Internet recherchiert, doch leider kein passendes Objekt gefunden.

Mittwoch, 14. Januar 2015

13. Januar: Komet am Abend

Nach 23 Uhr klarte es noch einmal ein  bisschen auf. Orion war zuerst zu sehen, dann auch der Stier. und da sollte doch auch der Komet sein. Schnell den Ort rausgesucht, dann mit einem Fernglas in die entsprechende Richtung geschaut. Er sollte nicht weit von Hyaden und Plejaden entfernt sein.

Und da hatte ich ihn auch schon gefunden. Leider zogen immer wieder Wolken durch das Gesichtsfeld. Ich habe zunächst versucht, eine ganze Fotoreihe zu schießen, in der Hoffnung, irgendwann mal ein "wolkenfreies" Bild zu schießen. Doch es kam eher anders, die Wolken wurden immer mehr.

Hier das vielleicht beste Foto aus dieser Serie, der grüße Komet ist, denke ich , auf Anhieb zu erkennen:

Lovejoy C/2014 Q2 ist im unteren Teil des Buldes durch die grüne Farbe leicht zu erkennen
 Und für alle astronomischen "Laien" hier auch noch einmal mit kleinen Hinweisen:

Die Plejaden sind ein sog. "offener Sternhaufen" werden auch "Siebengestirn" genannt. Und die Hyaden sind eine in etwa V-förmig angeordnete Sternenstruktur. Dielinke, obere "Ecke" des V bildet der besonders helle Stern Aldebaran, auch das Auge des Stieres genannt.

Entstanden am 13.1.2015 gegen 23:30 Uhr

Sonntag, 11. Januar 2015

12. - 18. Januar: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond immer weiter ab und zieht sich in die frühen Morgenstunden zurück. Das gibt uns eine gute Chance, den Kometen Lovejoy C/2014 Q2 am Abendhimel aufzusuchen. Er ist an dunklen Orten (nicht aus unserer Stadt heraus) schon mit bloßem Auge als verwaschener grünlicher Punkt zu erkennen. Von den Planeten sind am Abend die Venus, vielleicht noch Merkur bis gegen 18 Uhr und der Mars im Westen bis gegen 19:30 Uhr zu finden. Jupiter strahlt von Ost nach West wandernd ab 19:30 Uhr praktisch die ganze Nacht am Himmel und Saturn geht ab ca. 5:00 Uhr im Osten auf. Die ISS ist bei prächtigen Überflügen am Morgenhimmel zu beobachten.

Am Montag, den 12. Januar, geht die Sonne um 8:28 Uhr auf und um 16:38 Uhr unter. Zum Vergleich: bei meinem Schwager in Berlin geht die Sonne um 8:12 Uhr auf und um 16:17 Uhr unter, da merkt man schon deutlich, dass Bad Lippspringe wesentlich wesentlicher liegt. Um 19:30 Uhr halte ich an der Sternwarte Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über die "Sternstunden 2014", über die astronomischen Highlights des vergangenen Jahres. Heute früh ist die ISS zwischen 7:01 Uhr und 7:07 Uhr am Morgenhimmel in maximal 62° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu beobachten.

Am Dienstag, den 13. Januar, geht der Mond im Letzten Viertel (exakt um 10:47 Uhr) um 0:37 Uhr auf, er ist in dieser Woche also am Abendhimmel gar nicht zu sehen. heute Abend stehen alle vier Jupitermonde auf der gleichen Seite. Um 20:35 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol um 20:35 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die ISS fliegt heute früh um 7:49 Uhr praktisch genau über unsere Stadt hinweg, sie steigt um 7:46 Uhr in der Nähe von Jupiter im Westen hoch hinauf und geht um ca. 7:53 Uhr im Osten unter.

Am Mittwoch, den 14. Januar, wird in der Frühe um 2:13 Uhr für sieben Minuten der Jupitermond Io vom Mond Europa verfinstert, d.h. der Schatten von Europa bedeckt zu rund einem Viertel die Oberfläche von Io. Von 3:21 Uhr bis 3:30 Uhr bedeckt dann Europa den Mond Io sogar zu 50 %. Die ISS fliegt dann zwischen 6:55 Uhr und 7:03 Uhr in maximal 82° Grad Höhe über unsere Stadt hinweg. Merkur erreicht heute in dieser Abendsichtbarkeitsperiode seinen größten Winkelabstand zur Sonne, da er sich ab heute wieder scheinbar auf die Sonne zu bewegt (also nach Westen)  und die Venus weiter nach Osten strebt entfernen sich beide Planeten am Himmel von einander, so dass er bald nicht mehr am Abendhimmel zu finden sein wird.

Am Donnerstag, den 15. Januar, zeigt der Mond am Morgen maximale Libration in Länger, der Krater Grimaldi ist randfern. Der morgendliche ISS-Überflug findet heute zwischen 7:45 Uhr und 7:54 Uhr statt, auch heute geht es wieder (fast) genau durch den Zenit, also direkt über unsere Stadt hinweg. Um 18:51 Uhr kommt es im Nordosten in 47° Grad Höhe zu einem hellen Iridiumflare (-5,2mag). In dieser relativ Gegend befindet sich übrigens das recht unscheinbare Sternbild "Giraffe". Am Abend sind die meiste Zeit nur drei Jupitermonde zu sehen, der Mond Kallisto wird bis 22:37 Uhr von Jupiters Schatten verfinstert und anschließend ab 22:53 Uhr von Jupiter ganz bedeckt.

Am Freitag, den 16. Januar,  ist in der Frühe die schmale Mondsichel nur ca. 3° Grad von Saturn entfernt. Heute früh fliegt die ISS bereits zwischen 6:50 Uhr und 6:55 Uhr direkt über unsere Stadt hinweg. Am Abend stehen alle Jupitermonde nun auf der anderen Seite im Vergleich zur Nacht auf den Mittwoch.

Am Samstag, den 17. Januar, sind in der Frühe zwischen 4:51 Uhr und 5:58 Uhr gleich zwei Schatten von Jupitermonden (von Io und Europa) auf seiner Oberfläche zu sehen. Zwischen 7:33 Uhr und 7:38 Uhr fliegt die ISS in maximal 72° Grad Höhe über unseren Südhimmel entlang von West nach Ost.

Am Sonntag, den 18. Januar,  können wir dank maximaler Libration in Breite auf der schmalen Mondsichel auch dessen Südpol sehen. Zwischen 6:43 Uhr und 6:48 Uhr fliegt die ISS in bis zu 80° Grad Höhe über unseren Südhimmel vorüber.Am Abend wandert ab 22:09 Uhr der Schatten von Io über die Jupiteroberfläche.

Donnerstag, 8. Januar 2015

7. Januar: Mond neben Jupiter

Am Abend des 7. Januar gab es gegen 22 Uhr  ein paar Lücken am Wolkenhimmel. Im Osten standen Jupiter und der abnehmende auf gleicher Höhe dicht nebeneinander. Ein sehr schöner Anblick, aber schwierig zu fotografieren, da der Mond schnell jedes gemeinsame Bild überstrahlt hätte.

Daher hier nur ein Bild des Mondes:

Der abnehmende Mond am 7. Januar gegen 22 Uhr



Bei Jupiter waren scheinbar nur zwei Monde zu erkennen. Kallisto befand sich bis 21:32 Uhr sowieso vor der  Jupiterscheibe. Aber Ganymed und Europa standen (oberhalb, westlich von Jupiter) so dicht nebeneinander, dass sie optisch gar nicht zu trennen waren.

Außerdem gelang mir zuvor gegen 17:15 Uhr auch noch ein Blick auf die Venus. Heute blieb es im Westen jedoch so dunstig, dass von Merkur gar nichts zu sehen war.

Und nach dem Blick auf den Mond und Jupiter konnte ich mit dem Fernglas auch noch Komet Lovejoy C/2014 Q2 recht schnell finden.  Doch bald danach zogen auch schon wieder neue Wolken am Himmel auf, so dass es nicht mehr für ein ordentliches Foto reichte.

Samstag, 3. Januar 2015

5. - 11. Januar 2015: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist am Montagmorgen Vollmond, danach zieht sich der abnehmende Mond langsam vom Abendhimmel zurück. Ab der zweiten Wochenhälfte kann daher wahrscheinlich sogar der Komet Lovejoy C/2014 Q2 mit bloßem Auge neben dem Sternbild Orion gefunden werden. Von den großen Planeten kann am Abendhimmel tief im Südwesten bald nach Sonnenuntergang bis ca. 17:30 Uhr die Venus gefunden werden. Nicht weit von ihr entfernt ist (vielleicht mit Fernglas) auch der Planet Merkur zu finden. Der Abstand beträgt nur etwa zwei Vollmondbreiten. Mars geht gegen 19:30 Uhr im Westen unter, zu dieser Zeit geht Jupiter im Osten auf und bleibt dann die ganze Nacht über als hellstes Objekt am Sternenhimmel (abgesehen vom Mond) zu sehen. Saturn kann ab etwa 5:15 Uhr ebenfalls im Osten am Morgenhimmel gefunden werden. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen ab Mitte der Woche tief im Südosten gesehen werden.

Am Montag, den 5. Januar, geht die Sonne um 8:31 Uhr auf und um 16:29 Uhr unter. Der helle Tag dauert also fast genau 8 Stunden. Um 12:30 Uhr erreicht die Sonne im Süden eine maximale Höhe von 16° Grad über dem Horizont. Heute früh um 5:53 Uhr ist Vollmond, seine maximale Höhe erreichte der Vollmond bereits um 0:16 Uhr mit einer Höhe von 56° Grad über dem Horizont.

Am Dienstag, den 6. Januar, geht der noch recht volle Mond um 18:20 Uhr auf. In der Nacht zum Mittwoch kommt es gleich zweimal zu interessanten Ereignissen bei Jupiter. Um 23:27 Uhr verfinstert der Mond Europa den Mond Io für 12 Minuten, um 1:03 Uhr am Dienstag bedeckt dann Europa den Mond Io sogar für zehn Minuten partiell für etwa 50%.

Am Mittwoch, den 7. Januar, geht der leicht abnehmende Mund um 19:22 Uhr auf. Bei Jupiteraufgang fehlt der Mond Kallisto, er beendet erst um 21:32 seinen Durchgang vor der Jupiterscheibe.

Am Donnerstag, den 8. Januar, wird um 4:23 Uhr in der Frühe der Jupitermond Ganymed vom Mond Europa verfinstert. Die ISS fliegt zwischen 7:12 und 7:21 Uhr in maximal 23° Grad Höhe tief am Himmel von West nach Ost entlang. Am Abend steht der Mond nicht weit von Jupiter entfernt. Um 21:55 Uhr endet die Bedeckung des Stern  pi Leonis (4,9mag), dieser taucht dann am dunklen Mondrand auf.

Am Freitag, den 9. Januar, wird wieder in der Frühe um 7:22 Uhr der Jupitermond Ganymed vom Mond Europa für 14 Minuten bedeckt. Zuvor fliegt die ISS zwischen 6:22 Uhr und 6:29 Uhr in nur maximal 16° Grad Höhe im Südosten an unserem Himmel entlang.

Am Samstag, den 10. Januar, wandern in den Frühstunden die Jupitermonde Io (von 2:26 Uhr bis 4:44 Uhr) und Europa (3:34 Uhr bis 6:29 Uhr) und ihre Schatten vor der Jupiterscheibe entlang. Zwischen 7:07 Uhr und 7:14 Uhr erreicht die ISS diesmal immerhin schon eine Höhe von 39° Grad über dem Südhorizont bei ihrem morgendlichen Überflug. Am Abend um 23:46 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol im Perseus wieder ein Helligkeitsminimum.

Am Sonntag, den 11. Januar, geht der Mond erst um 23:33 Uhr auf, vorher kann gut "deep-sky"-Beobachtung betrieben werden. Auf Jupiter wandert ab 20:16 Uhr (bis 22:33 Uhr) der Schatten von Io über den Planeten, ab 22:16 dann der Schatten von Ganymed. Die ISS ist am Morgen zwischen 6:17 Uhr und 6:24 Uhr in maximal 28° Grad Höhe im Südosten zu sehen.

Samstag, 27. Dezember 2014

27. Dezember: Ein Komet am Himmel über Bad Lippspringe

*** Eine Aktualisierung befindet sich am Ende des Artikels ***
 
Okay, ich muss zugeben, bislang ist der Komet keine auffällige Erscheinung und wirklich nur etwas für Spezialisten. Doch das könnte sich in den kommenden Tagen und Wochen noch ein wenig ändern, dann könnte er auch für Laien, die mit einem Fernglas in die richtige Richtung schauen, zu erkennen sein.

Der Komet trägt den schönen Namen Lovejoy C/2014 Q2. Es ist bereits der fünfte Komet, der von Terry Lovejoy, einem Amateurastronomen in Australien, entdeckt wurde. Lange war dieser Komet nur auf der Südhalbkugel zu sehen, jetzt steigt er jedoch auch an unserem Himmel von Tag zu Tag etwas höher.

Unter richtig dunklem Himmel ist er sicherlich zur Zeit sogar mit dem bloßen Auge zu erkennen, hat er doch auf der Helligkeitsskala etwa 5,5 mag. (Von den mit bloßem Auge sichtbaren Sternen haben die hellsten 1mag und die schwächsten 6mag, er ist also etwas heller als "ganz schwach" sichtbar.)

Aus unserem Ort heraus, genauer aus meinem Garten heraus, sollte diese Helligkeit für ein Foto auch ausreichend sein. Leider steht er zur Zeit nur ganz knapp über dem Horizont. Und in Richtung Süden befindet sich da zunächst  das Grundstück meines Nachbarn, dahinter dann die beleuchtete Straße - dies hellt den Himmel in diese Richtung leider sehr auf.

Trotzdem habe ich, als es am zweiten Weihnachtsfeiertag abends plötzlich aufklarte, doch einen Versuch gestartet. Hier mein Ergebnis:

Komet Lovejoy C/2014 Q2 am 27. Dezember 2014 um 0:01 Uhr MEZ mit Canon 5DMarkII, 50mm, f/2, 10sec, 1600 ISO


Der Komet befindet sich als etwas "verwaschener Fleck" innerhalb der roten Markierung. Damit er überhaupt sichtbar wird, musste ich im Bild gnadenlos am Kontrast drehen, denn sonst wäre er über dem Haus des Nachbarn gar nicht zu erkennen.

Oben links im Bild der hell überstrahlt Fleck ist der Fixstern Sirius, der hellste Fixstern an unserem Himmel und Hauptstern des Sternbilds "Großer Hund".

In den nächsten Tagen werden sich die Sichtbarkeitbedingungen jedoch deutlich verbessern, da der Komet langsam neben dem Sternbild Orion hochsteigt. Hier ein weiteres Bild von gestern, in welches ich auch die ungefähre Bahn des Kometen eingetragen habe:

Die Bahn von Lovejoy (roter Strich) unterhalb und neben dem Sternbild Orion
Auf diesem größeren Übersichtsbild erkennt man in der oberen Hälfte leicht das Sternbild Orion, den Himmelsjäger mit den drei charakteristischen Sternen in der Mitte, seinem Gürtel. Links unterhalb von ihm leuchtet sehr hell wieder Sirius. Die vier in etwa kastenförmig angeordneten helleren Sterne unterhalb von Orion gehören zum Sternbild Hase (den hat der Orion wohl gerade erlegt).

Je höher Lovejoy steigt, desto besser sollte er auch zu erkennen sein. Leider wird Anfang Januar jedoch der immer voller werdende Mond die Sichtbarkeit beeinträchtigen. Ab Mitte Januar sollte dann der Komet jedoch wieder besser zu sehen sein, dann wird er auch schon gegen 22 Uhr ausreichend hoch am Himmel stehen.

Wer mehr über Lovejoy erfahren möchte, kann dies an verschiedenen Stellen im Internet tun. Jan Hattenbach  einen sehr informativen Artikel geschrieben. Stefan Krause hat auf seiner Kometenseite viele Fotos verlinkt und ausführliche Sternkarten zum besseren Auffinden findet man auf Winnies Kometenseiten.

*** Aktualisierung vom 27.12./28.12. **********

Am Samstagabend kam ich kurz nach 23 Uhr von Freunden nach Hause und siehe da, es hatte wieder etwas aufgeklart. Leider zogen auch Wolken durch, doch ein kurzer Blick durch den Feldstecher  zeigte mir sofort einen grünlich schimmernden verwaschenen Fleck an der Stelle, woich den Kometen vermutete. Also schnell noch die Kamera aufgebaut und ein Foto geschossen.

Und siehe da, ich hatte tatsächlich Glück. Heute war der Komet viel deutlicher nd klarer zu erkennen als gestern. Ob die Feuchtigkeit (Nebel?) in Richtung Komet nicht so stark war wie gestern? Oder sollten andere Leuchten heute zufällig abgestellt sein, so das man wirklich den Himmel so viel besser wahrnehmen konnte? Egal, hier das Foto:

Komet Lovejoy am 27.12.2014 um 23:36 Uhr MEZ, f/2, 50mm, ISO1600, 10 sec
Auch auf diesem Bild befindet sich Sirius links oben in der Ecke. Der Komet erscheint deutlich heller als die drei, vier Sterne links neben/unter ihm, (gestern stand er selbst noch links von ihnen). Außerdem zeigt er heute deutlich die typische grünliche Farbe.

Mal sehen, wie sich der Komet in den folgenden Tagen entwickelt.