Auch diese Woche bietet uns wieder so einiges. Der Mond hatte am Samstag, den 6. sein letztes Viertel, morgens wird die Sichel jetzt immer schmaler. Die Nächte sind also weitestgehend "mondfrei". Von den Planeten kann man Mars die ganze Nacht beobachten, Saturn ab etwa 22 Uhr und am frühen Abend noch ein wenig den Jupiter sowie vielleicht schon die Venus, doch dazu in späteren Wochen mehr.
Die Überflüge der ISS lassen sich diese Woche jeweils am frühen Morgen gut beobachten, wenn denn der Himmel klar ist. Doch Vorsicht! Vom Wetterbericht her soll es wieder lausig kalt werden - und damit auch erhöhte Glatteisgefahr.
Abends lässt sich an dunklen Orten bei klarem Himmel im Westen das Zodiakallicht beobachten. Das Zodiakallicht entsteht durch Reflexion und Streuung des Sonnenlichts an winzigen Staubteilchen in der Ebene der Planetenbahnen (Zodiak). Es ist wenige Hand breit und für circa 2 Stunden nach Sonnenuntergang sichtbar.
Montag, den 8.2.: Heute Morgen fliegt die ISS ziemlich genau um 7 Uhr früh in 48° Höhe über Bad Lippspringe hinweg. Sie taucht ca. um 6:58 Uhr unterhalb des Saturn aus dem Schatten auf und fliegt dann nach Osten, der Sonne entgegen. Um 10:14 Uhr soll dann der eigentlich schon für Sonntag geplante Start des Shuttle erfolgen.
Das bekannteste Sternbild am Himmel ist vielleicht der "Große Wagen". Jetzt im Februar sind die Nächte lang und man kann daher gut die Reise des Großen Wagen am Himmel beobachten. Abends findet man den Wagen im Nordosten, praktisch senkrecht auf seiner Deichsel stehen. Um Mitternacht steht er dann hoch oben im Zenit genau über unseren Köpfen. Morgens steht er im Nordwesten. Tagsüber fährt er dann unter dem Polarstern durch ...
Wie weit ist dieser Wagen wohl von uns entfernt? Gehen Sie doch heute um 19.30 Uhr zum Vortrag in die Sternwarte Paderborn. "Entfernungsbestimmung im Weltall" lautet das Thema. Hier bekommen Sie eine Antwort! (Weitere Einzelheiten in meinem Posting vom Samstag).
Am Dienstag, den 9.2. findet der Überflug der ISS zwischen 7:21 und 7:27 Uhr statt. Heute fliegt sie deutlich höher als gestern über unsere Köpfe hinweg, fast durch den Zenit. Um 7:24 und 46 Sekunden fliegt sie haarscharf an der Wega im Sternbild Leier vorbei.
Am Mittwoch, den 10.2. ist die ISS eine Stunde früher dran. Diesmal findet der Überflug so um 6:12 Uhr statt, etwa in der Höhe vom Montag. Dann hat übrigends auch gerade das Shuttle angedockt.
Am Abend steht von den Monden des Saturn Dione um 22:30 in westlicher Elongation, Titan hat um 22:45 Uhr einen südlichen Vorbeigang. Der veränderliche Stern Algol (beta Persei) hat um 23:45 Uhr sein Minimum.
Am Donnerstag, den 11.2. ist die ISS um 6:35 Uhr dran, diesmal wieder so hoch wie am Dienstag.
Heute tritt die späteste Sonnenkulmination des Jahres ein. "Kulmination" bedeutet "Höchststand im Süden". Vereinfachend sagt man ja, "mittags um 12 Uhr steht die Sonne genau im Süden, dort erreicht sie ihren Höchststand am Himmel." Die "wahre Sonnenzeit", wie sie durch den tatsächlichen Gang der Sonne am Himmel gegeben ist, unterliegt jedoch periodischen Schwankungen. Mal geht die Sonne etwas nach, mal geht sie vor. Der Unterschied zwischen der "wahren" Sonne und der mittleren Sonnenzeit heißt bei den Astronomen "Zeitgleichung". Am 11. Februar erreicht die Zeitgleichung ein Hauptminimum, dann geht die Sonne "maximal" nach, das sind heute etwas über 14 Minuten! Dieses "Nachgehen" wird aber wohl von den wenigsten Menschen als kritisch empfunden, eher ist wohl das Gegenteil der Fall. Denn dies bedeutet ja auch, dass der Sonnenuntergang eine Viertelstunde später stattfindet, als er im Mittel stattfinden sollte. Die Tage werden also seit Winteranfang am 22. Dezember nicht nur "im Mittel" wieder etwas länger, sondern durch diese Verspätung kommen sie uns zusätzlich irgendwie viel längr vor. Zum Vergleich: Am 22. Dezember war der Sonnenaufgang 8:29 Uhr, heute findet er um 7:47 Uhr statt, also 42 Minuten früher. Der Sonnenuntergang lag am 22.12. um 16:16 Uhr, heute um 17:31 Uhr, also 75 Minuten später!
Statt Mittwoch, wie zunächst geplant: Außerdem gibt es einen weiteren hochinteressanten Satellitenstart: Um 10:23 Uhr EST (=16:23 MEZ) das SDO starten. Mehr dazu bei der NASA unter http://sdo.gsfc.nasa.gov/
Eine schöne (englischsprachige) Darstellung dazu gibt es im Blog von Nicole Gravitationaliotta, "The Noisy Astronomer": http://noisyastronomer.com/2010/02/06/sdo-learning-to-live-with-our-sun/
Außerdem wurde von den Machern von "Galaxy Zoo" ein Projekt "Sonnensturm-Überwachung" gestartet:
http://solarstormwatch.com/ Der SDO Satellit soll einen kontinuierlichen Datenstrom von 16 Megabyte pro Sekunde zur Erde liefern, das sind 1,4 Terabyte pro Tag oder 28 Blue-Ray-Discs pro Tag. Da gibt es viel zu tun!
Um 22:30 steht der Saturnmond Rhea in westlicher Elongation.
Am Freitag, den 12.2. fliegt die ISS um 6:58 exakt über Bad Lippspringe hinweg! Das heisst, um 6:55 kommt sie genau aus dem Osten, um dann im hohen Bogen, genau durch den Zenit zu fliegen und um kurz nach 7 Uhr früh genau im Osten zu verschwinden.
Heute hat der Saturnmond Rhea um 22:30 Uhr enen nördlichen Vorbeigang
Am Samstag, den 13.2. kann man vielleicht sogar zwei Überflüge der ISS beobachten. Um 5:45 Uhr erscheint sie in 74° Höhe im Sternbild Bootes (Bärenhüter) und geht dann um 5:50 Uhr im Osten unter. Eineinhalb Stunden später auf der nächsten Erdumrundung steht dann die Sonne schon höher und beleuchtet sie praktisch die ganze Zeit über uns. Sie erscheint um 7:17 Uhr im Westen, erreicht um 7:21 mit 82° die größte Höhe und geht um 7:25 im Osten unter.
Um drei Uhr in der Frühe geht der Planetoid "Herculina" (9,2 mag) in nur 9 Bogenminuten am Stern 20 Comae Berenices (5,7mag) vorbei. Um um 20:34 Uhr hat Algol wieder ein Minimum.
Am Sonntag, den 14.2. ist Neumond. Am Morgen in der Frühe um 5:48 Uhr bedeckt der Kleinplanet Pluto einen Stern! Pluto hat 14mag und ist damit nur etwas für größere Fernrohre, der Stern hat 11mag, sein Licht wird während der Bedeckung also ausgeschaltet, bzw. genauer durch Pluto stark abgeschwächt. Misst man diesen Vorgang wissenschaftlich genau, lassen sich durch den Verlauf der Abschwächung vielleicht Rückschlüsse auf eien Atmosphäre auf Pluto ziehen. Dadurch ist dieser Transit hoch interessant und wird in Europa von vielen Amateuren und Profis aus verfolgt werden. Einfach zu beobachten wird dieses Ereignis nicht sein. Es findet ja schon kurz vor Sonnenaufgang statt und zudem nicht besonders hoch am Himmel. Wer mehr darüber lesen will, hier drei Links:
http://www.iota-es.de/pluto-14feb2010.html
http://www.lesia.obspm.fr/perso/bruno-sicardy/14_feb_10/
http://wikivm.boulder.swri.edu/mediawiki/index.php/2010-02-14_Pluto_occultation
Um 6:08 Uhr findet danach ein Überflug der ISS statt. Um 6:07 tritt sie aus dem Erdschatten heraus und fliegt kurz darauf am vordersten Deichselstern des Großen Wagen vorüber, etwas später dann an der Wega vorbei zum Ostne, wo sie um 6:11 Uhr untergeht. Auch dieser Überflug geht durch den Zenit, also praktisch direkt über Bad Lippspringe hinweg.
Abends (22:15 Uhr) findet man den Saturnmond Dione in östlicher Elongation und den Mond Titan in westlicher Elongation.
Montag, 8. Februar 2010
Samstag, 6. Februar 2010
8. Februar - Entfernungsbestimmung im Weltall - Vortrag
Am 8. Februar gibt es um 19.30 Uhr an der Sternwarte Paderborn einen Vortrag zum Thema "Entfernungsbestimmung im Weltall" durch Dr. Martin Otte. Martin ist an der Sternwarte seit langer Zeit aktiv, seine Vorträge auch zu kompliziertesten physikalischen Themen sind immer gut verständlich und manchmal von einem wunderschönen leicht verschmitzten Humor begleitet. Sicherlich macht auch dieser Vortrag wieder viel Freude. Hier ein Auszug aus dem Ankündigungstext der Sternwarte:
"Das geflügelte Wort der "astronomischen Zahlen" verdankt seine Entstehung hauptsächlich den unanschaulichen Dimensionen des Weltalls. Die gewaltigen Weiten des Universums, die es uns verbieten, kosmische Distanzen in den üblichen irdischen Maßeinheiten auszudrücken, sind es auch, die dem Laien oft ein verständnisloses Kopfschütteln abnötigen, wenn er von den Sternen hört oder liest.
Die Entfernungen der Himmelskörper scheinen auf den ersten Blick vor allem für die Vorstellungen von der Position des Menschen im Kosmos von Belang zu sein. Tatsächlich kann unsere Stellung im Weltall nicht verstanden werden, wenn wir uns nicht in Beziehung zu kosmischen Dimensionen zu setzen vermögen. Bei näherer Betrachtung stellt sich aber heraus, dass die Kenntnis der kosmischen Entfernungen von weit umfassenderer Bedeutung für die astronomische Forschung ist, denn ohne Entfernungsangaben könnten wir auch über das Wesen der kosmischen Prozesse nur wenig in Erfahrung bringen. Die immer bessere Kenntnis kosmischer Distanzen und die immer breitere Skala von Entfernungsbestimmungsmethoden laufen parallel mit dem immer tieferen Einblick in die Gesetze des kosmischen Geschehens. "
7. Februar - letzter Shuttle Nachtstart (Verschoben auf Montag)
Am Sonntag, den 7.2. startet das Shuttle zum letzten Mal von Florida aus in der Nacht. Die nächsten Shuttle-Missionen, es sind ohnehin nur noch vier geplant, sollen alle am Tag gestartet werden.
Weitere Informationen auf den NASA Webseiten:
http://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/shuttlemissions/sts130/index.html
Startzeit ist 4:39 a.m. EST (Eastern Standard Time), das entspricht 10:39 Uhr MEZ, denn man ist dort praktisch sechs Stunden "später dran" als wir.
Im Internet kann man den Start sicherlich über "NASA TV" verfolgen:
http://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/
************* Nachtrag vom Sonntag ***********
Heute konnte das Shuttle nicht gestartet werden. Geplant ist jetzt der Start für Montagnacht, um 4:14 EST bzw. 10:14 MEZ. Vorher muss jedoch entschieden werden, ob die externen Tanks befüllt werden. Die Entscheidung fällt heute um kurz nach Mitternacht nach unserer Zeit oder 6:15 EST. Ich drücke die Daumen!
************ Nachtrag von Montag ************
Heute (Montag, 8.2.) früh ist das Shuttle doch gestartet. Am Sonntag hatten sich viele tausend Besucher trotz der frühen Nachtzeit aufgemacht, um den Start zu verfolgen, der nur neun Minuten vor Ende des Countdown wegen des Wetters abgebrochen wurde. Spaceweather veröffentlichte ein bemerkenswertes Bild von Terry Allshouse. Er schreibt dazu: "Nach einer langen kalten, windigen Nacht konnten nur die Lichter der Startrampe abheben. Doch auch diese reichten nur bis zur dicken Wolkenschicht."
Weitere Informationen auf den NASA Webseiten:
http://www.nasa.gov/mission_pages/shuttle/shuttlemissions/sts130/index.html
Startzeit ist 4:39 a.m. EST (Eastern Standard Time), das entspricht 10:39 Uhr MEZ, denn man ist dort praktisch sechs Stunden "später dran" als wir.
Im Internet kann man den Start sicherlich über "NASA TV" verfolgen:
http://www.nasa.gov/multimedia/nasatv/
************* Nachtrag vom Sonntag ***********
Heute konnte das Shuttle nicht gestartet werden. Geplant ist jetzt der Start für Montagnacht, um 4:14 EST bzw. 10:14 MEZ. Vorher muss jedoch entschieden werden, ob die externen Tanks befüllt werden. Die Entscheidung fällt heute um kurz nach Mitternacht nach unserer Zeit oder 6:15 EST. Ich drücke die Daumen!
************ Nachtrag von Montag ************
Heute (Montag, 8.2.) früh ist das Shuttle doch gestartet. Am Sonntag hatten sich viele tausend Besucher trotz der frühen Nachtzeit aufgemacht, um den Start zu verfolgen, der nur neun Minuten vor Ende des Countdown wegen des Wetters abgebrochen wurde. Spaceweather veröffentlichte ein bemerkenswertes Bild von Terry Allshouse. Er schreibt dazu: "Nach einer langen kalten, windigen Nacht konnten nur die Lichter der Startrampe abheben. Doch auch diese reichten nur bis zur dicken Wolkenschicht."
Freitag, 5. Februar 2010
4. Februar - noch ein Sternenabend!
Nachdem ich gestern Abend gegen 22 Uhr von einer interessanten Diskussionsveranstaltung nach Hause kam, leuchteten schon wieder die Sterne vom Himmel. Und die nächste große Überaschung: das Thermometer zeigte noch 3° plus an! Da musste ich doch gleich noch einmal mit meinem Spektiv nach draußen.
Insgesamt schien der Himmel dunkler, durchsichtiger zu sein als in der Nacht zuvor. Der Orionnebel, M42, war mit seinen feinen nebligen Strukturen viel besser zu beobachten. Deshalb suchte ich noch einmal nach M78. Und diesmal klappte es praktisch auf Anhieb! Ausgangspunkt der Suche ist der linke, östliche Gürtelstern zeta Orionis. Dieser bildet mit zwei nicht ganz so hellen Sternen in etwa ein "offenes Dreieck", nimmt man hiervon die Winkelhalbierende und zieht in etwa zweimal die Strecke des Dreiecks durch, ist man schon in der richtigen Gegend. Schnell war hier jetzt der Nebel identifiziert. Der Nebel? Eigentlich sind es zwei, eng beieinander. Zunächst denkt man vielleicht, "warum kriege ich diesen Doppelstern nicht richtig scharf gestellt?" Doch schnell merkman, das diese beiden kleinen Objekte irgendwie duiffus bleiben. Durch diesen "Doppelcharakter" ein sehr interessantes Objekt.
Dann schaute ich mir natürlich auch noch ein paar andere Sternhaufen an. M41 wieder im Großen Hund, M44, die Praesepe und hier natürlich auch den nahen Mars. Vesta im Löwen habe ich wieder gesucht und auch gefunden. Man sollte sich genaue Aufzeichnungen der Position machen. Ich hatte doch das Gefühl, sie hat sich seit gestern wieder etwas mehr auf Algieba zubewegt.
Bei Algieba probierte ich wieder, ob er wirklich als Doppelstern zu erkennen sei. Doch dies klappte nicht. Dann noch einmal zu Castor, aber auch Castor liess sich heute nicht wirklich sauber trennen. Die Luft war wohl insgesamt zu feucht und wirbelig, die Astronomen sprechen dann vom "Seeing", was nicht gut sei. Die Durchsicht selbst, die Transparenz des Himmels war jedoch deutlich besser als am vorangegangenen Abend. Im kleinen Wagen konnte ich diesmal die Deichselsterne auch mit bloßem Auge (und Brille) erkennen. Die visuelle grenzgöße dürfte etwa bei 4,5mag bis 4,7maggelegen haben.
Erfolglos blieb auch die Suche nach dem Rosettennebel (NGC 2237/2244). In diesem Gebiet der Milchstrasse wimmelt es nur so von Sternen. Da muss ich mich bei einer späteren Gelegenheit noch einmal richtig langsam heranpirschen.
Im Löwen wollte ich diesmal noch etwas mehr sehen. Ich steuerte zunächst theta leonis dann. Unterhalb davon war auch iota Leo schnell zu finden. Dazwischen ein paar Sterne. Und genau dort schaute ich genauer hin. Ja, auch dort gab es neblige, diffuse Flecken. Es handelt sich hierbei um ferne Galaxien. M65 und M66, die zusammen mit NGC 3628 ein "Triplett" bilden. Ein schöner Anblick! Diese Galaxien sind rund 35 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Habe ich schon jemals mit meinem Spektiv so tief ins Weltall hinausgeschaut?
Es war schon spät geworden und ging langsam auf Mitternacht zu. Orion senkte sich im Südwesten schon langsam wieder dem Horizont entgegen. Der Löwe war schon gut am Himmel hoch gestiegen, Knapp über der hohen Hecke zum Nachbargrundstück konnte ich im Südosten, unterhalb des Löwen einen weiteren hellen Stern entdecken. Das konnte doch nur Saturn sein - und es war auch Saturn! Im Spektiv wegen des Rings sofort zu erkennen. Der Ring ist nicht weit geöffnet. Saturn sah eher aus wie eine kleine Kugel, die von einem Stift oder einer Nadel mittig durchbohrt ist. Schon irgendwie verrückt! Östlich von Saturn, nur wenige Ringdurchmesser entfernt genau in der Ringebene war ein kleines Lichtpünktchen auszumachen. Das muss Titan, der hellste Saturnmond sein!
So ging dieser Abend mit einem echten Highlight zu Ende. Von Westen kamen Wolken (oder war es Hochnebel?) auf und langsam war es auch Zeit, ins Bett zu gehen.
Insgesamt schien der Himmel dunkler, durchsichtiger zu sein als in der Nacht zuvor. Der Orionnebel, M42, war mit seinen feinen nebligen Strukturen viel besser zu beobachten. Deshalb suchte ich noch einmal nach M78. Und diesmal klappte es praktisch auf Anhieb! Ausgangspunkt der Suche ist der linke, östliche Gürtelstern zeta Orionis. Dieser bildet mit zwei nicht ganz so hellen Sternen in etwa ein "offenes Dreieck", nimmt man hiervon die Winkelhalbierende und zieht in etwa zweimal die Strecke des Dreiecks durch, ist man schon in der richtigen Gegend. Schnell war hier jetzt der Nebel identifiziert. Der Nebel? Eigentlich sind es zwei, eng beieinander. Zunächst denkt man vielleicht, "warum kriege ich diesen Doppelstern nicht richtig scharf gestellt?" Doch schnell merkman, das diese beiden kleinen Objekte irgendwie duiffus bleiben. Durch diesen "Doppelcharakter" ein sehr interessantes Objekt.
Dann schaute ich mir natürlich auch noch ein paar andere Sternhaufen an. M41 wieder im Großen Hund, M44, die Praesepe und hier natürlich auch den nahen Mars. Vesta im Löwen habe ich wieder gesucht und auch gefunden. Man sollte sich genaue Aufzeichnungen der Position machen. Ich hatte doch das Gefühl, sie hat sich seit gestern wieder etwas mehr auf Algieba zubewegt.
Bei Algieba probierte ich wieder, ob er wirklich als Doppelstern zu erkennen sei. Doch dies klappte nicht. Dann noch einmal zu Castor, aber auch Castor liess sich heute nicht wirklich sauber trennen. Die Luft war wohl insgesamt zu feucht und wirbelig, die Astronomen sprechen dann vom "Seeing", was nicht gut sei. Die Durchsicht selbst, die Transparenz des Himmels war jedoch deutlich besser als am vorangegangenen Abend. Im kleinen Wagen konnte ich diesmal die Deichselsterne auch mit bloßem Auge (und Brille) erkennen. Die visuelle grenzgöße dürfte etwa bei 4,5mag bis 4,7maggelegen haben.
Erfolglos blieb auch die Suche nach dem Rosettennebel (NGC 2237/2244). In diesem Gebiet der Milchstrasse wimmelt es nur so von Sternen. Da muss ich mich bei einer späteren Gelegenheit noch einmal richtig langsam heranpirschen.
Im Löwen wollte ich diesmal noch etwas mehr sehen. Ich steuerte zunächst theta leonis dann. Unterhalb davon war auch iota Leo schnell zu finden. Dazwischen ein paar Sterne. Und genau dort schaute ich genauer hin. Ja, auch dort gab es neblige, diffuse Flecken. Es handelt sich hierbei um ferne Galaxien. M65 und M66, die zusammen mit NGC 3628 ein "Triplett" bilden. Ein schöner Anblick! Diese Galaxien sind rund 35 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Habe ich schon jemals mit meinem Spektiv so tief ins Weltall hinausgeschaut?
Es war schon spät geworden und ging langsam auf Mitternacht zu. Orion senkte sich im Südwesten schon langsam wieder dem Horizont entgegen. Der Löwe war schon gut am Himmel hoch gestiegen, Knapp über der hohen Hecke zum Nachbargrundstück konnte ich im Südosten, unterhalb des Löwen einen weiteren hellen Stern entdecken. Das konnte doch nur Saturn sein - und es war auch Saturn! Im Spektiv wegen des Rings sofort zu erkennen. Der Ring ist nicht weit geöffnet. Saturn sah eher aus wie eine kleine Kugel, die von einem Stift oder einer Nadel mittig durchbohrt ist. Schon irgendwie verrückt! Östlich von Saturn, nur wenige Ringdurchmesser entfernt genau in der Ringebene war ein kleines Lichtpünktchen auszumachen. Das muss Titan, der hellste Saturnmond sein!
So ging dieser Abend mit einem echten Highlight zu Ende. Von Westen kamen Wolken (oder war es Hochnebel?) auf und langsam war es auch Zeit, ins Bett zu gehen.
Mittwoch, 3. Februar 2010
3. Februar - Die Sonne scheint und Sterne funkeln!
Hi!
Zu meiner großen Überraschung sind die Wolken am Himmel verschwunden, nicht ganz, aber es scheint sogar die Sonne! Ein schneller Blick mit dem Fernrohr zeigt einen kleinen Fleck, nichts spektakuläres. Auch im PST (H-alpha-Spezialfernrohr) ist nicht viel mehr zu erkennen außer dem Aktivitätsgebiet 1043 rund um den Fleck. Protuberanzen waren nicht auszumachen.
Aber immerhin - endlich mal wieder ein paar Sonnenstrahlen! Das tut der Seele gut!
************** Ergänzung gegen 23 Uhr
Und auch am Abend hielt das gute Wetter an! Zwischendurch war es wieder kräftig bewölkt, aber so gegen 21 Uhr sah ich aus dem Dachfenster den Mars leuchten - so hell orangerot leuchtet nur einer am Himmel! Schnell nach draußen gegangen und die Lage gepeilt. Okay, es waren auch Wolken am Himmel, aber die Lücken dazwischen doch so groß, dass sich das warm anziehen lohnen könnte. Das Spektiv steht sowieso immer auf einem Stativ bereit in einer Ecke der Wohnung.
Es wurde zunächst tatsächlich eine Art Katz und Maus Spiel. Immer wenn man einen Stern anvisiert hatte, kam auch schon eine Wolke oder ein längeres Wolkenband an, um es baldmöglichst zu bedecken. Dann musste man sich an einer anderen Ecke des Himmels etwas Neues zum Anschauen aussuchen. Ich sah das als sportliche herausforderung an. Außerdem übt es gewaltig, wenn man mit einem Spektiv versucht, bestimmte Objekte anzupeilen. Durch die gewinkelte Ausführung ist ein anvisieren über "Kimme und Korn" nicht möglich, da braucht man schon sehr viel Gefühl und Ortskenntnis am Himmel.
Zunächst visierte ich natürlich Mars an, aber Oberflächendetails zeigt so ein Spektiv dann doch nicht, dafür ist die Vergrößerung mit 25-50fach zu klein. Oder täusche ich mich? War da im "Gefunkel" nicht vielleicht doch mitten drin ein "dunklerer Fleck" zu sehen? Naja, sicher ist das nicht. Dann wollte ich eigentlich zur Praesepe (M44), doch wegen der Wolken ging das erst deutlich später. Stattdessen Orionnebel. Hier gab es ein etwas größeres Wolkenloch und ich wagte es sogar, mal mit dem Spektiv zu fotografieren. Meine Kleinbildkamera kann ich gut am Spektiv befestigen. Hier das Ergebnis einer Belichtung von 4 Sekunden bei 3200 ASA:
Die Belichtungszeit ist schon zu lang, die Sterne zeigen Strichspuren. Aber der Nebel zeichnet sich trotzdem deutlich ab. Und wenn man genau hinschut, sieht man in der Bildmitte mehrere dicht gepackte, unterschiedliche helle Spuren. Die stammen von den vier Sternen des "Trapez". Selbst fotografisch lässt sich das also deutlich trennen. Und insoweit bin ich eigentlich ganz begeistert von der Aufnahme. Denn ich hatte eigentlich gar nicht erwartet, dass dies überhaupt funktioniert. Meine Befürchtung war, dass der "Autofocus" der Kamera mir ganz schnell einen Streich spielt und ein Foto ganz verhindert.
Beim nächsten Mal brauche ich natürlich eine richtige Nachführung des Spektivs zur Bewegung der Sterne. Wenn diese dann nicht mehr strichförmig weiterlaufen sondern punktförmig bleiben, steht schönen Astroaufnahmen vielleicht gar nichts mehr im Weg. Heute fehlte zunächst für längere Versuche die Zeit, denn kaum war dieses Foto "im Kasten", da kamen auch schon wieder die Wolken.
Doch an anderen Ecken war der Himmel frei und so konnte ich meinen Beobachtungsspaziergang in aller Ruhe fortsetzen. Castor in den Zwillingen ist ein Doppelstern. Die beiden Komponenten haben laut Karkoschka 4.7 Bogensekunden Abstand. Sie konnten sauber getrennt werden. Später schaute ich mir auch gamma Leonis ("Algieba") an, hier haben die Komponenten nur 4.4 Bogensekunden Abstand. Die Trennung war schon deutlich schwieriger, der Stern aber auch deutlich horizontnäher. Aber hier dürfte wohl auch die Auflösungsgrenze des Spektivs erreicht sein. Vielleicht wäre mit mehr Vergrößerung noch etwas zu machen, das Okular erlaubt jedoch nur 50fach, mehr ist zur Zeit also nicht drin. Der Kleinplanet Vesta nähert sich allmählich Wasat an. Wenn es in den nächsten Tagen Nachts klar bleibt, kann dies ein schönes Schaupiel werden.
In den Zwillingen schaute ich mir dann später M35 an, ein sehr schöner Sternhaufen. Zwischendurch dann auch mal schnell zu den Plejaden (M45) geschaut. Reflexionsnebel waren heute nicht zu erkennen. Meine Suche nach M78 im Orion war wohl vergeblich. Vielleicht hat sich da indirekt etwas angedeutet, aber sicher bin ich mir da wirklich nicht. Wahrscheinlich war es für solche Objekte einfach zu hell. Wenn überall Schnee liegt, dann wird es ja gar nicht richtig dunkel, das Licht jeder Straßenlampe wird vom Schnee in alle Richtungen reflektiert und vielleicht war ja auch immer noch etwas Hochnebel oder Dunst in der Luft. Die visuelle Grenzgröße in der kleinen Bärin lag für meine (kurzsichtigen) Augen nicht einmal bei 4mag, die Deichselsterne des kleinen Wagens konnte ich nicht erkennen!
Dafür war heute jedoch M41 im Großen Hund mit Spektiv viel besser zu sehen als letztes Mal. Schließlich schaute ich mir auch noch die Sternhaufen im Fuhrmann an. Der ist ja fast im Zenit, da war das "Peilen" kaum noch möglich. Doch wenn man erstmal einen der drei Sternhaufen dort im Blick hat, ist es nicht so schwierig, auch die anderen beiden zu finden. Zuerst fand ich M36, dann M38 und schließlich auch noch M37. Alle drei sind sehr schöne Objekte, die im Spektiv schon viele einzelne Sterne zeigten.
Trotz der immer wieder durchziehenden Wolken ein wunderschöner Abend!
Zu meiner großen Überraschung sind die Wolken am Himmel verschwunden, nicht ganz, aber es scheint sogar die Sonne! Ein schneller Blick mit dem Fernrohr zeigt einen kleinen Fleck, nichts spektakuläres. Auch im PST (H-alpha-Spezialfernrohr) ist nicht viel mehr zu erkennen außer dem Aktivitätsgebiet 1043 rund um den Fleck. Protuberanzen waren nicht auszumachen.
Aber immerhin - endlich mal wieder ein paar Sonnenstrahlen! Das tut der Seele gut!
************** Ergänzung gegen 23 Uhr
Und auch am Abend hielt das gute Wetter an! Zwischendurch war es wieder kräftig bewölkt, aber so gegen 21 Uhr sah ich aus dem Dachfenster den Mars leuchten - so hell orangerot leuchtet nur einer am Himmel! Schnell nach draußen gegangen und die Lage gepeilt. Okay, es waren auch Wolken am Himmel, aber die Lücken dazwischen doch so groß, dass sich das warm anziehen lohnen könnte. Das Spektiv steht sowieso immer auf einem Stativ bereit in einer Ecke der Wohnung.
Es wurde zunächst tatsächlich eine Art Katz und Maus Spiel. Immer wenn man einen Stern anvisiert hatte, kam auch schon eine Wolke oder ein längeres Wolkenband an, um es baldmöglichst zu bedecken. Dann musste man sich an einer anderen Ecke des Himmels etwas Neues zum Anschauen aussuchen. Ich sah das als sportliche herausforderung an. Außerdem übt es gewaltig, wenn man mit einem Spektiv versucht, bestimmte Objekte anzupeilen. Durch die gewinkelte Ausführung ist ein anvisieren über "Kimme und Korn" nicht möglich, da braucht man schon sehr viel Gefühl und Ortskenntnis am Himmel.
Zunächst visierte ich natürlich Mars an, aber Oberflächendetails zeigt so ein Spektiv dann doch nicht, dafür ist die Vergrößerung mit 25-50fach zu klein. Oder täusche ich mich? War da im "Gefunkel" nicht vielleicht doch mitten drin ein "dunklerer Fleck" zu sehen? Naja, sicher ist das nicht. Dann wollte ich eigentlich zur Praesepe (M44), doch wegen der Wolken ging das erst deutlich später. Stattdessen Orionnebel. Hier gab es ein etwas größeres Wolkenloch und ich wagte es sogar, mal mit dem Spektiv zu fotografieren. Meine Kleinbildkamera kann ich gut am Spektiv befestigen. Hier das Ergebnis einer Belichtung von 4 Sekunden bei 3200 ASA:
Die Belichtungszeit ist schon zu lang, die Sterne zeigen Strichspuren. Aber der Nebel zeichnet sich trotzdem deutlich ab. Und wenn man genau hinschut, sieht man in der Bildmitte mehrere dicht gepackte, unterschiedliche helle Spuren. Die stammen von den vier Sternen des "Trapez". Selbst fotografisch lässt sich das also deutlich trennen. Und insoweit bin ich eigentlich ganz begeistert von der Aufnahme. Denn ich hatte eigentlich gar nicht erwartet, dass dies überhaupt funktioniert. Meine Befürchtung war, dass der "Autofocus" der Kamera mir ganz schnell einen Streich spielt und ein Foto ganz verhindert.
Beim nächsten Mal brauche ich natürlich eine richtige Nachführung des Spektivs zur Bewegung der Sterne. Wenn diese dann nicht mehr strichförmig weiterlaufen sondern punktförmig bleiben, steht schönen Astroaufnahmen vielleicht gar nichts mehr im Weg. Heute fehlte zunächst für längere Versuche die Zeit, denn kaum war dieses Foto "im Kasten", da kamen auch schon wieder die Wolken.
Doch an anderen Ecken war der Himmel frei und so konnte ich meinen Beobachtungsspaziergang in aller Ruhe fortsetzen. Castor in den Zwillingen ist ein Doppelstern. Die beiden Komponenten haben laut Karkoschka 4.7 Bogensekunden Abstand. Sie konnten sauber getrennt werden. Später schaute ich mir auch gamma Leonis ("Algieba") an, hier haben die Komponenten nur 4.4 Bogensekunden Abstand. Die Trennung war schon deutlich schwieriger, der Stern aber auch deutlich horizontnäher. Aber hier dürfte wohl auch die Auflösungsgrenze des Spektivs erreicht sein. Vielleicht wäre mit mehr Vergrößerung noch etwas zu machen, das Okular erlaubt jedoch nur 50fach, mehr ist zur Zeit also nicht drin. Der Kleinplanet Vesta nähert sich allmählich Wasat an. Wenn es in den nächsten Tagen Nachts klar bleibt, kann dies ein schönes Schaupiel werden.
In den Zwillingen schaute ich mir dann später M35 an, ein sehr schöner Sternhaufen. Zwischendurch dann auch mal schnell zu den Plejaden (M45) geschaut. Reflexionsnebel waren heute nicht zu erkennen. Meine Suche nach M78 im Orion war wohl vergeblich. Vielleicht hat sich da indirekt etwas angedeutet, aber sicher bin ich mir da wirklich nicht. Wahrscheinlich war es für solche Objekte einfach zu hell. Wenn überall Schnee liegt, dann wird es ja gar nicht richtig dunkel, das Licht jeder Straßenlampe wird vom Schnee in alle Richtungen reflektiert und vielleicht war ja auch immer noch etwas Hochnebel oder Dunst in der Luft. Die visuelle Grenzgröße in der kleinen Bärin lag für meine (kurzsichtigen) Augen nicht einmal bei 4mag, die Deichselsterne des kleinen Wagens konnte ich nicht erkennen!
Dafür war heute jedoch M41 im Großen Hund mit Spektiv viel besser zu sehen als letztes Mal. Schließlich schaute ich mir auch noch die Sternhaufen im Fuhrmann an. Der ist ja fast im Zenit, da war das "Peilen" kaum noch möglich. Doch wenn man erstmal einen der drei Sternhaufen dort im Blick hat, ist es nicht so schwierig, auch die anderen beiden zu finden. Zuerst fand ich M36, dann M38 und schließlich auch noch M37. Alle drei sind sehr schöne Objekte, die im Spektiv schon viele einzelne Sterne zeigten.
Trotz der immer wieder durchziehenden Wolken ein wunderschöner Abend!
Dienstag, 2. Februar 2010
2. Februar - Exoplaneten in Quarks & Co.
Die Fernsehsendung "Quarks & Co." beschäftigt sich heute mit dem Thema "Exoplaneten - Die Suche nach der zweiten Erde".
Eine Wiederholung gibt es am Samstag, den 6.2. um 12:05 Uhr. Oder im Internet aus der WDR-Mediathek herunterladen.
Eine Wiederholung gibt es am Samstag, den 6.2. um 12:05 Uhr. Oder im Internet aus der WDR-Mediathek herunterladen.
Montag, 1. Februar 2010
1. Februar - Mondflug gestrichen?
Das Wetter ist mal wieder viel zu schlecht zum Beobachten. Der Februar fängt an, wie der Januar aufgehört hat. Da hat man Zeit etwas im Internet unherzuschauen:
Die NASA wird nicht so schnell wie zuletzt geplant wieder einen oder mehrere Astronauten zum Mond bringen. Die Pläne wurden im neuen Budget endgültig gestrichen. Gerüchte darüber gab es schon lange, das "Constellation" Programm war schon länger über Budget und im Zeitverzug.
Einzelheiten zum neuen Budget findet man auf der Webseite der NASA: http://www.nasa.gov oder etwas präziser: http://www.nasa.gov/news/budget/index.html. Lesenswert ist meiens Erachtens das Statement des neuen NASA-Chefs Bolden: http://www.nasa.gov/pdf/420994main_2011_Budget_Administrator_Remarks.pdf
Er erklärt recht gut, warum es Sinn macht, dieses Programm zu streichen. Denn hier die gute Nachricht: Das NASA Budget wird insgesamt um 6 Milliarden Dollar erhöht, mehr als die Hälfte des zusätzlichen Geldes dient wissneschaftlicher Forschung. Doch wird es überhaupt bei diesem Budget bleiben? Das ganze muss noch vom Kongress genehmigt werden, und in den USA wird es nicht anders sein als bei uns in der Politik, am Ende gibt es oft nur "faule Kompromisse".
Die NASA wird nicht so schnell wie zuletzt geplant wieder einen oder mehrere Astronauten zum Mond bringen. Die Pläne wurden im neuen Budget endgültig gestrichen. Gerüchte darüber gab es schon lange, das "Constellation" Programm war schon länger über Budget und im Zeitverzug.
Einzelheiten zum neuen Budget findet man auf der Webseite der NASA: http://www.nasa.gov oder etwas präziser: http://www.nasa.gov/news/budget/index.html. Lesenswert ist meiens Erachtens das Statement des neuen NASA-Chefs Bolden: http://www.nasa.gov/pdf/420994main_2011_Budget_Administrator_Remarks.pdf
Er erklärt recht gut, warum es Sinn macht, dieses Programm zu streichen. Denn hier die gute Nachricht: Das NASA Budget wird insgesamt um 6 Milliarden Dollar erhöht, mehr als die Hälfte des zusätzlichen Geldes dient wissneschaftlicher Forschung. Doch wird es überhaupt bei diesem Budget bleiben? Das ganze muss noch vom Kongress genehmigt werden, und in den USA wird es nicht anders sein als bei uns in der Politik, am Ende gibt es oft nur "faule Kompromisse".
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