Mittwoch, 31. Dezember 2025

30. Dezember 2025 - ein letztes Mal "clear sky" in diesem Jahr?

 Am Dienstag, den 30. Dezember 2025 sollte es - laut Wettervorhersagen - ein letztes Mal in diesem Jahr klaren Himmel geben. Am Vormittag gab es dann jedoch wesentlich länger als prophezeit dichten Nebel, so dass die Sonne nur zu erahnen war. Erst am Nachmittag gegen 14 Uhr klarte es auf, zum Glück fansdich noch eine kleine Lücke zwischen zwei Bäumen, so dass ich die Sonnenscheibe ohne Äste davor fotografieren konnte. Die Sonne stand da gerade noch ca. 10° Grad über dem Horizont.

Die Sonne am 30.12.25 um 14:30 Uhr

 Drei auffällige Gruppen, und wenn man genauer hinschaut noch einige weitere kleinere Flecken, die von spaceweather.com zum Teil auch als eigenständige Gruppen gezählt werden. Die Sonnenfleckenrelativzahl wird so mit 138 angegeben, ist also immer noch recht hoch. Es hat auch in diesem Jahr wieder keinen einzigen Tag ohne Sonnenflecken gegeben.

Der Mond war um diese Uhrzeit auch schon am Himmel zu sehen:

Der Mond am Taghimmel

 Am hellen Himmel ist der Mond leider nicht sehr kontrastreich, so dass Krater und Mare nicht so einfach sichtbar sind. Trotzdem kann man erkennen, dass es am Morgen wohl eine gute Sichtbarkeit des "goldenen Henkels" gegeben hatte. Für den Abend waren dann gleich zwei Sternbedeckungen durch den Mond angesagt, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Der Mond um 17:03 Uhr

 So sah der Mond dann am Abend kurz nach 17 Uhr aus. Viele Krater waren sichtbar. Auf dieser kurz belichteten und auf den Mond abgestimmten Aufnahme ist natürlich kein Stern zu erkennen, diese leuchten viel, viel schwächer als der Mond.

Um die Sterne sichtbar zu machen, muss man also länger oder empfindlicher belichten, was natürlich dazu führt, dass der Mond stark überbelichtet wird.

Mond und Stern HIP 13532 um 17:05 Uhr MEZ

 Der Stern HIP 13532 hat nur eine Helligkeit von 7,1mag. Er wurde ca. zwei Minuten nach dieser Aufnahme (um 17:07 Uhr MEZ) vom noch dunklen Mondrand bedeckt. In meinem Spektiv konnte ich den Stern selbst gar nicht mehr erkennen, erst das Foto machte den Stern deutlich.

Gut zwei Stunden später sollte es die nächste Sternbedeckung geben, diesmal sollte der mit 4,9mag hellere Stern epsilon Arietis vom Mond bedeckt werden. Im Spektiv war dieser Stern nach 17 Uhr sehr gut zu erkennen. Eigentlich wollte ich versuchen, diese Bedeckung mit mener Kleinbildkamera sogar zu filmen. Doch das ging leider schief.

Mond und epsilon Ari um 19:40 Uhr MEZ

 Ich ging leider viel zu spät nach draußen. Lag es an der Kälte? Das Thermometer zeigte schon -5° Grad an. Oder habe ich einfach mit unserem Besuch zu viel gequatscht? Naja, jedenfalls habe ich viel zu spät angefangen, Spektiv und Kamera wieder nach draußen zu stellen, den Mond anzupeilen, den Stern zu suchen. Denn den fand ich plötzlich mit bloßem Auge auch nicht mehr, weil der Mond doch irgendwie zu hell strahlte und alles in seiner Umgebung übertönte, selbst wenn ich ihn ganz an den Rand des Gesichtsfeld brachte. Auf der Kamera war auch dieser Stern nachher auf mehreren Bildern zu sehen. Doch ich war an diesem Abend viel zu schnell gefrustet und dachte zuerst, die Beobachtung hätte gar nicht geklappt. Schade, dabei hätte ich wahrscheinlich nur auf den Knopf fürs "filmen" drücken müssen.

Epsilon Ari wurde um 19:42 Uhr MEZ vom dunklen Rand des Mondes bedeckt. Mein Sternfreund Hubert Hermelingmeier schickte dann später eine erfolgreiche Videoaufnahme dieser Bedeckung: 

 

Herzlichen Dank an Hubert, dass ich das kleine Video hier zeigen darf. Es dauert nur vier Sekunden. Der Stern epsilon Ari befindet sich ungefähr (etwas links) hinter dem "roten Startpfeil" von YouTube. Er wird nach zwei Sekunden vom Mondrand blitzschnell "ausgeknipst". Wundern Sie sich bitte nicht, dass hier der Mond links und der Stern rechts steht. Hubert hat das Video mit einem "astronomischen Fernrohr" aufgenommen. Je nach Strahlengang stehen in solchen Teleskopen die Bilder auch durchaus mal "auf dem Kopf".  Im Weltall gibt es streng genommen gar kein oben oder unten, das brauchen wir hier nur auf der Erde zur Orientierung in unserer Nachbarschaft.

Bei meiner nächsten Sternbedeckung muss ich mir einfach etwas mehr Zeit nehmen für die Vorbereitung, das Einstellen der Teleskope usw. Und vielleicht ist es dann ja auch schon nicht mehr so kalt wie diesmal. 

Am Silvestertag ist es jetzt hier stark bewölkt, Regen und Schnee werden angekündigt. Da kann man sich gut mal ruhig und kuschelig ins warme Wohnzimmer zurückziehen. Meine persönliche Bilnaz für dieses Jahr fällt sehr positiv aus. Sooo viel gab es zu sehen, zu beobachten, zu berichten. Ich freue mich schon auf unsere nächste Umrundung der Sonne! 

Ich wünsche Euch alles Gute und viele schöne Himmelsbeobachtungen im Neuen Jahr!

 

 

Sonntag, 28. Dezember 2025

29. Dezember 2025 - 4. Januar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond, sein kräftiges Licht erhellt uns die meiste Zeit der Nächte. Von den hellen Planeten steht Saturn gegen 17:30 Uhr im Süden, er geht schon bald nach 23 Uhr im Südwesten unter. Jupiter geht kurz nach 17 Uhr im Osten auf und ist dann die ganze Nacht zu sehen. Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun sind wie in der letzten Woche ebenfalls noch zu sehen. Die anderen Planeten halten sich zu nahe an der Sonne auf und können nicht beobachtet werden. Die ISS ist zu Beginn der Woche noch bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 29. Dezember, geht die Sonne um 8:32 Uhr auf und um 16:22 Uhr unter. Das ist am Morgen zwei Minuten später als am kürzesten Tag des Jahres zu Winteranfang, aber am Abend auch schon sechs Minuten später als an diesem Tag. Der Mond ist am Abend zu 72 Prozent beleuchtet, in der Frühe kann von 1:55 Uhr bis zum Monduntergang eine halbe Stunde späte vielleicht noch das Mond-Quincunx beobachtet werden. Gegen 5:48 Uhr kann in der Frühe im Südosten noch einmal kurz die ISS gesehen werden. Ein weiteres Mal fliegt die ISS zwischen 7:19 Uhr und 7:25 Uhr in maximal 14° Grad Höhe flach über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 30. Dezember, ist die ISS zwischen 6:33 Uhr und 6:36 Uhr kurzzeitig in maximal 20° Grad Höhe noch einmal im Süden zu sehen. Der Mond ist am Abend zu 82 Prozent beleuchtet, er leuchtet bis fast 4:00 Uhr in der Frühe. Um 17:10 Uhr und um 19:45 Uhr (epsilon Ari, 4,7mag) kommt es zu Sternbedeckungen durch den Mond. In der Frühe kann tief im Westen ab 3:20 Uhr bis zum Monduntergang noch der "Goldene Henkel" beobachtet werden. Um 18:00 Uhr steht (433)Eros (10,8mag) in 9,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP 6025 (6,4mag).

Am Mittwoch, den 31. Dezember, Silvester, ist die ISS letztmalig in dieser Morgensichtbarkeitsperiode zwischen 5:46 Uhr und 5:49 Uhr tief im Südosten zu sehen. Die ISS ist ab 12. Januar dann wieder bei abendlichen Überflügen zu sehen. Der Mond ist am Abend zu 90 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 1. Januar, Neujahr, ist der Mond am Abend schon zu 96 Prozent beleuchtet. Da er heute gegen 23:00 Uhr auch das Perigäum seiner Bahn erreicht, der Abstand zur Erde also nur 360348 Kilometer beträgt, beginnt das Jahr quasi gleich mit einem "Supermond".

Am Freitag, den 2. Januar, geht der Mond gegen 15 Uhr auf, er ist am Abend zu 99 Prozent beleuchtet, praktisch haben wir also eine Vollmondnacht. Kleinplanet (206)Hersilia (12,3mag) steht in 3,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP 33350 (8,1mag). Kleinplanet (40)Harmonia (9,0mag) steht heute in Opposition zur Sonne.

Am Samstag, den 3. Januar, erreicht der Mond exakt um 11:03 Uhr seine Vollmondposition, zu dieser Zeit steht er bei uns jedoch unter dem Horizont. Um ca. 3:22 Uhr zieht die ISS direkt vor der Vollmondscheibe vorüber, dieses nur eine Sekunde lang dauernde Ereignis kann auf einer Linie von Höveölhof-Riege über Schlangen nach Kempen - Erpentrub - Bellersen - Bosseborn - Fürstenberg beobachtet werden. Die nördlichsten Teil Bad Lippspringe (ab etwa den Dedinger Heide Seen) können dies noch "so gerade" am Mondrand mitverfolgen. Durch kurzfristige Bahnkorrekturen der ISS kann es jedoch immer noch Änderungen ergeben, am besten also kurz vorher noch einmal die Daten bei https://iss.vierwandfrei.de prüfen. Der Pfad liegt jetzt (Fr 2.1.26, 10:30 Uhr) in der Tat ein kleines bisschen südlicher. In Bad Lippspringe kann man das Ereignis nur noch im südlichen Teil beobachten, die Linie verläuft jetzt in etwa von Paderborn-Sennelager nach Neuenbeken. Am Abend geht der Mond um 16:08 Uhr auf, ist er aber immer noch praktisch zu 100 Prozent beleuchtet. Er steht oberhalb von Jupiter im Sternbild Zwillinge, der Abstand beträgt gut 3,5 Grad, also 7 Vollmonddurchmesser..

Am Sonntag, den 4. Januar, geht der immer noch recht volle (zu 97 Prozent beleuchtet) Mond um 17:38 Uhr auf. Um 19:00 Uhr steht Kleinplanet (82)Alkmene in nur 1,5: Bogenminuten Abstand zu Stern HIP 35377 (8,0mag).

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines Blogs ein erfolgreiches Neues Jahr! 

 

 

 

 

Freitag, 26. Dezember 2025

Ein kleiner Nachtrag aus den letzten Tagen

 Die letzten Wochen waren vollgepackt mit vielen Terminen. Einige adventliche, viele ehrenamtliche und so manche Hobbytermine füllten den Terminkalender kräftig. Und weil man in der Advents- und Weihnachtszeit auch besonders gerne was mit der Familie macht, fehlte dann die Zeit, alle Beobachtungen zu dokumentieren. Deshalb hier ein paar Nachträge.

Ende des Jahres gab es eine gute Merkur-Morgensichtbarkeit - und es gab sogar einige Tage mit recht freiem Blick hzum Horizont.

Merkur und Mond am 16. Dezember um 7:32 Uhr MEZ

 
Merkur und Mond am 17. Dezember 2025 um 7:49 Uhr MEZ

Am 16. Dezember war Merkur recht einfach zu finden, auch wenn er noch dicht am Horizont stand. Am 17. Dezember hatte ich zunächst einige Schwierigkeiten, es waren in Horizontnähe einfach zu viele Wolken. Die Zeit schritt immer weiter voran, die Morgendämmerung wurdee immer heller, ich hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, Merkur noch zu finden, als ich ihn plötzlich doch oberhalb des Wolkenbandes sah.

Haben Sie Merkur auf den beiden Bildern gefunden? Hier gibt es eine kleine Hilfe:


Am 18. Dezember war der Morgenhimmel schon wieder so dicht mit Wolken gefüllt, dass kein Merkur und kein Mond mehr zu sehen war.

Über die Weihnachtsfeiertage waren meine Familie und ich wieder einmal auf der schönen Nordseeinsel Amrum. Ich hatte dort nur meine normale Vollbildkamera mit. Wie viele andere Menschen auch, zog es uns am 25. Dezember an den Strand, um einen schönen Sonnenuntergang zu erleben:

Sonne um 15:56 Uhr MEZ

Sonne um 16:01Uhr

 

Sonne um 16:05 Uhr 


Sonne um 16:06 Uhr

Gleichzeitig war auch der Mond sehr schön zu sehen:

Der Mond am 25. Dezember 2025, gleich nach Sonnenuntergang fotografiert.
 

Danach gab es eine klare, aber auch kalte Nacht. Von unserem Feienhaus konnte ich Richtung Norden fotografieren. Leider waren keine Polarlichter zu sehen, stattdessen doch ein paar horizontnahe Wolken:

Abendhimmel Richting Norden am 25. Dezember 2025 um 18:15 Uhr.

 Der aufällige "Stern" am rechten Bildrand (über den Lichtern der Insel Föhr) ist der Planet Jupiter. Knapp über den Wolken kann man den Großen Wagen erkennen, dsrüber auch den Kleinenn Wagen mit dem Polarstern. Rechts sieht man oberhalb von Jupiter noch Castor und Pollux und das Sternbild Zwillinge, darüber die helle Capella im Fuhrmann. Auf dem Bild kann man auch gleich mehrere Spuren von Satelliten am Himmel finden.

Leider erkennt man selbst hier im eigentich recht dunklen Wattenmeer einige Lichtverschmutzung. Die Lichter von Sylt strahlen so stark, dass sie die Wolken nahe dem Horizont richtig gut beleuchten. Der helle Fleck am unteren Bildrand stammt allerdings von einer Lampe auf dem Grundstück am Parkplatz meiner Ferienwohnung.

Sonntag, 21. Dezember 2025

22. - 28. Dezember 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond wieder zu. Von den hellen Planeten steht Saturn abends gegen 18:00 Uhr 34° Grad hoch im Süden, er geht gegen 23:30 Uhr im Westen unter. Jupiter geht gegen 17:30 Uhr auf und ist dann die ganze Nacht über zu sehen. Die Fernglasplaneten Uranus und Neptun können auch gut am Abendhimmel beobachtet werden. Die ISS kann bei zahlreichen morgendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 22. Dezember, geht die Sonne um 8:30 Uhr auf und um 16:17 Uhr unter. Noch kann man nicht spüren, dass theoretisch seit Sonntag die Tage wieder länger werden. Die zu sieben Prozent beleuchtete Mondsichel kann vielleicht heute schon gefunden werden, sie geht um 18:21 Uhr unter. Die ISS taucht in großer Höhe kurz vor 6:31 Uhr oberhalb von Jupiter im Westen aus dem Erdschatten auf, fliegt dann um 6:31:31 Uhr praktisch genau über unsere Stadt hinweg und verschwindet um 6:36 Uhr im Osten. Heute hat der Sternschnuppenstrom der Ursiden sein Maximum. Kleinplanet (433)Eros steht heute um 4:00 Uhr in 7,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP 4552 (6,0mag)

Am Dienstag, den 23. Dezember, ist die ISS um 5:46 Uhr kurz und tief im Osten zu sehen, bei einem zweiten Überflug tritt sie um 7:18 Uhr in der Nähe von Jupiter aus dem Erdschatten auf und fliegt dann maximal in 74° Grad Höhe bis 7:25 Uhr nach Osten. Der Mond ist am Abend zu ca. 13 Prozent beleuchtet, er geht um 19:39 Uhr unter. Um 18:55 Uhr bedeckt der Mond den 4,9mag hellen Stern Eta Cap. Um 22:00 Uhr erreicht Algol im Perseus ein Helligkeitsminimum.

Am Mittwoch, den 24. Dezember, Heiligabend, tritt die ISS um 6:31 Uhr in 49° Grad Höhe im Westen aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann in maximal 84° Grad Höhe bis 6:36 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend zu ca. 20 Prozent beleuchtet, er geht um 20:57 Uhr unter. Ab ca. 18:30 Uhr wandert Saturnmond Titan vor seinem Mutterplaneten vorüber. Um 23:00 Uhr steht Kleinplanet (1)Ceres (8,8mag) nahe in nur 1' Bogenminute Abstand beim Stern HIP2710 (6,9mag)

Am Donnerstag, den 25. Dezember, Erster Weihnachtsfeiertag, ist die ISS um 5:47 Uhr kurz und tief im Osten zu sehen, bei einem zweiten Überflug tritt sie um 7:18 Uhr in der Nähe von Jupiter aus dem Erdschatten auf und fliegt dann maximal in 48° Grad Höhe bis 7:25 Uhr nach Osten. Der Mond ist am Abend zu ca. 29 Prozent beleuchtet, er geht um 22:16 Uhr unter. Um 18:17 Uhr bedeckt der Mond den 6,9mag hellen Stern HIP111910.

Am Freitag, den 26. Dezember, Zweiter Weihnachtsfeiertag, tritt die ISS um 6:32 Uhr in 45° Grad Höhe im Westen aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann in maximal 61° Grad Höhe bis 6:36 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend zu ca. 39 Prozent beleuchtet, er geht um 23:35 Uhr unter.

Am Samstag, den 27. Dezember, ist die ISS um 5:47 Uhr kurz und tief im Osten zu sehen, bei einem zweiten Überflug tritt sie um 7:18 Uhr im Westenaus dem Erdschatten auf und fliegt dann in nur noch maximal in 27° Grad Höhe bis 7:25 Uhr nach Osten. Der Mond erreicht exakt um 20:10 Uhr das Erste Viertel, er geht erst nach Mitternacht um 0:55 Uhr unter.

Am Sonntag, den 28. Dezember, tritt die ISS um 6:32 Uhr in 34° Grad Höhe unterhalb des Sternbilds Löwe in der Nähe von Regulus aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann in maximal 37° Grad Höhe bis 6:37 Uhr über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend zu 61 Prozent beleuchtet, er geht erst am Montag um 2:20 Uhr unter. Zwischen 16:20 Uhr und 18:20 Uhr kann beim Mond der Hesiodus-Strahl beobachtet werden. Um 20:14 Uhr bedeckt der Mond den 6,7mag schwachen Stern HIP 5344. Um 18:00 Uhr steht Kleinplanet (34)Circe (12,0mag) in nur 4,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP31277 (5,6mag).

Ich wünsche allen meinen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und erholsame Feiertage!

"Fürchtet Euch nicht!"

rufen uns die Engel auch in diesen Tagen zu. 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag, 14. Dezember 2025

15. - 21. Dezember 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zur Beobachtung lichtschwacher deep-sky-Objekte. Von den hellen Planeten ist Merkur vielleicht noch am Morgenhimmel eine gute Stunde vor Sonnenaufgang zu finden, er steht dann jedoch nur ca. 5° Grad hoch im Südosten, seine Sichtbarkeitsphase endet diese Woche. Jupiter geht am Abend gegen 18:30 Uhr im Osten auf. Saturn steht dann gerade im Süden, inzwischen geht der Ringplanet schon vor Mitternacht unter. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 15. Dezember, geht die Sonne um 8:26 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Um 3:51 Uhr geht die nur noch zu 20 Prozent beleuchtete Mondsichel im Südosten auf. Zwischen 7:14 Uhr und 7:23 Uhr fliegt die ISS in maximal 38° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 16. Dezember, geht um 5:04 Uhr die nur noch zu 13 Prozent beleuchtete Mondsichel im Südosten auf. Um 6:48 Uhr endet die Bedeckung des 6,5mag hellen Sterns HIP 71295. Zwischen 6:27 Uhr und 6:35 Uhr fliegt die ISS in maximal 28° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Kleinplanet (441)Bathilde (12,1mag) steht in 10' Bogenminuten Abstand bei Stern HIP22947 (7,4mag).

Am Mittwoch, den 17. Dezember, geht die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete Mondsichel um 6:18 Uhr auf. Dies dürfte die letzte Möglichkeit sein, den Mond vor Neumond noch einmal zu sehen. Die ISS kann heute früh erst zwischen 5:41 Uhr bis 5:46 Uhr im Südosten gesehen werden. Zwischen 7:15 Uhr und 7:23 Uhr fliegt sie in maximal 63° Grad Höhe noch einmal über unseren Morgenhimmel hinweg. Kleinplanet (7)Iris (10.0mag) steht um 1:00 Uhr in 7,5' Bogenminuten Abstand bei 55 Leo (5,9mag). 

Am Donnerstag, den 18. Dezember, fliegt die ISS zwischen 6:29 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 49° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 19. Dezember, kann die ISS heute früh erst zwischen 5:43 Uhr bis 5:47 Uhr tief im Südosten gesehen werden. Zwischen 7:16 Uhr und 7:25 Uhr fliegt sie in maximal 85° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg.

Am Samstag, den 20. Dezember, erreicht der Mond um 2:43 Uhr seine exakte Neumondposition, er bleibt für uns in diesen Tagen unsichtbar. Die ISS fliegt zwischen 6:29 Uhr und 6:36 Uhr in maximal 75° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. 

Am Sonntag, den 21. Dezember, Vierter Advent, ist Winteranfang, Wintersonnenwende. Exakt um 16:02 Uhr erreicht die Sonne ihre scheinbar südlichste Position in Bezug zur Erde. Sonnenaufgang ist heute um 8:30 Uhr und Sonnenuntergang um 16:16 Uhr, das ist der kürzeste Tag des Jahres. Von nun an werden die Tage wieder länger, zunächst jedoch nur ganz unmerklich langsam. Zwischen 7:17 Uhr und 7:24 Uhr fliegt die ISS in maximal 89° Grad Höhe, also praktisch genau über unsere Stadt (exakt um 7:19:15 Uhr), über unseren Morgenhimmel hinweg.

Freitag, 12. Dezember 2025

9. und 11. Dezember 2025: Zwei schöne klare Abende

 In den letzten Tagen gab es zwei schöne klare Abende, am Dienstag, den 9. Dezember und Donnerstag, den 11. Dezember. Leider war der Morgen des 10. Dezember dazwischen dicht bewölkt. Dort wäre sonst vielleicht eines der Highlights des Jahres zu beobachten gewesen, die Bedeckung des hellen Sterns Regulus durch den Mond kurz nach Sonnenaufgang am Morgenhimmel. Aber auch ohne dieses Ereignis haben mich die Beobachtungen in dieser Woche wieder sehr glücklich gemacht. Ich kann hier gar nicht alles aufzählen, daher nur die schönsten oder spannensten Bilder.

NGC 7538 am 9.12.25 um 23:50 MEZ

 Dieses feinen Wasserstoffnebel habe ich fast zwei Stunden lang (118 Minuten) belichten können. NGC 7538 befindet sich im Sternbild Kepheus und ist von uns rund 9100 Lichtjahre entfernt. Ein Gebiet, in dem zur Zeit viele Sterne entstehen, einige davon wesentlich größer als unsere eigene Sonne. In der Softwarte "Stellarium wird dieser Nebel auch als "nördlicher Lagunennebel" bezeichnet. Eine kleine Ähnlichkeit mit M 8, dem eigentlichen Lagunennebel ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

Ebenso konnte ich am 9. Dezember eine weitere Supernova nachweisen, auch wenn dies diesmal etwas knifflig wurde:

CGCG 532-008 am 9.12.25 um 22:26 MEZ

 Es geht hier um den kleinen verwaschenen Fleck in der Bildmitte. Dort ist in der Galaxie mit der Nummer CGCG 532-008 am 6. November eine Supernova entdeckt wurden. Diese wurde am 11.11. und noch einmal am 21.11. von meinem Sternfreund Markus Kempf mit seinem großen 16-Zoll-Teleskop fotografiert. Auf diesen Bildern ist die SN sehr sauber von der Galaxie und ihrem Kern zu unterscheiden. Hier noch ein Bild aus dem DSS (Digital Sky Service), einem Online Himmelsatlas. Deutlich kann man die "Heimatgalaxie" der SN erkennen:

CGCG 532-008 im DSS Katalog

Hier noch einmal mein Bild, ein Ausschnitt daraus, um dieses in 1:1 Größe hier im Blog abzubilden:

Ausschnitt mit CGCG 532-008

Ich denke, in meinem Bild sind zwar der Kern der Galaxie und die SN nicht so sauber getrennt wie auf den Bildern von Markus, aber es sieht für mich auch nicht so aus, als hätte die Galaxie nur einen Kern und weiter südlich nur eine schwächere Aufhellung. Für mich scheienn sich in der Galaxie zwei "Kerne" aufzuhalten. Okay, eine genauere Klärung ist wahrscheinlich erst möglich, wenn ich vielleicht in einem Jahr die gleiche Galaxie wieder fotografieren kann, dann aber ohne die Supernova darin.

Ein paar Kleinplaneten habe ich ebenfalls mal wieder fotografiert. In meiner Wochenübersicht hatte ich (441)Bathilde erwähnt, welche am 8. Dezember 1898 entdeckt wurde und die heute, am 9. Dezember in Opposition zur Sonne stehen sollte: 

(441)Bathilde am 9.12.25 um 22:49 Uhr MEZ

 (441)Bathilde konnte ich am 11.12. noch einmal fotografieren: 

(441)Bathilde am 11.12.25 um 22:58 Uhr MEZ

Im mVergleich der Bilder kann man deutlich erkennen, wie (441)Bathilde in den zwei Tagen nach rechts (Westen) weiter gezogen ist.

Entsprechende Bilder gelangen mir auch für die Kleinplaneten (42)Isis, (68)Leto, (94)Aurora und (471)Papagena. 

Und hier noch eine echte Besonderheit, die wohl selten aus unseren Breiten heraus fotografiert wird:

NGC 1360 am 11.12. um 22:55 Uhr MEZ

 Haben Sie das leicht bläuliche "Ei" in der Mitte des Bildes gefunden?  NGC 1360 ist ein schwach bläulich leuchtender planetarischer Nebel, der vielleicht ca. 10.000 Jahre alt ist. Der Nebel wird auch als "Rotlkehlchen-Ei-Nebel" bezeichnet. NGC 1360 gehört zum Sternbild Fornax ("chemischer Ofen"), eines der bei uns sehr unbekannten Sternbilder des Südhimmels. Es steigt nur jetzt im Herbst/Winter über den Horizont, wobei der NGC 1360 nur eine maximale Höhe von 12° Grad über dem Horizont erreicht. Der zentrale Stern in der Mitte des Nebels hat immerhin noch eine Helligkeit von 11,2mag. Damit das blaue Ei sichtbar wird, habe ich dieses Bild 54 Minuten lang belichtet. Länger war leider nicht möglich, da dann NGC 1360 hinter den Bäumen in Nachbars Garten verschwand.

 Nicht das schönste Bild, aber besonders erfreut hat mich dieses Ergebnis:

NGC 247, 11.12.25 um 21:05 Uhr MEZ

 NGC 247 wird auch die Nadelöhr-Galaxie genannt. Sie steht im Sternbild Cetus (Walfisch) und steigt bei mir nur 17° Grad über den Horizont. Die meiste Zeit zieht sie also auch nur knapp über Bäume und Büsche auf dem Nachbargrundstück hinweg, was man auch ein bisschen auf dem Bild erkennen kann. Das Bild wurde insgesamt brutto gut drei Stunden belichtet, viele der einzelnen Aufnahmen wurden von meinem Vespera jedoch verworfen, so dass zum Stacken nur 704 Einzelbilder verwendet wurden, also nur eine Netto-Belichtungszeit von 117 Minuten erreicht wurde. Mir gefällt an dieser Galaxie besonders der Name. Unser Blick fällt recht seitlich auf die Galaxie, dadurch wirkt sie schon mal recht schmal. Das wirklich besondere ist jedoch, das sie im oberen Bereich weniger gefüllt zu sein scheint als im unteren Bereich. Es sieht fast so aus, als ob man dort hindurch gucken könne, halt so wie bei einer Nähnadel mit ihrem Loch (Öhr) für den Faden.

Es fehlen noch ein paar weitere Beobachtungen, jetzt soll diese Seite aber erstmal online gehen, denn gleich geht es zum nächsten Abend unserer Einführungsreihe in die Astronomie.
 

Sonntag, 7. Dezember 2025

8. - 14. Dezember 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab. Er zieht sich von Tag zu Tag weiter vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten kann Merkur am Morgenhimmel ab ca. 6:30 Uhr gefunden werden. Die Venus steht schon zu dicht an der Sonne, sie bleibt unsichtbar, genauso wie der Mars. Jupiter geht um 19:00 Uhr im Osten auf und ist dann nach dem Mond das hellste "Gestirn" am Nachthimmel. Saturn steht abends um 19 Uhr genau im Süden ist geht bald nach Mitternacht im Südwesten unter. Auch die Fernglasplaneten Uranus und Neptun lassen sich am Abendhimmel noch finden.

Am Montag, den 8. Dezember, geht die Sonne um 8:19 Uhr auf und um 16:15 Uhr unter. Der helle Tag ist noch einmal 12 Minuten kürzer als vor einer Woche. Zum Ende der Woche haben wir mit 16:13 Uhr die frühesten Sonnenuntergänge des Jahres. Das ist noch nicht der kürzeste Tag, weil sich die morgendlichen Sonnenaufgänge bis Anfang Januar hin immer später werden. Mittags erreicht die Sonne nur noch eine Höhe von 15° Grad über dem Horizont. Der abnehmende Mond geht um 20:12 Uhr auf, er ist dann noch zu 80 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (16)Psyche (9,7mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Ab ca. 18:50 Uhr wandert Saturnmond Titan vor dem Planeten vorüber. Kleinplanet (42)Isis (11,7mag) steht um 5:00 Uhr in 5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP31850 (6,4mag).

Am Dienstag, den 9. Dezember, geht der Mond um 21:38 Uhr auf, er ist dann noch zu 70 Prozent beleuchtet, er nähert sich dem hellen Regulus im Sternbild Löwe. Asteroid (441)Bathilde steht 127 Jahre und einen Tag nach der Entdeckung in Opposition im Sternbild Stier.

Am Mittwoch, den 10. Dezember, wird von 8:35 Uhr bis 9:27 Uhr der helle Regulus (1,4mag) vom Mond bedeckt. Da dann schon die Sonne aufgegangen ist, empfiehlt sich die Beobachtung mit einem Fernrohr, das schon in der morgendlichen Dunkelheit auf eine automatische Nachführung auf den Stern eingerichtet wurde. Der Mond geht um 12:25 Uhr unter und am Abend um 23:00 Uhr auf, dann ist er noch zu 60 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (89)Julia (10,8mag) steht in nur 5,5' Bogenminuten Abstand zu Stern 28 Aqr (5,6mag).

Am Donnerstag, den 11. Dezember, erreicht der Mond um 21:52 Uhr das Letzte Viertel, er steht dann bei uns jedoch noch unter dem Horizont. Er geht erst um 0:15 Uhr auf, also am Freitag auf.

Am Freitag, den 12. Dezember, geht der Mond um 0:15 Uhr auf und um 12:47 Uhr unter. Um 19 Uhr beginnt heute an der Volkssternwarte Paderborn der letzte Teil unserer Serie Einführung in die Astronomie, diesmal geht es um die Astrofotografie.

Am Samstag, den 13. Dezember, geht der Mond um 1:27 Uhr auf, er ist dann zu 39 Prozent beleuchtet. Zwischen 7:14 Uhr und 7:21 Uhr fliegt die ISS erstmalig in dieser neuen Morgensichtbarkeitsperiode in maximal 21° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. An diesem Wochenende kann es sich lohnen, nach Sternschnuppen Ausschau zu halten. Der Meteorstrom der Geminiden erreicht diese Nacht sein Maximum. Es könnten mehr Sternschnuppen beobachtet werden als bei den Perseiden im August.bis zum Mondaufgang 

Am Sonntag, den 14. Dezember, geht der Mond um 2:39 Uhr auf, seine Sichel ist nur noch zu 29 Prozent beleuchtet. Er nähert sich Spica in der Jungfrau. Zwischen 6:26 Uhr und 6:33 Uhr fliegt die ISS in maximal 15° Grad Höhe über unseren südöstlichen Morgenhimmel hinweg.

Samstag, 6. Dezember 2025

4. Dezember 2025: Sonne, Mond, Sterne, Nebel, Galaxien

An den meisten Tagen in der letzten Woche war der Himmel bewölkt. Ich wollte unbedingt die großen Sonnenfleckengruppen fotografieren, die in dieser Woche in die Sonne rein rotiert sind, waren diese doch zuvor sogar vom Marsrover Perserverance fotografiert worden. 

Am 29. November war mir zuletzt ein Foto der Sonne gelungen, da war von dieser großen Fleckengruppe jedoch nur der Anfang zu sehen:

Die Sonne am 29.11.25

 Links unten ist die Gruppe noch recht unauffällig. Leider war es in den kommenden Tagen sehr schwierig die Sonne überhaupt zu sehen. Am 4. Dezember hatte ich dann endlich mehr Glück:

Sonne am 4.12.25 um 13:34 Uhr

 Auch hier war der Himmel nicht wolkenfrei, aber alle wesentlichen Fleckengruppen auf der Sonne sind zu erkennen.Der große Komplex auf der Südhalbkugel der Sonne ist gleich in drei Gruppen eingeteilt worden, die Regionen AR 4294, 4296 und 4298, wobei die 4298 die jüngste ist und jetzt "an der Spitze" der Fleckengruppe steht.

Durchaus überraschendist diese große Gruppe bislang jedoch relativ ruhig, obwohl sie eine passende magnetische beta-gamma-delta Struktur hat, hat es noch keine größeren Flares oder CMEs aus der Gruppe gegeben. Der unscheinbare kleine Fleck etwas links über der Gruppe, die AR 4300 dagegen hat schon einen M6-Flare produziert, der mit einem CME verbunden war, der eventuell soger die Erde streifend am 7. Dezember treffen könnte.

Wieder einmal zeigt die Sonne, dass die Gleichung großer Fleck = großer Flare = großer CME = viele Polarlichter so einfach leider nicht ist. Polarlichtfreunde müssen sich also weiterhin in Geduld üben. 

Die Nacht vom 4. auf den 5. Dezember war auch eine Vollmondnacht:

Vollmond am 4.12. gegen 21:30 Uhr

 Trotz des Vollmonds konnte ich auch einige Sterne fotografieren. Zunächst etwas schwierig:

T Crb ?
 

T CrB steht am Abend im Nordnordwesten viel zu tief hinter den Bäumen auf den benachbarten Grundstücken verborgen. Die Kamera macht zwar Foto, da sie inzwischen durch die Äste und Zweige hindurch auch immer wieder Sterne erblickt, die Blätter sind ja praktisch alle gefallen, aber besser wäre es schon zu warten, bis T CrB am Morgenhimmel im Nordosten wieder etwas höher steht. Doch solange aufbleiben wollte ich auch wieder nicht - und im Laufe der Nacht zog der Himmel auch wieder zu.

Mehr Sterne sind hier zu sehen:

M 31, M 32 und M110

 In diesem Bild ist die Andromedagalaxie (und ihre Begleiter) etwas nach links gerückt, denn ich wollte eigentlich eine neue Nova (M31 2025-11C) in der Andromedagalaxie fotografieren. Diese sollte sich ungefähr in der Bildmitte innerhalb der roten Markierung befinden. Doch leider hatte ich diesmal keinen Erfolg. Die Helligkeit sollte ca. 17mag betragen. Wahrscheinlich hat der Vollmond dazu beigetragen, dass ich trotz 45 Minuten Belichtungszeit diese "Tiefe" diesmal nicht erreichen konnte, oder sie ist inzwischen noch lichtschwächer geworden, waren die Aufnahmen anderer Sternfreunde (Manfred, Markus) doch auch schon vor rund zehn Tagen entstanden. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Schon zuvor hatte ich angefangen, einen ganz besonders lichtschwachen planetarischen Nebel zu fotografieren, der erst 1941 entdeckt wurde und für den man mehrere Stunden Belichtungszeit benötigt. Das Objekt "Jones 1 (PK 104-29.1)".  Ein Objekt, so ähnlich wie der "Kopfhörernebel", den ich im Frühjahr beobachten konnte.

"Jones 1" (zart blau in der Mitte des Bildes)

 Das Bild wurde über drei Stunden lang belichtet (194 Minuten). Nicht in einem durchgehenden Stück, sondern, immer wenn ich in den letzten Wochen mal etwas längere Zeit freie Sicht auf den Himmel hatte. Ich finde diese zwarten bläulichen Schleier überaus faszinierend. Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, noch mehr Belichtungszeit in dieses Bild zu investieren, oder ob es mir vielleich sogar irgendwann mal wieder gelingt, mit meinem größeren Teleskop auf dieses Objekt drauf zu halten. Etwas mehr Informationen zu diesem Objekt findet man zum Beispiel auf der Webseite deepskycorner.

 Trotz mancher Fehlschläge, Astronomie ist schon ein faszinierendes Hobby!