Montag, 26. Februar 2018

5. März 2018: „Zehn hoch“ - Eine Reise in die (Un-)Tiefen des Universums

Am Montag, den 5. März um 19:30 Uhr, hält mein Sternfreund Dr. Martin Otte wieder einen sicherlich ganz spannenden Vortrag in der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus:

„Zehn hoch“ - Eine Reise in die (Un-)Tiefen des Universums


In der Ankündigung dazu heißt es auf der Webseite der Sernwarte:

In diesem Vortrag nimmt Dr. Martin Otte seine Zuhörer mit auf eine Reise, in die Dimensionen der entferntesten und größten sowie kleinsten Strukturen, die Gegenstand wissenschaftlicher Forschungen sind. Die Reise zwischen Quasaren und Quarks wird in Schritten des Größen-Faktors 10 vorgenommen.

Auf etwa 45 „Stationen“ wird an besonders markanten und interessanten Punkten verweilt, um nicht nur über die Objekte zu berichten, die auf der entsprechenden Skala zu erkennen sind. Auch werden die richtigen Größenrelationen innerhalb des Universums, von denen man sich oft völlig falsche Vorstellungen macht, ins rechte Licht gerückt.

Wer hätte denn zum Beispiel gewusst, dass in einem Modell, in dem unser Planetensystem den Durchmesser von lediglich einem Zentimeter hat, unsere Milchstraße ganz Deutschland überdecken würde? Der Referent vermittelt in diesem Vortrag die Zusammenhänge zwischen Makro- und Mikrokosmos und erklärt unter anderem, wie es sein kann, dass ein Fingerhut voll Neutronenstern-Materie in etwa soviel wiegt, wie alle deutschen Autos zusammen.


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zu Gute. 

Und noch ein Hinweis: Wegen des großen Interesses wird der Vortrag am 12. März, ebenfalls um 19:30 Uhr an der Sternwarte wiederholt!

Sonntag, 25. Februar 2018

26. Februar - 4. März 2018: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond, der Mond dominiert ganz eindeutig den Nachthimmel. Von den hellen Planeten kann bei klarer Horizont sich nach Westen am Abend nach Sonnenuntergang die Venus gefunden werden. Mit etwas Glück kann gegen Ende der Woche vielleicht auch Merkur gefunden werden, die helle Venus kann dabei als Wegweiser dienen. Jupiter geht bereits gegen 1:00 Uhr im Osten auf und leuchtet am Morgen um 6:00 Uhr hell im Süden. Mars ist ab etwa 3:45 Uhr zu beobachten und Saturn ab ca. 5:30 Uhr. Die ISS beginnt wieder eine Periode mit morgendlichen Überflügen.

Am Montag, den 26. Februar, geht die Sonne um 7:17 Uhr auf und um 17:59 Uhr unter. Der helle Tag ist damit 28 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der bereits zu 87 Prozent beleuchtete Mond erreicht um 21:44 Uhr seine größte Höhe von 57° Grad genau im Süden.

Am Dienstag, den 27. Februar, steht der Mond in Erdnähe. Da wir haben aber noch keinen Vollmond haben wird auch die Presse diesmal nicht von einem "Supermoon" sprechen.

Am Mittwoch, den 28. Februar, ist die ISS am Morgen zwischen 6:16 Uhr und 6:21 Uhr am Süd(ost)-Himmel zu sehen, sie fliegt deutlich unterhalb von Jupiter, aber oberhalb von Mars am Morgenhimmel entlang.

Am Donnerstag, den 1. März,  fliegt die ISS zwischen 5:24 Uhr und 5:28 Uhr ganz tief im Südosten knapp unterhalb von Antares und Mars am Morgenhimmel entlang. Der volle Mond geht um 17:26 Uhr auf, die exakte Vollmondposition wird jedoch erst am Freitag erreicht.

Am Freitag, den 2. März, fliegt die ISS zwischen 6:07 Uhr und 6:14 Uhr schon leicht oberhalb von Jupiter über unseren Morgenhimmel entlang. der volle Mond geht um 7:35 Uhr im Westen unter. Die exakte Vollmondposition wird um 9:09 Uhr erreicht. Am Abend geht der immer noch volle Mond um 18:45 Uhr im Osten wieder auf. Kurz nach Sonnenuntergang steht Merkur heute noch etwas unterhalb und rechts neben der Venus. Um 19:25 Uhr gibt es im Sternbild Zwillinge einen kleinen Iridiumflare von -1mag Helligkeit. Der veränderliche Stern Algol zeigt heute um 22:35 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Samstag, den 3. März, taucht die ISS um 5:16:44 Uhr unterhalb von Jupiter aus dem Erdschatten auf und fliegt dann nach Osten der Sonne entgegen. Kurz nach Sonnenuntergang ist Merkur heute etwa auf gleicher Höhe mit der Venus, ungefähr 1° (= zwei Vollmonddurchmesser) weiter nach rechts, nach Westen hin. Der immer noch zu 96 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:00 Uhr auf.

Am Sonntag, den 4. März, taucht die ISS wenige Sekunden vor 6:00 Uhr unterhalb des Mondes im Südwesten aus dem Erdschatten auf und fliegt dann in maximal 51° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg. Merkur steht heute immer noch rechts, aber schon leicht oberhalb zur Venus. Der jetzt nur noch zu 90 Prozent beleuchtete Mond geht um 21:17 Uhr auf. Er zeigt heute maximale Libration in Breite, der Krater Grimaldi am Ostrand steht nah am Mondrand.

Donnerstag, 22. Februar 2018

22. Februar: Venus ist da - und auch das Mond-X !

Heute Abend gelang es mir erstmalig in diesem Jahr die Venus zu sehen. Nach Sonnenuntergang war sie tief im Westen zu erkennen. Zunächst im Fernglas, doch dann auch mit dem bloßen Auge. Noch steht sie bei Sonnenuntergang nur wenige Grad über dem Horizont - auch wenn der Himmel über einem klar ist, zum Horizont hin ist es leider meist bewölkt oder dunstig. Doch ihr Abstand zur Sonne wird von Tag zu Tag größer und damit ihre Sichtbarkeit immer besser. In wenigen Wochen schon wird sie uns als wirklich strahlender Abendstern erfreuen können. Und wer weiß, wenn man dann im Frühjahr mit der Liebsten im Arm ....

Hier ein Bild von heute, die Venus ist als kleiner heller Stern in der Bildmitte in der orangenen Dämmerung doch gut zu erkennen:

Venus am Abend des 22.2.18, nur 3,5° Grad über dem Horizont
Die Venus stand nur 3,5° Grad über dem mathematischen Horizont. Da kann sie natürlich auch leicht von Häusern, Bäumen oder Sträuchern verdeckt werden. Man braucht schon etwas Glück, um die richtige "Lücke" zu erwischen.

Am Abend war zunächst auch der Mond noch gut zu sehen, dann kamen Wolken auf, doch gegen 21 Uhr war es wieder schön klar, hier ein Foto:

Der Mond am 22.2.18 um 21:03 Uhr

Wir nähern uns dem Ersten Viertel, welches der Mond morgen früh um 9:09 Uhr erreicht. Wenn Sie sich den Mond genau anschauen, dann können Sie heute am Terminator, an der Schattengrenze zwischen Mondtag und Mondnacht eine besondere Struktur erkennen, ein "X". Haben Sie es gefunden?

Hier ein Ausschnitt aus einer überbelichteten Aufnahme, das "X" ist ziemlich genau in der Bildmitte:

Das Mond-X
 Spinner würden jetzt anfangen von"geheimnisvollen Zeichen" auf dem Mond zu orakeln, denn dieses X ist nur für wenige Stunden auf dem Mond sichtbar. Eine ausführliche Erklärung finden sie in einem Artikel von Peter Oden im Blog von Abenteuer Astronomie.

Dienstag, 20. Februar 2018

19. Februar: Das schöne Wetter hält an....

Die Nächte sind zwar teilweise klirrend kalt, doch wir haben dafür immer wieder tagssüber Sonnenschein und nachts klaren Himmel. Zwischendurch ist es auch mal dunstig oder bewölt. Doch insgesamt ist dieses Wetter für uns Hobbyastronomen natürlich viel schöner als ein ständig bewölkter Himmel.

Leider hat man trotzdem nicht unbegrenzt Zeit, anderes ehrenamtliches Engagement fordert auch immer wieder seine Zeit. So habe ich es am Montag leider nicht einmal zum Vortrag in die Sternwarte geschafft. Um 18:15 Uhr gelang mir jedoch noch diese Aufnahme des Mondes:

   
Mond am 19. Februar 2018 um 18:15 Uhr
Der Mond war Montagabend zu 15 Prozent beleuchtet. Im Vergleich zu gestern ist deutlich zu sehen, wie der Terminator, die Grenze zwische  Nacht und Tag auf dem Mond immer weiter nach Osten wandert.

Mal sehen, wie sich das Wetter in den kommenden Tagen weiter entwickelt.

Sonntag, 18. Februar 2018

18. Februar: Erneut schmale Mondsichel

Auch hute ar die Mondsichel noch recht schmal. Bei Sonnenuntergang dachte ich noch, der Himmel zieht sich vollkommen zu, doch dann tauchte der Mond zwischen Wolkenlücken doch noch auf. Hier ein Foto von 18:22 Uhr:

Mondsichel am 18. Februar 2018
Das Mare Crisium ist schon vollständig zu sehen. Und es steht relativ dicht am Mondrand. Dadurch ist leider auch der Krater "Weierstrass", benannt nach dem aus Paderborn stammenden Mathematik-Genie, nicht auszumachen, er befindet sich genau auf der "Kante". Insgesamt ist heute Abend der Mond zu acht Prozent beleuchtet.

19. - 25. Februar: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond wieder zu, was sich sehr schön am Abndhimmel beobachten lässt. Von den großen Planeten kann vielleicht die Venus am Abendhimmel im Westen kurz nach Sonnenaufgang bis ca. 18:30 Uhr gefunden werden. Ihre Sichtbarkeit als Abendstern wird sich in den kommenden Wochen jedoch noch deutlich verbessern. Am Morgenhimmel sind Jupiter (ab 1:30 Uhr), Mars (ab  ca. 3:45 Uhr) und Saturn (ab 5:30 Uhr) kurz vor Sonnenaufgang zu sehen. Die ISS kann in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen beobachtet werden.


Am Montag, den 19. Februar, geht die Sonne um 7:32 Uhr auf und um 17:46 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt schon deutlich über zehn Stunden. Die zunehmende Mondsichel ist am Abend zu 15 Prozent beleuchtet und geht um 21:51 Uhr unter. Um 18:35 Uhr kommt es zu einer Sternbedeckung am oberen dunklen Mondrand von 26 Ceti, 6,2mag (Ferbglas nutzen!). Am Abend hält Frank Bewermeyer an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus um 19:30 Uhr einen Vortrag zum Thema "Astrofotografie".

Am Dienstag, den 20. Februar,  ist abends der Mond zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 23:02 Uhr unter. Um 18:32 Uhr kommt es im Süden, knapp unterhalb des Sternbilds Stier, zu einem mit -4mag recht hellem Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 21. Februar, geht der zu einem Drittel beleuchtete Mond erst nach Mitternacht unter. Um ca. 18:30 Uhr kommt es am oberen Mondrand zu einer Bedeckung des 4,4mag hellen Sterns mü Ceti.

Am Donnerstag, den 22. Februar, kommt es um 18:32 (fast) zu einer Wiederholung der Sternbedeckung von gestern. Heute ist das Sternchen jedoch nur 6,9mag hell, dieses Ereignis dürfte wesentlich schwieriger zu beobachten sein. Der Mond selbst nähert sich in der Nacht langsam dem Stier und den Plejaden.

Am Freitag, den 23. Februar, erreicht der Mond um 9:09 Uhr das Erste Viertel, dann steht er bei uns jedoch noch unter dem Horizont. Er geht noch am hellen Tag um kurz nach 11 Uhr auf und ist bis weit nach Mitternacht am Himmel zu sehen. Um 17:50 Uhr, also praktisch bei Sonnenuntergang, kommt es zu einer Bedeckung des hellsten Sterns im Stier, von Aldebaran. Dieser verschwindet dann hinter dem dunklen Teil des Mondes. Ob dies Ereignis schon beobachtet werden kann? Um 18:55 Uhr tritt Aldebaran am hellen Mondrand wieder hervor.

Am Samstag, den 24. Februar, kommt es um 19:21 Uhr am Rand des Sternbilds Zwillinge zu einem Iridiumflare von -4mag Helligkeit. Dieser Flare, der Mond und Beteigeuze im Orion bilden in etwa ein gleichschenkliges Dreieck. Später kommt es zu mehreren Bedeckungen lichtschwacher Sterne durch den Mond, um 21:39 Uhr, 21:51 Uhr, 22:31 uhr und 23:30 Uhr

Am Sonntag, den 25. Februar, kommt es um 18:10 Uhr am westlichen Rand des Sternbilds Stier (Höhe 46° Grad, Azimut 192°) zu einem mit -7mag sehr hellem Iridiumflare. Der Mond zeigt heute Abend im Fernglas wieder einmal seinen "Goldenen Henkel".


Samstag, 17. Februar 2018

17.Februar: Schmale Mondsichel am Abend

Heute Abend konnte sich eine ganz schmale Mondsichel gegen die Wolken und den Dunst am Himmel durchsetzen. Rund 44 Stunden nach Neumond war die Mondsichel nur zu drei Prozent beleuchtet:

Schmale Mondsichel am 17.2.2018 um 18:17 Uhr
Ich habe auch gleich noch versucht, den Mond durch mein Spektiv zu fotografieren. Krater und Einzelheiten auf der Oberfläche des Mondes sind jedoch nicht einfach zu erkennen. Die Luft war einfach zu "schlierenhaft", da war kein scharfes Bild hinzubekommen.

Mondsichel um 18:29 Uhr