Sonntag, 31. Dezember 2017

1. - 7. Januar 2018: Der Himmel über Bad Lippspringe

Ein neues Jahr beginnt. Die Erde hat es ein weiteres Mal um die Sonne herum geschafft, so wie schon ungefähr 4,6 Milliarden mal. Ich wünsche allen meinen Blogleserinnen und -lesern, das 2018 für sie ein gutes Jahr wird. Ich möchte sie gerne dabei wieder mit meinen kleinen "himmlischen Nachrichten und Ausblicken" durch das Jahr begleiten. Wenn das Wetter mitspielt, kann in den langen Nächten in dieser Woche viel beobachtet werden.

In dieser Woche haben wir Vollmond, erst gegen Ende der Woche zieht er sich vom Abendhimmel zurück und ermöglicht dann auch wieder die Beobachtung lichtschwächerer Objekte. Von den großen Planeten ist keiner am Abendhimmel mit dem bloßen Auge zu sehen. Inzwischen steht auch Neptun abends zu tief im Westen, so dass nur noch Uranus mit einem Fernglas bis ca. 1:00 Uhr am Abendhimmel gefunden werden kann. Mars und Jupitergehen bald nach 4:00 Uhr über der Egge auf und sind Objekte des Morgenhimmels vor Sonnenaufgang, beide kommen sich in dieser Woche sehr nahe. Dort kann auch die ISS bei Überflügen beobachtet werden. Bei guter Sicht zum Osthorizont kann vielleicht auch der Planet Merkur tief im Südosten gefunden werden, er geht (mathematisch gesehen) kurz vor 7:00 Uhr auf und erreicht etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang eine Höhe von ca. 5° Grad über dem Horizont.

Am Montag, den 1. Januar, Neujahr,  fliegt die ISS zwischen 6:22 Uhr und 6:27 Uhr über unseren Morgenhimmel in maximal 40° Grad Höhe hinweg. Die Sonne geht um 8:32 Uhr im Südosten auf, um 12:28 Uhr erreicht sie mit 15,2° Grad ihre größte Höhe im Süden und um 16:25 Uhr geht sie im Südwesten unter. Erst am Ende dieser Woche dauert der helle Tag länger als acht Stunden.

Am Dienstag, den 2. Januar, erreicht der Mond exakt um 3:24 Uhr seine Vollmondposition. Dies ist übrigens der größte Vollmond des Jahres und sogar der größte Vollmond bis November 2034. Die ISS fliegt zwischen 7:05 Uhr und 7:11 Uhr mit maximal 77° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Kleinplanet Nr. 8, Flora, erreicht am Abend seine Oppositionsstellung in den Zwillingen, Flora hat dann eine Helligkeit von 8,2mag. Um 17:29 Uhr gibt es im Südwesten (Azimut 208° Grad) in  18° Grad Höhe einen hellen Iridiumflare von -5,5mag.

Am Mittwoch, den 3. Januar, gibt es zunächst um 7:37 Uhr in 64° Grad Höhe (Azimut 336° Grad) zwischen dem Sternbild Größe Bärin (Großer Wagen) und dem Polarstern einen mit -8 mag sehr hellen Iridiumflare. Dann fliegt die ISS zwischen 7:47 Uhr und 7:57 Uhr praktisch genau über unsere Stadt hinweg. Heute früh erreicht die Erde übrigens den sonnennächsten Punkt auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. Auch erreicht der Meteorstrom der Quadrantiden heute sein Maximum, es können in den frühen Morgenstunden vielleicht viele Sternschnuppen gesehen werden. Der noch zu 95 Prozent beleuchtete Mond geht um 18:30 Uhr auf. Um 18:40 Uhr gibt es im Süden (Azimut 166° Grad, Höhe 33° Grad) einen hellen Iridiumflare von -4mag.

Am Donnerstag, den 4. Januar, auch heute fliegt die ISS praktisch genau über unsere Stadt hinweg, um 6:58 Uhr fliegt sie genau durch den Zenit, im Westen taucht sie eineinhalb Minuten vorher aus dem Erdschatten auf und verschwindet um 7:03 Uhr im Osten. Um 19:48 Uhr geht der Mond im Osten auf, er nähert sich Regulus, dem hellsten Stern im Löwen. Um 21:48 Uhr endet eine Sternbedeckung durch den Mond, Psi Leonis (5,3mag) taucht am dunklen Mondrand wieder auf.

Am Freitag, den 5. Januar, kann man ganz in der Frühe mehrfache Schatten- und Mondereignisse auf Jupiter beobachten, Europa und Ganymed ziehen vor der Planetenscheibe her (ihre Schatten eilen dabei voraus), Io wird vom Planeten selbst bedeckt, so dass um 7:00 Uhr z.B. nur der Mond Kallisto neben Jupiter zu sehen sein wird. Dann fliegt die ISS zwischen 7:39 Uhr und 7:47 Uhr mit 79° Grad Höhe erneut hoch über unsere Stadt hinweg. Um 9:52 Uhr bedeckt der Mond den hellen Stern Regulus, am Taghimmel dürfte diese Bedeckung tief im Westen kurz vor Monduntergang aber nicht zu beobachten sein. Am Abend geht der Mond um 21:07 Uhr auf. Für Mitglieder der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus gibt es um 18 Uhr eine Geräteeinweisung in der Kuppel der Sternwarte.

Am Samstag, den 6. Januar, heute fliegt die ISS noch einmal praktisch genau über unsere Stadt hinweg, um 6:49 Uhr fliegt sie genau durch den Zenit, im Westen taucht sie eineinhalb Minuten vorher aus dem Erdschatten auf und verschwindet um 6:54 Uhr im Osten. Der noch zu 71 Prozent beleuchtete Mond geht um 22:23 Uhr auf.

Am Sonntag, den 7. Januar, fliegt die ISS zwischen 7:30 Uhr und 7:37 Uhr in maximal 54° Grad Höhe noch einmal hoch am Morgenhimmel vorüber. Am frühen Morgen stehen Mars und Jupiter in nur 0,2° Grad Abstand nebeneinander, das ist weniger als ein halber Monddurchmesser. Am Abend geht der Mond erst um 23:36 Uhr auf, vorher können also auch gut lichtschwache Objekte am Himmel, "deep-sky", beobachtet werden.




Donnerstag, 28. Dezember 2017

Jahrbücher 2018 - jetzt noch schnell besorgen.

Das neue Jahr fängt bald an. Wer jetzt noch nicht sein Jahrbuch für die astronomischen Highlights des neuen Jahres gekauft hat, sollte sich sputen. Wer sich nicht nur aus meinem Blog informieren lassen will, sondern allgemein etwas mehr und professioneller aufgemachtes Wissenwertes über den sich ständig verändernden Nachthimmel erfahren will, braucht einfach einen speziellen "astronomischen Kalender". Hier meine Tipps:

Das Kosmos Himmelsjahr 2018 ist "der Klassiker". Hier erfährt man alles über "Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf", wie es im Untertitel heißt. Dieses Buch ist in 12 monatliche Kapitel eingeteilt. Für jeden Monat erfährt man die nötigen Informationen zum Sonnenlauf und Mondlauf, wann welche Planeten zu sehen sind, ob es hierbei vielleicht interessante Begegnungen (Konjunktionen) gibt sowie Informationen zum jeweiligen Sternenhimmel. Unterschiedliche "Monatsthemen" tragen zur eigenen astronomischen Weiterbildung bei. Hier lauten die Themen z.B.: "Der allernächste Stern und sein Planet", "Das 2James-Webb-Weltraumteleskop" oder "Mars in extremer Erdnähe". Viele kleine Aufsuchekarten und Abbildungen erleichtern, wenn man sich einmal eingelesen hat, die Orientierung und das Finden der gesuchten Objekte am Himmel. Dies Buch kostet 16,99 Euro.

Der Himmels-Almanach 2018 nennt sich zwar auch "astronomisches Jahrbuch", ist jedoch ein Abkömmling der Zeitschrift "Abenteuer Astronomie" und erscheint daher im Zeitschriftenformat. Hier gibt es für jede Woche eine Doppelseite, auf der einen Seite wird in verschiedenen Tabellen auf die Ereignisse Nacht für Nacht hingewiesen, auf der zugehörigen zweiten Seite wird jeweils ein Wochenthema beschrieben. Diese beziehen sich oft auch die Beobachtungsmöglichkeiten und enthalten viele sinnvolle Tipps für die Beobachtungspraxis. Die ersten Themen lauten "Merkur: Morgenvorstellung zu Jahresbeginn", "Helle Flora - große Herausforderung, Sternbedeckung durch einen Asteroid" oder " "Ceres steuert auf seine Opposition zu". Dies ist das günstigste Jahrbuch, es kostet 12,90 Euro, ist aber wohl nur direkt beim Verlag zu beziehen, so dass noch Versandkosten hinzu kommen.

Mein persönlich am meisten genutztes Jahrbuch ist auch im Kosmos-Verlag erschienen und heißt
"Der Sternenhimmel 2018". Es wird vom Schweizer Hans Roth herausgegeben und enthält neben kürzeren Monatsübersichten einen umfangreichen täglichen Teil mit den jeweiligen astronomischen Highlights für jeden einzelnen Tag. Viele Anregungen für meinen Blog hole ich mir aus diesem Buch. Umfangreiche Tabelle und detaillierte Karten, zum Beispiel für die Bahnen der Kleinplaneten, runden dieses Buch hervorragend ab. Allerdings ist dieses Buch mit 34,90 Euro auch das teuerste der drei vorgestellten Jahrbücher.

Und wenn Sie jetzt tatsächlich eines der Bücher (oder auch andere) kaufen wollen - bitte tun sie mir den Gefallen und besorgen sie sich das Buch bei einer Buchhändlerin oder einem Buchhändler vor Ort. Helfen Sie mit, Arbeitsplätze vor Ort zu erhalten!

28. Dezember: verschleierter Mond

Heute war mir das Glück nicht mehr so hold. Der Mond konnte sich kaum gegen die Wolken durchsetzen. Sterne waren gar nicht zu sehen, von der Sternbedeckung um 20:33 Uhr ganz zu schweigen.

Trotzdem hier ein Foto, einfach um den Zuwachs des beleuchteten Teil des Mond zu dokumentieren.

Mond am 28. Dezember 2017 um 20:35 Uhr.
Das Foto sieht besser aus als der Mond im Spektiv mit bloßem Auge zu sehen war. Denn da zogen immer wieder die Wolken durch, immer wieder war er auch ganz verschwunden. Doch zum Glück kann man ja mit Hilfe der Fotografie auch einzelne Momente "einfrieren". Wobei dies gar  nicht so einfach war, denn durch die ziehenden Wolken hatte der Autofokus der Kamera große Probleme. Von 24 Fotos sind nur ganz wenige halbwegs ansehnlich geworden.

Der der Erde zugewandte Teil des Mondes ist jetzt bereits zu 75 Prozent beleuchtet. Heute ist der Krater Kopernikus schon deutlich nach "innen" gerückt, die Grenze zum Sonnenaufgang, zum "Mond-Morgen" ist deutlich weiter gewandert. Selbst der "Goldener Henkel" ist als solcher schon nicht mehr sichtbar, dazu hätte man wohl vier oder fünf Stunden früher auf den Mond schauen müssen, jetzt liegt nicht nur das Jura-gebirge, sondern auch schon die komplette Regenbogenbucht in der Sonne.

Mittwoch, 27. Dezember 2017

27. Dezember: Mond zum Dritten

Als ich heute Abend bald nach 21 Uhr vom Theater nach Hause kam schien ein weiteres Mal der Mond vom Himmel herab. Und wieder war diese Wolkenlücke gar nicht angekündigt. Meine Wetter-App meldete gar "Bad Lippspringe 4° Grad bewölkt". Doch das stimmte gar nicht. Was für ein Glück!

Schnell wieder mein kleines Spektiv (kleines Fernrohr) heraus geholt und ein paar Fotos geschossen. Hier das vielleicht beste:

Mond am 27. Dezember um 21:33 Uhr MEZ
 Heute Abend ist der Mond jetzt schon zu 66 Prozent beleuchtet. Auffalend der Krater Kopernikus, noch dicht am "Terminator", an der Schattengrenze etwa in der Mitte des Mondes. Im Süden des Mondes ist der große Krater Clavius zu erkennen.

Dann kam die Wettervorhersage jedoch doch noch zu ihrem Recht. Schnell zogen wieder Wolken auf und von den Sternen war nur noch wenig zu sehen. Nun sitze ich wieder drinnen am Computer - doch der Mond scheint schon wieder hell durchs Fenster. Sind die Wolken schon wieder weg? Soll ich vielleicht doch noch einmal nach draußen?

Auf diesem Bild sind die Wolken gut zu sehen. Erstaunlich, dass sich auf dem Foto noch Sterne bis zur 7,5 Größenklasse erkennen lassen. Trotz Wolkn zeigt der Chip hier mehr Sterne, als it dem bloßen Auge zu erkennen sind.

Sternenhimmel am 27. Dezember 2017 um kurz nach 22 Uhr.
Orion ist unten in der Bildmitte zu erkennen, links oben leuchten Castor und Pollux von den Zwillingen. Oben rechts kann man die Plejaden finden, darunter (das auf der Seite liegende "V") ist der Sternhaufen der Hyaden, ebenfalls im Stier. Die Strichspuren stammen von Flugzeugen. Dieses Bild wurde mit einem 20mm Weitwinkel-Objektiv und meiner Canon 5D Mark II Kamera geschossen, bei ISO1600, 10 Sekunden belichtet bei Blende f=2.0.

Dienstag, 26. Dezember 2017

26. Dezember: ... noch einmal der Mond am Abend

Auch heute Abend wurde der Himmel klarer als angesagt. Zwar zogen immer wieder Wolken durch, aber ein bisschen ließen sich doch der Mond und andere Objekte am Himmel beobachten.

Hier ein Blick Richtung Süden, die Kleinbildkamera wurde nur provisorisch aufgestützt. Das Bild zeigt schön die durchziehenden Wolken, aber auch den Orion in der rechten Bildhälfte und im unteren Bereich - ziemlich in der Mitte - den hellen Stern Sirius und weitere Sterne des "Großen Hund".:

Nachthimmel mit Wolken am 26. Dezember 2017 um 23:30 MEZ

Und hier noch ein Bild des Mondes, aufgenommen um 23:14 Uhr:

Mond im Ersten Viuertel, am 26. Dezember 2017
Das Erste Viertel hatte der Mond heute bereits um 10:20 Uhr erreicht, da war er bei uns jedoch unter dem Horizont. Jetzt, 13 Stunden später, war er schon zu 56 Prozent beleuchtet, auch wenn man diese 6 Prozent mehr kaum auf dem Foto und im Fernglas mmit dem bloßen Auge erkennen kann.

Das Mare Crisium steht sehr dicht am Rand. Mit -7,95 Grad hat die Libration in Länge aber wirklich auch einen sehr extremen Wert erreicht. Was die Libration bedeutet, wird recht gut in einem Eintrag bei Wikipedia erklärt.

Montag, 25. Dezember 2017

25. Dezember 2017: endlich wieder eine Nacht ohne Wolken

Heute Abend haben wir endlich mal wieder eine "sternenklare Nacht". Noch scheint bis kurz vor Mitternacht der Mond, doch die Sterne des Orion strahlen schon groß vom Himmel.

Ich habe es ja schon gar nicht mehr für möglich gehalten, in diesem Jahr noch einmal einen halbwegs wolkenfreien Blick zum Nachthimmel werfen zu können. Doch die Wettervorhersage stimmte tatsächlich. Jetzt ist die Gelegenheit mal wieder am Sternenhimmel spazieren zu gehen.

Hier schnell ein Bild vom Mond von heute Abend, dann geht es wieder nach draußen:

Der Mond am 25.12.2017 um 22 Uhr MEZ
Neben dem Mond habe ich mir schon den Orionnebel und die Plejaden angesehen. Wenn der Mond weg ist und mehr und mehr Weihnachtsbeleuchtung abgeschaltet wird, dann kann man vielleicht sogar die Sterne der Milchstrasse sehen. Im Fernglas kommen sie schon cshönzur Geltung.

Sonntag, 24. Dezember 2017

25. - 31. Dezember 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

Ob wir wohl Glück haben werden, endlich die neuen Kameras, Fernrohre oder Ferngläser, die wir als Weihnachtsgeschenke bekommen, am Nachthimmel auszuprobieren? Oder müssen wir auf das neue Jahr warten? Egal, trotzdem hier die Highlights am Himmel über Bad Lippspringe für die letzte Woche des Jahres, vielleicht haben wir ja Glück.

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond mehr und mehr den Nachthimmel, lichtschwächere Objekte werden nicht einfach zu sehen sein. Dafür gibt es quasi ein "Festival" von Sternbedeckungen durch den Mond zu beobachten. Von den Planeten kann vielleicht Merkur vor Sonnenaufgang im Südosten gefunden werden, er geht noch vor 7 Uhr auf, verblasst dann aber schnell in der Morgendämmerung. Mars (ab ca. 4:15 Uhr) und Jupiter (ab ca. 4:45 Uhr) sind da schon einfacher zu finden. Neptun kann im Fernrohr oder gutem Fernglas bis ca. 21:30 Uhr gefunden werden, Uranus noch bis bald eine Stunde nach Mitternacht. Die ISS kann in der zweiten Wochenhälfte bei morgendlichen Überflügen gesehen werden.

Am ersten Weihnachtsfeiertag, Montag, den 25. Dezember, geht die Sonne um 8:31 Uhr auf und um 16:19 Uhr unter, der "helle" Tag ist also immer noch unter acht Stunden lang. Der Mond geht kurz vor Mitternacht (23:49 Uhr) unter, er ist abends zu rund 44 Prozent beleuchtet.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Dienstag, den 26. Dezember, erreicht der Mond um 10:20 Uhr das Erste Viertel. Am Abend ist er schon deutlich darüber hinaus zu rund 55 Prozent beleuchtet. Er geht dann auch erst nach Mitternacht unter. Heute zeigt er wieder einmal maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Mondrand.

Am Mittwoch, den 27. Dezember,  fliegt die ISS um 7:30 Uhr und 50 Sekunden genau zwischen Jupiter und Mars am Morgenhimmel vorüber. Der Mond steht am Abend ca. 4,5° Grad südlich von Uranus.

Am Donnerstag, den 28. Dezember, kann die ISS zwischen 6:35 Uhr und 6:38 Uhr am Südosthimmel beobachtet werden, sie fliegt knapp unterhalb von Mars und Jupiter entlang. Um 20:33 Uhr bedeckt der Mond einen 4,3mag hellen Stern im Walfisch.

Am Freitag, den 29. Dezember,  fliegt die ISS zwischen 7:28 Uhr und 7:38 Uhr in 36° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond bedeckt am Abend mehrere schwachleuchtende Sterne mit 6 bzw. 7mag, die erste Bedeckung findet um 20:17 Uhr statt, eine zweite kurz nach 22 Uhr und dann kurz nach Mitternacht sogar ein etwas hellerer Stern (5 Tauri) mit 4,3mag.

Am Samstag, den 30. Dezember, kann die ISS zwischen 6:28 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 25° Grad Höhe, aber oberhalb von Mars und Jupiter beim Überflug beobachtet werden. Auch heute Abend kommt es wieder zu mehreren Sternbedeckungen durch den Mond, um 18:10 Uhr wird gammaTauri mit 3,9 mag bedeckt, gegen 22:27 ein Stern von 5,3mag und um Mitternacht ein Stern von 4,8mag.

Am Sonntag, den 31. Dezember, Silvester, ist der Mond bereits zu 97 Prozent beleuchtet, den meisten Menschen wird er schon als "Vollmond" erscheinen. Die Liste der Sternbedeckungen durch den Mond wird auch nach Mitternacht fortgesetzt, um 2:19 Uhr wird Aldebaran, der hellste Stern im Stier (1,1mag) durch den Mond bedeckt. Am Morgen kann die ISS gleich zweimal, zuerst um 5:38 Uhr in der Nähe von Jupiter und Mars und dann, deutlich länger und höher zwischen 7:11 Uhr und 7:19 Uhr in maximal 56° Grad Höhe am Morgenhimmel beim Überflug beobachtet werden. Am Abend kommt es um 22:39 Uhr zu einer weiteren Sternbedeckung (119 Tauri, 4,7mag).