Sonntag, 24. Mai 2026

23./24. Mai 2026: Eine weitere schöne Astronacht mit Mond, Planet und Supernovae

Das schöne Wetter bleibt uns über Pfingsten wohl treu. Hier ein paar weitere Beobachtungsobjekte:


Mond um 22:17 Uhr MESZ

Als erstes Objekt stand natürlich der Mond auf der Liste. Heute hat er das Erste Viertel erreicht. Das "Mond-V" lässt sich schon erahnen, das "Mond-X" jedoch nicht, es liegt noch zu sehr im Dunkeln. Leider hatte ich das diesmal gar nicht in meiner Wochenübersicht notiert, so ist dies mir erst beim Betrachten der fertigen Fotos am nächsten Morgen aufgefallen. Sonst hätte ich den Mond später in der Nacht vielleicht auch noch einmal fotografiert.

Jupiter mit Monden um 22:12 Uhr MESZ

Jupiter selbst ist auf diesem Bild überbelichtet, damit die vier galiläischen Monde gut sichtbar werden.  Rechts vom Jupiter befindet sich gerade der Mond Callisto (eigentlich der mit der größten Bahn, also oftmals eher "weit außen" zu sehen, und weiter rechts davon Mond Io (eigentlich der mit der engsten Bahn um Jupiter, also meist eher ganz nah am Planeten). Auf der linken Seite auf diesem Foto sieht man eng beieinander die Monde Europa und Ganymed, die sich beinahe gegenseitig bedecken. Zu solch engen Begegnungen kommt es zur Zeit öfters, im Kosmos Himmelsjahr sind diese extra als "Konjunktionen" tabellarisch festgehalten.  Dies Bild ist gegenüber dem richtigen Anblick seitenverkehrt, da ich für meine Kamerafixierung am Teleskop noch ein zusätzliches Zenitprisma genutzt habe.

 Und natürlich war ich auch wieder auf der Suche nach fernen Supernovae unterwegs:

NGC 5583 mit der SN2026jlm

 In der Mitte des Bildes ist die Galaxie NGC 5583 markiert. Und wenn sie dort ganz genau hinschauen, dann sieht man innerhalb der grünen Markierung etwas rechts unterhalb des Galaxiekerns einen weiteren kleinen Lichtpunkt. Das ist die Supernova SN2026jlm. Sie wurde am 12. April 2026 entdeckt und hat jetzt noch eine Helligkeit von ca. 16,5mag. Das Bild wurde netto eine knappe halbe Stunde belichtet.

 

NGC 6070 mit SN2026ejy

Diese Supernova in der Galaxie NGC 6070 wurde sogar schon am 25.  Februar diesen Jahres entdeckt. Sie ist eine Supernova vom Typ II. Auf diesem Bild, das gut zwanzig Minuten belichtet wurde ist sie im "Rauschen" in der Galaxie nicht sehr deutlich zu erkennen.

Deshalb hier noch einmal ein Ausschnitt aus dem Bild, nachdem ich es mit der Skycolor-Software von Vaonis entrauscht habe. Hier zeichnet sich die Supernova gut vom Hintergrund ab:

Das gleiche Bild wie oben, nur entrauscht.

 Und schließlich habe ich auch noch einmal ein Bild von "alten Freunden" gemacht. Mir war eingefallen, dass ich im Mai 2022 meine erste Vaonis Vespera Beobachtungsstation bekommen hatte und mein erstes Bild damit, das berühmte "first light" der Galaxie M 60 und der benachbarten Galaxie NGC 4647 mit der Supernova SN2022hrs galt. Heute, vier Jahre später,  ist von dieser Supernova nichts mehr zu sehen:

M60 und NGC 4647 am 23. Mai 2026, 18 Minuten belichtet


 Im Mai 2022 sah mein erstes Foto dieser Gegend so aus:

M60 und Umgebung am 3. Mai 2022, 30 Minuten belichtet.

 Man erkennt nicht nur den Unterschied mit der Supernova damals und heute. Sondern es lässt sich auch gut erkennen, welche Fortschritte die automatische Bildverarbeitung seitdem gemacht hat. Das Rauschen ist deutlich weniger geworden, was nicht zuletzt vor längerem auch durch das Einführen des "Dithering" erreicht wurde. Okay, für einen faireren Vergleich hätte ich das neue Bild sicherlich auch 30 Minuten belichten sollen. Vielleicht erstelle ich so einen Vergleich noch einmal neu. Aber nicht mehr heute, da warten schon die nächsten neuen Ziele auf mich...

 

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