Sonntag, 15. Februar 2026

8. - 15. Februar 2026: Die Sonne in den letzten Tagen

 Die meiste Zeit war der Himmel ja leider bewölkt, zwischendurch gelangen mir nur einzelne Sonnenaufnahmen, die ich aber gerne hier zeige.

Sonne am 8.2. 26 um 12:59 Uhr MEZ

 
Sonne am 9.2.26 um 12:12 Uhr MEZ

Sonne am 15.2.26 um 12:58 Uhr MEZ

Am 8. und 9. Februar war die große Gruppe AR4366 noch am rechten Rand der Sonne zu sehen. Gut konnte man erkennen, wie sie immer weiter an den Rand rotiert. Von den Flecken in der Mitte der Sonne ist nur noch einer vorhanden, die beiden ungefähr übereinander stehenden Flecken sind auch schon weg rotiert. Dafür erschienen auf der anderen Seite der Sonne neue Flecken, am 8.2. zunächst einer, der jetzt am 15.2. schon etwas über die Mitte hinweg ist, am 9.2. folgte dann noch ein weiterer, etwas schwächerer Fleck. Und auch am 15.2. ist ein weiterer neuer Fleck auf der linken, östlichen Seite der Sonne hineinrotiert. 

Insgesamt sind diese Flecken jetzt nicht sehr auffällig. Trotzdem gab es  in der Nacht vom 14. zum 15. Februar in Norddeutschland Polarlichter zu sehen. Diese stammten jedoch nicht von einem CME, sondern wurden durch eine CIR ausgelöst. Eine CIR ist eine "corotating interaction region". Ich übersetze hier einmal (mit Hilfe von deepL) einen passenden Wikipedia-Artikel, der im Original nur in der englischsprachigen Ausgabe der Wikipedia existiert:

Eine korotierende Interaktionsregion (CIR) ist eine wiederkehrende Plasmastruktur in der Heliosphäre, die entsteht, wenn schnelle Sonnenwindströme mit langsameren Sonnenwindströmen vor ihnen interagieren. [1] Diese Interaktion erzeugt einen komprimierten Bereich, der sich mit der Rotation der Sonne zu drehen scheint; daher wird er als „korotierend” bezeichnet. [2]

CIRs entstehen, wenn schneller Sonnenwind, der typischerweise aus koronalen Löchern stammt, langsamere Windströme einholt. Die daraus resultierende Kompression erzeugt deutliche Grenzen: eine Vorwärtsdruckwelle an der Vorderkante und eine Rückwärtsdruckwelle an der Hinterkante. In größerer Entfernung von der Sonne können sich diese Druckwellen zu Schockwellen entwickeln. [2]

Die dreidimensionale Struktur von CIRs wird durch die Konfiguration des Sonnenmagnetfeldes beeinflusst. Da der magnetische Äquator der Sonne oft gegenüber ihrem Rotationsäquator geneigt und verzerrt ist, weisen CIRs in der Regel erhebliche Nord-Süd-Neigungen auf, die sich zwischen den Hemisphären unterscheiden. Die Vorwärtswellen bewegen sich mit zunehmender Entfernung tendenziell in Richtung der Sonnenäquatorialebene, während sich die Rückwärtswellen in Richtung höherer Breitengrade ausbreiten. [2]

CIRs spielen mehrere wichtige Rollen im Weltraumwetter und in der Heliophysik: Sie können geomagnetische Stürme auslösen, wenn sie die Erde erreichen,[3] beeinflussen die Verteilung energiereicher Teilchen in der Heliosphäre, tragen zur Modulation kosmischer Strahlung bei, insbesondere in Zeiten geringer Sonnenaktivität, und verursachen eine Kompression des interplanetaren Magnetfelds. 

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version) 

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