Sonntag, 25. Oktober 2026

26. Oktober - 1. November 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Diese Woche beginnt mit dem Vollmond, zum Ende der Woche hin nimmt er schnell ab, so dass am Sonntag bereits das Letzte Viertel erreicht wird. Von den hellen Planeten ist Saturn bis bald nach 4:00 Uhr zu sehen, gegen 22:30 Uhr erreicht er seine höchste Position im Süden. Mars geht bereits gegen Mitternacht im Osten auf, Jupiter folgte eine dreiviertel Stunde später. In. der Frühe des Donnerstags, 29. Oktober, zieht der leider noch sehr helle Mond über einige Plejadensterne hin weg. Die ISS ist weiterhin bei morgendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 26. Oktober, geht die Sonne um 7:08 Uhr auf und um 17:08 Uhr unter. Der helle Tag ist also noch genau zehn Stunden lang. Die ISS ist zwischen 4:51 (Schattenaustritt in 67° Grad Höhe) und 4:56 Uhr im Osten zu sehen, bei einem zweiten Überflug zwischen 6:25 Uhr und 6:33 Uhr erreicht sie eine maximale Höhe von 56° Grad über dem Horizont, sie fliegt knapp unterhalb von Mars und Jupiter entlang. Um 5:12 Uhr erreicht der Mond seine exakte Vollmondposition. Er geht um 7:39 Uhr unter und um 16:43 Uhr wieder auf. Seine größte Höhe über dem Horizont mit 58° erreicht er erst nach Mitternacht.

Am Dienstag, den 27. Oktober, tritt die ISS um 5:39 Uhr dicht beim Mond aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann knapp oberhalb von Mars und Jupiter über unseren Himmel. Der Mond geht um 17:09 Uhr im Nordosten auf, er ist um 22:00 Uhr noch zu 96 Prozent beleuchtet.

Am Mittwoch, den 28. Oktober, ist die ISS gegen 4:54 Uhr kurz im Osten zu sehen, zwischen 6:27 Uhr und 6:34 Uhr ist die ISS noch einmal bei einem Überflug in maximal 32° Grad Höhe zu sehen. Der Mond geht um 17:47 Uhr auf, er ist abends zu 90 Prozent beleuchtet. In der Nacht zum Donnerstag bedeckt der Mond ab ca. 1:40 Uhr verschiedene Sterne in den Plejaden. Außerdem zeigt er maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol schauen können. Bereits um 2:00 Uhr zieht Kleinplanet (695)Bella (12,3mag) in nur 4,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP115548 (7,4mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 29. Oktober, ist die ISS zwischen 5:41 Uhr und 5:47 Uhr in maximal 43° Grad Höhe bei einem Überflug zu beobachten. Der Mond geht um 18:43 Uhr bei Azimut 41° Grad (NO) auf, er ist abends zu 82 Prozent beleuchtet. Am Nachthimmel nähert er sich Mars und Jupiter. Um 2:53 Uhr soll der Schatten von Jupitermond Ganymed den Mond Kallisto verfinstern. Gegen 2:00 Uhr zieht Kleinplanet (63)Ausonia (11,6mag) in sogar nur 0,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP 26712 (6,0mag) vorüber.

Am Freitag, den 30. Oktober, ist die ISS um 4:56 Uhr kurz im Südosten zu sehen. Zwischen 6:28 Uhr und 6:35 Uhr fliegt sie in nur noch 17° Grad Höhe recht flach über unseren (südwestlichen) Horizont hinweg, dabei fliegt sie fast genau über Sirius hinweg. Der Mond geht um 19:52 Uhr auf und ist noch zu 72 Prozent beleuchtet.

Am Samstag, den 31. Oktober, Reformationstag, tritt die ISS um 5:42 Uhr bei Orion aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell in maximal 24° Grad Höhe gen Osten. Der Mond geht um 21:21 Uhr auf und ist zu 61 Prozent beleuchtet. Am Morgen um 1:20 Uhr endet die Bedeckung von 40 Gem (6,4mag) am dunklen Rand des Mondes. Gegen 0:40 Uhr zieht Kleinplanet (505)Cava (11,3mag) in nur 0,5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP 9622 (5,6mag) vorüber.

Am Sonntag, den 1. November, ist die ISS kurz vor 5:00 Uhr tief im Südosten zu sehen. Der Mond geht um 22:49 Uhr auf, eine gute Stunde zuvor hat er exakt das Letzte Viertel erreicht. 

Samstag, 24. Oktober 2026

Weitere Kleinplaneten: (2)Pallas, (4)Vesta, (46)Hestia, (126)Alkeste, (236)Honoria und (622)Esther

 In den ersten Oktobertagen standen auch mehrere Kleinplaneten auf dem Beobachtungsprogramm:

(46)Hestia am 14. Oktober 2026 um 23:17 MESZ

 (46)Hestia leuchtet mit ca. 10,9mag. Leider konnte dieses Bild nur knapp über 2 Minuten belichtet werden (140 Sekunden). Hestia wurde 1857 entdeckt.

(124)Alkeste am 14.10.26 um 23:37 Uhr MESZ

 (124)Alkeste wurde 1872 entdeckt. Auf meinem Bild hat sie eine Helligkeit von 11,5mag. Das Foto wurde 5 Minuten lang belichtet.

 

(622)Esther am 12.10.26 um 23:58 Uhr MESZ

 (622)Esther wurde im November 1906 entdeckt, also vor gut 120 Jahren. Dieses Bild wurde 400 Sekunden, also knapp 7 Minuten lang belichtet. (622)Esther hat eine Helligkeit von nur 12,1mag.

 

(4)Vesta am 12.10.26 um 23:47 Uhr MESZ


 (4)Vesta
habe ich schon häufiger fotografiert. Sie nähert sich jetzt wieder ihrer Opposition und war am 12. Oktober 6,5mag hell, was man auch gut auf dem Bild erkennen kann. Was mich etwas überrascht, dass die beiden Bilder vom 12. Oktober das gesuchte Objekt nicht in der Mitte anzeigen, sondern etwas verschoben nach rechts. Habe ich vielleicht veraltete Koordinaten verwendet? Es ist mir zumindest eine Lehre, auch bei Kleinplaneten nicht "blind" auf die Angaben in Stellarium zu vertrauen, sondern immer noch einmal zu prüfen, ob die Koordinaten auch wirklich aktuell vom MPC importiert worden sind.

(236) Honoria am 3.10.26 um 23:48 Uhr MESZ


 (236) Honoria
wurde 1884 entdeckt. Dieser Asteroid ist 11,2mag hell. Mein Foto wurde insgesamt etwas über fünf Minuten belichtet. Zuletzt hatte ich Honoria am 5. September beobachtet, sie hat sich seit dem schon ein ordentliches Stück über den Himmel bewegt, aber noch befindet sie sich im Sternbild Fische.

(2)Pallas am 5.10.26 um 23:21 Uhr MESZ

 (2) Pallas dreht zur Zeit ihre Runde unterhalb von (4)Vesta, Saturn oder anderen Kleinplaneten durch das Sternbild Walfisch. Am 5.10.26 war sie 8,4mag hell. Auch (2)Pallas habe ich schon häufig für meinen Blog fotografiert oder zumindest erwähnt.

Freitag, 23. Oktober 2026

Saturn in Opposition (vom 4. Oktober)

 Am 4. Oktober 2026 stand Saturn genau in Opposition zur Sonne. Also von der Erde aus gesehen genau gegenüber zur Sonne. Steht ein Planet oder Kleinplanet genau gegenüber der Sonne verhält er sich wie der Vollmond, er geht auf, wenn die Sonne untergeht und er geht unter, wenn am Morgen die Sonne aufgeht. Ein Objekt "in Opposition" ist also praktisch die ganze Nacht über zu sehen.

Da die Saturnopposition genau in die Schönwetterperiode zu Beginn des Oktobers fiel, habe ich Saturn mit verschiedenen Optiken beobachtet und fotografiert.

Dabei hatte ich auch eindlich mal wieder mein großes Teleskop, das Celestron C8 auf die Terasse geholt, um Saturn insbesondere mit einer ZWO ASI 178 MC Kamera abzulichten. Diese Kamera wird einfach in den Okularauszug des Fernrohrs gesetzt und dann werden zur Planetenbeobachtung kleine Filme aufgenommen. So ein Filmchen bvon zwei oder vier Minuten LÄnge esteht aus mehreren tausend Einzelbildern, diese werden dann gestacked, um so ein möglichst scharfes Bild des Planeten zu erzeugen.

Hier gleich mal ein Ergebnis, Saturn im C8 bei 2000mm Brennweite:

Saturn am 5.10.26 um 22:52 Uhr MESZ bei f=2000mm

 Das Bild habe ich hier gleich in Originalgröße eingestellt. Es ist schon spannend, dieses Bild genauer zu betrachten. Auffällig der helle mittlere Streifen auf dem Saturn. Der Ring ist leicht zu erkennen, aber schauen Sie einmal etwas genauer auf die Spitzen rechts und links des Rings. Ist da nicht auch eine leichte Verdunkelung zu erkennen?

Ja, das ist kein Artefakt der Bildbearbeitung, sondern der Saturnring hat tatsächlich eine (dunkle) Lücke, es ist die "Cassinische Teilung" des Saturnrings in einen Ring A und einen Ring B.  

Diese Teilung ist deutlicher zu erkennen, wenn wir die Vergrößerung des Saturnbildes erhöhen, also die Brennweite verlängern.

Diese konnte ich mit einer Barlowlinse erreichen, welche die Brennweite verdoppelt. Das nachfolgende Foto ist also bei 4000mm Brennweiter entstanden:

Saturn am 5.10.26 um 23:01 Uhr MESZ bei f=4000mm


 Auch dieses Bild habe ich wieder in Originalgröße eingestellt. Die Teilung ist in diesem Maßstab deutlich besser zu sehen. Aber es fallen auch andere "Bildstörungen" auf. Nach rechts unten erscheint Saturn leicht bläulich, nach links oben hin eher rötlich. Dieser Effekt ist der athmosphärischen Dispersion geschuldet. Es gibt dagegen spezielle ADC-Korrektoren, ich habe mir auch so einen gekauft, muss die richtige Einstellung dieses Teils noch finden, bzw. damit üben. Leider verliere ich Saturn beim Verschieben der "Korrekturlinsen" immer ganz schnell aus dem Bildfeld.

Ich habe Saturn jedoch nicht nur mit der Astrokamera fotografiert, sondern auch "einfach" nur mit meiner (spiegellosen) Digitalkamera, einer Canon RP.  Darin erscheint Saturn eine ganze Ecke kleiner:

Saturn mit Canon RP Kamera bei 1/4 sec

 Allerdings kann man mit einer solchen Kamera bei Überbelichtung von Saturn durchaus viele seiner Monde sichtbar machen. Statt einer Viertel Sekunde habe ich ds nächste Bild 15 Sekunden belichtet:

Saturn mit Monden am 5.10.26

 Die Monde von links nach rechts:  
 
- Titan (8,4mag) ist der hellste Mond. Titan ist der größte Mond des Planeten Saturn und der zweitgrößte Mond im gesamten Sonnensystem (nach Ganymed bei Jupiter). Mit einem Durchmesser von ca. 5150 km ist er sogar größer als der Planet Merkur.
- Rhea (9,8mag) st der zweitgrößte Mond Saturns, ein Eismond
- Dione (10,3mag) ist ebenfalls ein Eismond 
- Enceladus (11,6mag) ist ebenfalls ein Eismond, der sogar auch Eisvulkane zeigt
- Mimas (12,8mag) ist auf dem Foto kaum zu erkennen, Doch ganz dicht neben dem Ring ist noch ein kleines Lichtpünktchen zu sehen, das sollte der Mond sein. So zeigt es auch Stellarium für diese Zeit an. 
 
Der ebenfalls im Teleskop erkennbare Mond Tethys (10,1mag) befindet sich gerade direkt vor Saturn und ist dadurch nicht zu sehen. Der Mond Iapetus (11,0mag) befindet sich sehr weit rechts von Saturn entfernt und ist nicht mehr auf diesem Foto zu sehen.
 
 
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Sonntag, 18. Oktober 2026

19. - 25. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir am Sonntag endlich wieder die Zeitumstellung auf Normalzeit, die "klassische" MEZ. Der Mond nimmt kräftig zu, sein helles Licht macht deep-sky Beobachtungen schwerer. Von den hellen Planeten ist Saturn immer noch (fast) die ganze Nacht über zu sehen. Mars geht gegen 1:00 Uhr auf, Jupiter folgt eine Stunde später. Uranus ist ab ca. 20 Uhr beobachtbar und Neptun in etwa ähnlich wie Saturn. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen zu sehen. 

Am Montag, den 19. Oktober, geht die Sonne um 7:56 Uhr auf und um 18:23 Uhr unter, der helle Tag ist gegenüber dem letzten Montag schon wieder 27 Minuten kürzer geworden. Die ISS fliegt zwischen 6:31 Uhr und 6:37 Uhr in maximal 40° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond geht bald nach 16 Uhr auf, er ist am Abend um 22:00 Uhr zu 61 Prozent beleuchtet. Zwischen 21:20 Uhr und 23:30 Uhr kann auf dem Mond der Hesiodus-Strahl beobachtet werden. Der Mond geht erst um 0:40 Uhr am Dienstag unter.

Am Dienstag, den 20. Oktober, taucht die ISS um 5:45 Uhr in Richtung SSO aus dem Erdschatten auf und fliegt in den kommenden vier Minuten schnell nach Osten der Sonne entgegen. Ein zweites Mal fliegt sie zwischen 7:19 Uhr und 7:27 Uhr in maximal 78° Grad Höhe über unseren morgendlichen Dämmerungshimmel hinweg. Der Mond ist am Abend bereits zu 70 Prozent beleuchtet. Um 21:16 Uhr bedeckt der Mond einen 7,3mag schwachen Stern (HIP 106456ab).

Am Mittwoch, den 21. Oktober, fliegt die ISS zwischen 6:33 Uhr und 6:40 Uhr in maximal 66° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Bereits um 0:40 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol (Beta Per) ein Helligkeitsminimum. Der Mond geht um 16:33 Uhr auf. Dann kann auch noch bis ca. 18:30 Uhr der "Goldene Henkel" am Mond beobachtet werden, Am Abend um 22 Uhr ist er dann zu 79 Prozent beleuchtet. Um 23:40 Uhr bedeckt der Mond den 7,2mag hellen Stern HIP 110580, 

Am Donnerstag, den 22. Oktober, taucht die ISS um 5:47:45 in Richtung SSO kurz vor Mars und Jupiter aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann knapp oberhalb dieser beiden Planeten schnell Richtung Osten. Zwischen 7:21 Uhr und 7:28 Uhr fliegt die ISS noch einmal hoch über unseren Himmel hinweg, um 7h:24m:20s fliegt sie dabei durch unseren Zenit, also genau über unsere Stadt hinweg. Der Mond leuchtet am Morgen noch bis zu seinem Untergang 3:11 Uhr, am Nachmittag geht er um 16:45 Uhr auf und ist am Abend zu 87 Prozent beleuchtet. um 5:00 Uhr steht Kleinplanet (622)Esther (11,9mag) in nur 3' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP 10854 (6,5mag).

Am Freitag, den 23. Oktober, fliegt die ISS zwischen 6:35 Uhr und 6:42 Uhr noch einmal mit maximal 87° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg. Der Mond nähert sich Abend dem Planeten Saturn, er ist zu 93 Prozent beleuchtet, wir haben heute starke "Libration Ost", d.h. das Mare Crisium steht nahe am Rand. Am Morgen um 2:49 Uhr bedeckt der Mond den 5,8mag hellen Stern HIP 114822, der Mond steht dann noch ca. 13° Grad über dem Horizont in Richtung WSW. Um 2:00 Uhr steht Kleinplanet (27)Euterpe (11,1mag) in6,5' Bogenminuten Abstand zu Delta Cnc (3,9mag). Und um 6:00 Uhr steht (6)Hebe (10,7mag) in 9,5' Bogenminuten Abstand zu Omicron Leo.

Am Samstag, den 24. Oktober, ist die ISS nach dem Austritt aus dem Erdschatten um 5:50 Uhr in 68° Grad Höhe und Richtung OSO für kurze vier Minuten im Osten auf dem Flug zum Horizont zu sehen. Zwischen 7:23 Uhr und 7:30 Uhr fliegt sie ein weiteres Mal in maximal 81° Grad Höhe über unseren Dämmerungshimmel hinweg. Der Mond ist am Abend schon an Saturn vorbei gezogen, er ist zu 98 Prozent beleuchtet und strahlt praktisch die ganze Nacht über. Um 21:00 Uhr steht (8)Flora (10,9mag) in 4,5' Bogenminuten Abstand zu 51 Sgr (5,7mag)

Am Sonntag, den 25. Oktober, haben wir wieder die Zeitumstellung von der Sommerzeit auf die Normalzeit. Die Uhren werden um 3:00 Uhr noch einmal um eine Stunde zurück gestellt, so dass wir die Stunde von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr gleich zweimal haben. Sind wir die Morgende vorher immer automatisch um 8:00 Uhr aufgewacht, so ist es jetzt also erst 7:00 Uhr, wir könnten also noch eine Stunde länger schlafen. Dadurch verändern sich aber auch die Zeiten von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. War am Samstag der Sonnenaufgang noch um 8:05 Uhr und Sonnenuntergang um 18:12 Uhr, so sind diese Zeiten jetzt 7:06 Uhr und 17:10 Uhr. Es wird also am Abend "früher" dunkel. Die ISS fliegt heute zwischen 5:37 Uhr und 5:44 Uhr in maximal 88° Grad Höhe ein weiteres Mal fast genau ü+er unsere Stadt hinweg. Der Mond geht um 16:24 Uhr auf, um 5:12 Uhr am Montag erreicht er seine exakte Vollmondposition.

Sonntag, 11. Oktober 2026

12. - 18. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Anfang Oktober gab es eine Reihe schöner Tage und klarer Abende, an denen ich viele astronomische Beobachtungen machen konnte. Leider fehlte mir bislang die Zeit, diese hier in meinem Blog zu dokumentieren. Ich will mich bemühen, diese hier nach und nach einzustellen. Doch nun erstmal die Übersicht für die neue Woche.

In dieser Woche hält der Mond sich anfangs noch verborgen, er steht zu weit südlich und geht praktisch schon mit der Sonne unter, ab Mittwoch nimmt er dann langsam wieder zu. Von den hellen Planeten ist Saturn die ganze Nacht zusehen, Mars geht um ca. 1:00 Uhr auf und Jupiter folgt gegen 2:30 Uhr in der Frühe. Die ISS kann ab Donnerstag wieder bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 12. Oktober, geht die Sonne um 7:44 Uhr auf und um 18:38 Uhr unter. Die Tage werden jetzt schnell kürzer, heute dauert der helle Tag bei uns keine 11 Stunden mehr. In der Frühe lässt sich vielleicht eine der schönsten Begegnungen am Sternenhimmel des ganzen Monats beobachten: Der rote Planet Mars steht in den dunklen Morgenstunden genau mitten im Sternhaufen M44, der Praesepe. Bei Jupiter wird in den frühen Morgenstunden gegen 3:38 Uhr der Mond Io durch den Mond Europa verfinstert und später ab ca. 7:00 Uhr bedeckt. 

Am Dienstag, den 13. Oktober, steht Kleinplanet (4)Vesta (6,5mag) im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne, 

Am Mittwoch, den 14. Oktober, ist der Mond vielleicht erstmalig tief im Südwesten in der Nähe von Antares zu sehen. Er geht um 19:35 Uhr unter und ist schon zu 16 Prozent beleuchtet. In der Nacht zum 15. Oktober zieht Kleinplanet (622)Esther (12,0mag) in nur 1,5' Bogenminuten Abstand an Stern HD14857 oder auch TYC 4694-1053-1 (8,4mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 15. Oktober, ist der Mond am Abend zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 20:17 Uhr unter. Die ISS zieht zwischen 6:28 Uhr und 6:32 Uhr in nur 10° Grad Höhe sehr flach über unseren südöstlichen Horizont hinweg.

Am Freitag, den 16. Oktober, steht der Mond im Sternbild Schütze und ist zu 33 Prozent beleuchtet, er geht um 21:10 Uhr unter.  Um 19:16 Uhr bedeckt der Mond den 4,5mag hellen Stern HIP88839. Diese Bedeckung findet in nur 7° Grad Höhe leider sehr horizontnah statt. Die ISS fliegt zwischen 7:15 Uhr und 7:21 Uhr in maximal 29° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg, dabei fliegt sie um 7:17 Uhr ganz dicht an Sirius vorbei.

Am Samstag, den 17. Oktober, steigt der Mond maximal 11° Grad über dem Horizont auf, er ist zu 42 Prozent beleuchtet und geht um 22:14 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 6:28 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 21° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel entlang.

Am Sonntag, den 18. Oktober, erreicht der Mond exakt um 18:13 Uhr das Erste Viertel. Er geht am Abend um 23:25 Uhr unter. Die ISS ist heute früh zweimal zu sehen. Um 5:42 Uhr tritt sie unterhalb von Sirius im Sternbild Großer Hund aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell nach Südosten dem Horizont entgegen, beim zweiten Überflug fliegt sie zwischen 7:16 Uhr und 7:23 Uhr in maximal 52° Gard Höhe sogar etwas oberhalb von Jupiter über unseren Morgenhimmel hinweg.

4. Oktober 2026: Noch einmal NGC 7331 mit SN2026aaiv und vielen weitere Galaxien

 NGC 7331 und seine Umgebung begeistert mich immer wieder. Im letzten Jahr gab es dort schon die Supernova SN2025rbs (im Maximum 11,6mag hell), in diesem Jahr jetzt SN2026aaiv, ebenfalls mit 11,5mag sehr hell.

NGC 7331 am 4.10.2026 um 20:44 Uhr MESZ

 Das Bild wurde knapp zwei Stunden lang belichtet. Aber es zeigt nicht nur die helle Galaxie NGC 7331 in der Bildmitte, sondern viele weitere Objekte, wie sich aus der Analays von nova.astrometry.net zeigt. Allein 16 NGC-Objekte befinden sich in diesem Himmelsausschnitt. Sind das alles ferne Galaxien?

Das gleiche Bild mit weiteren Galaxien-Kennungen

Die Galaxien im rechten Teil des Bildes gehören zu Stephans Quintett, mit den Galaxien NGC 7317, 7318, 7319 und 7320. Stephans Quintett wurde nicht zuletzt dadurch berühmt, das es als Motiv für eine der ersten Aufnahmen des JWST ausgewählt wurde.

Auf dem Bild sind aber auch noch viele weitere Galaxien zu sehen, NGC 7315, 

Einige der Einträge im NGC Katalog haben sich am Ende jedoch nicht als ferne Galaxien herausgestellt, sondern z.B. als einfache oder doppelte Sterne wie in diesem Fall hier: NGC 7325, NGC 7326, NGC 7327, NGC 7333 und NGC 7338.

 NGC 7335, NGC 7336, NGC 7337, NGC 7340 und NGC 7343 sind dagegen wirklich ferne Galaxien.

IC 1405 ist dagegen wiederum auch nur ein Doppelstern. 

Es macht schon richtig Spaß, die vberschiedenen Bilder von NGC 7331 aus den letzten Jahren zu vergleichen. Das Aufleuchten und spätere schwächer werden der Supernovae zu vergleichen udn auch die Umgebung dieser Galaxie nach anderen interessanten Objekten zu untersuchen. Dabei kann man sich dann verschiedene Fragen stellen: welche Galaxie ist die amweitesten entfernte in meinem Bild? Welche ist die größte? Oder auch: stehen die Galaxien von Stephans Quintett wirklich in Wechselwirkung miteinander oder nur zufällig in der gleichen Blickrichtung? Meine Bilder geben da einen ersten Anstoß, über Wikipedia udn die dort genannten Quellen kann man dann weiter forschen. 

1.-6. Oktober 2026: Einige Messier-Objekte

Die Beobachtung von Objekten aus dem Messier-Katalog macht immer wieder besondere Freude. Charles Messier war wohl der erste "Kometenjäger" als Astronom. Aber das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht überraschend, konnte er als 13-jähriger doch schon den berühmten mehrschwänzigen Kometen C/1743 XI beobachten. Systematisch arbeitend hatte er später dann viele "Nebelflecke", die sich nicht als Kometen herausstellten, katalogisiert und somit einen Katlog von wunderschönen Sternhaufen, Nebeln und anderen lohnenswerten Objekten geschaffen.

Hier wieder einige dieser Objekte, die ich in den ersten Oktobertagen 2026 beobachtet habe.

Andomedagalaxie mit Begleitern

 Auf diesem Bild sind gleich drei Messier-Objekte zu sehen. Die Große Andromedagalaxie ist M 31,  unterhalb des hellen Kerns von M 31 befindet sich der kleine Begleiter M 32, und rechts oberhalb die zweite Begleitgalaxie M 110.

Das Bild wurde im Mosaic-Modus meines Vespera Pro erstellt und insgesamt 105 Minuten belichtet. Wenn ich Zeit finde, möchte ich es gerne mal nach besonderen Objekten in M31 untersuchen, die hellsten Kugelsternhaufen sollten darin schon zu finden sein.

Messier 74

 M 74 im Sternbild Fische habe ich etwas über eine halbe Stunde belichtet. Da diese Galaxie keine hohe Flächenhelligkeit besitzt, wird sie auch die "Phantom-Galaxie" genannt. Von dieser Galaxie gibt es viele phantastische Aufnahmen der Satellitenteleskope Hubble, JWST oder auch Spitzer.

 

M 71 am 3.10.26

 M 71 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pfeil. In mitten der vielen Sterne der Milchstrasse fällt er zunächst gar nicht so auf, auf den ersten Blick könnte es auch ein "offener Sternhaufen" sein. Dieses Bild wurde etwas über eine halbe Stunde belichtet.

M 11, am 4.10.26

 Im Vergleich zu M 71 hier einmal der "Wildentenhaufen", M 11 im Sternbild Schild. Dieser gilt als einer der kompaktesten offenen Sternhaufen. Auch dieses Bild wurde wieder etwas über eine halbe Stunde belichtet.

 

M 18 am 3.10.26

M 18 ist ein sehr lockerer offener Sternhaufen im Sternbild Schütze. Leider konnte ich hier nur gut 13 Minuten belichten, bevor das Objekt hinter Wolken verschwand. Bei längerer Belichtungszeit wären wahrscheinlich noch ein paar mehr schwach leuchtende Sterne zur Geltung gekommen.

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 6. Oktober 2026

1. - 6. Oktober 2026: Viele schöne klare Nächte

Anfang Oktober gab es eine wunderschöne Schönwetterperiode mit vielen recht klaren Nächten. Vielfach zogen auch Schleierwolken durch, so dass fotografieren nicht immer einfach war, aber da es auch auf den Neumond zuging, konnte ich doch eine ganze Menge Aufnahmen machen. Kalt wurde es auch und vor allem feucht. Meine Geräte draußen wurden oft klatschnass, aber immer noch lieber so als die dichten Herbstnebel, die an vielen Stellen Deutschlands jetzt auftauchen.

Ich konnte die ganze Vielfalt des Sternenhimmels beobachten. Tagsüber die Sonne mit ihren Flecken, ferne Galaxien mit ihren Supernovae, planetarische Nebel und auch unseren Ringplaneten Saturn, veränderliche Sterne (im übrigen, bei T CrB ist immer noch alles ruhig), Kometen, Kleinplaneten, bis hin zum abnehmenden Mond in den späten Nachtstunden. 

Ich kann gar nicht über alles berichten. Hier erstmal nur eine kleine Auswahl:

NGC 6210 am 4. Oktober 2026 um 22:10 Uhr MESZ


 NGC 6210 wird auch der Schildkrötennebel genannt. Besondere Einzelheiten sind bei diesem planetarischem Nebel mit meinem Vespera Pro nicht zu erkennen, dafür sind diese Geräte eigentlich auch gar nicht geeignet. Ich hatte diesen planetarischen Nebel schon einmal beobachtet, im August 2024. Das war jedoch in einer Vollmondnacht. Mein Bild damals hatte ich 35 Minuten belichtet, das Bild jetzt jedoch nur zehn Minuten! Trotzdem zeigt es viel mehr schwächere Sterne. Dies zeigt deutlich, wie wichtig für die Beobachtung ein dunkler Himmel ist. Bei Vollmond ist ein dunkler Himmel nirgendwo zu finden. Das Foto jetzt wurde noch deutlich vor dem Mondaufgang um 0:33 Uhr aufgenommen.

Inzwischen habe ich eine Reihe weiterer Postings mit Beobachtungsergebnissen aus dem Oktober geschrieben und veröffentlicht.  


Sonntag, 4. Oktober 2026

5. - 11. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Am Ende dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zum Beobachten lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist Saturn die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter bald nach 2:30 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus (5,6mag) bewegt sich durch das "Goldene Tor der Ekliptik", also zwischen den Plejaden (über ihm) und den Hyaden (unterhalb) hindurch. Die Internationale Raumstation (ISS) ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen, aber die chinesische Raumstation Tiangong, leider fliegt die Tiangong immer nur sehr flach über unseren Südhorizont.

Am Montag, den 5. Oktober, geht die Sonne um 7:32 Uhr auf und um 18:53 Uhr unter, der helle Tag ist also fast eine halbe Stunde kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond, noch zu 34 Prozent beleuchtet, geht um 0:33 Uhr auf, er ist nicht weit entfernt vom Mars (1,0mag). Gegen 6:00 Uhr in der Frühe beträgt der Abstand nur wenig mehr als ein halbes Grad, einen Vollmonddurchmesser. Gegen 4:40 Uhr wird Jupitermond Io von Jupitermond Europa verfinstert. Etwas später rotiert auch der Große Rote Fleck auf die uns zugewandte sichtbare Jupiterseite hinein.

Am Dienstag, den 6. Oktober, geht der Mond um 2:01 Uhr auf. Gegen 6:00 Uhr steht er ca. 2,5° Grad oberhalb von Jupiter (-1,8mag). Die Mondsichel ist nur noch zu 24 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (2)Pallas (8,2mag) steht heute im Sternbild Walfisch in Opposition zur Sonne. Zwischen 6:05 Uhr und 6:07 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südöstlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Mittwoch, den 7. Oktober, geht der nur noch zu 14 Prozent beleuchtete Mond gegen 3:30 Uhr auf, diesmal steht er dicht (ca. 1,5° Grad) unterhalb von Regulus (1,4mag) im Löwen. Zwischen 6:42 Uhr und 6:45 Uhr ist die Tiangong in maximal 13° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Donnerstag, den 8. Oktober, geht die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete Mondsichel um 4:49 Uhr auf. Um 5:45 Uhr tritt die Tiangong in 13° Grad Höhe im Sternbild Großer Hund aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell zum Horizont im Südosten.

Am Freitag, den 9. Oktober, geht die nur noch zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel um 6:09 Uhr auf, ob sie noch zu sehen sein wird? Zwischen 6:22 Uhr und 6:25 Uhr ist die Tiangong in maximal 12° Grad Höhe am südlichen Morgenhimmel zu sehen.

Am Samstag, den 10. Oktober, erreicht der Mond um 17:51 Uhr seine exakte Neumondposition. Er ist das ganze Wochenende über nicht zu sehen. Gegen 5:25 Uhr kann die Tiangong noch einmal kurz in maximal 10° Grad Höhe im Südosten gesehen werden.

Am Sonntag, den 11. Oktober, erreicht der Mars am Morgen gegen 5:00 Uhr den offenen Sternhaufen M44, die Praesepe. Vielleicht eines der schönsten Ereignisse des ganzen Monats. Zur gleichen Zeit steht Kleinplanet (89)Julia (11,5mag) in nur 7,5' Bogenminuten Abstand zum Stern 15 Cnc (5,6mag).

Sonntag, 27. September 2026

28. September - 4. Oktober 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond allmählich ab. Von den hellen Planeten ist Saturn praktisch die ganze Nacht über zu sehen, Mars geht bald nach 1:00 Uhr auf und Jupiter gegen 3:00 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus geht bald nach 21:00 Uhr auf, Neptun stand letzte Woche in Opposition zur Sonne, ist also auch die ganze Nacht über zu sehen, solange es ausreichend dunkel ist. Die ISS ist nur am Montag noch zu sehen.

Am Montag, den 28. September, geht die Sonne um 7:20 Uhr auf und um 19:09 Uhr unter, jetzt wird es deutlicher, dass die Tage kürzer und die Nächte länger sind. Zwischen 21:00 Uhr und 5:30 Uhr haben wir keine Dämmerung mehr, sondern richtig "astronomische Nacht". Der Mond geht um 19:19 Uhr auf, er ist immer noch zu 94 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 19:46 Uhr und 19:52 Uhr in maximal 19° Grad Höhe über unseren südwestlichen Himmel hinweg.

Am Dienstag, den 29. September, geht der zu 88 Prozent beleuchtete Mond um 19:40 Uhr auf. Nach 23:00 Uhr bedeckt er den Stern Epsilon Aries, (4,7mag) was allerdings so wohl nicht zu sehen sein wird, erst das Wiederauftauchen des Stern um 0:27 Uhr (am 30.9.) hinter dem dunklen Rand des Mondes wird sichtbar sein. Epsilon Ari ist ein Doppelstern, der sich in Teleskopen ab einer Öffnung von ca. 100mm optisch trennen lässt, was für Fernrohrbesitzer das ganze noch spannender machen kann. Kleinplanet (192)Nausikaa (8,4mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Der veränderliche Stern Beta Perseus (Algol) steht um 23:00 Uhr im Helligkeitsminimum (3,4mag).

Am Mittwoch, den 30. September, steht der Mond beim Aufgang um 20:09 Uhr direkt (östlich) neben den Plejaden. Weiter im Osten, wo es schon früher Nacht wurde, konnte eine Plejadenbedeckung beobachtet werden. Er ist heute zu 80 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 1. Oktober, geht der zu 71 Prozent beleuchtete Mond um 20:51 Uhr auf.

Am Freitag, den 2. Oktober, geht der nur noch zu 58 Prozent beleuchtete Mond um 21:51 Uhr auf. Nicht weit entfernt westlich von Jupiter steht Kleinplanet (6)Hebe (10,8mag) um 6:00 Uhr in nur 3' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP44984 (6,5mag). Und um 23:00 steht (324)Bamberga (10,4mag) in nur 0,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP99391 (7,3mag).

Am Samstag, den 3. Oktober, erreicht der Mond um 15:25 Uhr exakt das Letzte Viertel, theoretisch könnte er dann bei uns sogar noch kurz vor seinem Untergang im Nordwesten gefunden werden. Wenn er um 23:07 Uhr wieder aufgeht, ist er noch zu 46 Prozent beleuchtet. Gegen 4:00 Uhr in der Frühe steht (192)Nausikaa (8,4mag) in 7' Bogenminuten Abstand zu 35 Psc (6,0mag) und um 20:30 Uhr steht (18)Melpomene (10,2mag) in 5,5' Bogenminuten Abstand zu HIP93537 (6,0mag). Um 19:00 Uhr gibt es an der Volkssternwarte in Paderborn einen Vortrag mit den schönsten Bildern der Sonnenfinsternis vom 12. August dieses Jahres.

Am Sonntag, den 4. Oktober, steht Saturn genau in Opposition zur Sonne. Vielleicht ja auch mal eine gute Gelegenheit nach seinen Monden Ausschau zu halten. Titan steht links (östlich) von Saturn, Tethys, Rhea, Dione und Iapetus rechts (westlich) von ihm. Am Morgen endet um 6:24 Uhr am dunklen Mondrand die Bedeckung des Sterns 57 Gemini (5,0mag). Am Abend geht der Mond erst nach Mitternacht um 0:33 Uhr auf, er nähert sich langsam dem Mars. Gegen 4:00 Uhr steht (505)Cava (11,6mag) in nur 3' Bogenminuten Abstand zu 71 Cer (6,3mag),

 

Samstag, 26. September 2026

2. Oktober 2026: Vortrag mit den schönsten Bildern zur Sonnenfinsternis am 12. August

 

Vortrag: "Die totale Sonnenfinsternis 2026" 

Am 12. August gab es in diesem Jahr eine totale Sonnenfinsternis, die auch von Mitgliedern unserer Volkssternwarte beobachtet wurde. Bei uns hier in der Ostwestfalen war diese Finsternis nur partiell zu sehen, aber mit einer Verfinsterung von 86 Prozent doch so stark, wie sie erst wieder am 3. September 2081 erreicht wird.

Mitglieder der Sternwarte waren jedoch auch nach Spanien und sogar Grönland in die Totalitätszone gereist, um die Sonnenfinsternis in ihrer vollen Schönheit zu beobachten.

In einem Vortrag am 2. Oktober um 19:00 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus berichten wir über diese Reisen und zeigen die schönsten Bilder von uns und anderen, die rund um die Sonnenfinsternis entstanden sind. 

Wir erläutern auch die physikalischen Hintergründe von Sonnenfinsternissen und zeigen, welchen wissenschaftlichen Wert auch heute noch die Beobachtung einer Sonnenfinsternis haben kann.

Und schließlich gibt es auch noch einen kleinen Ausblick auf die nächsten Finsternisse in den Jahren 2027 und 2028, die zum Teil auch von Spanien aus beobachtet werden können.

26. September 2026: Vollmond

 Als der Mond heute Abend am Horizont aufging, schien er mir besonders groß. Doch das war nur die typische "Mondtäuschung" (auch Mondillusion genannt), wenn er knapp über dem Horizont steht. Leider war ich zum Zeitpunkt des Mondaufgangs gerade auf einer Autobahn unterwegs, da kann man natürlich nicht plötzlich anhalten und ein richtiges Foto machen:

Mondaufgang um 19:24 Uhr MESZ am 26.9.26

Das Bild oben hat vom Beifahrersitz aus meine Frau während der Autofahrt aufgenommen.

 Erst später konnte ich ein "richtiges" Foto des Mondes machen:

Vollmond am 26.9.26

 Dieses Bild vom Vollmond entstand um 20:26 Uhr MESZ mit meiner Canon RP-Kamera mit einem Teleobjektiv bei 400mm Brennweite, ISO100, Blende 8, 1/400 Sekunde Belichtungszeit.

 Der Mond zeigt eine kräftige Libration, das Mare Crisium (oben rechts, bei ca. 2 Uhr) steht recht dicht am Rand. Mondkrater als solche sind kaum zu erkennen, was aber auch nicht überraschend ist, denn die Sonne strahlt ja praktisch von genau hinter uns senkrecht auf den Mond, so dass sich keine Schatten zeigen können. Das wird sich in den nächsten Stunden am rechten Rand des Mondes ändern, denn dort jetzt der "Terminator", also der Wechsel vom hellen Mond-Tag zur dunklen Mond-Nacht steht an.

 

Freitag, 25. September 2026

24. September 2026: Kleinplanet Bella bei NGC 7411

 In meiner Wochenübersicht hatte ich einen Hinweis aus der Zeitschrift "Sterne und Weltraum" übernommen, in dem auf eine enge Begegnung des Kleinplaneten (695)Bella mit der Galaxie NGC 7411 hingewiesen wurde.

Mir sind in dieser Woche sogar gleich zwei Fotos der Galaxie und des Kleinplaneten gelungen, aus denen man gut den Weg des Kleinplaneten am Himmel nachvollziehen kann. Bei diesen Bildern ist die Galaxie NGC 7411 stets in der Mitte des Bildes.

NGC 7411 und (695)Bella am 22.9.26 um 22:20

 Am 22. September war (695)Bella noch weiter entfernt von NGC 7411. Sie finden die Spur des Kleinplaneten als etwas längeren "Strich" links von der Galaxie. Das Bild wurde eine Stunde lang belichtet, der "Strich" zeigt deutlich die Eigenbewegung des Kleinplaneten in dieser Stunde. Am 24. September war Bella dann etwas oberhalb der Galaxie zu finden:

NGC 7411 und (695)Bella am 24.9.26 um 22:20 Uhr

 Das Bild vom 24.9. wurde 66 Minuten belichtet. Auch hier zeigt die "Strichspur" wieder die Eigenbewegung des Kleinplaneten.

Die Annäherung von Bella an der Galaxie ist natürlich nur eine scheinbare. Bella bewegt sich in unserem Sonnensystem in etwas über vier Jahren einmal um die Sonne. Die Entfernung zur Sonne schwankt zwischen 2,1 und 2,9 AE (Astronomischen Einheiten), also etwa das doppelte bis knapp dreifache der Entfernung der Erde zur Sonne. Die Galaxie NGC 7411 ist dagegen etwas über 300 Millionen Lichtjahre von unser Milchstraße entfernt. Eine AE entspricht gerade mal 8,3 Lichtminuten. 

Beide Aufnahmen entstanden mit meinem Vespera Pro. 

Donnerstag, 24. September 2026

22. September 2026: Endlich mal wieder ein Komet

 Nach langer Zeit habe ich endlich mal wieder einen Kometen fotografiert. Der Komet C/2024 J3 (ATLAS) befindet sich zur Zeit im Sternbild Leier. Er hat nur eine Helligkeit von ca. 14mag, ist also recht unscheinbar.

Komet C/2024 J3 (ATLAS) am 22.9.26 um 23:18 Uhr MESZ, das Bild wurde 30 Minuten lang belichtet.

 Der Komet ist - wie sein Name verrät - bereits 2024 entdeckt worden. Er erreicht aber erst am 25. November 2026 sein Perihel, also den sonnennächsten Punkt auf seiner Bahn um die Sonne herum. Allerdings bleibt er auch da 3,865 Astronomische Einheiten von der Sonne entfernt. Eine Astronomische Einheit ist der mittlere Abstand der Erde von der Sonne, das heißt, der Komet bleibt doch fast den vierfachen Abstand der Erde von der Sonne entfernt. Die größte Annäherung an die Erde fand bereits am 25. Juli dieses Jahres statt. Es ist also kaum noch damit zu rechnen, dass er heller werden wird. 

 

 

Sonntag, 20. September 2026

21. - 27. September 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir am Mittwoch Herbstanfang und zum Ende der Woche auch Vollmond. Sein helles Licht bestimmt die meiste Zeit der Woche den Nachthimmel. Von den hellen Planeten geht Saturn gegen 20 Uhr im Osten auf, Mars folgt in der Nacht gegen 1:30 Uhr und Jupiter gegen 3:30 Uhr. Der Fernglasplanet Uranus geht gegen 21:30 Uhr auf und Neptun ist theoretisch sogar die ganze Nacht zu sehen. Die ISS ist noch bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 21. September, geht die Sonne um 7:09 Uhr auf und um 19:26 Uhr unter. Der Mond ist am Abend um 22:00 Uhr zu 77 Prozent beleuchtet. Mit einer maximalen Höhe von 15° Grad im Süden bewegt er sich noch relativ flach über dem Horizont. Gegen 20:20 Uhr lässt sich am Mond der "goldene Henkel" am besten beobachten. Er geht am nächsten Tag um 1:44 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 20:29 Uhr und 20:35 Uhr in maximal 74° Grad Höhe hoch über unseren Abendhimmel hinweg. gegen 22:07 Uhr ist sie ein zweites Mal kurz im Westen zu sehen, bevor sie in nur 20° Grad Höhe schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Dienstag, den 22. September, ist der Mond am Abend zu 85 Prozent beleuchtet, er befindet sich mitten im Sternbild Steinbock. Zwischen 21:19 Uhr und 21:22 Uhr ist die ISS kurz im Südwesten bis zu einem Anstieg auf 34° Grad Höhe zu sehen.

Am Mittwoch, den 23. September, überschreitet die Sonne exakt um 2:05 Uhr den Äquator Richtung Süden, von nun an werden die Tage kürzer sein als die Nächte. Um 5:13 Uhr wird der Jupitermond Europa für zehn Minuten durch den Jupitermond Io verfinstert. Gegen 6:29 Uhr zieht dann aus Sicht der Erde Io genau vor Europa, so dass beide Monde zu einem Lichtpunkt verschmelzen. Der Mond ist am Abend schon zu 91 Prozent beleuchtet, er steigt jetzt gegen 23:15 Uhr schon auf ca. 25° Grad Höhe über dem Horizont. Zwischen 20:31 Uhr und 20:36 Uhr fliegt die ISS in maximal 47° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. 

Am Donnerstag, den 24. September, ist der Mond am Abend bereits zu 94 Prozent beleuchtet. Zwischen 21:21 Uhr und 21:24 Uhr ist die ISS in maximal 19° Grad Höhe im Südwesten zu sehen. Gegen 21:00 Uhr zieht Kleinplanet (695)Bella (11,9mag) in 5' Bogenminuten Abstand an der Galaxie 7741 (11,4mag) vorüber.

Am Freitag, den 25. September, ist der Mond am Abend zu 99 Prozent beleuchtet. Die ISS ist zwischen 20:33 Uhr und 20:38 Uhr in maximal 25° Grad Höhe bei einem Überflug zu sehen.

Am Samstag, den 26. September, steht Neptun in Opposition zur Sonne. Mit 7,8mag ist er jedoch nur im Fernglas oder Teleskop zu sehen. Er steht ca. 3,5° Grad rechts unterhalb des Mondes. Der Mond erreicht zum Zeitpunkt seines Aufgangs um 18:51 Uhr auch gerade die exakte Vollmondposition. In dieser Vollmondnacht erreicht er seine höchste Position mit 43° Grad über dem Horizont um 1:28 Uhr. Zwischen 19:45 Uhr und 19:52 Uhr kann die ISS bei einem Überflug in maximal 35° Grad Höhe in der Abenddämmerung gesehen werden.

Am Sonntag, den 27. September, geht der schon wieder leicht abnehmende Mond um kurz nach 19:00 Uhr auf, er ist immer noch zu 98 Prozent beleuchtet. Zwischen 20:35 Uhr und 20:38 Uhr kann die ISS letztmalig bei einem abendlichen Überflug, in nur knapp 13° Grad Höhe maximal, über dem südwestlichen Horizont gesehen werden.

20. September 2026: Die Sonnenflecken sind wieder da

 Die Sonne war nur einen Tag flekenfrei, das war am 18. September. Gestern schon zeighte sich wieder ein erster neuer Fleck, leider war es bei uns lange voll bewölkt, so dass ich kein Foto machen konnte. Und als es am Nachmittag dann endlich kleine Wolkenlücken gab, haben wir ja unser Fest "50 Jahre Volkssternwarte Paderborn" gefeiert. (Ein schönes Fest, besonders gefreut hat uns, dass sogar zwei der Gründungsmitglieder von vor 50 Jahren gekommen waren und uns "Neulingen" noch die eine oder andere Anekdote aus der Anfangszeit erzählt hatten.)

Sonne mit Flecken am 20.9.26 um 16:20 Uhr MESZ

 Der kleine einzelne Fleck 4532 soll gestern schon aufgetaucht sein, die beiden anderen Regionen haben noch keine Nummer bekommen. Die Region in der Mitte ist wohl heute gerade erst im Entstehen, die Region am linken Rand wird vermutlich schon etwas älter sein, aber war dann auf der von uns aus gesehenen "Rückseite" der Sonne natürlich für uns nicht sichtbar.

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten Tagen weiter geht. Ob die Flecken sich kräftig weiter entwickeln - oder vielleicht doch wieder schnell verschwinden?

Wir werden es erfahren. 

Freitag, 18. September 2026

19. September 2026: 50 Jahre Volkssternwarte Paderborn

 Man muss die Feste feiern wie sie fallen: seit 50 Jahren gibt es den Verein "Volkssternwarte Paderborn", am 19. Februar 1979 erfolgte die Eintragung in das offizielle Vereinsregister, damals noch unter dem Namen "Astronomische Arbeitsgemeinschaft". Die Umbenennung in "Volkssternwarte" erfolgte 1982, als das erste öffentliche Sonnenobservatorium in der Paderborner Heinrichschule eröffnet werden konnte.

Mehr über die Geschichte der Sternwarte, ihre Gründer, Erfolge und auch kritische Zeiten kann man in einem Vortrag von mir zum 50-jährigen Jubiläum am Samstag, den 19. September zwischen 15 und 17 Uhr in der Volkssternwarte selbst erfahren. 

Die Volkssternwarte lädt herzlich ein, auf der Webseite heisst es dazu:

In diesem Jahr feiert die Volkssternwarte Paderborn e. V. ihr 50-jähriges Bestehen. Dieses besondere Jubiläum möchten wir gemeinsam mit allen Astronomiebegeisterten, Familien, Freunden und Interessierten feiern.

 Dazu laden wir herzlich zu unserer öffentlichen Jubiläumsveranstaltung ein: Samstag, 19. September 2026 von 15:00 bis 17:00 Uhr.

 Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in unsere Sternwarte und die Astronomie. Geplant sind unter anderem:
•    Führungen durch die Volkssternwarte und unsere Observatorien
•    ein Vortrag zur Geschichte der Volkssternwarte Paderborn
•    Einblicke in unsere Teleskope und die astronomische Beobachtung
•    Himmelsbeobachtungen bei geeigneten Wetterbedingungen
•    Wissenswertes rund um Astronomie, Raumfahrt und unsere Vereinsarbeit

Seit 1976 bringt die Volkssternwarte Paderborn Menschen die Faszination des Weltalls näher. Seit nunmehr fünf Jahrzehnten engagieren sich unsere Mitglieder ehrenamtlich für astronomische Beobachtungen, Vorträge, Führungen und die Vermittlung astronomischen Wissens.
Unser Jubiläum bietet daher nicht nur Gelegenheit für einen Blick zurück auf 50 Jahre Vereinsgeschichte, sondern vor allem auch die Möglichkeit, unsere heutige Arbeit und die Sternwarte aus nächster Nähe kennenzulernen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher und auf einen schönen gemeinsamen Jubiläumsnachmittag!

Der Eintritt ist frei. Es ist keine Anmeldung nötig.


 

 

 

18. September 2026: Null Flecken auf der Sonne

 Auch wenn mein Foto auf der Sonne auf den ersten Blick einen anderen Eindruck macht: zur Zeit ist unsere Sonne frei von Flecken!

Die Sonne am 18. September 2026 gegen 16 Uhr

 Die "Flecken" auf dem Bild sind leichte Wolken, welche die feie Sicht zur Sonne leicht eintrüben. Ich habe gleich viele Bilder gemacht, weil diese die Sonne natürlich von Sekunde zu Sekunde unterschiedlich verdecken. Auf der Sonne selbst habe ich keine Flecken mehr gefunden. Dies haben auch die Profis von spaceweather bestätigt.

Dies zeigt deutlich, dass der Höhepunkt des 25. Sonnenzyklus vorüber ist und wir uns jetzt auf dem absteigenden Ast der Sonnenfleckenaktivität befinden. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir jetzt jahrelang keine Flecken mehr auf der Sonne haben werden, es werden im Schnitt übers Jahr nur weniger werden. Vielleicht tauchen ja schon im Laufe des Wochenendes neue Flecken auf.  

Beobachten wir die Sonne also weiter! 

Donnerstag, 17. September 2026

17. September 2026: Ein letzter Sonnenfleck

 Heute ist auf der Sonne nur noh ein einziger Fleck zu sehen, AR4528. Und dieser Fleck wird in Kürze aus dem sichtbaren Bereich der Sonne heraus auf ihre Rückseite rotieren.

Die Sonne am 17. September 2026 um 15:24 Uhr MESZ

 Wenn jetzt nicht doch noch ein neuer Fleck auf der gegenüberliegenden Seite hineinrotiert, oder ein neuer Fleck in der auf uns ausgerichteten Hälfte der Sonne entsteht, werden wir den nächsten fleckenfreien Tag in diesem Jahr erleben. Das wäre der 4. fleckenfreie Tag in diesem Jahr. In den letzten drei Jahren von 2023-2025 gab es gar keine fleckenlose Tage, und auch in 2022 gab es nur einen einzigen Tag. Wir bewegen uns also allmählich wieder auf ein Minimum der Sonnenaktivität hin. Dies werden wir jedoch erst in drei oder vier Jahren erreichen. Die letzten Jahre mit den meisten fleckenfreien Tage waren 2019 mit 282 fleckenlosen Tagen und 2008 mit 268 fleckenlosen Tagen. Setzt sich also der 11-jährige Zyklus exakt fort, wird das Minimum der Aktivität im Jahr 2030 erreicht.

Doch wie sich die Sonne konkret in den nächsten Tagen entwickelt, wissen wir nicht. Warten wir es also ab und beobachten geduldig weiter! 

Mittwoch, 16. September 2026

21. September 2026: Kosmos Himmelsjahr 2027

 

Heute bekam ich einen Anruf meiner Lieblingsbuchhändlerin: "Das neue KOSMOS Himmelsjahr 2027 ist da, soll ich Ihnen wieder eines zurück legen?" - "Natürlich!" war meine sofortige Antwort.

Schon seit vielen Jahren begleitet mich dieses Buch in meinem Hobby und durchs Jahr. Hier findet man zu jedem Monat eine ausführliche Beschreibung des Sternenhimmels und besonders auch zur Sichtbarkeit der Planeten. Viele Tabelle und Grafiken illustrieren, was im kommenden Jahr so alles passieren wird. Außerdem gibt es in jedem Monat ein besonderes Thema, das auf mehreren Seiten behandelt wird. Im nächsten Jahr zum Beispiel: "Die größte Himmelskamera der Welt", "der Persische Kalender" oder auch "Wenn Schwarze Löcher verschmelzen".

Braucht man denn jetzt im September 2026 schon ein Jahrbuch für 2027? Ja, ich brauche es auf alle Fälle. Denn so kann ich meinen Urlaub für das nächste Jahr gut um die spannensten astronomischen Ereignisse herum planen. So gibt es am 2. August in Deutschland, ähnlich wie am 12. August diesen Jahres, wieder eine partielle Sonennfinsternis. Bei uns werden diesmal jedoch nicht knapp 90, sondern nur 40 Prozent der Sonne bedeckt. Im Süden Spaniens, Nordafrika (Marokko, Tunesien, Ägypten). ist diese Sonnenfinsternis jedoch total. Wahrscheinlich hätte ich mir schon längst ein Reiseticket gekauft, wenn es gerade in diesen Ländern im August nicht so außerordentlich heiß wäre.

Aber es gibt auch noch andere Ereignisse: In der Nacht vom 20. auf den 21. Februar eine Halbschattenfinsternis des Mondes, die Perseiden am 12. August werden diesmal wohl deutlich durch den hellen Mond behindert, wann ist Merkur sichtbar? Wann glänzt die Venus? Wann stehen die anderen Planeten in Opposition, sind also besonders hell und die ganze Nacht am Himmel zu finden? Lohnt es sich bei meinem nächsten Nordseeurlaub ein kleines Teleskop mitzunehmen - oder ist da Vollmond?

Und es gibt noch so viele andere Fragen, auf die dieses Buch Antworten gibt. Ich nehme es ja jede Woche zur Hand, wenn ich meine kleine wöchentliche Astrovorschau für den "Himmel über Bad Lippspringe" schreibe.

Die 22 Euro für dieses Buch sind wirklich gut investiertes Geld. Ich kann es Ihnen nur empfehlen. Eine Bitte habe ich jedoch: Kaufen Sie das Buch bitte in einer Buchhandlung vor Ort. Damit tragen Sie nicht nur zur örtlichen Vielfalt und Arbeitsplatzsicherung bei, sondern sie geben das Geld auch nicht an einen der reichsten Männer der Welt weiter, der genau wie Elon Musk dabei ist, ein Netzwerk von tausenden Satelliten ins All zu schicken, die uns allen bald jeden freien Blick zum Himmel nehmen werden.