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Sonntag, 11. Oktober 2026

1.-6. Oktober 2026: Einige Messier-Objekte

Die Beobachtung von Objekten aus dem Messier-Katalog macht immer wieder besondere Freude. Charles Messier war wohl der erste "Kometenjäger" als Astronom. Aber das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht überraschend, konnte er als 13-jähriger doch schon den berühmten mehrschwänzigen Kometen C/1743 XI beobachten. Systematisch arbeitend hatte er später dann viele "Nebelflecke", die sich nicht als Kometen herausstellten, katalogisiert und somit einen Katlog von wunderschönen Sternhaufen, Nebeln und anderen lohnenswerten Objekten geschaffen.

Hier wieder einige dieser Objekte, die ich in den ersten Oktobertagen 2026 beobachtet habe.

Andomedagalaxie mit Begleitern

 Auf diesem Bild sind gleich drei Messier-Objekte zu sehen. Die Große Andromedagalaxie ist M 31,  unterhalb des hellen Kerns von M 31 befindet sich der kleine Begleiter M 32, und rechts oberhalb die zweite Begleitgalaxie M 110.

Das Bild wurde im Mosaic-Modus meines Vespera Pro erstellt und insgesamt 105 Minuten belichtet. Wenn ich Zeit finde, möchte ich es gerne mal nach besonderen Objekten in M31 untersuchen, die hellsten Kugelsternhaufen sollten darin schon zu finden sein.

Messier 74

 M 74 im Sternbild Fische habe ich etwas über eine halbe Stunde belichtet. Da diese Galaxie keine hohe Flächenhelligkeit besitzt, wird sie auch die "Phantom-Galaxie" genannt. Von dieser Galaxie gibt es viele phantastische Aufnahmen der Satellitenteleskope Hubble, JWST oder auch Spitzer.

 

M 71 am 3.10.26

 M 71 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pfeil. In mitten der vielen Sterne der Milchstrasse fällt er zunächst gar nicht so auf, auf den ersten Blick könnte es auch ein "offener Sternhaufen" sein. Dieses Bild wurde etwas über eine halbe Stunde belichtet.

M 11, am 4.10.26

 Im Vergleich zu M 71 hier einmal der "Wildentenhaufen", M 11 im Sternbild Schild. Dieser gilt als einer der kompaktesten offenen Sternhaufen. Auch dieses Bild wurde wieder etwas über eine halbe Stunde belichtet.

 

M 18 am 3.10.26

M 18 ist ein sehr lockerer offener Sternhaufen im Sternbild Schütze. Leider konnte ich hier nur gut 13 Minuten belichten, bevor das Objekt hinter Wolken verschwand. Bei längerer Belichtungszeit wären wahrscheinlich noch ein paar mehr schwach leuchtende Sterne zur Geltung gekommen.

 

 

 

 

 

 

Montag, 4. November 2024

3. November 2024: Andromedagalaxie kommt groß raus

 Am Sonntagabend, den 3. November 2024, war der Himmel nach Sonnenuntergang zunächst sehr mit Cirren bewölkt, die bei immer tiefer stehender Sonne jedoch immer rötlicher zu leuchten begannen. Da diese selbst kaum Strukturen zeigten, erinnerte das Licht sogar einwenig an Polarlichterscheinungen.

Doch anschließend wurde die Nacht recht klar und eignete sich gut für viele verschiedene Beobachtungen. Natürlich fiel einer meiner Blicke wieder auf T CrB, aber da tut sich nichts, der Stern ist "stabil" bei einer Helligkeit von ca. 10mag, von einem Nova-Ausbruch ist nichts zu sehen.

Dafür konnte ich meine bislang am längsten belichtete Aufnahme der Andromedaaufnahme machen:

Andromedanebel am 3. November 2024

Das Bild habe ich mit meiner Vespera Pro im Mosaic-Modus erstellt, es wurde insgesamt aus 1240 Einzelbildern erzeugt, also insgesamt 206 Minuten, also fast 3 1/2 Stunden belichtet.

Während des Abends habe ich gleich noch geschaut, ob es mir gelungen ist, sogar um die Andromedagalaxie kreisende Kugelsternhaufen zu fotografieren. Und ich denke, es hat geklappt, was mir zumindest ein kleiner Vergleich mit Bildern auf der Webseite andromedagalaxie.de.

Der hellste Haufen ("G1") mit 13,8mag liegt leider etwas weit ab von der Andromedagalaxie, so dass er gar nicht mehr auf diesem Bild mit drauf ist. Aber bei einem anderen Haufen, ("G64"), 15,1 mag)  bin ich mir ziemlich sicher ihn ebenfalls mit abgebildet zu haben. Das ganze bedarf jedoch noch einer etwas genaueren Verifizierung. Hoffentliche finde ich dafür in den nächsten tagen etwas Zeit. 

Die Kugelsternhaufen der Andromedagalaxie lassen sich im kleinen Vespera-Teleskop natürlich nicht so schön auflösen wie die Kugelsternhaufen unserer eigenen Galaxie. Sie erscheinen bestenfalls als kleine lichtschwache verwaschene Sternfleckchen. Deshalb hier noch ein weiteres Bild von gestern:

Kugelsternhaufen M15, 30 Minuten belichtet am 3.11.2024

M15, ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, ist von uns nur 39.000 Lichtjahre entfernt. Die Andromedagalaxie kommt auf ca. 2,5 Millionenn Lichtjahre Entfernung.