Samstag, 11. Februar 2017

11. Februar 2017: Halbschatten-Mondfinsternis

In der Nacht vom 10. zum 11. Februar war eine "Halbschatten-Mondfinsternis" angekündigt. Also keine totale Mondfinsternis, wie zuletzt am 28. September 2015, in welcher der Mond tief in den Schatten der Erde eintaucht und "blutrot" wird.  Der Mond taucht bei einer Halbschattenfinsternis nicht in den eigentlichen Kernschatten der Erde ein, wird also nicht wirklich verfinstert, sondern eben nur in den "Halbschatten". Da in diesem Bereich immer auch noch Sonnenlicht auf den Mond fällt, ist diese längst nicht so spektakulär wie eine totale Mondfinsternis.

Wie immer musste natürlich auch das Wetter mitspielen. und tagsüber sah es gar nicht gut aus, eine dichte Hochnebeldecke verhinderte jeden Blick auf die Sonne und - nach Sonnenuntergang - auch auf den Mond oder gar Sterne.

Nach 23 Uhr gab es jedoch erste "Lücken" in dieser Suppe und der helle Vollmond konnte zumindest durch die Wolken scheinen. Sterne konnte ich um diese Uhrzeit nicht wahrnehmen. Der Beginn der Halbschattenfinsternis sollte um 23:32 Uhr sein, das Kosmos Himmelsjahr 2017 schreibt aber zutreffend: "Ein- und Austritt des Mondes in beziehungsweise aus dem Halbschatten der Erde bleiben grundsätzlich unbeobachtbar." Und so war es auch:

Vollmond am 10. Februar 2017 um 23:37 MEZ, nch ist von der Halbschattenfinsternis nichts zu merken.
Die Mitte der Finsternis war für 1:44 Uhr am 11. Februar angekündigt. Der nördliche Rand des Mondes sollte fast den Kernschatten berühren, hier sollte man dann doch eine deutliche Abschattung beobachten können.

Hier ein Foto von mir von 1:33 Uhr:

Vollmond kurz vor dem Maximum der Halbschattenfinsternis um 1:33 Uhr am 11.2.2017
Diese Verfinsterung war in der Tat deutlich zu sehen. Ein Foto allein mag vielleicht kein 100 prozentiger Beweis sein, denn natürlich kann eine solche Abschattung auch mal durch Dunst, Hochnebel oder Wolken verursacht werden. Und es zogen am Himmel ja auch immer wieder Hochnebelschwaden durch. Doch beim persönlichen Beobachten kann man ziehende Wolken natürlich schnell und leicht von dieser realen Verfinsterung auf der Mondoberfläche unterscheiden.

Das lange Aufbleiben hatte sich für mich also gelohnt. Ein weiteres astronomisches Highlight in diesem Jahr mehr.  Als nächstes wird es am 26. Februar eine ringförmige Sonnenfinsternis geben. Diese bleibt jedoch von der Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar, dazu müsste man nach Südamerika oder ins südliche Afrika reisen. Die nächste Mondfinsternis wird in Deutschland am 7. August sichtbar sein. Dann wird der Mond bei seinem Aufgang schon den Höhepunkt der Verfinsterung überschritten haben, maximal wird er zu ca. 25 Prozent in den Kernschatten der Erde eintauchen. Am 21. August gibt es dann noch eine totale Sonnenfinsternis, zu der muss man jedoch in die USA reisen, um sie beobachten zu können.

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