Dieser kleine Schnappschuss gelang mir am Abend des 14. Juni 2010. Der Mond hat seine Bahn am Himmel beendet. Bevor er gleich untergeht, kann er sich noch einmal am Schornstein des Nachbarhauses anlehnen und ausruhen. Über ihm leuchtet der Abendstern, die Venus.
Die Aufnahme gelang mir um 22:58 Uhr. "Theoretisch" sollte der Monduntergang erst um 23:30 Uhr erfolgen. Aber die Theorie kennt keine Schornsteine und Häuser.
Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs noch viele schöne Beobachtungsabende!
Dienstag, 15. Juni 2010
Sonntag, 13. Juni 2010
14.-20. Juni - Der Himmel über Bad Lippspringe
In dieser Woche sind am Abend noch die Planeten Venus, Mars und Saturn zu beobachten. Am frühen Morgen dann Jupiter und Uranus. In den frühen Morgenstunden kommt es zu vielen sichtbaren Überflügen der ISS. Einzelheiten dazu wie immer bei http://www.heavens-above.com.
Tief am Nordhimmel, der auch bei uns kaum wirklich dunkel wird, kann man in der kurzen Nacht einen Kometen finden. Mit zur Zeit 5-6mag Helligkeit ist er theoretisch sogar für das bloße Auge sichtbar, wenn es wirklich dunkel werden würde und auch kein Dunst in Horizontnähe stört. Wer trotzdem sein Glück probieren will: Aufsuchekarten gibt es auf Winnies Kometenseite.
Am Montag, den 14. Juni, kann man mit etwas Glück um 22 Uhr schon die ganz schmale Mondsichel, 6° unterhalb (südwestlich) der Venus finden. Der Mond zeigt in den nächsten Tagen auch etwas Licht auf der eigentlich unbeleuchteten Seie, von der Erde reflektiertes Licht, "Erdlicht" genannt.
Am Dienstag, den 15. Juni steht der Mond, gestern noch "rechts" unterhalb der Venus, nun 10° "links", also südöstlich unterhalb der Venus. Untergang des Mondes ist erst kurz nach Mitternacht zum Mittwoch hin. Um 23:18 Uhr gibt es einen sehr hellen Iridium-Flare mit -7mag in 31° Höhe im Westen bei 272°.
Am Mittwoch, den 16. Juni kommt es abends um ca. 22:45 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Der schwache Stern (6.8mag) SAO 117851 wird vom Mond bedeckt, dies ist aber nur etwas fürs Fernglas.
Donnerstag, den 17. Juni steht der Mond um 22 Uhr 7° südlich vom Mars.
Am Freitag, den 18. Juni steht der Mond um 22 Uhr 10° südwestlich von Saturn.
Am Samstag, den 19. Juni erreicht der Mond exakt um 6:29 Uhr das Erste Viertel. Am Abend kommt es kurz vor Mitternacht zu einer Sternbedeckung, SAO 138706 mit 7,4mag sehr lichtschwach, wird vom Mond bedeckt.
Am Sonntag, den 20. Juni steht abends die Venus nicht weit vom Sternhaufen Praesepe (M44) entfernt. Im Fernglas bestimmt ein schöner Anblick. Der Mond steht abends 5° südwestlich von Spica in der Jungfrau.
Tief am Nordhimmel, der auch bei uns kaum wirklich dunkel wird, kann man in der kurzen Nacht einen Kometen finden. Mit zur Zeit 5-6mag Helligkeit ist er theoretisch sogar für das bloße Auge sichtbar, wenn es wirklich dunkel werden würde und auch kein Dunst in Horizontnähe stört. Wer trotzdem sein Glück probieren will: Aufsuchekarten gibt es auf Winnies Kometenseite.
Am Montag, den 14. Juni, kann man mit etwas Glück um 22 Uhr schon die ganz schmale Mondsichel, 6° unterhalb (südwestlich) der Venus finden. Der Mond zeigt in den nächsten Tagen auch etwas Licht auf der eigentlich unbeleuchteten Seie, von der Erde reflektiertes Licht, "Erdlicht" genannt.
Am Dienstag, den 15. Juni steht der Mond, gestern noch "rechts" unterhalb der Venus, nun 10° "links", also südöstlich unterhalb der Venus. Untergang des Mondes ist erst kurz nach Mitternacht zum Mittwoch hin. Um 23:18 Uhr gibt es einen sehr hellen Iridium-Flare mit -7mag in 31° Höhe im Westen bei 272°.
Am Mittwoch, den 16. Juni kommt es abends um ca. 22:45 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Der schwache Stern (6.8mag) SAO 117851 wird vom Mond bedeckt, dies ist aber nur etwas fürs Fernglas.
Donnerstag, den 17. Juni steht der Mond um 22 Uhr 7° südlich vom Mars.
Am Freitag, den 18. Juni steht der Mond um 22 Uhr 10° südwestlich von Saturn.
Am Samstag, den 19. Juni erreicht der Mond exakt um 6:29 Uhr das Erste Viertel. Am Abend kommt es kurz vor Mitternacht zu einer Sternbedeckung, SAO 138706 mit 7,4mag sehr lichtschwach, wird vom Mond bedeckt.
Am Sonntag, den 20. Juni steht abends die Venus nicht weit vom Sternhaufen Praesepe (M44) entfernt. Im Fernglas bestimmt ein schöner Anblick. Der Mond steht abends 5° südwestlich von Spica in der Jungfrau.
Sonntag, 6. Juni 2010
7.-13.Juni - Der Himmel über Bad Lippspringe
In der letzten Woche gab es ja viele schöne Beobachtungsnächte. Ob das Wetter in dieser Woche wohl auch so gut mitspielt? Die Nächte sind kurz, da fallen die täglichen "besonderen" Meldungen in dieser Jahreszeit auch recht knapp aus. Der Mond macht sich rar, umso mehr lohnt es sich diese Woche daher, auf die Jagd nach Sternhaufen, Galaxien, planetarischen Nebeln oder Kugelsternhaufen zu gehen. Der Sommerhimmel bietet viele davon!
Abends sind zunächst noch die Planeten Venus, Mars und Saturn zu beobachten.
In der Nacht von Sonntag auf den Montag, den 7. Juni geht der Jupiter sehr nah an Uranus vorüber, am 22. September und am 2. Januar 2011 begegnen sich diese beiden Planeten noch einmal. Der Mond zeigt nur noch eine immer schmalere Sichel. Heute zeigt er maximale Libration in Breite, d.h. der Südpol ist sichtbar und gleichzeitig maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist randfern. Vielleicht lohnt sich ja der Blick für die Frühaufsteher.
Am Dienstag, den 8. Juni kommt es um 3:29 Uhr zu einem Vorübergang des Mondes Io am Jupiter. In der Nacht zum Mittwoch steht um 0:45 der Saturnmond Rhea in westlicher Elongation.
Am Mittwoch, den 9. Juni abends um 22:45 steht dann Dione in östlicher Elongation.
Am Donnerstag, den 10. Juni in aller Früße um 3:17 Uhr beginnt Ganymed einen Durchgang vor dem Jupiter. Der veränderliche Stern beta Lyrae steht um 1:15 Uhr im Minimum.
Am Freitag, denn 11. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft im winterlichen Südafrika. Wir können hier in der mondlosen nacht dagegen die Sommermilchstrasse genießen. Der Kleinplanet 68, Leto, steht mit 10,4mag in Opposition.
Am Samstag, den 12. Juni ist um 13:15 Uhr Neumond. Um 23:17 gibt es einen hellen Iridiumflare (-7mag) in 37° Höhe und 266° West. In der Frühe um 4:26 Uhr kommt es zu einem sichtbaren Überflug der ISS, die knapp unter Jupiter entlang fliegt.
Sonntag, den 13. Juni stehen Abends die Saturnmonde Rhea und Dione in westlicher Elongation. Der Kleinplanet 27, Euterpe, steht mit 10,4mag in Opposition. Auch heute früh kommt es zu einem flachen Überflug der ISS, diesmal jedoch schon um 3:17 Uhr.
Abends sind zunächst noch die Planeten Venus, Mars und Saturn zu beobachten.
In der Nacht von Sonntag auf den Montag, den 7. Juni geht der Jupiter sehr nah an Uranus vorüber, am 22. September und am 2. Januar 2011 begegnen sich diese beiden Planeten noch einmal. Der Mond zeigt nur noch eine immer schmalere Sichel. Heute zeigt er maximale Libration in Breite, d.h. der Südpol ist sichtbar und gleichzeitig maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist randfern. Vielleicht lohnt sich ja der Blick für die Frühaufsteher.
Am Dienstag, den 8. Juni kommt es um 3:29 Uhr zu einem Vorübergang des Mondes Io am Jupiter. In der Nacht zum Mittwoch steht um 0:45 der Saturnmond Rhea in westlicher Elongation.
Am Mittwoch, den 9. Juni abends um 22:45 steht dann Dione in östlicher Elongation.
Am Donnerstag, den 10. Juni in aller Früße um 3:17 Uhr beginnt Ganymed einen Durchgang vor dem Jupiter. Der veränderliche Stern beta Lyrae steht um 1:15 Uhr im Minimum.
Am Freitag, denn 11. Juni beginnt die Fußballweltmeisterschaft im winterlichen Südafrika. Wir können hier in der mondlosen nacht dagegen die Sommermilchstrasse genießen. Der Kleinplanet 68, Leto, steht mit 10,4mag in Opposition.
Am Samstag, den 12. Juni ist um 13:15 Uhr Neumond. Um 23:17 gibt es einen hellen Iridiumflare (-7mag) in 37° Höhe und 266° West. In der Frühe um 4:26 Uhr kommt es zu einem sichtbaren Überflug der ISS, die knapp unter Jupiter entlang fliegt.
Sonntag, den 13. Juni stehen Abends die Saturnmonde Rhea und Dione in westlicher Elongation. Der Kleinplanet 27, Euterpe, steht mit 10,4mag in Opposition. Auch heute früh kommt es zu einem flachen Überflug der ISS, diesmal jedoch schon um 3:17 Uhr.
Samstag, 5. Juni 2010
4./5. Juni: Noch ein Mars-Regulus-Bild
Auch die Nacht vom 4. auf den 5. Juni war sehr schön klar. Hier noch ein Bild der Begegnung von Mars und Regulus:
Mars und Regulus stehen wie immer schon tief im Westen knapp oberhalb des Nachbarhauses, bzw. den Bäumen. Nach drei Tagen kann man jetzt schon erkennen, dass der Mars etwas oberhalb an Regulus vorbei ziehen wird.
Jupiter wurde in dieser Nacht auch beobachtet, aber noch ist von einer "Einschlagsnarbe" nichts zu sehen. Dafür gibt es jetzt auch Informationen in deutsch:
http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/sonnensystem/2010-06-04/jetzt-jupiter-gucken-neuer-einschlag.
Den Himmel zu beobachten ist wirklich eine spannende Sache!
Mars und Regulus stehen wie immer schon tief im Westen knapp oberhalb des Nachbarhauses, bzw. den Bäumen. Nach drei Tagen kann man jetzt schon erkennen, dass der Mars etwas oberhalb an Regulus vorbei ziehen wird.
Jupiter wurde in dieser Nacht auch beobachtet, aber noch ist von einer "Einschlagsnarbe" nichts zu sehen. Dafür gibt es jetzt auch Informationen in deutsch:
http://www.kosmologs.de/kosmo/blog/himmelslichter/sonnensystem/2010-06-04/jetzt-jupiter-gucken-neuer-einschlag.
Den Himmel zu beobachten ist wirklich eine spannende Sache!
Freitag, 4. Juni 2010
Breaking News: Impact auf Jupiter
Letzte Nacht gab es eine weitere Überaschung am Himmel zu beobachten. Anthony Wesley aus Australien filmte einen Einschlag auf dem Planeten Jupiter. Dieses Photo fand ich auf dieser Webseite:
http://www.iceinspace.com.au/70-592-0-0-1-0.html
In dem englischen Artikel dort gibt es weitere Links zum Video und mehr.
Wenn dieser Impact eine "Narbe" auf Jupiter hinterlassen hat, ist diese vielleicht heute Nacht auch hier über Bad Lippspringe zu sehen. Mal sehen, schaffe ich es , so lange aufzubleiben, bis Jupiter am Himmel erscheint?
http://www.iceinspace.com.au/70-592-0-0-1-0.html
In dem englischen Artikel dort gibt es weitere Links zum Video und mehr.
Wenn dieser Impact eine "Narbe" auf Jupiter hinterlassen hat, ist diese vielleicht heute Nacht auch hier über Bad Lippspringe zu sehen. Mal sehen, schaffe ich es , so lange aufzubleiben, bis Jupiter am Himmel erscheint?
3./4. Juni - Mars und Regulus kommen sich näher
Auch diese Nacht konnte ich wieder draußen beobachten und ein weiteres Foto von der Annäherung von Mars und Regulus machen. Diesmal gab es viele Flugzeuge. Dieses hier kam vom Saturn und fliegt direkt auf Regulus zu :-)
Die Annäherung wird im Vergleich der beiden Phtos auch durch die beiden schwächeren Sterne unterhalb von Regulus und Mars deutlich. Befand sich in der Nacht zuvor Mars noch eher rechts oberhalb des kleineren Sterns, ist er jetzt schon deutlich links oberhalb davon.
Auch in dieser Nacht habe ich nicht nur diese Annäherung sondern noch vieles mehr beobachten können. Vielleicht schaffe ich es später noch, all dies hier aufzuschreiben.
Die Annäherung wird im Vergleich der beiden Phtos auch durch die beiden schwächeren Sterne unterhalb von Regulus und Mars deutlich. Befand sich in der Nacht zuvor Mars noch eher rechts oberhalb des kleineren Sterns, ist er jetzt schon deutlich links oberhalb davon.
Auch in dieser Nacht habe ich nicht nur diese Annäherung sondern noch vieles mehr beobachten können. Vielleicht schaffe ich es später noch, all dies hier aufzuschreiben.
Donnerstag, 3. Juni 2010
Wunderschöne Beobachtungsnacht
Die letzte Nacht war wunderschön zum Beobachten des Himmels geeignet. Nach halb zehn war die Sonne untergegangen. Die Venus war schon kurze Zeit später am Himmel zu sehen. Im Fernrohr sieht sie recht "dicklich" aus. Zur Zeit sind noch rund 80% der Oberfläche beleuchtet, eine "Sichelphase" wird sie erst später im Jahr zeigen. Bald nach 22 Uhr flogen auch wieder die Fledermäuse ums Haus.
Dann fielen mir kurz vor halb elf zunächst die hellen Sterne Arktur und Wega auf. Nicht viel später waren jedoch auch der Saturn und dann - schon relativ nahe zum Horizont im Westen hin - Regulus und Mars zu sehen. Die beiden bilden zur Zeit wirklich ein schönes Paar. Es wird interessant zu beobachten sein, wie Mars in den kommenden Tagen an Regulus vorbei zieht. Am Doppelstern gamma Leo zeigte sich, dass die Luftqualität diese Nacht recht gut war. Mit dem 30mm Okular liessen sich die beiden Komponenten leicht trennen. Bei saturn liessen sich mit meinem C8 von Celestron mehrere Monde erkennen. Iapetus (weiter weg), Rhea und Thetis auf der einen, Titan auf der anderen Seite waren klar zu erkennen. Leider habe ich erst hinterher nachgeschaut, wo sich welcher Mond befindet. Dione muss ich wegen der Nähe zu Titan wohl glatt übersehen haben? Auch Enceladus war wohl zu dicht am Ring.
Hier ein Foto vom Sternbild Löwe, tief im Westen. Fotografiert um 23:24 MESZ mit ISO1600 und 15 Sekunden Belichtungszeit bei 18mm Brennweite mit meiner Canon EOS350D.
Unten, gleich oberhalb der Blätter im Vordergrund, erkennt man das Paar aus Regulus und Mars. Darüber der "Kopf" des Löwen. Am linken Bildrand ist auch noch der Saturn zu sehen, quasi als verlängerter "Schwanz" des Königs der Tiere. Zum oberen Bildrand hin kann man eine kleine Sternensammlung erkennen, dies ist das Sternbild des "Haar der Berenice", nach rechts daneben, oberhalb des "großen Löwen" noch das unscheinbare Sternbild des "kleinen Löwen".
Kurz nach Mitternacht verglühte eine Sternschnuppe unterhalb des großen Wagens (von N nach S fliegend). Nach Mitternacht wurde es dann recht dunkel und man konnte gut "deep-sky" Beobachtung betreiben. Viele Galaxien waren heute Nacht zu beobachten. Zunächst suchte ich die "Strudelgalaxie" ("Whirlpool-Galaxie") M51 im Sternbild Jagdhunde auf. Von dort aus ging es weiter zu M63, M94, M106 und NGC 4449, 4490 und 4244. Gerade das letzte Objekt zeigte die Qualität des Himmels. Ich war schon früher oft in diesem Gebiet des Himmels unterwegs, habe die flache "Kantengalaxie" aber boch nie gesehen. Im Karkoschka wird sie als "ziemlich lichtschwache Galaxie" (10.5mag) bezeichnet, im "Deep Sky Reiseführer" von Ronald Stoyan wird sie gar nicht erwähnt. Heute sprang mir dieser "Strich" jedoch richtig ins Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit den Jahren doch immer mehr Beobachtungspraxis entwickelt und dadurch wirklich mehr erkennt. Auch in der Astronomie gilt wohl "Übung macht den Meister".
Im Osten stiegen die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler immer höher am Himmel hinauf. Im Süden leuchtete Antares im Skorpion. Dort waren M4 und M80 schön zu sehen. In der Leier ließ ich mir den Ringnebel M57 natürlich nicht entgehen.
Später in der Nacht kamen dann noch Objekte des Südhimmels hinzu. Zunächst M11, dann M26, M8, M20 und M21, M22. Als der Mond aufging und es mir langsam doch etwas kälter wurde, ging es gegen 2 Uhr wieder ins Haus zum Bett.
Dann fielen mir kurz vor halb elf zunächst die hellen Sterne Arktur und Wega auf. Nicht viel später waren jedoch auch der Saturn und dann - schon relativ nahe zum Horizont im Westen hin - Regulus und Mars zu sehen. Die beiden bilden zur Zeit wirklich ein schönes Paar. Es wird interessant zu beobachten sein, wie Mars in den kommenden Tagen an Regulus vorbei zieht. Am Doppelstern gamma Leo zeigte sich, dass die Luftqualität diese Nacht recht gut war. Mit dem 30mm Okular liessen sich die beiden Komponenten leicht trennen. Bei saturn liessen sich mit meinem C8 von Celestron mehrere Monde erkennen. Iapetus (weiter weg), Rhea und Thetis auf der einen, Titan auf der anderen Seite waren klar zu erkennen. Leider habe ich erst hinterher nachgeschaut, wo sich welcher Mond befindet. Dione muss ich wegen der Nähe zu Titan wohl glatt übersehen haben? Auch Enceladus war wohl zu dicht am Ring.
Hier ein Foto vom Sternbild Löwe, tief im Westen. Fotografiert um 23:24 MESZ mit ISO1600 und 15 Sekunden Belichtungszeit bei 18mm Brennweite mit meiner Canon EOS350D.
Unten, gleich oberhalb der Blätter im Vordergrund, erkennt man das Paar aus Regulus und Mars. Darüber der "Kopf" des Löwen. Am linken Bildrand ist auch noch der Saturn zu sehen, quasi als verlängerter "Schwanz" des Königs der Tiere. Zum oberen Bildrand hin kann man eine kleine Sternensammlung erkennen, dies ist das Sternbild des "Haar der Berenice", nach rechts daneben, oberhalb des "großen Löwen" noch das unscheinbare Sternbild des "kleinen Löwen".
Kurz nach Mitternacht verglühte eine Sternschnuppe unterhalb des großen Wagens (von N nach S fliegend). Nach Mitternacht wurde es dann recht dunkel und man konnte gut "deep-sky" Beobachtung betreiben. Viele Galaxien waren heute Nacht zu beobachten. Zunächst suchte ich die "Strudelgalaxie" ("Whirlpool-Galaxie") M51 im Sternbild Jagdhunde auf. Von dort aus ging es weiter zu M63, M94, M106 und NGC 4449, 4490 und 4244. Gerade das letzte Objekt zeigte die Qualität des Himmels. Ich war schon früher oft in diesem Gebiet des Himmels unterwegs, habe die flache "Kantengalaxie" aber boch nie gesehen. Im Karkoschka wird sie als "ziemlich lichtschwache Galaxie" (10.5mag) bezeichnet, im "Deep Sky Reiseführer" von Ronald Stoyan wird sie gar nicht erwähnt. Heute sprang mir dieser "Strich" jedoch richtig ins Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit den Jahren doch immer mehr Beobachtungspraxis entwickelt und dadurch wirklich mehr erkennt. Auch in der Astronomie gilt wohl "Übung macht den Meister".
Im Osten stiegen die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler immer höher am Himmel hinauf. Im Süden leuchtete Antares im Skorpion. Dort waren M4 und M80 schön zu sehen. In der Leier ließ ich mir den Ringnebel M57 natürlich nicht entgehen.
Später in der Nacht kamen dann noch Objekte des Südhimmels hinzu. Zunächst M11, dann M26, M8, M20 und M21, M22. Als der Mond aufging und es mir langsam doch etwas kälter wurde, ging es gegen 2 Uhr wieder ins Haus zum Bett.
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