Montag, 8. September 2014

8. September: Vollmondnacht

Es ist doch nicht so schlimm mit dem Nebel geworden wie befürchtet. Noch ist der Mond immer mal wieder gut zwischen den Schleierwolken zu sehen:

Vollmond am 8. September 2014

Das Bild entstand um 22:38 Uhr, fünf Stunden vor dem exakten Vollmondzeitpunkt. gestern waren bei Grimaldi (links am Mondrand) noch die Kraterwälle zu erkennen, heute schon nicht mehr. Dafür treten beim Vollmond die "Strahlen" auf der Mondoberfläche gut hervor. Besonders viele und lange scheinen vom Krater Tycho im unteren Bereich des Mondes auszugehen.

7. September: Einen Tag vor Vollmond

Am Sonntagabend, den 7. September, war der fast volle Mond gut über dem Horizont zu beobachten.

Der fast volle Mond am 7. September um 23 Uhr

Nur am linken, östlichen Mondrand kann man noch gut die verschiedenen Kraterwälle erkennen, da nur noch hier die Schatten lang genug sind. Der mit dunkler Lava voll gelaufene Krater am Ostrand heißt Grimaldi. Seine Lage zum Ostrand ist ein bei Voll- oder abnehmendem Mond ist ein  guter Indikator für die Libration in Breite, also die Schwankung der Mondoberfläche in ost-westlicher Richtung. Heute ist diese jedoch praktisch gar nicht vorhanden.

Der Mond ist bereits zu 98 % beleuchtet. Am Dienstag um 3:38 Uhr ist Vollmond, bis dahin sind es also gerade noch 28 1/2 Stunden. Gleichzeitig befindet sich der Mond auf seiner elliptischen Bahn um die Erde wieder einmal im Perihel, also in Erdnähe. Er erschien diese Nacht praktisch genauso groß wie der "Supermond" vom August.

Ob man heute, in der Nacht von Montag zu Dienstag, den vollen Mond wird beobachten können? Die Wettervorhersage sieht nicht schlecht aus, doch man merkt schon deutlich, dass es allmählich Herbst wird. Wie schnell kann da aufziehender Nebel alle Beobachtungsmöglichkeiten wieder zunichte machen.

Sonntag, 7. September 2014

8. - 14. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche dominiert der Mond den Nachthimmel. Am Abend sind vielleicht noch Mars und Saturn zu finden. Jupiter geht um ca. 3:30 Uhr auf, die Venus verabschiedet sich allmählich als Morgenstern. In dieser Woche beginnt wieder eine morgendliche Sichtbarkeitsperiode der ISS.

Am Montag, den 8. September, geht die Sonne um 6:48 Uhr auf und um 19:56 Uhr unter, der helle Tag ist also nur noch ca. 13 Stunden lang. Der Mond steht heute früh in Erdnähe, er erscheint auch am Abend in der Vollmondnacht relativ groß.

Am Dienstag, den 9. September, ist exakt um 3:38 Uhr Vollmond.

Für Mittwoch, den 10. September, habe ich leider gar nichts auffälliges zu vermelden.

Am Donnerstag, den 11. September, kommt es um 21:43 Uhr fast genau im Norden in 18° Grad Höhe zu einem mit -6,5mag sehr hellem Iridiumflare. Später wird exakt für eine Stunde der Stern o Piscium mit 4,5mag vom Mond bedeckt. Der Beginn der Bedeckung um 22:50 Uhr erfolgt am noch hellen Mondrand und ist wohl nur mit einem Fernglas zu beobachten, der Austritt erfolgt um 23:50 Uhr am dunklen Mondrand.

Am Freitag, den 12. September, zeigt der Mond am Abend maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist randnah. Morgens früh zwischen 6:20 Uhr und 6:28 Uhr ist die ISS flach über dem Südosthorizont zu beobachten, sie bleibt dabei noch unterhalb von Sirius, dem hellsten Fixstern unseres Himmels.

Am Samstag, den 13. September, geht der Mond abends um 22:00 Uhr auf, in dieser Nacht nähert er sich den Plejaden im Stier, ist am Abend aber noch ca. 10° Grad entfernt.

Am Sonntag, den 14. September, geht der Mond erst um 22:41 Uhr auf. Er nähert sich jetzt Aldebaran, dem hellsten Stern des Stieres. Heute früh ist die ISS zwischen 6:19 Uhr und 6:27 Uhr tief im Südosten zu beobachten, heute erreicht sie immerhin schon eine maximale Höhe von 25° Grad, sie fliegt deutlich oberhalb von Sirius, aber noch unter Jupiter, am Himmel vorüber.

Freitag, 5. September 2014

5. September: Mond am Abend

Heute Abend ist es nur leicht bedeckt, eher dunstig. Der Mond ist gut zu beobachten.

Er steht nicht sehr hoch über dem Horizont. Um 20:42 Uhr, als ich das Foto machte, stand er gerade 18,5° Grad über dem Horizont, also für mich so gerade oberhalb der benachbarten Häuser. Er steht im Sternbild Schütze, das bei uns als typisches Sommersternbild nie besonders hoch kommt. Um die Sternenpracht des Schützen richtig zu sehen, muss man eigentlich in den Mittelmeerraum oder noch weiter südlich reisen.

Der Mond ist heute Abend zu 84 % beleuchtet, er nimmt zu, Vollmond ist jedoch erst am kommenden Dienstag. Dafür zeigt er heute bereits größere Libration in Breite, -6,6° macht da schon ordentlich etwas aus, am unteren Randbereich ist sein Südpol sichtbar. Die Libration in Länge ist nicht so stark ausgeprägt, mit etwas unter -4° Grad ist das Mare Crisium jedoch immer noch relativ randnah.

Mond am 5. September 2014
Im südlichen Teil des Mondes fällt ein ganz lang gestreckter Krater durch seine so gar nicht runde Form auf, dies ist der Krater Schiller. Seine eher elliptische Struktur entstand vermutlich durch einen beinahe "streifenden" Einschlag eines Meteoriten. Schiller hat eine Ausdehnung von ca. 70 x 180 Kilometer.

Darüber, etwas unterhalb der Mitte ist das Mare Humorum (Meer der Feuchtigkeit) zu sehen. Es ist eines der kleineren Mondmeere, durch den Krater Gassendi am oberen Rand jedoch besonders schön anzuschauen. Gassendi erinnert mich durch den kleineren Krater in seinem oberen Ringwall immer an eine alte Taschenuhr, oder ist er so eine Art "Aufhänger" für das Mare Humorum? Gassendi entstand vor 3,8 Milliarden Jahren und hat einen Durchmesser von rund 110 Kilometern, der obere Krater ist nur 100 000 Jahre jünger und hat einen Durchmesser von 33 Kilometern.

Im oberen Mondteil erscheint am Rand (Terminator) gerade der Krater Aristarchus, der durch seine besonders helles Gestein auffällt. Er ist ein "junger" Krater auf dem Mond und wohl erst vor 200 bis 500 000 Jahren entstanden. So richtig "glänzen" und strahlen wird er jedoch erst in ein paar Stunden, wenn die Sonne etwas weiter gewandert ist.

Sonntag, 31. August 2014

1. - 7. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

Wir nähern uns dem Herbstanfang, die Tage werden deutlich kürzer. In den Nächten dieser Woche ist der zunehmende Mond zu sehen. Am Abend nach Sonnenuntergang können noch Saturn und Mars tief  im Südwesten gefunden werden. Mit einem guten Fernglas oder kleinem Fernrohr können ab 22:00 Uhr die Planeten Neptun und Uranus gefunden werden. Jupiter ist ab ca. 5:00 Uhr im Osten zu finden. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu beobachten.

Am Montag, den 1. September, geht die Sonne um 6:37 Uhr im Osten auf (am "mathematischen" Horizont, bis sie über der Egge aufgestiegen ist, dauert es rund eine Viertelstunde länger). Um 20:12 Uhr geht die Sonne im Westen unter. Bereits morgens früh um 3:14 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus ein Helligkeitsminimum. Der Mond geht heute um 23:11 Uhr unter, das Mare Crisium steht nah am Rand, wir haben maximale Libration in Länge. Um 19:30 Uhr hält Inka Haag an der Sternwarte Paderborn einen Vortrag über "Kosmische Mythen".  Ich selbst halte einen Vortrag über "Sterne in der Bibel" beim Frauenabendkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe.

Am Dienstag, den 2. September, erreicht der Mond um 13:11 Uhr das Erste Viertel. Am Abend steht er ca. 9° Grad nordöstlich von Antares, dem hellsten Stern des Skorpion.

Am Mittwoch, den 3. September, kommt es um 20:57 Uhr zu einer Sternbedeckung am dunklen Mondrand, der Stern hat jedoch nur 6,9mag Helligkeit, dies Ereignis ist also nur im Fernglas zu beobachten.

Am Donnerstag, den 4. September, ist am Abend beim Mond der "goldene Henkel" zu sehen. Später kommt es gleich zu zwei Sternbedeckungen. Um 21:33 Uhr wird ein Stern mit 6,9mag bedeckt, um 23:22 Uhr ein etwas hellerer Stern mit 6,6mag.

Am Freitag, den 5. September, kann man bei guter Sicht zum Osthorizont gegen 6 Uhr beobachten, wie die Venus nur 1° Grad (zwei Vollmonddurchmesser) nördlich von Regulus steht, dem hellsten Stern des Löwen.

Am Samstag, den 6. September, zeigt der Mond in der Nacht maximale Libration in Breite, wir können auf seinen Südpol schauen..

Am Sonntag, den 7. September, kommt es in der Frühe um 0:30 Uhr und dann noch einmal gegen 2:20 Uhr zu zwei weiteren Sternbedeckungen durch den Mond. Am Morgen gegen 5 Uhr geht Kleinplanet Iris (10,3mag) nur 10' Bogenminuten südlich an 54 Cancri (6,3mag) vorüber.

Samstag, 30. August 2014

1. September: Kosmische Mythen - Von Sternen und Sternbildern

Am Montag, den 1. September, gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen interessanten Vortrag von Inka Haag zum Thema:

Kosmische Mythen - Von Sternen und Sternbildern

 Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu: 

Der Sternenhimmel fasziniert uns Menschen schon seit vielen Jahrtausenden. Sterne sind aber nicht bloße Punkte am Nachthimmel, sondern ebenfalls Sonnen wie unser Zentralgestirn. Oftmals sind sie sogar noch viel größer und heißer als unsere eigene Sonne. Was aber bringt Sterne zum Leuchten und wie hat sich der Sternenhimmel über lange Zeit hinweg verändert? 

In früheren Zeiten verehrten die Menschen die Sterne und andere Naturereignisse als Götter, da sie noch keine andere Erklärung für diese Phänomene hatten. So entstanden Mythen, die sich bis heute erhalten haben. Eine der bekanntesten Sagen handelt vom griechischen Göttervater Zeus, der sich in einen Stier verwandelte, um die schöne Europa zu entführen. Aber warum tummeln sich an unserem Himmel gleich zwei Bären und was haben diese mit einem Wagen und einer Schöpfkelle zu tun? 

Auf einer Reise über unseren Nachthimmel berichtet die Referentin über spannende Mythen rund um bekannte und weniger bekannte Sternbilder der nördlichen und südlichen Hemisphäre. Zudem erläutert sie in diesem Vortrag, wie man diese Sternbilder am Himmel mit einfachen Hilfsmitteln selbst entdecken kann. 

Der Vortrag beginnt um 19:30 Uhr, der geringe Eintritt von 3 Euro (ermäßigt 2 Euro) kommt der Arbeit der Sternwarte zugute.

Sonntag, 24. August 2014

27. August: Einladung nach Rietberg

Die folgende Einladung erreichte mich gerade:

Liebe(r) Planetariums-Begeisterte(r)!

Sie sind herzlich eingeladen zum Planetariums-Come-Together am

Mittwoch, 27.08.2014, 18–21 Uhr,
auf dem Zirkel-Gelände im Klimapark Rietberg 
(Parkteil Rietberg-Neuenkirchen/Nord: Markenstraße und Stennerlandstraße)

Programm

Begrüßung/Ansprache
            Gastgeber Wolfgang Breitsprecher
                        Geschäftsführer Zirkel Gütersloh
            Projektleiter Peter Weinreich
                        Geschäftsführer Weinreich – Training & Coaching GbR, Rietberg

Kurz-Vortrag „Der Sternenhimmel im August 2014"
            Reinhard Wiechoczeck
                        Vorsitzender der Planetariumsgesellschaft OWL e. V.

Come-Together 

Bei Getränken und Bratwürstchen ist Zeit für gemeinsame Gespräche und dafür Aktuelles rund um das Projekt „Planetarium Rietberg“ zu erfahren. Lernen Sie bei dieser Gelegenheit Team-Mitglieder kennen, die sich ebenfalls (ehrenamtlich) für dieses Projekt engagieren! 

Übrigens: Die Planetariumsgesellschaft OWL e. V. gewährt „Himmlische Blicke“ durchs Teleskop – wirklich sehenswert!