Samstag, 3. Januar 2026

2. Januar 2026: Mein erstes Astrofoto in diesem Jahr

 Draußen schneit es seit Silvester immer wieder mal. Der Himmel ist völlig bewölkt. Meine Solaranlage, die zuletzt 2025 noch das viertbeste Jahresergebnis der letzten 15 Jahre produziert hat, erzeugte am 1. Januar nur 0,45 kwh, am 2. Januar sogar nur noch 0,05 kwh. Eingeschneit halt. Und heute, am 3. Januar, sieht es nach noch weniger aus.

Als ich am 2. Januar kurz nach 23 Uhr ins Bett gehen wollte, schaute ich noch einmal durch das Dachfenster nach oben, ein kleiner Teil des schrägen Fensters war nicht zugeschneit, dafür war im unteren Teil so einiges zusammengerutscht. 

Und da sah ich doch plötzlich ein Licht. Der Mond! Schnell holte ich meine Kamera, doch da war er auch schon wieder weg. Doch gleich danach auch wieder da, die Wolken zogen schnell vor ihm entlang, waren aber wohl doch nicht so dicht wie den ganzen Tag über. 

Vorsichtig versuchte ich das Fenster zu öffnen, aber es war zu sehr zugefroren. So probierte ich eine Aufnahme durch die Doppelglasscheibe des Fensters hindurch. Da der Mond recht hoch stand, konnte ich meine Kamare ziemlich senkrecht vor der Fensterscheibe positionieren und bekam so tatsächlich den Mond ohne ein größeres "Geisterbild" zu fassen.

Natürlich kann so kein kontrastreiches, scharfes Bild gelingen. Aber immerhin:

Der Mond, 12 Stunden vor dem exakten Vollmondzeitpunkt,  am 2.1.2026 um 23:12 Uhr MEZ


 Am untereren Mondrand kann man erkennen, dass durch die Fensterscheibe fotografiert dann doch leichte doppelte Ränder der Krater entstehen. Ich bin jedoch mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Schon gleich am zweiten Tag des Jahres das erste Astrofoto im Kasten, so kann es gerne weiter gehen.

Und noch was:

Heute, am 3. Januar 2026 um 18:15 Uhr MEZ erreicht unsere Erde auf ihrer elliptischen Bahn um die Sonne herum ihr Perihel, das ist der geringste Abstand zur Sonne in diesem Jahr mit diesmal 147 099 894 km. Das Aphel, den größten Abstand von der Sonne erreichen wir am 6. Juli um 19:30 Uhr mit 152 087 774 km, also knapp 5 Millionen Kilometern mehr.

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