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Sonntag, 7. April 2024

8. - 14. April 2024: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir am Montag Neumond, der z.B. in den USA zu einer eindrucksvollen totalen Sonnenfinsternis führt. Im Laufe der Woche kann man dann von Abend zu Abend den Mond beim Zunehmen beobachten.Von den hellen Planeten ist am Abend nur Jupiter zu sehen, er nähert sich allmählich immer mehr dem Fernglasplaneten Uranus an. Beide gehen ca. 22:40 Uhr (Jupiter), bzw. 22:50 (Uranus) im Westen unter. Alle anderen Planeten stehen zu nahe bei der Sonne und können daher zur Zeit nicht beobachtet werden. Auch der Komet 12P/Pons-Brooks dürfte nur noch für Spezialisten in der Abenddämmerung zu finden sein, er geht kurz nach 22 Uhr unter, dürfte aber schon deutlich vorher im horiziontnahen Dunst unsichtbar werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 8. April, geht die Sonne um 6:43 Uhr auf und um 20:11 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt gut 13 1/2 Stunden. Richtig "astronomisch dunkel" ist es nur noch zwischen 22:30 Uhr und 4:30 Uhr. Um 20:21 Uhr erreicht der Mond heute seine exakte Neumondposition. Auf dem nordamerikanischem Kontinent kommt es dabei zu einer totalen Sonnenfinsternis. Da der Mond ziemlich erdnah steht, dauert diese an vielen Orten sogar etwas über 4 Minuten. Europa erlebt nur an seinem westlichsten Rand, z.B. in Irland eine kleine partielle Sonnenfinsternis kurz vor dem Sonnenuntergang. Wir können diese Sonnenfinsternis hier nur über das Internet verfolgen. Asteroid (532)Herculina steht heute in Opposition zur Sonne und leuchtet mit 9,1mag. Ebenso steht der Asteroid (470)Kilia in Opposition, erreucht jedoch nur 12,4mag.

Am Dienstag, den 9. April, geht die nur zu 2 Prozent beleuchtete Mondsichel um 21:47 Uhr unter. Sie wird noch kaum zu finden sein. Um 20:51 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Io. Bereits am Morgen gegen 4:00 Uhr zieht Kleinplanet (42)Isis (11,8mag) in nur 2' Bogenminuten Abstand an Stern 21 Sgr (4,8mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 10. April, steht die zu 6 Prozent beleuchtete Mondsichel dicht bei Jupiter, sie geht kurz nach 23 Uhr unter. Beim Mond lässt sich in diesen Tagen auch gut das "Erdlicht" beobachten. Bei Jupiter endet um 21:02 Uhr ein Schattenwurf von Mond Io auf die Planetenscheibe.

Am Donnerstag, den 11. April, geht die zu 12 Prozent beleuchtete Mondsichel erst deutlich nach Mitternacht um 0:40 Uhr unter. Um 22:41 Uhr bedeckt der Mond den Stern 36 Tauri (5,7mag).

Am Freitag, den 12. April, ist die Mondsichel am Abend bereits zu 21 Prozent beleuchtet. Sie geht Samstag um 2:00 Uhr unter. Um ca. 21:51 Uhr bedeckt der Mond den Stern SAO 76903 (6,mag).

Am Samstag, den 13. April, zieht um 4:30 Uhr Kleinplanet (68)Leto (11,8mag)  in 5' Bogenminuten Abstand an Stern HIP89620 (6,4mag) vorüber. Die Mondsichel ist am Abend zu 30 Prozent beleuchtet. Der Mond zeigt maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht weit ab vom Rand. Um 20:37 Uhr bedeckt der Mond das 7,0mag lichtschwache Sternchen SAO 77818. Bei Jupiter ist heute Abend Mond Europa bedeckt und nicht zu sehen.

Am Sonntag, den 14. April, steht der Mond am Abend im Sternbild Zwillinge, er ist bereits zu 40 Prozent beleuchtet. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass sein Südpol zu sehen ist. Heute früh steht der jedoch nur 14,2mag helle Asteroid (2063)Bacchus um 0:00 Uhr bei Stern HIP73565 (6,7mag/Abstand 5' Bogenminuten)) und um 4:00 Uhr beim veränderlichen Stern delta Libra (4,9-5,9mag / Abstand 9,5' Bogenminuten). (2063)Bacchus ist ein sog. "Erdbahnkreuzer" und bewegt sich mit ca. 3-5 Bogensekunden pro Minute.

Donnerstag, 2. Juni 2022

2. Juni: Noch eine schmale Mondsichel

 Auch heute leuchtet wieder eine schmale Mondsichel am Himmel. Diesmal füllt sie jedoch schon 10 Prozent der Mondfläche aus und sie steht schon ein ganzes Stück höher am Himmel. Jetzt - gegen 23 Uhr - sind es noch etwas über 10° Grad Höhe.


Mondsichel am 2. Juni um 22:45 Uhr

Heute kann man schon viel deutlicher als noch gestern einzelner Krater auf dem Mond erkennen. Gestern stand sie doch schon zu tief über dem Horizont, als es endlich aufklarte. Da war dann die Luft doch schon zu flimmerig, um gute scharfe Bilder zu bekommen.

Schaut man etwas genauer hin, sieht man, der "große runde Krater" im oberen Teil des Mondes, das "Mare Crisium", steht relativ dicht am Rand. Der Mond zeigt uns im Prinzip zar immer das gleiche "Gesicht". Doch das stimmt nicht ganz genau, er schwankt auf seiner Bahn um die Erde doch noch ein wenig und pendelt um einen Mittelwert herum. Diese Pendelbewegung wird Libration genannt. Der Mond schwankt dabei sowohlin West-Ost-Richtung  (Länge) und auch in Nord-Süd-Richtung (Breite).

Die Libration in Länge ist heute durchaus ausgeprägt. Sie wird in den nächsten Tagen noch etwas zunehmen, das Mare wird also noch dichter an den Rand rücken. Ein Blick "hinter" den Mond wird uns in diesen Tagen also verwehrt. Dies wäre erst möglich, wenn das Mare Crisium "weit ab" vom Mondrand steht. Auf solche Konstellationen weise ich ja manchmal in meinen Wochenübersichten hin.

Die Libration des Mondes wird auf der Webseite von astronomie.de etwas ausführlicher erklärt, als ich es hier in meinem Blog schreiben kann.


Montag, 14. Juni 2021

13. - 16. Juni 2021: Der Mond am Abend und etwas zur Libration.

 Im Fernsehen läuft die Fußballeuropameisterschaft - draußen leuchtet der Mond über Europa:

Der Mond am 14. Juni 2021

Der Blick durchs Fernrohr zeigt eine zerklüftete, gebirgige Oberfläche voller Krater und ausgedehnter flacherer Ebenen, die von den ersten Entdeckern als "Mare" benannt wurden.

Schon am Tag vorher, am 13. Juni, konnte ich ein Foto des Mondes machen. Da war die Sichel noch schmaler. Allerdings stand der Mond auch tiefer am Horizont - und durch das Wabern deraufgewärmten  Luftschichten am Abend ist dieses Bild nicht so schön scharf geworden:

Die Mondsichel vom 13. Juni 2021

 Im oberen Teil des Mondes kann man erkennen, das der beleuchtete Teil am 13. Juni so gerade die große rundliche Fläche des "Mare Crisium" umfasst. Im Vergleich lässt sich gerade an dieser Stelle sehr gut erkennen, wie der Mond von einem Tag zum anderen zugenommen hat.

Vergleicht man diese Mondfotos mit anderen, früheren Aufnahmen, so sieht man, dass das "Mare Crisium" sich zur Zeit dicht am Rand des Mondes befindet. Vergleichen Sie mal mit diesem Bild vom 11. April 2016:

Mond vom 11. April 2016, das "Mare Crisium" steht weit ab vom Mondrand.

Hier befindet sich das Mare Crisium weit ab vom Mondrand, der Mond zeigt uns also nicht immer exakt das gleiche Gesicht, sondern er "wackelt" schon noch etwas hin und her auf seiner Bahn um die Erde. Diese Schwankungen werden "Libtration" genannt. Zur Zeit zeigt er eine ausgeprägte Libration in Länge und zeigt uns bevorzugt seine östliche Seite (die allerdings im Dunklen liegt, er dreht sich also quasi von uns weg. In Jahrbüchern wird die Libration dann mit negativem Vorzeichen angegeben , heute -6.6). Auf dem Foto von April 2016 war die Libration genau in die andere Richtig ausgeprägt, wir konnten also eher auch Teile des Mondes sehen, die uns sonst nicht so zugänglich sind (positive Libration +7.7). Zusammengerechnet zeigt uns der Mond dadurch nicht nur 50 Prozent seiner Oberfläche, sondern ungefähr 59 Prozent.

(Achtung: bei der Definition der Himmelsrichtungen auf dem Mond habe ich die "irdische" Betrachtungsweise gewählt, für uns auf der Nordhalbkugel ist dann "links"="Osten", dort wo der Mond aufgeht und "rechts"="Westen". )

***********************  Ergänzung vom 15. Juni *******************

Die Schönwetterphase macht es möglich, auch heute wieder ein Bild des Mondes zu zeigen. Der Himmel war nicht ganz klar, hohe Cirren dämpften doch ein wenig die Sicht:

Der Mond am 15. Juni nach 23 Uhr Uhr am Abendhimmel

Die ausgeprägte Libration wird am Morgen des 17. Juni den größten Wert erreichen. Dies wird jedoch selbst fotografisch im Vergleich zu diesem Bild nicht mehr viel ausmachen. Gleichzeitig haben wir zur zeit auch eine ausgeprägte Libration in Breite, so das man auf den Südpol des Mondes schauen kann. 

*******************************  Ergänzung 16. Juli 2021  ***************************

Der ;Mond am 16. Juni 2021 um 22:01 Uhr:

Mond am Mittwochabend um 22 Uhr.




Samstag, 17. November 2018

19. - 25. November 2018: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Sein helles Licht wird viele schwächere Sterne überstrahlen. Von den hellen Planeten leuchtet die Venus ab ca. 5:30 Uhr im Südosten als Morgenstern. Mars ist am Abend noch bis etwa 23:30 Uhr im Südwesten zu sehen, Saturn kann bis ca. 18 Uhr ebenfalls im Südwesten noch bei klarer Horizontsicht gefunden werden. Die ISS ist erst ab Sonntag wieder bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 19. November, geht die Sonne um 7:50 Uhr auf und um 16:29 Uhr unter. Der helle Tag ist im Vergleich zum letzten Monat noch einmal 22 Minuten kürzer. der Mond steht heute Abend im Sternbild Fische, er ist bereits zu 85 Prozent beleuchtet.

Am Dienstag, den 20. November, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht mal wieder nah am Rand. Gleichzeitig haben wir auch maximale Libration in Breite, so dass wir heute auch seinen Nordpol sehen können.

Am Mittwoch, den 21. November, Buß- und Bettag, bedeckt der Mond um 21:57 Uhr den 4.4mag hellen Stern mü Ceti an seinem dunklen Rand. Kurz vor Vollmond ist der Mond bereits zu 97 Prozent beleuchtet.

Für Donnerstag, den 22. November, wird in den Jahrbüchern so gar nichts besonderes am Himmel gemeldet. Genießen wir dann doch einfach mal die Vollmondnacht, kurz nach Sonnenuntergang, um 16:31 Uhr steigt der volle Mond im Osten über den Horizont.

Am Freitag, den 23. November, ist um 6:39 Uhr exakt Vollmond. Der Mond steht dann nur noch 8° Grad hoch in Westnordwestlicher Richtung (Azimut 285° Grad).

Am Samstag, den 24. November, geht Mars nur 8' Bogenminuten südlich an sigma Aquarii (4.9mag) vorüber.

Am Sonntag, den 25. November, dem letzten Sonntag im Kirchenjahr (Ewigkeitssonntag),  kommt es am frühen Morgen um 6:21 Uhr zu einer Bedeckung des Stern Chi Orionis (4.6mag) am hellen Mondrand, um 7:19 Uhr tritt der Stern am dunklen Mondrand wieder hervor. Am Abend geht der immer noch zu 95 Prozent beleuchtete Mond zwei Stunden nach Sonnenuntergang im Osten um 18:39 Uhr im Osten auf. Die ISS beginnt heute wieder mit einer Periode abendlicher Überflüge. Um 19:16 Uhr steigt sie im Südwesten ganz kurz auf 13° Grad Höhe auf, verschwindet dann aber schnell im Erdschatten. In der kommenden Woche wird sie besser zu beobachten sein.

Samstag, 6. Oktober 2018

8. - 14. Oktober: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Neumond, die Nächte eignen sich gut zum Beobachten von schwachen Objekten am Sternenhimmel. Von den hellen Planeten geht Saturn gegen 22 Uhr im Südwesten unter, Mars ist bis gegen 1:00 Uhr am Himmel zu sehen. Uranus und Neptun sind nur mit einem Fernglas oder Fernrohr zu sehen. Die ISS kann noch bei abendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 8. Oktober, geht die Sonne um 7:37 Uhr auf und um 18:47 Uhr unter, der helle Tag ist also nur noch etwas über 11 Stunden lang. Die nur zu einem Prozent beleuchtete Mondsichel wird wohl trotz Aufgang um ca. 6:30 Uhr (also eine Stunde vor Sonnenaufgang) nicht mehr zu sehen sein. Zwischen 19:27 Uhr und 19:33 Uhr kann die ISS beim Überfliegen des abendlichen Himmels beobachtet werden, sie erreicht dabei maximal eine Höhe von 51° Grad über dem Horizont und fliegt dabei ganz knapp an Atair, dem hellsten Stern des Adlers vorüber. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus gibt es heute einen Vortrag zum Thema "China - die neue Größe in Astronomie und Raumfahrt?"

Am Dienstag, den 9. Oktober, ist exakt um 5:47 Uhr Neumond. Vielleicht kann, bei klarer Sicht nach Osten, in diesen Tagen am Morgen, ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang, auch das Zodiakallicht beobachtet werden. Zwischen 20:12 Uhr und 20:17 Uhr ist die ISS in maximal 22° Grad Höhe am Südwesthimmel zu sehen, sie verschwindet dicht unterhalb von Mars im Erdschatten.

Am Mittwoch, den 10. Oktober, fliegt die ISS zwischen 19:20 Uhr und 19:27 Uhr knapp oberhalb vom Mars über unseren Abendhimmel hinweg.
 
Am Donnerstag, den 11. Oktober, ist am Abend die Mondsichel zu 8 Prozent beleuchtet, sie geht um 20:13 Uhr unter. Kurz vorher, zwischen 20:05 Uhr und 20:08 Uhr fliegt die ISS in nur 12° Grad Höhe über unseren Südwesthimmel entlang, dabei überquert sie fast genau den Planeten Saturn. Heute zeigt der Mond maximale Libration in Länge, d.h. das Mare Crisium ist weit ab vom Rand, als auch maximale Libration in Breite, so dass sein Südpol sichtbar wird. Auch ist im dunklen Teil des Mondes das Erdlicht zu beobachten.

Am Freitag, den 12. Oktober, geht der zu 15 Prozent beleuchtete Mond um 20:45 Uhr unter. Zwischen 19:12 Uhr und 19:19 Uhr ist die ISS wohl ein letztes Mal in dieser abendlichen Sichtbarkeitsperiode am Himmel zu erspähen.

Am Samstag, den 13. Oktober, geht der zu 23 Prozent beleuchtete Mond um 21:17 Uhr unter.

Am Sonntag, den 14. Oktober,  nähert sich der zu einem Drittel beleuchtete Mond dem Planeten Saturn, der Abstand beträgt rund 5 Grad. Der Mond geht gegen 21:57 Uhr unter.

Samstag, 20. Januar 2018

20. Januar: Der Mond am Abend

Heute Abend war um 18 Uhr der Mond für kurze Zeit zwischen den Wolken zu sehen. Es war jedoch auch recht dunstig, so dass schwächere Objekte wie die Sterne kaum zu sehen waren. Leider habe ich es auch verpasst, nach Neptun Ausschau zu halten, der ja dicht oberhalb des Mondes stehen sollte. Aber wahrscheinlich hätte auch das Seeing dafür kaum gereicht.

Auch von meinen zwölf Fotos, die ich probiert habe, ist nur eines halbwegs gut geworden. Meistens zogen doch immer wieder kleine Wolken über die Mondsichel hinweg. Hier das Ergebnis:

Mond am 20.1.2018 kurz nach 18 Uhr
Man kann erkennen, das das Mare Crisium relativ dicht schon zum Rand hin steht. Dieser Librationseffekt wird sich in den kommenden Tagen bis zum 23.1. noch etwas verstärken, dann "taumelt" der Mond wieder zurück.

Dienstag, 26. Dezember 2017

26. Dezember: ... noch einmal der Mond am Abend

Auch heute Abend wurde der Himmel klarer als angesagt. Zwar zogen immer wieder Wolken durch, aber ein bisschen ließen sich doch der Mond und andere Objekte am Himmel beobachten.

Hier ein Blick Richtung Süden, die Kleinbildkamera wurde nur provisorisch aufgestützt. Das Bild zeigt schön die durchziehenden Wolken, aber auch den Orion in der rechten Bildhälfte und im unteren Bereich - ziemlich in der Mitte - den hellen Stern Sirius und weitere Sterne des "Großen Hund".:

Nachthimmel mit Wolken am 26. Dezember 2017 um 23:30 MEZ

Und hier noch ein Bild des Mondes, aufgenommen um 23:14 Uhr:

Mond im Ersten Viuertel, am 26. Dezember 2017
Das Erste Viertel hatte der Mond heute bereits um 10:20 Uhr erreicht, da war er bei uns jedoch unter dem Horizont. Jetzt, 13 Stunden später, war er schon zu 56 Prozent beleuchtet, auch wenn man diese 6 Prozent mehr kaum auf dem Foto und im Fernglas mmit dem bloßen Auge erkennen kann.

Das Mare Crisium steht sehr dicht am Rand. Mit -7,95 Grad hat die Libration in Länge aber wirklich auch einen sehr extremen Wert erreicht. Was die Libration bedeutet, wird recht gut in einem Eintrag bei Wikipedia erklärt.

Donnerstag, 30. November 2017

29. November: Mond

Gestern Abend, am 29. November, schien der helle Mond gut durch die Wolken hindurch, so dass mir wieder ein Bild gelang. Die angekündigten Sternbedeckungen waren jedoch leider nicht zu sehen, dafür waren bei uns die Wolken zu stark.

Hier der Mond um 20:28 Uhr. Die Mondscheibe ist zu 80 Prozent beleuchtet. Und die Libration in Länge beträgt -7,3° Grad, was bedeutet, dass das Mare Crisium relativ dicht zum Mondrand steht.

Mond am 29.11.2017 um 20:28 Uhr

Sonntag, 20. August 2017

21. - 27. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Neumond, der in den USA sogar eine totale Sonnenfinsternis verursacht. Anschließend kann der zunehmende Mond ab Mitte der Woche gut beobachtet werden. Von den Planeten ist die Venus nachwievor als Morgenstern sichtbar (Aufgang gegen 3:30 Uhr), Saturn kann am Abendhimmel bis gegen Mitternacht gefunden werden. Jupiter ist Freitag noch kurz in der Nähe des Mondes zu sehen.

Am Montag, den 21. August, geht die Sonne in Bad Lippspringe um 6:19 Uhr auf und um 20:35 Uhr unter. Um 20:30 Uhr ist Neumond. In den USA führt dies zu einer spektakulär zu beobachtenden totalen Sonnenfinsternis. In Bad Lippspringe ist davon jedoch nichts zu sehen. Im äußersten Nordwesten Deutschlands kann vielleicht bei Sonnenuntergang gesehen werden, das der Mond die Sonnenscheibe zu einem Prozent verfinstert.

Am Dienstag, den 22. August, steht am Abend bei Saturn der Mond Tethys in östlicher, der Mond Titan in westlicher Elongation.

Am Mittwoch, den 23. August, kann die schmale, nur zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel wohl erstmals nach Neumond wieder gesichtet werden, sie geht um 21:28 Uhr unter.

Am Donnerstag, den 24. August, geht der Mond um 21:52 Uhr unter. In seinem dunklen Teil könnte das Erdlicht zu sehen sein. Auch zeigt er wieder einmal maximale Libration in Länge, das Mare Crisium ist fern vom Mondrand.

Am Freitag, den 25. August, hat der Mond Jupiter überholt (Abstand ca. 3° Grad) und geht um 22:15 Uhr unter, er ist zu 15 Prozent beleuchtet.

Am Samstag, den 26. August, geht der Mond um 22:39 Uhr unter. In der Frühe kann vielleicht ab 5:30 Uhr vor Sonnenaufgang das Zodiakallicht beobachtet werden

Am Sonntag, den 27. August, geht der zu 39 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Waage um 23:05 Uhr unter.




Sonntag, 30. Oktober 2016

31. Oktober - 6. November 2016: Der Himmel über Bad Lippspringe

Ob das Wetter zur Himmelsbeobachtung in dieser Woche mitspielt? Der Oktober war zuletzt sehr Wolken verhangen und normalerweise wird der November noch "düsterer". Doch vielleicht gelingt ja trotzdem der eine oder andere Blick in den Nachthimmel. In dieser Woche nimmt der Mond zu und fällt mehr und mehr am Abendhimmel auf. Von den Planeten ist kurz nach Sonnenuntergang die Venus tief im Südwesten bis ca. 18 Uhr zu sehen, Mars geht gegen 21 Uhr unter. Am Morgenhimmel kann ab etwa 5:15 Uhr Jupiter tief im Osten gefunden werden. Die ISS beginnt in dieser Woche wieder eine Morgensichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 31. Oktober, wandert ab 5:24 Uhr der Schatten von Jupitermond Io über die Planetenscheibe. Die Sonne geht um 7:18 Uhr auf und um 16:58 Uhr unter. Der helle Tag ist gegenüber der Vorwoche also noch einmal 26 Minuten kürzer geworden. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus trifft sich ab 19:30 Uhr die Beobachtergruppe.

Am Dienstag, den 1. November, kann am Abend vielleicht das erste Mal nach Neumond wieder eine schmale Mondsichel gefunden werden. Noch ist die Sichel jedoch nur zu 4 Prozent beleuchtet und geht schon um 18:17 Uhr unter.

Am Mittwoch, den 2. November, ist die Mondsichel schon zu 8 Prozent beleuchtet. Der Mond geht um 18:51 Uhr unter, auf etwa halber Strecke zwischen ihm und der Venus (südöstlicher) könnte vielleicht in der Dämmerung noch Saturn gefunden werden. Er zeigt heute maximale Libration in Breite, wir können auf seinen Südpol schauen. Die ISS kann am Morgen zwischen 6:43 Uhr und 6:50 Uhr tief am Südhimmel (maximal in 22° Grad Höhe) gesehen werden. Sie fliegt dabei sehr knapp an Jupiter vorbei.

Am Donnerstag, den 3. November,  ist der Mond dann auch an der Venus deutlich vorbei gezogen und geht um 19:32 Uhr unter. Die ISS ist am Morgen zwischen 5:52 Uhr und 5:55 Uhr zu sehen, heute fliegt sie noch enger an Jupiter vorbei als gestern. Um 6:10 Uhr kommt es in 27° Grad Höhe in Südsüdost (Azimut 156° Grad) mit -6,5mag zu einem sehr hellem Iridiumflare.

Am Freitag, den 4. November, ist die Mondsichel zu 21 Prozent beleuchtet und geht um 20:19 Uhr unter. Die ISS ist am Morgen zwischen 6:33 Uhr und 6:40 Uhr in maximal 37° Grad Höhe beim Überflug des Südhimmels zu beobachten.

Am Samstag, den 5. November,  nähert sich der Mond langsam dem Mars und geht um 21:12 Uhr unter. Zwischen 5:42 Uhr und 5:49 Uhr fliegt die ISS in maximal 25° Grad Höhe am Südhimmel vorüber.

Am Sonntag, den 6. November, ist der Mond oberhalb an Mars vorbei gezogen er geht heute um 22:12 Uhr unter. Zwischen 6:25 Uhr und 6:32 Uhr erreicht die ISS heute früh am Südhimmel schon eine Höhe von 57° Grad bei ihrem Vorbeiflug.

Sonntag, 22. Februar 2015

23. Februar - 1. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den Planeten sind Venus und Mars am Abend im Westen zu sehen, Jupiter steht zunächst im Osten und ist gegen 23 Uhr hoch im Süden zu sehen.  Ab ca. 3 Uhr geht dann auch Saturn im Osten auf und bewegt sich bis zur Morgendämmerung Richtung Süden. Die ISS kann in dieser Woche außer nur bei einem Überflug am Dienstag nicht mehr gesehen werden.

Am Montag, den 23. Februar, geht die Sonne um 7:24 Uhr auf und um 17:53 Uhr unter. Um 20:25 Uhr beginnt ein Durchgang von Jupitermond Ganymed vor der Planetenscheibe. Ganymeds Schatten wandert ab 22:06 Uhr über den Planeten entlang. Der Mond geht um Mitternacht unter. Später in dieser Nacht (von 2:41 Uhr bis 2:47 Uhr) bedeckt Ganymed dann den Jupitermond Io, etwas später (von 3:39 Uhr bis 3:43 Uhr) fällt dann Ganymeds Schatten auf Io und sorgt dort für eine "totale Sonnenfinsternis". Um 19:30 Uhr gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus den dritten Vortrag aus der Reihe "Astronomie für Anfänger", heute geht es um Sterhaufen, Nebel und Galaxien.

Am Dienstag, den 24. Februar, kann die ISS vielleicht noch einmal zwischen 18:24 Uhr und 18:30 tief im Südosten gesehen werden, sie steigt jedoch nicht weiter als 15° Grad über den Horizont. Der Mond zeigt in diese Tagen wieder maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht randfern.

Am Mittwoch, den 25. Februar,  erreicht der Mond um 18:14 Uhr exakt das Erste Viertel. Er steht mitten in den Hyaden, eine "V"-förmige Sternenansammlung im Sternbild Stier (der Mond wird jedoch sicherlich die meisten dieser Sterne überstrahlen). Etwas unterhalb des Mondes kommt es um 18:23 Uhr zu einem mit -7,7mag sehr hellem Iridiumflare. Um 19:59 Uhr gibt es heute einen zweiten Iridiumflare, mit -4mag etwa so hell wie die Venus. Dieser Flare findet zwischen Jupiter und dem Sternbild Zwillinge statt.

Am Donnerstag, den 26. Februar, zieht gleich gegen 1:45 Uhr der Mond ganz knapp oberhalb von Aldebaran, dem hellsten Stern im Sternbild Stier entlang. ganz oben i Norden Deutschlands (Flensburg, Kieler Bucht, Rostock) kann man vielleicht sogar eine Bedeckung von Aldebaran sehen. Am Abend ziehen die Schatten von Kallisto (bis 20:59 Uhr) und von Io (ab 20:36 Uhr) für kurze Zeit beide zusammen über die Jupiteroberfläche. Ab 21:25 Uhr wird Europa für vier Minuten von Kallisto bedeckt, später von 23:20 Uhr für zwei Minuten auch noch einmal von Mond Io.

Am Freitag, den 27. Februar, wird ab 3:16 Uhr Jupitermond Ganymed von Io bedeckt. Am Abend kommt es dann ab ca. 20:50 uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Der Stern leuchtet mit einer Helligkeit von 5,7mag, dies Ereignis ist also nur mit einem Feldstecher zu sehen.

Am Samstag, den 28. Februar, zeigt der Mond auch maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Ab 19:26 Uhr wandert Europa vor der Jupiterscheibe vorüber (bis 22:20 Uhr). Europas Schatten fällt von 20:30 Uhr bis 23:25 Uhr auf die Planetenscheibe. Nach Mitternacht zeigt der Mond mal wieder seinen "goldenen Henkel".

Am Sonntag, den 1. März, beginnt für die Meteorologen das Frühjahr, wir Astronomen lassen uns damit noch bis bis zur sog. "Tag- und Nachtgleiche", am 20. März, Zeit. Frühaufsteher können um 509 Uhr eine Bedeckung vo Jupitermond Io durch Europa beobachten. Am Abend stehen dann bei Jupiter zwei Monde links, zwei Monde rechts.

Sonntag, 14. Dezember 2014

15. - 21. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Morgenhimmel zurück, daher kann man abends und nachts bei wolkenfreiem Himmel sehr gut die Wintersternbilder beobachten, das Sternbild Orion geht gegen 19 Uhr im Ostenauf. Von den großen Planeten kann Mars nach Sonnenuntergang im Südwesten bis gegen 19:00 Uhr gefunden werden. Jupiter ist nach 21:30 Uhr im Osten zu sehen. Uranus und Neptun können von Spezialisten abends noch mit einem Fernglas gesichtet werden. Saturn geht gegen 6:30 Uhr tief im Südosten auf. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 15. Dezember, geht die Sonne um 8:25 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Gegenüber letztem Montag geht die Sonne also noch einmal sieben Minute später auf. Da die Sonne jetzt ganz in der Nähe des tiefsten Punkts ihrer Bahn steht, verändern sich die Auf- und Untergangszeiten nur noch geringfügig. Die ISS fliegt zwischen 17:56 Uhr und 18 Uhr über unseren Südhimmel in maximaler Höhe von 61° Grad hinweg.Der abnehmende Mond geht heute früh um 0:44 Uhr auf. Tag für Tag verschiebt sich jetzt sein Aufgang um rund eine Stunde, seine Sichelgestalt wird immer dünner.

Am Dienstag, den 16. Dezember, wandert in der Frühe ab 5:07 Uhr der Schatten von Jupitermond Europa über den Planeten, ab 7:11 Uhr kommt noch der Schatten von Io hinzu. Am Abend ist die ISS gleich zweimal zu sehen. Zwischen 17:06 Uhr und 17:11 Uhr ist sie in maximal 45° Grad Höhe zu sehen. Um 18:42 Uhr steigt sie noch einmal im Westen auf 61° Grad Höhe im Sternbild Schwan hinauf, bevor sie dort im Erdschatten verschwindet.

Am Mittwoch, den 17. Dezember, erreicht die ISS bei ihrem Überflug zwischen 17:52 Uhr und 17:56 Uhr sogar eine Höhe von 82° Grad über dem Horizont. Am Abend lohnt es sich nach 23 Uhr die Jupitermonde zu beobachten. Oberhalb von Jupiter ist zunächst nur Europa zu sehen, dieser Mond verschwindet in etwa doppelter Jupiterdurchmesser Entfernung vom Planeten gegen 23:15 Uhr plötzlich in dessen Schatten. Dafür taucht zur gleichen Zeit, jedoch deutlich dichter an Jupiter dran, Mond Ganymed aus einer Verfinsterung auf, um bald nach Mitternacht hinter dem Planeten entlang zu wandern.

Am Donnerstag, den 18. Dezember, fliegt die ISS zwischen 17:01 Uhr und 17:07 Uhr in maximal 69° Grad Höhe am Südhimmel entlang. Wie am Dienstag fliegt sie um 18:38 Uhr noch einmal in das Sternbild Schwan hinein.

Am Freitag, den 19. Dezember, fliegt die ISS zwischen 17:46 Uhr und 17:52 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Die schmale nur zu 10 % beleuchtete Mondsichel geht um ca. 5:20 Uhr über der Egge auf. Heutezeigt der Mond maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist fernab vom Rand. Am Abend sind nach Jupiteraufgang zunächst nur die Monde Ganymed und Kallisto zu sehen. Io und Europa wandern fast synchron vor der Jupiterscheibe vorüber.

Am Samstag, den 20. Dezember, fliegt die ISS zwischen 16:56 Uhr und 17:02 Uhr noch einmal fast genau über unsere Stadt hinweg. Bei klarer Sicht zum Südosthorizont können heute früh gegen 7 Uhr vielleicht noch einmal die schmale Mondsichel und Planet Saturn gesehen werden. Saturn steht etwas höher und südlicher als der Mond.

Am Sonntag, 4. Advent, den 21. Dezember, erreicht die ISS zwischen 17:42 Uhr und 17:48 Uhr noch einmal eine Höhe von 82° Grad über dem Südhorizont. Am Abend um 22:01 Uhr hat der veränderliche Stern Algol wieder ein Helligkeitsminimum.


Sonntag, 5. Oktober 2014

6. - 12. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der volle Mond bestimmt in dieser Woche den Nachthimmel. Von den großen Planeten sind nur Mars noch bis ca. 20:30 Uhr am Abend und ab ca. 3:00 am Morgen Jupiter gut zu beobachten. Die ISS beginnt in dieser Woche wieder eine Periode mit Überflügen am Abendhimmel.

Am Montag, den 6. Oktober, geht die Sonne um 7:34 Uhr auf und um 18:51 Uhr unter. Der Mond befindet sich heute in Erdnähe und erscheint dadurch vielleicht etwas größer als üblich.

Am Dienstag, den 7. Oktober, befindet sich der Planet Uranus in Opposition zur Sonne. Mit einer Helligkeit von 6,1mag ist er jedoch normalerweise nur unter bestem, dunklen Nachthimmel mit bloßem Auge zu sehen.

Am Mittwoch, den 8. Oktober, ist um 12:51 Uhr Vollmond. Um die Mittagszeit herum kommt es dabei sogar zu einer totalen Mondfinsternis. Diese ist jedoch nur im Westen von Amerika und Ostasien zu beobachten, bei uns steht der Mond dann tief unter dem Horizont.

Am Donnerstag, den 9. Oktober, ist die ISS zwischen 20:19 Uhr und 20:27 Uhr am Abendhimmel im Süden unterhalb des Sternbilds Adler zu beobachten. Heute ist Maximum des Draconiden-Meteorstroms, wegen des vollen Mondes werden aber kaum Sternschnuppen zu sehen sein. Die ISS ist heute Abend zwischen 20:21 Uhr und 20:25 Uhr in maximal 28° Grad Höhe tief im Südosten zu sehen.

Am Freitag, den 10. Oktober, geht gegen 4:00 Uhr Kleinplanet Viktoria (9,7mag) nur 19' Bogenminuten westlich an 37 Pegasi (5,5mag) vorüber.

Am Samstag, den 11. Oktober, zwischen 20:20 Uhr und 20:23 Uhr fliegt die ISS am Südwesthimmel entlang, dicht vorbei an Altair, dem "Auge" des Sternbilds Adler. Der Mond geht heute Abend um 20:34 Uhr auf, er zeigt maximale Libration in Länge, Krater Grimaldi steht randnah. Zwischen 20:19 Uhr und 20:23 Uhr erreicht die ISS heute schon eine Höhe von 49° Grad im Süden, bevor sie im Erdschatten verschwindet.

Am Sonntag, den 12. Oktober, kann die ISS zwischen 19:30 Uhr und 19:36 Uhr  im Süden in maximal 36° Grad Höhe beobachtet werden. Der Mond steht heute früh nur 3 1/2° Grad westlich von Aldebaran, dem hellsten Stern im Stier. Am Abend steht er dann bereits östlich von Aldebaran. Zwischen 19:30 Uhr und 19:36 Uhr ist die ISS im Süden in einer Höhe von maximal 36° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu beobachten.

Sonntag, 31. August 2014

1. - 7. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

Wir nähern uns dem Herbstanfang, die Tage werden deutlich kürzer. In den Nächten dieser Woche ist der zunehmende Mond zu sehen. Am Abend nach Sonnenuntergang können noch Saturn und Mars tief  im Südwesten gefunden werden. Mit einem guten Fernglas oder kleinem Fernrohr können ab 22:00 Uhr die Planeten Neptun und Uranus gefunden werden. Jupiter ist ab ca. 5:00 Uhr im Osten zu finden. Die ISS ist in dieser Woche bei nächtlichen Überflügen nicht zu beobachten.

Am Montag, den 1. September, geht die Sonne um 6:37 Uhr im Osten auf (am "mathematischen" Horizont, bis sie über der Egge aufgestiegen ist, dauert es rund eine Viertelstunde länger). Um 20:12 Uhr geht die Sonne im Westen unter. Bereits morgens früh um 3:14 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus ein Helligkeitsminimum. Der Mond geht heute um 23:11 Uhr unter, das Mare Crisium steht nah am Rand, wir haben maximale Libration in Länge. Um 19:30 Uhr hält Inka Haag an der Sternwarte Paderborn einen Vortrag über "Kosmische Mythen".  Ich selbst halte einen Vortrag über "Sterne in der Bibel" beim Frauenabendkreis der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe.

Am Dienstag, den 2. September, erreicht der Mond um 13:11 Uhr das Erste Viertel. Am Abend steht er ca. 9° Grad nordöstlich von Antares, dem hellsten Stern des Skorpion.

Am Mittwoch, den 3. September, kommt es um 20:57 Uhr zu einer Sternbedeckung am dunklen Mondrand, der Stern hat jedoch nur 6,9mag Helligkeit, dies Ereignis ist also nur im Fernglas zu beobachten.

Am Donnerstag, den 4. September, ist am Abend beim Mond der "goldene Henkel" zu sehen. Später kommt es gleich zu zwei Sternbedeckungen. Um 21:33 Uhr wird ein Stern mit 6,9mag bedeckt, um 23:22 Uhr ein etwas hellerer Stern mit 6,6mag.

Am Freitag, den 5. September, kann man bei guter Sicht zum Osthorizont gegen 6 Uhr beobachten, wie die Venus nur 1° Grad (zwei Vollmonddurchmesser) nördlich von Regulus steht, dem hellsten Stern des Löwen.

Am Samstag, den 6. September, zeigt der Mond in der Nacht maximale Libration in Breite, wir können auf seinen Südpol schauen..

Am Sonntag, den 7. September, kommt es in der Frühe um 0:30 Uhr und dann noch einmal gegen 2:20 Uhr zu zwei weiteren Sternbedeckungen durch den Mond. Am Morgen gegen 5 Uhr geht Kleinplanet Iris (10,3mag) nur 10' Bogenminuten südlich an 54 Cancri (6,3mag) vorüber.

Dienstag, 5. August 2014

5. August: Mond und ISS

Heute Abend war der Himmel schön klar, endlich mal keine "Gewitterwolken", da lohnte es sich wieder mit der Kamera auf "Astro-Pirsch" zu gehen.

Zuerst ein Foto des Mondes:

Mond am 5. August 2014, durch Spektiv fotografiert
Ich habe für mein Spektiv eine zusätzliche Barlowlinse erworben, die erlaubt mir gegenüber den früheren Bildern eine 1,8 mal stärkere Vergrößerung. Leider entsteht dann jedoch auch der hier gezeigte unschöne Farbsaum. Mit etwas Bildbearbeitung könnte man den sicherlich weg bekommen, doch dazu habe ich heute Abend keine Zeit und Lust. Mir geht es um die Astronomie und nicht um das "schöne Bild".

Deutlich kann man erkennen, das "Erste Viertel" des Mondes ist bereits vorüber. Heute ist er schon zu 69 Prozent beleuchtet. Am rechten Mondrand ist zu erkennen, das wir noch starke Libration haben, das "Mare Crisium" steht noch sehr nahe am Rand. Vergleichen sie diesen Abstand mal mit dem auf meinem Foto vom 5. Mai!

Weiterhin kann man auf der linken Mondseite, etwas oberhalb der Mitte schon sehr schön einen großen Krater erkennen. Dieser Krater heißt Kopernikus, benannt nach dem berühmten Astronomen, der als erster die These aufstellte, das die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt.

Der Kopernikus-Krater hat einen Durchmesser von 90 bis 95 Kilometern, der Kraterwall erhebt sich gegenüber dem Inneren um 3800 Meter!

Und hier noch ein Foto:

Die Internationale Raumstation (ISS)
Um 22:41 Uhr und 40 Sekunden flog die ISS ganz dicht am Stern Altair, dem hellsten Stern, dem "Auge" des Sternbilds Adlers vorüber (die ISS hat in dieser 30 Sekunden belichteten Aufnahme eine lange Strichspur hinterlassen. Altair ist der helle Setrn ganz dicht an dieser Spur rechts von der Mitte). Anschließend flog sie zum Sternbild Delphin (linker Bildrand) weiter.

So habe ich jetzt auch ein Foto wie Alexander Gerst über meinen Garten hinweg fliegt....

Am Freitag kommt es zu etwas späterer Stunde vielleicht zu einer noch spektakuläreren "Begegnung", dann fliegt, von Bad Lippspringe aus gesehen um 23:26 Uhr, die ISS genau über den Stern Arkturus und anschließend exakt über unsere Stadt hinweg.

Sonntag, 6. Juli 2014

7. - 13.Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Vollmond. Nachts wird es ohnehin nicht richtig dunkel, da eignet sich diese Woche sicherlich nur zur Beobachtung der hellsten Objekte am Himmel. Bei den Planeten kann gut beobachtet werden, wie Mars jetzt von Abend für Abend von West nach Ost wandernd am hellsten Stern der Jungfrau, an Spica, vorbei wandert. Außerdem ist Saturn zu beobachten und vor Sonnenaufgang auch die Venus. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel zu beobachten.

Am Montag, den 7. Juli, geht die Sonne um 5:15 Uhr auf und um 21:44 Uhr unter. Heute Abend ist beim Mond der "goldene Henkel" zu sehen. Außerdem kommt es gegen 23 Uhr zu einer Sternbedeckung eines mit 6,6mag schwach leuchtenden Sternchens, für die Beobachtung ist ein guter Feldstecher notwendig.

Am Dienstag, den 8. Juli, zeigt der Mond maximale Libration, das Mare Crisium steht randnah.

Am Mittwoch, den 9. Juli, steht der Mond 7° Grad nordöstlich von Antares, dem rötlichen, hellsten Stern des Skorpion.

Am Donnerstag, den 10. Juli, steht Saturnmond Dione in östlicher Elongation.

Am Freitag, den 11. Juli, steht Saturnmond Rhea in östlicher Elongation.

Am Samstag, den 12. Juli, ist exakt um 13:25 Uhr Vollmond. Mars(0,2mag) erreicht heute die größte Annäherung an Spica (1,2 mag) mit einem Abstand von ca. 1,5° Grad (drei Vollmondbreiten).

Am Sonntag, den 13. Juli, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, wir können seinen Südpol sehen. Saturnmond Rhea erreicht am Abend maximale westliche Elongation.

Sonntag, 2. März 2014

3. - 9. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der zunehmende Mond bestimmt in dieser Woche immer stärker den Abendhimmel. Von den großen Planeten ist Jupiter ab beginn der Dämmerung hoch im Südosten zu sehen. Mars geht ab ca. 22:30 Uhr über der Egge auf, Saturn folgt gegen 1:00 Uhr. Die Venus ist Morgenstern ab etwa 5:30 Uhr. Die ISS ist in dieser Woche bei ihren Überflügen nicht zu beobachten, auch gibt es in dieser Woche keine ganz spektakulären Iridiumflares.

Am Montag, den 3. März, geht die Sonne um 7:06 Uhr auf und um 18:08 Uhr unter. Sie scheint jetzt also schon 11 Stunden am Tag. Der astronomische Frühlingsanfang (Tag- und Nachtgleiche) ist nicht mehr weit. Die schmale Mondsichel ist zu 8% beleuchtet und geht um 21:18 Uhr unter. Auf der dunklen Seite des Mondes schimmert das "Erdlicht".

Am Dienstag, den 4. März, geht der Mond um 22:32 Uhr unter. Gegen 19:20 Uhr kommt es fast zu einer Sternbedeckung. Die Grenzlinie für diese Bedeckung ist in etwa die Mainlinie, auch in Frankfurt wird der Stern bereits bedeckt.

Am Mittwoch, den 5. März, geht der Mond erst um 23:42 Uhr unter. Kleinplanet Vesta wechselt heute seine scheinbare Bewegungsrichtung vor dem Himmelshintergrund und wird rückläufig.

Am Donnerstag, den 6. März, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium ist randfern. Um 22:06 Uhr kommt es heute zur Bedeckung eines Sterns der Helligkeit von 6mag. Bei Jupiter beginnt um 19:27 Uhr ein Durchgang von Europa vor der Planetenscheibe (bis 22:08), der Schatten von Europa fällt von 21:47 Uhr bis 0:30 Uhr auf den Planeten.

Am Freitag, den 7. März, geht Kleinplanet Iris (9,8mag) nur 11' Bogenminuten nördlich am Stern SAO92407 mit 7mag vorbei. Der Mond bedeckt um 20:50 Uhr einen 7mag-Stern und um 23:02 Uhr einen 6mag hellen Stern. Ersteht heute Abend nur 2° Grad nordwestlich von Aldebaran, dem Auge des Stiers.

Am Samstag, den 8. März, erreicht der Mond schon Mittags um 14:27 Uhr das Erste Viertel. Am Abend kommt es noch einmal zu einer Sternbedeckung: um 22:07 Uhr wird ein 7,5maghelles Sternchen bedeckt.

Am Sonntag, den 9. März, fällt von 19:08 Uhr bis 22:25 Uhr der Schatten von Mond Ganymed auf den Jupiter. Von 21:25 Uhr bis 23:42 Uhr fällt auch Ios Schatten auf den Planeten. Der Durchgang von Io beginnt um 20:13 Uhr und endet um 22:29 Uhr. Die Sichtbarkeit könnte vielleicht durch den nicht weit entfernten Mond etwas beeinträchtigt werden. Heute kommt es gleich zu drei Sternbedeckungen durch den Mond: um 20:01 Uhr ein 6,4mag helles Sternchen, um 22:30 Uhr ein 5,7mag helles Sternchen am unteren Mondrand und um 23:01 Uhr ein 7mag-Sternchen am oberen Mondrand.

Samstag, 23. November 2013

25. November - 1. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche lassen sich am Abendhimmel gut die Sterne beobachten, denn der abnehmende Mond zieht sich von Tag zu Tag weiter vom Nachthimmel zurück. Bei klarem Himmel will in dieser Woche die Sternwarte Schloß Neuhaus eine abendliche Exkursion zur Beobachtung des Sternenhimmels anbieten.Da der Beobachtungsabend nur bei gutem Wetter stattfinden kann, weist am Veranstaltungstag ab ca. 17.00 Uhr ein Ansagedienst der Sternwarte (Tel. 05254/9318272) auf die Exkursion hin. Am Morgenhimmel kann Merkur gefunden werden. Venus bis fast zwei Stunden nach Sonnenuntergang im Westen, Jupiter erscheint ab ca. 20 Uhr über der Egge, Mars später in der Nacht um 2:00 Uhr. Die ISS ist nur noch schwer am Morgenhimmel zu beobachten. Spektakulär könnte die Beobachtung des Kometen ISON werden. Einen schönen Artikel zu diesem Kometen hat jetzt Florian Freistätter in seinem Blog "Astrodictum Simplex" veröffentlicht.

Am Montag, den 25. November, geht die Sonne um 8:01 Uhr auf und um 16:23 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt also nur noch wenig über acht Stunden lang. Zuvor fliegt die ISS zwischen 6:31 Uhr und 6:35 Uhr in maximal 32° Grad Höhe über unseren Südhimmel hinweg. Um 19:30 Uhr beginnt an der Sternwarte Schloß Neuhaus die Veranstaltung "Teleskope in Theorie und Praxis". Der Mond erreicht heute um 20:28 Uhr das Letzte Viertel, er steht im unscheinbaren Sternbild Sextant und geht erst um Mitternacht auf. Bereits ab 21:21 Uhr kommt es zu einer Verfinsterung des Jupitermonds Ganymed.

Am Dienstag, den 26. November, stehen bei Jupiteraufgang alle vier Monde auf der gleichen Seite. Um 22:55 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum. Am Morgen tritt die ISS um 5:43 Uhr in 41° Grad Höhe in der Nähe des Mondes aus dem Erdschatten heraus und flegt dann schnell Richtung Südosten dem Horizont entgegen.

Am Mittwoch, den 27. November, tritt um 6:29 Uhr die ISS aus dem Erdschatten heraus, sie fliegt jedoch nur noch in maximal 18° Grad Höhe tief am südlichen Himmel entlang.Und um 6:40 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe. Später am Abend stehen dann Io und Europa auf der einen, Ganymed und Kallisto auf der anderen Seite Jupiters.

Am Donnerstag, den 28. November, zeigt die schmale Mondsichel am frühen Morgen maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist randfern. Der Mond steht in der Jungfrau und ist nur noch zu 27% beleuchtet. Auf der dunklen Seite kann das Erdlicht wahrgenommen werden. Zwischen 5:42 Uhr und 5:45 Uhr kann ein letztes Mal in dieser Sichtbarkeitsperiode die ISS tief im Südosten beobachtet werden. Der Komet C/2012 S1 (ISON) erreicht heute sein Perihel, den sonnennächsten Punkt seiner Bahn. Er rast in einem Abstand von nur einem Sonnendurchmesser an der Sonne vorüber. Dies kann mit Hilfe der Sonnenbeobachtungssatelliten gut beobachtet werden. Ob ISON danach einen prächtigen Schweif entwickeln wird?

Am Freitag, den 29. November, erreicht Algol bereits um 19:44 Uhr ein Helligkeitsminimum.Ab 21:33 Uhr wird Jupitermond Io verfinstert. Theoretisch könnte ISON heute vielleicht am Taghimmel beobachtet werden. Er steht dann jedoch direkt neben der Sonne, so das diese Beobachtung nur Spezialisten vorbehalten sein wird. Vorsicht! Schauen Sie selbst bitte niemals ungeschützt in die Sonne!

Am Samstag, den 30. November, geht morgens um 6:51 Uhr Kleinplanet Ceres (8,7mag) nur 16'' Bogensekunden südlich am Stern SAO 119649 mit 8,2mag vorüber. Im Fernrohr sicherlich eine spannende Begegnung. Die nur noch zu 6 % beleuchtete Mondsichel geht zuvor um 4:42 Uhr auf. Am Abend kommt es um 18:38 Uhr zu einer engen Begegnung zwischen Kleinplanet Iris (9,5mag) und dem Stern SAO 145838 (7,8mag) mit einem Abstand von nur 1' Bogenminute. Auch wandert wieder einmal Io vor der Jupiterscheibe vorüber (bis 21:48 Uhr). Bis 20:58 Uhr fällt sein Schatten auf den Planeten. Ab 22:37 Uhr fällt dann der Schatten von Europa auf Jupiter.

Am Sonntag, den 1. Dezember, geht die nur noch zu 4 % beleuchtete Mondsichel gegen 6 Uhr auf. Ob sie so kurz vor Neumond noch gefunden werden kann? In der Nähe könnten, bei klarer Sicht zum Horizont vielleicht auch noch Saturn und Merkur gefunden werden. Am Abend wandert bis 21:06 Uhr Jupitermond Kallisto vor der Planetenscheibe entlang.

Samstag, 26. Oktober 2013

28. Oktober - 3. November: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche wird die Mondsichel am Morgenhimmel im kleiner. Die Bedingungen für die "deep-sky" Beobachtung werden dadurch auch in der zweiten Nachthälfte immer besser. So kann jetzt wieder die Andromeda-Galaxie bei dunklem Himmel mit bloßem Auge gesehen werden. Ebenso steigt die Venus langsam am Abendhimmel etwas höher, so dass sie vielleicht bis zu 1 1/2 Stunden nach Sonnenuntergang tief im Südwesten gesehen werden kann. Jupiter kann ab etwa 22 Uhr gesehen werden, Mars ab etwa 2:30 Uhr tief im Osten.

Am Montag, den 28. Oktober, geht der Mond um 0:13 Uhr, also kurz nach Mitternacht auf. Am Morgenhimmel wird bei Jupiter ab 4:14 Uhr der Mond Europa verfinstert, ab 5:00 Uhr steht Io direkt vor der Jupiterscheibe und ab 5:25 Uhr wird Ganymed verfinstert, so dass dann nur noch Kallisto zu sehen sein wird. Die Sonne geht um 7:12 Uhr auf und um 17:04 Uhr unter. Der "helle" Tag ist jetzt also nicht einmal mehr zehn Stunden lang. Die ISS ist in dieser Abendsichtbarkeitsperiode ein vorletztes Mal zwischen 17:49 Uhr und 17:54 Uhr tief im Südwesten bei Ihrem Überflug in maximal 23° Grad Höhe zu sehen. Am Abend sind wieder alle Jupitermonde zu sehen. Der Schatten von Kallisto wandert ab 22:07 Uhr über den Planeten.

Am Dienstag, den 29. Oktober, geht der Mond um 1:18 Uhr auf, er steht heute früh südwestlich von Mars und Regulus. Der Krater Grimaldi ist randfern, er zeigt also wieder einmal maximale Libration in Länge. Am Abend kann ab 22:13 Uhr der Schatten von Io und ab 22:54 Uhr der Schatten von Europa auf Jupiter beobachtet werden.

Am Mittwoch, den 30. Oktober, wird bis 22:59 Uhr Io von Jupiter bedeckt. An der immer schmaler werdenden Mondsichel ist jetzt  auch wieder das "Erdlicht" zu beobachten. Die ISS ist in dieser Abendsichtbarkeitsperiode ein letztes Mal zwischen 17:51 Uhr und 17:54 Uhr tief im Südwesten bei Ihrem Überflug in maximal 12° Grad Höhe zu sehen. Um 19:17 Uhr kommt es im Südosten am Rande des Pegasus-Vierecks zu einem mit -8mag sehr hellem Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 31. Oktober, wird bis 22:34 Uhr Europa von Jupiter bedeckt.

Am Freitag, den 1. November, steht Kleinplanet Nr. 20 Massalia in Opposition zur Sonne (8,9mag) und kann im Sternbild Widder die ganze Nacht über gefunden werden.

Am Samstag, den 2. November, ist in der Frühe gegen 6:30 Uhr tief im Osten vielleicht noch eine ganz schmale Mondsichel, 31 Stunden vor Neumond zu sehen. Der Mond bedeckt von ca. 6:30 Uhr bis 7:14 Uhr Spica, den hellsten Stern der Jungfrau mit 1,2mag. Aber ob diese Bedeckung in der Dämmerung und so tief am Horizont noch zu sehen sein wird? Um 17:32 Uhr kommt es im Süden (bei 193° Grad) in 37° Grad Höhe erneut zu einem sehr hellem Iridiumflare von -7,5mag

Am Sonntag, den 3. November, ist um 13:50 Uhr exakt Neumond. Dabei kommt es heute zu einer Sonnenfinsternis, die jedoch nur im Atlantik und in Afrika als totale Finsternis zu sehen sein wird.

Samstag, 27. April 2013

29. April - 5. Mai: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond wieder ab und zieht sich schnell vom Abendhimmel zurück, es wird zwar immer später dunkel, aber am späteren Abend lassen sich dann doch wieder gut "deep-sky"-Objekte beobachten. Außerdem ist der Planet Saturn jetzt bestens die ganze Nacht über zu beobachten,. Jupiter leuchtet am Abendhimmel bis knapp vor Mitternacht. Die ISS ist in dieser Woche bei ihren Überflügen nicht zu sehen.

Am Montag, den 29. April, geht die Sonne um 6:00 Uhr auf und um 20:54 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt schon fast 15 Stunden lang. Der Mond geht erst deutlich nach Mitternacht auf. Bei Jupiter geht um 21:09 Uhr eine Verfinsterung von Io zu Ende und um 21:37 Uhr beginnt eine Bedeckung von Europa.

Am Dienstag, den 30. April, müssen sie am Abend aufpassen. Nicht nur am Blocksberg tanzen die Hexen! Wenn Sie davon nichts halten, nutzen Sie den Abend doch einmal zur Beobachtung des Planeten saturn mit seinem Ring, er ist ab 22 Uhr gut im Ostsüdosten zu finden.

Am Mittwoch, den 1. Mai, steht am Abend Saturnmond Rhea in westlicher Elongation.

Am Donnerstag, den 2. Mai, geht der Mond um 2:32 Uhr auf, um 13:14 Uhr steht der Mond  im letzten Viertel, da ist er jedoch bereits wieder untergegangen. Er zeigt heute übrigens auch maximale Libration in Breite und lässt dadurch einen Blick auf seinen Südpol zu.

Am Freitag, den 3. Mai, gibt es bereits um 0:33 Uhr einen extrem hellen Iridiumflare zu bewundern, in einer Höhe von 39° Grad bei 226° Grad Südwest, das ist etwas unterhalb des Schwanzes des Sternbilds Löwe, leuchtet dieser Flare mit einer Stärke von -7,8mag. der hellste Saturnmond, Titan, steht heute in östlicher Elongation.

Am Samstag, den 4. Mai, geht morgens um 0:30 Uhr Kleinplanet Ceres (8,8mag) nur 16' Bogenminuten südlich am Stern 28 Geminorium (5,5mag)  vorüber. Am Abend um 23:30 Uhr steht Saturnmond Tethys in östlicher Elongation.

Am Sonntag, den 5. Mai, geht der Mond erst um 3:50 Uhr auf, er ist dann nur noch zu 23 % beleuchtet, in seinem dunklen Teil macht sich bereits das "Erdlicht" bemerkbar. Und er zeigt maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi erscheint randnah. Am Abend gegen 22 Uhr steht dann Saturnmond Tethys in westlicher Elongation.