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Freitag, 7. Juni 2019

5. Juni: Mondsichel abends im Nordwesten, Jupiter im Südosten

In diesen Tagen zeigt sich am Abend im Nordwesten eine schmale Mondsichel. Leider meistens auch bgleitet von dichten Wolken. Ich hatte gehofft, in der Dämmerung viellecht auch noch Merkur und Mars zu sichten, das ist mir bislang jedoch nicht gelungen.

Hier ein kleines Bild vom Mittwochabend, da war der Mond zu 7 Prozent beleuchtet:

Mondsichel am 5. Juni nach 22 Uhr im Nordwesten.
Hier ein Bild der schmalen Sichel durch mein Teleskop:

Mondsichel, zu 7 Prozent beleuchtet


Etwas später klarte es dann doch noch auf, so dass ich kurz nach Mitternacht dieses Bild von Jupiter und dem Sternbild Skorpion im Süden aufnehmen konnte:

Jupiter und das Sternbild Skorpion kurz nach Mitternacht
Das Bild zeigt auch, wie hell Straßenlaternen und andere künstliche Beleuchtung die Umgebung meines Hauses aufhellen.

Sonntag, 20. Januar 2019

20. Januar 2019: Ein Iridiumflare am Morgen


Obwohl es Sonntag ist, bin ich heute früh zur üblichen Weckerklingelzeit um ca. 5:45 Uhr aufgewacht. "Eine gute Gelegenheit, um für die Mondfinsternis zu proben", dachte ich mir. Außerdem sollte es ja um 5:55 Uhr noch eine Sternbedeckung geben. Doch auch wenn ich mich ganz schnell warm angezogen hatte, die habe ich nicht mehr mitbekommen. Zeitlich hatte es zwar noch so gerade gereicht, doch der Stern war am Mondrand nicht mehr zu finden. Dafür strahlt der volle Mond dann wohl dch zu hell. Allerdings war auffällig, dass durch die Kälte der Nacht (das Thermometer sagte -8° Grad) am Boden, die Luft insgesamt sehr "flimmerig" war. der Mond war am Rand gar nicht wirklich scharf zu stellen.

Dafür ist es mir dann gelungen, einen etwas schwächeren Iridiumflare zu fotografieren. Der Satellit Iridium 45 leuchtete heute früh um 6:42 Uhr an fast der gleichen Stelle auf, wie es in der Mondfinsternisnacht der Satellit Iridium 32 tun wird.

Hier das Foto:

Ein Iridiumflare am 20.1.2919 um 6:42 Uhr
Die hellen Planeten Venus und (darunter) Jupiter sind knapp über den benachbarten Häusern sehr gut zu erkennen. Das Bild wurde insgesamt 30 Sekunden belichtet, dadurch sind die Planeten und auch die schwächeren Sterne nicht mehr ganz punktförmig, sondern leicht auseinandergezogen, denn sie wandern ja am Himmel von Ost (links) nach Westen (rechts). Okay, eigentlich "wandern" nicht die Sterne am Himmel, sondern die Erde dreht sich um ihre Achse. Und das ist bei einem 50mm Objektiv bei 30 Sekunden Belichtung schon durchaus auffällig. Wer sich mit Sternbildern auskennt, sieht auch etwa in der Bildmitte die drei markanten Sterne der "Schere" des Skorpions. Der hellste Stern des Skorpions, Antares, leuchtet etwas links von der Mitte deutlich zwischen den Bäumen hindurch.

Der Iridiumflare ist die von oben links nach unten rechts "fallende" Spur in der Mitte des Bildes. Deutlich kann man erkennen, wie der Satellit erst heller wird und dann wieder dunkler, so ähnlich wie eine Sternschnuppe. Die andere Spur im Bild (von links unten nach rechts oben, links vom Iridiumflare) kommt von den Positionsscheinwerfern eines Flugzeugs, dass zufällig im gleichen Moment durch das Bild flog. Hier kann man durch die einzelnen Punkte auch deutlich das Blinken einer der Lampen erkennen. Ich habe heute morgen nicht mehr überprüft, welcher Flieger das wohl gewesen sein wird.

Der Iridiumflare in der Mondfinsternisnacht (um 6:36 Uhr) soll wesentlich heller werden, heller als die Venus! Lassen wir uns überraschen!

Hier noch ein Foto des Mondes von heute früh 6:20 Uhr. es ist kein schönes, scarfes Foto. Deutlich sieht man den unscharfen Rand, verursacht durch die flimmernde Luft:

Der Mond am 20.1.19 um 6:20 Uhr MEZ

Donnerstag, 1. Februar 2018

1. Februar: Mond und Planeten am Morgen (und Abend)

Für heute früh hatte der Wetterbericht wolkenfreien Himmel vorher gesagt. Da lohnt sich das frühe Aufstehen!

Die Vollmondnacht ging schon ihrem Ende zu, der Mond stand bereits weit und tief im Westen. Hier ein Foto. Im Vergleich zum Vollmondbild vom Abend des 30. Januar, das etwa 20 Stunden vor Neumond entstand, kann man heute früh, gut 16 Stunden nach der exakten Vollmondposition, genau sehen, dass heute am rechten, westlichen Mondrand Krater am besten zu sehen sind. Dort ist es jetzt abends, dort geht die Sonne unter und es beginnt die rund 14-tägige Mondnacht.

16-Stunden nach Vollmond - Der Mond am 1. Februar 2018, kurz nach 6 Uhr früh

Nach dem Mond ist Jupiter zur Zeit das hellste Objekt am Morgenhimmel. Heute zeigten seine Monde eine interessante Konstellation. Wie zwei Pärchen waren sie östlich von ihm aufgereiht:

Jupiter mit Monden

Die Namen der Jupitermonde von links außen nach innen: Kallisto, Ganymed und Io und Europa.

Sehr schön zu beobachten war heute die Position von Mars in der Schere des Skorpions. Mars steht sehr dicht bei Acrab, dem nördlichsten Stern der drei hellen Sterne der Schere. Dieses Übersichtsbild zeigt ihn in der Mitte des Bildes:

Mars und Jupiter am Morgenhimmel

Das Bild zeigt nicht nur Mars in der Mitte, sondern auch Jupiter rechts oben und - noch hinter den Ästen des Baumes auf dem Nachbargrundstück etwas versteckt - Antares, den hellsten Stern im Skorpion. Außerdem kann man eine Flugzeugspur erkennen. Hier die Bilddaten: Kamera 5D Mark II, Objektiv Canon EF24-105mm f/4L IS USM, bei 58 mm Brennweite, ISO 1600, 4 Sekunden bei f/4.0.

Zoomt man etwas tiefer in die Umgebung von Mars bekommt man dieses Bild:

Mars im Skorpion


Hier habe ich mal ein paar Sternnamen hinzugefügt. Wen es interessiert, der kann dieses Bild ja einmal mit einem Sternatlas vergleichen. Unterhalb von Mars ist ein auffälliger Doppelstern zu sehen: Omega Scorpius. Die beiden hellen Komponenten stehen jedoch nur zufällig so dicht beieinander. Die obere Komponente, omega-1, ist von uns rund 470 Lichtjahre entfernt, die untere, omega-2, mit einer Entfernung von 290 Lichtjahren doch deutlich näher. Die schwächsten Sterne auf diesem Bild haben etwa 8mag, sind also mit dem bloßen Auge überhaupt nicht zu sehen. Für die Fotografen hier noch die Daten zum Foto: 105mm Brennweite, f/4.0 und 6 Sekunden bei ISO 1600.

****************** Ergänzung vom Abend des 1. Februar *********************

Hier noch ein Foto des Mondes. Jetzt vom Abend, aufgenommen um 22:45 Uhr, als der Mond zwischen den duchziehenden Wolken strahlte:

Mond am 1.2.18 um 22:45 Uhr
 Im Vergleich zu dem Bild vom Morgen kann man jetzt schon deutlicher erkennen, das wir einen abnehmenden Mond haben. Die Tag/Nahct-Grenze auf dem Mond, der terminator, ist schon deutlich dichter an das Mare Crisium heran gerückt. Die von der Erde aus sichtbare Oberfläche des Mondes ist nur noch zu 97 Prozent beleuchtet.

Im Fernglas konnte man neben dem Mond auch noch sehr schön den Stern Regulus sehen. gegen 23 Uhr betrug der Abstand aber schon mehr als zwei Vollmondduchmesser. Helle Planeten waren am Abend natürlich nicht zu sehen.

Sonntag, 6. Juli 2014

7. - 13.Juli: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Vollmond. Nachts wird es ohnehin nicht richtig dunkel, da eignet sich diese Woche sicherlich nur zur Beobachtung der hellsten Objekte am Himmel. Bei den Planeten kann gut beobachtet werden, wie Mars jetzt von Abend für Abend von West nach Ost wandernd am hellsten Stern der Jungfrau, an Spica, vorbei wandert. Außerdem ist Saturn zu beobachten und vor Sonnenaufgang auch die Venus. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel zu beobachten.

Am Montag, den 7. Juli, geht die Sonne um 5:15 Uhr auf und um 21:44 Uhr unter. Heute Abend ist beim Mond der "goldene Henkel" zu sehen. Außerdem kommt es gegen 23 Uhr zu einer Sternbedeckung eines mit 6,6mag schwach leuchtenden Sternchens, für die Beobachtung ist ein guter Feldstecher notwendig.

Am Dienstag, den 8. Juli, zeigt der Mond maximale Libration, das Mare Crisium steht randnah.

Am Mittwoch, den 9. Juli, steht der Mond 7° Grad nordöstlich von Antares, dem rötlichen, hellsten Stern des Skorpion.

Am Donnerstag, den 10. Juli, steht Saturnmond Dione in östlicher Elongation.

Am Freitag, den 11. Juli, steht Saturnmond Rhea in östlicher Elongation.

Am Samstag, den 12. Juli, ist exakt um 13:25 Uhr Vollmond. Mars(0,2mag) erreicht heute die größte Annäherung an Spica (1,2 mag) mit einem Abstand von ca. 1,5° Grad (drei Vollmondbreiten).

Am Sonntag, den 13. Juli, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, wir können seinen Südpol sehen. Saturnmond Rhea erreicht am Abend maximale westliche Elongation.

Mittwoch, 11. Juni 2014

11. Juni: Mond, Doppelstern und Satellit

Heute Vormittag hatte es noch lange geregnet, dann war es die meiste Zeit stark bewölkt, doch am Abend haben sich die Wolken gut verzogen.

Eine gute Gelegenheit, einen Blick auf den (fast) vollen Mond zu werfen:

Mond kurz vor 23 Uhr am 11. Juni
Das Mare Crisium (rechts oben) steht dicht am Mondrand. Wir haben also wieder einmal starke Libration in Breite. An den Kratern und Strukturen am linken, unteren Mondrand kann man erkennen, bis zum richtigen Vollmond dauert es doch noch etwas. Dies wird erst Freitag der fall sein.

Im Spektiv konnte ich dann auch noch leicht erkennen, das der Mond nicht weit entfernt von einem Doppelstern steht. Dieser Stern heisst Akrab, oder auch Stern Beta im Skorpion (Stern Alpha ist Antares). Beta Scorpii ist ein 530 Lichtjahre entfernter Doppelstern, die einzelnen Komponenten leuchten mit 2,9 mag und 5,1 mag . Sie stehen ca. 13'' Bogensekunden voneinander entfernt, snd also bereits mit einem kleinen Fernrohr wie meinem Spektiv gut aufzulösen:

Hier sieht man Akrab und oben rechts noch den hellen Mondschein
Und hier jetzt ein 1:1 Ausschnitt aus diesem Bild, welches gut die beiden Komponenten von Akab zeigt:

Akrab, beta Sco, ein Doppelstern
Außerdem konnte ich vorhin noch einen Überflug der ISS verfolgen. Und in der Nähe von Arkturus strahlte der amerikanische Satellit "Terra" mit einer Helligkeit von 2mag ebenfalls sehr hell. Von diesem Satellit gelang mir auch eine kleine Spuraufnahme:

Satellit Terra über Arkturus im Sternbild Bootes (Bärenhüter)