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Montag, 12. August 2024

11./12. August 2024: Sternschnuppen und Polarlicht

 In der Nacht vom 11. auf den 12. August war der Himmel klar und es war angenehm mild, so dass ich mir vorgenommen hatte, die Perseiden zu beobachten.

Im Garten baute ich meine Liege auf und richtete sie so aus, dass ich einen möglichst freien Blick in Richtung Südosten hatte.

Zeitgleich stellte ich meine Kamera so auf, dass sie wieder Richtung Norden fotografieren konnte, denn es gab für diese Nacht auch eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass vielleicht Polarlichter auftreten können. Das Sternbild Perseus selbst hatte ich nicht im Blick, denn genau in Nordöstlicher Richtung stand sozusagen mein eigenen Haus im Weg und versperrte den Blick auf das Sternbild.

Dies ist jedoch kaum ein Nachteil. Die Perseiden heißen so, weil sie (insbesondere wenn man ihre Spur rückwärts verfolgt) genau aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen. Schaut man direkt auf das Sternbild, sind die Spuren der Perseiden recht kurz, weil sie von dort aus gesehen, (fast) direkt auf einen zufliegen. In der Praxis fliegen sie jedoch über den gesamten Himmel und mit einer Blickrichtung in rund 90° Grad Abstand vom Perseus zeigen sie dann schon schöne lange Spuren am Himmel.

Zwischen 22 Uhr und  1:00 Uhr nach Mitternacht konnte ich von meiner Liege aus schon mehrere Perseiden beobachten. Schnell huschten sie über den Himmel, zum Teil sehr hell und manchmal hatte man das Gefühl, dass sie sogar eine kleine "Rauchspur" hinterließen. Mal flogen sie recht nah am Horizont, mal quer durch Andromeda und den Pegasus. Und dreimal konnte ich auch Perseiden sehen, die scheinbar "senkrecht" am Himmel aufstiegen, genau über meinem Haus, quer durch das Sternbild Cassiopeia.

Beim Auswerten fiel mir auf, dass meine Kamera selbst verhältnismäßig wenig Perseiden eingefangen hat. Hier die zwei besten Exemplare:

Perseide um 0:31 Uhr MESZ (12. August)

Perseide um 1:24 Uhr MESZ

Ich hatte meine Bilder zunächst mit ISO1600 belichtet (16mm WW-Objektiv, Blende 3.2 und 12 Sekunden Belichtungszeit. Später (beim zweiten Bild) hatte ich dann umgeschaltet auf ISO3200, die anderen Werte nicht verändert.

Gegen 1:40 Uhr gab es dann erste ernsthafte Polarlichtmeldungen aus Norddeutschland. Und in der Tat, auch meine Kamera hat dann das Polarlicht aufgezeichnet. Es war, insbesondere was die Farben angeht, nur ein fotografisches Polarlicht. Nach einer Weile (gegen 2:00 Uhr) hatte ich jedoch schon das Gefühl, dass der Himmel Richtung Norden deutlich heller geworden war. 

Und dann passierte die Katastrophe: Meine Speicherkarte war voll, ohne dass ich es bemerkt habe.  So ein Mist! Aber so etwas kann natürlich passieren, wenn man seine Kamera nicht ständig im Blick hat, sondern auf der Liege liegt und weiter versucht, Sternschnuppen zu sehen.

Hier ein paar Bilder:

Gegen 1:40 Uhr tauchten in NNW leichte violette Strahlen auf

Um 1:47 Uhr kann man deutlich Beamer erkennen

Um 1:50 Uhr wird das Leuchten heller und diffuser

Um 1:54 Uhr leuchtet es auch in NNO-Richtung

Später habe ich dann schon gemerkt, dass die Speicherkarte voll war. Zum Glück konnte ich in einer anderen Kleinbildkamera noch eine Speicherkarte mit freier Kapazität finden. Damit habe ich dann gegen 2:45 Uhr meine Kamera in Richtung Osten ausgerichtet, um die gerade aufgegangenen Planeten Mars und Jupiter zu fotografieren. Sie sind sich schon deutlich näher gekommen als noch vor einigen Tagen:

Jupiter und Mars neben den Hyaden, dadrüber die Plejaden

Wenn man sich dieses Bild genau anschaut, kann man links neben den Planeten auch  noch einen violetten Schimmer erkennen. Das sind auch noch Reste des Polarlichtes. Das zog sich praktisch über die ganze Breite meines Hauses von Ostnordost bis hin nach Nordnordwest, also über ca. 90° Grad am Nordhimmel entlang, in der Höhe reichte es bis etwas über den Großen Wagen hinaus, also vielleicht 25° bis 30° Grad hoch.

Eine tolle Nacht, davon wünscht man sich mehr!


Dienstag, 6. August 2024

4. August 2024: (K)ein Polarlicht, Sternschnuppen und andere Überflieger

 Am Sonntag, den 4. August war es tagsüber meist bedeckt. Endlich wollte ich mal wieder früh ins Bett gehen. Leider machte ich einen großen "Fehler": Schon im Bett liegend griff ich noch einmal zu meinem Handy und schaute ins Polarlichtforum: Dort wurde doch tatsächlich gerade Polarlicht gemeldet! Vor einer guten Viertelstunde aus meiner Region, aus Geseke. Und auch das Tool von Michael Theusner meldete für 23:05 Uhr: 90% Wahrscheinlichkeit für fotografisches Polarlicht.

Sollte der Himmel doch klar sein? Schnell wieder Klamotten übergezogen, auf die Terasse gegangen und tatsächlich: Dort waren einzelne Sterne zu sehen. Also Kamera aus der Ecke geholt, Weitwinkelobjektiv angeschraubt und in meinem Garten Richtung Norden ausgerichtet.

Hier das erste Foto des Abends:

Blick nach Norden um 23:31 MESZ

Leider sieht man auf dem Bild nicht nur Sterne sondern auch Wolken. Der Große Wagen ist in der linken Bildhälfte gut zu erkennen. Der Polarstern steht etwa in der Mitte des Bildes hoch über dem Baum. Die Strichspur rechts oben stammt wahrscheinlich von einem Satelliten.

Aber Polarlicht? Meines Erachtens nicht wirklich zu erkennen. Vielleicht hinter den Schleierwolken?  Später stellte sich heraus, dass ich wahrscheinlich den besten Teil der "Show" verpasst hatte. Kurz nach 23 Uhr waren von einigen Beobachtern sogar rötliche Beamer gemeldet worden, als ich anfing, war das meiste leider schon vorbei.

Ich habe meine Kamera jedenfalls bis kurz vor 1 Uhr durchlaufen lassen, auch wenn dann schon viele andere Beobachter ganz aufgegeben hatten. Einige berichteten, sie hätten nach Mitternacht zumindest einen violetten Schimmer wahrgenommen. 

Violettes "PL - Glühen" ? Aufgenommen um 0:16 Uhr MESZ

Solch leicht violettes Glühen habe ich dann auch auf meinen Bildern gefunden. Das ist in der Tat "normalerweise" nicht auf den Bildern drauf. So richtig "klassisches" Polarlicht ist es aus meiner Sicht jedoch auch nicht. Zumal dies auch wirklich nur fotografisch sichtbar ist. Aber immerhin, irgendeine Ursache muss es ja haben - und wenn auch andere Beobachter aus ganz anderen Orten Deutschlands so etwas melden, wird es nicht nur am Weißabgleich meiner Kamera liegen können. 

Der helle Doppelstrich oben rechts im Bild stammt übrigens von einem Flugzeug. Eines von mehreren, die ich auf meinen 350 Bildern dieser Nacht finden konnte.

Ich konnte auch eine ganze Reihe von Satelliten "einfangen". Gleich zu Beginn flogen zwei Satelliten in entgegen gesetzten Richtungen quer durch mein Bild. Man kann diese leicht identifizieren, wenn man die Strichspuren über mehrere Bilder hinweg verfolgt:

Von oben rechts fliegt ein Satellit nach unten

Zeitgleich steigt links der Mitte ein Satellit nach oben auf

Jetzt sind beide etwa auf gleicher Höhe

Der linke fliegt weiter nach oben, der rechte verschwindet (fast) hinter den Wolken.


Die Bilder entstanden innerhalb einer Minuten. Ich hatte per Intervallschaltung immer vier Bilder pro Minute gemacht, also knapp 15 Sekunden belichtet (bei f=16mm (Weitwinkel), Blende 2.8 und ISO 1600 mit meiner Canon RP).

In der Zeit gab es jedoch noch weitere Überraschungen am Nachthimmel:

Sternschnuppe (?)um 23:38 Uhr MESZ ...

Auf dem nächsten Buld ist noch eine kurze Verlängerung der Strichspur zu erkennen:

... oder doch nur ein Satellitenflare?

Und noch ein ähnliches Ereignis:

Um 0:16 Uhr MESZ (also schon am 5. August)

Hier war auf den Bildern direkt davor oder danach keine weitere Strichspur zu erkennen. Während bei dem oberen Ereignis der Helligkeitsanstieg ja ganz plötzlich kam, wurde diese Strichspur nur "langsamer" hell. Vielleicht beides Sternschnuppen? Wenn es welche wareb, können es jedoch keine Perseiden gewesen sein, denn das Sternbild Perseus steht unterhalb der Kassiopeia, also in meinem Bild ganz rechts am Rand, meist durch den Baum verdeckt. 

Eine Perseide am linken Bildrand um 23:49 MESZ

Perseiden müssen also von rechts nach links durch das Bild fliegen und dies scheint bei dieser Sternschnuppe tatsächlich der Fall zu sein. Verfolgt man die Flugbahn nach rechts, könnte sie tatsächlich aus dem Sternbild Perseus gekommen sein.

Etwas später ein Ereignis am rechten Bildrand:

23:56 Uhr MESZ: Sternschnuppe oder Satellitenflare?

Auch hier das Bild direkt danach:

... wohl eher Satellitenflare

 

Die Verlängerung der Strichspur ganz am rechten Rand scheint mir eher auf einen Satellitenflare hinzudeuten. Eine Perseide direkt im Sternbild Perseus müsste aus meiner Sicht auch eher eine deutlich kürzere Bahn zeigen, da sie dort ja eher direkt auf uns zufliegen würde und nicht quer an uns vorbei.

Zwischendurch um 23:50 Uhr MESZ gab es noch eine weitere Merkwürdigkeit, hier einmal auf den folgenden drei Bildern:

Ein blauer (??) Satellit...

... zieht ....

... seine Bahn.

Ein so deutliche blaue Strichspur habe ich bislang noch nie in meinen Nachtfotos gesehen. Eigentlich sind solche Strichspuren doch immer reflektiertes Sonnenlicht, also weiß. Kann das ein fotografisches Artefakt sein? Oder irgendetwas wirklich besonderes?

Es ist schon faszinierend, was man alles so aufnimmt am Himmel, wenn man die Kamera einfach mal 90 Minuten durchlaufen lässt und so rund 360 einzelne Fotos produziert.

Wegen der Satelliten will ich mal bei heavens-above nachrecherchieren. Vielleicht lässt sich der eine oder andere ja auf Grund seines Bahnverlaufs noch identifizieren.


Sonntag, 10. Dezember 2023

11. - 17. Dezember 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Es gibt manchmal Tage, da frage ich mich schon: "Lohnt sich dieser Wochenplan überhaupt? Es ist doch so lange sooo schlechtes Wetter angesagt!" Doch manchmal tauchen doch kleine Wolkenlücken auf und dann gilt es schnell zu sein, die richtigen Ziele anzusteuern und eben vorbereitet zu sein. (Vorbereitet sein, ist das nicht auch genau ursprüngliche die Bedeutung von "Advent"?). Und so schreibe ich dann doch wieder gerne auf, was in der neuen Woche vielleicht interessant sein kann.

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zur Beobachtung lichtschwacher deep-sky-Objekte, Sternschnuppen oder vielleicht sogar Polarlichter. Von den großen Planeten ist die Venus weiterhin Morgenstern, sie geht gegen 5:00 Uhr im Osten auf. Am Abend ist Jupiter der hellstePlanet, er ist fast die ganze Nacht über zu sehen, Nach Sonnenuntergang im Südosten,  gegen 21 Uhr hoch im Süden und später dann im Westen. Saturn verschwindet schon vor 22 Uhr im Südwesten. Die ISS beginnt zum Ende der Woche eine neue Morgensichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 11. Dezember, geht die Sonne um 8:21 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter, der helle Tag dauert also keine acht Stunden mehr, es ist ja auch nicht mehr weit bis zur Wintersonnenwende. Die nur noch zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel geht um 6:48 Uhr auf, ob sie noch zu sehen sein wird?

Am Dienstag, den 12. Dezember, bedeckt gegen 2:16 Uhr im südlichen Europa Kleinplanet (319)Leona den hellsten Stern des Orion, die Beteigeuze. Wenn es eine Liveübertragung dieses Events geben wird, bin ich dabei. Bei Jupiter wird Mond Ganymed von 21:14 Uhr bis 22:50 Uhr bedeckt.

Am Mittwoch, den 13. Dezember, erreicht der Mond um 0:32 Uhr seine exakte Neumondposition. Bei Jupiter ist am Abend bald nach 18 Uhr der GRF, Große Rote Fleck, günstig zu beobachten.

Am Donnerstag, den 14. Dezember, ist das Maximum des Sternschnuppenstroms der Geminiden. Dank Neumond sollten in dieser Nacht viele Sternschnuppen zu sehen sein, vielleicht sogar mehr als bei den viel bekannteren Perseiden im August. Saturn zieht heute gegen 21:30 Uhr in nur 22' Bogenminuten Abstand (ca. 2(3 eines Vollmonddurchmessers) am Stern 42 Arietis vorüber. Bei Jupiter beginnt um 21:02 Uhr eine Bedeckung von Mond Europa und um 23:51 Uhr eine Bedeckung von Mond Io, dann sind nur die Monde Ganymed und Kallisto zu sehen.

Am Freitag, den 15. Dezember, ist der Mond wahrscheinlich das erste Mal nach Neumond wieder am Himmel zu sehen. Im Sternbild Steinbock, nur wenige Grad über dem Horizont, ist seine Sichel ist heute zu zehn Prozent beleuchtet, er geht um 18:33 Uhr unter. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auch auf seinen Nordpol schauen können. Kleinplanet (4) Vesta (6,5mag) geht gegen 18:15 Uhr in nur 8' Bogenminuten Abstand an Stern 62 Orionis (4,7mag) vorüber. Bei Jupiter kommt es von 21:01 Uhr bis 23:11 Uhr zu einem Durchgang von Mond Io vor der Planetenscheibe, von 22:01 Uhr bis 0:12 Uhr fällt Ios Schatten auf den Planeten.

Am Samstag, den 16. Dezember, fliegt zwischen 7:44 Uhr und 7:50 Uhr die ISS in maximal 24° Grad Höhe, knapp oberhalb der Venus über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend geht die nun zu 17 Prozent beleuchtete Mondsichel um 20:04 Uhr unter. Bei Jupiter endet um 16:51 Uhr ein Schattenwurf von Ganymed auf den Planeten und von 17:49 Uhr bis 20:09 Uhr wandert der Schatten von Europa über die Planetenscheibe. Um 17:15 Uhr geht Kleinplanet (15)Eunomia (10,3mag) in nur 10' Bogenminuten Abstand am Stern SAO 163686 (6,2mag) vorüber.

Am Sonntag, den 17. Dezember, 3. Advent, fliegt zwischen 6:55 Uhr und 7:03 Uhr die ISS erneut ganz knapp oberhalb der Venus über unseren Morgenhimmel hinweg Am Abend geht die nun zu 27 Prozent beleuchtete Mondsichel um 21:34 Uhr unter, er nähert sich heute dem Planeten Saturn. Um 19:13 Uhr bedeckt der Mond den 7,4mag schwach leuchtenden Stern SAO 164880. Um 18:41 Uhr endet ein Schattenwurf von Io auf Jupiters Planetenscheibe.  Um 23:30 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol im Perseus wieder ein Helligkeitsminimum.

Mittwoch, 14. Dezember 2022

14. Dezember 2022: Ein schneller Blick zum Orion

 Als ich heute Abend von einer Sitzung des Kreissynodalvorstands (das ist das Leitungsgremium des Evangelischen Kirchenkreises) zurück nach Hause kam, schienen die Sterne herrlich vom Firmament. Das Thermometer zeigte jedoch, typisch für klaren Himmel im Winter, -8° Grad an. Das ist schon eine Ansage. Da ist es dann für mich alten Mann schon schön, wenn man nicht erst eine halbe Stunde oder mehr braucht, um seine ganze Ausrüstung draußen auf der Terrasse aufzubauen, sondern wenn man sein Teleskop einfach schnell nach draußen bringt, es sich auf Knopfdruck initialisiert und am Himmel orientiert, und man es dann in aller Ruhe aus der warmen Küche heraus steuern kann.

Hier ein erstes Ergebnis, der Orionnebel:

Orionnebel, M 42, 25 Minuten belichtet mit Vaonis Vespera

Das Bild zeigt M 42, den Orionnebel. Dies ist der große helle Nebel in der Bildmitte. Außerdem ist M 43 zusehen, das ist der etwas kleinere helle Nebel, der direkt am großen Nebel am oberen Rand angrenzt. Am oberen Bildrand ist dann auch noch der bläulich schimmernde Nebel NGC 1977 ("Running Man nebula") zu erkennen. Das Bild ist mit der Mosaik-Technologie des Vespera-Geräts entstanden, es zeigt also einen größeren Bildausschnitt, als ein normales Einzelbild dieser Optik.

Wer es gerade draußen auch in der Kälte gut aushalten kann, hat außerdem die Chance, viele Sternschnuppen zu sehen. Die Geminiden sind einer der besten Sternschnuppenschwärme des Jahres. Das Maximum war schon gestern, aber auch heute waren schon viele Sternschnuppen zu sehen, wie mir Freunde berichteten. Allmählich steigt jedoch der Mond höher am Horizont, der wird sicherlich mehr und mehr mit seinem hellen Licht die Sternschnuppen verschlucken.

Und hier gleich noch eine weitere "Ecke" aus dem Sternbild Orion:

Flammennebel, Pferdekopfnebel

Das Bild zeigt im oberen Teil links neben dem hellen Stern ("Alnitak") den Flammennebel, NGC 2024, und etwas nach rechts unterhalb den dunklen Pferdekopfnebel, IC 434. Alnitak ist einer der drei Gürtelsterne des Orion, und zwar der östlichste, also linke. Auch dieses Bild entstand durch die Mosaik-Möglichkeit des Vespera. Hierfür habe ich gut 40 Minuten belichtet.

Sonntag, 30. Oktober 2022

31. Oktober - 6. November 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche kommt es uns zunächst so vor, als ob es morgens früher hell und abends früher dunkel wird, dies liegt jedoch nur an der Umstellung zurück auf die Normalzeit am vergangenen Sonntag. Die Schulkinder werden es uns danken und auch wir Hobbyastronomen freuen uns, am Abend schon eher mit unserem Hobby der Beobachtung des Nachthimmels beginnen zu können. In dieser Woche nimmt der Mond stark zu und wird von Abend zu Abend heller. Von den großen Planeten ist Saturn noch bis gegen 23 Uhr im Südwesten zu sehen. Jupiter strahlt am Abend am hellsten, er geht gegen 3 Uhr im Westen unter und Mars geht um ca. 19 Uhr im Osten auf und steigt im Laufe der Nacht immer höher. Auch die Fernglasplaneten Uranus und Neptun können am Abend gefunden werden.Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 31. Oktober, Reformationstag, geht die Sonne am Morgen um 7:17 Uhr auf und um 16:59 Uhr unter. Der helle Tag ist also keine zehn Stunden mehr lang. Die ISS tritt um 5:11 Uhr direkt im Zenit über unseren Köpfen aus dem Erdschatten heraus und fliegt bis 5:14 Uhr schnell Richtung Osten der Sonne entgegen. Der Mond ist am Abend zu 44 Prozent beleuchtet, er steht jedoch maximal nur 12° Grad über dem Horizont. Er wird also an vielen Orten durch benachbarte Häuser oder Bäume kaum zu sehen sein. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können.

Am Dienstag, den 1. November, Allerheiligen, tritt die ISS um 5:58 Uhr im Westen aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann hoch (in maximal 72° Grad Höhe, oberhalb des Planeten Mars) über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond erreicht um 7:37 Uhr exakt das Erste Viertel, steht dann jedoch bei uns unter dem Horizont. Am Abend nähert er sich dem Planeten Saturn, bleibt jedoch deutlich unterhalb von ihm. Er geht um 23:14 Uhr unter.

Am Mittwoch, den 2. November, erscheint die ISS um 5:12 Uhr genau im Süden in 82° Grad Höhe und fliegt dann schnell bis 5:17 Uhr Richtung Osthorizont. Ein zweites Mal fliegt sie zwischen 6:46 Uhr und 6:53 Uhr in nur 34° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist heute Abend zu zwei Drittel beleuchtet, um 20 Uhr steht er 20° Grad hoch im Süden und er geht erst nach Mitternacht unter. Um 22:10 Uhr bedeckt der Mond ein 7,4mag schwaches Sternchen, hier ist zur Beobachtung sicherlich ein kleines Teleskop notwendig. Bei Jupiter beginnt um 21:45 Uhr sowohl ein Durchgang von Mond Europa als auch von Mond Ganymed vor der Planetenscheibe, ab 21:50 Uhr wird Mond Io bedeckt, so dass dann nur noch der Mond Kallisto neben dem Planeten zu sehen sein wird. Europas Schatten fällt ab23:30 Uhr (bis 2:00 Uhr) auf den Planeten, der von Ganymed ab 1:23 Uhr. Der veränderliche Stern Algol steht heute um 23:00 Uhr im Minimum.

Am Donnerstag, den 3. November, fliegt die ISS zwischen 5:59 Uhr und 6:06 Uhr in maximal 46° Grad über unseren Himmel hinweg. Der Mond ist heute zu 77 Prozent beleuchtet, gegen 20:48 Uhr erreicht er mit 27° Grad die höchste Position über dem Horizont. Um 19:03 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Planetenscheibe (bis 21:17 Uhr), Ios Schatten fällt von 19:58 Uhr bis 22:12 Uhr auf den Planeten. Der veränderliche Stern beta Lyra steht heute um 20:50 Uhr im Minimum.

Am Freitag, den 4. November, ist die ISS zum einen zwischen 5:13 Uhr und 5:16 Uhr im Südosten zu sehen, ein zweiter Überflug in maximal 18° Grad Höhe über dem Horizont findet zwischen 6:46 Uhr und 6:53 Uhr statt. Der Mond steht heute unterhalb von Jupiter und ist zu 85 Prozent beleuchtet. Bei Saturn steht heute Abend Mond Titan in westlicher Elongation. Heute Nacht hat der Meteorstrom der Tauriden sein Maximum, durch den hellen Mond werden jedoch nicht viele Sternschnuppen zu sehen sein.

Am Samstag, den 5. November, tritt die ISS um 6:00 Uhr im Sternbild Orion aus dem Erdschatten heraus und fliegt in maximal 25° Grad Höhe bis 6:06 Uhr schnell nach Osten. Der Mond geht um 16 Uhr auf und ist zu 92 Prozent beleuchtet. Bei Saturn stehen die Monde Dione und Rhea in westlicher Elongation.

Am Sonntag, den 6. November, ist die ISS um 5:14 Uhr kurz im Südosten für ca. 3 Minuten zu sehen. Der Mond scheint fast die ganze Nacht, mit 97 Prozent Beleuchtung sieht er schon (fast) voll aus. Bei Jupiter endet um 15:55 Uhr eine Verfinsterung von Mond Ganymed.

Sonntag, 24. Juli 2022

25. - 31. Juli 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich daher gut, um auch lichtschwache Objekte am Himmel zu beobachten. Von den hellen Planeten sind Saturn (Aufgang ca. 22:15 Uhr) und Jupiter (ca. 23:45 Uhr) schon vor Mitternacht im Südosten zu beobachten. Mars kann ab 1:00 Uhr gefunden werden und die Venus ist ab ca. 4:00 Uhr im Osten zu sehen. Die ISS kann noch bei einigen abendlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 25. Juli, geht die Sonne um 5:37 Uhr auf und um 21:25 Uhr unter, der helle Tag ist damit schon 19 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Zwischen 0:52 Uhr und 2:11 Uhr ist es inzwischen auch wieder richtig "astronomisch" dunkel, d.h. die Sonne steht tiefer als 18° Grad unter dem Horizont. Der Mond geht um 2:04 Uhr auf und ist nur noch zu zehn Prozent beleuchtet. Die ISS ist zwischen 23:19 Uhr und 23:23 Uhr in maximal 29° Grad Höhe im Südwesten zu sehen, bevor sie ziemlich genau im Süden in den Erdschatten eintritt.

Am Dienstag, den 26. Juli, sind ab 0:58 Uhr nur die Jupitermonde Kallisto und Europa zu sehen. Ganymed zieht bis 1:53 Uhr vor dem Planeten entlang, Io bis 3:10 Uhr. Ios Schatten fällt bis 1:55 Uhr auf den Planeten. Die nur noch zu sechs Prozent beleuchtete Mondsichel geht gegen 3:00 Uhr auf, sie nähert sich im Laufe des Morgens immer mehr der Venus. Die ISS kann zwischen 22:31 Uhr und 22:36 Uhr in maximal 39° Grad Höhe bei einem Überflug gesehen werden.

Am Mittwoch, den 27. Juli, geht die nur zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel gegen 4:00 Uhr auf, sie wird in der Morgendämmerung kaum noch zu finden sein. Die ISS ist nur noch kurz im Südwesten in maximal 15° Grad Höhe zwischen 23:20 Uhr und 23:22 Uhr zu sehen.

Am Donnerstag, den 28. Juli, erreicht der Mond um 19:55 Uhr seine Neumondposition. Die ISS kann noch einmal zwischen 22:31 Uhr und 22:35 Uhr mit einer maximalen Höhe von 22° Grad im Südwesten gesehen werden. Die Nächte ohne Mond eignen sich jetzt gut um schon mal einzelne Sternschnuppen zu sehen. Verschiedene kleinere Sternschnuppenströme haben in der zweiten Julihälfte ihr Maximum, und sicher können auch schon einzelne erste Perseiden beobachtet werden.

Am Freitag, den 29. Juli, stehen am frühen Morgen (1:15 Uhr und 4:00 Uhr) bei Saturn die Monde Dione und Tethys in östlicher Elongation. Jupiter beginnt heute mit seiner Oppositionsschleife, bis zum 24. November bewegt er sich nun relativ zu den Sternen gesehen von Ost nach West über den Himmel. Dieses Phänomen ist jedoch eigentlich eine Art optische Täuschung, die verursacht wird, weil die Erde ihn auf der Bahn um die Sonne quasi überholt und er dadurch am Himmel scheinbar zurückbleibt.

Am Samstag, den 30. Juli, wandert am Morgen zwischen 1:32 Uhr und 4:07 Uhr der Schatten von Jupitermond Europa über die Planetenscheibe. Europa beginnt seinen Durchgang um 4:03 Uhr. Am Abend könnte die nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel erstmalig nach Neumond wieder gesichtet werden, sie geht um 22:34 Uhr unter. Letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode kann die ISS zwischen 22:31 Uhr und 22:34 Uhr gesehen werden, wie sie maximal in 11° Grad Höhe über unseren südwestlichen Horizont entlang fliegt.

Am Sonntag, den 31. Juli, ist bei Jupiter der "Große Rote Fleck" sowohl am frühen Morgen gegen 3:45 Uhr gut zu sehen, als auch am Abend gegen 23:45 Uhr. Die Mondsichel ist zu 9 Prozent beleuchtet und geht um 22:48 Uhr unter, in der dunklen Hälfte schimmert das Erdlicht.

Sonntag, 1. Mai 2022

2. - 8. Mai 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond mehr und mehr den Abendhimmel. Von den hellen Planeten kann am Abend vielleicht noch Merkur gefunden werden, er geht erst nach 22 Uhr im Westen unter. Die anderen  Planeten sind alle am Morgenhimmel zu finden, wo die Dämmerung jedoch immer früher beginnt. Saturn geht gegen 3:45 Uhr im Osten auf, Mars folgt gegen 4:20 Uhr und Jupiter und Venus gegen 4:45 Uhr. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 2. Mai, geht die Sonne um 5:54 Uhr auf und um 20:50 Uhr unter. Der helle Tag dauert also praktisch schon 15 Stunden. Entsprechend verlängern sich auch die Dämmerungszeiten. Richtig "astronomische Dunkelheit" haben wir nur noch zwischen 23:30 Uhr und 3:20 Uhr, also keine vier Stunden lang. Der schmale Mond ist heute Abend nur zu 4 Prozent beleuchtet und zieht knapp unterhalb von Merkur durch das "goldene Tor" der Ekliptik. Er geht um 22:58 Uhr unter, in der Dämmerung wird von den umgebenden Sternen jedoch kaum etwas zu sehen sein. Die ISS fliegt heute früh zwischen 4:11 Uhr und 4:17 Uhr in maximal 37° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 3. Mai, ist die ISS einmal um ca. 3:25 Uhr tief im Südosten/Osten zu sehen, zwischen 4:58 Uhr und 5:06 Uhr fliegt sie dann in maximal 76° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg, ganz dicht an der Wega, dem hellsten Stern der Leier vorbei. Die Mondsichel ist heute zu 1cht Prozent beleuchtet und geht kurz nach Mitternacht unter. Im dunklen Teil des Mondes schimmert heute und in den nächsten Tagen noch das Erdlicht.

Am Mittwoch, den 4. Mai, fliegt die ISS zwischen 4:10 Uhr und 4:17 Uhr in maximal 62° Grad Höhe über unseren früh morgendlichen Himmel hinweg. Kleinplanet (13) Egeria (10mag) steht heute in Opposition zur Sonne und ca. 1 Grad von alpha Librae (2,8mag) entfernt. Die Mondsichel ist heute zu 14 Prozent beleuchtet und geht kurz nach 1:00 Uhr am Donnerstag unter.

Am Donnerstag, den 5. Mai, ist die ISS morgens wieder zweimal zu sehen: zwischen 3:24 Uhr und 3:29 Uhr in maximal 48° Grad Höhe im Südosten und zwischen 4:59 Uhr und 5:06 Uhr fliegt sie aus dem Westen kommend genau über unsere Stadt hinweg in Richtung Osten der Sonne entgegen. Der Mond steht abends im Sternbild Zwillinge und ist zu ca. 22 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 6. Mai, ist die ISS gegen 2:38 Uhr das erste Mal tief im Osten zu sehen, beim zweiten Überflug zwischen 4:10 Uhr und 4:17 Uhr fliegt sie mit maximal 85° Grad Höhe nur fast genau über unsere Stadt hinweg. Heute früh erreicht der Meteorstrom der Eta-Aquariden sein Maximum, es ist nach 3:00 Uhr mit mehreren Sternschnuppen zu rechnen. Diese gehen zurück auf Staubteilchen in der Bahn des berühmten Halleyschen Kometen. Am Abend ist der Mond zu gut 30 Prozent beleuchtet.

Am Samstag, den 7. Mai, kann die ISS gleich dreimal gesehen werden: Um 1:51 Uhr ist sie ganz kurz im Osten zwischen Sternbild Delphin und dem Horizont zu sehen. Um 3:23 Uhr tritt sie dicht bei Arkturus aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann bis 3:29 Uhr in maximal 74° Grad Höhe nach Osten und beim dritten Mal ist sie von 4:58 Uhr bis 5:05 Uhr mit 85° Grad Höhe auch wieder fast durch unseren Zenit Richtung Osten, wo sie dicht bei dem gerade aufgegangenem Planeten Jupiter hinter dem Horizont verschwindet. Der Mond ist am Abend zu gut 40 Prozent beleuchtet, er geht erst am Sonntag gegen 3:00 Uhr unter.

Am Sonntag, den 8. Mai, ist die ISS gegen 2:38 Uhr tief im Osten kurz zu sehen, beim zweiten Überflug zwischen 4:09 Uhr und 4:16 Uhr fliegt sie exakt durch unseren Zenit, also genau über unsere Stadt hinweg. Der Mond ist am Abend zu 49 Prozent beleuchtet. Erst am Montag in aller Frühe erreicht er um 2:21 Uhr das Erste Viertel.

Sonntag, 17. April 2022

18. - 24. April 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche zieht sich der Mond langsam vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten kann - mit Glück - Merkur am Abendhimmel gefunden werden, er geht gegen 22:15 Uhr unter. Am Morgenhimmel ist - mit noch mehr Glück und klarster Sicht zum Osthorizont - eine Planetenkette von Saturn (Aufgang ca. 4:30 Uhr) über Mars (4:45 Uhr) und Venus (5:00 Uhr) bis hin zu Jupiter (5:15 Uhr) zu sehen. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 18. April, Ostermontag, geht die Sonne um 6:22 Uhr auf und um 20:27 Uhr unter. Der helle Tag dauert jetzt deutlich länger als 14 Stunden. Der immer noch zu 94 Prozent beleuchtete Mond geht um 23:05 Uhr auf, er wandert gerade vom Sternbild Waage in den Skorpion. Da er sich so auf seiner elliptischen Bahn ziemlich in Erdnähe befindet erscheint er vielleicht etwas größer als gewöhnlich.

Am Dienstag, den 19. April, geht der Mond gar nicht auf, er erscheint erst um 0:38 Uhr (am Mittwoch also) am Südosthorizont.

Am Mittwoch, den 20. April, kann man vielleicht Merkur finden. Um 21:30 Uhr steht er ca. 6° Grad hoch über der Stelle, wo zuvor die Sonne untergegangen ist.

Am Donnerstag, den 21. April, geht der Mond gegen 2:00 Uhr auf und ist noch zu etwas über 75 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 22. April, erreicht am Abend der Meteorstrom der Lyriden sein Maximum. Viele Sternschnuppen sind nicht zu erwarten. Am besten beobachtet man von Mitternacht bis zum Mondaufgang. Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Leier (Lyra) zu kommen, das im Nordosten im Laufe der Nacht langsam aufsteigt.

Am Samstag, den 23. April, geht der Mond erst gegen 4:00 Uhr auf. Er ist dann vielleicht auch noch eine Weile am Taghimmel zu sehen. Wenn er um 13:56 exakt die Position des Letzten Viertels erreicht, steht er bei uns jedoch schon unter dem Horizont. Jetzt am Wochenende eignen sich die Nächte auch schon wieder zur Beobachtung lichtschwacher "deep-sky"-Objekte am Himmel. Richtig "astronomisch dunkel" ist es jedoch nur noch zwischen 23:00 Uhr und 4:00 Uhr in der Frühe.

Am Sonntag, den 24. April, geht der noch zu 43 Prozent beleuchtete Mond gegen 4:30 Uhr auf. Er nähert sich langsam der Kette der Planeten am Morgenhimmel, noch unterhalb derer er seine Bahn am Himmel ziehen wird.

Sonntag, 2. Januar 2022

3. - 9. Januar 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond Abend für Abend etwas zu. Von den hellen Planeten beendet die Venus ihre Abendsichtbarkeit. Ob sie zu Beginn der Woche noch kurz nach Sonnenuntergang zu sehen sein wird? An ihrer Stelle ist vielleicht Merkur zu sehen, der jedoch deutlich lichtschwächer ist. Saturn verschwindet gegen 18:30 Uhr am Südwesthorizont, Jupiter folgt gegen 20:30 Uhr. Die Fernglasplaneten Neptun (Untergang ca. 22:00 Uhr) und Uranus (bis ca. 3:00 Uhr) können mit entsprechender Optik gefunden werden. Am Morgen geht Mars gegen 6:45 Uhr im Südosten auf. Die ISS beendet in dieser Woche ihre morgendlichen Überflüge.

Am Montag, den 3. Januar, geht die Sonne um 8:32 Uhr auf und um 16:27 Uhr unter. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich an der Aufgangszeit praktisch nichts geändert, am Abend geht die Sonne jedoch erst sieben Minuten später unter. Die schmale Mondsichel wird heute Abend, einen Tag nach Neumond, noch nicht sichtbar sein. Die ISS fliegt am Morgen zwischen 7:05 Uhr und 7:11 Uhr in maximal 26° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel. Heute Nacht erreicht der Meteorstrom der Quadrantiden sein Maximum, da der Mond nicht scheint, könnten heute Nacht doch einige Sternschnuppen zu sehen sein.

Am Dienstag, den 4. Januar, ist die ISS zwischen 6:19 Uhr und 6:23 Uhr tief im Süden/Südosten zu sehen. Die Erde erreicht heute auf ihrer Bahn um die Sonne übrigens ihr "Perihel", das heißt den kleinsten Abstand zur Sonne. Der zu 7 Prozent beleuchtete Mond geht 18:24 Uhr unter, er steht zuvor unterhalb von Saturn. Bei Jupiter ist am Abend zunächst (bis 18:38 Uhr) Mond Kallisto bedeckt, um 18:25 Uhr beginnt ein Durchgang von Europa vor der Planetenscheibe, so dass für kurze Zeit sogar nur zwei Monde zu sehen sind.

Am Mittwoch, den 5. Januar, fliegt die ISS zwischen 7:05 Uhr und 7:10 Uhr flach über unseren südwestlichen Morgenhimmel hinweg. Die Mondsichel ist am Abend zu 12 Prozent beleuchtet und geht gegen 19:50 Uhr unter. Der Mond zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Um 21:20 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Donnerstag, den 6. Januar, kann die ISS letztmalig in dieser Morgensichtbarkeitsperiode um 6:20 Uhr kurz im Süden in ca. 10° Grad Höhe gesehen werden. Der Mond ist am Abend schon an Jupiter vorbeigezogen und geht gegen 21:15 Uhr unter. Noch in der Dämmerung um 17:04 Uhr bedeckt er den 4,0mag hellen Stern tau Aqr. Um 18:17 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Europa.

Am Freitag, den 7. Januar, ist am Abend der Mond zu 30 Prozent beleuchtet und geht um 22:35 Uhr unter. Merkur steht heute in größter östlicher Elongation, hat also den größten, scheinbaren Abstand von der Sonne. Um 17:30 Uhr bedeckt der Mond ein 7,1mag schwaches Sternchen.

Am Samstag, den 8. Januar, ist am Abend der Mond zu 40 Prozent beleuchtet und geht um 23:51 Uhr unter. Er zeigt maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht fernab vom Rand. Ab 17:22 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Io über den Planeten (bis 19:38 Uhr), um 18:43 Uhr endet der Durchgang von Io vor dem Planeten. Um 19:50 Uhr bedeckt der Mond ein 6,8mag schwaches Sternchen.

Am Sonntag, den 9. Januar, erreicht der Mond am Abend exakt um 19:11 Uhr das Erste Viertel, er geht erst nach Mitternacht unter. Um 23:34 Uhr bedeckt der Mond ein 7,0mag schwaches Sternchen. Die Venus zieht heute in unterer Konjunktion am Taghimmel an der Sonne vorüber und wechselt von der "Abendsternseite" zur "Morgensternseite", es wird jedoch noch ein paar Tage dauern, bis wir sie am Morgenhimmel begrüßen dürfen. Bei Jupiter endet um 17:39 Uhr eine Verfinsterung von Mond Ganymed.


Sonntag, 14. November 2021

15. - 21. November 2021: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond, unser heller Trabant leuchtet also so ziemlich jede Nacht durchgängig vom Himmel. Von den hellen Planeten kann die Venus am Abend direkt nach Sonnenuntergang tief im Südwesten gefunden werden, sie verschwindet gegen 18:30 Uhr am Horizont. Saturn ist am Abend bis gegen 21:00 Uhr ebenfalls im Südwesten zu sehen und Jupiter leuchtet bis knapp vor 23:00 Uhr. Die Fernglas-Planeten Uranus (ganze Nacht) und Neptun (bis ca. 1:15 Uhr) können ebenfalls beobachtet werden. Die ISS beginnt in dieser Woche wieder eine Periode mit Überflügen am Abend.

Am Montag, den 15. November, geht die Sonne um 7:44 Uhr auf und um 16:34 Uhr unter, der helle Tag dauert also keine neun Stunden mehr. Mittags steigt sie gerade mal noch 20° Grad hoch über den Horizont. Der Mond bedeckt in der Frühe um 1:31 Uhr ein 6,9mag schwaches Sternchen.  Am Abend ist er zu 88 Prozent beleuchtet. Er geht um 15:31 Uhr auf und erst am nächsten Morgen gegen 3:00 Uhr unter. Bei Jupiter sind zunächst nur die beiden Monde Europa und Ganymed zu sehen. Io wird bis 19:50 Uhr verfinstert und Kallisto bis 20:54 Uhr, dann stehen alle vier galiläischen Monde auf der gleichen östlichen Seite, links vom Jupiter. Auf der anderen Seite von Jupiter befindet sich der Stern 45 Cap, der auf den ersten Blick fast wie ein Jupitermond erscheinen wird.

Am Dienstag, den 16. November, geht der zu 94 Prozent beleuchtet6e Mond gegen 16 Uhr auf. Bei Jupiter endet um 17:12 Uhr ein Schattenwurf von Io auf die Planetenscheibe, um 18:14 Uhr endet ein Durchgang von Ganymed vor der Planetenscheibe, er wird dann wieder sichtbar. Sein Schatten fällt ab 20:06 Uhr auf den Planeten.

Am Mittwoch, den 17. November, erreicht der Sternschnuppenstrom der Leoniden sein Maximum, wegen des vollen Mondes werden jedoch nicht viele Sternschnuppen zu sehen sein. Um 18:26 Uhr beginnt bei Jupiter eine Bedeckung von Mond Europa. Und gegen Mitternacht geht Kleinplanet (20)Massalia (10,3mag) in nur 5' Bogenminuten Abstand am Stern pi Cancri (5,6mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 18. November, geht der praktisch volle Mond um 16:13 Uhr auf und leuchtet die ganze Nacht. Bei Jupiter findet man heute zwei Monde rechts, zwei Monde links.

Am Freitag, den 19. November, geht um 7:48 Uhr der volle Mond im Nordwesten unter. Seine exakte Vollmondposition erreicht er um 9:58 Uhr, dann steht er bei uns jedoch unter dem Horizont. Es kommt sogar zu einer partiellen Mondfinsternis, diese kann jedoch bei uns nicht beobachtet werden, da müsste man jetzt schon nach Amerika reisen. Um 16:32 Uhr geht der Mond wieder auf und erreicht bald nach Mitternacht mit 59° Grad seine größte Höhe über dem Horizont. Um 18:10 Uhr endet ein Schattenwurf von Jupitermond Europa auf die Planetenscheibe. Um 18:47 Uhr kann die ISS erstmalig wieder kurz am Abend, tief im Süden unterhalb von Saturn und Jupiter gesichtet werden.

Am Samstag, den 20. November, geht der immer noch zu 98 Prozent beleuchtete Mond um 16:57 Uhr auf. Zwischen 18:04 Uhr und 18:07 Uhr kann die ISS tief im Süden in maximal 13° Grad Höhe beobachtet werden.

Am Sonntag, den 21. November, geht der zu 95 Prozent beleuchtete Mond um 17:30 Uhr auf. Um 21:01 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Planetenscheibe Jupiters. Zwischen 18:57 Uhr und exakt 19:00 Uhr kann die ISS kurz im Südwesten, oberhalb von Saturn gesehen werden, bevor sie oberhalb von Jupiter im Erdschatten verschwindet.

Sonntag, 15. Dezember 2019

16. - 22. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe


In dieser Woche zieht sich der Mond in den Morgenhimmel zurück, die Abende und Nächte eignen sich immer besser für die beobachtung lichtschwacher "deep-sky"-Objekte. Von den großen Planeten kann am frühen Abend tief im Südwesten die Venus gesehen werden. Mars geht am Morgenhimmel gegen 5:30 Uhr auf. Saturn, Uranus, Neptun sind nur noch für Spezialisten mit einem Fernrohr zu finden. Die ISS beginnt am 22. Dezember wieder eine Morgensichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 16. Dezember, geht die Sonne um 8:24 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Spezialisten können ja mal probieren, ob sie heute früh noch Merkur finden, der um 7:20 Uhr aufgeht. Der zu 76  Prozent beleuchtete Mond geht um 21:00 Uhr auf.

Am Dienstag, den 17. Dezember, steht der Mond am Morgen bei Regulus im Löwen. Er geht erst um 12:22 Uhr unter und am Abend um 22:21 Uhr wieder auf. Kleinplanet Eunomia (9.9mag) geht 18' Bogenminuten südlich an 22 Aquarii (5.2mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 18. Dezember, geht der Mond erst kurz vor Mitternacht um 23:42 Uhr auf. Er steht am Abend in "Erdnähe", d.h. er erscheint etwas größer als gewöhnlich. Doch da dies eh keiner merkt und wir auch keinen Vollmond haben (er ist nur noch zu 53 Prozent beleuchtet), wird keine Presse vom "Supermond" schreiben.

Am Donnerstag, den 19. Dezember, endet kurz nach Mondaufgang (noch am Mittwoch) um 0:32 Uhr eine Sternbedeckung. Der Stern nü Vir (4.5mag) taucht am dunklen Mondrand wieder auf. Um 5:57 Uhr erreicht der Mond exakt das Letzte Viertel.

Am Freitag, den 20. Dezember, geht der Mond um 1:03 Uhr auf. Heute früh zeigt er wieder einmal maximale Libration in Breite, so dass wir auch seinen Südpol sehen können. Bis kurz vor Neumond zu Weihnachten können wir in seinem dunklen Teil nun auch wieder das Erdlicht schimmern sehen.

Am Samstag, den 21. Dezember, steht der Mond am Morgen ca. 7° Grad nordöstlich von Spica in der Jungfrau.

Am Sonntag, den 22. Dezember, 4. Advent, Winteranfang, fliegt die ISS zwischen 7:07 Uhr und 7:14 Uhr tief (in maximal 18° Grad Höhe) über unseren südöstlichen Morgenhimmel hinweg. Astronomisch gesehen haben wir heute um 5:09 Uhr Wintersonnenwende, d.h. die Sonne hat ihre südlichste Position am Himmel erreicht, wir haben Winteranfang. Von nun an werden die Tage, zunächst kaum merkbar, wieder länger werden. Am Abend können vielleicht ein oder zwei Sternschnuppen mehr als üblich gesehen werden, der Ursiden Meteorstrom erreicht sein Maximum.

Sonntag, 8. Dezember 2019

9. - 15. Dezember: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Von den hellen Planeten sind am Abend nach Sonnenuntergang bis gegen 18 Uhr die Venus und Saturn zu sehen. Am Morgenhimmel kann Mars gefunden werden, er geht jetzt um ca. 5:30 Uhr auf. Und mit viel Glück am Anfang der Woche auch noch Merkur, Die ISS kann noch bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 9. Dezember, geht die Sonne um 8:19 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Damit haben wir die Tage der frühesten Sonnenuntergänge des Jahres erreicht. Warum das so ist und diese jetzt schon und nicht erst am 21. Dezember, dem kürzesten Tag des Jahres auftreten, wird auf der Webseite von Wiener Astronomen genau erklärt. Der helle Tag ist jetzt also keine acht Stunden mehr lang.   Die ISS ist zwischen 17:37 Uhr und 17:45 Uhr in maximal 32° Grad Höhe bei ihrem Überflug am frühen Abend zu sehen. Um 21:06 Uhr bedeckt der Mond am dunklen Rand den Stern SAO93327 (6.1mag).

Am Dienstag, den 10. Dezember,  ist die ISS zwischen 16:49 Uhr und 16:57 Uhr in maximal 44° Grad Höhe bei ihrem Überflug am frühen Abend zu sehen, sie fliegt sehr dicht an Atair, dem hellsten Stern des Adlers vorüber. Der Mond steht abends ca. 8° Grad südlich der Plejaden. Der veränderliche Stern Algol hat um 22:58 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Mittwoch, den 11. Dezember,  ist die ISS zwischen 17:36 Uhr und 17:44 Uhr in maximal 17° Grad Höhe tief im Südwesten bei ihrem Überflug zu sehen. Heute Abend beginnt mit dem Mondaufgang um 15:59 Uhr die längste Vollmondnacht des Jahres, um Mitternacht erreicht der Vollmond seine größte Höhe am Nachthimmel mit 58,5° Grad und untergehen wird er erst am nächsten Morgen um 8:23 Uhr.

Am Donnerstag, den 12. Dezember, erreicht der Mond in der Frühe um 6:12 Uhr die exakte Vollmondposition. Merkur (-0,6mag) geht heute früh um 7:15 Uhr in nur 40' Bogenminuten Abstand (etwas mehr als eine Vollmondbreite) an beta Scorpii (2.9mag) vorüber und Mars (1.7mag) in nur 16' Bogenminuten Abstand an alpha Librae (2.9mag). Die ISS ist zwischen 16:47 Uhr und 16:56 Uhr in maximal 24° Grad Höhe tief im Süden bei ihrem Überflug zu sehen.

Am Freitag, den 13. Dezember, erreicht der veränderliche Stern Algol (beta Persei) um 19:47 Uhr ein Helligkeitsminimum. Der immer noch (fast) volle Mond geht um 17:28 Uhr auf und steht im Sternbild Zwillinge. Die ISS kann heute Abend nicht gesehen werden. Um 18:30 Uhr findet an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus der vierte Teil des Kinderkursus Astronomie statt. Und anschließend gegen 20:00 Uhr trifft sich die Beobachtergruppe an der Sternwarte.

Am Samstag, den 14. Dezember,  kann die ISS letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode zwischen 16:47 Uhr und 16:55 Uhr in maximal 13° Grad Höhe tief im Südwesten bei ihrem Überflug beobachtet werden. Heute Abend (ab etwa 23 Uhr) erreicht der Sternschnuppenstrom der Geminiden sein Maximum, der helle Mond wird aber wahrscheinlich fast alle Beobachtungen unmöglich machen.
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Am Sonntag, 3. Advent, den 15. Dezember, endet um 5:21 Uhr die Bedeckung des Stern mü im Krebs (5.4mag), der Stern tritt am dunklen Mondrand wieder hervor. Der immer noch zu 85 Prozent beleuchtete Mond geht um 19:46 Uhr auf.

Sonntag, 11. August 2019

12. - 18. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir das Maximum der Perseiden, des stärksten Sternschnuppenschwarmes im Jahr. Leider fällt aber auch der Vollmond genau in diese Woche, so dass sein helles Leuchten wohl viele Sternschnuppen überstrahlen wird. Aber wer weiß? Vielleicht haben gerade Sie ja Glück! Also, Augen auf und zum Himmel geschaut! Von den hellen Planeten sind am Abend Jupiter (bis gegen 0:30 Uhr) und Saturn (bis gegen 2:30 Uhr) zu sehen. Am Morgenhimmel kann mit viel Glück ca. eine Stunde vor Sonnenaufgang auch Merkur gefunden werden. Die ISS ist in diesen Nächten nicht am Nachthimmel zu sehen. Auch ist das Heinz-Nixdorf-Museum in dieser Woche wegen Wartungsarbeiten geschlossen, die schöne Ausstellung "Aufbruch ins All" kann erst wieder ab dem 20. August besichtigt werden.

Am Montag, den 12. August, geht die Sonne um 6:04 Uhr auf und um 20:55 Uhr unter, der helle Tag ist jetzt also keine 15 Stunden mehr lang, gegenüber letzten Montag hat sich die Länge des Tages schon um 24 Minuten verkürzt. Zuvor soll es am Morgen um 3:12 Uhr im Sternbild Fische einen Iridiumflare geben, Helligkeit aber nur -1mag bei Azimut 137° Grad (Südost) und Höhe 39° Grad. Am Abend wird Jupitermond Europa bis 21:53 Uhr verfinstert. Heute zieht der Mond an Saturn vorüber, morgens steht er noch ca. 5° Grad westlich vom Planeten, abends dann ca. 5° Grad östlich. Am Abend gegen 23 Uhr steht er übrigens direkt unterhalb von Pluto (14mag), der bleibt heute wegen der Mondhelligkeit aber selbst in größeren Teleskopen unsichtbar.

Am Dienstag, den 13. August, haben wir das Maximum der Perseiden, ob sie uns wohl Wünsche erfüllen werden? Um 23:04 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Io.

Am Mittwoch, den 14. August, steht bei Einbruch der Dunkelheit Jupitermond Io genau vor der Planetenscheibe, Ios Durchgang dauert bis 22:36 Uhr. Von 21:36 Uhr bis 23:49 Uhr zieht Ios Schatten über die Planetenscheibe hinweg.

Am Donnerstag, den 15. August, soll es um 2:59 Uhr noch einmal einen Flare von Iridium 97 geben. Mit -1mag jedoch nicht sehr auffällig, seine Position im Südosten (Azimut 144° Grad, Höhe 39° Grad). Um 14:29 Uhr erreicht der Mond seine exakte Vollmondposition. Zu dieser Zeit steht er bei uns natürlich unter dem Horizont. Am Abend zieht Kleinplanet Psyche (9,5mag) in 24' Bogenminuten Abstand nördlich am Stern SAO 164013 (6,0mag) vorüber.

Am Freitag, den 16. August, lohnt es sich am Abend mal mit einem Fernrohr einen Blick auf Saturn zu werfen, die Monde Dione und Tethys stehen in westlicher, Rhea in östlicher Elongation und können so relativ gut beobachtet werden.

Am Samstag, den 17. August, steht Saturnmond Tethys in östlicher Elongation (Maximum um 22:15 Uhr). Gegen 22:45 Uhr kann bei Jupiter beobachtet werden, wie scheinbar die Monde Io und Kallisto ihre Plätze tauschen, Europa steht noch dichter an Jupiter dran als die beiden und Ganymed steht auf der anderen Jupiterseite. Der immer noch zu 95 Prozent beleuchtet Mond geht heute um 21:54 Uhr auf.

Am Sonntag, den 18. August, steht Saturnmond Tethys wieder in westlicher Elongation (Maximum 20:45 Uhr). Der zu 90 Prozent beleuchtete, abnehmende, Mond geht um 22:12 Uhr auf.

Sonntag, 5. August 2018

6. - 12. August: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich daher gut zum Beobachten des dunklen Nachthimmels. Am Abend können die hellen Planeten gut beobachtet werden. Venus ist jedoch nur kurze Zeit nach Sonnenuntergang tief im Westen zu sehen. Jupiter steht im Südwesten, Saturn im Süden und Mars ist gerade im Südosten aufgegangen. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 6. August, geht die Sonne um 5:55 Uhr auf und um 21:05 Uhr unter. Die Tage werden jetzt schon deutlich kürzer, gegenüber letzten Montag sind dies schon 23 Minuten. Der nur noch zu 37 Prozent beleuchtete Mond geht gegen 1:00 Uhr am Morgen auf.

Am Dienstag, den 7. August, ist der Mond bei seinem Aufgang gegen 1:45 Uhr schon über die Hyaden im Sternbild Stier hinweggezogen. Am Abend beginnt um 21:17 Uhr bei Jupiter ein Durchgang von Ganymed vor der Planetenscheibe.

Am Mittwoch, den 8. August, kommt es am Morgen um 4:14 Uhr zu einem sehr hellen Iridiumflare von -8mag mitten im Sternbild Schwan. kann man am Abend auf der Jupiteroberfläche gut den "Großen Roten Fleck" beobachten, um 23:35 Uhr durchläuft er den Meridian.

Am Donnerstag, den 9. August, beginnt um 22:59 Uhr ein Durchgang von Jupitermond Io vor der Planetenscheibe. Da erst drei Minuten später ein Durchgang von Europa endet, sind für kurze Zeit bei Jupiter nur zwei seiner vier galiläischen Monde zu sehen.

Am Freitag, den 10. August, kann vielleicht eine Stunde vor Sonnenaufgang noch die ganz schmale nur zu drei Prozent beleuchtete Mondsichel ein letztes Mal vor Neumond in Ostnordost gesichtet werden.

Am Samstag, den 11. August, ist exakt um 11:58 Uhr Neumond. Im nördlichen Skandinavien kommt es sogar zu einer partiellen Sonnenfinsternis. Dazu muss man jedoch mindestens auf die Höhe von Uppsala in Schweden fahren, dort werden mittags gerade 1,5 Prozent der Sonne, in Tromsö in Norwegen immerhin schon ca. 18 Prozent verfinstert. Bei uns ist davon jedoch gar nicht zu bemerken.

Am Sonntag, den 12. August, und vielleicht auch schon in den Nächten vorher, sollte man unbedingt nach den Sternschnuppen, den Perseiden, Ausschau halten. Dieser stärkste Sternschnuppenstrom des Jahres sollte in diesem Jahr gut zu beobachten sein, denn kein Mondlicht wird in der Nacht stören. Günstig ist es natürlich, wenn man sich selbst an einem möglichst dunklen Ort ohne künstliche Lichtquellen befindet. Doch lassen Sie sich bitte nicht von der Presse "jede Minute eine Sternschnuppe" in die Irre führen. Nach 23 Uhr können Sie vielleicht 20 bis 30 Sternschnuppen in der Stunde sehen. Bedenken Sie jedoch bitte, anders als bei einer Sonnenfinsternis, lassen sich diese nicht exakt vorher sagen. Mal können drei oder vier innerhalb weniger Sekunden fallen, dann kann es aber auch wieder viele, lange Minuten dauern (durchaus auch mal über zwanzig Minuten), in denen Sie gar keine zu Gesicht bekommen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

1. - 7. Januar 2018: Der Himmel über Bad Lippspringe

Ein neues Jahr beginnt. Die Erde hat es ein weiteres Mal um die Sonne herum geschafft, so wie schon ungefähr 4,6 Milliarden mal. Ich wünsche allen meinen Blogleserinnen und -lesern, das 2018 für sie ein gutes Jahr wird. Ich möchte sie gerne dabei wieder mit meinen kleinen "himmlischen Nachrichten und Ausblicken" durch das Jahr begleiten. Wenn das Wetter mitspielt, kann in den langen Nächten in dieser Woche viel beobachtet werden.

In dieser Woche haben wir Vollmond, erst gegen Ende der Woche zieht er sich vom Abendhimmel zurück und ermöglicht dann auch wieder die Beobachtung lichtschwächerer Objekte. Von den großen Planeten ist keiner am Abendhimmel mit dem bloßen Auge zu sehen. Inzwischen steht auch Neptun abends zu tief im Westen, so dass nur noch Uranus mit einem Fernglas bis ca. 1:00 Uhr am Abendhimmel gefunden werden kann. Mars und Jupitergehen bald nach 4:00 Uhr über der Egge auf und sind Objekte des Morgenhimmels vor Sonnenaufgang, beide kommen sich in dieser Woche sehr nahe. Dort kann auch die ISS bei Überflügen beobachtet werden. Bei guter Sicht zum Osthorizont kann vielleicht auch der Planet Merkur tief im Südosten gefunden werden, er geht (mathematisch gesehen) kurz vor 7:00 Uhr auf und erreicht etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang eine Höhe von ca. 5° Grad über dem Horizont.

Am Montag, den 1. Januar, Neujahr,  fliegt die ISS zwischen 6:22 Uhr und 6:27 Uhr über unseren Morgenhimmel in maximal 40° Grad Höhe hinweg. Die Sonne geht um 8:32 Uhr im Südosten auf, um 12:28 Uhr erreicht sie mit 15,2° Grad ihre größte Höhe im Süden und um 16:25 Uhr geht sie im Südwesten unter. Erst am Ende dieser Woche dauert der helle Tag länger als acht Stunden.

Am Dienstag, den 2. Januar, erreicht der Mond exakt um 3:24 Uhr seine Vollmondposition. Dies ist übrigens der größte Vollmond des Jahres und sogar der größte Vollmond bis November 2034. Die ISS fliegt zwischen 7:05 Uhr und 7:11 Uhr mit maximal 77° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Kleinplanet Nr. 8, Flora, erreicht am Abend seine Oppositionsstellung in den Zwillingen, Flora hat dann eine Helligkeit von 8,2mag. Um 17:29 Uhr gibt es im Südwesten (Azimut 208° Grad) in  18° Grad Höhe einen hellen Iridiumflare von -5,5mag.

Am Mittwoch, den 3. Januar, gibt es zunächst um 7:37 Uhr in 64° Grad Höhe (Azimut 336° Grad) zwischen dem Sternbild Größe Bärin (Großer Wagen) und dem Polarstern einen mit -8 mag sehr hellen Iridiumflare. Dann fliegt die ISS zwischen 7:47 Uhr und 7:57 Uhr praktisch genau über unsere Stadt hinweg. Heute früh erreicht die Erde übrigens den sonnennächsten Punkt auf ihrer elliptischen Umlaufbahn um die Sonne. Auch erreicht der Meteorstrom der Quadrantiden heute sein Maximum, es können in den frühen Morgenstunden vielleicht viele Sternschnuppen gesehen werden. Der noch zu 95 Prozent beleuchtete Mond geht um 18:30 Uhr auf. Um 18:40 Uhr gibt es im Süden (Azimut 166° Grad, Höhe 33° Grad) einen hellen Iridiumflare von -4mag.

Am Donnerstag, den 4. Januar, auch heute fliegt die ISS praktisch genau über unsere Stadt hinweg, um 6:58 Uhr fliegt sie genau durch den Zenit, im Westen taucht sie eineinhalb Minuten vorher aus dem Erdschatten auf und verschwindet um 7:03 Uhr im Osten. Um 19:48 Uhr geht der Mond im Osten auf, er nähert sich Regulus, dem hellsten Stern im Löwen. Um 21:48 Uhr endet eine Sternbedeckung durch den Mond, Psi Leonis (5,3mag) taucht am dunklen Mondrand wieder auf.

Am Freitag, den 5. Januar, kann man ganz in der Frühe mehrfache Schatten- und Mondereignisse auf Jupiter beobachten, Europa und Ganymed ziehen vor der Planetenscheibe her (ihre Schatten eilen dabei voraus), Io wird vom Planeten selbst bedeckt, so dass um 7:00 Uhr z.B. nur der Mond Kallisto neben Jupiter zu sehen sein wird. Dann fliegt die ISS zwischen 7:39 Uhr und 7:47 Uhr mit 79° Grad Höhe erneut hoch über unsere Stadt hinweg. Um 9:52 Uhr bedeckt der Mond den hellen Stern Regulus, am Taghimmel dürfte diese Bedeckung tief im Westen kurz vor Monduntergang aber nicht zu beobachten sein. Am Abend geht der Mond um 21:07 Uhr auf. Für Mitglieder der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus gibt es um 18 Uhr eine Geräteeinweisung in der Kuppel der Sternwarte.

Am Samstag, den 6. Januar, heute fliegt die ISS noch einmal praktisch genau über unsere Stadt hinweg, um 6:49 Uhr fliegt sie genau durch den Zenit, im Westen taucht sie eineinhalb Minuten vorher aus dem Erdschatten auf und verschwindet um 6:54 Uhr im Osten. Der noch zu 71 Prozent beleuchtete Mond geht um 22:23 Uhr auf.

Am Sonntag, den 7. Januar, fliegt die ISS zwischen 7:30 Uhr und 7:37 Uhr in maximal 54° Grad Höhe noch einmal hoch am Morgenhimmel vorüber. Am frühen Morgen stehen Mars und Jupiter in nur 0,2° Grad Abstand nebeneinander, das ist weniger als ein halber Monddurchmesser. Am Abend geht der Mond erst um 23:36 Uhr auf, vorher können also auch gut lichtschwache Objekte am Himmel, "deep-sky", beobachtet werden.




Dienstag, 21. November 2017

27. November: "Meteorite - Zeugen aus der Urzeit unseres Sonnensystems"

Am Montag, den 27. November, gibt es um 19:30 Uhr an der Volkssternwarte in Paderborn wieder einen spannenden Vortrag. Der Referent, Klaus Becker, ist Vorsitzender der Volkssternwarte Ennepetal und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Meteorite.

In der Ankündigung auf der Webseite der Sternwarte heißt es dazu:

Sternschnuppen sind eines der bekanntesten Himmelsphänomene. Selbstverständlich fallen dort keine Sterne, sondern „nur“ Stein- oder Metallbrocken vom Himmel. Solche Meteorite stellen die ursprünglichste Materie aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems dar, welche wir auf der Erde praktisch „frei Haus“ geliefert bekommen.

In seinem Vortrag erläutert Klaus Becker die Entstehung dieser Objekte und stellt die Folgen eines Meteoritenfalls anhand des Tscheljabinsk-Ereignisses vom Februar 2013 vor, das von vielen Überwachungskameras dokumentiert wurde. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Arten von Meteoriten ein und gibt Hinweise, wie man sie finden und erkennen kann. Welche Informationen geben uns diese Milliarden Jahre alten Boten aus dem All?
 


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Sonntag, 6. August 2017

7. - 13. August: Der Sternenhimmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche kommt es gleich zu zwei astronomischen Highlights: eine Mondfinsternis und zum Maximum der Perseiden, den "Tränen des Laurentius". Die Venus leuchtet als Morgenstern (Aufgang nach 3 Uhr), Saturn steht abends im Südwesten, er geht nach 1:00 Uhr unter und mit etwas Glück kann man nach Sonnenuntergang auch noch einen Abschiedsblick auf den bereits tief im Westen stehenden Jupiter werfen.

Am Montag, den 7. August, geht die Sonne um 5:57 Uhr auf und um 21:03 Uhr unter. Im Laufe der Woche verkürzt sich der helle Tag auf unter 16 Stunden.

Am Abend kommt es zu einer partiellen Mondfinsternis, die von uns aus gesehen jedoch ein echtes "Randereignis" ist. Der Mond geht bei uns um 20:53 Uhr auf, da liegt die größte Verfinsterung bereits eine halbe Stunde zurück. Um 21:18 Uhr tritt der Mond aus dem Kernschatten bereits heraus, dann steht er bei uns gerade mal 2,5° Grad über dem Horizont. Eine klare Sicht Richtung Südosten ist also unbedingt erforderlich. Um diese Finsternis ideal zu beobachten, müsste man schon nach Indien reisen.

Am Dienstag, den 8. August, sind am Abend nur die Jupitermonde Io, Ganymede und Callisto rechts, also westlich vom Planeten zu sehen.

Am Mittwoch, den 9. August, kann man noch einmal alle vier Jupitermonde sehen.

Am Donnerstag, den 10. August, geht in der Frühe um 5 Uhr Kleinplanet Ceres (8,9mag) nur 3' Bogenminuten südlich am Stern SAO 78855 (6,8mag) vorüber. Am Abend geht Kleinplanet Iris (9,0mag) 16' Bogenminuten nördlich an gamma Arietis (4,0mag) vorüber.

Am Freitag, den 11. August, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, der Krater Grimaldi steht fern ab vom Rand.

Am Samstag, den 12. August, geht Jupiter in 39' Bogenminuten Abstand (etwas mehr als ein Vollmonddurchmesser) an theta Virginia (4,4mag) vorüber. Der abnehmende Mond (immer noch zu 80 Prozent beleuchtet)  geht um kurz nach 23 Uhr auf. Sein helles Licht wird sicherlich viele Persien überstrahlen. Wer dennoch auf "Sternschnuppenjagd" gehen möchte, sollte versuchen, den hellen Mond aus seinem Gesichtsfeld zu verbannen.

 Am Sonntag, den 13. August, erreicht der Sternschnuppenstrom der Perseiden sein Maximum. (gegen 2 Uhr). Am Abend kommt es bald nach Mitternacht zu einer Sternbedeckung durch den Mond.

Sonntag, 7. August 2016

8. - 14. August: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche gibt es viele Sternschnuppen. Am 12. August fallen die Perseiden zahlreich vom Himmel. Ich wünsche Euch viel Glück, auf das alle eure guten Wünsche in Erfüllung gehen mögen!
Von den großen Planeten sind Mars und Saturn am Abend- und Nachthimmel im Süden bzw. Südwesten zu sehen. der Mond nimmt von Tag zu Tag zu, sein helles Licht beeinträchtigt die Perseiden-Beobachtung jedoch nur wenig. Außerdem kann man in dieser Woche gut verschiedene "Bewegungen" am Himmel beobachten. Achten Sie einmal darauf, wie sich die Position des Mondes von Abend zu Abend im Vergleich zu den Planeten Mars und Saturn verschiebt. Und auch Mars bewegt sich am Sternenhimmel: er zieht langsam auf Saturn zu. Dies fällt kaum auf, doch ein genauer Blick auf die unmittelbare Nachbarschaft des Planeten zeigt, wie er dicht unterhalb des Stern delta Scorpii vorbei läuft. Am Montag steht Mars noch etwas rechts (westlich) von diesem Stern, am Dienstag genau darunter und am Mittwoch schon leicht links, östlich davon. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 8. August, geht die Sonne um 5:59 Uhr auf und um 21:01 Uhr unter. Der Tag ist also gerade noch 15 Stunden lang, gegenüber dem letzten Montag sind das jedoch schon wieder 23 Minuten weniger. der Mond ist am Abend zu 32 Prozent beleuchtet und geht um 23:21 Uhr unter. Vorher ist zwischen 22:43 Uhr und 22:46 Uhr die ISS bei ihrem Überflug am Südwesthimmel in maximal 36° Grad Höhe zu sehen.


Am Dienstag, den 9. August, geht der Mond kurz vor Mitternacht, um 23:46 Uhr unter. Heute steht Mars nur 0,8° Grad unterhalb von delta Scorpii, das ist nur etwas mehr als ein Vollmonddurchmesser. Die ISS ist zwischen 21:49 Uhr und 21:55 Uhr in maximal 52° Grad Höhe im Süden am Himmel zu beobachten.

Am Mittwoch, den 10. August, um 20:21 Uhr, also noch mehr als eine halbe Stunde vor Sonnenuntergang, erreicht der Mond exakt das Erste Viertel, er ist am Abend noch bis kurz nach Mitternacht zu sehen. Heute steht Kleinplanet Fortuna (9,6mag) zwischen den Sternbildern Wassermann und Schütze in Opposition zur Sonne. Die ISS ist zwischen 22:33 Uhr und 22:37 uhr im Südwesten in maximal 22° Grad Höhe zu sehen.

Am Donnerstag, den 11. August, steht der Mond deutlich oberhalb von Mars, aber noch etwas westlich von ihm.  Die ISS kann zwischen 21:40 Uhr und 21:45 Uhr in maximal 33° Grad Höhe bei ihrem Überflug beobachtet werden. Heute Nacht erreichen die Perseiden ihr Maximum. Die Sternschnuppen scheinen von ihrer Bewegung her aus dem Sternbild Perseus zu kommen, das nach Sonnenuntergang noch tief im Nordosten unterhalb des Sternbilds Cassiopeia (das "Himmels-W") am Himmel steht, im Laufe des Nacht jedoch immer höher am Himmel hinauf steigt. Um 22:36 Uhr steht Kleinplanet Dembowska (9,7mag) in Opposition zur Sonne, allerdings sehr tief im Süden zwischen Schütze und dem südlichen Fisch. Um 22:56 Uhr gibt es heute außerdem noch einen hellen Iridiumflare von -4mag direkt unterhalb der Cassiopeia zu bestaunen.

Am Freitag, den 12. August, erreichen in den frühen Morgenstunden die Perseiden ihren Höhepunkt. Die meisten Sternschnuppen gibt es nach Mitternacht zu sehen. Er geht dann um 0:44 Uhr unter, er steht nach Mitternacht tief im Südwesten und stört bei der Sternschnuppen Beobachtung nur noch wenig. Am Abend steht dann der Mond schon westlich von Saturn, ist also im Laufe des Tages an den beiden Planeten vorbei gezogen.

Am Samstag, den 13. August, ist die ISS ein letztes Mal zwischen 21:30 Uhr und 21:35 Uhr in maximal 20° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu beobachten. Sie fliegt dabei knapp oberhalb von Saturn, aber noch unterhalb des Mondes am Himmel entlang. Um 19 Uhr gibt es heute eine Planetennachtwanderung in Rietberg.  Treffpunkt ist an der Sonne auf dem Bibeldorf-Parkplatz Ecke Rottwiese/Jerusalemer Straße.

Am Sonntag, den 14. August, kommt es exakt um 22 Uhr und um 23:02 Uhr zu Sternbedeckungen durch den Mond. Die Sternchen sind jedoch mit 7,1 mag bzw. 7,2mag wohl selbst im guten Fernglas nicht einfach neben der dunklen Seite des Mondes auszumachen.




Montag, 13. Juni 2016

20. Juni: Sommernächte unter der Milchstrasse

Am Sonntag, den 20. Juni, halte ich mal wieder einen Vortrag an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Astronomie aktuell: Sommernächte unter der Milchstraße

Auch in den zwar kurzen, aber oftmals lauen Sommernächten lohnt es sich durchaus, einen Blick auf den Sternenhimmel zu richten. Das auffällige "Sommerdreieck", das sich aus den hellen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammensetzt, dominiert den Südhimmel. In diesem Jahr gesellen sich auch noch die Planeten Mars und Saturn hinzu. 

Und mitten hindurch zieht sich das Band der Milchstraße aus Abermillionen von Sternen. Im Sommer ist es besonders gut zu erkennen, da wir zu dieser Jahreszeit in Richtung des Zentrums unserer Galaxis schauen können. Verschiedene Gasnebel, Sternhaufen und Doppelsterne bieten sich zur Beobachtung an. 

Der Vortrag liefert Beobachtungstipps für das bloße Auge sowie kleinere optische Instrumente und stellt ausgewählte Objekte des sommerlichen Sternenhimmels vor. Außerdem erläutert der Referent das faszinierende Phänomen der Mitternachtssonne im Norden Europas und klärt auf, warum man sich - so man daran glaubt - im August aufgrund des Sternschnuppenstroms der Perseiden besonders häufig etwas wünschen kann. 

Zusätzlich möchte ich über die neuesten Nachrichten aus der Astronomie berichten, über die zweite Entdeckung von Gravitationswellen und schöne Bilder von sogenannten "Planetarischen Nebeln" zeigen.

Beginn des Vortrags ist 19:30 Uhr, der Eintritt kommt der Arbeit der Sternwarte zugute. Bei klarem Himmel kann im Anschluss an den Vortrag auch noch ein (geschützter) Blick auf die Sonne und in den Himmel geworfen werden. 

Sonntag, 1. Mai 2016

2. - 8. Mai: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, sie eignen sich daher gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Nachthimmel. Von den großen Planeten fällt Jupiter nach Sonnenuntergang schnell im Süden mit seinem hellen Licht auf. Mars und Saturn gehen kurz vor Mitternacht im Südosten über der Egge auf. Auch in dieser Woche sind keine nächtlichen Überflüge der ISS sichtbar.

Am Montag, den 2. Mai, geht die Sonne um 5:53 Uhr auf und um 20:51 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also praktisch schon mehr als 15 Stunden. Da die Sonne auch nicht mehr so tief unter den Horizont sinkt, dauern auch die Dämmerungsphasen länger. "Richtig dunkel" ist es erst nach bzw. vor der "astronomischen Dämmerung" zwischen 23:26 Uhr und 3:16 Uhr, also keine vier Stunden mehr. bei Jupiter stehen am Abend alle vier Monde auf der gleichen Seite, Io ist dort jedoch erst ab 22:45 Uhr zu sehen, da er hinter dem Planeten vorüberzieht.

Am Dienstag, den 3. Mai, geht der Mond um 4:26 Uhr auf, er ist nur noch zu 19 Prozent beleuchtet, im dunklen Tel schimmert das "Erdlicht". Am Abend beginnt um 22:38 Uhr ein Vorübergang des Schatten von Jupitermond Europa vor der Planetenscheibe.

Am Mittwoch, den 4. Mai,  geht um 4:45 Uhr Kleinplanet Iris (9,9mag) nur 3' Bogenminuten südlich an Stern SAO 184683 (7,0mag) vorüber. Heute Abend beginnt in 63688 Geldern das ITV, das größte internatinale Teleskoptreffen in Europa, es geht bis Sonntag.

Am Donnerstag, den 5. Mai, Himmelfahrt, erreicht in der Nacht zum Freitag der Eta-Aquariiden-Meteorstrom sein Maximum. da das Mondlicht kaum stört sind vielleicht so manche helle, langbahnige Sternschnuppen am Himmel zu sehen.

Am Freitag, den 6. Mai,  ist exakt um 6:14 Uhr Neumond.

Am Samstag, den 7. Mai, können Experten probieren, ob sie die nur zu 2 Prozent beleuchtete Mondsichel schon in der Dämmerung finden können. Der Mond geht um 21:47 Uhr unter,

Am Sonntag, den 8. Mai,  sollt die nur zu 6 Prozent beleuchtete, schmale Mondsichel nach Sonnenuntergang gut um Westen zu sehen sein. Der Mond geht um 22:59 Uhr unter.