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Sonntag, 12. März 2023

13. - 19. März 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

*** Achtung: Auf Grund einer größeren Bahnkorrektur haben sich die ursprünglich geposteten Zeiten der ISS-Überflüge deutlich geändert. Ich habe diese am Mittwoch, den 15.3. um 18:30 Uhr korrigiert und neu von heavens-above übernommen ***

  In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab und zieht sich aus der Nacht zurück. Das Wochenende eignet sich sehr gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Vielleicht schon eine gute Gelegenheit zur Durchführung eines "Messier-Marathon". Jetzt im Frühjahr soll es möglich sein, alle 110 Messier-Objekte in nur einer Nacht zu beobachten, mir ist das jedoch noch nie gelungen.

Von den hellen Planeten ist die Venus strahlender Abendstern im Westen, sie geht gegen 21:30 Uhr im Westen unter. Jupiter verabschiedet sich, er ist am Abend nach Sonnenuntergang nur noch für kurze Zeit tief im Westen zu finden. Mars kann noch länger bis gegen 3:00 Uhr in der Frühe beobachtet werden. Uranus kann mit einem Fernglas bis gegen 22:30 Uhr gefunden werden. Alle anderen Planeten stehen zu nahe bei der Sonne und bleiben dadurch unsichtbar. Die ISS beginnt diese Woche mit einer neuen Abendsichtbarkeitsperiode. Die chinesische Raumstation Tiangong kann ebenfalls an manchen Abenden knapp über dem Horizont beobachtet werden, genaue Überflugdaten findet am bei heavens-above. Der Komet C/2022 E3 ZTF kann am Abend nach Sonnenuntergang noch im Sternbild Eridanus bis gegen 22:30 Uhr gefunden werden, seine Helligkeit beträgt jedoch nur noch ca. 9mag, er ist also nur noch bestenfalls mit gutem Fernglas oder Fotoapparat zu finden.

Am Montag, den 13. März, geht die Sonne um 6:44 Uhr auf und um 18:24 Uhr unter, wir nähern uns der Tag- und Nachtgleiche in der kommenden Woche. Die astronomische Dämmerung endet um 20:15 Uhr und beginnt wieder um 4:50 Uhr, noch ist es also für mehr als acht Stunden richtig dunkel. Der abnehmende Mond geht um 0:32 Uhr auf und ist noch zu 72 Prozent beleuchtet. Er zeigt maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht weitab vom Rand. Der Komet C/2020 V2 ZTF (9,5mag) zieht heute und den nächsten beiden Tagen am offenen Sternhaufen NGC 752 (5,5mag) vorüber.

Am Dienstag, den 14. März, geht der Mond um 1:55 Uhr im Sternbild Skorpion auf, er ist noch zu 62 Prozent beleuchtet. Die chinesische Raumstation Tiangong kann zwischen 19:29 Uhr und 19:32 Uhr in maximal 13° Grad Höhe tief im Süden bei einem Überflug gesehen werden. Um 19:10 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterplanetenscheibe. Der veränderliche Stern beta Perseus (Algol) zeigt um 20:39 Uhr ein Helligkeitsminimum. Kleinplanet (6)Hebe (9,9mag) zieht um 21:35 Uhr mit nur 10' Bogenminuten Abstand an Stern HIP39180 (6,3mag) vorüber. Kleinplanet (349)Dembrowska (11,6mag) zieht um 23:55 Uhr mit nur 7' Bogenminuten Abstand an Stern HIP21323 (5,9mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 15. März, geht der Mond bei uns um 3:14 Uhr auf. Minuten zuvor (exakt um 3:08 Uhr) hat er das Letzte Viertel erreicht, ist also zu genau 50 Prozent beleuchtet.  Um 18:59 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Io.

Am Donnerstag, den 16. März, geht der Mond im Sternbild Schütze um 4:21 Uhr auf, er ist noch zu 38 Prozent beleuchtet. Mars (0,7mag) steht um 19 Uhr heute nur 20' Bogenminuten südlich von 125 Tauri (5,0mag) In der Frühe zieht der periodische Komet 81P/Wild (12mag) zwischen den Kugelsternhaufen M9 und NGC 6342 durch. In den nächsten Tagen lässt sich nach Westen hin nach Sonnenuntergang bei klarstem Himmel das Zodiakallicht beobachten. Die ISS ist um 20:14 Uhr kurz in Richtung Südsüdwest am Abendhimmel zu sehen.

Am Freitag, den 17. März, geht die Mondsichel um 5:11 Uhr auf, der Mond ist zu 27 Prozent beleuchtet,  durch die maximale Libration in  Breite können wir auf den Nordpol des Mondes schauen.. Die ISS ist in der Abenddämmerung zwischen 19:26 Uhr und 19:30 Uhr in maximal 15° Grad Höhe im Süden zu sehen. Kleinplanet (2)Pallas (8,1mag) zieht um 20:00 Uhr mit nur 10' Bogenminuten Abstand an Stern HIP32558 (5,1mag) vorüber.

Am Samstag, den 18. März, geht die nur noch zu 18 Prozent beleuchtete Mondsichel um 5:46 Uhr auf. Die ISS steigt ab 20:14 Uhr im Südwesten auf und verschwindet um 20:18 Uhr im Erdschatten. Ob es an diesem Samstag mit einem Messier-Marathon klappt? Die Verhältnisse sind ähnlich wie vor zwei Jahren. Doch damals wirbelte Corona viele Planungen durcheinander.

Am Sonntag, den 19. März, geht die nur noch zu 9 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um 6:10 Uhr auf. Sie wird wahrscheinlich in der Morgendämmerung gar nicht mehr zu sehen sein.  Die ISS ist in der Abenddämmerung zwischen 19:27 Uhr und 19:32 Uhr in maximal 29° Grad Höhe bei ihrem Überflug  zu sehen. Kleinplanet (2) Pallas (8,2mag) geht abends um Mitternacht in nur 8' Bogenminuten südlich am Stern HIP32838/SAO 133761 (6,2mag) vorüber.

Sonntag, 5. März 2023

6. - 12. März 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond, der beherrscht natürlich die Nächte. Von den hellen Planeten verabschiedet sich Jupiter allmählich vom Abendhimmel, er geht von Abend zu Abend etwas früher unter. Die Venus ist jetzt eindeutig "Star" am frühen Abendhimmel, sie geht erst kurz nach 21 Uhr unter. Mars geht erst nach 3:00 Uhr im Westen unter. Der Komet C/2022 E3 ZTF kann vielleicht noch bis gegen 23 Uhr im Südwesten im Sternbild Eridanus gefunden werden, der helle Mond wird die Beobachtung jedoch sicher erschweren. Die ISS beendet in dieser Woche ihre aktuelle Morgensichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 6. März, geht die Sonne um 7:00 Uhr auf und um 18:13 Uhr unter, der helle Tag dauert jetzt also schon deutlich über 11 Stunden. Der Mond ist zu 99 Prozent beleuchtet, er sieht praktisch "voll" aus. Um 19:46 Uhr beginnt eine Bedeckung des Jupitermonds Io durch seinen Mutterplaneten. Die ISS tritt um 5:01 Uhr im Süden aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell nach Osten

Am Dienstag, den 7. März, erreicht der Mond um 13:40 Uhr seine exakte Vollmondposition, zu dieser Zeit steht er bei uns jedoch unter dem Horizont, er geht um 18:10 Uhr auf. Um 19:21 Uhr endet ein Durchgang von Jupitermond Io vor dem Planeten. Zwischen 5:48 Uhr und 5:54 Uhr fliegt die ISS in maximal 23° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 8. März, geht der Mond um 19:23 Uhr auf, er leuchtet praktisch immer noch voll (98 Prozent) vom Himmel. Zwischen 5:02 Uhr und 5:06 Uhr kann die ISS noch kurz im Südosten in maximal 29° Grad Höhe gesehen werden.

Am Donnerstag, den 9. März, geht der Mond um 20:39 Uhr auf, er ist noch zu 95 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (1)Ceres (7,0mag) zieht heute um 21 Uhr an der Galaxie NGC4571 (11,3mag) vorüber. Die ISS zieht gegen 5:50 Uhr in nur noch maximal 12° Grad Höhe über unseren Horizont hinweg.

Am Freitag, den 10. März, geht der Mond um 21:52 Uhr auf, er ist zu 89 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (3)Juno (9,7mag) geht in nur 17' Bogenminuten Abstand an 112 Piscium (5,8mag) vorüber. Der veränderliche Stern delta Cephei erreicht um 21:30 Uhr ein Helligkeitsmaximum. Heute ist die ISS letztmalig in dieser Morgensichtbarkeitsperiode um 5:04 Uhr in ca. 10 Grad Höhe im Sternbild Skorpion zu sehen.

Am Samstag, den 11. März, geht der Mond erst nach 23 Uhr auf, man kann also schon wieder knapp drei Stunden bei guter Dunkelheit den Himmel beobachten. Der veränderliche Stern beta Persei (Algol) steht kurz vor Mitternacht in einem Helligkeitsminimum. Heute zieht (1)Ceres gegen 22:20 Uhr an der Galaxie M91 (10,2mag) vorüber.

Am Sonntag, den 12. März, geht der Mond erst nach Mitternacht auf, man kann also den ganzen Abend schon wieder gut auch lichtschwache "deep-sky"-Objekte beobachten.

Sonntag, 26. Februar 2023

27. Februar - 5. März 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche geht es auf den Vollmond zu, das helle Licht des immer voller werdenden Mondes bestimmt die Nacht. Auf seiner Bahn am Himmel bedeckt der Mond in dieser Woche relativ viele lichtschwache Sternchen, zur Beobachtung ist mindestens ein gutes Fernglas notwendig.. Von den Planeten sind Jupiter und Venus am frühen Abend bis gegen 20:30 Uhr im Südwesten zu sehen. Mars steht am Abend im Süden und leuchtet bis gegen 3:00 Uhr, wo er dann im Westen untergeht. Der inzwischen wieder lichtschwächer werdende Komet C/2022 E3 ZTF  steht abends in ca. 35° Grad Höhe rechts vom Sternbild Orion. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 27. Februar, geht die Sonne um 7:15 Uhr auf und um 18:00 Uhr unter. Die "astronomisch dunkle" Nacht dauert nur noch von ca. 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr in der Frühe. Zwischen 5:45 Uhr und 5:51 Uhr fliegt die ISS mit maximal 87° Grad Höhe fast genau durch unseren Zenit. Der Mond erreicht exakt um 9:06 Uhr das Erste Viertel, steht dann jedoch bei uns unter dem Horizont. Um 18:43 Uhr erreicht er seine größte Höhe (63°) am Himmel. Er ist jetzt zu 54 Prozent beleuchtet und nähert sich dem Planeten Mars. Kleinplanet (40) Harmonia (9,3mag) steht heute in Opposition zur Sonne. Heute Nacht zieht Kleinplanet (1) Ceres (7,2mag) dicht an der Galaxie NGC 4653 vorüber. Um 23:11 Uhr bedeckt der Mond den nur 7,2mag hellen Stern SAO76811.

Am Dienstag, den 28. Februar, ist die ISS einmal gegen 5:00 Uhr kurz im Osten zu sehen, zwischen 6:32 Uhr und 6:39 Uhr fliegt sie in maximal 80° Grad Höhe sehr hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend zu 64 Prozent beleuchtet und schon deutlich an Mars vorbei gezogen. Er geht erst in der Nacht nach 4:00 Uhr unter. Um 18:17 Uhr bedeckt der Mond den 6,5mag hellen Stern HIP 26571.

Am Mittwoch, den 1. März, fliegt die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:52 Uhr noch einmal fast genau über unsere Stadt hinweg (88° Grad Höhe um 5h:46m:53s) und kurz danach ganz dicht an der Wega, dem hellsten Stern in der Leier vorüber. Der Mond ist am Abend schon zu 72 Prozent beleuchtet. Um 19:56 Uhr bedeckt der Mond den 6,9mag hellen Stern SAO78540.

Am Donnerstag, den 2. März, taucht die ISS um 4:59 Uhr in 77° Grad Höhe das erste Mal aus dem Erdschatten auf und fliegt dann schnell - erneut dicht an der Wega vorbei - Richtung Osten. Ein zweites Mal fliegt sie zwischen 6:32 Uhr und 6:40 Uhr in maximal 55° Grad über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend schon zu 80 Prozent beleuchtet, er steht im Sternbild Zwillinge bei Castor und Pollux. Gegen 18:45 Uhr ist der "Goldene Henkel" am Mond gut zu beobachten. Um 19:15 Uhr kommt es am südlichen Mondrand zu einer kurzen Bedeckung eines 7,3mag hellen Sternchens, SAO 79405.

Am Freitag, den 3. März, fliegt die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:52 Uhr in maximal 69° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend schon zu 87 Prozent beleuchtet, er steht heute schon im Sternbild Krebs und zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auch auf seinen Südpol schauen können. Bereits um 4:02 Uhr in der Frühe bedeckt der Mond den 5,4mag hellen Stern 76 Geminorum. Um 21:57 Uhr wird dann der 7,3mag helle Stern SAO 80165 bedeckt.

Am Samstag, den 4. März, taucht die ISS um 5:00 Uhr in 79° Grad Höhe das erste Mal aus dem Erdschatten auf und fliegt dann schnell bis 5:04 Uhr Richtung Osten. Ein zweites Mal fliegt sie zwischen 6:33 Uhr und 6:41 Uhr in maximal 32° Grad über unseren Morgenhimmel hinweg. Der Mond ist am Abend zu 93 Prozent beleuchtet. Ab 19:23 Uhr wandert Jupitermond Ganymed vor der Planetenscheibe vorüber. Kleinplanet (760)Massinga (10,9mag) steht heute in Opposition zur Sonne.

Am Sonntag, den 5. März, fliegt die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:53 Uhr in maximal 43° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Bereits um 4h:10m:5s wird die ISS tief im Westen genau vor der Mondscheibe vorüberfliegen, ein ISS-Mondtransit also. Aber ob ich zu dieser Zeit aufstehen werde? Der Mond ist am Abend zu 97 Prozent beleuchtet und steht im Sternbild Löwe, oberhalb von dessen hellen Stern Regulus. In der Frühe um 4:10 Uhr wird der 6,5mag Stern HIP 46155 vom Mond bedeckt.

Sonntag, 19. Februar 2023

20. - 26. Februar 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir gleich am Montag Neumond, die Nächte eignen sich zunächst noch gut für Beobachtungen lichtschwacher Objekte am Himmel, zum Ende der Woche hin kann man die zunehmende Mondsichel dann selbst gut am Abend beobachten. Von den großen Planeten sind Venus und Jupiter abends im Südwesten zu sehen, sie gehen gegen 20:30 Uhr bzw. 21:00 Uhr unter. Mars steht abends hoch im Süden und geht nach 3:00 Uhr im Westen unter. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen sichtbar. Der Komet C/2022 E3 ZTF kann abends noch im Süden gefunden werden, ist allerdings nur noch mit einem Fernglas oder Fernrohr sichtbar. Er steht gegen 20 Uhr ca. 40° Grad hoch am Himmel, er zieht von Tag zu Tag etwas weiter nach Süden im Sternbild Stier auf das Sternbild Eridanus zu, quasi parallel zum Sternbild Orion. Gegen Mitternacht geht er im Südwesten dann unter.

Am Montag, den 20. Februar, geht die Sonne um 7:30 Uhr auf und um 17:48 Uhr unter, der helle Tag dauert also schon deutlich länger als zehn Stunden. Die "astronomische Dämmerung" endet um 19:40 Uhr, ab da ist es also richtig dunkel. Heute ist Neumond, exakt erreicht der Mond diese Position um 8:06 Uhr. Die ISS fliegt heute in der Frühe zwischen 6:27 Uhr und 6:34 Uhr in maximal 31° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 21. Februar, fliegt die ISS zwischen 5:40 Uhr und 5:46 Uhr in maximal 22° Grad Höhe über unseren südöstlichen Himmel hinweg. Gegen 10:35 Uhr kommt es bei einem Überflug am Tage zu einem Transit der ISS vor der Sonne. Die Zentrallinie für diesen Transit verläuft von Gütersloh über Hövelhof, Bad Lippspringe, Altenbeken, Borgentreich, Bad Driburg... genauere Informationenzu diesem "Sekundenereignis" gibt es dazu bei https://transit-finder.com/ oder https://altitudeazimuth.de/. Ob die schmale, nur zu 3 Prozent beleuchtete Mondsichel heute schon zu finden sein wird? Sie geht um 19:30 Uhr im Westen unter, eine halbe Stunde vorher könnte es bei klarer Sicht nach Westen vielleicht klappen. Mars zieht heute Abend in nur 8' Bogenminuten Abstand am Stern 98 Tauri (5,6mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 22. Februar, fliegt die ISS in der Frühe zwischen 6:26 Uhr und 6:34 Uhr in maximal 53° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend steht die schmale zu 9 Prozent beleuchtete Mondsichel zwischen Venus und Jupiter, sicherlich ein schöner Anblick!

Am Donnerstag, den 23. Februar, fliegt die ISS zwischen 5:39 Uhr und 5:45 Uhr in maximal 40° Grad Höhe über unseren südöstlichen Himmel hinweg. Die Mondsichel ist heute zu 16 Prozent beleuchtet und geht um 22:21 Uhr unter.

Am Freitag, den 24. Februar, fliegt die ISS in der Frühe zwischen 6:26 Uhr und 6:33 Uhr in maximal 78° Grad Höhe hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Unterwegs fliegt sie sehr nahe an der Wega, dem hellsten Stern der Leier vorbei. Die Mondsichel ist heute zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 23:43 Uhr unter. Bei Jupiter wandert bis 19:44 Uhr der Schatten seines Mondes Europa über die Planetenoberfläche.

Am Samstag, den 25. Februar, fliegt die ISS zwischen 5:38 Uhr und 5:44 Uhr in maximal 65° Grad Höhe über unseren südöstlichen Himmel hinweg, dabei kommt sie Arkturus, dem hellsten Stern im Bärenhüter sehr nahe. Der Mond ist heute schon zu über 35 Prozent beleuchtet und geht erst nach Mitternacht um 1:04 Uhr unter. Um 19:01 Uhr bedeckt er einen mit nur 6,7mag sehr schwach leuchtenden Stern. Ab 18:11 Uhr wandert der Schatten von Ganymed über die Jupiteroberfläche.

Am Sonntag, den 26. Februar, fliegt die ISS in der Frühe zwischen 6:25 Uhr und 6:32 Uhr hoch über unseren Morgenhimmel hinweg. Um 6h:27m:7sec befindet sie sich exakt 418 Kilometer hoch senkrecht über Bad Lippspringe. Der Mond nähert sich in dieser Nacht dem Ersten Viertel, das jedoch erst am Montagvormittag erreicht wird. Am Abend steht er nur ca. 2,5° Grad entfernt von den Plejaden, im Fernglas vielleicht ein schöner Anblick. Er ist bis 2:22 Uhr in der Nacht zu sehen. Um 21:27 Uhr bedeckt er den Stern "32 Tau" mit 5,6mag. Gegen 22 Uhr steht Kleinplanet (1)Ceres nur 3' Bogenminuten entfernt von NGC 4654 im Sternbild Jungfrau.

Dienstag, 14. Februar 2023

13. Februar 2023: Noch mehr Supernova!

 Schon wieder klarer Himmel! Der noch nicht einmal halb gelaufene Februar hat jetzt schon viel mehr klare Nächte gebracht als der ganze Januar. Am Montag, den 13. Februar war ich wieder auf Supernova-Jagd. Doch zunächst einmal - das muss in dieser Zeit einfach sein - ein Bild des Kometen C/2022 E3 ZTF:

Komet C/2022 E3 ZTF neben dem Sternhaufen NGC 1647

Das Bild entstand kurz vor 19 Uhr, es wurde 2m:20s belichtet, also aus 14 Einzelaufnahmen a 10sec zusammen gesetzt.

NGC 1647 ist ein offener Sternhaufen, der sich nahe den Hyaden im Sternbild Stier befindet. Die Hyaden sehen ja ungefähr so aus wie ein "liegendes V". Stellt man sich die Hyaden mit etwas Phantasie wie eine Eistüte vor, dann ist NGC 1647 so ungefähr die leckere Eiskugel. Mit einem Fernglas kann man dieses Sternhaufen recht gut beobachten.

Doch dann suchte ich  nach für mein Gerät geeigneten Supernova. Bei rochersterastronomy.org wsren gleich drei Kandidaten gelistet, die für mein Gerät vielleichterreichbar sein könnten: SN2023axu mit 14,6mag. Diese hatte ich ja schon am 8.2. beobachtet, außerdem wurden neu gelistet SN2023bhm in NGC 1642 und SN2023bee in NGC 2708.

Als erstes nahm ich mir noch einmal die Supernova 2023axu vor. Mit 14,6mag sollte sie immer noch hell genug sein. Und tatsächlich, das Bild von heute unterscheidet sich nicht wesentlich von dem vor 5 Tagen:

NGC 2283 mit SN2023axu

Wer genau hinschaut, kann hier in der Mitte des Bildes wieder das kleine schiefe "Viereck" finden, in dem sich der Kern der Galaxie befindet und darunter dann die Supernova. Das Bild wurde diesmal zehn Minuten belichtet.

Als nächstes stand die SN 2023bhm auf der Liste. Die kleine Galaxie NGC 1642 befindet sich (wie der Sternhaufen NGC 1647) auch im Sternbild Stier, jedoch schon dicht am Sternbild Orion. Diese Galaxie ist ebenfalls sehr klein, die Winkelausdehnung beträgt laut Wikipedia nur 1,7' x 1,2' Bogenminuten.

Und sie sollte sich sehr nah am Kern befinden, laut rochesterastronomy. Hier mein Foto:

NGC 1642 in der Mitte des Bildes, aber mit SN 2023bhm?

In der Mitte kann man in der Tat einen etwas verwaschenen Punkt erkennen. Das wird sicherlich die Galaxie sein. Aber ist der helle "Stern" in der Mitte der Galaxie wirklich die Supernova oder ist es nicht doch nur der Kern der Galaxie?

Hier noch einmal die Mitte des Bildes in Originalgröße:

NGC 1642
 

Von den direkt benachbarten Sternen links und rechts haben die helleren laut Stellarium meist ca. 14,2mag und die beiden schwächeren ca. 15,5mag. Leider hilft auch das einzige andere Foto, das ich bislang dazu gefunden habe, nicht viel weiter. Hier muss ich wohl wirklich noch etwas länger warten, bis ich ein Vergleichsfoto ohne Supernova machen kann, um dann zu entscheiden, ob ich sie jetzt wirklich drauf habe, oder ob der Kern nicht immer so aussieht. Oder ich brauche einfach für dieses Objekt doch ein anderes Teleskop mit einer viel längeren Brennweite.

Und nun zum dritten "Kandidaten", SN 2023bee:

Hier mein Foto, in dem ich gleich die Supernova gekennzeichnet habe:

Galaxie NGC 2708 (un der Mitte des Bildes) mit SN 2023bee

Und weil es auf diesem Bild bei genauem Betrachten sogar viele ferne Galaxien gibt, habe ich es auch geich mal bei astrometry.ner hochgeladen,um all diese zu kennzecihen:

NGC 2708

Jetzt ist es schon nach Mitternacht. Morgenvormittag muss ich früh raus. Ichhabe noch ein paar andere Objekte verfolgt, vielleicht ergänze ich diesen Blogbeitrag noch, für "heute" ist aber erstmal Schluß. Gute Nacht!



 

Dienstag, 7. Februar 2023

6./7. Februar 2023: Beobachtungsbericht

 Irgendwie ist auf den Wetterbericht kein wirklicher Verlass mehr. Am Montagabend klarte es plötzlich auf, eigentlich waren Wolken und Hochnebel vorhergesagt. 

Doch ich habe die Gelegenheit gleich genutzt und natürlich auch ieder auf den Kometen drauf gehalten. ich habe diesmal mehrere Bilder nacheinander gemacht. Jedes Bild wurde insgesamt zwei Minuten belichtet, dann gesichert und auf den Computer überspielt und dann das nächste angestoßen. Da kann dann natürlich wieder eine schöne Reihe herauskommen, so wie ich es schon am 4. Februar veröffentlicht hatte.  Doch diesmal hatte ich eine andere Idee. Mein Sternfreund Tobi war abends auch noch wach, ich habe im meine Bilder zugeschickt und er hat daraus wieder eine kleine Animation gemacht, so kann man doch viel besser die tatsächliche Bewegung des Kometen erkennen. Ganz herzlichen Dank an Tobi für diesen mitternächtlichen Freundschaftsdienst!

Komet C/2022 E3 ZTF im Sternbild Fuhrmann am 6.2.23

(Leider stelle ich jetzt nach dem Hochladen der Animation fest, dass diese wohl im Blog nicht wirklich angezeigt wird. Schade! Ich muss mal nach dem möglichen Fehler such.)

Außerdem habe ich am Montag noch einmal "Thors Helm" (NGC 2359) fotografiert. Es herrschten ja eigentlich sehr ähnlich Beobachtungsbedingungen wie vor zwei Tagen am Samstag. Auch am Tag nach Vollmond war dieser noch zu 99 Prozent beleuchtet, strahlte also sehr, sehr hell vom Himmel. Diesmal habe ich für das Foto von Thos Helm jedoch einen Dualbandfilter genutzt. Und sofort erkennt man den Sinn solcher Filter. Die bläulichen Nebelstrukturen seines Helms treten doch viel deutlicher zum Vorschein als auf dem Bild ohne Filterunterstützung vom Samstag:

Thors Helm mit Dualbandfilter am 6.2.23, 30 Minuten belichtet  
 

Wegen des hellen Mondlichts habe ich dann am 7. Februar vor allem auch wieder offene Sternhaufen fotografiert. Hier M 41, ein offener Sternhaufen im Sternbild Canis Major ("Großer Hund"), er ist mit einem Fernglas senkrecht unterhalb von Sirius, dem hellsten Fixstern, zu finden:

M 41 im Sternbild Canis Major

M41 ist rund 2300 Lichtjahre von uns entfernt und umfasst rund 100 Sterne.

Und hier ein weiterer, eher unscheinbarer Sternhaufen: das sog. tau Canis Majoris Cluster (NGC 2362):

NGC 2362, 15 Minuten belichtet

Dieser Sternhaufen steht praktisch genau um den Stern tau CMa herum, er ist rund 5000 Lichtjahre von uns entfernt.

Und ein weiterer Sternhaufen, NGC 2360:

NGC 2360, 15 Minuten belichtet

NGC 2360 wird auch "Carolines Sternhaufen" genannt, da er von der Astronomin Caroline Herschel entdeckt wurde. In der Beschreibung von Karkoschka heißt es "asymmetrisch, Kern länglich, drei Sternenketten", was man auf diesem Foto auch gut erkennen kann.

Aber auch am 7. Februar stand natürlich der Komet auf dem Beobachtunsprogramm:

C/2022 E3 ZTF am 7. Februar um 21:55 Uhr, 2 Minuten belichtet (12x10sec)

Sonntag, 5. Februar 2023

6. - 12. Februar 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Ja, mit dem Wetter ist es zur Zeit ein Kreuz. Die wenigen Momente klaren Himmels in diesem Jahr bisher lassen sich an den Finger einer Hand abzählen, ob ich noch einmal so viel Glück habe wie am Abend des 4. Februar? Umso wichtiger ist es, dann vorbereitet zu sein. Ich hoffe, hier hilft meine Wochenvorausschau ein wenig.

In dieser Woche nimmt der Mond wieder ab und zum Wochenende ergeben sich schon gute Möglichkeiten, wieder nach lichtschwächeren Objekten wie dem Kometen C/2022 E3 ZTF Ausschau zu halten. Er zieht in dieser Woche (jeweils am Abend 20 Uhr betrachtet) vom Sternbild Fuhrmann zum Sternbild Stier, ist also abends in südöstlicher Richtung zu finden.

Von den hellen Planeten ist die Venus nach Sonnenuntergang bis ca. 19:30 Uhr im Südwesten zu finden, Jupiter steht deutlich höher als die Venus und geht gegen 21:30 Uhr unter, Mars ist in der Nacht bis ca. 4:00 Uhr am Himmel zu finden. Bei klarem Himmel kann man in diesem Monat gut beobachten, wie sich die Venus Abend für Abend dem Jupiter täglich ein kleines Stückchen nähert. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 6. Februar, geht die Sonne um 7:56 Uhr auf und um 17:22 Uhr unter. Der helle Tag ist also schon wieder 25 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der Mond geht gegen 18 Uhr auf, er ist noch zu 99 Prozent beleuchtet, also praktisch "voll" und strahlt etwas oberhalb von Regulus (4° Grad Abstand), dem hellsten Stern im Löwen. Kleinplanet (4)Vesta (8,3mag) geht gegen 19 Uhr in nur 8' Bogenminuten Abstand am Stern 33 Piscium (4,7mag) vorbei.

Am Dienstag, den 7. Februar, zieht Jupitermond Ganymed hinter dem Planeten entlang, bis 18:24 Uhr wird er von Jupiter bedeckt, ist dann kurz zu sehen, bevor er ab 19:56 Uhr durch Jupiters Schatten wieder verfinstert wird. Der immer noch zu 96 Prozent beleuchtete Mond geht kurz nach 19 Uhr auf. Kleinplanet (2)Pallas (7,6mag) zieht gegen 23 Uhr  in nur 8' Bogenminuten Abstand an Zeta CMa (4,5mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 8. Februar, geht der noch zu 92 Prozent beleuchtete Mond erst um 20:21 Uhr auf, er steht dann schon im Sternbild Jungfrau. Um 20:18 Uhr endet bei Jupiter eine Verfinsterung vom Mond Europa.

Am Donnerstag, den 9. Februar, kann, wer klarste Sicht nach Westen/Südwesten hat, ab heute und in den nächsten Tagen vielleicht nach Sonnenuntergang dort das Zodiakallicht entdecken, in dessen Kegel dann auch die Venus zu sehen ist. Der Mond geht erst um 21:33 Uhr auf.

Am Freitag, den 10. Februar, geht der nur noch zu 77 Prozent beleuchtete Mond erst um 22:46 Uhr auf. Der Komet nähert sich heute dem Planeten Mars.

Am Samstag, den 11. Februar, steht der Komet schon etwas unterhalb von Mars. Der Mond geht erst Mitternacht, also erst am Sonntag auf. Wir haben also viele Stunden die Möglichkeit, lichtschwache Objekte am Winterhimmel zu beobachten, wie zum Beispiel den Orionnebel.

Am Sonntag, den 12. Februar, ist der Komet etwas weiter Richtung Hyaden gezogen. Ob er jetzt, 12 Tage nach seiner größten Annäherung an die Erde schon deutlich lichtschwächer geworden ist? Ich hoffe, das er immer noch mit einem einfachen Fernglas gefunden werden kann. Bei Jupiter beginnt um 19:11 Uhr eine Bedeckung von Mond Io. Der Mond geht erst am Montag um 1:21 Uhr auf.

 

 

 

4. Februar: ... Komet und Sternhaufen und viel mehr

 Tagsüber kam schon immer mal wieder die Sonne durch, doch ab 18 Uhr war eine dichte Wolkendecke vorher gesagt. Doch es kam mal wieder anders. Ich konnte neben der Sonne und dem Mond auch Bilder vom Kometen machen und von einigen anderen Objekten am Himmel.

Hier zunächst der Komet:

Ich habe verschiedene Einzelbilder über zwei Minuten gemacht, hier ist eines davon:

Komet C/2022 E3 ZTF am 4.2.23 um 19:15 Uhr

Der helle Mond war zwar ein ordentliches Stück vom Kometen entfernt, aber er leuchtet doch so hell, dass nicht so viel vom Kometen selbst, von der Koma um seinen Kern zu erkennen ist. Ein Schweif ist schon gar nicht zu erkennen.

Ich habe dann gleich mehrere Bilder immer im Abstand von zwei Minuten gemacht, immer mit einem kleinem Abstand dazwischen. Nicht alle Bilder sind was geworden, denn zwischendurch zogen doch auch Wolken vorüber.

Hier mal eine Montage aus vier solchen Bildern:

Der Komet zwischen 19:15 und 1925 Uhr

 Man erkennt, wie sich der Komet über den Sternenhimmel bewegt. Alle zwei Minuten wandert er ein deutlich sichtbares Stück weiter am Himmel. Die ersten drei "Punkte" waren direkt hintereinander entstanden, dann fehlen eigentlich zwei, da waren die Bilder wegen Wolken nicht wirklich zu gebrauchen. Schade, das zwischendurch immer wieder Wolken kamen, sonst hätte man aus diesen Bildern vielleicht sogar einen kleinen Zeitraffer machen können.

Tagsüber schien zwischendurch manchmal die Sonne. Es waren jedoch nur Gruppen mit recht kleinen Flecken zu erkennen:

Sonnenflecken am 4. Februar 2023

Aber wenigstens war mir endlich mal wieder ein Bild der Sonne mit ihren Flecken gelungen. Die Nummerierungen der aktiven Regionen kann man bei spaceweather.com nachlesen.

Danach sah es zunächst so aus, als würde der Wetterbericht recht haben. Der Mond schien ziemlich hinter aufkommenden Wolken zu verschwinden. Doch plötzlich gab es wieder etwas größere Lücken: 

Der zu 99 Prozent beleuchtete Mond am 4.2.23

Betrachtet man das Mondbilfd etwas genauer, kann man an den doch etwas ausgeprägteren Kraterstrukturen am unteren und linken Rand des Mondes erkennen, das der tatsächlich Vollmondzeitpunkt noch nicht erreicht war. Das sollte ja erst einen Tag später am Sonntag der Fall sein.

 Auch die Venus war im Südwesten wieder sichtbar, wenn auch nur hinter den bekannten Bäumen:

Venus hinter dem Baum

Und so konnte ich nach Einbruch der Dunkelheit, doch die schon oben gezeigten Bilder vom Kometen machen. Das allein machte mich schon recht glücklich, doch der Abend sollte noch weiter gehen.

Es gibt ja nicht nur den Kometen am Himmel. Nach der tagesschau um 20 Uhr habe ich dann noch verschiedene andere Objekte am Himmel fotografiert:

Als erstes habe ich - in einem kleinen Anfall von Übermut - mein Vaonis Vespera auf "Thors Helm" gerichtet, NGC 2359:

NGC 2359, "Thors Helm", 30 Minuten belichtet

Bei praktisch vollem Mond ist so etwas natürlich eher "Dummheit". Man erkennt sofort, dass die schwachen Nebelstrukturen in der Bildmitte nur schwer auszumachen sind. Solche Objekte sollte ich sicherlich lieber mal in einer mondlosen Nacht angehen. 

NGC 2359 ist ein Emissionsnebel im Sternbild Canis Major, Großer Hund. Er wird durch einen sehr heißen Stern zum Leuchten gebracht. Nachdem ich dieses Objekt 30 Minuten belichtet hatte, siegte dann doch die "Vernunft" und ich konzentrierte mich nun auf offene Sternhaufen, die sollten auch bei Mondlicht gut zu fotografieren sein. Die folgenden drei Objekte, die auch schon im Messier-Katalog aus dem 18. Jahrhundert enthalten sind, befanden sich jetzt alle an geeigneten Positionen am Südhimmel.

Sternhaufen Messier 47, Belichtungszeit 30 Minuten mit Vespera

Der offene Sternhaufen M 47, ein wunderschöner Sternhaufen, der leider nur einen sehr kargen, knappen Wikipedia-Eintrag bekommen hat. Deshalb zitiere ich ihn hier einmal in voller Gänze: "Messier 47 (auch als NGC 2422 = NGC 2478 bezeichnet) ist ein 4,4 mag heller offener Sternhaufen mit einer Winkelausdehnung von 30' im Sternbild Puppis. Der Haufen ist ungefähr 1600 Lichtjahre entfernt und seine 50 Sterne erstrecken sich über ein Gebiet von etwa 10 Lichtjahren. M47 ist rund 80 Millionen Jahre alt."

M50, Cassinis Sternhaufen im Sternbild Einhorn


 Dieser Sternhaufen hat schon einen etwas längeren Wikipedia-Eintrag. Entdeckt wurde dieser Sternhaufen im Jahr 1711 vom Astronomen Cassini, nach dem ein Asteroid, Mondkrater und ein Orbiter benannt wurden.

Als letztes Objekt habe ich dann M46 beobachtet:

M46 mit NGC 2438

Und da staunte ich nicht schlecht: Erkennt man doch ziemlich schnell, dass sich auf diesem Foto nicht nur ein offener Sternhaufen mit vielen Sternen befindet, sondern auch ein kleiner planetarischer Nebel, NGC 2438. Dieser planetarische Nebel befindet sich wohl eher zufällig in genau der Blickrichtung zum Sternhaufen. Der kleine Nebel ist von uns ca. 2900 Lichtjahre entfernt, der Sternhaufen jedoch 5400 Lichtjahre. (beobachtet hatte ich M46 übrigens schon einmal vor gut 16 Jahren :-) )

 Erst nach Mitternacht zeigten sich dann wieder größere Wolken, so dass ich dann doch beschloss, ins warme Bett zu kriechen.

 


Samstag, 4. Februar 2023

4. Februar: Die Volkssternwarte Paderborn in der Zeitung

 Im Januar veröffentlichte die Neue Westfälische Zeitung die Einladung zur Kometenbeobachtung an der Volkssternwarte Paderborn. Zu dem Artikel gehörte auch ein Foto des Kometen von mir. Obwohl das Wetter überhaupt nicht mitgespielt hatte (es war total bewölkt) hatten sich 29 Menschen auf den Weg in die Sternwarte gemacht, um sich zumindest über den Kometen zu informieren.

Der Kontakt zu uns hatte wohl dem Redakteur der Zeitung so gut gefallen, dass er jetzt einen weiteren Artikel nachgeschoben hat. In der Wochenendeausgabe vom 4./5. Februar ist im Paderborner Lokalteil gleich eine ganze Seite  mit zehn Fotos von Mitgliedern der Sternwarte zu finden, eines schöner als das andere. Auch von mir ist wieder ein Bild dabei, das Bild vom Affenkopfnebel vom 28. Januar.

Die ganze Seite kann ich hier aus Urheberrechtsgründen wohl nicht abbilden, aber ein kleiner Ausschnitt als Zitat wird wohl erlaubt sein:

 aus der Neuen Westfälischen Zeitung vom 4. Februar

Der Artikel in der Zeitung ist inzwischen auch online erschienen, allerdings nur, wenn man dafür zahlen möchte.

Wenn sich jemand für den kompletten Artikel interessiert, kann ich Euch den jedoch sicherlich auch zur Verfügung stellen. Schickt mir einfach eine Mail. (oder noch besser:kauft die Zeitung!)


Sonntag, 22. Januar 2023

23. - 29. Januar 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond von Tag zu Tag zu, am Wochenende erreicht er das Erste Viertel.  Von den hellen Planeten verabschiedet sich Saturn vom Abendhimmel, er zieht in den kommenden Wochen und Monaten hinter der Sonne vorbei und bleibt damit unsichtbar. Dafür wird die helle Venus am Abend immer auffälliger. Jupiter kann bis ca. 22 Uhr im Westen gefunden werden und Mars leuchtet bis gegen 4:30 Uhr vom Himmel. In der Morgendämmerung kann vielleicht auch Merkur im Südosten ca. 45 Minuten vor Sonnenaufgang gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen gefunden werden. Der Komet C/2022 E3 ZTF ist (fast) die ganze Nacht am Himmel zu finden, je höher der Mond im Laufe der Woche am Himmel aufsteigt, desto schwieriger wird es jedoch wohl, seinen Schweif im Fernglas oder Fernrohr zu erkennen. Gegen 19 Uhr steht er jeweils in nördlicher Richtung, am Montag 20° Grad hoch, am Mittwoch 25° und am Sonntag schon über 40° Grad hoch am Himmel. Im Laufe des Abends steigt er dann noch höher auf.

Am Montag, den 23. Januar, geht die Sonne um 8:17 Uhr auf und um 16:57 Uhr unter. Der helle Tag dauert dadurch schon 20 Minuten länger als noch vor einer Woche. Am Abend wird die sehr schmale Mondsichel zum ersten Mal nach Neumond wieder sichtbar sein. Gegen 18 Uhr kann man sie nicht weit entfernt von Venus und Saturn entfernt. Um diese Begegnung zu sehen, ist jedoch eine freie Sicht zum Südwesthorizont notwendig, denn dann stehen alle drei nur etwas über 5° Grad über dem Horizont. Um 17:44 Uhr steigt die ISS genau beim Mond im Westen auf und fliegt bis 17:50 Uhr in maximal 42° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 19:22 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal auf 52° Grad Höhe auf, verschwindet dann jedoch schnell im Erdschatten. Ab 17:30 Uhr bis 19:56 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Europa über die Planetenoberfläche.

Am Dienstag, den 24. Januar, ist die Mondsichel schon zu 12 Prozent beleuchtet und geht um 20:35 Uhr unter. Zwischen 18:31 Uhr und 18:37 Uhr fliegt die ISS in 80° Grad Höhe hoch über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Mittwoch, den 25. Januar, ist der Mond schon zu 20 Prozent beleuchtet und geht kurz nach 22 Uhr unter, er nähert sich Jupiter. Zwischen 17:44 Uhr und 17:50 Uhr fliegt die ISS in maximal 67° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 19:22 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal auf 63° Grad Höhe auf, verschwindet dann jedoch um 19:24 Uhr im Erdschatten. Bei Jupiter stehen alle vier Monde auf der östlichen (linken) Seite.

Am Donnerstag, den 26. Januar, ist der Mond am Abend an Jupiter schon vorbei gezogen, er geht erst um 23:24 Uhr unter. Heute steht Kleinplanet (6)Hebe in Opposition zur Sonne. Der veränderliche Stern Algol (beta Perseus) steht um 23:20 Uhr im Minimum. Um 18:36 Uhr fliegt die ISS genau über unsere Stadt hinweg, vier Minuten vorher steigt sie im Westen steil auf und verschwindet um 18:37 Uhr im Sternbild Zwillinge im Erdschatten.Kleinplanet (6) Hebe (8,8mag) geht in 51' Bogenminuten Abstand an Stern 27 Cancri (5,7mag) vorüber.

Am Freitag, den 27. Januar, ist der Mond am Abend zu gut 40 Prozent beleuchtet und geht erst nach Mitternacht unter. Gegen 19:14 Uhr bedeckt er einen 6,3mag hellen Stern. Außerdem zeigt er maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht weitab vom Rand. Zwischen 17:44 Uhr und 17:50 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal (fast) genau über unsere Stadt hinweg, den Zenit erreicht sie um 17h:47m:21s. Um 19:22 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal auf 65° Grad Höhe auf, verschwindet dann jedoch um 19:24 Uhr im Erdschatten. Von 18:00 Uhr bis 20:14 Uhr zieht Jupitermond Io vor dem Planeten vorüber, Ios Schatten wandert von 19:10 Uhr bis 21:22 Uhr über die Planetenscheibe. Um 21:10 Uhr beginnt auch ein Durchgang von Ganymed vor dem Planeten.

Am Samstag, den 28. Januar, erreicht der Mond um 16:19 Uhr das Erste Viertel. Er hat dann eine Höhe von 45° Grad am Himmel und sollte bei der tiefstehenden Sonne schon am Himmel zu finden sein. Um 22:03 Uhr bedeckt er den 6,0mag hellen Stern 29 Ari. Zwischen 18:31 Uhr und 18:37 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in über 80° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 29. Januar, ist der Mond am Abend schon zu 60 Prozent beleuchtet, er geht erst am Montag nach 3:00 Uhr unter. Zwischen 17:43 Uhr und 17:50 Uhr fliegt die ISS noch ein weiteres Mal genau über unsere Stadt hinweg, den Zenit erreicht sie um 17h:46m:48s. Um 19:20 Uhr steigt die ISS im Westen noch einmal auf, verschwindet dann jedoch um 19:24 Uhr schon in fast südlicher Richtung in 43° Grad Höhe im Erdschatten.

Sonntag, 11. Dezember 2022

12. - 18. Dezember 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond langsam ab und zieht sich vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten ist Mars die ganze Nacht zu sehen, am frühen Abend im Osten, um Mitternacht herum steht er hoch im Süden. Jupiter steht abends im Süden und geht nach Mitternacht im Westen unter, Saturn kann am frühen Abend noch im Südwesten gefunden werden, er geht nach 20:00 Uhr unter. Die ISS kann gegen Ende der Woche bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden. Der Komet C/2022 E3 ZTF ist am besten in den frühen Morgenstunden zu beobachten, da er gegen 7 Uhr schon über 40° Grad hoch am Himmel steht. Er bewegt sich langsam in der nördlichen Krone immer weiter nach Norden hoch.

Am Montag, den 12. Dezember, geht die Sonne um 8:23 Uhr auf und um 16:14 Uhr unter. Der helle Tag dauert bei uns also keine acht Stunden mehr. Der abnehmende Mond geht um ca. 20 Uhr auf und ist noch zu 82 Prozent beleuchtet. Um 17:15 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe ((bis 19:29), Ios Schatten fällt von 18:36 Uhr bis 20:49 Uhr auf den Planeten.

Am Dienstag, den 13. Dezember, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, so dass wir auch auf seinen Südpol sehen können. Um 2:23 Uhr endet am oberen dunklen Rand des Mondes eine Bedeckung eines 6,1mag hellen Sternchens. Um 17:58 Uhr endet eine Verfinsterung von Jupitermond Io, gleichzeitig beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Europa, diese geht bis 20:35 Uhr, um 20:49 Uhr tritt Europa jedoch in den Schatten von Jupiter und wird wieder unsichtbar (bis 23:15 Uhr). Der Sternschnuppenstrom der Geminiden zeigt heute sein Maximum. Um 21:07 Uhr geht jedoch der zu 75 Prozent beleuchtete Mond auf und wird durch sein helles Licht viele Sternschnuppen verschlucken.

Am Mittwoch, den 14. Dezember, geht der Mond um 22:19 Uhr im Sternbild Löwe auf. Vorher kann vielleicht noch die eine oder andere "deep-sky"-Beobachtung gelingen.

Am Donnerstag, den 15. Dezember, findet von 20:04 Uhr bis 23:00 Uhr ein Durchgang von Ganymed vor der Jupiterscheibe statt, wenn Ganymeds Schatten auf Jupiter fällt, ist er bei uns jedoch schon untergegangen. Der veränderliche Stern Algol steht ab 23:10 Uhr im Minimum. In dieser Nacht fliegt laut "Sterne und Weltraum" (Ausgabe 12/2022, S. 47) der Asteroid 2015 RN35 in weniger als doppeltem Mondabstand an der Erde vorbei, er erreicht dabei eine Helligkeit von 13,3mag, er bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 90 Bogensekunden pro Minute vom Sternbild Einhorn in das Sternbild Hase.

Am Freitag, den 16. Dezember, ist die ISS erstmalig wieder mit einer Morgensichtbarkeitsperiode zu sehen. Zwischen 7:26 Uhr und 7:32 Uhr fliegt sie in nur 12° Grad Höhe über unseren südöstlichen Himmel hinweg. Um 9:56 Uhr erreicht der Mond exakt das Letzte Viertel, vielleicht ist er dann ja sogar noch im Südwesten zu sehen. Am Abend geht er erst nach Mitternacht auf.

Am Samstag, den 17. Dezember, geht der Mond um 0:44 Uhr im Sternbild Jungfrau auf. In seinem dunklen Teil kann man jetzt und in den nächsten Tagen das Erdlicht schimmern sehen. Zwergplanet (1)Ceres (8,4mag) steht gegen 7:00 Uhr nur 1' Bogenminute entfernt vom Stern 12 Vir (5,8mag). Am Abend kann bei Jupiter ab ca. 21 Uhr der "Große Rote Fleck" (GRF) im Fernrohr beobachtet werden. Es stehen zwei Monde links, zwei Monde rechts.

Am Sonntag, den 18. Dezember, 4. Advent, geht der Mond um 2:00 Uhr auf. Um 7:00 Uhr kommt zu einer nahen Begegnung mit dem Sterns Theta Vir (4,5mag). Zu einer Bedeckung kommt es nur im Südwesten Deutschlands. Auch zeigt der Mond heute früh maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht weitab vom Rand. Die ISS fliegt zwischen 7:25 Uhr und 7:30 Uhr in maximal 24° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg, noch deutlich unterhalb des Mondes. Am Abend kommt es ab 21:52 Uhr zu einer Bedeckung von Jupitermond Io.

Sonntag, 20. November 2022

21. - 27. November 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächten eignen sich gut zur Beobachtung von lichtschwachen "deep-sky"-Objekten am Himmel. Von den hellen Planeten sind Saturn bis gegen 22:00 Uhr und Jupiter bis gegen 1:45 Uhr gut zu beobachten, Mars ist sogar fast die ganze Nacht über sichtbar. Mit Fernglas oder Fernrohr können auch Uranus (die ganze Nacht) und Neptun (bis gegen 1:00 Uhr) gefunden werden. Die ISS ist bei morgendlichen Überflügen sichtbar. Der Komet C/2022 E3 ZTF kann am Abend bei klarer Sicht nach Westen bis gegen 19 Uhr gefunden werden und wieder am Morgen im Osten ab ca. 5:00 Uhr, ob er wohl noch heller wird als auf meinem letzten Foto? Die ISS ist bei abendlichen Überflügen sichtbar.

Am Montag, den 21. November, geht die Sonne um 7:54 Uhr auf und um 16:27 Uhr unter. Der helle Tag dauert also gerade noch 8 1/2 Stunden. Die nur noch zu zehn Prozent beleuchtete Mondsichel geht um 4:25 Uhr auf, sie steht dicht oberhalb von Spica in der Jungfrau. Die ISS fliegt zwischen 17:53 Uhr und 17:57 Uhr in maximal 22° Grad Höhe unterhalb von Saturn und Jupiter von Südwest nach Ost über unseren Abendhimmel. Bei Jupiter stehen am Abend zwei Monde links, zwei Monde rechts. Kleinplanet (324)Bamberga steht heute in Opposition zur Sonne, sie erreicht eine Helligkeit von 8,9mag.

Am Dienstag, den 22. November, geht die nur noch zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel um 5:48 Uhr auf, ob sie bei uns wohl noch sichtbar wird?  Die ISS fliegt am Abend zwischen 17:06 Uhr und 17:10 Uhr in nur 16° Grad Höhe maximal von Südwest nach Ost über Himmel in der Abenddämmerung. Ein zweites Mal ist sie kurz im Westen aufsteigend zwischen 18:40 Uhr und 18:43 Uhr zu sehen, sie steigt auf eine Höhe von 50° Grad im Süden auf, wo sie dann im Erdschatten verschwindet. Bei Jupiter stehen heute alle vier galiläischen Monde auf der linken, östlichen Seite.

Am Mittwoch, den 23. November, ist Neumond (exakt um 23:57 Uhr). Die ISS fliegt zwischen 17:52 Uhr und 17:57 Uhr in maximal 41° Grad Höhe oberhalb von Saturn und Jupiter von Südwest nach Ost über unseren Abendhimmel.

Am Donnerstag, den 24. November, fliegt die ISS zwischen 17:02 Uhr und 17:10 Uhr in maximal 30° Grad Höhe knapp oberhalb von Saturn und Jupiter über unseren Himmel. Ein zweites Mal ist sie kurz im Westen aufsteigend zwischen 18:39 Uhr und 18:43 Uhr zu sehen, sie steigt auf eine Höhe von 70° Grad im Südwesten auf, wo sie dann im Erdschatten verschwindet. Bei Jupiter stehen am Abend zwei Monde links, zwei Monde rechts.

Am Freitag, den 25. November, fliegt die ISS zwischen 17:52 Uhr und 17:56 Uhr in maximal 66° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Bei Jupiter wird ab 21:45 Uhr Mond Io bedeckt und ab 23:37 Uhr Mond Europa bedeckt. Der veränderliche Stern Algol erreicht um 21:30 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Samstag, den 26. November, könnte der Mond ganz tief im Südwesten erstmalig wieder sichtbar sein. Seine Sichel ist zu 11 Prozent beleuchtet, er geht um 18:11 Uhr unter. Die ISS fliegt zwischen 17:03 Uhr und 17:10 Uhr in maximal 52° Grad Höhe über unseren Himmel. Ein zweites Mal ist sie kurz im Westen aufsteigend zwischen 18:39 Uhr und 18:43 Uhr zu sehen, sie steigt auf eine Höhe von 72° Grad noch im Westen auf, wo sie dann im Erdschatten verschwindet. Um 19:00 Uhr beginnt ein Durchgang von Jupitermond Io vor der Planetenscheibe (bis 21:14 Uhr), von 20:15 Uhr bis 22:29 Uhr wandert Ios Schatten über den Planeten.

Am Sonntag, den 27. November, Erster Advent, fliegt die ISS zwischen 17:51 Uhr und 17:56 Uhr mit maximal 86° Grad Höhe fast genau durch unseren Zenit über unseren Abendhimmel hinweg. Der zu 19 Prozent beleuchtete Mond geht um 19:31 Uhr im Südwesten unter. Um 18:07 Uhr beginnt ein Durchgang von Mond Europa vor der Jupiterscheibe (bis 20:39 Uhr), da gleichzeitig Mond Io bis 19:38 Uhr verfinstert wird, sind dann nur die Monde Ganymed und Kallisto zu sehen. Europas Schatten wandert von 20:37 Uhr bis 23:05 Uhr über den Planeten, ab 22:15 Uhr wird Mond Ganymed von Jupiter bedeckt.

Donnerstag, 17. November 2022

16. November 2022: Noch einmal Komet C/2022 E3 ZTF

 Am 16. November hatte ich Glück und konnte in einer Wolkenlücke am frühen Abend noch einmal den Kometen C/2022 E3 ZTF fotografieren.  Im Vergleich zu den Bildern vom Oktober scheint er inzwischen etwas heller geworden zu sein. Bei "heavens-above" wird zur Zeit eine Helligkeit von 9,7mag angegeben. Nach meinem Gefühl scheint er noch ein kleines bisschen heller zu sein.

Hier das Foto, mit meiner Vespera Beobachtungsstation knapp 20 Minuten belichtet:

Komet C/2022 E3 ZTF am 16. November um 18:20 MEZ

Der Schweif ist auf alle Fälle gegenüber Oktober ein Stückchen größer geworden, und er sieht etwas gebogener aus. Im Moment ist es der hellste Komet an unserem Sternenhimmel. Ein nettes kleines Schmuckstück.

Der Komet bleib auch noch in den kommenden Tagen (Wochen) ziemlich stabil an seinem Platz dicht unterhalb des Sternbildes "Nördliche Krone", im oberen Teil des Sternbilds Schlange, genauer im "Schlangenkopf", Serpens Caput. Am 11. Dezember wird der Komet erst richtig in das Sternbild "nördliche Krone" wechseln und dann langsam, aber stetig weiter nördlich Positionen aufsuchen, um Ende Januar dann im Sternbild "Kleiner Bär" zu stehen.

Für uns Beobachter auf der Nordhalbkugel ist das natürlich ideal, weil der Komet dann bei uns "Zirkumpolar" wird, also nachts gar nicht mehr untergeht.

Jetzt ist der Komet bis etwa Mitte/Ende Dezember noch gut am frühen Abend zu beobachten, außerdem zusätzlich am Morgen vor Sonnenaufgang. Am 12. Januar erreicht er seinen sonnennächsten Punkt, dann ist er auch wieder am Abend zu sehen. Anfang Februar erreicht er die größte Nähe zur Erde und sollte dann noch einmal um ein paar Größenklassen heller werden. Vielleicht erreicht er sogar 6mag, dann wäre er unter richtig dunklem Winterhimmel ohne künstliches Streulicht vielleicht sogar mit bloßem Auge sichtbar.

Sonntag, 6. November 2022

7. - 13. November 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Vollmond. Sein helles Licht macht die Beobachtung von lichtschwachen "deep-sky"-Objekten schwierig. Hoffen wir, dass wenigstens das Wetter mitspielt, was jetzt im November jedoch oft schwierig wird. Von den hellen Planeten sind wie in den Vorwochen Saturn (bis ca. 22:30 Uhr), Jupiter (bis ca. 2:30 Uhr) und Mars gut zu beobachten. Auch die Fernglasplaneten Uranus und Neptun (bis ca. 1:30 Uhr) können gefunden werden. Und es gibt viele weitere Ereignisse, die eine Beobachtung lohnen. Die ISS beendet leider in dieser Woche eine morgendliche Sichtbarkeitsperiode. Aber vielleicht gelingt ja auch noch einmal ein Foto vom Kometen C/2022 E3 ZTF. Dieser ändert seine Position unterhalb der nördlichen Krone nur wenig und ist bis ca. 20 Uhr und dann wieder ab 5 Uhr zu sehen.

Am Montag, den 7. November, ist die ISS gegen 6:02 Uhr kurz und tief am südlichen Morgenhimmel unterhalb von Sirius zu sehen. Die Sonne geht um 7:30 Uhr auf und um 16:47 Uhr unter. Der helle Tag dauert also nur noch wenig über neun Stunden. Die Vollmondnacht beginnt mit dem Aufgang des Mondes um 16:26 Uhr, er geht am nächsten Morgen um 7:32 Uhr unter.

Am Dienstag, den 8. November, kann die ISS um 5:15 Uhr letztmalig in dieser Sichtbarkeitsperiode kurz im Süden in maximal 12° Grad Höhe gesichtet werden. Der Mond erreicht exakt um 12:02 Uhr seine Vollmondposition. Es kommt sogar zu einer totalen Mondfinsternis. Diese ist jedoch nur in Amerika und Asien zu sehen. Europa geht diesmal leer aus, der Mond steht zu dieser Zeit bei uns ja tief unter dem Horizont. Bei uns geht der immer noch volle Mond um 16:42 Uhr auf, um Mitternacht steht er ca. 57° Grad hoch am Himmel. Bei Saturn steht am Abend der Mond Dione in westlicher Elongation.

Am Mittwoch, den 9. November, zieht der Mond am Abend durch das "goldene Tor" der Ekliptik, also zwischen den Hyaden und den Plejaden hindurch. Er ist immer noch zu 98 Prozent beleuchtet und überstrahlt alles in seiner Nähe. Um 20:41 Uhr beginnt und um 21:41 Uhr endet eine Bedeckung von 37 Tauri (4,5mag), der Stern taucht dann am dunklen Mondrand in der Nähe des Mare Crisium wieder auf. Der Planet Uranus steht heute in Opposition zur Sonne. Bei Saturn stehen die Monde Dione und Tethys in östlicher Elongation. Um 23:38 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Io.

Am Donnerstag, den 10. November, nähert sich der immer noch zu 94 Prozent beleuchtete Mond (Aufgang 17:32 Uhr) allmählich dem Mars. Der Meteorstrom der Tauriden erreicht heute sein Maximum, durch den hellen Mond wird von ihnen aber wohl nicht viel zu sehen sein. Um 20:43 Uhr und um 21:54 Uhr enden zwei Sternbedeckungen von einem 6,3mag und einem 5,6mag hellen Stern. Um 20:52 Uhr (bis 23:05 Uhr) beginnt ein Durchgang von Jupitermond Io vor der Planetenoberfläche, ab 21:54 Uhr (bis 0:08 Uhr) wandert Ios Schatten über den Planeten. Exakt um 23h:35m:28s soll die ISS vor dem Mond vorbeifliegen. Da die ISS sich jedoch im Erdschatten befindet, ist sie dunkel und vor bzw. nach dem Mond-Transit nicht zu sehen. Ob trotzdem eine Beobachtung möglich sein wird? Der Transit dauert weniger als eine Sekunde! Der Zeitpunkt ist für meinen Garten gerechnet, für andere Orte können die exakten Transitzeiten auf dieser Webseite berechnet werden.

Am Freitag, den 11. November, Martinstag, ist der Mond an Mars vorbeigezogen, um 19 Uhr beträgt der Abstand 3,4°, also etwa 7 Monddurchmesser. Der Mond geht um 18:02 Uhr auf. Bei Jupiter stehen zunächst alle vier galiläischen Monde auf der westlichen Seite, ab 18:05 Uhr wird Io bedeckt (bis 21:19 Uhr), ab 18:42 Uhr (bis 23:21 Uhr) Europa, zwischenzeitlich sind dann nur Ganymed und Kallisto zu sehen.

Am Samstag, den 12. November, steht der Mond schon im Sternbild Zwillinge. Er ist zu 82 Prozent beleuchtet und geht um 18:52 Uhr auf. Der Planetoid (27) Euterpe steht heute in Opposition zur Sonne und wird ca. 8,8mag hell. Um 17:33 Uhr endet ein Durchgang von Jupitermond Io vor dem Planeten, bis 18:24 Uhr fällt Ios Schatten auf die Jupiterscheibe. Bei Saturn steht heute der Mond Tethys um 18:45 Uhr in westlicher und die Monde Dione (um 18 Uhr), Rhea (um 20 Uhr) und Titan (21 Uhr) in östlicher Elongation. In Bochum findet heute die berühmte "Bochumer Herbsttagung der Amateurastronomen" mit elf hochinteressanten Vorträgen statt. Das genaue Programm der Tagung finden Sie hier.

Am Sonntag, den 13. November, verspätet sich der Mondaufgang um eine weitere Stunde, er geht heute erst um 19:50 Uhr auf und ist zu 75 Prozent beleuchtet. Zwischen 19:23 Uhr und 21:57 Uhr wird Jupitermond Ganymed durch den Schatten des Planeten Jupiters verfinstert.


Freitag, 4. November 2022

2. November 2022: Vieles passiert am Himmel

 Am Abend des 2. November 2022 war es zunächst klar, so dass ich meine Ausrüstung einmal mehr auf die Terrasse geschleppt habe und Beobachtungen am Sternenhimmel unternommen habe. 

Am einfachsten war natürlich der Mond zu beobachten:

Der Mond am 2. November um 19:43 Uhr MEZ

Der Mond war zu 67 Prozent beleuchtet. Er ging kurz vor Mitternacht unter.

Zuvor entstand dieses Foto vom Kometen C/2022 E3 ZTF. Er scheint gegenüber der letzten Aufnahme vom 9. Oktober in der Tat etwas heller geworden zu sein. Trotzdem bleibt er nur ein fotografischer Komet. Mit dem bloßen Auge lässt sich auch im Fernrohr noch kein Schweif erkennen.

C/2022 E3 ZTF am Abendhimmel

Die Streifen auf dem Foto entstanden wahrscheinlich durch durchziehende Schleierwolken am Himmel. Für dieses Bild wurden von meiner Vespera Beobachtungsstation 128 Einzelbilder mit insgesamt 1280 Sekunden Belichtungszeit (gleich 21 Minuten und 20 Sekunden) gestackt.

Trotz des hellen Mondlichts habe ich mich getraut, lichtschwache Galaxien im Sternbild Widder abzulichten. Au dem folgenden Bild kann man zum einen in der Bildmitte die Galaxien NGC 877 und NGC 876 erkennen, sowie etwas rechts oberhalb davon NGC 870 und NGC 871:

Zwei Galaxienpaare im Sternbild Widder

 NGC 877 und NGC 876 sind ca. 175 Millionen Lichtjahrte von uns entfernt, die beiden Galaxien haben jeweils einen Durchmesser von ca. 100.000 Lichtjahren, sind also in etwa so groß wie unsere Milchstrasse. Diese Galaxien sind miteinander gravitativ verbunden.

NGC 870 und NGC 871 stehen dagegen nur zufällig dicht nebeneinander. NGC 871 ist etwa soweit entfernt wie auch NGC 876 und 877, NGC 870 dagegen ist ca. 750 Millionen Lichtjahre entfernt.

NGC 877 hat eine Helligkeit von etwa 12,5mag, NGC 876 nur von 16mag, NGC 871 von 13,6mag und NGC 870 auch nur von 16mag.

Die Belichtungszeit dieses Bildes betrug 1930 Sekunden, also etwas über 32 Minuten. Gerne hätte ich diese Galaxien noch etwas länger belichtet, doch da machten mir die Wolken einen Strich durch die Rechnung.

Hauptziel von mir war an diesem Abend aber eigentlich die Beobachtung der großen Planeten. Hier ein Bild von Neptun:

Neptun (der hellere "Stern" zum rechten Rand hin)

Neptun hat eine Helligkeit von ca. 7,8mag und ist auf halber Höhe zum rechten Bildrand hin zu finden. Der helle Stern etwas links oberhalb von Neptun hat eine Helligkeit von 7,2mag, während die Sterne der leicht geschwungenen "Viererkette" oberhalb von Neptun bei 10 bis 11mag liegen.

Dass der Himmel immer wieder von dunstigen Hochnebel- oder Schleierwolken durchzogen wurde, hat diesen Beobachtungsabend nicht einfacher gemacht. So habe ich zwischendurch, als in Richtung Ekliptik kaum etwas zu sehen war, die Vespera Beobachtungsstation einfach mal auf den Nordamerikanebel hoch im Zenit geschwenkt:

NGC 7000, Nordamerikanebel

Dieses Bild wurde ca. 45 Minuten belichtet.

Nicht weit vom Nordamerikanebel entfernt findet sich der planetarische Nebel NGC 7027. Im Karkoschka wird er als punktförmig erwähnt. in großes Teleskopen sieht er jedoch phantastisch aus und  trägt zurecht auch Namen wie "Rosa Kissen Nebel", "Sugar Pops nebula" oder auch "Fliegender Teppich-Nebel". Im nachfolgenden Bild habe ich ihn durch einen Kreis gekennzeichnet:

NGC 7027

Hier auch noch zwei Bilder von Saturn und Jupiter mit einiger ihrer Monde:

Saturn mit Rhea (oberhalb), Dione (rechts) und Titan (ganz rechts)

Jupiter mit (v.l.n.r.) Kallisto, Europa, Ganymed und Io

Auf dem ersten Bild habe ich Saturn stark überbelichtet, damit die Monde Rhea und Dione (beide ca. 10mag) noch sichtbar werden. Bei Jupiter habe ich dagegen so belichtet,  dass einerseits die Streifen auf Jupiter noch sichtbar sind, aber auch die Monde gerade noch zu erkennen sind.

Bei Jupiter sind an dem Abend die Monde Europa und Ganymed ab 21:45 Uhr vor der Jupiterscheibe entlang gewandert. Ab 23:30 Uhr sollte dann Europas Schatten und später auch der von Ganymed über die Scheibe wandern. Leider war es dann jedoch bei uns so stark bewölkt, dass keine sinnvolle Beobachtung mehr möglich war.

Hier nun vier weitere Jupiterbilder, die auf eine etwas andere Weise entstanden sind. Mit meiner speziellen Astrokamera (eine ZWO ASI178MC), die ich an mein Teleskop angeschlossen hatte, habe ich kleine Videos von zwei Minuten aufgenommen. Jedes Video enthält dann viele tausend Einzelbilder, von denen per Software automatisch die besten 10 bis 25 Prozent gestackt (also übereinander gelegt) werden. Das entstandene Summenbild wird dann anschließend noch geschärft. Ich habe hierfür mit verschiedenster Software gearbeitet (Planetary System Stacker, autostakkeert, Registax). Ganz zufrieden bin ich mit meinen Ergebnissen noch nicht. Mal ist die Schärfung zu übertrieben, manchmal zu sanft. einige der Videos waren auch wegen der vielen Wolken gar nicht zu gebrauchen. Doch hier nun eine kleine Auswahl von vier Bildern:

Jupiter um 20:29 Uhr MEZ

 
Jupiter um 21:08 Uhr MEZ

Jupiter um 21:51 Uhr MEZ

Jupiter um 22:14 Uhr MEZ

Man kann schön erkennen, wie die Jupitermonde Europa und Ganymed sich auf der linken Seite vor die Planetenscheibe drehen und Io auf der rechten Seite hinter dem Planeten verschwindet. Auch kann man durch die Bewegung des Großen Roten Flecks die Rotation des Jupiters erkennen. Schade, dass es dann zu bewölkt wurde und keine Aufnahme der Schatten von Europa oder gar Ganymed auf dem Planeten fotografiert werden konnten.


Sonntag, 16. Oktober 2022

17. - 23. Oktober 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche zieht sich der abnehmende Mond weiter vom Nachthimmel zurück, die Nächte eignen sich immer besser zur Beobachtung lichtschwacher "deep-sky"-Objekte. Versuchen Sie doch einmal, wenn Sie ein Fernrohr besitzen, den Kometen C/2022 E3 ZTF im Sternbild Krone in westlicher Richtung zu finden. Der Komet dürfte bis ca. 23 Uhr am Abend zu sehen sein. Von den hellen Planeten endet die günstige Morgensichtbarkeit von Merkur in dieser Woche. Am Abend ist Saturn bis gegen 1:00 Uhr zu sehen, der helle Jupiter bis gegen 5:30 Uhr und Mars ab 21:00 Uhr im Osten. Die ISS beginnt gegen Ende der Woche eine neue Morgensichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 17. Oktober, endet um 5:25 Uhr die Bedeckung eines kleinen 6,5mag schwachen Sternchens am dunklen Mondrand. Später geht die Sonne um 7:52 Uhr auf und um 18:27 Uhr unter, der helle Tag ist also schon wieder 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond erreicht heute um 19:16 Uhr exakt das Letzte Viertel, dann steht er bei uns jedoch noch unter dem Horizont, er geht erst um 23:05 Uhr auf. Um 23:29 Uhr beginnt eine Bedeckung von Jupitermond Europa.

Am Dienstag, den 18. Oktober, endet um 1:13 Uhr eine Bedeckung des Stern 4 Cnc (6,3mag) am dunklen Mondrand. Um 22:04 Uhr beginnt ein Durchgang von Jupitermond Io vor dem Planeten (bis 0:17 Uhr), Ios Schatten fällt von 22:38 Uhr bis 0:52 Uhr auf den Planeten. Der Mond geht heute erst nach Mitternacht auf. Der Kleinplanet (230) Athamantis erreicht heute seine Oppositionsstellung und ist 10,1mag hell.

Am Mittwoch, den 19. Oktober, geht der abnehmende Mond (zu ca. 37 Prozent beleuchtet) um 0:15 Uhr auf. Er zeigt maximale Libration in Breite, so dass wir auch auf seinen Südpol  schauen können. Um 18:39 Uhr endet bei Jupiter ein Durchgang von Ganymed, sein Schatten ist noch bis 21:05 Uhr auf der Planetenscheibe zu sehen. Ab 19:19 Uhr (bis 21:49) wandert auch Europas Schatten über den Planeten. Da Io bis 22:05 Uhr verfinstert wird, kann man bei Jupiter bis zum Wiedererscheinen von Europa neben dem Planeten um 20:39 Uhr nur zwei Monde und zwei Schatten sehen. Bei Saturn steht heute Abend Mond Titan in westlicher Elongation.

Am Donnerstag, den 20. Oktober, geht in der Frühe der zu 28 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Löwe um 1:28 Uhr auf. Die ISS kann heute früh zwischen 6:50 Uhr und 6:57 Uhr in maximal 10° Grad Höhe im Südosten gesehen werden. Am Abend endet um 18:43 Uhr ein Durchgang von Jupitermond Io vor der Planetenscheibe, Ios Schatten fällt noch bis 19:21 Uhr auf den Planeten.

Am Freitag, den 21. Oktober, geht in der Frühe der nur noch zu 19 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Löwe um 2:43 Uhr auf. Am Abend steht Saturnmond Dione in östlicher Elongation, bei Jupiter ist um ca. 21 Uhr der Große Rote Fleck günstig zu beobachten.

Am Samstag, den 22. Oktober, geht die nur noch zu 12 Prozent beleuchtete Mondsichel um 3:58 Uhr auf. Die ISS kann heute früh zwischen 6:50 Uhr und 6:56 Uhr immerhin in bis zu 20° Grad Höhe im Südosten gesehen werden. Am Abend stehen bei Jupiter zwei Monde rechts, zwei Monde links. Saturnmond Tethys steht am Abend in westlicher Elongation.

Am Sonntag, den 23. Oktober, zeigt der Mond in der Frühe maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht fernab vom Rand. Die Mondsichel geht um 5:14 Uhr auf und ist nur noch zu 6 Prozent beleuchtet. Saturnmond Tethys steht am Abend in östlicher Elongation.