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Sonntag, 28. Mai 2023

29. Mai - 4. Juni 2023: Der Himmel über Bad Lippspringe

 

 In dieser Woche haben wir am Sonntag Vollmond, die ohnehin kurzen Nächte eignen sich also nicht für Beobachtungen lichtschwacher Objekte am Himmel, ohnehin wird es in den Nächten gar nicht mehr "astronomisch dunkel", im Norden bleibt die ganze Nacht über ein heller Dämmerungsschein zu sehen, da die Sonne in dieser Woche nur noch 16-17° Grad unter den Horizont absinkt. Von den hellen Planeten bleibt die Venus (-4,2mag) als Abendstern am besten sichtbar, sie geht gegen 0:45 Uhr unter. Sie nähert sich immer mehr dem Planeten Mars (1,6mag), der um 1:15 Uhr untergeht. In der Frühe ist ab etwa 2:30 Uhr der Planet Saturn (1,0mag) am Morgenhimmel zu finden. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Pfingstmontag, den 29. Mai, geht die Sonne um 5:16 Uhr auf und um 21:29 Uhr unter. Der zu 71° Prozent beleuchtete Mond erreicht bereits vor Sonnenuntergang, um 21 Uhr seine größte Höhe über dem Horizont. Er geht am nächsten Morgen um 3:19 Uhr unter, kurz vorher kann noch der "goldene Henkel" beim Mond beobachtet werden.

Am Dienstag, den 30. Mai, geht Mars (1,6mag) in nur 10' Bogenminuten Abstand an nü Cancri (5,5mag) vorüber. Der Mond ist heute Abend schon zu 80 Prozent beleuchtet. Kleinplanet (1)Ceres (8,1mag) geht in dieser Nacht n nur 5,5' Bogenminuten Abstand am Stern HIP58616 (6,9mag) vorüber.

Am Mittwoch, den 31. Mai, steht der Mond abends bereits östlich von Spica in der Jungfrau, er ist zu 87 Prozent beleuchtet.

Am Donnerstag, den 1. Juni, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nahe am Rand. Mars steht heute Abend direkt vor dem Sternhaufen M44, der Praesepe. Kleinplanet (20)Massalia (10,5mag) steht heute dicht beim offenen Sternhaufen NGC 6469.

Am Freitag, den 2. Juni, nähert sich der Mond dem Sternbild Skorpion, er ist schon zu 97 Prozent beleuchtet, er geht gegen 20 Uhr im Südosten auf. Mars steht heute Abend mitten im offenen Sternhaufen der Praesepe (M44) im Sternbild Krebs. Diesen Anblick im Fernglas sollte man sich unbedingt gönnen. Asteroid (40)Harmonia steht heute  Nacht bei der Galaxie M105. An diesem Freitag gibt es wieder eine öffentliche Veranstaltung an der Volkssternwarte Paderborn. Unter dem Thema "Fragerunde: Uns geht ein Licht auf" werden Martin Otte und ich uns bemühen, auf alle (astronomischen) Fragen, die sie haben, eine Antwort zu finden. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Am Samstag, den 3. Juni, steht der Mond am Abend nur mit einen Monddurchmesser Abstand oberhalb von Antares, dem hellsten Stern des Skorpion. Im Fernglas sicherlich ein reizvoller Anblick, genauso wie der Planet Mars, der heute den Sternhaufen Praesepe verlässt.

Am Sonntag, den 4. Juni, ist exakt um 5:41 Uhr Vollmond, da ist er bei uns jedoch schon seit einer knappen Stunde (4:48 Uhr) untergegangen. Am Abend geht der dann schon wieder abnehmende, aber immer noch zu 99 Prozent beleuchtete Mond um 22:48 Uhr auf. Um ca. 15:32 Uhr kommt es in einem Streifen von Lippstadt über Paderborn, im südlichen  Bad Lippspringe, unser Feldmark hin nach Altenbeken und Nieheim zu einem Transit der ISS vor der Sonne. Genaue Daten dazu gibt es auf  https://iss.vierwandfrei.de/.

Samstag, 6. April 2019

8. - 14. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche nimmt der Mond immer weiter zu und bestimmt zunehmend den Nachthimmel. Von den hellen Planeten ist am Abend immer noch Mars zu sehen, er geht jedoch bald nach Mitternacht unter. Jupiter geht  gegen 2:00 Uhr auf und Saturn noch vor 4:00 Uhr. Die ISS ist nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 8. April, geht die Sonne um 6:45 Uhr auf und um 20:10 Uhr unter. Der helle Tag dauert also fast eine halbe Stunde länger als noch vor einer Woche. Die zu 12 Prozent beleuchtete Mondsichel nähert sich im Sternbild Stier dem Planeten Mars. Der Mond zeigt maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Er geht um 23:39 Uhr unter.

Am Dienstag, den 9. April, ist der Mond bereits an Mars und Aldebaran vorbei gezogen und geht erst nach Mitternacht unter.

Am Mittwoch, den 10. April, ist der Mond am Abend zu 30 Prozent beleuchtet. Kleinplanet Pallas (7.9mag) geht nur 2' Bogenminuten östlich an eta Bootis (2.8mag) vorüber. Außerdem steht Pallas heute in Opposition.

Am Donnerstag, den 11. April, steht der zu 40 Prozent beleuchtete Mond bereits im Sternbild Zwillinge.

Am Freitag, den 12. April, gibt es in der Frühe um 3:33 Uhr im Nordwesten (Azimut 289° Grad) in 29° Grad Höhe einen -2mag hellen Iridiumflare. Am Abend erreicht der Mond exakt um 21:06 Uhr das Erste Viertel. Mars (1.5mag) geht nur 23' Bogenminuten nördlich an kappa Tauri (4.4mag) vorüber.

Am Samstag, den 13. April,  geht der Mond am Morgen erst kurz vor 4:00 Uhr unter. Heute Abend geht der Mars dicht (Abstand 12' Bogenminuten) nördlich an ny Tauri (4.4mag) vorbei. Der Mond streicht dabei über den offenen Sternhaufen "Praesepe" im Krebs und bedeckt dabei um 21:30 Uhr und um 23:05 Uhr schwach leuchtende Sternchen von 6-7mag.

Am Sonntag, den 14. April, geht der Mond gegen 4:35 Uhr unter. Am Abend gibt es um 23:15 Uhr im Nordwesten zwischen Leier und Drache (Höhe 29° Grad, Azimut 49° Grad) einen Iridiiumflare von -4mag. Kleinplanet Juno (9.8mag) geht in 21' Bogenminuten Abstand an 133 Tauri (5.2mag) vorüber. Um 21:20 Uhr bedeckt der Mond den Stern 8 Leonis (5.9mag).

Samstag, 6. Juni 2015

8. - 14. Juni: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der Mond leuchtet in dieser Woche nur noch in der zweiten Nachthälfte. Von den großen Planeten sind abends im Westen Venus und Jupiter zu sehen, Saturn steht abends im Südosten. Die ISS ist noch bei abendlichen Überflügen zu beobachten.

Am Montag, den 8. Juni, kommt es in der Frühe um 3:04 Uhr zu einem Minimim des veränderlichen Sterns Algol im Perseus. Die Sonne geht um 5:08 Uhr auf und um 21:40 Uhr unter. Gegenüber der letzten Woche ist der helle Tag nur noch geringfügig länger geworden, am Morgen um 6 Minuten und am Abend ebenfalls um sechs Minuten. Ab 22:44 Uhr steigt die ISS im Westen hoch hinauf, um um 22:46 Uhr direkt durch den Zenit, also direkt über  Bad Lippspringe hinweg zu fliegen. Ein weiterer Überflug findet nach Mitternacht um 00:22 Uhr (Höhe 49° Grad) statt.

Am Dienstag, den 9. Juni, erreicht der Mond um 17:42 Uhr das Letzte Viertel. Er geht jedoch erst am Mittwoch gegen 1:55 Uhr auf. Die ISS fliegt um 23:29 Uhr in 67° Grad Höhe über unseren Südhimmel entlang.

Am Mittwoch, den 10. Juni, erreicht die ISS um 22:36 Uhr eine Höhe von 82° Grad, fliegt also noch einmal fast genau über unsere Stadt hinweg.Beim nächsten Überflug um 12 Minuten nach Mitternacht erreicht sie nur noch eine Höhe von 32° Grad über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 11. Juni, beginnt um 23:15 Uhr ein Schattendurchgang des Mondes Europa auf der Jupiterscheibe. Direkt danach, um 23:19 Uhr fliegt die ISS in 46° Grad Höhe über unseren Südhimmel hinweg.

Am Freitag, den 12. Juni,  erreicht um 3:12 Uhr der Kleinplanet Pallas (9,4mag) seine Oppositionsstellung, steht also genau gegenüber der Sonne und ist damit die ganze Nacht über zu beobachten. Die Venus steht nur 1° Grad (zwei Vollmonddurchmesser) nördlich des Sternhaufens M44 Praesepe (Krippe). Im Fernglas sicherlich ein sehr schöner Anblick. Um Mitternacht fliegt die ISS in nur noch 19° Grad Höhe am Südhimmel vorüber.

Am Samstag, den 13. Juni, bedeckt um 5:00 Uhr in der Frühe der Mond einen 5,5mag hellen Stern. Die ISS erreicht um 23:08 Uhr noch einmal eine Höhe von 29° Grad über dem Horizont.

Am Sonntag, den 14. Juni, endet um 22:03 Uhr ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe, Ios Schatten wandert noch bis 23:06 Uhr über den Planeten hinweg. Die ISS fliegt um 22:58 Uhr in nur noch 18° Grad Höhe tief am Südhimmel vorüber.

Samstag, 23. Februar 2013

25. Februar - 3. März: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist am Montag Vollmond. Danach geht er Abend für Abend eine gute Stunde später auf, so dass ab Mitte der Woche am Abend auch schon wieder gute "deep-sky"-Beobachtungen möglich sein können. Am Abendhimmel ist Jupiter zu bewundern, Saturn kann nach Mitternacht im Osten beobachtet werden. Die anderen Planeten bleiben diese Woche alle unsichtbar. Die abendliche Sichtbarkeitsperiode der ISS geht zu Ende.

Am Montag, den 25. Februar, geht die Sonne um 7:19 Uhr auf und um 17:57 Uhr unter, die Tage werden jetzt schon deutlich länger, gegenüber dem letzten Montag schon wieder um 25 Minuten. Der volle Mond geht um kurz nach 18 Uhr auf und erst am nächsten Morgen beim Sonnenaufgang wieder unter. Am Abend ist die ISS vielleicht noch einmal direkt nach 19:00 Uhr tief am Südwesthmmel zu finden, sie erreicht maximal eine Höhe von 12° Grad über dem Horizont. Jupitermond Io beginnt um 20:35 Uhr einen Durchgang vor der Planetenscheibe (bis 22:47 Uhr), sein Schatten fällt von 21:55 Uhr (bis 0:08 Uhr) auf den Planeten. An der Sternwarte in Paderborn, Schloß Neuhaus, gibt es um 19:30 Uhr einen Vortrag über den "Sonnenkult im früheren Europa". mehr Informationen dazu auf den Seiten der Volkssternwarte.

Am Dienstag, den 26. Februar, besteht zum letzten mal für längere die Chance, die ISS am Abendhimmel zu sehen. Um 18:52 Uhr erreicht sie mit 18° Grad ihre höchste Position im Südwesten. Bis 19:47 Uhr kann noch der Schatten von Europa auf der Jupiterscheibe beobachtet werden. Da Io bis 21:22 Uhr hinter Jupiter steht und verfinstert wird, sind zunächst am Abend nur die drei anderen Jupitermonde zu sehen.

Am Mittwoch, den 27. Februar, geht um 18:36 Uhr wieder ein Schattenwurf von Io auf der Jupiterscheibe zu Ende. Kleinplanet Ceres (8,3mag) geht gegen 19 Uhr nur 4' Bogenminuten nördlich an einem Stern mit 6,3mag vorüber. Um 20:14 Uhr kommt es heute zu einem mit  -8mag sehr hellem Iridiumflare bei 116° Grad Südost in 48° Grad Höhe beim Sternbild Krebs.

Am Donnerstag, den 28. Februar, kann am Abend im Westen nach Sonnenuntergang vielleicht wieder das Zodiakallicht gesehen werden. Heute Abend stehen alle Jupitermonde auf der gleichen Seite. heute kommt es noch einmal, wie am Dienstag, zu einem hellen Iridiumflare im Sternbild Krebs, diesmal jedoch bereits um 20:08 Uhr.

Am Freitag, den 1. März,  beginnt um 22:25 Uhr ein Durchgang von Ganymed vor der Jupiterscheibe. Der abnehmende Mond geht heute Abend erst um 23:05 Uhr auf.

Am Samstag, den 2. März, geht der Mond gar nicht auf (erst nach Mitternacht am Sonntag). Der Abend eignet sich bei klarem Himmel gut zur "deep-sky"-Beobachtung, der Orionnebel, Sternhaufen im Fuhrmann und in den Zwillingen, Praesepe (die "Krippe") im Krebs können gut beobachtet werden. Auch die Milchstrasse sollte von der Cassiopeia  über die Zwillinge bis hin zum Sternbild Achterdeck gut zu beobachten sein.

Für Sonntag, den 3. März, gelten die gleichen Beobachtungshinweise wie für den Samstag. Spannend wird es in der kommenden Woche, wenn vielleicht der Komet Panstarrs sichtbar wird.


Samstag, 12. Januar 2013

11./12. Januar - Endlich wieder Sterne!

Ich wollte Freitagabend gerade ins Bett gehen, als ich kurz nach 23 Uhr doch noch einmal zum Fenster hinaus schaute. Hatte ich da nicht einen Stern gesehen?

Nach so vielen regnerischen, dunklen tagen und noch dunkleren Nächten hatte es diese Nacht endlich einmal aufgeklart. Vormittags war schon etwas Sonnenlicht zu sehen, doch mittags fielen schon wieder einzelne Schneeflocken. Ich konnte mein Glück gar nicht fassen. Das große Teleskop aufzubauen würde mir zu lange dauern, lieber schnell mit dem Spektiv nach draußen.

Ja, da strahlte Jupiter! Die Monde Kallisto (weit entfernt östlich vom Planeten) und Io links und rechts (westlich) Europa und Ganymed. Die großen grauen Streifen auf Jupiter waren klar zu erkennen.

Danach suchte ich Sirius auf, den hellsten Fixstern am Himmel. Sirius hatte besonders für die alten Ägypter eine ganz wichtige Bedeutung, sein Aufgang nach dem Sommer kündigte dort immer die wichtige Nilschwemme an. Und unterhalb von ihm war der Sternhaufen M41 nicht schwierig zu finden. M41 ist ein "offener Sternhaufen", der schon mit dem bloßen Auge als etwas diffuser Fleck zu erkennen ist. Im Fernglas oder einem kleinen Teleskop erkennt man sofort 40 oder mehr einzelne Sterne.

Dann ging es weiter zum Orion und dem berühmten Orionnebel (M42). Das "Trapez", eine kleine Sternengruppe mitten im Nebel war unschwer zu erkennen. Am Orionnebel kann man sich mit jedem Fernglas oder Fernrohr gar nicht satt sehen.

Doch jetzt zogen von Westen her schon wieder Wolken über den Himmel. Schnell noch einen Blick zu den Plejaden. Dieser offene Sternhaufen ist ja schon wirklich einfach mit dem bloßen Auge zu erkennen. Im Spektiv kann man ihn noch in seiner ganzen Größe überblicken und erkennt dort nicht nur 7 sondern mehr als 70 Sterne!

Dann ein Schwenk Richtung Osten. Dort ist schon das Sternbild Löwe aufgegangen. Über ihm das unscheinbare Sternbild Krebs. Darin jedoch ein weiterer offener Sternhaufen: M44, die Praesepe. Ebenfalls ein wunderschöner Anblick, der noch mehr Sterne als bei den Plejaden im gleichen Gesichtsfeld zu bieten scheint.

Das tat richtig gut, abends noch einmal draußen am Himmel etwas spazieren zu gehen. Die Sterne, sie sind wirklich noch alle da. Mal sehen, vielleicht besteht morgen, nein, heute Abend ja schon etwas eher die Möglichkeit, den Himmel zu beobachten, dann baue ich bestimmt mein Fernrohr auf!