Posts mit dem Label Kugelsternhaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kugelsternhaufen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. Juni 2025

2. Juni 2025: Klarer Himmel und ein bisschen Polarlicht

 Am Montagabend klarte es gut auf. Der Mond stand kurz vor dem Ersten Viertel. Hier in Bild von 23:00 Uhr:

Der Mond am 2. Juni 2025 um 22:58 Uhr MESZ

 Auch heute ist die starke Libration auffällig.

Gegen Mitternacht wurde von einigen Beobachtern ein schwaches Polarlicht gemeldet. Von meinem Garten aus habe ich keine gute Sicht nach Norden. Ich hatte jedoch ab ca. 23:40 Uhr meine Kamera mit Weitwinkelobjektiv nach Norden ausgerichtet und jeweils immer für 10 Sekunden belichtet. Auf den Bildern um Mitternacht herum, konnte ich sogar eine von Bild zu Bild in der Helligkeit stets wechselnde rötliche Aufhellung unterhalb des Sternbilds Cassiopeia erkennen:

Schwaches Polarlicht am 2.6.25 um 23:58 MESZ

 Das Foto entstand mit meiner Canon RP mit einem 16mm Weitwinkelobjektiv bei f/3.2, 10 Sekunden Belichtungszeit bei ISO800. Gäbe es nur meine Bilder würde ich das nicht als zweifelsfreien Polarlichtnachweis anerkennen wollen, aber da die Aufhellung gut zu den anderen Meldungen passt, kann man es wohl durchgehen lassen.

HIer noch ein paar weitere Fotos aus dieser Nacht:

NGC 5897 mit (1093)Freda (rechts) auch gegen Mitternacht

Ich habe noch einmal NGC 5897 fotografiert und jetzt den Kleinplaneten (1093)Freda an der richtigen Position rechts (westlich) vom Kugelsternhaufen gefunden. Am 30.5. stand Freda noch links von NGC5897, am 31.5. wäre Freda direkt vor dem Kugelsternhaufen lang gezogen. Leider war es da jedoch bewölkt.

Wenn man genau hinschaut, sieht man dass die Strichspur von Freda etwas unterbrochen ist. Netto wurde dieses Bild knapp 25 Minuten belichtet, brutto war es jedoch deutlich über 40 Minuten. Ich hatte leider nicht ganz aufgepasst, wie niedrig das Objekt doch eigentlich am Himmel stand, so dass es während der Aufnahme doch tatsächlich für fast eine Viertelstunde durch den Giebel eines benachbarten Hauses verdeckt wurde, dadurch entstand die kleine Lücke in der Strichspur.

Ich habe jedoch noch weitere Kugelsternhaufen fotografiert:

Kugelsternhaufen M4 im Skorpion, 30 Minuten belichtet, 3.6.25, 0:30 Uhr MESZ

Kugelsternhaufen M10 am 2.6.25 um 23:46 MESZ, 30min belichtet.


Montag, 4. November 2024

3. November 2024: Andromedagalaxie kommt groß raus

 Am Sonntagabend, den 3. November 2024, war der Himmel nach Sonnenuntergang zunächst sehr mit Cirren bewölkt, die bei immer tiefer stehender Sonne jedoch immer rötlicher zu leuchten begannen. Da diese selbst kaum Strukturen zeigten, erinnerte das Licht sogar einwenig an Polarlichterscheinungen.

Doch anschließend wurde die Nacht recht klar und eignete sich gut für viele verschiedene Beobachtungen. Natürlich fiel einer meiner Blicke wieder auf T CrB, aber da tut sich nichts, der Stern ist "stabil" bei einer Helligkeit von ca. 10mag, von einem Nova-Ausbruch ist nichts zu sehen.

Dafür konnte ich meine bislang am längsten belichtete Aufnahme der Andromedaaufnahme machen:

Andromedanebel am 3. November 2024

Das Bild habe ich mit meiner Vespera Pro im Mosaic-Modus erstellt, es wurde insgesamt aus 1240 Einzelbildern erzeugt, also insgesamt 206 Minuten, also fast 3 1/2 Stunden belichtet.

Während des Abends habe ich gleich noch geschaut, ob es mir gelungen ist, sogar um die Andromedagalaxie kreisende Kugelsternhaufen zu fotografieren. Und ich denke, es hat geklappt, was mir zumindest ein kleiner Vergleich mit Bildern auf der Webseite andromedagalaxie.de.

Der hellste Haufen ("G1") mit 13,8mag liegt leider etwas weit ab von der Andromedagalaxie, so dass er gar nicht mehr auf diesem Bild mit drauf ist. Aber bei einem anderen Haufen, ("G64"), 15,1 mag)  bin ich mir ziemlich sicher ihn ebenfalls mit abgebildet zu haben. Das ganze bedarf jedoch noch einer etwas genaueren Verifizierung. Hoffentliche finde ich dafür in den nächsten tagen etwas Zeit. 

Die Kugelsternhaufen der Andromedagalaxie lassen sich im kleinen Vespera-Teleskop natürlich nicht so schön auflösen wie die Kugelsternhaufen unserer eigenen Galaxie. Sie erscheinen bestenfalls als kleine lichtschwache verwaschene Sternfleckchen. Deshalb hier noch ein weiteres Bild von gestern:

Kugelsternhaufen M15, 30 Minuten belichtet am 3.11.2024

M15, ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, ist von uns nur 39.000 Lichtjahre entfernt. Die Andromedagalaxie kommt auf ca. 2,5 Millionenn Lichtjahre Entfernung.

 




Donnerstag, 24. Oktober 2024

23. Oktober 2024: Ein wunderschöner Astroabend

 Am Abend des 23. Oktober hatten wir Besuch zuhause, der sich auch für den Kometen und andere Objekte am Nachthimmel interessierte. Es wurde ein wunderschöner Abend, denn der Himmel war klar. Die Temperaturen sanken im Laufe des Nacht zwar auf 7 oder 8 Grad, es wurde auch feucht, doch das schadete unserem Interesse überhaupt nicht.

Zunächst aber ein Bild der Sonne vom Mittag des Tages:

Die Sonne um 12:52 Uhr MESZ

Heute waren nicht so viele Flecken auf der Sonne zu sehen, doch links unten kann man erkennen, das sich dort schon wieder eine etwas größere Gruppe mit vielen einzelnen Flecken auf den Weg in die uns zugewandte Seite der Sonne macht. Aus dieser Gruppe heraus gab es auch schon wieder einen starken X3.3 Sonnenflare. Wenn die Gruppe auch im Zentrum der Sonne so aktiv bleibt, könnte es vielleicht in circa zehn Tagen wieder Polarlichter zu sehen geben.

Nun aber zum Kometen C/2023 A3 Tschuchinshan-ATLAS:

Der Komet um 19:22 Uhr MESZ

 Und weil er so schön ist, hier gleich noch ein Foto, etwas später aufgenommen:

Der Komet um 20:19 Uhr MESZ

Wenn man die beiden Bilder vergleicht, kann man schnell erkennen, wie der Komet innerhalb einer knappen Stunden seine Position am Himmel verändert hat. Sind Sie überrascht über die Richtung? Kometenschweife sind immer von der Sonne weg gerichtet. Da sich jetzt der Komet bereits wieder von der Sonne entfernt, fliegt er also - vereinfacht ausgedrückt - seinem Schweif hinterher.

Doch es gab nicht nur den Kometen zu bestaunen. Hier ein paar weitere Bilder:

Der Planet Saturn ist sehr weit weg. Selbst bei 2000mm Brennweite bleibt sein Bild in einer DSLR-Kamera (die ich an mein großes Teleskop adaptiert hatte) doch recht klein und bescheiden:

Saturn in der DSLR an meinem Celestron C8-Teleskop

 Bei obigem Bild wurde Saturn in etwa "korrekt" belichtet. Wenn man ihn überbelichtet...

Saturn mit Monden

 

... kann man sogar einige seiner Monde erkennen. Ganz rechts der hellste ist der Mond Titan, ebenfalls rechts fällt der Mond Rhea auf, zwischen Rhea und Ring könnte auch noch ganz schwach der Mond Enceladus zu sehen sein. Und links von Saturn dann der Mond Tethys.

Genau wie der Komet gehört auch Saturn zu unserem Sonnensystem, die Entfernung der beiden ist noch "überschauber". Der Komet steht uns zur Zeit sogar noch etwas näher als die Sonne, Saturn ist knapp neunmal den Abstand Erde-Sonne von uns entfernt, was ca. 1,4 Lichtstunden entspricht.

Schaut man tiefer ins Weltall hinein, lassen sich die Entfernungen nur noch in Lichtjahren messen. Hier ein paar der Objekte, die wir an diesem Abend angeschaut haben:

M 57

Der "planetarische Nebel" M57, der berühmte "Ringnebel" im Sternbild Leier ist über 2000 Lichtjahre von uns entfernt. Der Nebel ist der Überrest eines Sterns, der vor etwa 20.000 Jahren seine äußere Gashülle abgestoßen hat, der Radius dieses Nebels beträgt etwas über ein Lichtjahr.

NGC 6888 - Der "Crescent-Nebel" oder auch "Sichelnebel"
 

Auch dieser Nebel wurde sicher von einem Stern abgestoßen. Er hat einen Durchmesser von ca. 25 Lichtjahren und ist 4700 Lichtjahre von uns entfernt.

M 56, ein Kugelsternhaufen im Sternbild Leier, Lyra

M 13 im Sternbild Herkules (leider mit Satellitenspuren)

Kugelsternhaufen enthalten eine kaum vorstellbare Menge von Sonnen, die um einen gemeinsamen Schwerpunkt kreisen. Im Haufen M 13 gibt es laut Wikipedia ca. 500.000 Sonnen, der Durchmesser beträgt ca. 150 Lichtjahre, die Sonnen untereinander haben Abstände von nur 1 - 2 Lichtjahren haben (zumVergleich: In unserer Umgebung gibt es nur wenige einzelne Sterne, der nächste ist 4 Lichtjahre entfernt.) Der Kugelsternhaufen ist 25.000 Lichtjahre von uns entfernt. Kugelsternhaufen bewegen sich zumeist auf langgestreckten Ellipsenbahnen rund um ihre Muttergalaxie, in diesem Fall also unsere Milchstraße.

NGC 7000 im Sternbild Schwan

Im Sternbild Schwan befindet sich auch das Objekt NGC 7000, der "Nordamerikanebel". Ein diffuser Gasnebel, der hauptsächlichaus rötlich leuchtendem Wasserstoff besteht und auf einigen Fotos eine Form zeigt, die an eine Landkarte von Nordamerika erinnert. 

Später am Abend, der Besuch war dann schon gegangen, habe ich tief im Osten auch noch den aufgehenden Mond beobachtet, der sich ganz in der Nähe vom Planeten Mars aufgehalten hat:

Mond und Mars


Der Mond im Letzten Viertel

Mond und Mars habe ich nach Mitternacht fotografiert, mit einer Nikon P950 Kamera, aus freier Hand, nur leicht abgestützt. Der Mond zeigt sich als "Halbmond", er hat (exakt etwas später um 2:52 Uhr MESZ) das "Letzte Viertel" seiner Umlaufbahn erreicht, vor einer Woche war "Vollmond", in einer Woche ist "Neumond".

Samstag, 18. Juni 2022

16./17. Juni 2022: Eine schöne Beobachtungsnacht

 Die Nacht vom 16. auf den 17. Juni konnte ich endlich mal wieder etwas länger für astronomische Beobachtungen ausnutzen.

Hier ein kleiner Teil der Bilder. Als erstes jedoch kein Bild aus der Nacht, sondern vom Tag. Ein Bild der Sonne und ihrer Flecken:

Sonnenflecken am 16. Juni 2022

Auffällig ist heute, dass viele Flecken sich in Ketten auf der Sonne zeigen. Es gibt keine besonders großen Flecken, aber eben doch viele Gruppen, die aus vielen Einzelfleckem bestehen. Das renommierte Observatorium Kanzelhöhe in Österreich hat für diesen Tag eine Relativzahl von 159 bestimmt.

Am Abend dauerte es dann lange Zeit, bis es halbwegs dunkel wurde, und ich mit dem Beobachten beginnen konnte.

Kugelsternhaufen M 12

Das erste Objekt war ein Kugelsternhaufen. Die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" hatte mich durch einen Artikel im aktuellen Juniheft dazu angeregt. M 12 (NGC 6218) ist ein 6,1mag heller Kugelsternhaufen, der 1764 von Charles Messier entdeckt wurde. IM Sternbild Schlangenträger ist er von 5 Kugelsternhaufen der hellste. Er ist etwa 16000 Lichtjahre von uns entfernt.


Komet C/2017 K2 Panstarrs

Anschließend habe ich noch einmal den hellen Kometen fotografiert. Gegenüber der letzten Aufnahme vor einer Woche hat er sich schon ein ganzes Stück am Himmel weiter bewegt.

Asteroid (41) Daphne

 

Nach dem Kometen habe ich versucht Asteroiden, Kleinplaneten zu fotografieren. Bei (41) Daphne hatte ich Glück. Dieser Asteroid bildete mit einem ähnlich hellen Stern ein wunderschönes enges Paar am Himmel. Daphne ist von den beiden hellen Punkten in der Bildmitte der linke. Der rechte ist der Stern HD154920, der mit einer Helligkeit von 9,62mag angegeben wird. Das ist etwas heller als die 10,3mag, die bei heavens-above für Daphne angegeben werden.

Dann habe ich mich auf die Suche nach einer Nova gemacht. Am 6. Juni wurde ein Ausbruch von U Sco gemeldet. Dieser Stern ist eine Art "Wiederholungstäter". Ungefähr alle zehn Jahre (+/- 2 Jahre) kommt es zu einem kurzzeitigen Helligkeitsausbruch. Von diesem seltenen Nova-Typ gibt es nur ca. 10 bekannte Exemplare in der gesamten Milchstrasse. Zuletzt hatte die Helligkeit ca. 18mag betragen, also ausserhalb der Reichweite meiner Teleskope. Jetzt war sie - typisch für eine Nova) um gut zehn Größenklassen angestiegen, die hellste Schätzung la bei ca. 7,7mag. Doch auch der Abfall der Helligkeit wird zügig sein. Hier mein Bild:

Nova U Sco

Die Nova in der Mitte habe ich markiert. Sie ist am 16. Juni nur noch ca. 13mag hell. Ich kann froh sein, sie überhaupt noch erwischt zu haben. Bald wird sie wieder zu schwach für meine Geräte sein.

Hier die Lichtkurve der AAVSO:

Die grünen Markierungen entsprechen grob gesagt der visuellen Helligkeit

Bei der AAVSO kann man auch die Geschichte bzw. Beobachtungen des letzten Helligkeitsausbruchs von 2010 nachverfolgen.

Ein weiterer Kugelsternhaufen, M9:

Kugelsternhaufen M9

M9 ist ein relativ kleiner, leicht ovaler Kugelsternhaufen. Auf dem Foto ist südwestlich des Kugelsternhaufens auch eine Dunkelwolke auffällig, diese trägt die Bezeichnung "Barnard 64". Man kann hier gut erkennen, dass die Dunkelwolke in vielen Bereichen gar kein Sternenlicht durchzulassen scheint und zum Rand hin das Licht der Sterne zumindest deutlich schwächt.

In der Literatur bei anderen Fotografen wird auch häufig eine kleine Kette von Sternen erwähnt, die bei mir jedoch nicht so auffällig zu sehen ist.

Das nächste Bild zeigt keinen Kugelsternhaufen, sondern "nur" einen sehr kompakten sog. "offenen Sternhaufen":

M 11, im kleinen Sternbild "Schild", der sog. "Wildenten-Haufen

M 11 wird auch der Wildentenhaufen genannt. Mit 5,8mag ist er auch im Fernglas relativ leicht zu finden. Im Gegensatz zu anderen "offenen Sternhaufen" wie den Plejaden oder der Praesepe stehen hier die Sterne doch sehr kompakt beieinander. Dies liegt zum Teil natürlich auch einfach an der Entfernung, während die Plejaden von uns nur ca. 440 Lichtjahre entfernt sind, beträgt der Abstand zu M11 über 6100 Lichtjahre. Erst in größeren, leistungsfähigen Teleskopen wie zum Beispiel dem Hubble-Teleskop, lassen sich die Sterne alle voneinander trennen.




Samstag, 30. Mai 2020

29. Mai: M3 - Ein Kugelsternhaufen


Es gibt im Weltall schon wirklich verrückte Sachen zu entdecken. Haben Sie schon einmal einen "Kugelsternhaufen" gesehen?

Wenn Sie mal bei mir vorbeikommen oder auf einer Volkssternwarte zu Gast sind, sollten Sie sich so etwas unbedingt zeigen lassen.

Was ein Stern ist, kann man sich ja noch ganz gut vorstellen. Unsere Sonne ist ja ein Beispiel dafür. Auch unter einem Doppelstern kann man sich noch gut etwas vorstellen, das sind einfach zwei Sterne, die über die Schwerkraft miteinander verbunden sind und sich - wie zwei Tänzer - gegenseitig umkreisen.

Bei Dreifach- oder Vierfach-Sternsystemen wird es dann mit der Vorstellungskraft schon etwas schwieriger. Bei Kugelsternhaufen hilft einmal das Nachschlagen bei Wikipedia: Ein Kugelsternhaufen (kurz auch Kugelhaufen) ist eine enge Ansammlung sehr vieler gravitativ aneinander gebundener Sterne, in der die Sternendichte eine kugelsymmetrische Verteilung zeigt, indem sie vom Zentrum, wo die Sterne sehr dicht zusammenstehen, zum Rand in alle Richtungen gleichermaßen abnimmt. Typische Kugelsternhaufen enthalten mehrere hunderttausend Sterne.

Mehrere hunderttausend Sterne auf einmal? Das ist nun wirklich kaum vorstellbar. Man ist geneigt, bei solch großen Sternenzahlen gleich an ferne Galaxien zu denken, doch das ist diesmal nicht der Fall. In unserer Galaxie (der "Milchstraße") sind ca. 150 Kugelsternhaufen bekannt, andere Galaxien wie der Andromedanebel haben deutlich mehr. Untersucht man die Sterne in den Kugelhaufen mit Hilfe der Spektralanalyse stellt man fest, dass diese Sterne sehr arm an Metallen sind. Daraus wiederum kann man schließen, das sie zu den ältesten Objekten in den Galaxien gehören. Merkwürdig ist aber auch der Ort, wo man sie findet. Nicht mittendrin in der Galaxie, sondern sie scheinen die Galaxie wie ein Halo zu umschließen. Ihre Entstehung gibt uns auch heute noch etliche Rätsel auf. Ein guter Grund, Astronomie zu studieren.

Den hellsten Kugelsternhaufen kann man sogar so gerade eben mit dem bloßen Auge im Sternbild Herkules entdecken. Im Fernrohr sieht man zunächst einen scheinbar diffusen, nicht wirklich scharf gestellten Stern. Mit Hilfe größerer Vergrößerung kann man dann bei vielen Kugelsternhaufen jedoch tatsächlich auch in Amateurfernrohren diese zumindest am Rand in einzelne Sterne auflösen.

Hier ein Bild von meinem Beobachtungsobjekt vom 29. Mai: Der Kugelsternhaufen M3 im Sternbild Jagdhunde:

Kugelsternhaufen M3
Dieser Kugelsternhaufen ist von uns 34 000 Lichtjahre entfernt. Er enthält etwa eine halbe Million Sterne. Er wurde am 3. Mai 1746 vom Franzosen Charles Messier entdeckt und erhielt in seinem Katalog die dritte Eintragsnummer, daher auch heute noch die Bezeichnung "Messier 3" oder kurz "M3".