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Montag, 3. November 2025

3. November 2025: Eine Nova in der Andromedagalaxie

 Gerade eben schaute ich wieder einmal auf die Seite mit der Übersicht der Supernova von rochesterastronomy. Dort wurde als erstes (und damit hellstes Objekt) eine ganz neue Nova genannt: "AT2025abao" mit 14,6mag und vom Typ "LRN". Die Heimatgalaxie ist M31, also die bekannte Andromedagalaxie.

LRN ist die Bezeichnung für "luminious red nova", die wohl recht selten sind. Hierzu gibt es auch einen deutschsprachigen Wikipedia-Artikel.  Diese Objekte entwickeln Helligkeiten, die sich anscheinend irgendwo zwischen Nova- und Supernova-Ausbrüchen liegen.

Ich hatte von dieser Nova schon in einer Astronomie-Diskussionsliste gehört, jedoch gedacht, die wird für mich doch nicht zu sehen sein, gibt es doch in M31 soooo viele Sterne, die sich für mein kleines Gerät gar nicht von einander isolieren lassen.

Doch dann packte mich die Neugier und ich gab zuerst die exakten Koordinaten für diese Nova in "Stellarium" ein. So stellte ich fest, diese Nova ist ja weit weg vom Kern, wirklich am Rand der Galaxie. Und hatte ich nicht gerade erst selbst ein Foto der Andromedagalaxie gemacht? Würde sie da vielleicht doch zu erkennen sein.

Ein Vergleich mit den bei rochesterastronomy verlinkten Bildern und meinem zeigte dann sehr schnell: "Ja! Hurra! Auch ich habe die Nova fotografiert!" Und sie scheint sogar gegenüber den Fotos kurz nach ihrer Entdeckung noch einmal deutlich heller geworden zu sein.

Hier noch einmal ein Ausschnitt meines Bildes aus der Nacht vom 31.10. auf den 1.11., diesmal mit markierter Nova (unten rechts): 

M31 mit Nova AT2025abao

 Natürlich ist das nur wieder ein winziger Lichtpunkt in den unendlichen Weiten des Alls. Doch irgendwie immer fazinierend zu sehen, wie plötzlich ein Objekt, Millionen Lichtjahre von uns entfernt aufleuchtet. Was auch zeigt, wie groß die Andromedagalaxie mit ihren Ausläufern tatsächlich ist - und wie klasse die Technik heute funktioniert.

 

 

Samstag, 1. November 2025

31. Oktober 2025: Endlich wieder richtig klarer Himmel, Andromedagalaxie, Supernova, zwei Kometen ...

 Am letzten Tag des Monats klarte es am Abend endlich mal wieder richtig auf. Leider war ich erst um kurz vor 23 Uhr zuhause, um mit den Beobachtungen zu beginnen, aber auch die zwei/drei Stunden bis ich dann doch müde ins Bett fiel, haben sich sehr gelohnt.

Mein erster Blick galt dem Mond, bei dem "goldene Henkel" einmal mehr prima zu sehen war:

Der Mond am 31. Oktober 2025 um 23:00 Uhr MEZ

Danach ging es dann an eine längere Belichtung der Andromeda-Galaxie. Die Fehlbelichtung vom Tag zuvor musste doch unbedingt "ausgebügelt" werden:
 

M 31, Andromedagalaxie, am 1.11.25 um 1:07 Uhr MEZ

 Das Bild der Andromedagalaxie wurde netto über eine Stunde lang belichtet (68 Minuten), brutto habe ich jedoch dafür über 100 Minuten gebraucht. Wahrscheinlich wurden viele Bilder aussortiert, da M 31 sehr hoch am Himmel stand (>70° Grad) und dann eine exakte Nachführung durch die azimutale Montierung nicht mehr ganz so einfach ist, oder es müssen wohl doch noch ein paar Schleierwolken in der Luft gewesen sein, sonst hätte wahrscheinlich das Vespera nicht so viele Bilder aussortiert.

NGC 1637 mit einer Supernova

NGC 1637 ist eine Spiral-Galaxie, auf die wir senkrecht von oben heraufschauen. In dieser Galaxie ist bereits am 29. Juni 2025 eine Supernova (SN2025pht) entdeckt worden. Jetzt endlich konnte ich die Gelegenheit nutzen, um auch hier einmal nach zu schauen. Und in der Tat, die Supernova ist noch zu erkennen. Sicherlich nicht mehr so schön wie zum Zeitpunkt ihrer größten Helligkeit im Sommer, aber doch immer noch gut genug für mein kleines Teleskop. Bis zur Entdeckung von SN2025rbs im Juli war dies übrigens die hellste Supernova des Jahres. Das Bild wurde 50 Minuten belichtet.

In zwei längeren Belichtungen habe ich Ausschau gehalten nach zwei weiteren potentiellen Supernova-Entdeckungen (AT2025abet und AT2025abne), die sich im Nachhinein jedoch als etwas anderes herausgestellt haben. Wie zu erwarten war, konnte ich an den angeblichen Stellen gar nichts finden. Daher verzichte ich hier, die Bilder zu zeigen.

Dann fiel mir plötzlich ein, es sollte heute Nacht ja kurz nach Mitternacht gleich zwei Sternbedeckungen geben. Ein solches Highlight ist mir jedoch ein extra Blog-Posting wert. 

Später in der Nacht habe ich dann doch noch zwei Kometen fotografiert. Lange habe ich die Bilder nicht mehr belichtet. Bei längerer Belichtungszeit wären diese beiden Objekte sicherlich noch etwas besser zur Geltung gekommen. 

Komet C/2022 N2 PANSTARRS am 1.11.25 um 1:25 Uhr MEZ

Der Komet wurde tatsächlich schon 2022 entdeckt, hat jedoch erst im Juli diesen Jahres seine größte Annäherung an die Sonne erreicht, am 9. November wird er die engste Annäherung an unsere Erde erreichen, ist dann aber immer noch 3,9 Astronomische Einheiten von uns entfernt (Eine Astronomische Einheit entspricht der mittleren Entfernung der Erde zur Sonne). Er hat zur Zeit eine Helligkeit von ca. 14mag. Seine Bahnkurve und weitere Daten zur Helligkeit kann man auf einer holländischen Webseite gut sehen. Das Bild habe ich 300 Sekunden, also 5 Minuten belichtet.

Ein anderer Komet ist der periodische Komet 240P NEAT

Komet 240P NEAT am 1.11.25 um 1:10 Uhr MEZ

Dieser Komet befindet sich auf einer regelmäßigen Umlaufbahn um die Sonne, die durch die Gravitationseinwirkung von Jupiter bestimmt wird. Er wurde erst 2002 entdeckt, seine Umlaufzeit um die Sonne beträgt 7,9 Jahre. Am 19. Dezember hat er seine dichteste Annäherung an die Sonne. Er ist zur Zeit etwas heller als C/2022 N2 Panstarrs, ich schätze 13,5mag. Und er zeigt einen deutlich erkennbaren (kleinen) Schweif, deshalb brauche ich in diesem Bild für Sie wohl auch keine rote Markierung anzubringen, um ihn in der Mitte zu finden. Dieses Bild wurde 8,8 Minuten lang belichtet.

Jetzt ging es auf 2:00 Uhr zu. Am Samstag musste leider der Wecker schon wieder um 7:30 Uhr klingeln, also ging es jetzt ins Bett, es war ein toller Abend! 

 

24./ 30. Oktober 2025: Wenn es auch in den Wolkenlücken noch Wolken gibt

 Ab und an gab es in den letzten Tagen Wolkenlücken. Der Mond zeigte sich für kurze Momente und überraschenderweise konnte ich sogar mein Vespera initialisieren. Gute Aufnahmen gelangen mir jedoch nicht. Denn oftmals gab es zwar bodennah größere Wolkenlücken, doch in höheren Schichten zogen dann trotzdem immer wieder Schleierwolken durch. Trotzdem habe ich es nicht lassen können.

V 1331 Cygnus, eine halbe Stunde belichtet

 Bei einem anderen Sternfreund hatte ich ein Foto von V 1331 Cyg gesehen, dass mich sofort faszinierte. Eine kleine Beschreibung, um was für einen Stern es sich handelt, findet man zum Beispiel auch auf der Webseite von deepskycorner. Dort kann man gut erkennen, daß der Stern von einem recht runden Staubgürtel umschlossen ist.

Mit meinem Gerät war dieses Objekt so jedoch auf keinen Fall zu erkennen. Zum einen ist der geringe Abstand zwischen Stern und Staubring wohl technisch bei mir gar nicht aufzulösen, zum anderen waren die Bedingungen am Himmel aber auch alles andere als geeignet. Durch die Schleierwolken wirkten viele Sterne irgendwie "aufgedunsen". Schade.

Den Kometen konnte ich in dieser Woche auch nicht mehr erreichen. Gerade in Richtung Westen stehen auf den Nachbargrundstücken hohe Bäume, so dass dort praktisch nichts mehr zu machen war. 

Auch am 30. Oktober war es nicht besser. Hier einmal ein Bild der Andromedagalaxie. Auch hier kann man zum einen etwas aufgedunsene Sterne erkennen, aber insbesondere der helle Kern der Galaxie ließ sich gar nicht mehr vernünftig stacken. 

M 31, Andromeda-Galaxie am 30.10.2015 gegen 20:30 Uhr

Warum ich die Bilder hier trotzdem zeige? Vielleicht weil ich einfach nur meinen Frust abarbeiten will, aber vielleicht zeigt es auch, nicht jedes Astrofoto gelingt automatisch. Technik kann uns zwar sehr gut unterstützen, doch wenn das Wetter nicht stimmt, der Himmel nicht will, dann stößt man doch an seine Grenzen.

Hier noch zwei Bilder des Mondes im Spektiv aus den letzten Tagen:
 
Mond am 24. Oktober 2025 um 19:24 Uhr MESZ
 
Der Mond am 30. Oktober um 21:34 Uhr MEZ

Deutlich kann man erkennen, dass der Mond am 30. Oktober hinter den Schleierwolken keine oder nur ganz wenige Details zeigte. Und im Laufe des Abends zogen die Wolken immer weiter zu. Schade!

Trotzdem hat mein Vespera unentwegt weiter fotografiert. Ich war selbst überrascht:

Kleinplanet (433)Eros am 28.10.25 um 21:16 Uhr

 Kleinplanet (433)Eros zieht im November in einer großen Schleife um die Andromedagalaxie herum. 

NGC 7331 am 30.10.25 um 23:19 MEZ

Die Galaxie NGC 7331 hatte ich vor einiger Zeit schon einmal abgelichtet. Heute war die Supernova SN2025rbs jedoch nicht mehr richtig zu erkennen.

Montag, 4. November 2024

3. November 2024: Andromedagalaxie kommt groß raus

 Am Sonntagabend, den 3. November 2024, war der Himmel nach Sonnenuntergang zunächst sehr mit Cirren bewölkt, die bei immer tiefer stehender Sonne jedoch immer rötlicher zu leuchten begannen. Da diese selbst kaum Strukturen zeigten, erinnerte das Licht sogar einwenig an Polarlichterscheinungen.

Doch anschließend wurde die Nacht recht klar und eignete sich gut für viele verschiedene Beobachtungen. Natürlich fiel einer meiner Blicke wieder auf T CrB, aber da tut sich nichts, der Stern ist "stabil" bei einer Helligkeit von ca. 10mag, von einem Nova-Ausbruch ist nichts zu sehen.

Dafür konnte ich meine bislang am längsten belichtete Aufnahme der Andromedaaufnahme machen:

Andromedanebel am 3. November 2024

Das Bild habe ich mit meiner Vespera Pro im Mosaic-Modus erstellt, es wurde insgesamt aus 1240 Einzelbildern erzeugt, also insgesamt 206 Minuten, also fast 3 1/2 Stunden belichtet.

Während des Abends habe ich gleich noch geschaut, ob es mir gelungen ist, sogar um die Andromedagalaxie kreisende Kugelsternhaufen zu fotografieren. Und ich denke, es hat geklappt, was mir zumindest ein kleiner Vergleich mit Bildern auf der Webseite andromedagalaxie.de.

Der hellste Haufen ("G1") mit 13,8mag liegt leider etwas weit ab von der Andromedagalaxie, so dass er gar nicht mehr auf diesem Bild mit drauf ist. Aber bei einem anderen Haufen, ("G64"), 15,1 mag)  bin ich mir ziemlich sicher ihn ebenfalls mit abgebildet zu haben. Das ganze bedarf jedoch noch einer etwas genaueren Verifizierung. Hoffentliche finde ich dafür in den nächsten tagen etwas Zeit. 

Die Kugelsternhaufen der Andromedagalaxie lassen sich im kleinen Vespera-Teleskop natürlich nicht so schön auflösen wie die Kugelsternhaufen unserer eigenen Galaxie. Sie erscheinen bestenfalls als kleine lichtschwache verwaschene Sternfleckchen. Deshalb hier noch ein weiteres Bild von gestern:

Kugelsternhaufen M15, 30 Minuten belichtet am 3.11.2024

M15, ein Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus, ist von uns nur 39.000 Lichtjahre entfernt. Die Andromedagalaxie kommt auf ca. 2,5 Millionenn Lichtjahre Entfernung.

 




Mittwoch, 18. Oktober 2023

17. Oktober 2023: Mehr Kleinplaneten, besondere Sterne im Sternbild Cepheus

Am Dienstagabend, den 17. Oktober, war der Himmel wieder klar. Die Milchstrasse war aus meinem Garten heraus mit bloßem Auge zu erkennen. Kein Mondlicht störte die Nacht. Saturn zeigte seinen prächtigen Ring, Jupiter später seine Monde und Streifen - es wurde wieder ein schöner Abend um durchs Weltall zu fliegen.

Diesmal standen verschiedene Objekte im Fokus. Natürlich habe ich auch wieder einige weitere Kleinplaneten aufgesucht:

(238)Hypatia in den Fischen

 (238) Hypatia wurde 1884 von Viktor Knorre an der Berliner Sternwarte entdeckt. Hypatia hatte ich vor einer Monat, am 15. September 2023, schon einmal beobachtet. Damals stand sie nahe am Stern 25 Psc, von dem sie sich jetzt jedoch schon so weit entfernt hat, das dieser nicht mehr auf dem Photo zu sehenist.

Weitere Asteroiden an diesem Abend waren (55) Pandora und (60) Echo.

(55) Pandora (Bildmitte)


(60)Echo

Doch neben diesen kleinen Körpern im Weltall, die ja nur einen Durchmesser von 100 - 200 Kilometer haben, reizte mich diesmal auch ein richtiger Riese:

mü Cepheus, Herschels "Granatstern"

 mü Cepheus ist ein sog. "roter Überriese". mü Cep ist sogar deutlich größer als die bekannte Beteigeuze im Sternbild Orion. Der Stern hat etwa die 25fache Masse unserer Sonne (zum Vergleich Beteigeuze ca.18fach), und einen mehr als 1000mal so großen Durchmesser (Beteigeuze ca. 760fach). Die leuchtend rote Farbe liegt an der deutlich niedrigeren Temperatur im Vergeich zu unserer Sonne, die nur bei 3450°K liegt (Beteigeuze bei 3600 °K, Sonne bei 5770°K).

Im Sternbild Cepheus gibt es einen weiteren interessanten und berühmten Stern: 

Delta Cepheus


 Delta Cepheus ist zum einen ein Doppelstern, wie man auf dem Photo oben auch gerade noch erkennen kann. Die Hauptkomponente ist jedoch auch ein veränderlicher Stern. Dieser hat eine ganz exakt definierte Periode seiner Lichtschwankung, und diese hängt wiederum genau von seiner absoluten Leuchtkraft ab. Seine (scheinabre) Helligkeit laut Wikipedia schwankt mit einer Periode von 5,36643 Tagen zwischen 3,48m und 4,37m. Delta Cephei ist 887 Lichtjahre von uns entfernt. Kann man die Entfernung eines Sterns von diesem Typ genau bestimmen, kann man die Entfernung aller Sterne diesen Typs genau bestimmen. So konnte man vor hundert Jahren durch die Entdeckung von Sternen gleichen Typs in der Andromedagalaxie auch deren weite Entfernung zum ersten Mal sicher bestimmen. (vergl auch Sternzeit im Deutschlandfunk vom 5. Oktober 2023.)

Andromedagalaxie
 

Und so stand dann spät nach Mitternacht auch noch die Andromedagalaxie auf meinem Beobachtungsplan.


Mittwoch, 30. Oktober 2013

30. Oktober: Venus ist Abendstern und ein Iridiumflare

Heute Abend kann man tief  im Südwesten die Venus sehen, jetzt um 17:35 Uhr steht sie nur noch 6° Grad über dem Horizont. Trotzdem strahlt sie kräftig in der Abenddämmerung. Die Venus, unser nächster Nachbar unter den Planeten, ist - wenn sie am Himmel steht - immer heller als alle anderen Planeten oder Sterne.

Hier ein Foto von heute:

Venus in der Abenddämmerung am 30. Oktober, 1/60 sec, ISO800
Man braucht entweder eine gute Sicht zum Horizont hin - oder wie ich etwas Glück, das sie gerade in der Lücke zwischen zwei Bäumen zu sehen ist.

Um 19:17 Uhr kam es, wie angekündigt, zu einem hellen Iridiumflare, ausgelöst durch den Satelliten Iridium 34..

Iridiumflare im Pegasus

Gut kann man erkennen, das der Flare sehr hell im Pegasus-Viereck aufleuchtet und dieses dann nach rechts (Südwest) hin verlässt. Der kleine "Schlenker" zu Beginn der Satellitenspur ist kein "Taumeln" in der Bahn, sondern bedingt durch die nicht ganz stabile Aufstellung meines Fotoapparats, so dass sich der Druck auf den Auslöser leider durch dieses leichte "Wackeln" bemerkbar macht.
Links schließt sich an den Pegasus die Sternenkette der Andromeda an. Wenn man etwas genauer hinschaut kann man auf dem Foto sogar die Andromeda-Galaxie (M31) erkennen.

Hier das Bild noch einmal mit erläuternden Zusätzen:


Die Andromeda-Galaxie ist das fernste Objekt, das regelmäßig bei einigermaßen dunklem Himmel mit bloßem Auge gesehen werden kann. Sie ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Der Satellit war im Moment des Aufleuchtens von uns nur circa 1070 Kilometer entfernt.

Samstag, 30. März 2013

1. - 7. April: Der Himmel über Bad Lippspringe

In der ersten Aprilwoche zieht sich der abnehmende Mond immer weiter in den Morgenhimmel zurück, so dass am Abend die Bedingungen zur Beobachtung des Kometen Panstarrs wieder etwas besser werden, allerdings wird auch dieser wieder etwas lichtschwächer. Mit einem Fernglas sollte man ihn am Abendhimmel tief im Westen im Sternbild Andromeda jedoch gut finden können. Jupiter ist nur noch bis etwa Mitternacht zu beobachten, Saturn dagegen die ganze Nacht. Die ISS ist zu Beginn der Woche noch bei Überflügen am Morgenhimmel zu sehen.

Am Montag, den 1. April, geht die Sonne um 7:00 Uhr auf und um 19:58 Uhr unter, sie steht jetzt also schon fast 13 Stunden am Himmel. Da muss es einfach irgendwann wärmer und Frühling werden. Der Mond geht heute in der Frühe um 1:30 Uhr auf, am Dienstgamorgen erst fast eine Stunde später um 2:29 Uhr. Er steht Montagmorgen ca. 7° Grad nordöstlich von Antares, dem hellsten Stern im Skorpion. Am Abend kann gegen 21 Uhr bei klarer Sicht nach Westen das Zodiakallicht beobachtet werden, eine Aufhellung des Himmels in der Ebene der Ekliptik (der Sonnen- und Planetenbahnen) durch feinste Staubteilchen, die auch nach Sonnenuntergang noch deren Licht reflektieren. Zwischen 5:38 Uhr und 5:45 Uhr fliegt die ISS  in maximal 38° Grad Höhe am Südhimmel entlang.

Am Dienstag, den 2. April, stehen bei Jupiter die Monde Io und Ganymed auf der einen, Europa und Kallisto auf der anderen Seite jeweils eng beieinander. Saturn geht um 22:16 Uhr auf, bis er über der Egge sichtbar wird, dauert es jedoch sicherlich noch eine weitere halbe Stunde. Die ISS ist nur kurz ab 4:49:24 zu sehen, sie taucht oberhalb des Mondes aus dem Erdschatten auf und verschwindet dann schnell im Osten hinterm Horizont.

Am Mittwoch, den 3. April, zeigt der veränderliche Stern Algol (beta Persei) um 0:21 Uhr ein Helligkeitsminimum. Und Kleinplanet Ceres (8,6mag) steht dicht beim Stern SAO77744 (6,4mag). Der Mond erreicht um 6:37 Uhr das letzte Viertel. Zwischen 5:34 Uhr und 5:39 Uhr ist die ISS flach am Südhimmel zu sehen, sie taucht dicht bei Saturn aus dem Erdschatten auf.

Am Donnerstag, den 4. April, lässt sich bei der immer schmaler werdenden Mondsichel das Erdlicht beobachten, auch die "dunkle" Hälfte wird durch Reflektion des Lichts von der Erde leicht beleuchtet und ist eben nicht tiefschwarz. Am Abend beginnt um 23:09 Uhr eine Bedeckung von Jupitermond Io, und um 23:45 Uhr eine Bedeckung von Europa, so dass dann nur noch zwei Jupitermonde zu sehen sind. Komet Panstarrs steht heute nur ein Grad (zwei Vollmonddurchmesser) entfernt von der Andremoda-Galaxie, M31.

Am Freitag, den 5. April, erlaubt der Mond am Morgen, dank maximaler Libration in Breite, einen Blick auf seinen Südpol. Um 20:25 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor der Jupiterscheibe (bis 22:37 Uhr), von 21:32 Uhr bis 23:45 Uhr wandert auch sein Schatten über den Planeten.

Am Samstag, den 6. April, ist nach Sonnenuntergang bei Jupiter zunächst nur ein Mond zu sehen, nämlich Kallisto. Ab 20:36 Uhr kann man dann den Schatten von Europa auf JUpiter wandern sehen (bis 23:03 Uhr), um 20:53 Uhr beendet Europa seinen Durchgang vor der Jupiterscheibe, um 20:55 Uhr endet die Verfinsterung von Io durch Jupiters Schatten und um 22:48 Uhr endet auch ein Durchgang von Ganymed vor der Jupiterscheibe.

Am Sonntag, den 7. April, zeigt der Mond maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi ist randnah. Am Abend bestehen gute Möglichkeiten zur deep-sky-Beobachtung.