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Sonntag, 16. März 2025

16. April 2025: Ein letzter Blick auf die Venus?

 Am Sonntag, den 16. März 2025, zogen - wie von der Wettervorhersage angekündigt - mit Beginn der Dämmerung von Nordosten her Wolken auf. Diese Nacht wird wohl keine Beobachtung möglich sein.

Doch im Nordwesten hatte ich noch etwas Glück. Noch kann man die Venus als Abendstern bewundern. Um 19 Uhr stand sie jedoch nur noch 7° Grad über dem Horizont. Und leider in einer Richtung, in der auf den Nachbargrundstücken hohe Bäume stehen. Eine Richtung und Höhe also, in der ich eigentlich nie beobachte.

Doch noch ist der Frühling nicht in all seiner Pracht ausgebrochen, noch sind die Bäume nicht belaubt:

Die Venus blinzelt durch die Bäume

 Können Sie die Venus auf diesem Bild ausfindig machen? Es ist in der Tat der kleine helle Punkt, ziemlich in der Mitte des Bildes. Dieses Bild entstand mit meiner Nikon Coolpix P950 Kamera bei ISO400, f/4, 0,4sec Belichtungszeit und einer Brennweite von 24,1mm (was 135mm Vollformat entsprechen würde).

Ich habe dann das Tele der Kamera gleich auch noch "voll" ausgefahren:

Venus bei 2000 mm  Brennweite

Es war nicht ganz einfach, auf die Venus scharf zu stellen, der Autofocus wollte sich natürlich viel lieber an den Ästen und Zweigen der Bäume orientieren. Hier die Daten zu diesem Bild: ISO400, Blende f/6.5, Brennweite 357mm (entspricht 2000mm Vollformat) und 1/3 Sekunde belichtet. Gehalten in freier Hand.

Man kann tatsächlich noch die Sichelform der Venus erkennen. Da die Kamera nicht auf einem Stativ stehen konnte, musste ich dies Bild auch aus "freier Hand" machen, klar, dass bei 1/3 Sekunde Belichtungszeit und dieser riesigen Brennweite die Venus ein wenig verwackelt ist.

War dies vielleicht schon das letzte Foto der Venus in dieser Saison als Abendstern? Ich bin gespannt, ob es mir in den nächsten Tagen noch einmal vergönnt sein wird, ein Foto der Venus machen zu können. 

Die Wettervorhersage ist für Montag bis Donnerstag der kommenden Woche gar nicht so schlecht. Vielleicht habe ich ja Glück. Am 23. März hat die Venus "untere Konjunktion", d.h. sie zieht dann an der Sonne vorbei und wechselt vom Abendstern zum Morgenstern. Da sie dabei jedoch sehr stark nördlich der Ekliptik steht, soll es eine "Übergangszeit" geben, an der sie sowohl als Abendstern nach Sonnenuntergang, als auch als Morgenstern, vor Sonnenaufgang gesehen werden kann. Heute zum Beispiel geht sie mathematisch um 19:42 Uhr unter (das ist mehr als eine Stunde nach Sonnenuntergang um 18:31 Uhr). Morgen geht sie um 6:00 Uhr auf (das ist 32 Minuten vor Sonnenaufgang). In den nächsten Tagen werden die Untergänge natürlich immer früher erfolgen, ebenso wie die Aufgänge. Mal schauen! Leider habe ich in östlicher Richtung das Eggegebirge liegen, so dass alle echten "Aufgänge" bei mir erst mit Verzögerung zu sehen sind, und damit erst bei deutlich fortgeschrittener Dämmerung. 

Aber vielleicht gelingt ja Ihnen ein solcher Nachweis, dass die Venus tatsächlich gleichzeitig Morgen- und Abendstern sein kann?
 

Freitag, 7. Juli 2023

7. Juli 2023: Venus in größtem Glanz

 Heute, am Freitag, den 7.7. , sollte die Venus "im größten Glanz" vom Himmel strahlen. Das ist die Bzeichnung für die Venus, wenn sie ihre größtmögliche Helligkeit von -4,8mag erreicht. Da die Venus ja ihre Bahn um die Sonne noch innerhalb der Bahn der Erde um die Sonne zieht, zeigt sie auch Phasen wie der Mond. Da sie jedoch - im Gegensatz zum Mond - sehr unterschiedlich weit von der Erde entfernt sein kann, je nach dem ob sie eher zwischen der Erde und der Sonne oder von der Erde aus gesehen erst hinter der Sonne ihre Bahn zieht. 

 Eine "Voll-Venus" können wir sehen, wenn ihre von der Sonne angestrahlte Oberfläche mehr oder weniger genau hinter der Sonne steht. Dann hat sie jedoch auch die größte Entfernung von der Erde, sieht also am kleinsten aus.

Zieht sie direkt zwischen Erde und Sonne entlang haben wir natürlich eine "Neu-Venus", können also praktisch kein Licht auf ihrer Oberfläche sehen, auch wenn sie dann uns theoretisch am nächsten ist, also am größten erscheinen würde.

Die "Voll-Venus" entspricht der sog. "oberen Konjunktion", die "Neu-Venus" der "unteren Konjunktion. Auf dem Weg von der oberen zur unteren Konjunktion wird die Venus aus unserer Erdsicht immer größer, ihre Phase nimmt dabei jedoch immer weiter ab. Aus der "Voll-Venus" wird zuerst eine "Halb-Venus" und dann zeigt sie eine immer schmaler werdende Sichelgestalt.

An einer Stelle erreicht die sichtbare Fläche dann eine maximale Größe, dann strahlt die Venus mit der größtmöglichen Helligheit. Und genau dieser Punkt wird heute erreicht.

In meinem Beobachtungsbericht zu gestern hatte ich noch geschrieben, dass die Venus von meinem Grundstück aus am Abend gar nicht mehr zu sehen war. Heute habe ich daher etwas aufgepasst und die Venus rechtzeitig am Taghimmel aufgesucht. Im Fernroht war sie leicht zu finden. Wenn man genau weiß, wo sie steht, kann man sie ja auch mit bloßem Auge noch am Taghimmel, also vor Sonnenunzergang, finden.

Hier ein Foto:

Venus "in größtem Glanz" am 7.7.23

 In den kommenden Tagen wird  die Sichelgestalt immer schmaler werden. Am 13. August erreicht die Venus ihre "untere Konjunktion"- In diesen Tagen ist sie praktisch für uns nicht mehr zu sehen, da sie dann zu dicht bei der Sonne am Taghimmel steht. Ich denke, gegen Ende des Monats beendet die venus ihre gegenwärtige Periode als Abendstern.

Nach der unteren Konjunktion eilt die Venus aus Sicht der Erde wieder der Sonne voraus. Sie wird dann von der "Neu-Venus" aus jeden Tag wieder eine immer dicker werdende Sichel, später dann eine Halb-Venus und im Juni 2044 wieder eine Voll-Venus zeigen. Ab Ende August wird sie dann wieder als Morgenstern leuchten. Am 19. September wird sie dann wieder genau den Punkt "im größten Glanz" erreichen.

Dienstag, 21. Februar 2017

21. Februar: Venus, strahlender Abendstern

Heute Abend strahlte wieder die Venus unübertroffen hell im Westen am Himmel.

Schon mit einem einfachen Fernglas mit 7-facher Vergrößerung kann man erkennen, dass sie zur Zeit eine ausgeprägte Sichelgestalt zeigt. Dies liegt daran, dass die Venusbahn um die Sonne sich zwischen der Erde und der Sonne befindet. Wenn sich die Venus dabei im "unteren" Teil ihrer Bahn befindet, also auch praktisch zwischen Erde und Sonne steht, zeigt sie eine Sichelgestalt ähnlich wie der Mond. Steht sie irgendwann genau exakt zwischen Erde und Sonne haben wir "Neu-Venus", dann schauen wir nur auf ihre unbeleuchtete Rückseite. Vor fünf und 13 Jahren hatten wir dabei sogar so viel Glück, dass die Venus exakt vor der Sonne entlang lief. Der nächste solche Venustransit findet jedoch erst wieder 2117 statt.

Die Venussichel wird in den kommenden Tagen und Wochen immer schmaler werden - so wie der Abstand von Venus und Sonne am Himmel auch immer kleiner wird. Noch steht die Venus östlich der Sonne, eilt ihr also hinterher. Die Venus bleibt also nur noch kurze Zeit "Abendstern". Am 25. März hat sie ihre "untere Konjunktion" mit der Sonne, anschließend wächst ihre Sichelgestalt wieder an, dann steht sie jedoch westlich der Sonne, eilt ihr also voraus und wird dann im April / Mai zum strahlenden Morgenstern.

Am 3. Juni erreicht die Venus dann wieder den größtmöglichen scheinbaren Abstand von der Sonne am Himmel, wir haben dann ungefähr "Viertel-Venus". Am 9. Januar 2018 steht die Venus dann, von der Erde aus gesehen, genau hinter der Sonne. Wir haben dann eine "Vollvenus", diese bleibt uns jedoch verborgen, da so dicht bei der Sonne natürlich selbst die helle Venus von der Sonne vollkommen überstrahlt wird.

Hier noch ein Bild von heute Abend, die Venus bei 25facher Vergrößerung:

Venus am 21. Februar 2017 um 19:28 MEZ.

Montag, 26. Dezember 2016

26. Dezember: Die Venus strahlt als Abendstern // Mars und Neptun

Heute Abend strahlt im Südwesten die Venus hell am Himmel.

Mittags hat das trübe Regenwetter aufgehört. Der Wind hat die meisten Wolken weggeblasen, in der Abenddämmerung kommen jetzt immer mehr Sterne zum Vorschein.

Als erstes fällt die Venus auf, unübersehbar strahlt sie vom Himmel, fast wie ein kleiner Weihnachtsstern.

Blick aus dem Fenster meines Arbeitszimmers, Richtung Südwesten - die Venus steht links von der Mitte
Ein schöner Abschluss eines friedlichen Weihnachtsfestes im Kreise der Familie.

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Es gab in dieser Nacht noch mehr am Himmel zu beobachten. Später war auch noch der Planet Mars zu sehen, und selbst Neptun konnte ich fotografieren.

Venus unten rechts und Mars links oberhalb der Bildmitte
Mars stand heute Abend dicht neben zwei weiteren Sternen, so dass er - besonders gut im Fernglas sichtbar - mit diesen Sternen eine kleine "Kette" bildete.

In den kommenden Tagen wird er sich immer weiter an Neptun nähern, den er zum Jahresende erreichen wird. Wenn das Wetter mitspielt, lässt sich diese Annäherung vielleicht gut mit der Kamera dokumentieren.

Hier noch einmal ein Ausschnitt aus dem Bild mit zusätzlicher Kennzeichnung von Mars und Neptun:

Mars und Neptun am 26. Dezember 2016
Während die strahlende Venus auf der Magnituden-Skala eine Helligkeit von -4 besitzt, leuchtet Mars mit 0,8mag und Neptun ist mit 7,9mag für das bloße Auge gar nicht sichtbar. Unter klarem Himmel, abseits störender Lichtquellen, kann unser Auge maximal Sterne mit 6mag erkennen. Ein Kamerachip kann da deutlich empfindlicher sein.


***** Nachtrag vom 29. Dezember:

Jetzt ist der Mars schon deutlich näher an Neptun heran gerückt. Auf diesem Bild sieht man unten am Rand die zwei Sternchen, mit denen Mars am 26.12. noch eine kleine Kette gebildet hatte:

Mars und Neptun am 29. Dezember

Mittwoch, 30. Oktober 2013

30. Oktober: Venus ist Abendstern und ein Iridiumflare

Heute Abend kann man tief  im Südwesten die Venus sehen, jetzt um 17:35 Uhr steht sie nur noch 6° Grad über dem Horizont. Trotzdem strahlt sie kräftig in der Abenddämmerung. Die Venus, unser nächster Nachbar unter den Planeten, ist - wenn sie am Himmel steht - immer heller als alle anderen Planeten oder Sterne.

Hier ein Foto von heute:

Venus in der Abenddämmerung am 30. Oktober, 1/60 sec, ISO800
Man braucht entweder eine gute Sicht zum Horizont hin - oder wie ich etwas Glück, das sie gerade in der Lücke zwischen zwei Bäumen zu sehen ist.

Um 19:17 Uhr kam es, wie angekündigt, zu einem hellen Iridiumflare, ausgelöst durch den Satelliten Iridium 34..

Iridiumflare im Pegasus

Gut kann man erkennen, das der Flare sehr hell im Pegasus-Viereck aufleuchtet und dieses dann nach rechts (Südwest) hin verlässt. Der kleine "Schlenker" zu Beginn der Satellitenspur ist kein "Taumeln" in der Bahn, sondern bedingt durch die nicht ganz stabile Aufstellung meines Fotoapparats, so dass sich der Druck auf den Auslöser leider durch dieses leichte "Wackeln" bemerkbar macht.
Links schließt sich an den Pegasus die Sternenkette der Andromeda an. Wenn man etwas genauer hinschaut kann man auf dem Foto sogar die Andromeda-Galaxie (M31) erkennen.

Hier das Bild noch einmal mit erläuternden Zusätzen:


Die Andromeda-Galaxie ist das fernste Objekt, das regelmäßig bei einigermaßen dunklem Himmel mit bloßem Auge gesehen werden kann. Sie ist 2,5 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Der Satellit war im Moment des Aufleuchtens von uns nur circa 1070 Kilometer entfernt.