Freitag, 31. Januar 2025

31. Januar 2025: Wieder viele Flecken auf der Sonne - Mond und Venus

 Vor drei Tagen hatte ich noch geschrieben "kaum Flecken auf der Sonne". Doch am nördlichen rechten Rand der Sonne konnte man schon gerade wieder neue Flecken in die Sonne hineinrotieren sehen. Diese Flecken sind jetzt richtig auf der uns zugewandten Seite der Sonne angekommen:

Die Sonne am 31.1.25 um 13:36 MEZ

Die einzelnen Flecken sind zwar nur klein, aber insgesamt ist das doch eine recht große Gruppe. Und diesmal in der nördlichen Sonnenhemispäre, waren doch die meisten Sonnenflecken in den letzten Monaten eher auf der südlichen Hälfte zu sehen. Die Profis haben diese große Gruppe sogar in drei Gruppen aufgeteilt, wie man bei spaceweather nachlesen kann. Aus dieser Gruppe hat es auch schon einige Sonneneruptionen gegeben, heute Nachmittag zuletzt einen Flare der Stärke M6,76. Mal sehen, ob diese Gruppe noch weiter aktiv bleibt und ob es vielleicht sogar noch einen erdgerichteten CME geben wird.

Das Bild der Sonne habe ich mit meinem Spektiv und einer angeschlossenen Kleinbildkamera aufgenommen.

Am Abend gegen 17:30 Uhr MEZ war der Himmel sogar sehr weit aufgeklart, so dass ich gleich noch weitere Fotos mit meinem Spektiv machen konnte.

Mondsichel am 31.1.25 um 17:30 MEZ

 

Die Mondsichel ist heute Abend nur zu 6 Prozent beleuchtet. Zur Zeit des Fotos stand sie noch 16° Grad über dem Horizont. In der noch hellen Abenddämmerung sind mit Hilfe des Spektivs aber doch schon viele Einzelheiten zu erkennen. Das Bild wurde 1/50 Sekunde belichtet.

Die Venus am 31.1.25, um 17:30 Uhr MEZ

Auch die Venus strahlte schon hell vom Himmel, sie stand deutlich höher als der Mond, in ca. 33° Grad Höhe. Das Bild wurde nur 1/160 Sekunde lang belichtet, dadurch erscheint der Himmel viel, viel dunkler als er in Wirklichkeit war. Dadurch zeigt sich jedoch ohne große Überbelichtung auch die aktuelle Sichelgestalt der Venus. 

Und da alle drei Bilder mit der gleichen Optik aufgenommen wurden, kann man auch schön die wahren Größenverhältnisse studieren.

Im Handy sah es heute Abend so aus:

Mond und Venus um 17:45 Uhr


Mittwoch, 29. Januar 2025

28. Januar 2025: Kaum Flecken auf der Sonne

Am Dienstag, den 28. Januar, konnte ich eine kurze Phase wolkenfreien Himmel in der Mittagszeit nutzen, um ein Foto der Sonnenoberfläche zu machen. Auf den ersten Blick schien die Sonne recht fleckenfrei zu sein. Man muss schon etwas genauer hinschauen:

Die Sonne am 28. Januar 2025 um 12:15 Uhr MEZ

Als erstes kann man eine kleine recht schwache Fleckengruppe relativ nahe zum Rand "kurz vor 9 Uhr" erkennen. Diese scheint aus drei eng beieinander liegenden Einzelflecken zu bestehen. Schaut man von dort nach oben findet man bei ca. 10 Uhr dann sehr dicht am Rand aber doch noch mehrere Flecken, die gerade in die Sonne hinein rotieren. Und schließlich kann man am rechten Rand bei ca. 3:30 Uhr noch (eher andeutungsweise) einen weiteren Fleck finden.

Die Fleckenaktivität der Sonne legt also doch noch keine Pause ein. Und ich denke auch, wir werden uns auch in diesem Jahr noch auf viele Sonnenflecken - und damit verbunden dann auch viele Polarlichter - freuen können.

Am Abend gab es dann noch einmal ein Wolkenloch. Ich habe schnell meine Vespera Beobachtungsstation aufgestellt, initialisiert und dann das Objekt "Messier 79" aufgesucht. 

Leider konnte ich nur zweieinhalb Minuten belichten, dann waren die Wolken wieder undurchdringlich.

M 79, am 28.1.25 um 21:23 Uhr, zweieinhalb Minuten belichtet

M 79 ist der etwas diffuse Fleck ungefähr in der MItte des Bildes. M 79 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Hase, unterhalb des Orion.  Er steigt bei uns nur 13° Grad über den Horizont hoch. Auch ist er mit nur 7,7mag relativ lichtschwach. Vor einem Jahr hatte ich etwas mehr Glück mit dem Wetter, da konnte ich M 79 eine gute halbe Stunde belichten.

Sonntag, 26. Januar 2025

Einige offene Sternhaufen und schöne Messier-Objekte am Wintersternhimmel

Mitte Januar gab es ein paar klare Abende, die ich nutzen konnte, verschiedene Messier-Objekte des Winterhimmels mit meinem Vespera Pro zu fotografieren. In den zwei Jahren zuvor hatte ich diese Objekte auch mit meiner ersten Vespera Beobachtungsstation fotografiert, jetzt wollte ich aber endlich mal die (hoffentlich) bessere Leistung des Pro ausnutzen.

Hier einige der Ergebnisse:

M 93, am 21. Januar 2025, 31 Minuten belichtet

 

Der Eintrag über Messier 93 bei Wikipedia ist recht knapp gehalten, dort heißt es: "Messier 93 (auch als NGC 2447 bezeichnet) ist ein +6,2 mag heller offener Sternhaufen mit einer Flächenausdehnung von 22' im Sternbild Achterdeck des Schiffs. Die Entfernung des Haufens beträgt etwa 3600 Lichtjahre, sein Alter wird auf etwa 100 Millionen Jahre geschätzt."

Das obige Bild zeigt das vollständige Bildfeld des Vespera Pro. Hier ein Ausschnitt daraus, welches den Sternhaufen stärker hervorbringt:

Ausschnitt aus dem obigen Bild mit M 93

M 93 wird auch der "Schmetterlingshaufen" genannt. Er ist ein relativ sternenarmer Haufen von wohl weniger als 450 Mitgliedern. Viel auffälliger am Himmel ist da schon:
 

M 41, ebenfalls 21. Januar 2025, knapp 32 Minuten belichtet

M 41 ist ein offener Sternhaufen im Sternbild "Großer Hund", er ist relativ leicht unterhalb von Sirius zu finden. M 41 enthält noch deutlich weniger Sterne als M 93, steht uns jedoch etwas näher und leuchtet dadurch auch heller. Man sieht im Vergleich der Bilder auch schnell eine scheinbar größere Ausdehnung dieses Haufens. Im Gegensatz zu M 93 ist M 41 zum Beispiel im Fernglas ein recht einfach zu findendes Objekt.

Gleich drei schöne offene Sternhaufen bietet das Sternbild Fuhrmann:

M 38 im Fuhrmann, 18. Januar 2025, gut 32 Minuten belichtet

M 38 gehört in gewisser Weise zu meinen "Lieblingssternhaufen", da er mit NGC 1907 zusätrzlich einen kleinen "Begleiter" hat. Physikalisch gibt es zwischen diesen beiden Haufen jedoch wohl keinen Zusammenhang. M 38 ist ca. 4200 Lichtjahre von uns entfernt, NGC 1907 dagegen ca. 5100 Lichtjahre.

M 37, 18. Januar 2025, 30 Minuten belichtet

M 37 ist ein auf den ersten Blick sehr dichter Sternhaufen mit einer Vielzahl von Sternen. 

 

M 36, 18. Januar 2025, 30 M inuten belichtet

M 36 zeigt deutlich weniger Sterne als seine Nachbarn M 37 und M 38. Trotzdem ist er hübsch anzuschauen, finde ich.

M 36 und M37 hatte ich auch schon im November 2022 mit meinem klassischen Vespera fotografiert.

Zwei weitere offene Sternhaufen gibt es im Sternbild "Achterdeck" (lat. Puppis):

M 47, 18. Januar 2025, 30 Minuten belichtet

M 47 hat eine interessante Entdeckungsgeschichte hinter sich und galt lange Zeit als "verlorener Messier-Haufen, wie man in der englischsprachigen Wikipedia nachlesen kann..

M 46, 18. Januar 2025, 30 Minuten belichtet

M 46 liegt ebenfalls im Sternbild "Achterdeck". Er liegt über 5000 Lichtjahre von uns entfernt. Das besondere hier ist, dass jedoch deutlich vor ihm in ca. 2360 Lichtjahren Entfernung ein bunter planetarischer Nebel liegt: NGC 2438. Wenn Sie das obige Bild in einem separten Tab öffnen (meist durch Klick auf die rechte Maustaste), können Sie diesen kleinen Nebel besser erkennen.

M 46 und M 47 hatte ich mit meinem alten Vespera-Gerät auch schon am 4. Februar 2023 fotografiert und hier gezeigt.

Was die Qualität der Bilder angeht, denke ich, dass das Vespera Pro in der Tat dem ersten Vespera-Gerät überlegen ist. Man braucht durch die längere Brennweite und das dadurch etwas schlechtere Öffnungsverhältnis zwar mehr Belichtungszeit, erkennt dann jedoch auf Grund des besser auflösenden Sensors auch mehr Details. Und sicherlich habe mittlerweile auch ich etwas mehr Erfahrungen gewonnen, wann man welche Objekte am besten fotografieren kann, zum Beispiel, ohne dass das Mondlicht stört.

27. Januar - 2. Februar 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zum Beobachten auch lichtschwacher Objekte am Sternenhimmel. Von den hellen Planeten leuchtet die Venus als heller Abendstern bis kurz nach 21 Uhr im Westen. Saturn verabschiedet sich von der Bühne, er ist nur noch bis kurz nach 20:00 Uhr tief im Westen zu finden. Jupiter leuchtet abends hoch im Süden und geht gegen 4:00 Uhr unter. Mars steht nach Sonnenuntergang im Osten, bald nach 23 Uhr hoch im Süden und geht erst am Morgen gegen 7:00 Uhr unter. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen zu sehen. Die chinesische Raumstation Tiangong kann bei mehreren morgendlichen Überflügen tief im Süden beobachtet werden, sie fliegt dabei regelmäßig durch die "Schere" des Sternbilds Skorpion.

Am Montag, den 27. Januar, geht die Sonne um 8:11 Uhr auf und um 17:04 Uhr unter. Im Laufe der Woche verlängerte sich die Tageslänge auf gut über 9 Stunden. In der Nacht von Montag auf Dienstag zieht Ganymed vor Jupiter vorbei (ab 23:14 Uhr, bis 1:26 Uhr), ab 3:37 Uhr fällt Ganymeds Schatten auf Jupiter. Zwischen 17:56 Uhr und 18:03 Uhr zieht die ISS in maximal 68° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 19:35 Uhr ist die ISS ein zweites Mal, ganz dicht bei an der Venus vorbeiziehend, im Südwesten zu sehen.

Am Dienstag, den 28. Januar, zieht die ISS zwischen 18:44 Uhr und 18:50 Uhr in maximal 31° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um ca. 13:56 Uhr kommt es auf einer Linie von Büren - Flughafen PAD - Salzkotten - Paderborn - Bad Lippspringe - Steinheim - Lügde ... zu einem Transit der ISS vor der Sonne. Die ISS befindet sich zu diesem Zeitpunkt von uns ca. 1100 Kilometer entfernt, der Transit dauert etwas über eine Sekunde. Mehr Informationen z.B. auf dieser Webseite. Achtung! Nur mit Sonnenfilterschutz beobachten! Die Tiangong ist um 7:27 Uhr zu sehen. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 3:55 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Mittwoch, den 29. Januar, erreicht der Mond exakt um 13:37 Uhr seine Neumondposition. Die ISS zieht zwischen 17:55 Uhr und 18:03 Uhr in maximal 43° Grad Höhe über unseren Nachthimmel hinweg. Gegen 19:34 Uhr ist die ISS noch einmal zu sehen, sie fliegt mit nur 12° Grad Höhe jedoch nur sehr flach über dem Horizont hinweg. Die Tiangong ist um 6:30 Uhr zu sehen.

Am Donnerstag, den 30. Januar, kann die ISS zwischen 18:30 Uhr und 18:40 Uhr noch einmal bei einem Überflug, allerdings nur noch in maximal 17° Grad Höhe, beobachtet werden. Die Tiangong ist um 7:10 Uhr zu sehen.

Am Freitag, den 31. Januar, ist die schmale Mondsichel (6 Prozent beleuchtet) wohl erstmalig nach Neumond wieder zu sehen, Monduntergang erfolgt um 19:51 Uhr. Die ISS kann zwischen 17:53 Uhr und 18:01 Uhr bei einem Überflug in maximal 24° Grad Höhe zu sehen. Sie fliegt dabei genau zwischen Saturn und Venus entlang. Die Tiangong ist um 6:13 Uhr zu sehen. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 0:45 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Am Samstag, den 1. Februar, steht der Mond abends zwei bis drei Grad unterhalb der Venus, er ist zu 13 Prozent beleuchtet und geht erst um 21:18 Uhr unter. Die Tiangong ist um 6:52 Uhr zu sehen. Von 0:57 Uhr bis 3:32 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Europa über die Planetenscheibe hinweg.

Am Sonntag, den 2. Februar, geht der zu 23 Prozent beleuchtete Mond erst um 22:44 Uhr unter. Zwischen 17:55 Uhr und 17:59 Uhr ist die ISS letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode in maximal 13° Grad Höhe bei einem Überflug zu sehen. Die Tiangong ist um 5:55 Uhr zu sehen. Bereits um 0:41 Uhr beginnt ein Durchgang von Io vor dem Mutterplaneten (bis 2:52 Uhr), ab 1:50 Uhr wandert Ios Schatten über die Planetenoberfläche. Der veränderliche Stern Algol zeigt um 21:15 Uhr ein Helligkeitsminimum.

Sonntag, 19. Januar 2025

20. - 26. Januar 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab und geht immer später am Morgen auf. Die Abende eignen sich gut zur Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist die Venus weiterhin glänzender Abendstern, sie geht erst nach 21:00 Uhr im Westen unter. Saturn verabschiedet sich vom Abendhimmel, er verschwindet bereits gegen 20:30 Uhr im Horizontdunst. Mars stand letzte Woche in Opposition, ist also praktisch die ganze Nacht über zu sehen. Jupiter steht am Abend hoch im Süden und geht nach 4:30 Uhr unter. Die ISS ist bei abendlichen Überflügen bestens zu beobachten.

Am Montag, den 20. Januar, geht die Sonne um 8:20 Uhr auf und um 16:52 Uhr unter. Im Laufe der Woche verschiebt sich der Sonnenuntergang auf die Zeit nach 17:00 Uhr, jetzt merkt man schon deutlich, dass die Tage wieder länger werden. Der Mond geht heute gar nicht auf, er erscheint erst (am Dienstag) um 0:34 Uhr. In der Frühe um 1:52 Uhr endet jedoch bereits eine Sternbedeckung von 25 Vir (5,9mag). Die ISS fliegt zwischen 18:48 Uhr und 18:53 Uhr mit maximal 83° Grad Höhe sehr hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Am Jupiter kann bis 18:40 Uhr der Schatten von Io auf der Planetenoberfläche beobachtet werden, ab 23:26 Uhr (bis 1:55 Uhr am Di) fällt dann der Schatten von Ganymed auf den Planeten.

Am Dienstag, den 21. Januar, geht der Mond um 0:34 Uhr auf. Um 6:00 Uhr in der Frühe ist er noch zu 59 Prozent beleuchtet und steht dicht bei Spica, dem hellsten Stern des Sternbilds Jungfrau. Um 21:31 Uhr erreicht er exakt das Letzte Viertel, steht dann bei uns jedoch noch unter dem Horizont. Die ISS fliegt zwischen 17:59 Uhr und 18:05 Uhr mit maximal 72° Grad Höhe hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Gegen 19:35 Uhr ist sie noch einmal ganz kurz im Westen zu sehen. Am Abend zieht Asteroid (79)Eurynome knapp am Medusa-Nebel (SH2-274) vorbei.

Am Mittwoch, den 22. Januar, geht der Mond um 1:46 Uhr auf und ist zu 47 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 18:47 Uhr und 18:52 Uhr sehr hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Um 18h:51m:12s befindet sie sich exakt über Bad Lippspringe.

Am Donnerstag, den 23. Januar, geht der Mond um 3:00 Uhr auf und ist zu 37 Prozent beleuchtet. Gegen 5:30 Uhr bedeckt der Mond am "oberen Rand", also fast streifend, den 5,9mag hellen Stern HIP 73184 A. Die Bedeckung ist nur kurz, am besten kann wohl das Wiedererscheinen des Sterns am dunklen Mondrand um ca. 5:45 Uhr beobachtet werden. Die ISS fliegt zwischen 17:58 Uhr und 18:05 Uhr noch einmal fast genau über unsere Stadt hinweg (Höhe 87° Grad). Gegen 19:36 bis 19:38 Uhr ist sie noch einmal kurz im Westen zu sehen. Bereits in der Dämmerung um 16:33 Uhr beginnt wieder ein Schattendurchgang von Titan auf der Saturnkugel. Dieser kann bis zum Saturnuntergang um 20:46 Uhr beobachtet werden. Am Abend zieht Asteroid (79)Eurynome über den offenen Sternhaufen NGC 2395 hinweg.

Am Freitag, den 24. Januar, geht der Mond um 4:15 Uhr auf und ist zu 28 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 18:47 Uhr und 18:51 Uhr mit maximal 78° Grad Höhe sehr hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Um 19 Uhr halte ich an der Volkssternwarte Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über die Astronomischen Sternstunden 2024 und gebe auch einen Ausblick auf die Highlights in diesem Jahr 2025. Ab 22:22 Uhr (bis 0:56 Uhr am Sa) fällt der Schatten von Jupitermond Europa auf den Planeten.

Am Samstag, den 25. Januar, geht der Mond um 5:30 Uhr im Sternbild Skorpion, unweit von Antares, auf und ist zu 20 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 17:58 Uhr und 18:05 Uhr noch einmal fast genau über unsere Stadt hinweg (Höhe 88° Grad). Zwischen 19:35 und 19:38 Uhr ist sie noch einmal kurz im Westen zu sehen, bevor sie oberhalb von Saturn und Venus im Erdschatten verschwindet. Um 23:55 Uhr (bis 2:07 Uhr am So) fällt der Schatten von Jupitermond Io auf den Planeten.

Am Sonntag, den 26. Januar, geht der Mond um 6:37 Uhr auf und ist nur noch zu 13 Prozent beleuchtet, dies dürfte die letzte Sichtbarkeit der schmalen Mondsichel vor dem Neumond am kommenden Mittwoch sein. Die ISS fliegt zwischen 18:46 Uhr und 18:51 Uhr mit maximal 53° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg und verschwindet kurz vor Erreichen des Orion im Erdschatten. Um 20:23 Uhr ist die ISS noch einmal kurz im Westen in der Nähe der Venus zu sehen.

Freitag, 17. Januar 2025

24. Januar 2025: Astronomische Sternstunden

 Schon zum 14. Mal halte ich an der Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus zu Beginn des Jahres einen Vortrag unter der Überschrift:

Astronomische Sternstunden 2024

Wie immer geht es in diesem Vortrag um einen Rückblick auf die vielen Highlights in der Astronomie im Laufe des vergangenen Jahres und natürlich auch um einen Ausblick auf das Jahr 2025 wie zum Beispiel die Sonnenfinsternis am 29. März.

An spektakuläre Polarlichter und den Kometen aus dem Jahr 2024 erinnern sich sicherlich noch viele. Im Havelland gab es einen spektakulären Meteoritenfall, In den USA gab es eine tolle Totale Sonnenfinsternis, bei uns immerhin eine Mondfinsternis am frühen morgen. Besonders faszinierende Ergebnisse gab es auch wieder in der professionellen Astronomie und Raumfahrt. Die Satelliten JWST und Euclid lieferten phantastische Bilder, von denen einige im Vortrag vorgestellt und erläutert werden. Nicht nur in der Forschung zu Schwarzen Löchern gab es einige Überaschungen. Unsere Erde hatte sogar mehrere Wochen einen zweiten Mond. Doch auch wissenschaftliche Fehlprognosen und einige Pannen in der Raumfahrt werden nicht verschwiegen.

Ich werde wieder einige Bilder zeigen, die von Mitgliedern der Paderborner Sternwarte gemacht worden sind. Auch von hier konnten im vergangenen Jahr verschiedene Kometen, spektakuläre Gasnebel und viele andere Objekte beobachtet und fotografiert werden. 

Der Vortrag findet am Freitag, den 24. Januar 2025 um 19 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn-Schloß Neuhaus statt.

Zur Webseite der Volkssternwarte Paderborn

Mittwoch, 15. Januar 2025

12./13. Januar: Sonne, Ringnebel, Gasnebel, Ferne Galaxie, Asteroid

 An diesen Tagen war es nicht nur in der Nacht klar, auch tagsüber schien stundenlang die Sonne. Viele Sonnenflecken gibt es im Moment jedoch nicht:

Die Sonne am 13.1. um 12:07 Uhr

In diesen Tagen hatte ich auch Ausschau gehalten, ob der Komet C/2024 G3 ATLAS am Morgenhimmel zu sehen war, doch da konnte ich nichts erkennen. Der Komet war viel zu dicht an der Sonne. Eine umso bessere "Show" lieferte er jedoch im LASCO3-Detektor des soho-Satelliten ab.

Hier ein kleiner Eindruck, größere und besser aufgelöste Filme findet man auf der Webseite des Soho-Observatoriums.

(c)https://soho.nascom.nasa.gov/data/realtime/gif/

Andere Objekte waren für mich am Himmel dann doch viel leichter zu erreichen:

Asteroid (39)Laetitia am 12.1., 10 Minuten belichtet

Wenn der Unterschied zwischen einem Kleinplaneten und einem Asteroiden darin besteht, dass Kleinplaneten eine sehr runde Form haben, dann muss man Laetitia eindeutig als Asteroiden bezeichnen. Zur Form von Laetitia gibt es viele Informationen in dem zugehörigen Wikipedia-Artikel.

Ein weiteres Kleinod am Himmel ist für mich NGC 2169. eine sehr kleine Sternenansammlung im Orion.

NGC 2169 am 13.1. 21:43, knapp 25 Minuten belichtet

Dieser kleine Sternhaufen wird auch wegen der speziellen Anordnung der Sterne als "37-Cluster" oder manchmal (z.B. im Vaonis-Katalog) auch als "kleine Plejaden" bezeichnet.

M 77 - am 12.1. , etwas über 1 Stunde belichtet

 M 77 ist eine weit entfernte, aber große Galaxie mit einer starken Radioquelle imSternbild Walfisch (Cetus A). Für mich ist hier besonders der ausgeprägte sehr hellen Kern und der umgreifende Ring (Arm?) auffällig. Ein interessantes Objekt, das man sicherlich mal mit höherer Vergrößerung fotografieren sollte.

NGC 1999, 12.1., 23:28 Uhr, 30 Minuten belichtet

NGC 1999 ist ein Reflexionsnebel, der auch unter dem Namen "Schlüsselloch-Nebel" bekannt ist. Das kleine "Loch" lässt sich sebst in meinem kleinen Gerät erkennen. :-)

Und zum Schluss noch zwei "Klassiker":

Ringnebel in der Leier, M 57, leider mit durchziehenden Wolken, 13.1., 18:07 Uhr (15 Minuten bel.)



 
Orionnebel, M 42, 13.1. 22:35 Uhr, 35 Minuten belichtet