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Montag, 25. Mai 2026

24./25. Mai 2026: Fortsetzung der "Schönes-Wetter-Phase", weitere Messier-Objekte und ein Kleinplanet

Auch in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag blieb das Wetter weiter ausgezeichnet. Hier schon mal ein paar erste Fotos:

M 60 und NGC 4647 am 24. Mai 2026 

Dank des "multi-night" Modus des Vespera konnte ich meine Aufnahme vom Tag zuvor von M60 und NGC4647 fortsetzen. Jetzt ist sie 35 Minuten belichtet, also sogar etwas länger als seinerzeit das "first-light" Photo.

Der Frühling gilt eh als "Galaxienzeit" - und bei immer heller werdender Mondphase wird es auch nicht gerade einfach, lichtschwache Objekte wie Nebel zu fotografieren. So habe ich weitere Messier-Objekte "aufs Korn" genommen:

M 63 am 24.5.2026

Dieses Bild von Messier 63 wurde auch eine gute halbe Stunde (36 Minuten) lang belichtet. 

M 106 am 24.5.2026 um 22:36 UT (=25.5.26 0:36 MESZ)

Dieses Bild von M 106 wurde nur 25,5 Minuten lang belichtet. Es zeigt gleich noch ein paar weitere Galaxien.  Hier das gleiche Bild mit den Annotierungen von nova.astrometry.net:

M106 mit NGC 4217, 4226, 4231, 4232, 4248, 4258 und 4346.
 

Die letzten beiden Galaxien wurden übrigens nicht von Messier selbst entdeckt, sondern von Pierre Machain. der noch ein paar weitere Objekte zum Messier-Katalog beigetragen hat. 

Neben den vielen Galaxien habe ich auch noch einmal Ausschau gehalten, ob es nicht einen weiteren Kleinplaneten am Himmel gibt, den ich noch nicht fotografiert habe. Schließlich wurde ich bei (49)Aglaya fündig:

(47)Aglaya um 22:36 Uhr MESZ

  Für dieses Foto musste ich mich bei Einbruch der Dämmerung etwas beeilen, denn der Kleinplanet stand schon recht tief und würde wenige Minuten später hinter den Bäumen auf Nachbars Grundstück verschwunden sein. Aber immerhin gelang mir noch diese Aufnahme mit einer Belichtungszeit von 8,6 Minuten. (47)Aglaya ist im Moment nur 14, 2mag hell. Und viel lichtschwächere Objekte sind auf dem Bild auch noch gar nicht zu finden, dafür ist die Belichtungszeit einfach noch deutlich zu kurz. Aber so bin ich stolz, ein weiterer Kleinplanet (der 124.) in meiner Sammlung!

In meinen Wochenhinweisen hatte ich, wie die Zeitschrift Sterne und Weltraum auch mitteilte, auch auf Kleinplanet (1943)Anteros hingewiesen. Aber den habe ich leider immer noch nicht vor die Linse bekommen. Er steht leider zu tief im Westen. Wenn es ausreichend dunkel für ein Bild wäre, ist er schon hinter Nachbars Bäumen verschwunden. 

Weitere Beobachtungen folgen... 

Donnerstag, 3. Juni 2010

Wunderschöne Beobachtungsnacht

Die letzte Nacht war wunderschön zum Beobachten des Himmels geeignet. Nach halb zehn war die Sonne untergegangen. Die Venus war schon kurze Zeit später am Himmel zu sehen. Im Fernrohr sieht sie recht "dicklich" aus. Zur Zeit sind noch rund 80% der Oberfläche beleuchtet, eine "Sichelphase" wird sie erst später im Jahr zeigen. Bald nach 22 Uhr flogen auch wieder die Fledermäuse ums Haus.

Dann fielen mir kurz vor halb elf zunächst die hellen Sterne Arktur und Wega auf. Nicht viel später waren jedoch auch der Saturn und dann - schon relativ nahe zum Horizont im Westen hin - Regulus und Mars zu sehen. Die beiden bilden zur Zeit wirklich ein schönes Paar. Es wird interessant zu beobachten sein, wie Mars in den kommenden Tagen an Regulus vorbei zieht. Am Doppelstern gamma Leo zeigte sich, dass die Luftqualität diese Nacht recht gut war. Mit dem 30mm Okular liessen sich die beiden Komponenten leicht trennen. Bei saturn liessen sich mit meinem C8 von Celestron mehrere Monde erkennen. Iapetus (weiter weg), Rhea und Thetis auf der einen, Titan auf der anderen Seite waren klar zu erkennen. Leider habe ich erst hinterher nachgeschaut, wo sich welcher Mond befindet. Dione muss ich wegen der Nähe zu Titan wohl glatt übersehen haben? Auch Enceladus war wohl zu dicht am Ring.

Hier ein Foto vom Sternbild Löwe, tief im Westen. Fotografiert um 23:24 MESZ mit ISO1600 und 15 Sekunden Belichtungszeit bei 18mm Brennweite mit meiner Canon EOS350D.

Unten, gleich oberhalb der Blätter im Vordergrund, erkennt man das Paar aus Regulus und Mars. Darüber der "Kopf" des Löwen. Am linken Bildrand ist auch noch der Saturn zu sehen, quasi als verlängerter "Schwanz" des Königs der Tiere. Zum oberen Bildrand hin kann man eine kleine Sternensammlung erkennen, dies ist das Sternbild des "Haar der Berenice", nach rechts daneben, oberhalb des "großen Löwen" noch das unscheinbare Sternbild des "kleinen Löwen".

Kurz nach Mitternacht verglühte eine Sternschnuppe unterhalb des großen Wagens (von N nach S fliegend). Nach Mitternacht wurde es dann recht dunkel und man konnte gut "deep-sky" Beobachtung betreiben. Viele Galaxien waren heute Nacht zu beobachten. Zunächst suchte ich die "Strudelgalaxie" ("Whirlpool-Galaxie") M51 im Sternbild Jagdhunde auf. Von dort aus ging es weiter zu M63, M94, M106 und NGC 4449, 4490 und 4244. Gerade das letzte Objekt zeigte die Qualität des Himmels. Ich war schon früher oft in diesem Gebiet des Himmels unterwegs, habe die flache "Kantengalaxie" aber boch nie gesehen. Im Karkoschka wird sie als "ziemlich lichtschwache Galaxie" (10.5mag) bezeichnet, im "Deep Sky Reiseführer" von Ronald Stoyan wird sie gar nicht erwähnt. Heute sprang mir dieser "Strich" jedoch richtig ins Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit den Jahren doch immer mehr Beobachtungspraxis entwickelt und dadurch wirklich mehr erkennt. Auch in der Astronomie gilt wohl "Übung macht den Meister".

Im Osten stiegen die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler immer höher am Himmel hinauf. Im Süden leuchtete Antares im Skorpion. Dort waren M4 und M80 schön zu sehen. In der Leier ließ ich mir den Ringnebel M57 natürlich nicht entgehen.

Später in der Nacht kamen dann noch Objekte des Südhimmels hinzu. Zunächst M11, dann M26, M8, M20 und M21, M22. Als der Mond aufging und es mir langsam doch etwas kälter wurde, ging es gegen 2 Uhr wieder ins Haus zum Bett.