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Donnerstag, 30. Juli 2026

29./30. Juli 2026: Verschiedene Messier-Objekte

 In der Nacht vom 29. auf den 30. Juli schien der Vollmond, doch es war die ganze Zeit auch angenehm warm. Es kommt nicht oft vor, dass man sein nächtliches Hobby in kurzer Hose und T-Shirt betreiben kann.

So habe ich dann nicht nur den Mond fotografiert, sondern auch ein paar andere - mehr oder weniger - helle Objekte am Nachthimmel.

Kugelsternhaufen M 15, am 30.7.26 um 0:28 Uhr MESZ

 Dieser schöne Kugelsternhaufen im Sternbild Pegasus war schön öfters mein Ziel. Es ist der zweithellste Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Ein Wikipedia-Artikel nennt beeindruckende Details: 500.000 Sterne, über 33.000 Lichtjahre entfernt, in der Mitte ein schwarzes Loch von 4000 Sonnenmassen. Mein Bild wurde etwas über 31 Minuten belichtet.

M 17 am 30.7.26 um 0:47 Uhr MESZ

 M 17 wird auch "Omeganebel" oder der "Schwanennebel" genannt. Wenn man das Bild auf den Kopf stellt, kann man sich den schwimmenden Schwan durchaus vorstellen. Dieses Sternentstehungsgebiet ist von uns nur ca. 5000 - 6000 Lichtjahre entfernt. Auch hier habe ich etwas über eine habe Stunde belichtet, dabei kam ein Dualbandfilter zum Einsatz.

M 20 und M 21 am 29.7.26 um 23:11 Uhr MESZ

 M 20, der "Trifid-Nebel", ist für mich eines der schönsten Objekte an unserem Nachthimmel. Links oberhalb von ihm befindet sich der offene Sternhaufen M 21. Dieser Sternhaufen ist ca. 1000 Lichtjahre näher als M 20 mit einer Enffernung von ca. 5200 Lichtjahren. Während M 21 eund 6 Millionen Jahre alt ist, müssen wir wohl erst noch abwarten, wieviele Sterne aus M 20 entstehen.

Kugelsternhaufen M22 am 29.7.26 um 23:43 Uhr MESZ

 Messier 22 ist der hellste von Europa aus sichtbare Kugelsternhaufen, er wure schon am 26. August 1665 vom deutschen Amateurastronomen Johann Abraham Ihle in Leipzig entdeckt. Ihle war Postangestellter. Das Bild wurde genau 15 Minuten lang belichtet.

Messier 25 am 29.7.26 um 23:14 Uhr MESZ
 

M 25 ist ein weiterer offener Sternhaufen im Sternbild Schütze. Dieser ist nur 2100 Lichtjahre von uns entfernt.

Schließlich habe ich noch versucht eine schöne, aber relativ lichtschwache Galaxie zu fotografieren. Vaonis schlägt hierfür eine Mindestbelöcihtungszeit von zwei Stunden vor. Ich kam in dieser Nacht jedoch nur auf 50 Minuten (netto): 

NGC 7479 am 30.7.26 um 01:37 MESZ

 NGC 7479 ist eine wunderschöne Galaxie im Sternbild Pegasus, die aussieht wie ein großes schön geschwungenes "S". Sie wird deshalb zum Beispiel bei Stellarium auch die "Supermann-Galaxie" genannt. Diese Galaxie ist ca. 114 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Damit das "S" auch auf meinem Foto wirklich gut zur Geltung kommt, muss ich jedoch in der Tat noch einiges an Belichtungszeit sammeln. 50 Minuten sind leider viel zu wenig.

Die Nacht hat auf alle Fälle gezeigt, auch bei Vollmond kann man mit einem Smart-Teleskop viele schöne Aufnahmen am Sternhimmel machen. 

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Fortsetzung am Abend des 30. Juli 2026, hier habe ich noch zwei Weitere Messier-Objekte, diesmal im Sternbild "Schild" fotografiert.

M 26 am 30.7.26 um 23:54 MESZ

 Da die deutschsprachige Wikipedia zu diesem Objekt aus dem Messier-Katalog nur sehr wenig Informatzionen enthält, empfehle ich hier die englischsprachige Seite. Dieser kleine recht lockere Sternhaufen umfasst wohl nur wenige Sterne, in der Mitte sieht es fast nach einem "Loch" aus. Das Bild habe ich 30 Minuten lang belichtet.

M 11 am 30.7.26 um 23:03 Uhr MESZ

Dieses Bild vom "Widenten-Haufen", Messier 11, habe ich nur 15 Minuten belichtet. Trotzdem erscheint dieser Sternhaufen viel dichter als der vorherige. Dieser Sternhaufen ist bereits in einem Fernglas sehr schön zu sehen.

Dienstag, 20. August 2024

19. August 2024: Sonne, Mond und Sterne...

 Am 19. August war es tagsüber immer wieder mal sonnig, zum Abend hin klarte es dann richtig auf. leider war die Luft jedoch sehr feucht, es kann sein, dass in großer Höhe auch Cirren oder andere Wolken zogen, vielleicht war es aber auch nur einfacher Hochnebel. Für das bloße Augen waren kaum Sterne zu erkennen. Meine Vespera haben aber trotzdem funktioniert und ich konnte wieder einige interessante Objekte aufnehmen.

Die Sonne um 11:50 Uhr MESZ

Der volle Mond um 23:48 Uhr MESZ

T CrB um 21:46 Uhr (3 min belichtet)

Wie man schnell erkennt, da zeigt sich noch gar nichts, was wie eine Nova aussehen könnte- Anschließend habe ich auch noch die anderen veränderlichen Sterne in der nördlivhen Krone fotografiert(R, S und W CrB).

Mit meinem Vespera Pro wollte ich dann eigentlich den Trifid-Nebel etwas länger belichten:

M20, Trifid-Nebel, leider nur 12 Minuten belichtet

 Leider hatte ich nicht aufgepasst, das Objekt stand schon zu weit westlich, so dass es zu früh hinter den Büschen verschwand. Auch von anderen Objekten konnte ich nur relativ kurze Aufnahmen machen:

 Kugelsternhaufen M22, 9 Minuten belichtet


Offener Sternhaufen M25, immerhin 23 Minuten belichtet

Vielleicht lag es aber auch an den Wolken und dem hellen Mondlicht, dass diese Objekte nicht so schön leuchten, wie ich es eigentlich erhofft hatte,

NGC 6716, 20 Minuten belichtet

Die Sterne in diesem offenen Sternhaufen zeichnen ein interessantes Bild, für viele sieht dieser kleine Sternhaufen aus wie ein Zierfisch mit großem Schwanz.


NGC 6210, 35 Minuten belichtet

NGC 6210 ist auf dem Bild nicht ganz zentral, sondern etwas rechts der Mitte der bläulich leuchtende "Stern". Es handelt sich hier um einen planetarischen Nebel, der vom Vespera natürlich nicht aufgelöst und größer dargestellt werden kann. So lässt sich leider auch gar nicht der schöne Name "Schildkrötennebel" nachvollziehen.

Nova Vulpecula

Zum Schluß noch ein Bild der Nova im Sternbild Füchslein. Die Nova verblasst langsam und allmählich. Durch die rötliche Farbe lässt sie sich in der Mitte des Bildes aber immer noch leicht lokalisieren. Ihre Helligkeit liegt jetzt bei ca. 13mag.



Donnerstag, 3. Juni 2010

Wunderschöne Beobachtungsnacht

Die letzte Nacht war wunderschön zum Beobachten des Himmels geeignet. Nach halb zehn war die Sonne untergegangen. Die Venus war schon kurze Zeit später am Himmel zu sehen. Im Fernrohr sieht sie recht "dicklich" aus. Zur Zeit sind noch rund 80% der Oberfläche beleuchtet, eine "Sichelphase" wird sie erst später im Jahr zeigen. Bald nach 22 Uhr flogen auch wieder die Fledermäuse ums Haus.

Dann fielen mir kurz vor halb elf zunächst die hellen Sterne Arktur und Wega auf. Nicht viel später waren jedoch auch der Saturn und dann - schon relativ nahe zum Horizont im Westen hin - Regulus und Mars zu sehen. Die beiden bilden zur Zeit wirklich ein schönes Paar. Es wird interessant zu beobachten sein, wie Mars in den kommenden Tagen an Regulus vorbei zieht. Am Doppelstern gamma Leo zeigte sich, dass die Luftqualität diese Nacht recht gut war. Mit dem 30mm Okular liessen sich die beiden Komponenten leicht trennen. Bei saturn liessen sich mit meinem C8 von Celestron mehrere Monde erkennen. Iapetus (weiter weg), Rhea und Thetis auf der einen, Titan auf der anderen Seite waren klar zu erkennen. Leider habe ich erst hinterher nachgeschaut, wo sich welcher Mond befindet. Dione muss ich wegen der Nähe zu Titan wohl glatt übersehen haben? Auch Enceladus war wohl zu dicht am Ring.

Hier ein Foto vom Sternbild Löwe, tief im Westen. Fotografiert um 23:24 MESZ mit ISO1600 und 15 Sekunden Belichtungszeit bei 18mm Brennweite mit meiner Canon EOS350D.

Unten, gleich oberhalb der Blätter im Vordergrund, erkennt man das Paar aus Regulus und Mars. Darüber der "Kopf" des Löwen. Am linken Bildrand ist auch noch der Saturn zu sehen, quasi als verlängerter "Schwanz" des Königs der Tiere. Zum oberen Bildrand hin kann man eine kleine Sternensammlung erkennen, dies ist das Sternbild des "Haar der Berenice", nach rechts daneben, oberhalb des "großen Löwen" noch das unscheinbare Sternbild des "kleinen Löwen".

Kurz nach Mitternacht verglühte eine Sternschnuppe unterhalb des großen Wagens (von N nach S fliegend). Nach Mitternacht wurde es dann recht dunkel und man konnte gut "deep-sky" Beobachtung betreiben. Viele Galaxien waren heute Nacht zu beobachten. Zunächst suchte ich die "Strudelgalaxie" ("Whirlpool-Galaxie") M51 im Sternbild Jagdhunde auf. Von dort aus ging es weiter zu M63, M94, M106 und NGC 4449, 4490 und 4244. Gerade das letzte Objekt zeigte die Qualität des Himmels. Ich war schon früher oft in diesem Gebiet des Himmels unterwegs, habe die flache "Kantengalaxie" aber boch nie gesehen. Im Karkoschka wird sie als "ziemlich lichtschwache Galaxie" (10.5mag) bezeichnet, im "Deep Sky Reiseführer" von Ronald Stoyan wird sie gar nicht erwähnt. Heute sprang mir dieser "Strich" jedoch richtig ins Auge. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man mit den Jahren doch immer mehr Beobachtungspraxis entwickelt und dadurch wirklich mehr erkennt. Auch in der Astronomie gilt wohl "Übung macht den Meister".

Im Osten stiegen die Sommersternbilder Leier, Schwan und Adler immer höher am Himmel hinauf. Im Süden leuchtete Antares im Skorpion. Dort waren M4 und M80 schön zu sehen. In der Leier ließ ich mir den Ringnebel M57 natürlich nicht entgehen.

Später in der Nacht kamen dann noch Objekte des Südhimmels hinzu. Zunächst M11, dann M26, M8, M20 und M21, M22. Als der Mond aufging und es mir langsam doch etwas kälter wurde, ging es gegen 2 Uhr wieder ins Haus zum Bett.