Montag, 31. Januar 2022

30. Januar 2022: Ein kleiner Sonnenstrahl verrät einen großen Fleck

 Die letzten Tage war der Himmel leider immer wieder vollständig bewölkt. Tagsüber keine Sonne und abends keine Sterne. Am Sonntag waren (nach dem Sturm) ein paar Wolkenlücken angekündigt. Leider hatte ich erst gegen Abend etwas Glück:

Blick nach Westen, dort zeigen sich kleine Lücken in den Wolken

Besser als auf dem obigen Foto war es wirklich nicht. Doch um 16:24 Uhr MEZ hatte ich Glück und zumindest ein Teil der Sonne zeigte sich ganz kurz zwischen den Wolken. Ich hatte noch nicht einmal Zeit, mein kleines Teleskop richtig zu fokussieren, ein Schnappschuss ist mir jedoch gerade noch gelungen. Deutlich kann man auf diesem Bild einen großen Doppelfleck erkennen. So reichte mir ein kleiner Sonnenstrahl für einen großen Flecknachweis. Sternfreunde aus anderen Gegenden haben in Astroforen berichtet, dass sie diesen doppelten Fleck mit Schutz einer Sonnenfinsternisbrille sogar mit dem bloßen Auge sehen konnten.

Große Sonnenfleckengruppe am 30.1.2022 um 16:24 Uhr

 Schade, dass das Wetter zur Zeit bei uns überhaupt nicht mitspielt. Diesen großen Sonnenfleck hätte ich gerne wesentlich länger und intensiver beobachtet. 

Aus dieser Fleckengruppe heraus gab es am 30. Januar einen starken Massenauswurf, einen sog. CME. Wenn diese Materie am 2. Februar die Erde erreicht, könnte es vielleicht auch in unseren Breiten sichtbare Polarlichter geben. Doch ich vermute, auch da wird das Wetter nicht mitspielen.

Auf der Webseite "spaceweather.com" ist sogar eine kleine Animation vom Wachsen dieses Flecks zu sehen. Deshalb hier zum Schluss noch ein weiteres Bild der Sonne vom Sonntag, auf der sie den großen Fleck mit der Nummer AR2936 ohne Probleme finden sollten.

Sonne mit Fleckengruppe 2936 ((c)spaceweather.com/SDO/HMI)


Sonntag, 30. Januar 2022

31. Januar - 6. Februar 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte in der ersten Wochenhälfte eignen sich also gut für die Beobachtung lichtschwacher Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist Jupiter nur noch bis ca. 19 Uhr am Abendhimmel tief im Südwesten zu sehen. Am Morgenhimmel geht die helle Venus gegen 6:00 Uhr auf, der deutlich lichtschwächere Mars steigt etwa eine halbe Stunde später im Südosten über die Egge. Die ISS kann in dieser Woche noch bei abendlichen Überflügen im Süden gesichtet werden.

Am Montag, den 31. Januar, geht die Sonne um 8:06 Uhr auf und um 17:11 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt also schon wieder über neun Stunden lang und ca. 25 Minuten länger als noch am letzten Montag. Die ISS fliegt zwischen 19:06 Uhr und 19:10 Uhr in maximal 43° Grad Höhe über unseren abendlichen Himmel im Südwesten hinweg. Kurz bevor sie das Sternbild Orion erreicht, verschwindet sie im Schatten der Erde. Bei Jupiter kann ab 17:36 Uhr noch ein Schattenwurf von Mond Io auf die Planetenscheibe beobachtet werden.

Am Dienstag, den 1. Februar, erreicht der Mond um 6:46 Uhr seine exakte Neumondposition. Zwischen 18:18 Uhr und 18:24 Uhr fliegt die ISS in maximal 54° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Kurz nach dem nahen Vorbeiflug an den drei Gürtelsternen des Orion verschwindet sie im Erdschatten. Gegen 19:56 Uhr kann sie noch einmal ganz tief im Südwesten für kurze Zeit gesehen werden.

Am Mittwoch, den 2. Februar, soll am Morgen ab 7:18 Uhr eine ganze Kette von ca. 6-7mag hellen Satelliten eines Starlink-Starts knapp unterhalb der Venus über den Morgenhorizont ziehen. Am Abend kann vielleicht bei klarer Sicht zum Südwest-Horizont die nur zu 4 Prozent beleuchtete Sichel des Mondes unterhalb von Jupiter gefunden werden, sie geht um 18:45 Uhr unter. Die ISS erreicht bei ihrem Überflug zwischen 19:06 Uhr und 19:11 Uhr im Südwesten nur noch eine maximale Höhe von 24° Grad über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 3. Februar, ist der Mond am Abend schon deutlich an Jupiter vorbeigezogen. Seine zu 9 Prozent beleuchtete Sichel geht um kurz nach 20 Uhr unter. Bei Jupiter endet um 17:50 Uhr ein Durchgang von Mond Ganymed vor der Planetenscheibe. Zwischen 18:19 Uhr und 18:26 Uhr fliegt die ISS noch einmal in maximal 32° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 4. Februar, ist die Mondsichel zu 16 Prozent beleuchtet und geht um 21:29 Uhr unter.   Die ISS fliegt zwischen 18:08 Uhr und 18:13 Uhr noch einmal ganz tief in maximal 12° Grad Höhe im Südwesten oberhalb des Horizonts entlang.

Am Samstag, den 5. Februar, geht der Mond erst um 22:45 Uhr unter, seine Sichel ist zu 25 Prozent beleuchtet. Die ISS ist heute letztmalig in dieser Abendsichtbarkeitsperiode zwischen 18:19 Uhr und 18:26 Uhr in maximal 17° Grad Höhe bei einem Überflug zu beobachten. Um 18:38 Uhr bedeckt der Mond das 7,0mag lichtschwache Sternchen SAO 109556 / HD 5588. Kleinplanet (20)Massalia steht heute mit einer Helligkeit von 8,5mag in Opposition zur Sonne.

Am Sonntag, den 6. Februar, erreicht der veränderliche Stern Algol um 1:07 Uhr ein Helligkeitsminimum. Um 6 Uhr in der Frühe steht Kleinplanet (20) Massalia (8,5mag) nur 9 Bogenminuten entfernt vom Stern 81 Cnc mit 6,5mag. Am Abend geht der Mond erst kurz vor Mitternacht, um 23:59 Uhr unter. Er zeigt maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht fernab vom Rand.

Montag, 24. Januar 2022

Montag, 24 Januar 2022, Vortrag: Astronomische Sternstunden

 Am Montag, den 24. Januar, halte ich um 20 Uhr für die Volkssternwarte Paderborn einen Vortrag unter dem Titel

Astronomische Sternstunden 2021

Wie immer geht es im ersten Vortrag des neuen Jahres um einen Rückblick auf die astronomischen Highlights des vergangenen Jahres.

Ich werde nicht nur auf spektakuläre Sonnenfinsternisse und Mars-Expeditionen des letzten Jahres eingehen, sondern auch über eine ganze Reihe weiterer faszinierender Neuentdeckungen in der Astronomie berichten. Die Forschung über „schwarze Löcher" in weit entfernten Galaxien hat einige neue Ergebnisse gebracht. Die Zahl der von den professionellen Astronomen neu entdeckten Exoplaneten steigt immer weiter an und immer exotischere Planeten werden gefunden. In der Weltraumfahrt gibt es mit dem erfolgreichen Start des James-Webb-Teleskops neue Erfolge, mit dem Entstehen des "Weltraum-Tourismus" für wenige Reiche aber auch fragwürdige Entwicklungen.

Ein Schwerpunkt des Vortrag wird aber wie immer auch die Himmelsbeobachtung durch Amateure sein, diese konnten im letzten Jahr ebenfalls erfolgreich unvorhersehbare Objekte entdecken und beobachten, zum Teil sogar mit ganz einfachen Mitteln wie mit einem Fernglas oder einer Spiegelreflexkamera und ganz ohne Teleskop. Wie immer möchte ich auch einige besondere Beobachtungen von Amateuren aus unserer Region präsentieren.

 Einige der vielleicht schönsten Astronomie-Fotos des Jahres 2021 und ein kurzer Ausblick, was wir vom Jahr 2022 astronomisch erwarten können, soll den hoffentlich kurzweiligen Vortrag abrunden.

Der Vortrag findet als Online-Veranstaltung statt. Er dauert ca. 1 1/2 Stunden.

Ich freue mich schon sehr darauf. Wenn anschliessend noch Zeit genug ist, können wir in der Zoomkonferenz vielleicht auch noch viele andere "astronomische Themen" diskutieren, zu denen Sie Fragen haben.

Der Zugangslink lautet: https://zoom.us/j/94699199771

 

Sonntag, 23. Januar 2022

24. - 30. Januar 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond weiter ab zieht sich immer weiter in den Morgen zurück, die Nächte eignen sich immer besser für die "deep-sky" Beobachtung.  Von den hellen Planeten ist am Abendhimmel nur noch Jupiter bis gegen 19:30 Uhr tief im Südwesten zu sehen. Am Morgenhimmel steigt die helle Venus um ca 6:30 Uhr über die Egge, inzwischen etwas früher als der Mars, der in der Morgendämmerung deutlich schwerer zu finden sein wird.

Am Montag, den 24. Januar, enden um 2:30 Uhr und um 4:31 Uhr zwei Sternbedeckungen durch den Mond, 46 Vir (6,1mag) bzw. 48 Vir (6,5mag) tauchen dann an der unbeleuchteten Mondseite wieder auf. Die Sonne geht um 8:15 Uhr auf und um 16:59 Uhr unter, der helle Tag dauert 20 Minuten länger als noch vor einer Woche. Um 17:57 Uhr endet ein Schattendurchgang von Io auf der Jupiterscheibe. Zwischen 18:15 Uhr und 18:20 Uhr fliegt die ISS in maximal 54° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Der Mond geht erst nach Mitternacht auf. Um 20 Uhr halte ich einen Online-Vortrag über die "Astronomischen Sternstunden 2021".

Am Dienstag, den 25. Januar, ist der Mond am Morgenhimmel vom Aufgang um 0:36 Uhr bis zum Untergang gegen 11:30 Uhr im Westen zu sehen. Er erreicht exakt um 14:41 Uhr das Letzte Viertel, dann steht er bei uns jedoch unter dem Horizont. Bei Jupiter stehen am Abend alle vier galiläischen Monde auf der gleichen linken, östlichen Seite. Die ISS steigt ab 19:03 Uhr aus dem Westen kommend steil den Himmel hinauf, noch vor 19:08 Uhr verschwindet sie im Zenit im Sternbild Perseus im Erdschatten.

Am Mittwoch, den 26. Januar, wird von ca. 6:48 Uhr bis 7:59 Uhr der mit 2,9mag relativ helle Stern alpha Librae, "Zubenelgenubi" vom Mond bedeckt. Die Bedeckung findet beginnt jedoch am hellen Mondrand, der alles schnell überstrahlt und endet in der fortgeschrittenen Morgendämmerung, so dass diese Bedeckung nur schwer zu beobachten sein wird. Die ISS fliegt zwischen 18:15 Uhr und 18:21 Uhr mit ca. 80° Grad maximaler Höhe sehr hoch über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Donnerstag, den 27. Januar, und auch den anderen Tagen um diesen herum, kann vielleicht bei klarstem Himmel, keiner Lichtverschmutzung und guter Sicht zum Horizont im Westen nach Sonnenuntergang das Zodiakallicht beobachtet werden. Die ISS fliegt erneut zwischen  19:04 Uhr und 19:08 Uhr aus dem Westen kommend steil den Himmel hinauf, praktisch durch den Zenit und verschwindet dann im Sternbild Perseus im Erdschatten.

Am Freitag, den 28. Januar, geht der nur noch zu 21 Prozent beleuchtete Mond erst gegen 5:00 Uhr im Südosten auf. Er steht ca. 5° Grad östlich von Antares. Zwischen 18:16 Uhr und 18:22 Uhr fliegt die ISS hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Um 18:20 Uhr und 21 Sekunden fliegt sie dabei ganz exakt über Bad Lippspringe hinweg.

Am Samstag, den 29. Januar, kann der Mond wohl letztmalig vor Neumond in der Morgendämmerung gefunden werden. Er geht um 6:14 Uhr auf. Seine Sichel ist nur noch zu 12 Prozent beleuchtet, nach dem Aufgang ist er ca. 6° Grad südwestlich (also rechts) vom Mars zu finden. Ab 17:40 Uhr wandert der Schatten von Jupitermond Europa über die Planetenscheibe, Europa selbst ist direkt vor dem Planeten nicht zu sehen. Am Abend ist die ISS zwischen 19:05 Uhr und 19:09 Uhr bei einem Überflug im Südwesten in maximal 69° Grad Höhe zu sehen.

Am Sonntag, den 30. Januar, fliegt die ISS zwischen 18:17 Uhr und 18:22 Uhr bis in maximal 82° Grad Höhe hoch über unseren Abendhimmel hinweg. Gegen 19:55 Uhr ist sie noch einmal kurz im Westen zu sehen, kommt aber nicht über 25° Grad Höhe hinaus. Bei Jupiter stehen am Abend alle vier Monde auf der westlichen (rechten) Seite des Planeten.


Donnerstag, 20. Januar 2022

20. Januar 2022: Mond und Sonne

 Gegen acht Uhr am Morgen war unser Garten durch leichten Schneefall ein wenig "gezuckert". Es klarte ab und an ein bisschen auf, so dass sogar kurze Blicke auf den Mond möglich waren und später gegen elf Uhr auch ein Foto der aktuellen Sonnenflecken möglich wurde.

Der Mond gegen 8 Uhr:

Mond am 20. Januar  gegen 8 Uhr morgens

Der Mond stand am schon fast taghellen Himmel recht tief, so dass ich ihn nur hinter den Ästen von Bäumen auf dem Grundstück des Nachbarn fotografieren kontnte (daher die unscharfen "Schattenlinien quer über dem Bild). Aber ich denke, man kann schon gut erkennen, dass er jetzt nicht mehr voll, sondern am abnehmen ist. Das Mare Crisium auf der rechten Seite ist schon ordentlich "angeschnitten", liegt also teilweise schon in der Mondnacht.

Und hier der Blick auf die Sonne:

Sonnenflecken am 20.1.22 um 10:40 Uhr MEZ

Auf den ersten Blick sieht man nur einen kleinen Fleck im rechten Teil der Sonne. Er trägt die Nummer 2933. Doch wenn man genau hinschaut (dafür am besten auf das Bild klicken, damit es auch an ihrem Bildschirm vergrößert dargestellt wird), erkennt man noch einige Flecken mehr:

Rechts von 2933 und weiter oben, kann man direkt am Sonnenrand noch zwei weitere fleckige Stellen finden. Die letzten sichtbaren Reste der Gruppen 2929 (unten) und 2930 (oben). Und von dort ziemlich genau gegenüber, also am Sonnenrand links unten lässt sich auch noch eine neue Fleckengruppe erkennen, die sich gerade in die sichtbare Sonne hinein bewegt. Sie hat noch keine Nummer bekommen, wird dann aber wahrscheinlich die Nummer 2934 bekommen.


Mittwoch, 19. Januar 2022

19.1.22: Mond und Morgenstern

 In der Frühe des Mittwoch, den 19. Januar, klarte es für kurze Zeit auf. Die Temperaturen draußen sanken schnell unter den Gefrierpunkt. Der Noch recht volle Mond strahlte hell vom Himmel:

Mond am 19.1.22 um 7:21 Uhr

Und auch die Venus war tief im Südosten zu erkennen (im Bild links unten knapp über den Wolken):

Venus (links unten) um 7:27 Uhr MEZ

Über der Egge waren zwar einige Wolken, doch da drüber oder dazwischen war die Venus schon strahlend hell zu erkennen. Leider war die Dämmerung schon so weit fortgeschritten, dass andere Sterne oder der Mars nicht mehr zu erkennen waren. Mars sollte heute morgen nur unwesentlich höher als die Venus stehen, aber deutlich weiter südlich (also rechts auf dem Bild). Wahrscheinlich wäre er auch durch die vielen Zweige der Bäume auf des Nachbars Grundstück nicht zu sehen gewesen.

Ein Blick durchs Spektiv zeigte auch wieder die Sichelgestalt der Venus:

Venus im Spektiv


Ausschnittsvergrößerung

Durch die tiefe Stellung waberte die Venus natürlich die ganze zeit, durchziehende Wolken beeinflussten sicherlich auch die Aufnahmen, so dass sie auf den Fotos fülliger wirkt als sie in Momenten klaren Seeings für das bloße Auge aussah.

In den nächsten Tagen wird die Venus immer fülliger werden, dadurch zunächst ihre Helligkeit noch steigern und auch jeden Morgen etwas höher über dem Horizont stehen, so dass sie ihrem Titel als "Morgenstern" auch wirklich gerecht wird.

Sonntag, 16. Januar 2022

17. - 23. Januar 2022: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche ist Vollmond, er bestimmt mit seinem hellen Licht die meiste Zeit den Nachthimmel. Von den großen Planeten ist am Abendhimmel nur Jupiter bis ca. 19:45 Uhr im Südwesten zu beobachten. Die Fernglasplaneten Uranus (bis gegen 2:00 Uhr) und Neptun (bis ca. 21:00 Uhr) können mit entsprechendem Gerät auch noch gefunden werden. Am Morgenhimmel geht Mars gegen 6:30 Uhr am Südosthorizont auf, die deutlich hellere Venus folgt etwas später und mehrere Grad östlicher in der Morgendämmerung. Die ISS kann später in der Woche bei abendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 17. Januar, geht die Sonne um 8:23 Uhr auf und um 16:47 Uhr unter. Der helle Tag dauert also schon wieder 16 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der volle Mond geht bereits um 15:52 Uhr gegenüber der Sonne auf.

Am Dienstag, den 18. Januar, erreicht gleich kurz nach Mitternacht um 0:49 Uhr der Mond seine exakte Vollmondposition. Am Nachmittag geht der Mond um 17:00 Uhr im Sternbild Krebs auf, er ist natürlich immer noch zu 99 Prozent beleuchtet.

Am Mittwoch, den 19. Januar, geht der immer noch zu 96 Prozent beleuchtete Mond um 18:13 Uhr auf. Die ISS kann erstmals in dieser Woche gegen 19:06 Uhr nur knapp 20° Grad hoch in südsüdwestlicher Richtung für kurze Zeit von zwei Minuten beobachtet werden. Um 20:14 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Donnerstag, den 20. Januar, kann die ISS zwischen 18:18 Uhr und 18:22 Uhr im Süden in maximal 17° Grad Höhe über dem Horizont beobachtet werden, wie sie von West nach Ost zum Sternbild Orion fliegt, wo sie im Erdschatten verschwindet. Jupitermond Europa wird ab 19:14 Uhr von seinem Mutterplaneten bedeckt. Der Mond geht um 19:28 Uhr im Sternbild Löwe auf. Um 23:15 Uhr tritt der 5,4mag helle Stern "46 Leo" am dunklen Rand des Mondes wieder hervor. Außerdem zeigt der Mond heute maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Südpol schauen können.

Am Freitag, den 21. Januar, fliegt de ISS zwischen 17:32 Uhr und 17:37 Uhr ganz flach (maximal 12° Grad Höhe) über unseren Südhimmel entlang. Gegen 19:09 Uhr kann sie ein zweites Mal schon etwas höher in südöstlicher Richtung gesehen werden, bevor sie im Erdschatten verschwindet. Jupitermond Kallisto wird ab 17:56 Uhr verfinstert. Der zu 85 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:44 Uhr im Osten auf.

Am Samstag, den 22. Januar, endet um 17:48 Uhr ein Schattendurchgang von Europa auf der Jupiteroberfläche. Die ISS kann bei ihrem Überflug zwischen 18:21 Uhr und 18:25 Uhr gesehen werden, sie fliegt bei uns fast genau über den hellen Stern Beteigeuze im Orion hinweg. Um 22:00 Uhr geht der zu 77 Prozent beleuchtete Mond im Sternbild Jungfrau auf. Er zeigt in dieser Nacht maximale Libration in Länge, der Krater Grimaldi steht weit ab vom Mondrand.

Am Sonntag, den 23. Januar, steht Merkur ähnlich wie die Venus am 8./9. Januar in unterer Konjunktion bei der Sonne. Ob Merkur auch durch SOHO gesichtet werden kann?  Um 17:39 Uhr wird Jupitermond Io vom Planeten bedeckt. Die ISS fliegt zwischen 17:34 Uhr und 17:40 Uhr von Südwest nach Ost in maximal 25° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Um 17:39 Uhr beginnt auch eine Bedeckung von Jupitermond Io. Gegen 19:13 Uhr steigt sie noch einmal im Westen auf 68° Grad Höhe empor, bevor sie erneut im Erdschatten verschwindet. Der abnehmende Mond geht um 23:17 Uhr auf und ist dann noch zu 67 Prozent beleuchtet. Zuvor kann man jedoch für gut drei Stunden durchaus lichtschwache "deep-sky"-Objekte beobachten.