Posts mit dem Label Sterne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sterne werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 31. Dezember 2025

30. Dezember 2025 - ein letztes Mal "clear sky" in diesem Jahr?

 Am Dienstag, den 30. Dezember 2025 sollte es - laut Wettervorhersagen - ein letztes Mal in diesem Jahr klaren Himmel geben. Am Vormittag gab es dann jedoch wesentlich länger als prophezeit dichten Nebel, so dass die Sonne nur zu erahnen war. Erst am Nachmittag gegen 14 Uhr klarte es auf, zum Glück fansdich noch eine kleine Lücke zwischen zwei Bäumen, so dass ich die Sonnenscheibe ohne Äste davor fotografieren konnte. Die Sonne stand da gerade noch ca. 10° Grad über dem Horizont.

Die Sonne am 30.12.25 um 14:30 Uhr

 Drei auffällige Gruppen, und wenn man genauer hinschaut noch einige weitere kleinere Flecken, die von spaceweather.com zum Teil auch als eigenständige Gruppen gezählt werden. Die Sonnenfleckenrelativzahl wird so mit 138 angegeben, ist also immer noch recht hoch. Es hat auch in diesem Jahr wieder keinen einzigen Tag ohne Sonnenflecken gegeben.

Der Mond war um diese Uhrzeit auch schon am Himmel zu sehen:

Der Mond am Taghimmel

 Am hellen Himmel ist der Mond leider nicht sehr kontrastreich, so dass Krater und Mare nicht so einfach sichtbar sind. Trotzdem kann man erkennen, dass es am Morgen wohl eine gute Sichtbarkeit des "goldenen Henkels" gegeben hatte. Für den Abend waren dann gleich zwei Sternbedeckungen durch den Mond angesagt, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Der Mond um 17:03 Uhr

 So sah der Mond dann am Abend kurz nach 17 Uhr aus. Viele Krater waren sichtbar. Auf dieser kurz belichteten und auf den Mond abgestimmten Aufnahme ist natürlich kein Stern zu erkennen, diese leuchten viel, viel schwächer als der Mond.

Um die Sterne sichtbar zu machen, muss man also länger oder empfindlicher belichten, was natürlich dazu führt, dass der Mond stark überbelichtet wird.

Mond und Stern HIP 13532 um 17:05 Uhr MEZ

 Der Stern HIP 13532 hat nur eine Helligkeit von 7,1mag. Er wurde ca. zwei Minuten nach dieser Aufnahme (um 17:07 Uhr MEZ) vom noch dunklen Mondrand bedeckt. In meinem Spektiv konnte ich den Stern selbst gar nicht mehr erkennen, erst das Foto machte den Stern deutlich.

Gut zwei Stunden später sollte es die nächste Sternbedeckung geben, diesmal sollte der mit 4,9mag hellere Stern epsilon Arietis vom Mond bedeckt werden. Im Spektiv war dieser Stern nach 17 Uhr sehr gut zu erkennen. Eigentlich wollte ich versuchen, diese Bedeckung mit mener Kleinbildkamera sogar zu filmen. Doch das ging leider schief.

Mond und epsilon Ari um 19:40 Uhr MEZ

 Ich ging leider viel zu spät nach draußen. Lag es an der Kälte? Das Thermometer zeigte schon -5° Grad an. Oder habe ich einfach mit unserem Besuch zu viel gequatscht? Naja, jedenfalls habe ich viel zu spät angefangen, Spektiv und Kamera wieder nach draußen zu stellen, den Mond anzupeilen, den Stern zu suchen. Denn den fand ich plötzlich mit bloßem Auge auch nicht mehr, weil der Mond doch irgendwie zu hell strahlte und alles in seiner Umgebung übertönte, selbst wenn ich ihn ganz an den Rand des Gesichtsfeld brachte. Auf der Kamera war auch dieser Stern nachher auf mehreren Bildern zu sehen. Doch ich war an diesem Abend viel zu schnell gefrustet und dachte zuerst, die Beobachtung hätte gar nicht geklappt. Schade, dabei hätte ich wahrscheinlich nur auf den Knopf fürs "filmen" drücken müssen.

Epsilon Ari wurde um 19:42 Uhr MEZ vom dunklen Rand des Mondes bedeckt. Mein Sternfreund Hubert Hermelingmeier schickte dann später eine erfolgreiche Videoaufnahme dieser Bedeckung: 

 

Herzlichen Dank an Hubert, dass ich das kleine Video hier zeigen darf. Es dauert nur vier Sekunden. Der Stern epsilon Ari befindet sich ungefähr (etwas links) hinter dem "roten Startpfeil" von YouTube. Er wird nach zwei Sekunden vom Mondrand blitzschnell "ausgeknipst". Wundern Sie sich bitte nicht, dass hier der Mond links und der Stern rechts steht. Hubert hat das Video mit einem "astronomischen Fernrohr" aufgenommen. Je nach Strahlengang stehen in solchen Teleskopen die Bilder auch durchaus mal "auf dem Kopf".  Im Weltall gibt es streng genommen gar kein oben oder unten, das brauchen wir hier nur auf der Erde zur Orientierung in unserer Nachbarschaft.

Bei meiner nächsten Sternbedeckung muss ich mir einfach etwas mehr Zeit nehmen für die Vorbereitung, das Einstellen der Teleskope usw. Und vielleicht ist es dann ja auch schon nicht mehr so kalt wie diesmal. 

Am Silvestertag ist es jetzt hier stark bewölkt, Regen und Schnee werden angekündigt. Da kann man sich gut mal ruhig und kuschelig ins warme Wohnzimmer zurückziehen. Meine persönliche Bilnaz für dieses Jahr fällt sehr positiv aus. Sooo viel gab es zu sehen, zu beobachten, zu berichten. Ich freue mich schon auf unsere nächste Umrundung der Sonne! 

Ich wünsche Euch alles Gute und viele schöne Himmelsbeobachtungen im Neuen Jahr!

 

 

Donnerstag, 24. Oktober 2019

28. Oktober: Vortrag "Das Vermessen der Sterne"

Am Montag, den 28. Oktober, gibt es um 20 Uhr auf der Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus wieder einen interessanten Vortag. gerhard Beer berichtet über

"Das Vermessen der Sterne"


Auf der Webseite der Sternwarte heisst es zu diesem Vortrag:

Selbst wenn man das Firmament durch starke Teleskope betrachtet, bleiben die Sterne Lichtpunkte am zweidimensionalen Himmel. Das Einzige, was uns von den Sternen erreicht, ist ihr Licht. Aus der Analyse dieses Lichts haben die Astronomen überraschend viel über diese Lichtpunkte erfahren: Größe, Masse, Entfernung, Temperatur, Bewegung relativ zur Sonne, chemische Zusammensetzung und sogar ihr Alter.

In diesem Vortrag werden die einzelnen Verfahren beschrieben. Dabei sind viele Verfahren keine Mess-, sondern Vergleichsverfahren wie bei den meisten Entfernungsmessungen. Weil von sehr weit entfernten Sternen nur wenige Photonen in den Teleskopen ankommen, werden an die Messgeräte höchste Anforderungen gestellt, die erst seit wenigen Jahren realisiert wurden. Darauf ist der große Erkenntnisgewinn der letzten Jahre zurückzuführen.

Der Eintrii kommt wie immer der Arbeit der Volkssternwarte zu Gute.

Dienstag, 12. Dezember 2017

18. Dezember: Kinderkurs Astronomie: Sterne, Nebel, Schwarze Löcher

Am Montag, den 18. Dezember, findet der letzte, vierte, Teil unseres Kinderkurses Astronomie an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus statt. Auch wer nicht an den ersten drei Teilen teilgenommen hat, kann heute noch vorbeikommen. Der Kurs für Kinder im Alter von acht bis vierzehn Jahren beginnt um 18:30 Uhr.

Diesmal geht es um "Sterne, Nebel und Schwarze Löcher".

Zum Inhalt heißt es dzu auf der Webseite der Sternwarte:

Mit einem Teleskop kann man neben verschiedenen Arten von Sternen auch weitere Objekte erkennen, die in den Weiten des Alls beheimatet sind. Doch was hat es mit den spektakulären Gasnebeln, fernen Milchstraßensystemen oder den berühmten „Schwarzen Löchern“ auf sich?

Der Eintritt von 3 Euro kommt der ehrenamtlichen Arbeit der Sternwarte zugute.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Ab 6. November: "Astronomie für Kinder" - ein Kurs der Volkssternwarte

Die Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus veranstaltet auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Astronomiekurs für Kinder. Dieser findet an vier Abenden statt:, jeweils Montags um 18:30 Uhr.

Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Astronomie für Kinder“ von Sigrid Haak richtet sich gezielt an Acht- bis 14-jährige, die mehr über „Sonne, Mond & Sterne“ erfahren möchten. Alle Kursteile sind in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden.

Da die Plätze beschränkt sind, bittet die Sternwarte um Voranmeldung unter Tel.: 05254/932042)

Die Kosten betragen pro Abend 3 Euro pro Kind.

Am 6. November geht es um "die Eroberung des Weltalls",
Lange schon schauen die Menschen zum Himmel und staunen über seine fantastischen Phänomene. Inzwischen kann die Astronomie viele davon er-klären, was unser Bild vom Universum nachhaltig gewandelt hat. Im letzten Jahrhundert ging die Menschheit noch einen Schritt weiter und flog erstmals selbst ins All, statt es nur von der Erde aus zu betrachten. Den langen Weg von den Anfängen der Sternenkunde bis zum Raumfahrtzeitalter beschreibt diese Veranstaltung.
Am 20. November geht es um "Planeten und Monde",
„Planeten und Monde“ stehen auf dem Programm des zweiten Kursteils. Warum gibt es seit August 2006 nur noch acht Planeten und wie sehen diese fremden Welten aus? Was unterscheidet unsere Erde von den anderen „Wandelsternen“? Wie entstanden die Ringe des Saturn - und bringen Kometen wirklich Unglück?

Am 4. Dezember geht es um "Der Mond - unser kosmischer Nachbar, 
Unser Mond ist der einzige Himmelskörper mit Ausnahme der Erde, der bereits von Menschen betreten wurde. Was hat es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich - und was mit der ständig wechselnden Phasengestalt des Erdtrabanten? Der dritte Vortrag geht nicht nur ausführlich auf diese Fragen ein, sondern beschreibt auch die ungeheuren Anstrengungen, die den bemannten Flug zum Mond erst möglich machten.

Am 18. Dezember geht es um "Sterne, Nebel und Schwarze Löcher".
Mit einem Teleskop kann man neben verschiedenen Arten von Sternen auch weitere Objekte erkennen, die in den Weiten des Alls beheimatet sind. Doch was hat es mit den spektakulären Gasnebeln, fernen Milchstraßensystemen oder den berühmten „Schwarzen Löchern“ auf sich?



Mittwoch, 29. Oktober 2014

"Astronomie für Kinder" an der Sternwarte Paderborn

An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus findet auch in diesem Jahr wieder der beliebte Kurs "Astrnomie für Kinder" statt. Jeweils Montags um 18:30 Uhr am 3. und 17. November, am 1. und 15. Dezember. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren. Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu:

Die Leitung des leicht verständlichen Kurses liegt in den bewährten Händen von Sigrid Haak, die die Teilnehmer mittels moderner Computertechnik anschaulich auf gedankliche Reisen ins Universum entführt. Alle Veranstaltungen sind inhaltlich abgeschlossen und können somit auch einzeln besucht werden. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Nachdem die Menschen Jahrtausende lang staunend zum Himmel blickten und sich die beobachteten Phänomene nicht erklären konnten, sind wir heute in der Lage, uns ein präziseres Bild vom Universum zu machen. Seit mehreren Jahrzehnten reisen Menschen mit entsprechenden Raumfahrzeugen sogar selbst ins All. Den langen Weg von den ersten Schritten der Sternenkunde bis in die heutige Zeit beschreibt die erste Veranstaltung "Die Eroberung des Weltalls" am 3. November 2014. 

Am 17. November stehen "Planeten und Monde" auf dem Programm. Hier erfahren die jungen Sterngucker Einzelheiten über die neun Planeten unseres Sonnensystems und lernen die Sonderstellung der Erde kennen - denn nach heutigen Erkenntnissen ist sie der einzige bewohnte Planet. Doch wie sieht es auf fremden Planeten aus? Woher kommt etwa die rötliche Farbe des Mars oder wie sind die berühmten Ringe des Saturn entstanden? 

Ausgenommen unsere Erde wurde bislang erst ein anderer Himmelskörper von Menschen betreten - unser Mond. Ständig verändert er seine Phasengestalt und sorgt zuweilen dafür, dass es mitten am Tag während einer Sonnenfinsternis für kurze Zeit dunkel wird. Was es mit all diesen Phänomenen auf sich hat und welche Anstrengungen nötig waren, um erfolgreich zum Mond zu fliegen, behandelt der dritte Vortrag "Der Mond - unser kosmischer Nachbar" am 1. Dezember. 
 
Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe heißt es am 15. Dezember "Sterne, Nebel und Schwarze Löcher". Am Himmel gibt es nicht nur verschiedene Arten von Sternen, sondern auch zahlreiche weitere Objekte, die größtenteils erst mit großen Fernrohren erkannt werden können. Doch was verbirgt sich genau hinter der Milchstraße oder den berühmten "Schwarzen Löchern" und woher stammen alle diese Erkenntnisse?

Der Eintritt beträgt jeweils 2 Euro zu Gunsten der Arbeit der Sternwarte.

Montag, 12. März 2007

Phantastische Sternennächte


Der März beschert uns zur Zeit wunderschöne klare, milde Frühlingsnächte. Kein Wölkchen trübt den Blick zum sternenklaren Himmel. Am Abend blendet auch nicht der Mond, so dass nur die von uns Menschen selbst zu verantwortende Straßen-, Haus- oder Werbebeleuchtung uns die Eindrücke von der tatsächlichen Schönheit des Sternenhimmels beeinträchtigt. Doch außerhalb der Orte finden sich auch bei uns in der Nähe zum Glück immer noch einzelne Orte, die (fast) frei von jeder Lichtverschmutzung einen unverfälschten Blick zum Himmel erlauben. Hier kann man dann sogar noch die Milchstraße sehen!

Dazu dann noch die milden Temperaturen, selbst um 22 Uhr noch über 10 Grad und die relativ trockene, d.h. Dunst- oder Nebelfreie Luft. Es macht richtig Spaß mit dem Fernrohr oder Fernglas, ja selbst mit bloßem Auge, am Himmel spazieren zu sehen.

Das beigefügte Foto von heute Abend, aufgenommen vom Bahnübergang zwischen Bad Lippspringe und Benhausen zeigt einen Blick auf unsere Stadt mit all ihren Lichterquellen, im Hintergrund den Fernsehsendemast auf dem Teutoburger Wald beim Hermannsdenkmal und darüber den Sternenhimmel Richtung Norden, mit dem Polarstern oben in der Bildmitte.

Genießen Sie wie ich diese Tage - schauen Sie auf zum Himmel!