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Samstag, 31. Mai 2025

30. Mai 2025: endlich klarer Himmel

 Am Freitagabend hatte ich endlich wieder klaren Himmel und auch etwas Zeit zum Beobachten. Ganz klar war der Himmel leider nicht, es war doch recht feucht und es waren wohl auch Saharastaub und Brandaerosole aus Großfeuern in Kanada in der Luft. Doch trotzdem hat sich der Abend gelohnt.

Der Mond war am Abend schon zu 19 Prozent beleuchtet. Auf Grund der großen Libration, das Mare Crisium stand recht weit ab vom Rand, konnte man auch ganz gut ein kleines bisschen auf die Mondrückseite hineinschauen.

 

Der Mond am 30.5.25 um 22:10 Uhr MESZ
 

Um nach längerer Pause mein Vespera "classic" wieder einmal zu nutzen habe ich das Gerät zuerst auf den Ringnebel in der Leier gerichtet. 

Ringnebel in der Leier (M57) am 30.5.25 um 23:04 Uhr

 Danach war mein Ziel der Kugelsternhaufen NGC 5897. Dieser war vor genau zwei Jahren schon einmal ein Ziel von mir.

NGC 5897 am 30.5.25 

 Vergleicht man dieses Bild mit dem von vor zwei Jahren fällt als erstes natürlich die etwas längere Belichtungszeit auf. Damals kamen Wolken auf und ich konnte nur 430 Sekunden (gut 7 Minuten) belichten. Diesmal konnte ich dagegen eine halbe Stunde belichten.

Doch es gibt noch einen weiteren (kleinen) Unterschied. Finden Sie ihn?

Ein kleines Stück links vom Kugelsternhaufen findet man auf dem neuen Foto einen kleinen Strich. Nicht sehr hell, auch nicht lang, aber doch deutlich ein Strich und eben kein sternförmiger Punkt oder Kreis. Dies ist der Kleinplanet (1093) Freda (12,8mag). Am 31. Mai zieht er genau über den Kugelsternhaufen hinweg. (Leider ist es heute, am 31.5.25 schon wieder bewölkt). Innerhalb der halben Stunde Belichtungszeit hat sich Freda schon ein wenig auf den Kugelsternhaufen zu bewegt, und so entsteht in diesem Foto eben kein Punkt, sondern eine kleine Strichspur.

Auch mit meinem "Vespera Pro" habe ich fotografiert. Hier ein Bild des Sichelnebels:

NGC 6888 am 31..5.25 um 1:06 Uhr

 Das Bild wurde mit einem Dualbandfilter aufgenommen. Die Nettobelichtungszeit betrug ca. 35 Minuten.

Auch habe ich wieder einen Blick auf die veränderlichen Sterne in der Nördlichen Krone geworfen. 

S CrB am 30.3.25 um 23:46 (3min belichtet)

 S CrB hatte im April sein Helligkeitsminimum von ca. 13mag und ist jetzt schon wieder 11mag hell. Im Maximum wird seine Helligkeit auf ca. 7-8mag steigen. Das Maximum wird im Juli erreicht werden. Die Periode beträgt fast ein Jahr, recht genau 360 Tage. In 2022 war S CrB sogar 5,4mag hell im Maximum.

 Und im übrigen: T CrB ist immer noch nicht zur Nova geworden:

T CrB am 30.5.25 um 22:59 Uhr MESZ (5min belichtet)

 

  

Freitag, 2. Juni 2023

Klare Nächte Ende Mai: SN2023ixf, Ceres, M64, NGC5897

 In den letzten Tagen gab es wieder einige schöne, klare Abende und Nächte, die ich u.a. für ein paar Fotos vom Sternenhimmel nutzen konnte. Leider zogen zwischendurch auch immer wieder mal leichte Schleierwolken durch, die in einigen Bildern auch ihre Spuren hinterlassen haben.

Hier ein paar Beispiele:

Natürlich stand zunächst einmal eine "Kontrolle" der Supernova SN2023ixf in M101 an:

SN2023ixf am 30. Mai 2023

 Die Supernova hat jetzt ihre maximale Helligkeit von ca. 11mag erreicht, es wird spannend zu beobachten sein, wann sie in ihrer Helligkeit wieder signifikant abnimmt.

Dann sollte es am 30. Mai eine enge Begegnung von Kleinplanet (1)Ceres (8,1mag) mit dem Stern HIP58616 (6,9mag) geben. Auch diese ließ sich gut dokumentieren:

(1)Ceres in der Mitte, etwas rechts unterhalb davon HIP 58616

Von (1)Ceres gelang mir am 31. Mai ein weiteres Bild, indem er vom Stern HIP 58616 schon etwas weiter entfernt war. Im Vergleich der beiden Bilder werden Sie Ceres sicherlich schnell identifizieren können:

(1)Ceres am 31. Mai 2023

Dann habe ich am 30. Mai versucht, einen weiteren Kugelsternhaufen zu fotografieren: NGC 5897:

NGC 5987 am 30. Mai, zentral in der Mitte des Bildes

 Dieser Kugelsternhaufen gehört zum Halo der Milchstrasse und ist von uns ca. 40 000 Lichtjahre entfernt. Dadurch erscheint er auch nicht besonders hell wie andere Kugelsternhaufen. Leider konnte ich dieses Bild auch nur 430 Sekunden, also etwas über 7 Minuten lang belichten. Ich will es in den nächsten Tagen noch einmal probieren, vielleicht kann ich doch noch ein paar mehr Details herausbekommen.

Besser gelungen ist mir dagegen eine Aufnahme von M64, die Galaxie mit dem "schwarzen Auge":

M64, "Black-Eye-Galaxy"

Wenn man genau hinschaut, kann man in dieser Galaxie oberhalb des Zentrums ein dunkles Staubband erkennen, dem die Galaxie ihren Namen zu verdanken hat. Zu M64 gab es im Jahr 2019 ein sehr interessantes Projekt von engagierten Amateurastronomen, über das auch im Wikipedia-Artikel zu dieser Galaxie berichtet wird.