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Samstag, 15. März 2025

Weitere Asteroiden im März

 Während der Schönwetterperiode Anfang März hatte ich schon vom erfolgreichen Nachweis des "erdnahen" Asteroiden "137126 1999CF9" berichtet. 

In der Zeit habe ich noch einige weitere Asteroiden beobachten können:

(24)Themis am 1.3.25 um 23:41 MEZ, 14 min belichtet

 Am 26. Februar stand (24)Themis in Opposition zur Sonne, erreichte also seine größte Helligkeit von 10,9mag. Auf (24)Themis wurden Spuren von Wassereis nachgewiesen, so dass schon Raumfahrtmissionen zu ihm vorgeschlagen wurden, die jedoch bislang nicht umgesetzt wurden.

(35)Leukothea am 1.3.25 um 23:59 MEZ, 12 min belichtet

 (35)Leukothea hatte am 1.3.25 nur eine Helligkeit von 14,7mag. Ich war auf sie nur aufmerksam geworden, weil ich im Sternbild Stier nach anderen Objekten Ausschau gehalten hatte und mir auf der Sternkarte plötzlich auffiel, dass ich diesen Asteroiden noch nie abgelichtet hatte.

Auf die Begegnung von (313)Chaldaea und NGC 4006 hatte ich schon hingewiesen. Ich habe (313)Chaldaea auch noch einmal am 5. März abgelichtet, da war der Asteroid natürlich schon deutlich weiter gezogen:

(313)Chaldaea am 5.3.25 um 23:27 Uhr MEZ, 6 min belichtet


 Unten links sieht man auf dem Bild zwei kleine Strichspuren. Diese entstanden gleich auf den ersten beiden Bildern dieser Belichtungsserie. Wahrscheinlich ist da ein relativ weit entfernter Satellit gerade durch das Bildfeld gezogen. 

 

(60)Echo am 6.3. um 23:18 UT, 5 min belichtet

Beim Bild von (60)Echo habe ich gleich das von astronomy.net beschriftete Bild genommen, um auf die Galaxien in diesem Bild, NGC 4697 und NGC 4731 hinzuweisen. (60)Echo habe ich ja schon am 17. Oktober 2023 oder auch am 20. Januar 2021 abgelichtet. Diesmal hatte Echo 11,7mag und er befand sich im Sternbild Jungfrau.

(8)Flora am 6.3.25 um 23:46 MEZ, 5,5 min belichtet

 Kleinplanet (8)Flora hatte ich zwar immer mal wieder in meinen Wochenvorrausschauen erwähnt, aber hier - glaube ich - noch nie gezeigt. Deshalb hier endlich einmal Bild, auf dem dieser Asteroid eine Helligkeit von 9,7mag hat.

(21) Lutetia hatte ich ja auch schon in meinem Posting direkt vom 1. März gezeigt.

 

Sonntag, 23. Februar 2025

24. Februar - 2. März 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich also gut zur Beobachtung lichtschwacher "deep-sky"-Objekte am Himmel. Von den hellen Planeten ist die Venus weiterhin strahlender Abendstern, ihre Sichel wird immer größer und schmaler. Sie geht um kurz nach 21 Uhr unter. Jupiter ist bis 2:00 Uhr am Himmel zu sehen und Mars noch bis 5:00 Uhr. Spezialisten können versuchen, ob sie nach Sonnenuntergang tief im Westen den Merkur finden (Untergang kurz nach 19:00 Uhr). Saturn steht noch näher als Merkur am Horizont und dürfte nicht mehr zu finden sein. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 24. Februar, geht die Sonne um 7:21 Uhr auf und um 17:56 Uhr unter. Der helle Tag ist also schon wieder 27 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der nur noch zu 11 Prozent beleuchtete Mond geht erst um 6:06 Uhr auf und befindet sich (noch) im Sternbild Schützen., er ist wohl letztmalig vor Nemond zu sehen. Die ISS ist um 5:06 Uhr in 66° Grad Höhe in Richtugn Ostsüsost zu sehen, wie sie aus dem Erdschatten austritt und dann schnell Richtung Osten zum Horizont hinfliegt. Ein zweites Mal fliegt sie zwischen 6:39 Uhr und 6:48 Uhr in maximal 80° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 25. Februar, tritt um 5:53 Uhr tritt die ISS im Westen im Sternbild Löwe aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann fast genau über unsere Stadt hinweg (87° Grad Höhe) und verschwindet um 6:00 Uhr am Horizont im Osten. Heute kommt es zu mehreren Schattenereignissen auf dem Jupiter, alle vier galiläischen Monde stehen am Abend recht dicht am Planeten. Ab 2:06 Uhr fällt der Schatten von Io auf die Planetenscheibe. Von 19:41 Uhr bis 22:06 Uhr fällt der Schatten von Ganymed auf Jupiter und von 22:01 Uhr bis 0:37 Uhr (am Mittwoch) fällt Europas Schatten auf den Planeten. Und am Morgen fällt bereits ab 2:06 Uhr der Schatten von Io auf die Planetenscheibe. Der veränderliche Stern Algol steht um 20:30 Uhr im Helligkeitsminimum. Kleinplanet (14)Irene (10,7mag) teht um 20:50 Uhr in nur 6' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP30518 (6,7mag).

Am Mittwoch, den 26. Februar, tritt die ISS um 5:07 Uhr in 80° Grad Höhe aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell in nur fünf Minuten nach Osten zum Horizont. Bei einem zweiten Überflug zwischen 6:40 Uhr und 6:49 Uhr erreicht sie eine Höhe von 55° Grad maximal über dem Südhorizont. Um 21:00 Uhr steht (20)Massalia (11,4mag) in nur 8' Bogenminuten Abstand neben 54 Cet (5,9mag). (24) Themis (10,8mag) steht heute im Löwen in Opposition zur Sonne.

Am Donnerstag, den 27. Februar, fliegt die ISS zwischen 5:54 Uhr und 6:01 Uhr in maximal 68° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Freitag, den 28. Februar, erreicht der Mond um 1:56 Uhr seine exakte Neumond-Position. Ähnlich wie am Mittwoch tritt die ISS um 5:08 Uhr in 80° Grad Höhe aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann schnell in nur fünf Minuten nach Osten zum Horizont. Und am Abend um 19:00 Uhr gibt es an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus wieder einen schönen Vortrag: Mein Freund Tobias Scholz zum Thema "Faszination Astrofotografie".

Am Samstag, den 1. März, geht die nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um 20:20 Uhr unter. Rechts (westlich) und unterhalb von ihr könnte Merkur zu finden sein. Der Mond steht um 18:30 Uhr 14° Grad über dem Horizont und Merkur noch 9° Grad darüber. Die ISS fliegt zwischen 5:55 Uhr und 6:01 Uhr in maximal 42° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 2. März, ist der Mond am Abend schon an der Venus vorbeigezogen, er geht um 21:50 Uhr unter und ist zu 11 Prozent beleuchtet. Die ISS ist noch einmal zwischen 5:08 Uhr und 5:13 Uhr im Osten in maximal 55° Grad Höhe zu sehen. Bei einem zweiten Überflug zwischen 6:40 Uhr und 6:49 Uhr mit maximal 17° Grad Höhe wird sie in der hellen Morgendämmerung wohl nicht mehr zu sehen sein.







Sonntag, 2. Februar 2025

3. bis 9. Februar 2025: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond kräftig zu, sein heller werdendes Licht bestimmt zunehmend den Nachthimmel. Von den hellen Planeten ist die Venus weiterhin kräftig strahlender Abendstern. Wer die Venus mit einem Fernglas oder Fernrohr beobachtet, wird feststellen, dass sie jetzt wie ein kleiner Mond erscheint, ihre Sichel wird immer dünner, aber auch größer. Sie geht erst nach 21:00 Uhr im Westen unter. Jupiter steht um 20:00 Uhr hoch im Süden, er geht nach 3:30 Uhr im Westen unter. Mars steht zunächst im Südosten und erreicht gegen 22:40 Uhr seine höchste Stellung im Süden. Saturn kann noch bis gegen 19:30 Uhr tief im Südwesten gefunden werden. Die ISS kann in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 3. Februar, geht die Sonne um 8:00 Uhr auf und um 17:17 Uhr unter. Besonders am Abend merkt man jetzt schon, dass die Tage wieder länger werden. Geht doch jetzt die Sonne schon 46 Minuten später unter als noch vor einem Monat, am Morgen sind es nur 30 Minuten, welche die Sonne früher aufgeht. Der Mond ist am Abend zu 33 Prozent beleuchtet, etwa um 17 Uhr (also noch vor Sonnenuntergang) erreicht er seine höchste Position im Süden, er geht erst kurz nach Mitternacht im Westen unter. Gegen 6:34 Uhr in der Frühe kann die chinesische Raumstation Tiangong bei einem Überflug tief im Süden in maximal 10° Grad Höhe gesehen werden. Etwa 4° Grad südlich der Venus kann heute der Fernglas-Planet Neptun(7,9mag) gefunden werden. Um 19:09 Uhr (bis 21:21 Uhr) zieht Io vor der Jupiterscheibe vorüber, von 20:20 Uhr bis 22:31 Uhr fällt Ios Schatten auf den Planeten.

Am Dienstag, den 4. Februar, ist der Mond am Abend (gegen 21:00 Uhr) schon zu 44 Prozent beleuchtet. Er geht erst am Mittwoch um 1:41 Uhr unter. Morgens in der Frühe um 5:37 Uhr taucht die Tiangong in 11° Grad Höhe (bei Azimut 167° Grad, also etwa SSO) aus dem Erdschatten auf und kann kurz im Südosten gesehen werden. Asteroid (20)Massalia (11,3mag) begegnet um 21:00 Uhr dem Stern Zeta Psc (4,8mag) in nur 7' Bogenminuten Abstand.

Am Mittwoch, den 5. Februar, nähert sich der Mond am Abend den Plejaden im Stier. Bereits morgens um 9:02 Uhr erreichte er exakt das Erste Viertel, zu dieser Zeit steht er jedoch bei uns unter dem Horizont. Am Abend ist er dann schon zu 56 Prozent beleuchtet. Asteroid (7)Iris (11,3mag) begegnet um 20:00 Uhr dem Stern 22 Psc (4,85,6mag) in nur 6' Bogenminuten Abstand. Asteroid (24)Themis (11,4mag) begegnet um 20:00 Uhr dem Stern HIP53148 (8,3mag) in nur 3' Bogenminuten Abstand.Um 18:04 Uhr erreicht der veränderliche Stern Algol ein Helligkeitsminimum.

Am Donnerstag, den 6. Februar, bedeckt um 1:20 Uhr der Mond tief im Westen stehend den 6,2mag hellen Stern 66 Ari, um 3:10 Uhr geht der Mond dann unter. Am Abend ist der Mond bereits zu 67 Prozent beleuchtet. Er steht deutlich oberhalb von Jupiter. Ab kurz nach 23:00 Uhr (bis Freitag 1:00 Uhr) kann man am Mond den Hesiodus-Strahl beobachten.

Am Freitag, den 7. Februar, geht der Mond um 4:35 Uhr unter. Am Abend gegen 21:00 Uhr ist er zu 77 Prozent beleuchtet. Um 21:16 Uhr bedeckt der Mond den Stern HIP24984 (6,3mag). Asteroid (13)Egeria (11,3mag) begegnet um 22:30 Uhr dem Stern Xi Per (4,0mag) in nur 1,5' Bogenminuten Abstand.

Am Samstag, den 8. Februar, bedeckt der Mond um 3:54 einen 6,3mag hellen Stern (HIP26291), er geht danach um 5:48 Uhr im Nordwesten unter und bereits um 12:16 Uhr im Nordosten wieder auf. Am Nachmittag kann man beim Mond den "goldenen Henkel" beobachten. Am Abend ist er zu 85 Prozent beleuchtet, gegen 21:30 Uhr steht er 66° Grad hoch am Himmel. Heute gibt es nocheinmal einen Schattenwurf von Saturnmond Titan auf den Planeten. Eintritt 15:42 Uhr Uhr bei Tag, Saturn-Untergang ist um 19.53 Uhr, der Austritt um 21.17 Uhr Uhr ist nicht mehr beobachtbar. Saturn steht sehr tief im Südwesten, eine Beobachtung wird sehr schwierig werden.

Am Sonntag, den 9. Februar, geht der Mond um 6:43 Uhr unter. Am Abend ist er zu 92 Prozent beleuchtet und zieht gegen 20:00 Uhr ganz knapp oberhalb am Mars vorbei. In Teilen Skandinaviens, Ostkanadas, Grönlands und anderen hauptsächlich nördlichen Regionen kommt es sogar zu einer Bedeckung des Mars durch den Mond.