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Montag, 11. November 2024

11. November 2024: Unser Mond

 Heute, am 11.11., am Martinstag, hat in Köln und vielen anderen Orten die Karnevalssaison begonnen.

Und auch ich hatte etwas Glück. Eigentlich war der Himmel bewölkt wie an vielen anderen Tagen zuvor, dichte Wolken oder Hochnebel versperrten jeden Blick zum Himmel, die Sonne war den ganzen Tag über nicht zu sehen.

Doch als ich gegen 17:15 Uhr von meinen Nachbarn nach Hause ging, sah ich den Mond durch kleine Lücken in den Wolken leuchten. Nicht besonders hell, immer wieder verschwand er auch völlig hinter den Wolken, ein kleines Bild ist mir jedoch halbwegs gelungen:

Der Mond am 11.11.2024
 

In meiner Wochenübersicht hatte ich ja geschrieben, dass "am Nachmittag beim Mond auch der 'Goldene Henkel' beobachtet werden" kann. Auch jetzt ist (oben links) das "Sinus Iridum" mit der schönen gebogenen Gebirgskette gut zu erkennen.

Hoffentlich haben wir bald auch ma wieder größere Wolkenlücken. :-)

Dienstag, 24. Oktober 2023

24. Oktober 2023: Der Mond am Abendhimmel

 Überraschend schnell nach dem Regen am heutigen Abend klart es zumindest teilweise wieder auf. So konnte der Mond hell durch die Wolken leuchten:

Mond am 24.10.23 um 19:15 Uhr MEZ

Der Mond ist heute Abend zu 78 Prozent beleuchtet. Noch ist der "goldene Henkel" gut zu erkennen. Die Bergspitzen des Juragebirges, das halbkreisförmig um die Tiefebene des Sinus Iridum, leuchten schön in der Sonne, in der Ebene ist noch Schatten zu erkennen. In wenigen Stunden werden die Schatten jedoch verschwunden sein und das Erscheinungsbild des Mondes wird sich weiter verändern.

(Einzelfoto, Kleinbildkamera am Spektiv, automatische Belichtung, 1/100 Sekunde, ISO400)

Beim Mond lohnt es sich durchaus, mehrere Bilder übereinanderzulegen. Also ein HDR-Bild zu erstellen, oder sogar auch ganz viele Bilder zu stacken.

Hier einmal ein HDR-Bild, entstanden aus drei Einzelbildern, jeweils um eine Blende versetzt, und mit Adobe Lightroom erstellt:

Der Mond als HDR-Bild

Die Konturen der Krater heben sich jetzt doch deutlicher ab.

Samstag, 20. April 2013

20. April: Der "Goldene Henkel"

Heute Abend zeigt der Mond mal wieder seinen "goldenen Henkel". Dies ist eine besondere "Ausbeulung" des Mondrands am "Terminator", an der Schattenlinie zwischen Tag und Nacht auf dem Mond. Die hohen Berge des "Montes Jura", die halbkreisförmig die "Regenbogenbucht" des Krates "Sinus Iridum" überragen sind in ihrem oberen Teil bereits hell von der Sonne erleuchtet, während in der näheren Umgebung noch alles im Schatten liegt.

Mit dem bloßen Auge ist dieses Ereignis nicht wirklich zu sehen, aber in einem Fernglas und erst recht mit einem kleinen Teleskop kann man diese Erscheinung wunderschön beobachten.

"Goldener Henkel" links oben am Mond um 21:00 Uhr MESZ.




Und noch eine weitere Erscheinung kann man an Hand dieses Bildes erkennen: Das "Mare Crisium", der dunkle runde Fleck rechts oben im Bild, steht schon  recht nahe am Rand des Mondes. Wir haben also bald (genauer am kommenden Dienstag) wieder "maximale Libration in Länge", wie ich es manchmal in meinen Wochenübersichten schreibe. Vergleichen Sie doch dieses Bild einmal mit dem Bild vom 11. Juli 2011. Damals war das Mare Crisium viel weiter "innen" zu sehen. Außerdem zeigt dies Bild auch die komplette Regenbogenbucht am Tag.

Gut eineinhalb Stunden später kann man erkennen, dass die Schattengrenze auf dem Mond schon etwas weiter gewandert ist. Auf dem folgenden Foto hat sich zwar auch der Mond etwas gedreht - und der Dunst oder die Wolkenschleier haben auch etwas zugenommen - doch man erkennt am Henkel, dass dieser doch etwas kräftiger beleuchtet wird. Auch an anderen kleinen Details an anderen Stellen erkennt man dies "wandern" des Terminators. Noch zwei Stunden und dies würde noch deutlicher sein, doch dann soll es sich noch stärker bewölken, so dass ich wohl nicht länger beobachten werde.

Goldener Henkel um 22:30 Uhr MESZ

Ach ja, woher die Bezeichnung "goldener Henkel" wirklich stammt, vermag ich nicht zu sagen. Als meine Frau dieses Bild gerade ansah, sagte sie: "Ach Gott nee, das ist doch allenfalls ein krummer Draht, aber niemals ein 'goldener Henkel'."