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Donnerstag, 29. August 2019

30. August: Ein weiterer Mondgottesdienst in Detmold


Am 30. August gibt es in Detmold wieder eine ganz besondere abendliche Andacht in der Erlöserkirche am Markt in Detmold:


Einladungsplakat
Diese Veranstaltung ist eine Fortsetzung der "Neumondgottesdienste", an denen ich schon einmal mitwirken durfte. Die Veranstaltung wird wohl ungefähr eine Stunde dauern.


Herr Ulrich Holle wird aus der reichen Lyrik zum Thema Mensch und Mond rezitieren: Erinnerungen an die kindlichen Phantasien zum Mond; der große Schatz an Liebesliedern, die unter Mondenschein entstanden sind, und tiefgründige philosophische Gedanken werden in drei Zyklen vorgestellt. Die ewige Faszination der Himmelskörper wird Pastor Burkhard Krebber zum Inhalt seiner Andacht machen. Der Mond ist eine bleibende Herausforderung für den Menschen: Er liefert Stoff für die Gestaltung der Zeiten und er zwingt zur Beachtung naturwissenschaftlicher Gesetze. Er beflügelt den menschlichen Geist zu literarischen Gedankengängen und er reizt das menschliche Streben in unbekannte Welten. Ich selbst werde über ein paar eher unbekannte Details aus dem Leben der ersten Menschen auf dem Mond berichten. Dazu noch berühmte Stücke aus der Welt der Jazzmusik - ich denke, das wird sicherlich ein schöner Abend.
Sie sind herzlich eingeladen - in die Kirche und zu den anschließenden Nach- und Nachtgesprächen.

Dienstag, 24. Juli 2018

Mondfinsternis am 27. Juli 2018 - wo beobachten?

Am Freitagabend findet eine totale Mondfinsternis statt. Lassen sie sich nicht durch die in der Presse geisternden "Superlative" täuschen, auch wenn es "die längste des Jahrtausends" sein soll, es wird gar nicht so einfach sein, diese zu beobachten. Und ich wette, die meisten Menschen bekommen davon gar nichts mit, obwohl diese Finsternis eigentlich zur besten Abendsichtbarkeit stattfindet.

Die Finsternis hat nämlich schon begonnen, wenn der Mond am Horizonz aufgeht. Dies ist um 21:13 Uhr der Fall. Der Mond geht in südöstlicher Richtung auf, bei einem Azimut von 122° Grad (180° Grad wäre genau Süden, 90° Grad genau Osten).  Dann ist es jedoch noch sehr hell, denn die Sonne geht erst kurz danach, um 21:22 Uhr im Nordwesten (Azimut 303° Grad) unter.

Zu Beginn ist der Mond schon tief in den Erdschatten eingetaucht, es ist nur noch ein kleiner Teil von ihm zu sehen, ob er dann wirklich noch am Horizont zu finden sein wird? Es wird sicherlich nicht ganz einfach sein, dafür umso spannender!

Die totale Mondfinsternis beginnt dann schon um 21:31 Uhr, dann ist der Mond vollständig in den Erdschatten eingetaucht. Wäre es dann mitten in der Nacht und richtig dunkel, würde der volle Mond orangerötlich am Himmel stehen. Dies wäre ein phantastischer, schöner Anblick. Aber ob dies auch noch in der Abenddämmerung der Fall sein wird? Und der Mond steht dann auch nur 1,6° Grad über dem Horizont.

Um 22:21 Uhr ist die größte Finsternis erreicht, dann steht der Mond dicht am Mittelpunkt des Erdschattens. Er ist dann gut 7° Grad über dem Horizont und genau in südöstlicher Richtung zu finden (bei Azimut 135° Grad).

Um 23:13 Uhr endet die totale Phase der Finsternis. Der Mond verliert wieder seine orangerötliche Farbe und wird nach und nach wieder heller. Um 0:19 Uhr endet dann auch diese "partielle" Phase der Finsternis.

Um den verfinsterten Mond zu sehen, muss man also schon genau wissen, in welche Richtung man schauen muss und vor allem braucht man eine wirklich freie Sicht zum Horizont! Häuser, Bäume,Berge stören da nur.

Von Bad Lippspringe aus gesehen liegt leider das Eggegebirge in östlicher Richtung. Besser beobachten kann man, wenn man auf den Eggekamm fährt und freie Sicht in die Täler nach Südosten hat. Auch von der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus kann man das Ereignis nicht beobachten, da wachsen leider Bäume im Schloßpark genau in der Beobachtungsrichtung..

Paderborner Sternfreunde wollen sich daher auf dem Parkplatz am Segelflugplatz am Haxterberg treffen. Vond dort wurde 2012 erfolgreich der Venustransit beobachtet. Ab 21 Uhr werden sicherlich die ersten dort schon ihre Gerätschaften aufgebaut haben.

Eine weitere Beobachtungsmöglichkeit besteht in Detmold. Dort gibt es ab 20 Uhr auf dem obersten Parkdeck des Parkhauses Lange Str. 73 zunächst einen Open Air "Vollmondgottesdienst".  Mit Musik und Wein kann dies nur eine gute Veranstaltung werden. Mein Sternfreund Arnold Hoppe von der Planetariumsgesellschaft unterstützt aktiv die dortige Beobachtung.

Auch die Sternwarte in Bielefeld-Ubbedissen lädt an diesem Abend zur Beobachtung der Mondfinsternis ein.

Egal, wo Sie sich am Freitagabend befinden. Blicken Sie ruhig mal am Abend in südösliche Richtung, es wird sich sicherlich lohnen! Ich wünsche Ihnen viel Spaß und einen wunderschönen Sommer-Mofi-Abend!

Montag, 12. März 2018

18. März,18 Uhr: Neumond-Gottesdienst

Einladungsflyer
Heute möchte ich die Leser meines Blogs auf eine ganz besondere Veranstaltung hinweisen. Am Sonntag, den 18. März findet um 18 Uhr in der Erlöserkirche am Markt in Detmold ein "Neumond-Gottesdienst" statt.

Anlass für diesen Gottesdienst ist in der Tat der Neumond an diesem Wochenende. Ich denke, sie brauchen vor diesem Gottesdienst keine Angst haben, das wird sicherlich keine esoterische Veranstaltung.

Pfarrer Krebber, von der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Detmolder-Ost stellt diesen Gottesdienst unter das Motto: "Wer bestimmt den Rhythmus unseres Lebens?" Er möchte an die alten Zusammenhänge zwischen den Monaten (das Wort hängt eng mit dem Wort "Mond" zusammen) unseres Kalenders und den Mondphasen erinnern. Das Osterfest wird nach wie vor durch den jeweiligen ersten Vollmond nach dem Frühlingsanfang festgelegt. Der alte jüdische Kalender und auch der islamische Kalender sind auch heute immer noch Kalender, die sich nach dem Mond richten.

Als Mitarbeiter der Volkssternwarte Paderborn werde ich in diesem Gottesdienst einen kleinen naturwissenschaftlichen Impuls geben, auf die verschiedenen Mondphasen hinweisen, und einige Ergebnissen der aktuellen Mondforschung präsentieren.

"Dr. Martins Swingband" wird für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgen. Und natürlich werden auch alte Texte aus der Bibel vorgelesen werden. Der Gottesdienst findet in der Passionszeit statt, das sind die letzten Wochen vor Karfreitag (dem Tag der Kreuzigung Jesu) und dem Osterfest. Auch hier wird auf mögliche astronomische Zusammenhänge hingewiesen werden.

Im Anschluss an den Gottesdienst, der ca. eine Stunde dauern wird, gibt es die Möglichkeit zum Nachgespräch im Gemeindehaus bei Snacks und Getränken.

Ein solcher Gottesdienst ist sicherlich ein Experiment. Als Naturwissenschaftler liebe ich Experimente, denn durch Ausprobieren lernen wir und gewinnen an Erkenntnis. Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich auf einen besonderen Abend ein.