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Montag, 25. Oktober 2021

25. Oktober 2021: Die ISS am Mond

 Heute früh um 9:31 Uhr sollte es von meinem Garten aus gesehen, wieder einmal einen ISS-Transit geben, diesmal nicht vor der Sonne, sondern vor dem Mond.

Allerdings lag mein Garten diesmal nicht genau in der Mitte des "Transitkorridors", sondern schon ziemlich am Rand. Dies wurde so jedenfalls vom "Transit-Finder" vorhergesagt:

Transit-Vorhersage vom "transit-finder.com"


Leider verschwand der Mond um ca. 9:25 Uhr hinter einen großen Wolke, so dass ich mir schon gar keine Hoffnung mehr auf eine erfolgreiche Beobachtung machte. Doch im letzten Moment tauchte der Mond wieder auf, schnell das Spektiv ausgerichtet, Kamera ausgelöst, geflucht, weil der Mond nicht zentriert im Bild lag, trotzdem gefilmt und mit bloßem Auge nix gesehen...

War die ISS zu sehen? Hatte die Aufnahme geklappt? Ich war gespannt - und als ich das kleine Video durchlaufen liess, dachte ich mir zuerst - schade, hat nicht geklappt. Doch dann spulte ich das Video noch einmal ab. Diesmal von Hand, also fast von Einzelbild zu Einzelbild. Und siehe da: plötzlich sah ich neben dem Mond einen kleinen hellen Punkt, der schnell nach oben hin entschwand.

Das musste die ISS sein! Eigentlich hatte ich erwartet, die ISS als kleinen schwarzen Fleck vor dem hellen Mond zu sehen und nicht als hellen Fleck neben dem Mond. Doch dann wurde mir schnell klar, dass diese Erwartung falsch war. Denn beim Blick auf den Mond hatte ich ja die Sonne im Rücken. Und so wie die Sonne den Mond bescheint, scheint sie natürlich auch auf die ISS. Die ISS hat, wenn sie richtig von der Sonne beleuchtet wird, etwa die Helligkeit der Venus. Und auch die Venus ist ja, wenn man weiss, wo sie sich am Himmel befindet - und wenn dies nicht zu dicht an der Sonne ist - durchaus mit dem bloßen Auge am Taghimmel zu sehen. Warum sollte nicht auch die ISS, wenn man weiss, wo sie sich genau befindet, bei gleicher Helligkeit genauso zu sehen sein? Und dann natürlich auch zu filmen sein!? Und da ich ja wusste, dass die ISS direkt vor der Mondscheibe entlang fliegt, war sie natürlich auch direkt neben dem Mond zu sehen, bzw. zu filmen. Anders als die Venus bewegt sich die ISS am Himmel jedoch sehr schnell, so dass wirklich Beobachtungen ohne den Mond als Wegweiser praktisch kaum möglich sein werden.

Hier also mein Video:

Und falls es Ihnen genauso geht wie mir, dass sie die ISS am Anfang gar nicht finden, hier ein kleiner Hinweis:

Nur bei Sekunde 9 ist es spannend!

Ich bin schon ganz gespannt, wann es mal wieder einen ISS-Transit von meinem Garten zu sehen geben wird. Das zweite vom Transit-Finder oben im Bild angezeigte Ereignis am Sonntag, den 31.10.2021 ist ja leider direkt bei mir doch kein wirklicher Transit, ich müsste mit meiner Ausrüstung mich schon in ca. 7-9 Kilometer Entfernung zur eigentlich Transitlinie bewegen.

Eine ebenso akkurate Vorhersage gab es auch auf der Webseite https://iss.vierwandfrei.de/, leider konnte ich hiervon keinen Screenshot mehr erzeugen, da dort immer nur die zukünftigen Transit-Pfade angezeigt werden.


Montag, 26. März 2012

26. März: Venus und Jupiter am Taghimmel

Vorhin ist es mir gelungen, die Venus und den Jupiter am Taghimmel zu fotografieren.

Die Venus ist relativ leicht zu finden. Orientieren kann man sich an der Mondsichel. Diese befindet sich ein gutes Stück östlich der Sonne, lässt sich aber mit bloßem Auge durchaus lokalisieren. Hat man dann den Mond, ist auch die Venus mit bloßem Auge zu sehen. Etwa vier Vollmonddurchmesser zur "offenen" Seite des Mondes hin (also von der Sonne weg) und ein kleines Stück nach oben, schon sticht sie einem förmlich als heller Punkt ins Auge.

Hier ein Foto, von heute 14:12 Uhr UT, also 16:12 Uhr Sommerzeit:

Venus am Taghimmel

Im Teleskop ist deutlich ihre gegenwärtige Phase, eine Art "Halbmond"-Gestalt zu erkennen.

Jupiter war mit bloßem Auge und auch mit einem Feldstecher nicht zu lokalisieren. Mit Hilfe der automatischen Steuerung meines Teleskops war er aber kein Problem. Für das bloße Auge war im Fernrohr seine runde, flächenhafte Gestalt sehr gut auszumachen. Fotografisch ist mir der Nachweis jedoch nicht so gut gelungen. Er hat sich vom Himmelshintergrund doch nur wenig abgehoben. Hier ein Foto, schaut man genau hin, kann man in der Mitte eine leichte Aufhellung erkennen, das soll er sein.

Jupiter am Taghimmel - naja

Dieses Foto wurde um 16:56 MESZ aufgenommen.

Und jetzt wünsche ich viel Spaß für heute Abend. Denn dann werden die Venus, die Mondsichel und darunter Jupiter sicherlich in der Dämmerung einen wunderschönen Anblick bieten!