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Sonntag, 8. März 2026

1. März 2026: ein weiterer Beobachtungstag, Sonne, Mond, Venus und mehr...

 Am Sonntag, den 1. März, schien die Sonne praktisch den ganzen Tag lang und auch am Abend bliebt der Himmel lange klar.

Tagsüber war die Sonne mit ihren neuen Flecken gut zu sehen:

Die Sonne am 1.3.26 um 12:19 Uhr MEZ

 Deutlich kann man den großen Fleck AR4378 erkennen. Zum Sonnenrand hin gibt es links von ihm eine weitere Fleckengruppe, AR4381 und weiter südlich die etwas schwächere Gruppe AR4380. Schaut man ganz genau hin, lässt sich in der nördlicheren Fleckenreihe ungefähr mittig in der Sonnenscheibe noch eine kleine weitere Gruppe finden, AR4383, die gerade neu am Entstehen ist. Ob sie sich sich länger hält? Oder ob sie morgen schon wieder verschwunden sein wird?

Schon am Nachmittag leuchtete der Mond kräftig am Himmel. Hier ein Foto, aufgenommen aber erst am Abend: 

Der (fast volle) Mond am 1. März 2026 um 19:09 Uhr MEZ

Und nach Sonnenuntergang habe ich dann versucht, die Venus zu entdecken - und habe sie tatsächlich gefunden!

Die Venus am 1. März 2026 um 18:46 Uhr MEZ.

 Später am Abend habe ich dann noch weitere "deep-sky"-Objekte fotografiert:

Krebsnebel, Messier 1, am 1.3.26 um 21:45 Uhr


 Dieses Bild von M1 habe ich ca. eine Stunde lang belichtet, es kam kein Filter zum Einsatz. Im Jahr 1054, also vor etwas weniger als tausend Jahren, wurde hier - chinesichen Quellen nach - eine Supernova beobachtet. In der modernen Astronomie spielt die Beobachtung dieses Nebels eine wichtige Rolle, was sich auch an dem ausführlichen Wikipedia-Artikel nachvollziehen lässt.

Die anschließenden Tage brachten dann eine richtige "Schönwetterkatastrophe". Tag und Nacht klarer Himmel. Ich habe viel beobachtet und fotografiert, leider fehlt dann die Zeit zum dokumentieren. So kann es gut sein, dass ich verschiedene Beobachtungsberichte erst in den nächsten Tagen bringen kann, wenn es mal wieder bewölkter am Himmel zu geht. 

Freitag, 12. Januar 2024

9./10. Januar 2024: Noch mehr "clear skies" und erste Supernova des Jahres 2024

 Die Astronomen wünschen sich untereinander gerne "clear skies" (abgekürzt CS), übersetzt "klaren Himmel". Und das war zum Glück auch in den Nächten am 9. und 10. Januar der Fall. Typisch für den Winter jedoch auch bitterkalt. Die Temperatur bei mir im Garten sank bis auf -10° Grad runter.

Hier ein paar weitere Ergebnisse meiner Beobachtungen.

SN2024gy - die erste Supernova des Jahres

Die erste helle Supernova des Jahres 2024 wurde (wieder einmal) vom Japaner Koichi Itagaki am 4. Januar 2024 entdeckt. Sie leuchtet auf in der Galaxie NGC 4216 im Sternbild Jungfrau, nahe zum Großen Löwen hin. Sie ist zur Zeit die hellste Supernova am Himmel mit einer Helligkeit von 13,5mag und ist zum Glück weit genug vom Kern der Galaxie entfernt, so dass ich sie gut fotografieren konnte.

Hier das gleiche von "nova.astrometry.net" kommentierte Bild, das noch auf viele weitere NGC- und IC-Objekte in meinem Bild hinweist:

 

Viele weitere NGC- und IC-Objekte tummeln sich in dieser Gegend.

Mein Bild entstand am 10. Januar um 1:51 Uhr, es wurde mit meiner Vespera gut 32 Minuten belichtet. Leider steht NGC 4216 zu diesem Zeitpunkt noch nicht besonders hoch am Himmel (zwei, drei Stunden später wäre besser gewesen). Zusätzlich stört eine helle Straßenlampe genau in diese Richtung, man kann im Bild noch eine diffuse Lichtstreuung erkennen, die ich auf diese Lampe zurückführe. 

Natürlich wurden durch automatische Himmelsüberwachungssysteme eine Vielzahl weiterer Supernova entdeckt, diese haben jedoch alle viel geringere Helligkeiten als SN2024gy.

Ein anderes Objekt, das ich fotografiert habe, ist der "Quallen-Nebel":

IC 443 im Sternbild Zwillinge

Leider habe ich dieses Bild nur 25 Minuten belichtet. Von der "Qualle" sieht man eigentlich nur den oberen Körper und nicht die lang nach rechts unten hängenden Tentakeln. Dieses Objekt muss ich beim nächsten Mal noch einmal deutlich länger belichten. Der helle Stern rechts unten ist eta Geminorum.

Auch habe ich wieder Kleinplanet (4)Vesta bei der Annäherung an M 1, den Krebsnebel, fotografiert:

(4)Vesta bei M 1 am 10. Januar 2024

Der hellere Stern Tianguan, bei dem Vesta zuletzt noch stand, ist leider nur noch teilweise links am unteren Bildrand zu sehen. Deutlich erkennbar ist jedoch die Bewegung von Vesta über die letzten zwei Tage.

Auch einen weiteren Kleinplaneten konnte ich beobachten:

(148)Gallia

Kleinplanet (148) Gallia wurde natürlich von einem Franzosen entdeckt. Gallia stand an diesem Tag unweit vom Stern HD 14728 mit (5,8mag). Gallias Helligkeit selbst liegt bei 12mag.