Mittwoch, 21. Januar 2026

20. Januar 2026: Noch einmal Polarlicht

 Der Sonnensturm war so heftig, dass auch am Dienstag das Aurora-Oval immer noch zu bei uns sichtbaren Polarlichtern führte. Nicht mehr so stark wie am Montag, aber teilweise doch leicht visuell sichtbar. Es war jedoch keine lang andauernde Show, sondern es trat anscheinend nur noch "in Wellen" auf. Von der letzten Nacht noch müde, habe ich nur von meinem Garten aus fotografiert. Diesmal hätte sich das Rausfahren sicherlich mehr gelohnt, denn der freie Blick nach Norden ist von meinem Garten doch sehr eingeschränkt.  Hier Bilder aus der ersten Welle gegen 18:30 MEZ und der zweiten gegen 19:30 MEZ. Gegen 23:30 Uhr gab es eine weitere Welle, hier habe ich jedoch kein sehenswertes Bild mehr gemacht.

Erstes Polarlicht um 18:27 Uhr MEZ
 
18:34 Uhr: das Polarlicht reicht bis zum Polarstern hoch.

 
Um 19:37 Uhr kann man "Beamer" durch das PL ziehen sehen.

19:41 Uhr 


Um 19:46 Uhr flaute es schon wieder ab.










 

Montag, 19. Januar 2026

19. Januar 2026: Polarlicht über Bad Lippspringe

Aufgenommen Nähe Bahnübergang Bad Lippspringe - Benhausen, 21:58 Uhr MEZ

22:20 Uhr, im eigenen Garten

22:54 Uhr

22:48 Uhr, helle Streifen ober- und unterhalb von Orion

22:54 Uhr, das "Nordlicht" wandelt sich zum "Südlicht" :-)

 Das Polarlicht heute leuchtete zunächst (um 21 Uhr) in nördlicher Richtung, wie es sich für ein richtiges "Nordlicht" gehört. Doch später (22:30 Uhr) sogar im Süden, wo gerade das Sternbild Orion stand. 

So ein helles Polarlicht, mit so leuchtenden, strahlenden Farben, die man nicht nur auf den Fotos, sondern tatsächlich immer wieder auch mit bloßen Augen wahrnehmen konnte, das ist wirklich selten. Das war ja schon "Skandinavien-Feeling"!

Sonntag, 18. Januar 2026

19. - 25. Januar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche nimmt der Mond langsam wieder zu. Von den hellen Planeten ist Saturn abends im Südwesten noch bis ca. 21:30 Uhr zu sehen. Jupiter leuchtet praktisch die ganze Nacht. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 19. Januar, geht die Sonne um 8:24 Uhr auf und um 16:45 Uhr unter. Wieder ist der helle Tag eine knappe Viertelstunde länger als noch vor einer Woche. Zwischen 18:39 Uhr und 18:44 Uhr fliegt die ISS mit maximal 82°Grad Höhe sehr hoch über unseren Himmel hinweg. Um 20:41 Uhr stehen die Jupitermonde Io und Europa in einem Abstand von nur 6'' Bogensekunden zueinander, in kleinen Geräten dürften die beiden zu einem Mond verschmelzen.

Am Dienstag, den 20. Januar, ist vielleicht die schmale, nur zu 4 Prozent beleuchtete Mondsichel, das erste Mal nach Neumond wieder zu sehen. Um 18:00 Uhr steht sie jedoch nur knapp 5° Grad hoch im Südwesten, sie geht um 18:46 Uhr unter. Zwischen 17:52 Uhr und 17:58 Uhr fliegt die ISS in maximal 72° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg. Gegen 19:30 Uhr steigt sie noch einmal kurz im Westen auf 39° Grad Höhe auf, bevor sie schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Mittwoch, den 21. Januar, steht die Mondsichel am Abend um 18 Uhr ca. 15° Grad hoch, sie ist zu 9 Prozent beleuchtet und geht um 20:05 Uhr unter. Um 18:44 Uhr fliegt die ISS exakt über unsere Stadt hinweg, ab 18:40 Uhr steigt sie im Westen auf und verschwindet um 18:45 Uhr im Erdschatten.

Am Donnerstag, den 22. Januar, nähert sich die Mondsichel (15 Prozent beleuchtet) langsam Saturn an und geht um 21:24 Uhr unter. Der Mond zeigt starke Libration Ost, d.h. das Mare Crisium steht nah am Rand. Zwischen 17:53 Uhr und 17:59 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in dieser Woche genau über unsere Stadt hinweg. Gegen 19:31 Uhr ist sie noch einmal ganz kurz im Westen zu sehen. Um 17:56 Uhr stehen Io und Europa sogar nur noch in einem Abstand von 5'' Bogensekunden beieinander. Bereits um 2:50 Uhr steht Kleinplanet (44)Nysa (8,9mag) in nur 4,5' Bogenminuten Abstand bei Stern 20 Cnc (5,8mag).

Am Freitag, den 23. Januar, halte ich um 19 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn einen Vortrag "Astromische Sternstunden", über die Highlights des Astrojahres 2025 und mit einem kurzen Vorausblick, was wir in diesem Jahr erwarten können. Die Mondsichel ist heute Abend zu 25 Prozent beleuchtet und geht um 22:44 Uhr unter. Sie steht ca. 5° Grad oberhalb von Saturn. Mit einem guten Fernglas oder kleinem Teleskop kann man dazwischen (etwas links der Linie Saturn-Mond) ca. 2° Grad oberhalb von Saturn auch den Planeten Neptun erkennen. Um 18:27 Uhr bedeckt der Mond den 7,2mag schwach leuchtenden Stern HIP 223. Zwischen 18:42 Uhr und 18:47 Uhr fliegt die ISS in maximal 77° Grad Höhe über unseren Himmel hinweg. Kleinplanet (44)Nysa (8,6mag) steht heute im Sternbild Krebs in Opposition zur Sonne.

Am Samstag, den 24. Januar, stehen um 0:34 Uhr Io und Europa in einem Abstand von 7'' Bogensekunden beieinander. Am Abend ist der Mond bereits zu 35 Prozent beleuchtet und geht erst kurz nach Mitternacht um 0:06 Uhr unter. Zwischen 17:54 Uhr und 18:01 Uhr fliegt die ISS mit maximal 86° Grad Höhe fast genau über unsere Stadt hinweg. Um 19:31 Uhr taucht sie noch einmal im Westen auf und verschwindet um 19:33 Uhr in der Nähe des Mondes im Schatten der Erde.

Am Sonntag, den 25. Januar, ist der Mond schon zu 43 Prozent beleuchtet, er erreicht seine höchste Position am Himmel um 17:51 Uhr mit 52° Grad Höhe. Zwischen 18:43 Uhr und 18:48 Uhr fliegt die ISS in maximal 51° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, auf einer Linie von Lipperode über Obern- und Niederntudorf nach Atteln und Scherfede kommt es dabei zu einem Transit vor dem Mond.


Freitag, 16. Januar 2026

23. Januar 2026: Vortrag "Astronomische Sternstunden"

 

 Schon zum 15. Mal halte ich an der Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus zu Beginn des Jahres einen Vortrag unter der Überschrift:

Astronomische Sternstunden

Wie immer geht es in diesem Vortrag um einen Rückblick auf die vielen Highlights in der Astronomie im Laufe des vergangenen Jahres 2025 und natürlich auch um einen Ausblick auf die Highlights des Jahres 2026, wie zum Beispiel die Sonnenfinsternis am 12. August.

Auch 2025 war wieder ein erfolgreiches Jahr für die Astronomie. Bei uns konnte man eine Sonnenfinsternis und eine Mondfinsternis beobachten. Neue Observatorien richteten zum ersten Mal den Blick in den Himmel, das Vera Rubin Teleskop nutz dazu die größte Digitalkamera der Welt. Doch auch wissenschaftliche Fehlprognosen und einige Pannen in der Raumfahrt werden nicht verschwiegen.

Ich werde wieder einige Bilder zeigen, die von Mitgliedern der Paderborner Sternwarte gemacht worden sind, darunter von der hellsten Supernova des vergangenen Jahres. Auch von hier konnten im vergangenen Jahr verschiedene Kometen, spektakuläre Gasnebel und viele andere Objekte beobachtet und fotografiert werden. 

Der Vortrag findet am Freitag, den 23. Januar 2025 um 19 Uhr in der Volkssternwarte Paderborn-Schloß Neuhaus statt. Ich freue mich auf Euren Besuch!

Sonntag, 11. Januar 2026

12. - 18. Januar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 In dieser Woche geht es auf den Neumond zu, die Nächte eignen sich also gut zur Beobachtung auch lichtschwacher deep-sky-Objekte am Himmel. Am Abend und praktisch in der ganzen Nacht strahlt Jupiter als hellster Planet am Himmel. Saturn kann noch bis ca. 22:00 Uhr im Westen gefunden werden. In seiner Nähe hält sich auch immer noch der nur im Fernglas sichtbare Planet Neptun auf. Uranus, ebenfalls nur im Fernglas sichtbar, kann in der Nähe der Plejaden bis gegen 3:30 Uhr gefunden werden. Die ISS kann in dieser Woche bei abendlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 12. Januar,  geht die Sonne um 8:27 Uhr auf und um 16:39 Uhr unter. Der helle Tag ist damit schon 13 Minuten länger als noch vor einer Woche. Der Mond geht um 2:51 Uhr auf und gegen 11:30 Uhr unter. Er ist noch zu 35 Prozent beleuchtet. Um 23:50 Uhr steht Beta Perseus (Algol) im Helligkeitsminimum. Bereits um 6:00 Uhr früh steht (14)Irene (11,4mag) in 5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP78078 (6,1mag). Um 19:24 Uhr ist die ISS erstmalig in einer neuen Abendsichtbarkeitsperiode kurz im Südwesten zu sehen.

Am Dienstag, den 13. Januar, geht der nur noch zu 26 Prozent beleuchtete Mond am Morgen um 4:05 Uhr auf. Um 6:00 Uhr früh steht (40)Harmonia (9,4mag) in 6,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP31850 (6,4mag). Und um 23:30 Uhr steht (433)Eros (10,9mag) in 6,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP9166 (7,1mag). Um 18:38 Uhr ist die ISS in maximal 18° Grad Höhe im Süden kurz zu sehen.

Am Mittwoch, den 14. Januar, geht die nur noch zu 19 Prozent beleuchtete Mondsichel erst um 5:17 Uhr auf, sie steht an der Schere des Skorpions. Der Mond zeigt eine ausgeprägte Libration in Südbreite, wir önnen also auf seinen Nordpol schauen. Um 23:30 Uhr steht (80)Sappho (11,4mag) in nur 2' Bogenminuten Abstand zum Stern 18 Ori (5,5mag). Zwischen 17:50 Uhr und 17:55 Uhr fliegt die ISS  in maximal 12° Grad Höhe sehr tief über unseren Abendhimmel hinweg. Anschließend ist sie um 19:26 Uhr noch einmal kurz im Südwesten zu sehen.

Am Donnerstag, den 15. Januar, geht die nur noch zu 12 Prozent beleuchtete Sichel des Mondes gegen 6:30 Uhr auf. Es dürfte die letzte Sichtbarkeit des Mondes vor Neumond sein. Um 20:30 Uhr steht Beta Perseus (Algol) im Helligkeitsminimum. Schon um 2:00 Uhr steht (433)Eros (10,9mag) in 4,5' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP9493 (6,6mag). Und um 6:00 Uhr früh steht (40)Harmonia (9,5mag) in nur 2,5' Bogenminuten Abstand zum Doppelstern Stern HIP31650 (6,4mag). Zwischen 18:37 Uhr und 18:41 Uhr fliegt die ISS  in maximal 34° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 16. Januar, fliegt die ISS zwischen 17:50 Uhr und 17:55 Uhr in maximal 25° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, bevor sie "hinter" dem Orion im Erdschatten verschwindet. Um 19:26 Uhr steigt sie noch einmal in Richtung WSW auf 34° Grad Höhe auf, bevor sie wieder schnell im Erdschatten verschwindet.

Am Samstag, den 17. Januar, steht um 6:00 Uhr früh (29)Amphitrite (11,5mag) in 9' Bogenminuten Abstand zu Stern HIP76532 (5,8mag). Zwischen 18:38 Uhr und 18:43 Uhr fliegt die ISS  in maximal 58° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 18. Januar, erreicht der Mond exakt um 20:53 Uhr seine Neumondposition. Die ISS zwischen 17:50 Uhr und 17:57 Uhr in maximal 45° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, wobei sie um 17:53:30 haarscharf an Saturn vorbeifliegt. Um 19:26 Uhr steigt sie in Richtung Westen auf 38° Grad Höhe auf, bevor sie wieder schnell im Erdschatten verschwindet.

11. Januar 2026: Die Sonne scheint

 Heute ging am Morgen die Sonne gegen 8:45 Uhr auf, es dauert ja immer etwas, bis sie über die Egge gestiegen ist. Es war bitterkalt: -12,7° Grad zeigte mein Außenthermometer an.

Aber der Himmel war klar und wolkenfrei wie selten. Am Mittag konnte ich auch die Sonne und ihre Flecken fotografieren:

Sonne am 11.1.26 um 12:11 Uhr.

 Die Sonnenflecken-Relativzahl wird mit 65 angegeben, bei mir sind es weniger, eine Gruppe ganz rechts am Rand ist für mich schon nicht mehr sichtbar.

Aber diese sichtbaren Sonnenflecken waren vor ein paar Tagen für einen CME verantwortlich, der in der letzten Nacht für schöne Polarlichter gesorgt hat, die sogar kurzzeitig bis in den Süden Deutschlands sichtbar waren. Bei mir waren leider im entscheidenden Moment Wolken aufgezogen. Als es später wieder aufklarte, lag ich dann doch schon im Bett.

Aber im Polarlichtforum kann man etliche schöne Bilder sehen. 

 

Samstag, 10. Januar 2026

10. Januar 2026: Ein kurzes Wolkenloch

 Am 10. Januar 2026 sah ich nach der tagesschau draußen plötzlich klaren Himmel. Leider zog es sich nach einer guten Stunde schon wieder zu, aber ein paar kleine Aufnahmen gelangen mir dennoch.

Zunächst wollte ich meine Kleinplanetenaufnahmen vom 7. Januar verifizieren. Also erneut Fotos gemacht mit den exakt gleichen Einstellungen, dort wo am 7.1. die Kleinplaneten waren, sollte jetzt nichts sein. Und das war dann auch so!

(32)Pomona ist nicht mehr in der Nähe von Aöldebaran, wo sie am 7.1. war
 

Da die Bilder am 7.1. und 10.1. nicht zur gleichen Uhrzeit aufgenommen worden sind, muss man natürlich auch eine kleine Bildrotation durchführen. Doch schnell ist dann deutlich, dort, wo (32)Pomona sich am 7. Januar 2026 befand, ist sie jetzt nicht mehr.

(32)Pomona am 10.1.26 gegen 20:23 Uhr MEZ

Leider hatte ich mich am 6./1.Januar ja bei der Koordinateneingabe etwas vertan, so musste ich für den heutigen Standort von Pomona das Bild quasi verschieben. Der rote Pfeil zeigt auf den aktuellen Standort von (32)Pomona, und er beginnt ungefähr dort, wo Pomona am 7.1. stand.

Auch das "Verschwinden" von Alkmene konnte ich dokumentieren: 

Keine (82)Alkmene am 10.1.26

Hier habe ich dann jedoch auf ein neues Foto von (82) Alkmene verzichtet, stattdessen habe ich andere Kleinplaneten gesucht.

(206) Hersilia am 10.1.26 um 21:12 Uhr MEZ

Kleinplanet (206) Hersilia (12,1mag) wollte ich schon um die Jahreswende fotografieren, doch da hatte für mich das Wetter leider nicht mitgespielt. Doch jetzt ist es mir geglückt, auch wenn der Asteroid inmitten dieses Sternengewimmels nicht einfach zu identifizieren war.

(40) Harmonia am 10.1.26 um 21:24 Uhr MEZ

(40) Harmonia (9,3mag) stand am 2. Januar in Opposition, heute hat es mit einer Aufnahme gut geklappt.

Jupiter um 20:34 Uhr

 Einige der Kleinplaneten hielten sich in der Nähe ihres größten "Bruders", Jupiter, auf. Und weil Jupiter heute genau in Opposition steht, musste er natürlich auch fotografiert werden. Hier kann man die Monde Europa und Io unterhalb von Jupiter sehen und Callisto oberhalb. 

Das Vespera hat auch einen speziellen "Planetenmodus", mit dem man sogar "Details" auf der Jupiteroberfläche erkennen kann. Da es draußen jedoch schon -8° Grad kalt war und die Luft entsprechend flimmerig, blieb bei dieser kleinen Optik natürlich nicht viel zu erkennen:

Jupiter in "Originalgröße"

 Immerhin konnte man heute zwei Streifen auf der Jupiteroberfläche erkennen.

Dann kamen Wolken auf, doch für einen weiteren Kleinplaneten sollte es noch gerade so reichen:

(44)Nysa am 10,1,26 um 21:36 Uhr 

 (44)Nysa konnte ich immerhin noch 100 Sekunden, also weniger als zwei Minuten belichten. Dadurch sind auf diesem Bild nur sehr wenige Sterne zu sehen. Die Wolken wurden schnell dichter und an weitere Beobachtungen war leider nicht mehr zu denken. Mit (206)Hersilia und (44)Nysa komme ich jetzt auf 110 dokumentierte Asteroiden oder Kleinplaneten.

Hätte ich bloß auch mal mit eigenen Augen nach Norden geschaut! Denn heute waren die ersten Polarlichter in diesem Jahr zu sehen. Im Polarlichtforum gibt es dazu schon einige Berichte. Nichts großartiges, aber zumindest deutlich fotografisch, vielleicht sogar ein wenig visuell in Norddeutschland auszumachen. 

Eine beinahe "extragalaktische" Beobachtung ist mir heute auch noch gelungen: 

NGC 2419 im Januar 2026

 Dieses Bild wurde insgesamt 30 Minuten belichtet, ca. 10 Minuten am 7. Januar und weitere 20 Minuten am 10. Januar. Wie meistens geht es um das Objekt genau in der Mitte des Bildes, den etwas "verwaschenen" Fleck links von zwei helleren Sternen.

NGC 2419 ist ein Kugelsternhaufen im Sternbild Jagdhunde, jedoch unweit von Castor in den Zwillingen. Er hat eine Helligkeit von ca. 9mag. Die beiden "Zeigersterne" neben ihm haben ca. 7mag Helligkeit. Können Sie erkennen, das der rechte dieser beiden Sterne ein feiner Doppelstern ist?

Dieser Kugelsternhaufen ist vom Zentrum unserer Milchstraße rund 300.000 Lichtjahre entfernt, also weiter als die Magellanschen Wolken. Daher bekam er nach seiner Entdeckung auch den Namen "Intergalaktischer Wanderer". Heute weiß man jedoch, auch dieser Kugelsternhaufen ist gravitativ an unsere Milchstraße gebunden. Und man hat inzwischen andere Kugelsternhaufen gefunden, die noch weiter entfernt sind, als NGC 2419. Trotzdem für mich ein sehr spannendes Objekt! Und überhaupt ein wunderschöner Abend!

Mittwoch, 7. Januar 2026

7. Januar 2026: Sonennflecken im Winter

 Die Sonne hat auch im letzten Jahr jeden Tag Flecken gezeigt. Das wird allem Anschein nach auch in diesem Jahr vorerst so bleiben. Die Aktivität der Sonne wird wohl nur langsam zurück gehen, auch in diesem Jahr können also selbst in unseren Breiten wohl noch Polarlichter möglich bleiben.

Hier ein Bild der Sonne von heute:

Die Sonne am 7.1.2026 um 11:48 Uhr MEZ

 Jetzt im Winter steigt die Sonne bei uns nur 15° Grad über den Horizont, selbst zur besten Mittagszeit.  Am sehr unruhigen Sonnenrand kann man auf diesem Bild sehen, wie die Luft am wabern ist, wieviele Turbulenzen in unserer Atmossphäre vorhanden sind. Aber immerhin war es heute Vormittag eine ganze Zeit lang klar, so dass meine Solaranlage auf dem Dach immerhin 6 Kwh Strom erzeugen konnte. Natürlich erst, nachdem der Schnee glücklicherweise von den meisten Kollektoren heruntergerutscht war.

Die beiden auffälligen Fleckengruppen ungefähr in der Mitte des Bildes und zum linken Rand heben haben durchaus eine passende magnetische Konfiguration, dass sie stärkere CMEs verursachen könnten...

Aber könnte..., würde...., häte... ist leider nur Konjunktiv. Mal schauen, was sich am Ende wirklich tut. 

6./7. Januar 2026 - Mond, Kleinplaneten und eine ferne Supernova

 In der Nacht vom 6. auf den 7. Januar klarte es gegen Mitternacht auf. Normalerweise wäre ich ja um diese Zeit ins Bett gegangen. Doch nach so langer Zeit ohne richtige astronomische Beobachtungen musste ich die Gelegenheit nutzen.

Schnell hatte ich mein Vespera Pro nach draußen gebracht und initialisiert. Ich selbst zog mich zuerst in die noch warme Küche, später dann ins Arbeitszimmer zurück. Es ist doch toll, wenn man heute sein Teleskop über WiFi von der warmen Wohnung aus steuern kann und nicht selbst draußen bei -6° Grad und weniger neben der Technik frieren muss.

Das erste Foto galt dem hell am Himmel strahlendem Mond.

Der Mond am 6.1.26 um 23:01 UT, 7.1.26 um 0:01 MEZ

Der abnehmende Mond war noch zu 84 Prozent beleuchtet. Er stand um Mitternacht 29° Grad hoch am Himmel, leicht rechts von ihm war Regulus, der hellste Stern im Löwen zu erkennen.
 
Danach habe ich Kleinplaneten aufgesucht:
 
(32)Pomona dicht bei Aldebaran

 (32)Pomona stand ganz dicht bei Aldebaran im Stier. Am 7. Januar abends sollte der Abstand nur eine halbe Bogenminute betragen, jetzt waren es noch ungefähr 6' Bogenminuten. Das Bild wurde fünf Minuten belichtet.
 
Leider war es in der Nacht zuvor bewölkt, ansonsten hätte ich ja gerne (433)Eros fotografiert, wie er genau vor der Galaxie M33 vorüberzieht. Jetzt wäre er schon wieder ein Grad von der Galaxie entfernt. Eros und M33 befanden sich außerdem jetzt auch schon recht tief im Westen genau in der Richtung der hohen Bäume auf den Nachbargrundstücken, so dass ich auf eine Aufnahme vezichtete.
 
(82)Alkmene im Sternbild Zwillinge

 Auch dieses Bild wurde fünf Minuten lang belichtet. Es entstand um 0:22 Uhr MEZ. Leider muss ich mich bei der Eingabe der Koordinaten etwas vertan haben, so dass Alkmene nicht - wie eigentlich gewollt - in der Mitte des Bildes sich befindet, sondern etwas nach rechts "verrutscht" ist. (82)Alkmene steht heute in Opposition zur Sonne.  Bislang hatte ich (82)Alkmene noch nicht fotografiert, es ist jetzt mein 108. Kleinplanet/Asteroid.
 
In der Nähe von (82)Alkmene befindet sich auch Jupiter, der am 10. Januar in Opposition steht:
 
Jupiter um 0:30 Uhr MEZ am 7.1.26

 
Bei Jupiter waren zwei seiner Mond sichtbar, die ich im Bild auch gekennzeichnet habe: C steht für Callisto und E für Europa. Der Mond Io befand sich gerade hinter dem Planeten und Ganymed so dicht neben dem Planeten, dass dieser den Mond überstrahlt. In den anschließenden Stunden würde Ganymed direkt vor der Jupiterscheibe langziehen, auch Ganymeds Schatten wäre auf der Jupiteroberfläche gut zu erkennen. Dafür reicht die Technik des Vespera jedoch nicht aus, dafür bräuchte man schon ein etwas größeres Teleskop.
 
Leider befand sich in dieser Zeit T CrB zu tief am nordwestlichen Horizont, sonst hätte ich hier sicherlich auch eine weitere Aufnahme gemacht, um zu schauen, ob sich der erhoffte Nova. Helligkeit endlich abzeichnet, doch nach allem, was ich aus dsen Daten anderer absehen kann, ist da bislang wirklich noch nichts auffälliges passiert.
 
Dafür habe ich mich auf die Suche nach weiteren Supernova-Ereignissen gemacht und stellte fest, dass die SN2025advo in der Galaxie UGC 4316 hoch genug über dem Horizont stehen sollte:
 
UGC 4316 mit SN2025advo

 Diese Supernova ist schon am 17. November letzten Jahres entdeckt worden. Von der Galaxie ist auf meinem Foto, das ich 35 Minuten belichtet habe, praktisch nichts zu erkennen, das hätte sicherlich eine noch längere Belichtungszeit erfordert. Aber die Supernova lässt sich schon gut erkennen. Zum Vergleich kann man sich einmal andere Bilder von Markus Kempf anschauen, der ein Seestar S50 benutzt und Manfred Mrotzeck anschauen, der eine deutlich bessere Optik verwendet.
 
Mittlerweile ging es auf 2:00 Uhr zu, auch für mich Zeit ins Bett zu gehen. Endlich wieder ein paar Astrostunden am Himmel, die sich richtig gelohnt haben! 
 

 

Montag, 5. Januar 2026

5. Januar 2026: Sonnenaufgang und abnehmender Mond

Heute früh gab es endlich den ersten richtigen Sonnenstrahl bei uns zu sehen! Nach dem es seit Neujahr eigentlich durchgehend bedeckt war, klarte es heute früh endlich wieder einmal auf. 

Hier mein erstes Bild von der aufgehenden Sonne heute:

Die aufgehende Sonne am 5. Januar 2026

 Das Foto entstand um 8:59 Uhr, also 28 Minuten nach dem mathematischen Sonnenaufgang. Die Sonne stand zu diesem Zeitpunkt 2,6° Grad über dem Horizont und mit 133° Grad Azimut im Südosten. Nicht nur das Eggegebirge im Südosten von uns verhinderte eine frühere Sichtung, sondern auch ein paar horizontnahe Wolken.

Zur gleichen Zeit stand "gegenüber" im Westen der Mond über den Häusern:

Der Mond am Morgen des 5. Januar 2026

 Auch hier behinderten ein paar Wolken die freie Sicht, der Mond stand zu diesem Zeitpunkt (9:07 Uhr MEZ) noch 7,7° Grad über dem Horizont (sowie Azimut 291°, WNW).

Der Mond mit 800mm Äquivalentbrennweite

Alle Bilder entstanden aus den Dachfenstern heraus im Obergeschoss meines Hauses. Leider soll sich der Himmel heute bald wieder mehr Wolken zeigen und am Abend soll sogar neuer Schnee fallen. Trotzdem: ein schöner Tagesbeginn!

Sonntag, 4. Januar 2026

6.-10. Januar 2026: Vier Planeten in einer Reihe

 Mein Sternfreund Christoph Gerber machte mich im AKM-Forum auf eine interessante Planetenkonstellation in dieser Woche aufmerksam. In dieser Woche stehen Venus und Mars in Konjunktion mit der Sonne, also von der Erde aus gesehen genau hinter der Sonne. (Ich schrieb dazu in meiner Wochenübersicht, das lässt sich nicht beobachten.) Und Jupiter befindet sich in Opposition zur Sonne, also von der Erde aus gesehen, genau gegenüber zur Sonne.

Das bedeutet, vier Planeten stehen praktisch auf einer Linie über die Sonne hinweg, also Jupiter - Erde - Sonne - Venus - Mars.

Man kann diese seltene Aufreihung der Planeten jedoch mit geeigneten technischen Hilfsmitteln gut beobachten! Das man Jupiter während der Opposition am Nachthimmel - sofern keine Wolken im Weg sind - gut beobachten kann ist logisch.

Die Venus und der Mars lassen sich jedoch mit Hilfe des SOHO-Satelliten in diesen Tagen ebenfalls gut beobachten. Der Satellit blendet mit Hilfe eines Koronografen die helle Sonnenscheibe aus, so dass sogar schwächere Sterne links und rechts neben der Sonne sichtbar werden und helle Planeten natürlich auch.

Hier ein Bild, das bereits im Dezembetr auf der Webseite von spaceweather.com veröffentlicht wurde:

Die NASA veröffentlich regelmäßig die neuesten Bilder des sich bereits seit über 30 Jahren im All befindlichen SOHO-Satelliten. Nicht nur als Einzelbilder, sondern auch als Zeitraffer. Das aktuellste Video finden Sie hinter diesem Link. Aber achten Sie darauf, dass die Venus von rechts nach links ziehend schon am 2. Januar hinter dem Koronografen verschwindet. Mars von links nach rechts ziehend verschwindet wohl am 4. Januar dahinter.  Etwas "näher" kommt man mit einer anderen Kamera von SOHO, mit dem LASCO C2-Experiment. Auch hier das jeweils aktuellste Video. Auch hier verschwindet die Venus gerade hinter dem Koronographen, Mars ist am 2.1. gerade erst in das Gesichtsfeld gezogen. Hier noch ein Link zu einem etwas älteren Video aus dem Dezember 2025.

Doch wieso laufen die Planeten in diesem Video in entgegengesetzte Richtung? Sollten nicht alle großen Planeten beim Umlauf um die Sonne in die gleiche Richtung laufen?

Keine Sorge! Das tun sie tatsächlich auch. Es handelt sich hier einmal mehr um einen rein perspektivischen Effekt, bei dem wir auch die Eigenbewegung der Erde um die Sonen berücksichtigen müssen. In dem obigen Bild gilt: Objekte, die rechts von der Sonne stehen, laufen ihr von der Erde aus gesehen voraus, sind also am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang zu sehen und Objekte, die links von der Sonne stehen, bewegen sich ihr nach, sind also am Abendhimmel zu sehen. ("Im Prinzip", denn tatsächlich sind alle Objeke, die so nahe bei der Sonne stehen wie auf diesen Bildern natürlich nicht zu sehen).

Wenn man ganz genau sich das Video anschaut, kann man erkennen, dass auch der Mars sich - bezogen auf die Sterne im Hintergrund - langsam von rechts nach links bewegt, also in die gleiche Richtung sich bewegt, wie es auch die Venus tut.  Auch die Sonne bewegt sich vor dem Hintergrund der Sterne von rechts nach links (oder andersherum: Die Sterne im Hintergrund bewegen sich immer von links nach rechts). Dies liegt einfach an der Bahn der Erde um die Sonne herum. 

Und jetzt kommen die Keplerschen Gesetze zur Bewegung der Planeten um die Sonne ins Spiel: Je weiter entfernt ein Planet von der Sonne entfernt ist, desto langsamer bewegt er sich auf seine Bahn um die Sonne. Die Venus ist von den hier betrachteten Planeten der Innerste, bewegt sich also am schnellsten, dadurch kann die Venus die Sonne scheinbar auf ihrer Bahn vor dem Hintergrund der Sterne überholen, denn die Geschwindigkeit, mit der die Sonne sich scheinbar vor den Sternen bewegt, wird ja durch die Erde bestimmt. Und so kann die Sonne dann scheinbar auch den Mars überholen.

Praktisch bedeutet dies für uns, dass die Venus schnell auf die "Abendseite" der Sonne wechselt, also bald (im Frühjahr) als Abendstern glänzen wird. Mars dagegen wechselt zunächst auf die Morgenseite der Sonne, da wird es dann noch eine ganze Weile dauern, bis er auch an unserem Abendhimmel wieder zu sehen sein wird (November/Dezember 2026). 

Doch zurück zu unser Aufreihung von gleich vier Planeten. Christoph Gerber weist in seinem Beitrag darauf hin, dass vom Jupiter aus gesehen, zum Oppositionszeitpunkt die Erde sogar genau vor der Sonne steht, es kommt also zu einem "Erd-Transit". Und nicht nur das, der Jupitermond Callisto umkreist seinen Mutterplaneten gerade so, dass auch er dann in einer Linie mit der Sonne und der Erde steht. 

Manchmal möchte ich wirklich gerne mit einem Raumschiff durchs Weltall gleiten, um all diese Effekte und Konstellation live mitzuerleben. 


 

 

5. - 11. Januar 2026: Der Himmel über Bad Lippspringe

 Heute möchte ich zuerst mit einem kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr beginnen. 188 Postings hatte ich 2025 erstellt. Zieht man davon die 52 Wochenvorausschauen ab, sind das 136 Beobachtungsberichte. So viele hatte ich in keinem Jahr zuvor. Es muss in der Tat viel klare Tage, Abende und Nächte gegeben haben. Astronomie ist wirklich ein tolles Hobby, das man das ganze Jahr über betreiben kann. Ich bion schon sehr gespannt, wie sich das neue Jahr zeigen wird.

In dieser Woche nimmt der Mond langsam ab und zieht sich vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten geht Saturn am Abend bereits vor 23 Uhr unter, genauso wie der Fernglasplanet Neptun wird seine Sichtbarkeitsspanne immer kürzer. Jupiter steht diese Woche im Sternbild Zwillinge in Opposition zur Sonne, ist also praktisch die ganze Nacht über zu sehen. Uranus im Sternbild Stier ist bis ca. 4:00 Uhr am Morgen in einem kleinen Teleskop zu sehen. Die anderen Planeten stehen zu dicht bei der Sonne um sichtbar zu werden. Die ISS ist nicht bei nächtlichen Überflügen am Himmel zu beobachten.

Am Montag, den 5. Januar, geht die Sonne um 8:31 Uhr auf und um 16:30 Uhr unter, der helle Tag dauert also wieder knapp 8 Stunden. Der noch zu 92 Prozent beleuchtete Mond geht um ca. 19:15 Uhr auf. Um 21:38 Uhr endet die Bedeckung von HIP 46232 (6,3mag) durch den Mond, allerdings dürfte das Mondlicht diese Bedeckung noch gut überstrahlen. Heute Abend zieht Kleinplanet (433)Eros über die Spiralgalaxie M 33 hinweg. Ob sich dies fotografieren lässt?

Am Dienstag, den 6. Januar, Dreikönigstag, geht der Mond dicht beim hellen Stern Regulus um 20:34 Uhr auf. Er ist noch zu -85 Prozent beleuchtet. Um 8:00 Uhr, schon in der Morgendämmerung, endet im Westen die Bedeckung von Psi Leo (5,4mag) am unteren Mondrand, der Stern taucht plötzlich hinter dem dunklen Mondrand wieder auf. Die Venus steht heute in oberer Konjunktion mit der Sonne, also von der Erde aus gesehen praktisch genau hinter der Sonne, was wir natürlich nicht direkt beobachten können.

Am Mittwoch, den 7. Januar, endet um 3:15 Uhr eine Bedeckung von 45 Leo (6,0mag) durch den Mond, der Stern taucht am oberen Mondrand plötzlich wieder auf. Am Abend geht der zu 77 Prozent beleuchtete Mond um 21:55 Uhr auf. Heute steht der 1864 von Düsseldorf aus entdeckte Kleinplanet (82)Alkmene (10,7mag) in Opposition zur Sonne. Heute zieht Kleinplanet (32)Pomene (12,0mag) in nur 0,5' Bogenminuten Abstand am 1mag hellen Stern Aldebaran vorüber. Ob dieser den Kleinplaneten überstrahlen wird?

Am Donnerstag, den 8. Januar, ist der Mond in das Sternbild Jungfrau gewechselt und geht um 23:11 Uhr auf.

Am Freitag, den 9. Januar, geht der Mond erst nach Mitternacht auf. Heute steht der Planet Mars in Konjunktion mit der Sonne, also ebenfalls von der Erde aus gesehen direkt hinter der Sonne.

Am Samstag, den 10. Januar, geht der Mond um 0:25 Uhr auf und um 11:14 Uhr unter. Um 16:48 Uhr erreicht er exakt das Letzte Viertel, steht dann jedoch bei uns unter dem Horizont. Planet Jupiter steht heute exakt in Opposition zur Sonne. Jupiter steht im Sternbild Zwillinge etwas rechts unterhalb der Hauptsterne Castor und Pollux. Zunächst sind bei Jupiter nur die Monde (von unten nach oben) Europa, Io und Callisto zu sehen, gegen 20:15 Uhr taucht dann Ganymed hinter dem Jupiter wieder auf, in etwa zeitgleich mit dem Großen Roten Fleck. Im Fernrohr erscheint Jupiter 46 Bogensekunden groß, also schon mit einem einfachen Fernglas als Scheibchen zu erkennen.

Am Sonntag, den 11. Januar, geht der Mond um 1:38 Uhr auf und 11:07 Uhr unter. Um 7:00 Uhr ist er noch zu 44 Prozent beleuchtet.

Samstag, 3. Januar 2026

2. Januar 2026: Mein erstes Astrofoto in diesem Jahr

 Draußen schneit es seit Silvester immer wieder mal. Der Himmel ist völlig bewölkt. Meine Solaranlage, die zuletzt 2025 noch das viertbeste Jahresergebnis der letzten 15 Jahre produziert hat, erzeugte am 1. Januar nur 0,45 kwh, am 2. Januar sogar nur noch 0,05 kwh. Eingeschneit halt. Und heute, am 3. Januar, sieht es nach noch weniger aus.

Als ich am 2. Januar kurz nach 23 Uhr ins Bett gehen wollte, schaute ich noch einmal durch das Dachfenster nach oben, ein kleiner Teil des schrägen Fensters war nicht zugeschneit, dafür war im unteren Teil so einiges zusammengerutscht. 

Und da sah ich doch plötzlich ein Licht. Der Mond! Schnell holte ich meine Kamera, doch da war er auch schon wieder weg. Doch gleich danach auch wieder da, die Wolken zogen schnell vor ihm entlang, waren aber wohl doch nicht so dicht wie den ganzen Tag über. 

Vorsichtig versuchte ich das Fenster zu öffnen, aber es war zu sehr zugefroren. So probierte ich eine Aufnahme durch die Doppelglasscheibe des Fensters hindurch. Da der Mond recht hoch stand, konnte ich meine Kamare ziemlich senkrecht vor der Fensterscheibe positionieren und bekam so tatsächlich den Mond ohne ein größeres "Geisterbild" zu fassen.

Natürlich kann so kein kontrastreiches, scharfes Bild gelingen. Aber immerhin:

Der Mond, 12 Stunden vor dem exakten Vollmondzeitpunkt,  am 2.1.2026 um 23:12 Uhr MEZ


 Am untereren Mondrand kann man erkennen, dass durch die Fensterscheibe fotografiert dann doch leichte doppelte Ränder der Krater entstehen. Ich bin jedoch mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Schon gleich am zweiten Tag des Jahres das erste Astrofoto im Kasten, so kann es gerne weiter gehen.

Und noch was:

Heute, am 3. Januar 2026 um 18:15 Uhr MEZ erreicht unsere Erde auf ihrer elliptischen Bahn um die Sonne herum ihr Perihel, das ist der geringste Abstand zur Sonne in diesem Jahr mit diesmal 147 099 894 km. Das Aphel, den größten Abstand von der Sonne erreichen wir am 6. Juli um 19:30 Uhr mit 152 087 774 km, also knapp 5 Millionen Kilometern mehr.