Dienstag, 21. November 2017

27. November: "Meteorite - Zeugen aus der Urzeit unseres Sonnensystems"

Am Montag, den 27. November, gibt es um 19:30 Uhr an der Volkssternwarte in Paderborn wieder einen spannenden Vortrag. Der Referent, Klaus Becker, ist Vorsitzender der Volkssternwarte Ennepetal und beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Meteorite.

In der Ankündigung auf der Webseite der Sternwarte heißt es dazu:

Sternschnuppen sind eines der bekanntesten Himmelsphänomene. Selbstverständlich fallen dort keine Sterne, sondern „nur“ Stein- oder Metallbrocken vom Himmel. Solche Meteorite stellen die ursprünglichste Materie aus der Anfangszeit unseres Sonnensystems dar, welche wir auf der Erde praktisch „frei Haus“ geliefert bekommen.

In seinem Vortrag erläutert Klaus Becker die Entstehung dieser Objekte und stellt die Folgen eines Meteoritenfalls anhand des Tscheljabinsk-Ereignisses vom Februar 2013 vor, das von vielen Überwachungskameras dokumentiert wurde. Ausführlich geht er auf die verschiedenen Arten von Meteoriten ein und gibt Hinweise, wie man sie finden und erkennen kann. Welche Informationen geben uns diese Milliarden Jahre alten Boten aus dem All?
 


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Samstag, 18. November 2017

20. - 26. November 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt wieder der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den großen Planeten sind morgens (ab ca. 4:30 Uhr) der Mars und ab ca. 6:30 Uhr Jupiter im Osten zu sehen. Die Venus am Morgen ist bestenfalls nur noch recht kurz direkt vor Sonnenaufgang zu sehen. Saturn oder vielleicht auch Merkur am Abend sind nur noch etwas für Spezialisten. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 20. November, geht die Sonne um 7:52 Uhr auf und um 16:28 Uhr unter, damit ist der helle Tag 20 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Die schmale, nur zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel kann vielleicht schon am Abendhimmel gefunden werden, sie steht nicht weit von Saturn entfernt. Um 18:30 Uhr findet an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus der zweite Teil des Kurses "Astronomie für Kinder" statt. Heute geht es um Planeten und Monde.

Am Dienstag, den 21. November, geht die zu 9 Prozent beleuchtete Mondsichel um 18:53 Uhr unter, heute Abend sollte sie schon gut gefunden werden können. Um 18:26 uhr gibt es in südsüdöstlicher Richtung  (Azimut 162° Grad) in 37° Grad Höhe einen Iridiumflare mit -4mag Helligkeit.

Am Mittwoch, den 22. November, geht der Mond um 19:42 Uhr unter. Da er im Sternbild Schütze steht, steigt er tagsüber kaum über 15° Grad am Himmel hinauf.

Am Donnerstag, den 23. November, geht der Mond um 20:27 Uhr unter, er ist heute Abend zu 22 Prozent beleuchtet.

Am Freitag, den 24. November,  kommt es um 17:53 Uhr zu einer Sternbedeckung durch den Mond. Ein 6,4mag schwaches Sternchen verschwindet am dunklen Mondrand, zur Beobachtung ist ein Fernglas unerlässlich. Der Mond ist jetzt in das Sternbild Steinbock gewandert und geht um 21:36 Uhr unter.

Am Samstag, den 25. November, geht Mond erst um 22:40 Uhr unter, um 21:18 Uhr wird der Stern 45 Cap (5,9mag) von ihm bedeckt.

Am Sonntag, den 26. November, erreicht der Mond um 18:03 Uhr exakt das Erste Viertel, er geht um 23:46 Uhr unter.








Sonntag, 12. November 2017

13. - 19. November: Der Himmel über Bad Lippspringe

Meistens ist der Himmel ja bewölkt, "typisch" für unseren November. Doch wenn es mal aufklaren sollte, hier wieder meine Beobachtungstips für diese Woche: Die Nächte eignen sich gut zur Beobachtung des dunklen Sternenhimmels, denn diese Woche haben wir Neumond. Von den großen Planeten sind Venus und Jupiter am Morgen vor Sonnenaufgang zu sehen. Mars, allerdings nicht ganz so hell,  steigt bereits ab ca. 4:30 Uhr im Osten über die Egge. Am Abend können, jedoch nur mit optischen Hilfsmitteln, Uranus und Neptun beobachtet werden. Die ISS kann zu Beginn der Woche noch bei morgendlichen Überflügen gesehen werden.

Am Montag, den 13. November, geht die Sonne um 7:41 Uhr auf und um 16:37 Uhr unter, der helle Tag ist inzwischen kürzer als neun Stunden. Zwischen 6:36 Uhr und 6:42 Uhr kann die ISS in maximal 26° Grad Höhe bei einem Überflug gesehen werden. Dann sollten auch schon Jupiter und Venus über die Eggegestiegen sein, sie stehen heute früh sehr eng beieinander. Ihr Abstand ist geringer als ein Vollmondduchmesser, ein sicher lohnenswerter Anblick! Die Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus bleibt heute für den Publikumsverkehr geschlossen, da die Mitglieder über die Tätigkeit und das Programm im kommenden Jahr beraten wollen.

Am Dienstag, den 14. November, kann die ISS zwischen 5:46 Uhr und 5:50 Uhr im Südosten bei einem Überflug in maximal 36° Grad Höhe gesichtet werden. Der zu 17 Prozent beleuchtete Mond geht gegen 3 Uhr über der Egge auf.

Am Mittwoch, den 15. November, kann die ISS zwischen 6:29 Uhr und 6:35 Uhr in nur noch maximal 14° Grad Höhe bei ihrem Überflug gesichtet werden. Um 18:53 Uhr gibt es im Sternbild Fische (Höhe 40° Grad, Azimut 150° Grad (SSO)) einen mit -2mag etwa Jupiter hellen Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 16. November, kann die ISS ein letztes Mal zwischen 5:38 Uhr im Süden bis 5:42 Uhr im Südosten in maximal 19° Grad Höhe bei einem morgendlichen Überflug gesichtet werden. Zu dieser Zeit wird auch die nur noch zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel über der Egge im Osten aufgehen. Der veränderliche Stern Algol erreicht um 19:23 Uhr ein Helligkeitminimum.

Am Freitag, den 17. November, gesellt sich der Mond zu Jupiter und Venus, aber ob er mit einer nur zu 2 Prozent beleuchteten Sichel in der Morgendämmerung noch wahrzunehmen sei wird? In dieser Nacht erreicht der Sternschnuppenstrom der Leoniden sein Maximum. Durch den Neumond sind die Beobachtungsbedingungen für die Leoniden gut, es wird jedoch für dieses Jahr keine große Aktivität vorher gesagt.

Am Samstag, den 18. November, erreicht der Mond exakt um 12:42 Uhr seine Neumond-Position. Dadurch ist er weder am Morgen zuvor noch am Abend danach zu beobachten.

Am Sonntag, den 19. November, wird der Mond wahrscheinlich auch noch nicht gesichtet werden können, bei Untergang um 17:34 Uhr wäre seine Sichel nur zu 2 Prozent beleuchtet. Am Abend geht Kleinplanet Iris (7,4mag) nur 4' Bogenminuten östlich am Stern SAO 92666 (6,7mag) vorüber.




Mittwoch, 8. November 2017

7. November: Polarlichter über Deutschland und Schweden

Am Abend des 7. Novembers gab es über Nordeuropa ein starkes Polarlicht. Bei uns in Ostwestfalen war der Himmel leider bewölkt, wir haben davon bei uns nichts mitbekommen.

Anders sah es jedoch in Norddeutschland an der Ostseeküste aus, dort konnte man von vielen orten aus das Polarlicht wahrnehmen. Mit den bloßen Augen zwar meist nur als leichte (weiße) Aufhellung eines schmalen Himmelsstreifen in Richtung Norden, auf längerbelichteten Fotos war jedoch das typische grünliche Leuchten der Polarlichter schnell sichtbar.

Bilder dazu findet man im "Polarlichtforum" des Arbeitskreis Meteore, der sich nicht nur mit Meteoren, sondern auch mit der Beobachtung und Auswertung von Meteoren, Halos, Polarlichtern, Leuchtenden Nachtwolken und anderen Erscheinungen der Erdatmosphäre beschäftigt.

Eine Nichte von mir arbeitet zur Zeit in Stockholm, sie hatte einen noch besseren Blick auf die Polarlichter und hat mir ein paar Bilder geschickt, die ich hier gerne zeige. Sie konnte das intensive grün auch mit den eigenen Augen sehen und schrieb mir sogar, "ein paar Sekunden hat man auch rötliches gesehen." 


Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm(c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran

Polarlicht am 7. November in Stockholm (c) J. Dzieran


(Ein Klick auf eines der Bilder öffnet eine etwas größere Ansicht.)

Deutlich kann man erkennen, dass das Polarlicht selbst nicht einfach nur ein heller grüner Streifen ist, sondern in sich vielerlei Strukturen hat, die man vielleicht mit Worten wie Strahlen, Aufhellungen, oder Vorhängen beschreiben kann. Auch von Stockholm aus musste man, genau wie an der Ostsee, nach Norden gucken, um diese Erscheinungen zu sehen. Deshalb wird Polarlicht ja auch "Nordlicht" genannt.

Herzlichen Dank an Johanna! 

Dienstag, 7. November 2017

Am 7. Dezember: Briefmarken zur Astrophysik

Am 7. Dezember erscheinen zwei neue Briefmarken der Deutschen Post, auf denen es um Themen aus der Astrophysik geht.

In der Briefmarke zu 45 Cent (Postkartenporto) wird der Satellit Gaia gezeigt, auf der zu 70 Cent (Standardbriefporto) geht es um die Entdeckung der Gravitationswellen.

Neue Briefmarken vom 7. Dezember 2017 
Gestaltung Postwertzeichen:
Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Gaia-Satellit © ESA / ATG medialab / ESO / S. Brunier
Gravitationswellen © S. Ossokine, A. Buonanno (AEI), SXS, W. Benger (AHM)
Werte: 45/70 Cent


Damit werden zwei herausragende Leistungen der Wissenschaft gewürdigt, an der auch deutsche Forscher maßgeblich beteiligt waren. Auf der Webseite des Bundesfinanzministeriums (ja, die sind für Briefmarken zuständig!) heißt es dazu:

"Die Astrophysik beschäftigt sich mit der physikalischen Beschaffenheit von Himmelskörpern. Sie ist, wie die gesamte Astronomie, keine experimentierende, sondern eine beobachtende Wissenschaft, die von der Theoriebildung lebt. Dass Albert Einstein (1879–1955) einer der größten Wissenschaftler aller Zeiten war, ist unumstritten. Auch über 60 Jahre nach seinem Tod macht der geniale Physiker noch Schlagzeilen. Über Jahrzehnte war es nicht möglich, eine seiner zentralen Theorien zu beweisen. Einstein hatte die Existenz von Gravitationswellen schon 1915 in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vermutet. Heute wissen wir: Einstein hatte – wieder einmal – recht. 


Das Weltall einmal komplett zu durchmessen und zu kartieren scheint bei der Größe des Universums ein Ding der Unmöglichkeit. Dennoch dringen Wissenschaftler der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) mit Hilfe von Satelliten und leistungsstarker Kameras immer weiter in die Tiefen des Alls vor. Der ESA-Satellit Gaia verfügt über eine solche Kamera: Mit einer Milliarde Pixel kann sie ein Haar aus 1000 Kilometern Entfernung erkennen. 106 Detektoren können Position, Bewegungen sowie Helligkeit und Farben der Sterne exakt bestimmen. Ende 2013 startete Gaia von Weltraumbahnhof Kourou (Französisch-Guayana). Schon jetzt hat Gaia die umfangreichste Karte unserer Galaxie erstellt. 2019 wird die Gaia-Mission voraussichtlich enden. Die Publikation des Sternenkatalogs soll 2022 erfolgen.
Wenn im Weltall Massen beschleunigt werden, breiten sich periodische Verzerrungen des Raums in Wellen aus. Sind die Massen groß genug, etwa bei der Verschmelzung superschwerer Schwarzer Löcher, können diese Gravitationswellen auf der Erde gemessen werden. Sie lassen sich während ihrer Ausbreitung an Stauchungen und Streckungen des Raums erkennen. Wissenschaftler verkündeten Anfang 2016, dass sie mit dem in den USA befindlichen Gravitationswellendetektor LIGO (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory) erstmals Gravitationswellen nachweisen konnten. "

Montag, 6. November 2017

6./7. November: Zweimal Mond in einer Nacht

Als ich heute Abend von einer Sitzung nach Hause kam, stand der abnehmende Mond gerade zwischen zwei Wolkenbändern, so dass ich schnell dieses Foto schießen konnte:

Abnehmender Mond am 6. November gegen 21:45 Uhr
Das Mare Crisium ist schon stark verfinstert, obwohl der Mond noch zu 90 Prozent beleuchtet ist. In der letzten Nacht hätte ich mich noch mehr über den freien Blick zum Mond gefreut. Doch da war es die ganze Zeit bedeckt. Ich hatte mir zwar extra für 3:30 Uhr den Wecker gestellt, in der Hoffnung die Bedeckung des Aldebarans durch den Mond beobachten zu können. Doch da gab es nur eine geschlossene Wolkendecke. Schade! Aber umso mehr freue ich mich heute über diesen schönen Blick auf meinen alten Freund!

************************************
Am frühen Morgen des 7. November konnte ich ein weiteres Foto des Mondes machen, Schon beim Aufstehen bemerkte ich, dass der Himmel halbwegs klar war, also schnell vor dem Frühstück noch einmal raus und dieses Foto hier gemacht. Deshalb habe ich auch die Überschrift dieses Blogeintrags noch einmal geändert. Um den Vergleich mit dem Bild von gestern Abend hinzubekommen, habe ich es etwas gedreht. Deutlich erkennt man, das Mare Crisium ist jetzt praktisch vollkommen in der Mondnacht verschwunden.

Mond am 7. November gegen 6:15 Uhr
Zwischen beiden Bildern liegen ca. 8 1/2 Stunden, da wandert auch die Tag-/Nacht-Grenze auf dem Mond ein ganz erhebliches Stück weiter. Noch waren heute früh 87 Prozent des Mondes beleuchtet, aber die drei Prozent weniger zu gestern Abend machen doch schon einen deutlichen Unterschied aus.

Samstag, 4. November 2017

6. - 12. November: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der abnehmende Mond allmählich vom Abendhimmel zurück. Von den hellen Planeten sind nur wenige zu sehen: Die Morgensichtbarkeit der Venus verkürzt sich auf eine Stunde vor Sonnenaufgang, Mars geht schon bald nach 4 Uhr morgens auf. Abends ist Saturn nur noch kurz nach Sonnenuntergang tief im Südwesten zu finden. Die ISS kann bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 6. November, geht die Sonne um 7:28 Uhr auf und um 16:48 Uhr unter, der "helle" Tag dauert also nur noch 9 Stunden und 20 Minuten.  Direkt nach Sonnenuntergang gibt es um 16:50 Uhr in 76° Grad Höhe und bei Azimut 61° Grad (ONO) einen extrem hellen Iridiumflare von -8,5mag. In der Frühe zwischen 3:53 Uhr und 4:34 Uhr bedeckt der Mond den hellen Stern Aldebaran. Besonders faszinierend wird das Ende der Bedeckung sein, wenn Aldebaran hinter dem dunklen Mondrand plötzlich wieder auftaucht, quasi wieder "angeknipst" wird. Zwischen 6:15 Uhr und 6:20 Uhr fliegt die ISS hoch über unseren Köpfen, fast exakt über Bad Lippspringe hinweg. Sie steigt zunächst genau in den Hyaden auf, die zuvor in der Nacht vom Mond teilweise bedeckt worden sind. Der noch zu 90 Prozent beleuchtete Mond geht am Abend  gegen 19 Uhr auf. Bereits um 18:30 Uhr beginnt an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus der erste Teil des Kursus "Astronomie für Kinder".

Am Dienstag, den 7. November, wird von 0:28 Uhr bis 1:34 Uhr der 4,3mag Stern 119 Tauri vom Mond bedeckt. Um 5:25 Uhr tritt genau im Süden in 77° Grad Höhe die ISS aus dem Erdschatten heraus und fliegt in den kommenden vier Minuten schnell dem Osten entgegen. Der Mond geht abends um 19:49 Uhr auf.

Am Mittwoch, den 8. November, fliegt die ISS zwischen 6:09 Uhr und 6:13 Uhr exakt über unsere Stadt hinweg. Der zu 72 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:52 Uhr im Sternbild Zwillinge auf.

Am Donnerstag, den 9. November, endet um 6:14 Uhr die Bedeckung von 81 Gem, einem Stern von 4,9mag, durch den Mond. Zwischen 6:50 Uhr und 6:58 Uhr fliegt die ISS in maximal 63° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel, deutlich oberhalb des Mondes, hinweg. Am Abend geht der Mond um 22:01 Uhr im Sternbild Krebs auf.

Am Freitag, den 10. November,  fliegt die ISS zwischen 6:00 Uhr und 6:06 Uhr in maximal 75° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend erreicht der Mond exakt um 21:36 Uhr das Letzte Viertel, er geht jedoch erst gute zwei Stunden später im Osten im Sternbild Löwe auf.

Am Samstag, den 11. November, fliegt die ISS am Morgen zwischen 6:42 Uhr und 6:49 Uhr in nur noch maximal 41° Grad Höhe, deutlich unterhalb des Mondes, über unseren Morgenhimmel entlang. Der Mond geht abends erst nach Mitternacht auf.

Am Sonntag, den 12. November, fliegt die ISS zwischen 5:52 Uhr und 5:58 Uhr knapp unterhalb des Mondes an unseren Morgenhimmel vorüber. Wenn Sie morgens früh die Venus sehen, halten sieauch mal Ausschau nach Jupiter, dieser steht nur 1° Grad unterhalb der Venus, am Montagmorgen werden die beiden Planeten noch dichter beieinander stehen. Und am Abend? Schauen Sie einmal ganz hoch in den Himmel und versuchen Sie die Andromedagalaxie zu finden, um 21:30 Uhr steht sie fast 80° Grad hoch genau im Süden.

4. November: Vollmond

Heute früh war Vollmond. Auf dem Bild von heute Abend kann an erkennen, dass dies schon gut 12 Stunden her ist, denn am westlichen (rechten) Mondrand kann man schon wieder einzelne Krater erkennen, hier sind also die Schatten lang, und nich mehr der ganze Mond ist sichtbar, wie es ja zum richtigen Vollmondzeitpunkt der Fall ist.

Leider stand der Mond zum Zeitpunkt der Aufnahme noch recht tief über dem Horizont, dadurch war die Luft sehr flimmerig. Mir sind sicherlich schon bessere, schärfere Mondfotos gelungen.

Trotzdem hier das Foto denn jetzt ist es draußen schon wieder völlig bedeckt, Regen soll kommen:

Vollmond am Abend des 4. November 2017

Dienstag, 31. Oktober 2017

Ab 6. November: "Astronomie für Kinder" - ein Kurs der Volkssternwarte

Die Volkssternwarte Paderborn in Schloß Neuhaus veranstaltet auch in diesem Jahr wieder einen besonderen Astronomiekurs für Kinder. Dieser findet an vier Abenden statt:, jeweils Montags um 18:30 Uhr.

Die vierteilige Veranstaltungsreihe „Astronomie für Kinder“ von Sigrid Haak richtet sich gezielt an Acht- bis 14-jährige, die mehr über „Sonne, Mond & Sterne“ erfahren möchten. Alle Kursteile sind in sich abgeschlossen und können auch einzeln besucht werden.

Da die Plätze beschränkt sind, bittet die Sternwarte um Voranmeldung unter Tel.: 05254/932042)

Die Kosten betragen pro Abend 3 Euro pro Kind.

Am 6. November geht es um "die Eroberung des Weltalls",
Lange schon schauen die Menschen zum Himmel und staunen über seine fantastischen Phänomene. Inzwischen kann die Astronomie viele davon er-klären, was unser Bild vom Universum nachhaltig gewandelt hat. Im letzten Jahrhundert ging die Menschheit noch einen Schritt weiter und flog erstmals selbst ins All, statt es nur von der Erde aus zu betrachten. Den langen Weg von den Anfängen der Sternenkunde bis zum Raumfahrtzeitalter beschreibt diese Veranstaltung.
Am 20. November geht es um "Planeten und Monde",
„Planeten und Monde“ stehen auf dem Programm des zweiten Kursteils. Warum gibt es seit August 2006 nur noch acht Planeten und wie sehen diese fremden Welten aus? Was unterscheidet unsere Erde von den anderen „Wandelsternen“? Wie entstanden die Ringe des Saturn - und bringen Kometen wirklich Unglück?

Am 4. Dezember geht es um "Der Mond - unser kosmischer Nachbar, 
Unser Mond ist der einzige Himmelskörper mit Ausnahme der Erde, der bereits von Menschen betreten wurde. Was hat es mit Sonnen- und Mondfinsternissen auf sich - und was mit der ständig wechselnden Phasengestalt des Erdtrabanten? Der dritte Vortrag geht nicht nur ausführlich auf diese Fragen ein, sondern beschreibt auch die ungeheuren Anstrengungen, die den bemannten Flug zum Mond erst möglich machten.

Am 18. Dezember geht es um "Sterne, Nebel und Schwarze Löcher".
Mit einem Teleskop kann man neben verschiedenen Arten von Sternen auch weitere Objekte erkennen, die in den Weiten des Alls beheimatet sind. Doch was hat es mit den spektakulären Gasnebeln, fernen Milchstraßensystemen oder den berühmten „Schwarzen Löchern“ auf sich?



Sonntag, 29. Oktober 2017

30. Oktober - 5.November: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Von den großenPlaneten kann bald nach Sonnenuntergang der Saturn noch tief im Südwesten gefunden werden, er geht jedoch schon vor 19 Uhr unter. Am Morgenhimmel kann ab ca. 4:30 Uhr der Mars und ab etwa 6:15 Uhr die Venus tief im Südosten gefunden werden. Die ISS kann bei ordentlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 30. Oktober, geht die Sonne um 7:16 Uhr auf und um 17:00 Uhr unter, der helle Tag ist also jetzt deutlich kürzer als zehn Stunden. Die ISS fliegt zwischen 5:55 Uhr und 6:01 Uhr in jedoch nur 12° Grad Höhe über den morgendlichen Südosthimmel hinweg.

Am Reformationstag, den 31. Oktober, fliegt die ISS am Morgen zwischen 6:38 Uhr und 6:45 Uhr in maximal 31° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Am Abend zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Er ist heute zu 86 Prozent beleuchtet. Um 21:30 Uhr erreicht er eine maximale Höhe von 32° Grad über dem Horizont.

Am Mittwoch, den 1. November, fliegt die ISS zwischen 5:47 Uhr  und 5:52 Uhr in maximal 21° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg. Um 17:21 Uhr gibt es hoch im Nordosten (Höhe 70° Grad, Azimut 39° Grad) einen mit -8mag sehr hellen Iridiumflare. Und um 18:57 Uhr noch einmal ein weiterer sehr heller Iridiumflare (auch -8mag), mit 42° Grad Höhe nicht mehr ganz so hoch, und etwas nördlicher (Azimut 21° Grad).

Am Donnerstag, den 2. November, erreicht die ISS zwischen 6:30 Uhr und 6:37 Uhr schon 49° Grad Höhe über dem Horizont am Südhimmel.

Am Freitag, den 3. November, steht Kleinplanet Nysa (9,6mag) um 7:30 Uhr in Opposition zur Sonne. Die ISS ist bereits vorher zwischen 5:39 Uhr und 5:45 Uhr in maximal 35° Grad Höhe am Morgenhimmel zu sehen.

Am Samstag, den 4. November, ist exakt um 6:23 Uhr Vollmond. Er steht dann noch 6° Grad hoch (oder besser tief) im Westen. Außerdem zeigt er maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Die ISS fliegt zwischen 6:22 Uhr und 6:30 Uhr in maximal 72° Grad Höhe über den Morgenhimmel hinweg. Dabei fliegt sie scheinbar zunächst genau über Castor in den Zwillingen und dann über Arkturus im Bootes hinweg.

Am Sonntag, den 5. November,  tritt um 5:32 Uhr die ISS östlich vom Orion aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann bis 5:37 Uhr schnell in maximal  55° Grad Höhe über unseren Südosthimmel hinweg. Um 18:12 Uhr kommt es in Richtung NNO (Azimut  30° Grad) in 58° Grad Höhe zu einem sehr hellen iridiumflare von -7,5mag. Am Abend und in der Nacht zieht der Mond über die Hyaden hinweg. Um 19:55 Uhr wird dabei gamma Tauri bedeckt, um 20:48 Uhr taucht dieser Stern wieder hinter dem dunklen Mondrand auf. Der Mond ist in dieser Nacht noch zu ca. 96 Prozent beleuchtet, also fast voll. Um die Sterne der Hyaden neben dem Mond zu sehen, ist sicherlich ein Fernglas notwendig. Wer länger aufbleiben kann, hat dann die Möglichkeit am Montag von 3:50 Uhr bis 4:35 Uhr auch die Bedeckung von Aldebaran zu beobachten.

Sonntag, 22. Oktober 2017

23. - 29. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der immer weiter zunehmende Mond den Abendhimmel. Die Venus ist ab ca. 6:30 Uhr Morgenstern, auch Mars kann am ab ca. 5:30 Uhr Morgenhimmel gefunden werden. Abends ist Saturn noch bis kurz vor 21 Uhr im Südwesten zu finden. Uranus und Neptun (bis ca. 4:00 Uhr) können mit Fernglas oder Fernrohr fast die ganze Nacht über beobachtet werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu sehen.

Am Montag, den 23. Oktober, geht die Sonne um 8:03 Uhr auf und um 18:14 Uhr unter. Der helle Tag ist also gerade noch etwas über 10 Stunden lang. Der zu 15 Prozent beleuchtete Mond geht um 20:35 Uhr unter.

Am Dienstag, den 24. Oktober, steht der Mond nur in 3 Grad Abstand in der Nähe von Saturn. Er geht um 21:15 Uhr unter. Der veränderliche Stern Algol erreicht um 22:41 Uhr ein Helligkeitsminimum. Am Morgen gibt es um 6:48 Uhr, im Nordosten (Azimut 64° Grad), allerdings in nur 10° Grad Höhe, im Sternbild Bootes einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 25. Oktober, geht der Mond um 21:59 Uhr unter, er steht im Sternbild Schütze, d.h. er bleibt den ganzen Abend nur wenig (maximal 17 Grad) über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 26. Oktober, geht der Mond um 22:51 Uhr unter.

Am Freitag, den 27. Oktober, geht der Mond um 23:48 Uhr unter, er hat fast das Erste Viertel erreicht.

Am Samstag, den 28. Oktober, erreicht der Mond um 0:22 Uhr das Erste Viertel, dann ist er bei uns jedoch schon untergegangen. Heute Abend geht er dann erst nach Mitternacht unter, gegen 21:15 Uhr kommt es zur Bedeckung eines 6,9mag schwachen Sternchens.

Am Sonntag, den 29. Oktober, endet die Sommerzeit, wir kehren zur für unsere Zeitzone normalen Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) zurück. Die Stunde von 2:00 bis 3:00 Uhr morgens findet zweimal statt, wir können also scheinbar eine Stunde länger schlafen. Dadurch verfrüht sich dann der Sonnenauf und -untergang. Heute geht die Sonne um 7:14 Uhr auf, aber auch schon um 17:02 Uhr unter. Die Venus (-3,9mag) geht am frühen Morgen gegen 7 Uhr in nur einem halben Monddurchmesser Abstand (14 Bogensekunden) an einem 4,4mag Stern in der Jungfrau vorüber. Bereits um 2:00A Uhr erreicht Kleinplanet Pallas seine Oppositionsstellung zur Sonne. Pallas ist dann 8,2mag hell und steht im Sternbild Eridanus, jedoch maximal nur in 16° Grad Höhe.

Samstag, 21. Oktober 2017

21. Oktober 2017: Mitgliederversammlung der VdS

Heute mal etwas "astronomisches" aus Heidelberg und nicht Bad Lippspringe. Ich bin zur Mitgliederversammlung der VdS, der "Vereinigung der Sternfreunde" gereist. Das ist Deutschlands größter Amateurastronomenverein mit rund 4000 Mitgliedern.

In diesem Jahr findet gerade die 33. Mitgliederversammlung in Heidelberg im "Haus der Astronomie" statt.

Heute, am Samstag, gab es zunächst viele sehr interessante Vorträge zu hören. Über das Gaia-Projekt, die Vermessung der genauen Positionen Eigenbewegung von Millionen, nein, Milliarden Sternen. Über historisches, z.B. Argelanders Fernrohr der berühmten "Bonner Durchmusterung", über Kooperation von Profi- und Amateurastronomen in der Spektroskopie von Sternen, über Sternbedeckungen und die Sonnenfinsternis in den USA. Über die verbesserte Zusammenarbeit von Sternwarten, Planetarien und regionalen astronomischen Vereinen.

In der Mitgliederversammlung wurde dann ein neuer Vorstand gewählt. Otto Guthier kandidierte nach 25 Jahren nicht mehr zum Vorsitzenden, "es werde Zeit, die Arbeit in jüngere Hände zu legen". Und mit Sven Melchert hat er sicherlich einen guten Nachfolger gefunden. Dieser betonte, die VdS muss gerade online viel sichtbarer werden als bisher. Ich denke, eine gute Wahl.

Ein Fotoalbum mit vielen schönen Fotos veröffentlicht von Michael Schumann gibt es auf flickr.

Hier noch zwei Fotos von mir:

Ds Haus der Astronomie auf dem Heidelberger Königstuhl

Sven Melchert bedankt sich mit Blumen bei Otto Guthier für die langjährige Vorstandsarbeit

Morgen, am Sonntag wird das Treffen noch mit einer Führung über die Heidelberger Sternwarte, das Max-Plank-Institut für Astronomie und einer Planetariumsshow fortgesetzt.



Donnerstag, 19. Oktober 2017

19. Oktober: Uranus in Opposition

Heute hat der Planet Uranus seine Oppositionsstellung erreicht. Er steht, von der Erde aus gesehen, genau gegenüber (in Opposition) zur Sonne. Analog zur Vollmondstellung bedeutet dies, er geht auf, wenn die Sonne untergeht, und er geht unter, wenn die Sonne aufgeht. Hervorragende Bedingungen also, diesen Planeten zu beobachten.

Wir finden ihn am Abend also im Osten, dort wo wir am Morgen in den letzten Tagen Venus, Mars und auch unseren Mond beobachtet haben. Uranus ist jedoch kein einfaches Beobachtungsziel, ist er doch aus unserem Ort heraus zu lichtschwach, um mit dem bloßen Auge gesehen zu werden. man braucht also schon ein Fernglas, oder eben eine Fotokamera, deren Chip empfindlicher als unser Auge ist.

Hier zuerst ein Übersichtsfoto, das nur sehr wenig Sterne mehr zeigt, als mit bloßem Auge zu sehen sind:

Blick nach Osten, am 19.10.2017 gegen 21:00 Uhr

Sicherlich haben sie die Bäume aus den Fotos der letzten Tage wieder erkannt. Etwas links von der Bildmitte findet man das Sternbild Widder, das im wesentlich aus drei helleren Sternen besteht. Zwei Sterne, Hamal (2,0mag) und Sheratan (2,6mag), auf fast gleicher Höhe und ein dritter Stern (4,5mag), etwa um 45° Grad nach unten rechts hin "abgeknickt". Wenn wir von hier aus noch etwas weiter nach rechts (also Richtung "Westen") sehen, gibt es einen weiteren Stern (3,8mag), der jedoch schon zum Sternbild Fische gehört, der aber auch etwa so hell ist wie diese drei Widdersterne.

Diese Sterne finden sich auch auf dem folgenden Bild wieder, das etwas stärker in die Bildmitte hinein zoomt. Sie können uns den Weg zu Uranus weisen.

Uranus am 19.10.2017 in Opposition


Uranus fällt im Fernglas oder Fernrohr auch durch seine leicht bläuliche Farbe auf.

Unten im Bild kann man auch noch die Blinkspur eines Flugzeugs erkennen.

Ganz links am Bildrand, unterhalb von Hamal, ist mir auch noch der Kleinplanet Iris (7,1mag) in die Lappen gegangen. Iris war der 7. Kleinplanet und wurde am 13. August 1847, also vor 170 Jahren, von einem englischen Astronomen entdeckt. Iris braucht 3,69 Jahre für eine Umkreisung der Sonne.

19. Oktober: Venus im Morgenrot

Heute ein weiteres Bild vom Morgenhimmel, diesmal ohne Mond. Dieser war zwar zum Zeitpunkt des Fotos theoretisch schon aufgegangen. Doch nur noch 14 Stunden vor dem exakten Neumondzeitpunkt  ist er - wie erwartet - nicht mehr  am Himmel zu sehen.

Das Foto wurde um 7:30 Uhr aufgenommen, der Mond sollte zu dieser Zeit dann auch schon über der Egge stehen, wenn auch von meiner Position aus - ähnlich wie die Venus in den vergangenen Tagen, doch noch sehr horizontnah hinter den Zweigen der Bäume.

Außer der Venus waren zu diesem Zeitpunkt für das bloße Auge schon alle anderen Sterne am Himmel verblasst. Dafür war - sicherlich noch eine Folge des Saharastaubs der vergangenen Tage, das Morgenrot besonders rötlich zu sehen. Und die Venus als Morgenstern darüber, für mich ein wunderschöner Anblick:

Morgenstern über dem Morgenrot

Spezialisten mit anderer Ausrüstung werden den Mond sicherlich auch jetzt noch fotografieren können, ich schaffe es jedoch nicht. Nach meinem Wissen wurde ein "Weltrekord" in der Mondsichelfotografie im Jahr 2007 aufgestellt. Einen Bericht über diese Aktion gibt es auf dieser Webseite. Hier wurde die Sichel nur 2-3 Stunden nach Neumond fotografiert.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

18. Oktober: Noch einmal Mond und Planeten

Heute hat sich der Saharastaub von gestern weitgehend verflüchtigt, zum Horizont hingab es eine einigermaßen freie Sicht. Trotzdem war es spannend, würde man die schmale, nur noch zu drei Prozent beleuchtete Mondsichel heute noch einmal sehen können?

Zunächst entdeckte ich nur die Venus, doch der Mond war heute früh nicht weit von ihr entfernt und war dann durch die Bäume hindurch doch noch gut zu erkennen.

Hier ein Foto von heute früh:

Mondsichel und Venus hinter dem Baum, Mars weiter oben und rechts, 18.10.2017, 6:53 Uhr

Erneut kann man beim Mond das Erdlicht gut erkennen. Die Venus steht etwa drei Grad rechts vom Mond und ein Grad oberhalb von ihm. Mars ist deutlich weiter oben. Dicht unterhalb von Mars kann man, in nur einem Monddurchmesser Abstand, den Stern Zavija (beta Virgo) mit einer Helligkeit von 3,3mag erkennen. Wenn das schöne Wetter anhält, kann man morgen und übermorgen gut beobachten, wie sich die Position von Mars relativ zu diesem Stern ändern wird.

Hier noch ein Foto des Mondes, aufgenommen durch mein Spektiv mit 25facher Vergrößerung: 
Mondsichel am 18.10.2017 um 7 Uhr
Die Mondsichel ist nur noch zu drei Prozent beleuchtet, Einzelheite sind auf diesem Bild mehr zu erahnen als zu erkennen.

Morgen, am Donnerstag, den 19.10.2017 ist Neumond. Dieser findet exakt um 21:12 Uhr statt, vom Moment des Fotos sind also noch gut 38 Stunden bis dahin. Eine noch schmalere Mondsichel zu fotografieren wird mit meinen Mittel kaum möglich sein. Morgen früh zur gleichen Zeit wäre der Mond nur noch zu einem Prozent beleuchtet, mathematisch würde er um 7:09 Uhr aufgehen, das wären nur noch 47 Minuten vor Sonnenaufgang, bzw. 14 Stunden bis zum exakten Neumondzeitpunkt. Bis der Mond über die Egge gestiegen ist, so dass ich ihn theoretisch sehen könnte, ist die Morgendämmerung schon so weit fortgeschritten, das man dann den zu erwartenden "Hauch" von Mondsichel doch nicht mehr erkennen kann.

Dienstag, 17. Oktober 2017

17. Oktober: Saharastaub dämpft Sonnenstrahlen

Heute ist der Himmel schon bald nach den ersten Morgenstunden merkwürdig eingetrübt. Zunächst dachte ich an Morgendunst, als die Sonne sehr rötlich immer höher stieg. Doch irgendwie schien sie nicht die Kraft zu haben, diesen "Nebel" wegzupusten. Und in der Tat war es kein Nebel, was heute den Blick auf die Sonne trübte, es war Saharastaub und Staub von den aktuellen Waldbränden in Portugal!

Auch am Abend ging die Sonne wieder sehr rötlich gefärbt unter:

Sonne kurz vor dem Untergang am 17.10.2017 um 18 Uhr

Lag der Ertrag meiner Sonnenkollektoren vorgestern noch bei 43 kWh und gestern bei 36 kWh, waren es heute nur noch 17 kWh.

Mehr Informationen zu diesem Wetterphänomen gibt es beim Wetterkanal.

Eine aktuelle Vorhersagekarte für Saharastaub in Europa findet man auf der griechischen SKIRON-Webseite.

Saharastaub-Ereignisse werden besonders oft im Frühjahr und im Herbst gemessen. Hier hat insbesondere das Schweizer Amt für Meterologie langjährige Erfahrung mit seiner Meßstation am Jungfraujoch

17. Oktober: Der Mond bei Mars und Venus

Auch heute früh war es wieder klar, vielleicht die längste Schönwetterperiode dieses Herbst und Sommers?

Der Mond ist jetzt deutlich an den Mars und die Venus heran gekommen. Heute früh stand er knapp oberhalb des Mars. Die Venus versucht, sich auf dem nachfolgenden Bild noch hinter dem Baum zu verstecken:

Blick nach Osten am Morgen des 17. Oktober 2017

Auf dem obigen Foto kann man beim Mond deutlich das "Erdlicht" erkennen. Mit bloßem Auge ist es nicht ganz so auffällig, in einem Fernglas jedoch sofort zu ekennen. Auch die Nachtseite, also die dunkle Seite des Mondes ist nicht vollkommen dunkel, sondern leicht aufgehellt. Denn überall dort, wo wir hinschauen können kann man natürlich auch umgekehrt uns sehen. Und so scheint über dem dunklen Nacht-Teil des Mondes unsere Erde zu stehen. Diese erscheint am Mondhimmel etwa viermal größer als der Mond am Erdhimmel. Und bringt dadurch natürlcih auch etwas Licht in die ansonsten stockfinstere Mondnacht, das "Erdlicht" eben. Hier einmal auf einem etwas länger belichtetem Mondfoto:

Auch im Erdlicht lassen sich auf der Mondoberfläche verschiedene Gebiete unterscheiden.

Und hier noch ein weiteres Bild der heute früh nur noch zu 7 Prozent beleuchteten Mondsichel:

Mondsichel am 17. Oktober um 6:30 Uhr

Montag, 16. Oktober 2017

16. Oktober 2017: Mond am Morgenhimmel

Auch heute war die Nacht wieder klar. Die immer schmaler werdende Mondsichel leuchtete wieder sehr schön am Morgenhimmel. Unverkennbar stand sie heute früh deutlich niedriger und östlicher als noch gestern um diese Zeit. Morgen früh wird sie sich noch weiter an Mars und Venus angenähert haben, aber ob dann der Himmel immer noch klar ist?

Mond und Venus (hinter dem Baum links von der Mitte). Mars unterhalb der Bildmitte ist zwar deutlich lichtschwächer als die Venus, aber trotzdem besser zu erkennen.

Mondsichel am 16. Oktober 2017 um 6:30 Uhr

Sonntag, 15. Oktober 2017

16. - 22. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Neumond, die Nächte eignen sich gut zur "deep-sky"-Beobachtung, wenn denn das Wetter mitspielt. Von den großen Planeten ist Saturn am Abend bis gegen 21 Uhr zu beobachten. Er zeigt zur Zeit seine größtmögliche Ringöffnung von knapp 27° Grad.  Die Venus ist Eiterhin heller Morgenstern, sie geht jedoch erst gegen 6 Uhr auf. Auch Mars kann am Morgenhimmel gefunden werden. Die ISS ist in dieser Woche nicht am Nachthimmel zu beobachten.

Am Montag, den 16. Oktober,  geht die Sonne um 7:51 Uhr auf und um 18:29 Uhr unter, der helle Tag ist also 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Um 19:30 Uhr hält Heinz-Bernd Eggenstein an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus einen Vortrag über veränderliche Sterne: "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen".

Am Dienstag, den 17. Oktober, zeigt der abnehmende Mond maximale Libration, Krater Grimaldi steht nah am Rand. Die nur noch zu 7 Prozent beleuchtete schmale Mondsichel geht um 5 Uhr kurz vor Mars und Venus im Osten auf.

Am Mittwoch, den 18. Oktober, geht am frühen Morgen der Mond etwa zeitgleich gegen 6 Uhr zusammen mit der Venus auf, sie stehen nur ca. 3 Grad voneinander entfernt. Mars steht heute früh nur einen Vollmonddurchmesser (30' Bogenminuten) entfernt vom Stern beta in der Jungfrau (3,8mag). Und Kleinplanet Massalia (10,0mag) geht nur in 5' Bogenminuten Abstand an Stern 140 Tour (6,9mag) vorüber.

Am Donnerstag, den 19. Oktober, ist exakt um 21:12 Uhr Neumond. Uranus (6,0mag) steht heute in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über zu beobachten. Mit dem bloßen Auge ist er jedoch nur an besonders dunklen Stellen mit ausgezeichnetem Nachthimmel zu sehen, bei uns wird man sicherlich ein Fernglas brauchen.

Am Freitag, den 20. Oktober, finden nach meiner Recherche in den verschiedenen astronomischen Jahrbüchern so gar keine besonderen Ereignisse statt. Da können wir dann einfach mal den Nachthimmel so genießen.

Am Samstag, den 21. Oktober, ist die schmale Mondsichel (nur 2 Prozent sind beleuchtet) wohl noch nicht in der Abenddämmerung zu finden, sie geht um 19:30 Uhr unter.

Am Sonntag, den 22. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol um 1:52 Uhr ein Helligkeitsminimum. Am Abend geht die jetzt zu 6 Prozent beleuchtete Mondsichel um 20:02 Uhr unter, tief im Südwesten könnte sie nach Sonnenuntergang gefunden werden.

15. Oktober: Der abnehmende Mond, Venus, Mars und ein Löwe

Auch heute früh war der Himmel wieder klar, deshalb leich noch einmal ein Foto des abnehmenden Mondes. Aufgenommen um 6:33 Uhr:

Mondsichel am 15. Oktober um 6:30 Uhr
Und hier noch ein Bild aus meinem Dachfenster heraus Richtung Osten fotografiert. Bei einer Belichtungszeit von einer Sekunde ist der Mond natürlich stark überbelichtet. Dafür kann man aber die Venus erkennen, die gerade aufgegangen unten durch den Baum in der Mitte scheint und auch der Mars, etwas weiter rechts, gerade oberhalb dieses Baumes ist zu sehen. Die hellen Sterne des Sternbilds Löwe lassen sich links neben und unterhalb des Mondes ebenfalls gut erkennen. Der kleine Streifen rechts neben dem Mond stammt von einem Flugzeug.

Morgenhimmel Richtung Osten, mit Venus, Mars, dem Löwen, Mond und Flugzeug

Samstag, 14. Oktober 2017

14. Oktober: Der Mond am Morgenhimmel

heute früh, bevor ich frische Brötchen vom Bäcker holte, habe ich schnell noch einmal unseren Mond fotografiert. Die abnehmende Sichel strahlte wunderschön in der Morgendämmerung vom Himmel.

In der Mitte dicht am Terminator, der Tag/Nacht-Grenze auf dem Mond kann man sehr gut den großen Krater Kopernikus erkennen. Darüber sind noch ein paar Bergspitzen erkenen die gerade noch von der untergehenden Sonne beleuchtet werden.

Der Mond am 14.10.2017 gegen 7 Uhr früh.

Auf der nachfolgenden Aufnahme ist der Mond überbelichtet. Dadurch kann man jedoch auf der rechten Seite des Fotos noch zwei Sterne des Sternbilds Krebs erkennen.  Der linke der beiden Sterne (63 Cnc) wurde bis kurz vor 6 Uhr noch vom Mond bedeckt, da habe ich jedoch noch selig geschlafen.

Der Mond mit zwei Sternen im Sternbild Krebs (rechts oben)
Die beiden Sterne im Krebs haben eine Helligkeit von 5,2mag bzw. 5,8mag, sind also in dunklen Nächten durchaus noch mit dem bloßen Auge zu sehen. Sie stehen ungefähr 150 Lichtjahre von uns entfernt.

Dienstag, 10. Oktober 2017

16. Oktober: Vortrag "Veränderliche - den Pulsschlag ferner Sonnen messen"

Am Montag, den 16. Oktober, gibt es wieder einen Vortrag an der Volkssternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus. Mein Freund Heinz-Bernd Eggenstein referiert über veränderliche Sterne. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Während uns die Objekte des Sonnensystems ständig neue Konstellationen und Erscheinungen bieten, galten „Fixsterne“ lange als Inbegriff ewiger Beständigkeit. Doch beobachtet man Sterne über einen längeren Zeitraum, erkennt man bei vielen überraschend vielfältige Veränderungen ihrer Helligkeit.

Diese können sich in Sekundenbruchteilen oder ausgedehnt über mehrere Jahrzehnte abspielen. Sie können regelmäßig oder unregelmäßig sein, schwach oder stark ausgeprägt. Ebenso vielfältig sind die astrophysikalischen Vorgänge, die diese Veränderungen verursachen. Das Beobachten veränderlicher Sterne ist ein spannender und im wahrsten Sinne des Wortes abwechslungsreicher Zweig der Astronomie, der sich zunehmender Beliebtheit bei Amateuren erfreut und sogar einen nützlichen Beitrag der Sternfreunde zur professionellen Wissenschaft liefern kann.

Die nötige Ausrüstung für einen praktischen Einstieg in diese Thematik haben viele, die sich mit der Fotografie beschäftigen, ohnehin zu Hause: Bereits mit einem einfachen Stativ, einer Spiegelreflexkamera und einem Teleobjektiv kann man Messungen an Sternen vornehmen, die man anschließend mit kostenlos erhältlicher Software auswerten kann. Daher eignet sich dieses Thema auch gut für den praktischen Physik- und Astronomie-Unterricht an Schulen.


Der Eintritt kommt wie immer der Arbeit der Volkssternwarte zugute. 

Sonntag, 8. Oktober 2017

9. - 15. Oktober 2017: der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück, die Möglichkeiten auch schwächere "deep-sky"-Objekte am Himmel zu beobachten werden wieder besser. Von den großem Planeten kann Saturn am frühen Abend noch beobachtet werden, die Venus ist strahlender Morgenstern, Auch der deutlich lichtschwächere Mars (1,8mag) kann am Morgenhimmel gefunden werden. Mit einem Fernglas können die Planeten  Uranus und Neptun fast die ganze Nacht über gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 9. Oktober, geht die Sonne um 7:39 Uhr auf und um 18:44 Uhr unter, der helle Tag ist jetzt also nur noch knapp 11 Stunden lang. Zwischen 20:23 Uhr und 20:27 Uhr fliegt die ISS von Westen kommend in maximal  48° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg, in südöstlicher Richtung verschwindet sie dann im Erdschatten. Der abnehmende Mond geht um 21:18 Uhr auf, er ist jedoch noch zu 79 Prozent beleuchtet. Er steht im Sternbild Stier nahe bei Aldebaran.

Am Dienstag, den 10. Oktober, geht der Mond um 22:04 Uhr auf, er steht oberhalb des Sternbilds Orion. Die ISS kann zwischen 19:31 Uhr und 19:37 Uhr bei ihrem Überflug beobachtet werden. beim Aufstieg im Westen fliegt sie um 19:32:30 Uhr exakt vor dem hellen Stern Arkturus im Sternbild Bootes (Bärenführer) vorüber. Um 20:27 Uhr kommt es in nördlicher Richtung (Azimut 10° Grad, Höhe 36° Grad) zu einem mit -5mag sehr hellem Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 11. Oktober, geht der Mond erst um 23 Uhr auf, heute steht er bereits im Sternbild Zwillinge. Um 6:00 Uhr kommt es in SSW-Richtung (Azimut 196° Grad, Höhe 46° Grad), an der "Schulter" von Orion, zu einem mit -8mag extrem hellen Iridiumflare. Die ISS kann noch einmal zwischen 20:16 Uhr und 20:20 Uhr bei einem Überflug beobachtet werden, sie erreicht jedoch nur noch eine maximale Höhe von 30° Grad über dem Horizont. Um 20:21 Uhr kommt es noch einmal in nördlicher Richtung (Azimut 11° Grad, Höhe 37° Grad) zu einem extrem hellen Iridiumflare von -7mag.

Am Donnerstag, den 12. Oktober, erreicht der Mond exakt um 14:26 Uhr das Letzte Viertel, theoretisch geht er dann gerade unter, wird aber wegen des hellen Tageslichts nicht zu sehen sein. Abends geht er erst um Mitternacht auf. Die ISS fliegt zwischen 19:23 Uhr und 19:30 Uhr noch einmal in maximal 43° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Freitag, den 13. Oktober, fliegt die ISS zwischen 20:07 Uhr und 20:12 in nur noch maximal 18° Grad Höhe über unseren Südwest-Horizont hinweg.

Am Samstag, den 14. Oktober, ist die ISS ein letztes Mal am Abendhimmel zwischen 19:15 Uhr und 19:23 Uhr tief über dem Horizont bei ihrem Überflug zu beobachten.

Am Sonntag, den 15. Oktober, geht die weiter abnehmende Mondsichel erst gegen 2:30 Uhr auf. Sie nähert sich Regulus, dem hellsten Stern des Löwen.


Donnerstag, 5. Oktober 2017

5. Oktober: Vollmond

Tagsüber hat es hier kräftig gestürmt,  das Landesgartenschaugelände musste geschlossen werden, weiter nördlich gab es in Deutschland sogar Ausnahmezustand und sogar Tote zu beklagen.

Doch nach dem Sturm kehrte Ruhe ein - und heute Abend ließ sich zeitweise sogar der Mond am Himmel blicken.

Hier zwei Fotos, entstanden kurz nach Mondaufgang, als er noch recht tief im Osten stand.

Vollmond am Donnerstag, den 5. Oktober

Blick Richtung Osten
Wie friedlich kann doch manchmal unsere Welt sein!

Sonntag, 1. Oktober 2017

2. - 8. Oktober 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche haben wir Vollmond. Sein helles Licht überstrahlt viele schwächere Sterne am Nachthimmel. Von den großen Planeten ist die Venus im Osten als Morgenstern gut zu beobachten. Saturn kann am Abend noch bis gegen 21:30 Uhr tief im Westen gefunden werden. Die ISS kann bei abendlichen Überflügen beobachtet werden.

Am Montag, den 2. Oktober, zeigt der veränderliche Stern Algol im Perseus gleich nach Mitternacht um 0:11 Uhr ein Helligkeitsminimum. Die Venus (-4mag) geht nur 4 1/2' Bogenminutensüdlich an chi Leonis (4,7mag) vorüber. Die Sonne geht um 7:27 Uhr auf und um 19:00 Uhr unter, damit ist der helle Tag einmal mehr 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. der Mond ist heute Abend bereits zu 90 Prozent beleuchtet. Um 19:11 Uhr gibt es im Sternbild "Kleiner Wagen" in der Nähe des Polarsterns einen mit -8mag sehr, sehr hellen Iridiumflare. Die ISS zieht zwischen 20:00 Uhr und 20:06 Uhr in maximal 63° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Dienstag, den 3. Oktober, kommt es gegen 2:00 Uhr fast zu einer Sternbedeckung eines 7mag schwach leuchtenden Sternchens durch den Mond. Um 20:44 Uhr steigt die ISS schnell aus westlicher Richtung am Himmel hinauf und fliegt exakt durch den Zenit über unsere Stadt hinweg, um 20:49 Uhr verschwindet sie hoch am Himmel im Erdschatten. Um 21:11 Uhr gibt es genau in nördlicher Richtung in 22° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Mittwoch, den 4. Oktober, kommt es gegen 0:20 Uhr zu einer Sternbedeckung eines mit 5mag  leuchtenden Sternchens (chi Aquarii) durch den Mond. Außerdem zeigt der Mond maximale Libration in Länge, das Mare Crisium steht nah am Rand. Der veränderliche Stern Algol zeigt heute um 20:11 Uhr erneut ein Helligkeitsminimum. Zwischen 19:52 Uhr und 19:58 Uhr fliegt die ISS sehr hoch(max. 82° Grad)  am Abendhimmel über uns hinweg, unterwegs kommt sie scheinbar den Sternen Wega in der Leier und Deneb im Schwan sehr nahe. Um 21:05 Uhr gibt es erneut genau in nördlicher Richtung in 24° Grad Höhe einen mit -6mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Donnerstag, den 5. Oktober, ist exakt um 20:40 Uhr Vollmond. Am frühen Morgen zieht die Venus nur mit 22' Bogenminuten Abstand an Mars (1,8mag) vorbei. In nur etwas größerem Abstand (28' Bogenminuten) von ihr befindet sich sigma Leonis (4,1mag). Zwischen 20:36 Uhr und 20:41 Uhr fliegt die ISS ein weiteres Mal in dieser Woche (fast) genau über unsere Stadt hinweg.

Am Freitag, den 6. Oktober, fliegt die ISS zwischen 19:44 Uhr und 19:49 Uhr ein drittes Mal in dieser Woche exakt über unsere Stadt hinweg. Um 20:46 Uhr gibt es in nördlicher Richtung in 35° Grad Höhe einen mit -7mag sehr hellen Iridiumflare.

Am Samstag, den 7. Oktober, steht Mars im Aphel seiner Bahn um die Sonne, also am weitest entferntesten Punkt. Die ISS fliegt heute in maximal 72° Grad Höhe zwischen 20:28 Uhr und 20:32 Uhr über unseren Abendhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 8. Oktober, zeigt der Mond maximale Libration in Breite, so dass wir seinen Nordpol sehen können. Er geht um 20:39 Uhr auf und ist noch zu 88 Prozent beleuchtet.  Der Sternschnuppenschwarm der Draconiden hat heute sein Maximum, wegen des hellen Mondes dürften aber nur wenige Sternschnuppen zu sehen sein. Die ISS fliegt heute zwischen 19:35 Uhr und 19:42 Uhr in maximal 85° Grad Höhe über unseren Abendhimmel hinweg.

Dienstag, 26. September 2017

26. September: der Mond am Abend

Der Himmel ist mal wieder reichlich bewölkt. Kurz vor Acht Uhr wollte ich gerne den Iridiumflare beim Polarstern beobachten, doch leider machten wir die Wolken einen Strich durch die Rechnung.

Doch vorhin konnte ich immerhin den tief stehenden Mond fotografieren. Eine etwas skurrile Situation, denn gleichzeitig hat es ein wenig geregnet. Vom Zimmerfenster aus hörte ih, wie die Regentropfen in den Garten fielen, doch gleichzeitg herrschte zum Südwesthorizont hin freie Sicht.

Hier mein Foto:

Mond am 26. September 2017

Sonntag, 24. September 2017

25. September - 1. Oktober: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der zunehmende Mond den Abendhimmel. Von den großen Planeten kann Saturn noch am Abendhimmel gefunden werden. Morgens vor Sonnenaufgang leuchtet die Venus hell im Südosten. Uranus und Neptun können beinahe die ganze Nacht über beobachtet werden, sind jedoch für das bloße Auge nicht sichtbar. Die ISS kann in dieser Woche bei Überflügen am Abendhimmel beobachtet werden. Außerdem kommt es in dieser Woche zu einer Serie heller Iridiumflares in der Nähe des Polarsterns.

Am Montag, den 25. September, geht die Sonne um 7:16 Uhr auf und um 19:16 Uhr unter. Die Länge des "Sonnentages" sinkt jetzt unter zwölf Stunden.Ihren höchsten Stand erreicht sie um 13:16 Uhr mit eine Höhe von 37° Grad über dem Südhorizont. Die zu 29 Prozent beleuchtete Mondsichel geht um 22:04 Uhr unter.  Um 19:30 Uhr hält mein Sternfreund Bernd Gährken an der Sternwarte in Schloß Neuhaus einen Vortrag über Polarlichter am Barbardunga.

Am Dienstag, den 26. September, geht der Mond, der in der Nähe von Saturn steht (Abstand weniger als 5° Grad), um 22:39 Uhr unter. Um 19:48 Uhr kommt es direkt beim Polarstern zu einem mit -5mag recht hellem Iridiumflare. Gegen 20:28 Uhr kann die ISS erstmalig ganz tief im Süden in maximal 15° Grad Höhe beim Überflug gesichtet werden.

Am Mittwoch, den 27. September, geht der Mond um 23:21 Uhr unter, er ist zu 47 Prozent beleuchtet. Um 21:12 Uhr kann die ISS kurz im Südwesten, oberhalb des Mondes beobachtet werden.

Am Donnerstag, den 28. September, erreicht der Mond um 4:54 Uhr das Erste Viertel, da steht er bei uns jedoch weit unter dem Horizont. Am Abend ist er bereits zu 57 Prozent beleuchtet und geht kurz nach Mitternacht unter. Zwischen 20:17 Uhr und 20:22 Uhr kann die ISS bei ihrem Überflug beobachtet werden, um 20:20 Uhr fliegt sie dabei ganz knapp über dem Mond hinweg. Bereits um 19:35 Uhr kommt es noch einmal direkt beim Polarstern zu einem mit -5mag recht hellem Iridiumflare.

Am Freitag, den 29. September, steht der zu zwei Drittel beleuchtete Mond zwischen den Sternbildern Schütze und Steinbock. Um 21:27 Uhr kommt es dabei am südlichen Mondrand zu einer Sternbedeckung eines 5,1mag hellen Sternchens. Die ISS steigt um 21:01 Uhr aus dem Westen kommend steil in den Himmel hinauf, um 21:05 Uhr verschwindet sie in 55° Grad Höhe ziemlich genau im Süden oberhalb des Sternbilds Adler im Erdschatten. Der Iridiumflare beim Polarstern tritt heute um 19:29 Uhr auf und ist ca. -3mag hell.

Am Samstag, den 30. September, kann am Abend gegen 19 Uhr der "goldene Henkel" am Mond beobachtet werden. Die ISS fliegt zwischen 20:09 Uhr und 20:15 Uhr über unseren Abendhimmel in maximal 41° Grad Höhe (deutlich oberhalb des Mondes) hinweg. Bereits um 19:23 Uhr gibt es heute erneut einen Iridiumflare in der Nähe des Polarsterns.

Am Sonntag, den 1. Oktober, ist der Mond am Abend bereits zu 83 Prozent beleuchtet. Die ISS steigt zwischen 20:53 Uhr und 20:57 Uhr aus dem Westen kommend bis auf 78° Grad Höhe hinauf, bevor sie im Sternbild Schwan im Erdschatten verschwindet.

Freitag, 22. September 2017

25. September: Vortrag Polarlichter am Barbardunga

Am Montag, den 25. September gibt es an der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus (auf dem Dach des Gymnasium) um 19:30 Uhr wieder einmal einen interessanten Vortrag:

Polarlichter am Barbardunga


lautet der Titel des Vortrag von unserem Sternwarten-Mitglied Bernd Gährken, der inzwischen in Bayern lebt. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Astronomie und zahlreichen Engagements z.B. in der Volkssternwarte München, als Autor diverser Artikel und Vortragsredner auf Tagungen ist er in der Szene der Amateurastronomen wahrlich kein Unbekannter. In der Ankündigung der Sternwarte heisst es dazu:

Bernd Gährken berichtet in diesem Vortrag von einer außergewöhnlichen Reise nach Island. Die größte Vulkaninsel der Erde liegt knapp südlich des Polarkreises in einem Bereich, in dem sich die nordamerikanische und die eurasische Platte jährlich etwa zwei Zentimeter voneinander entfernen.

Der aktive Vulkanismus sorgt dabei mit ständigem Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren dafür, dass die Insel nicht auseinanderbricht. Die aktiven Vulkane in Island sind in etwa 30 Vulkansysteme eingeordnet. Anders als etwa auf Hawaii sind sie jedoch nicht permanent aktiv. Am 29. August 2014 brach der Bardarbunga nach 217 Jahren Pause erstmals wieder aus.

Wenige Tage nach Beginn des Schauspiels besuchte der Referent die Region um den Vulkan. Dabei hatte er das Glück, auf der durch den Golfstrom sehr regenreichen Insel klare Nächte zu erleben, in denen auch das Polarlicht sichtbar war. Ausgelöst durch elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwinds, die auf den Stickstoff und Sauerstoff der irdischen Atmosphäre treffen, ist dieses Phänomen in hohen geografischen Breiten besonders eindrucksvoll zu sehen, während es in Mitteleuropa nur bei besonders hoher Sonnenaktivität auftritt.


Der Eintritt zu dieser Veranstaltung kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute.

Samstag, 16. September 2017

18. - 24. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche ist Herbstanfang, jetzt werden die Tage wieder kürzer als die Nächte. Merkur beendet in dieser Woche seine Morgensichtbarkeit. Die Venus strahlt ab etwa 5 Uhr als heller Morgenstern im Südosten. Ab ca. 6 Uhr kann im Südosten auch Mars gefunden werden. Jupiter steht zu dicht neben der Sonne und bleibt praktisch unsichtbar, Saturn geht am Abend bald nach 22 Uhr unter. Uranus und Neptun können mit einem Fernglas oder Fernrohr die ganze Nacht über beobachtet werden. In dieser Woche ist Neumond. Die Nächte eignen sich daher gut zur "deep-sky"-Beobachtung. Die ISS beendet in dieser Woche ihre morgendliche Sichtbarkeitsperiode.

Am Montag, den 18. September, geht die Sonne um 7:04 Uhr auf und um 19:32 Uhr unter. Der helle Tag dauert also nur noch etwas über 12 Stunden. Am Morgenhimmel (gegen 6 Uhr) stehen im Osten die helle Venus, eine nur noch zu 5 Prozent beleuchtete Mondsichel, der hellste Stern des Löwen, Regulus, sowie Mars und Merkur recht dicht beieinander. Der Mond und Regulus haben um 5:30 Uhr nur einen Abstand von 12 Bogenminuten, das ist etwas mehr als ein Drittel Monddurchmesser, von Afrika und Asien aus gesehen kommt es sogar zu einer Bedeckung. Der Abstand von Merkur zur Venus beträgt etwa 12° Grad. Zwischen 5:55 Uhr und 6:01 Uhr zieht auch noch die ISS im Süden kurz über den Himmel, in einer maximalen Höhe von 25° Grad, sie verschwindet jedoch weit entfernt von den Planeten bereits im Südosten unter dem Horizont.

Am Dienstag, den 19. September, ist die Mondsichel am Morgen wohl nicht mehr in der Morgendämmerung zu finden. Er geht ca. 6 Uhr auf, man braucht schon eine wirklich klare Sicht Richtung Südost, die Sichel ist aber nur noch zu 1 Prozent beleuchtet. Die ISS ist gegen 5:07 Uhr kurz im Südosten in der Nähe von Sirius knapp über dem Horizont zu sehen.

Am Mittwoch, den 20. September, ist Neumond, exakt um 7:30 Uhr. Die Venus zieht am Morgen in nur 27' Bogenminuten (ein Monddurchmesser) an Regulus vorüber. Gegen 5:49 Uhr ist die ISS ein letztes Mal tief im Süden zu sehen.

Am Donnerstag, den 21. September, geht die schmale Mondsichel um 20:14 Uhr unter, wahrscheinlich ist sie in der Abenddämmerung noch nicht wirklich zu finden.

Am Freitag, den 22. September, ist exakt um 22:02 Uhr "Herbstanfang", dann tritt die Sonne auf ihrer scheinbaren Bahn wieder über den Himmelsäquator in den Süden, so dass nördlich von uns die Tage wieder kürzer und südlich von uns die helle Zeit länger als bei uns sein wird. Die Mondsichel (zu 7 Prozent beleuchtet) geht um 20:40 Uhr unter, im dunklen Teil sollte das Erdlicht schimmernd zu sehen sein.

Am Samstag, den 23. September, geht der Mond um 21:05 Uhr unter. Vorher gibt es um 20:06 Uhr genau im Norden in 47° Grad Höhe gleich einen doppelten Iridiumflare:  der erste mit der außerordentlichen Helligkeit von -7mag um 20:05 Uhr und 52 Sekunden und von der zweite auch noch mit -5mag um 20:06 Uhr und 20 Sekunden.

Am Sonntag, den 24. September, geht der Mond um 21:33 Uhr unter. Bei Sonnenuntergang hat er nur eine Höhe von ca. 14° Grad im Südwesten. Heute ist übrigens Bundestagswahl. Bitte gehen Sie zur Wahl und unterstützen Sie Parteien, die sich für Wissenschaft und Forschung einsetzen. Eine bessere Zukunft für uns alle erreichen wir nicht durch Hass, Rassismus, Falschmeldungen oder Halbwahrheiten.

Sonntag, 10. September 2017

11. - 17. September: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche zieht sich der Mond vom Abendhimmel zurück. Von den großen Planeten ist Saturn am Abendbis ca. 23 Uhr noch im Südwesten zu finden. Die Venus ist strahlender Morgenstern (Aufgang ca. 4:30 Uhr) und mit etwas Glück und klarer Sicht nach Osten sind kurz vor Sonnenaufgang auch noch Merkur und Mars zu finden (Aufgang ca. 5:30 Uhr).

Am Montag, den 11. September, geht die Sonne um 6:53 Uhr auf und um 19:48 Uhr unter. der helle Tag dauert jetzt keine 13 Stunden mehr, wir nähern uns der nächsten Tag- und Nachtgleiche, dem Herbstanfang. Der Mond im Sternbild Stier geht um 22:39 Uhr auf, er ist noh zu 66 Prozent beleuchtet. Zwischen 5:36 Uhr und 5:42 Uhr fliegt die ISS fast genau über unere Stadt hinweg. Sie steigt im Westen auf, fliegt fast genau durch den Zenit (87° Grad Höhe) und fliegt dann im Osten in Richtung Venus dem Horizont entgegen. Um 22:30 Uhr zeigt der veränderliche Stern Algol wieder ein Helligkeitsminimum. An der Sternwarte in Paderborn Schloß Neuhaus stellt mein Sternfreund Ferry Dörfel um 19:30 Uhr in der Reihe "Astronomie aktuell" die "Galaxien der lokalen Gruppe" vor.

Am Dienstag, den 12. September, geht der Mond um 23:20 Uhr auf. Die ISS erscheint am Morgen um 4:45 Uhr in ca. 78° Grad Höhe genau im Süden und fliegt dann schnell nach Osten, in die Morgendämerung hinein. Zwischen 6:18 Uhr und 6:25 Uhr kann sie am bereits hellen Morgenhimmel noch einmal beim Überflug in bis zu 82° Grad Höhe gesichtet werden.

Am Mittwoch, den 13. September, erreicht der Mond um 8:25 Uhr exakt das Letzte Viertel. Er steht dann bei uns 53° Grad hoch am Himmel. Am Abend geht er erst nach Mitternacht, also am Donnerstag auf. Die ISS fliegt zwischen 5:28 uhr und 5:34 Uhr noch einmal genau durch den Zenit über unsere Stadt hinweg. Um 21:08 Uhr kommt es genau im Norden in 29° Grad Höhe zu einem -4mag hellen iridiumflare.

Am Donnerstag, den 14. September, fliegt die ISS zwischen 6:11 Uhr und 6:18 Uhr in maximal 62° Grad Höhe (aber unterhalb des Mondes) über unseren Morgenhimmel hinweg. Merkur erreicht heute seinen größten Abstand zur Sonne, in dieser Woche hat er daher die beste Morgensichtbarkeit des Jahres.

Am Freitag, den 15. September, fliegt die ISS zwischen 5:20 Uhr und 5:26 Uhr über unseren Morgenhimmel, wieder kurz unterhalb des Mondes. Beim Mond kann am Morgen auf der dunklen Seite sicherlich auch wieder das "Erdlicht" beobachtet werden.

Am Samstag, den 16. September, fliegt die ISS zwischen 6:03 Uhr und 6:10 Uhr in nur noch maximal 42° Grad Höhe über unseren Morgenhimmel hinweg.

Am Sonntag, den 17. September, geht die nur noch zu 10° Grad beleuchtete Mondsichel um 3:22 Uhr auf. Der Mond nähert sich jetzt der Venus. Um 5:13 Uhr tritt die ISS in ca. 52° Grad Höhe im Südwesten aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann Richtung Osten über den Himmel.

Donnerstag, 7. September 2017

11. September Sternwarte schloß Neuhaus: "Die Galaxien der lokalen Gruppe"

Am 11. September stellt mein Sternfreund Ferry Dörfel an der Sternwarte Schloß Neuhaus in Paderborn um 19:30 Uhr in der Reihe "Astronomie aktuell" nicht nur die Sternbilder des Herbstes vor, sondern insbesondere auch die "Galaxien der lokalen Gruppe". Auf der Webseite der Sternwarte heisst es dazu:

Die hellen Sommertage sind vorbei und die Nächte werden immer länger und dunkler, da die Sonne jetzt tiefer unter den Horizont sinkt. Als interessierter „Sterngucker“ kann man daher wieder häufiger in den gestirnten Himmel schauen.

Die bekannten Herbststernbilder von Kassiopeia über Andromeda und Pegasus bis Walfisch bilden die Andromeda-Gruppe und dominieren den Himmelsanblick. In der Andromeda findet sich ein spindelförmiges Nebelfleckchen. Es ist der Andromeda-Nebel, das entfernteste Objekt im All, das noch mit bloßem Auge sichtbar ist. Dabei handelt es sich um eine ferne Sterneninsel, ähnlich unserer eigenen Milchstraße. Gemeinsam mit einigen anderen Galaxien zählen beide zur „lokalen Gruppe“.

Der Referent nimmt die Zuhörer mit auf eine Reise von Millionen Lichtjahren und stellt die bekannten Mitglieder der lokalen Gruppe vor. Er erläutert, wie Galaxien entstehen und warum sie unterschiedlich groß und auch sehr verschieden im Aussehen sind.


Der Eintritt der Veranstaltung kommt wie immer der Arbeit der Sternwarte zugute. 

Sonntag, 3. September 2017

4. - 10. September 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

In dieser Woche bestimmt der Vollmond den nachthimmel, sein helles Strahlen lässt viele schwächere Sterne am Himmel nicht hervortreten. Die Venus ist heller Morgenstern, sie geht gegen 4:00 Uhr im Osten auf . Mars und Merkur können villeicht bei klarer Sicht am Morgen gegen 6 Uhr im Osten gefunden werden, sie stehen dann jedoch nur 3 bis 6 Grad über dem Horizont. Saturn kann am Abend bis gegen 23 Uhr noch im Südwesten gefunden werden. Uranus und Neptun sind für Fernrohrbesitzer praktisch die ganze Nacht über zu beobachten. Die Internationale Raumstation (ISS) kann bei morgendlichen Überflügen gesichtet werden.

Am Montag, den 4. September, geht die Sonne um 6:42 Uhr auf und um 20:04 Uhr unter, der helle Tag ist damit 27 Minuten kürzer als noch vor einer Woche. Der Mond ist bereits fast voll, er ist zu 98 Prozent beleuchtet. Die ISS fliegt zwischen 5:15 Uhr und 5:20 uhr im Südosten tief am Himmel (unterhalb von Orion) vorüber.

Am Dienstag, den 5. September, steht Neptun in Opposition zur Sonne. Der Planet ist nur 7,8mag hell, daher für das bloße Auge nicht sichtbar. Mit einem guten Fernglas oder einer Kamera, die nachts länger belichten kann, ist er jedch im Sternbild Wassermann aufspürbar. Zwischen 5:58 Uhr und 6:06 Uhr fliegt die ISS am südöstlichen Himmel entlang, sie fliegt dabei mitten durch den "Gürtel" des Orions.

Am Mittwoch, den 6. September, ist um 9:03 Uhr Vollmond, dann steht bei uns der Mond jedoch bereits unter dem Horizont. Wir haben dadurch aber praktisch zwei Vollmondnächte. Außerdem zeigt er maximale Libration in Länge, das Mare Crisium ist nah am Rand. Außerdem geht am frühen Morgen Kleinplanet Flora (10,3mag) nur 2' Bogenminuten südlich an SAO 94920 (7,0mag) vorüber, allerdingsd auch nur eine Sache fürs Fernrohr. Die ISS ist zwischen 5:08 Uhr und 5:14 Uhr tief am südöstlichen Himmel in maximal 21° Grad Höhe bei ihrem Überflug zu sehen.

Am Donnerstag, den 7. September, kann man vielleicht schon mal am frühen Morgen nach Merkur Ausschau halten, seine Sichtbarkeit verbessert sich in den kommenden Tagen jedoch noch etwas. Zwischen 5:51 Uhr und 5:58 Uhr fliegt die ISS heute bereits oberhalb von Orion von West nach Ost über unseren Morgenhimmel, knapp unterhalb der Venus fliegt sie dann auch noch an Merkur und Mars vorbei.

Am Freitag, den 8. September, geht gegen 1:30 Uhr Kleinplanet Pallas (8,9mag) nur 10' Bogenminuten östlich an Zeta Eridani(4,9mag) vorüber, und am Abend gegen 21 Uhr geht Kleinplanet Julia (9,0mag) 9' Bogenminuten nördlich an Zeta Pegasi (3,6mag) vorüber. Exakt um 5:00 uhr fliegt die ISS genau im Süden in 30° Grad Höhe aus dem Erdschatten heraus und ist noch weitere 6 Minuten im Südosten bei ihrem Überflug zu sehen.

Am Samstag, den 9. September, erreicht der veränderliche Stern beta Persei (Algol) um 1:41 Uhr ein helligkeitminimum (3,4mag). Kleinplanet Pallas geht heute um 2 Uhr nur 5' Bogenminuten östlich an 14 Eridani (6,2mag) vorüber. Zwischen 5:43 Uhr und 5:48 Uhr fliegt die ISS in maximal 72° Grad Höhe an unserem Südhimmel entlang und verfehlt dabei nur ganz knapp die Venus.

Am Sonntag, den 10. September, zeigt der Mond am Abend maximale Libration in Breite, so dass wir auf seinen Nordpol schauen können. Er geht um 22:05 Uhr auf und ist immer noh zu 71 Prozent beleuchtet. Die ISS tritt um 4:52 Uhr oberhalb des Mond im Süden aus dem Erdschatten heraus und fliegt dann scnell nach Osten, der aufgehenden Sonne entgegen.

3. September: Der Mond am Abend

In der Nacht von Samstag zu Sonntag habe ich einmal wieder unseren Mond fotografiert. Er war zu 88 Prozent beleuchtet, es geht auf den Vollmond zu.

Am linken Rand, am Terminator, sind deutlich Krater und Mare zu erkennen. Auch kann man heute schon sehen, dass das Mare Crisium auf der rechten Seite relativ dicht am Rand steht, wir haben also auch wieder eine starke Libration.

Hier das Bild:

Mond am 2.9.2017 um 22:10 GMT, bzw. 3.9.17 um 0:10 Uhr MESZ

Im unteren bereciht, etwas nach links, fällt Krater Tycho deutlich auf, von ihm ausgehend ziehen sich "Strahlen" in mehrere Richtungen fast über die ganze sichtbare Mondoberfläche zu ziehen. Ein zeichen dafür, dass Tycho ein verhältnismäßig junger Krater auf dem Mond ist.

Von Tycho aus gesehen noch etwas weizter nach links fällt ein Krater auf, der so gar nicht kreisförmig aussieht, der eher lang gezogen, wie ein Schuhabdruck erscheint. Dieser Krater wurde nach dem deutschen Astronomen Julius Schiller benannt.

Sonntag, 27. August 2017

28. August - 3. September 2017: Der Himmel über Bad Lippspringe

Der zunehmende Mond bestimmt in dieser Woche mehr und mehr den Nachthimmel. Von den großen Planeten ist Jupiter nur noch kurz nach Sonnenuntergang im Westen zu sehen, Saturn kann noch bis Mitternacht beobachtet werden. Die Venus geht als Morgenstern kurz vor 4 Uhr im Osten auf. Mit einem kleinen Fernrohr kann man die Planeten Uranus und Neptun praktisch die ganze Nacht über beobachten. Die ISS ist in dieser Woche nicht bei nächtlichen Überflügen zu beobachten

Am Montag, den 28. August, geht die Sonne um 6:31 Uhr auf und um 20:20 Uhr unter. Der helle Tag ist jetzt kürzer als 14 Stunden, wir nähern uns langsam dem Herbstanfang. Der Mond ist am Abend zu sehen, er ist zu 45 Prozent beleuchtet und zeigt maximale Libration in Breite, d.h. wir können auf seinen Südpol schauen. Er geht um 23:33 Uhr unter.

Am Dienstag, den 29. August, erreicht der Mond um 10:13 Uhr das Erste Viertel. Er steht heute im Sternbild Skorpion, also nur wenig über dem Horizont. Er nähert sich dem Planeten Saturn und geht erst nach Mitternacht unter.

Am Mittwoch, den 30. August, steht der Mond bereits 3 1/2 Hrad nordöstlich von Saturn. Er ist bereits zu 64 Prozent beleuchtet und erreicht nur eine maximale Höhe von 18° Grad über dem Horizont.

Am Donnerstag, den 31. August, steht der Mond am Abend im Sternbild Schütze.

Am Freitag, den 1. September, geht Kleinplanet Julia (9,0mag) am frühen Morgen gegen 5 Uhr nur 5' Bogenminuten nördlich am Stern SAO 108204 (6,5mag) vorüber.
 
Am Samstag, den 2. September, kommt es um 22:47 Uhr zur Bedekung eines 7mag schwachen Sternchens durch den Mond. Dieser ist dann bereits zu 88 Prozent beleuchtet, er geht erst am Sonntag, um 3:17 uhr unter.

Am Sonntag, den 3. September, steht die Venus in den frühen Morgenstunden nur eine Vollmondbreite entfernt vom delta Cancri (Krebs). Vielleicht kann heute früh zwischen 6:06 Uhr und 6:11 Uhr ein Überflug der ISS am Südosthimmel in maximal 19° Grad Höhe über dem Horizont beobachtet werden.